„Homo DEUS“ oder Hybris? Den globalen Transhumanisten auf der Spur

von | 15. Mrz. 2022 | Philosophie & Theorie

„Homo DEUS“ oder Hybris? Den globalen Transhumanisten auf der Spur

 

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Nach dem die erste Ausgabe unserer AGORA EUROPA für viel Diskussion gesorgt hatte, dürfte die zweite dieser in nichts nachstehen. In der ersten Ausgabe befassten wir uns noch mit dem Great Reset, der mittlerweile allgemein als Verschwörungspraxis anerkannt ist. Passend dazu schauen wir in dieser Edition genauer hin und befassen uns mit der Ideologie, die hinter den Machern des World Economic Forum (kurz: WEF) steht. Auf den Spuren der transhumanistischen Ideologie der globalen Eliten halten wir uns dabei streng an wissenschaftliches Vorgehen. Für Spekulationen ist auch diesmal kein Platz gewesen. Wir bleiben unserem Konzept treu und bieten unseren Lesern sowohl Leitlinien, sachliche Diskussionsbeiträge, Erklärungen sowie dialektische Auseinandersetzungen in alter antiker Form. Letztlich untersuchten die Autoren die heutige Rechte auf transhumane Spurenelemente ab und mussten feststellen, auch diese kann sich nicht von der progressistischen Ideologie frei wird sprechen können.

In der „Agoge“ liefert Peter Steinborn wieder den Leitartikel. In diesem setzt er sich mit dem Phänomen Corona auseinander und setzt dem allgemein pessimistischen Narrativ der Kritiker ein sehr optimistisches Bild entgegen. Für ihn ist die Corona-Krise eine längst überfällige Offenbarung, eine Triage und Katharsis zugleich. Den westlichen Gesellschaften attestiert er kollektiven Narzissmus. Tom Dieke, der nun von Anbeginn für den Blog Gegenstrom – Plattform für Rechte Metapolitik schreibt und zum festen Redaktions- und Verlagsteam gehört, hält den Transhumanistischen Ideen des Silicon Valley eine neue Ethik entgegen und ruft seinen Lesern ein „Ja zum Leben“ zu. Lars Steinke, einer der neueren, jungen Autoren versucht derweil einen Spagat zwischen Fortschritt und Tradition zu schaffen und bietet der Rechten einen theoretischen Überbau, den er u.a. in der Evolution sieht.

In unserem geopolitischen Teil, „Weitblick“, skizzieren Tom Dieke und der Redaktionschef Alexander Markovics das Netzwerk der Transhumanisten und gehen dabei auf die Verstrickungen mit dem Silicon Valley ein. Während Dieke einen historischen Abriss darlegt, welche Persönlichkeiten maßgeblich den Transhumanismus gefördert haben, konzentriert sich Markovics auf die „Maschinengötter“ von der Bay Area. Dieke zeigt seinen Lesern die Seilschaften zwischen Medien, Finanzwelt und Politik auf, die einem transhumanistischen Netzwerk entsprungen sind und die Welt zu beherrschen scheinen. Markovics arbeitet sich derweil an Google, Facebook, Tesla und andere Konzerne sowie deren Akteure ab und weist in bekannt brillanter Weise die ideologischen Einflusslinien auf die Weltpolitik nach.

In „Zur Sache“ verdeutlicht Dominik Schwarzenberger die Bruchlinien zwischen dem Anthropozentrismus und Theozentrismus und weist nach, dass erster Grundlage des gar nicht so neu aufgekommenen Transhumanismus ist. Wer die Texte von Schwarzenberger kennt, weiß, dass es immer etwas dazuzulernen gibt. Der Ethnologe scheint ein unerschöpfliches Wissen um Religionen, Kulturen und Denkrichtungen zu besitzen. Von diesem stets Gebrauch machend, führt er den Leser in die philosophischen und kulturellen Ausreifungen des Transhumanismus ein und begreift selbigen als menschliche Hybris in seiner derzeitigen Form. Mit einer Abhandlung über die Objekt Orientierte Ontologie nach Quentin Meilassoux, stellt Alexander Markovics auch in „Zur Sache“ seine philosophischen Kenntnisse unter Beweis. Der Leser taucht in eine bis dato kaum gekannte Denkweise des Materialismus ein. Ganz besonders freuen wir uns über unseren neugewonnenen Autoren, den Professor an der University of Development in Chile sowie der Nagaoka University of Technology in Japan, Cristián Barros. Mit seinem Aufsatz „Magnetisches Kapital“ nimmt er die technologische Revolution, die digitale Transformation genauer unter die Lupe, wobei er sich stark auf die Rohstoffe konzentriert und dem Leser die logische Entwicklung des Kapitalismus nachskizziert.

Im letzten und zugleich spannendsten Teil, lassen wir wieder einige Autoren verschiedenster Couleur miteinander diskutieren. Die „Ekklesia“ dient dem Austausch unterschiedlicher Ansichten zum Leitthema. Zunächst veröffentlichen wir nun den zweiten Teil des Interviews mit dem selbsterklärten rechten Transhumanisten Konrad Winter. Peter Steinborn und Tom Dieke fühlen dem Informatiker und Technophilen Nationalen auf den Zahn und klopfen seine Ansichten zum Transhumanismus ab. Dabei sieht dieser in der gesellschaftlichen Transformation bis hin zum Postmenschen eine nicht aufzuhaltende Entwicklung. Arnold Rolant, der bereits mehrfach für unseren Blog tätig war, liefert einen persönlichen Entwurf zur Zukunft, wobei er versucht den Geist mit der Materie auszusöhnen. Zuletzt stehen sich unsere Verlagsfreunde Wolfgang Bendel und Frank Kraemer gegenüber, die sich vertieft der Frage nähern, ob Reich oder Nation. Während Bendel im Reich eine unmittelbar mit der kosmisch-göttlichen Ordnung verbundene Staatidee sieht, verfolgt der berühmte Vlogger und Musiker Kraemer einen modernen Ansatz. Während erster genuin theozentrische Positionen vertritt, steht letzter für eher anthropozentrische Sichtweisen innerhalb der Rechten.

Auch mit dieser Ausgabe dürfte der Leser wieder ein unvergleichliches Stück rechte Literaturgeschichte in den Händen halten.

 

Das Thema für die dritte Ausgabe steht auch schon fest:

Europas Wege in die Zukunft: Eine Europäische Ordnung

Die vierte Ausgabe wird sich mit der Zukunft des Krieges befassen – aktueller denn je.

In diesem Sinne wünschen wir allen Lesern eine angenehme wie anregende Lektüre und rufen jeden herzlich dazu auf, sich am Austausch auf unserer Plattform zu beteiligen!

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