Grüner Kulturmarxismus – wenn der Umweltschutz auf der Strecke bleibt

Verfasst von Moritz Meerheym | 

 

Spätestens seit den Zeiten des „Waldsterbens“ in den 80er Jahren erheben in Deutschland alle relevanten Parteien den Anspruch, Umweltschützer zu sein. Dabei wird angesichts der „Klimakatastrophe“ seitens der städtischen Bevölkerung momentan offenbar den Grünen noch immer die größte Kompetenz zugeschrieben. Gleichzeitig werden die Grünen – anders als die anderen Altparteien – von einer steigenden Zahl von Wählern als Gegenkraft zur Alternative für Deutschland (AfD) gesehen. Damit erlangt das Thema Natur- und Umweltschutz in der gegenwärtigen Polarisierung der Gesellschaft insbesondere auch im Zusammenhang mit den Themen Migration und Entwicklungspolitik zwangsläufig immer mehr an Bedeutung.

Dass die AfD diese Herausforderung grundsätzlich erkannt hat, zeigt u. a. auch der aktuelle Wahlkampf. So wird beispielsweise in Sachsen verstärkt auf Aspekte wie Tierschutz, Heimat und „Landliebe“ gesetzt. Gleichzeitig wird jedoch gegenüber dem „linksgrünen“ Zeitgeist teilweise eine wenig überzeugende, nicht konsistente Antihaltung eingenommen. So wird beispielsweise die Ausweitung des ökologischen Landbaus mit dem Argument abgelehnt, dass dieser durch die geringeren Erträge zu mehr Flächenverbrauch oder zu steigenden Lebensmittelimporten aus dem Ausland führen müsse. Kurzfristig mag eine solche Gegenposition erfolgreich sein, weil es momentan ohnehin wenig aussichtsreich erscheint, das städtische Studentenmilieu für eine identitäre Politik zu gewinnen. Langfristig wird für die deutsche Rechte jedoch kein Weg daran vorbeiführen, sich noch intensiver und konsistenter mit dem Thema Ökologie zu beschäftigen und diesbezüglich das Profil zu schärfen.

 

Doppelmoral und Verfehlungen der Grünen

 

Ein wichtiger Aspekt für diese Profilschärfung wäre dabei zunächst, den weltanschaulichen Hauptgegner, die Grünen, noch stärker als bisher kritisch zu hinterfragen. Dabei geht es auch – aber nicht nur – um die Offenlegung der Widersprüche der linksgrünen „Bionade-Spießer“. Man denke etwa an die Neigung der Grünen zu einem hedonistischen Lebensstil mit ausgedehnten „klimaschädlichen“ Urlaubs- bzw. Flugreisen. Entscheidender als die Entlarvung der grünen Doppelmoral ist jedoch das Aufzeigen und Analysieren ihres jahrzehntelangen Versagens. Trotz der gefühlten Meinungsführerschaft der Grünen sind sie in Sachen Natur- und Umweltschutz seit 40 Jahren nämlich erstaunlicherweise mehr oder weniger erfolglos geblieben. So sind in den letzten Jahrzehnten trotz aller Bemühungen der Verlust an Biodiversität und die strukturelle Verarmung der Agrarlandschaft in Deutschland immer weiter vorangeschritten. Auch die Versiegelung der Böden geht allen Sonntagsreden zum Trotz bis heute in erschreckendem Ausmaß weiter.

Die Ursache dieses Versagens liegt letztlich darin, dass die Grünen, obwohl sie eigentlich internationale Ökosozialisten sind, die Spielregeln des liberal-kapitalistischen Gesamtsystems nicht grundsätzlich in Frage stellen, sondern vielmehr akzeptieren bzw. sich längst mit den Verhältnissen arrangiert haben. Gleichzeitig haben sie die Grundlagen für eine handlungsfähige Staatspolitik systematisch untergraben („Emanzipation“ des Individuums von Staat, Volk, Familie). Ohne eine souveräne Staatspolitik, die auch in der Lage wäre, internationale Spekulanten in die Schranken zu verweisen, ist jedoch eine wirkliche ganzheitliche und organische Wende zugunsten von mehr Umwelt- und Naturschutz kaum denkbar. Und je stärker diese Widersprüche zu Tage treten, desto verbissener scheinen sich die Grünen in ihren abstrakten, schwer greifbaren Wahn von der „menschengemachten Klimakatastrophe“ hineinzusteigern. Um ihr Gewissen zu beruhigen betätigen sie sich darüber hinaus mit Vorliebe auch als „Nazijäger“. Besonders gerne gehen sie dabei gegen die sogenannten „Extremisten der Mitte“ vor, also gegen all jene normale Bürger, die den vermeintlich „modernen“ grünen Kulturmarxismus ablehnen, die es mit dem Widerstand gegen die liberal-kapitalistischen Zumutungen ernst meinen und für die die ökologische Frage eben auch untrennbar mit der Entwicklung von Heimat, einem lebendigen Bauerntum und einer ethnokulturellen Identität verbunden ist.

 

Demographische Krise als Chance?

 

Um eine ganzheitliche organische Wende einzuleiten, müssen die Deutschen, die nach zwei verlorenen Weltkriegen zumindest in den alten Bundesländern mehrheitlich noch immer unter den bekannten neurotischen Identitätsstörungen leiden, an erster Stelle den Kampf um Souveränität als die entscheidende Aufgabe ihrer Zukunft wahrnehmen. Dabei geht es nicht nur um den Aspekt der allgemeinen Selbstbestimmung, sondern vor allem auch darum, im Sinne von politischer Handlungsfähigkeit den technischen Fortschritt und die Ökonomie den Erfordernissen des konkreten Gemeinwesens unterzuordnen.

In diesem Zusammenhang könnte übrigens auch die demographische Krise der Deutschen – so bedrückend und aussichtslos sie sich uns heute auch darstellen mag – als Chance gesehen werden. Wenn es uns nämlich gelingt, bei einer insgesamt abnehmenden Zahl der Deutschen in den nächsten Jahrzehnten eine Wende hin zur Entwicklung einer gesunden Bevölkerungsstruktur einzuleiten, könnten damit auch die ökologischen Chancen, die im Rückgang der Bevölkerung liegen, beispielhaft aufgezeigt werden. Damit wäre auch eine wichtige Grenzlinie zu denjenigen Akteuren gezogen, die trotz der Überbevölkerung Mitteleuropas durch die Forderung nach grenzenloser Aufnahme von „Migranten“ bzw. „Klimaflüchtlingen“ ihre eigenen umweltpolitischen Ziele nach wie vor permanent untergraben.

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