Björn Clemens – Zehn Thesen zum Antichristen

von | 20. Dez. 2021 | Deutschland und die Welt, Philosophie & Theorie

Unser Autor, Dr. Björn Clemens, nimmt sich die zeitgenössische christliche Kirche, in ihrer Rolle als Lakai des Staates, zur Brust und charakterisiert sie als den Priester des Antichristen. Der Jurist stellt zehn Thesen auf, in denen er diese Charakterisierung belegt. Seine stärksten Argumente findet er u.A. in genau jener Schrift, die die Kirche vorgibt zu predigen und zu verkörpern.

Die Redaktion

 

 Wer in den Zeiten der inszenierten Pandemie nach Gott sucht, nach einem Refugium vor den Nachstellungen und Übergriffen des Staates auf die Bürger, wird in der Pfaffenkirche nicht fündig, im Gegenteil: Dort huldigt man dem Antichristen. 

Aber nicht nur für den religiös Inspirierten ist die Haltung der Kirche von Belang. Denn sie mischt sich regelmäßig aus einer beanspruchten höheren moralischen Position und mit dem erhobenen Zeigefinger in die weltliche Politik ein. So finden wir sie an vorderster Stelle bei der Forderung nach ungebremster Zuwanderung oder im Kampf gegen rechts. Das kommt ihr schon von Verfassung wegen nicht zu, mutet aber regelrecht heuchlerisch an, wenn man sie an ihrem ureigensten Anspruch misst. Die folgenden zehn Thesen zum Antichristen sollen ihre Scheinheiligkeit entlarven, oder um mit einem aktuellen Vergleich zu sprechen: ihr die Maske vom Gesicht reißen. 

 

1. Wer die medizinisch Unkorrekten aus dem Gottesdienst und somit aus der Mitte der Gemeinde verstößt, spuckt Jesus Christus ins Gesicht. Wer Gottes Haus nur denjenigen öffnet, die ihren Gesundheitsstatus nachweisen, verschließt es ihnen. Denn Jesus wandte sich den Aussätzigen (Mt. 8, 3) zu, eingedenk dessen, dass sie aus der Gemeinde abgesondert (in Quarantäne gesteckt) waren. Denn in der Schrift heißt es, (3. Mose 13, 46): „Allein soll er wohnen, außerhalb des Lagers soll seine Wohnung sein.“ Jesus durchbricht die Quarantäne, ihm sind alle willkommen, ob krank, gesund oder geimpft, und deshalb dient dem Antichristen, wer sie vollstreckt. 

2. Wer einer Agenda der Furcht das Wort redet oder ihr nicht entgegentritt, verleugnet Jesus Christus. Denn er spricht, „in der Welt habt Ihr Angst, ich aber habe die Welt überwunden“ (Johannes 16,33); er spricht, „ich habe Euch nicht den Geist der Furcht gegeben, sondern den Geist der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit“ ( 2. Tim., 1, 7). Wer Jesus dient, nimmt daher den Menschen die Angst vor Krankheit. Wer ihnen diese Angst einjagt, dient dem Antichristen. 

3. Wer die biologische Gesundheit des Menschen in den Mittelpunkt des Lebens stellt, verschreibt sich einer Agenda des Körpers, also des Fleisches. Diese Agenda leugnet die Agenda des Heilands, denn er spricht, Römer 5, 12ff. „So sind wir nun, liebe Brüdern und Schwestern nicht dem Fleisch schuldig, dass wir nach dem Fleische leben. Denn wenn Ihr nach dem Fleisch lebt, so werdet Ihr sterben müssen, wenn Ihr aber durch den Geist die Taten des Leibes tötet, so werdet Ihr leben.“ Folglich sind die Gesundheitsapostel Apostel des Antichristen. 

4. Wer sein Gesicht beim Kirchgang maskiert, verdeckt es vor Gott. Doch Gott wendet den Menschen sein Angesicht zu, damit sie ihm ihr Angesicht zuwenden. Wer im Gottesdienst ausruft „Gott lasse sein Angesicht leuchten über Dir und sei Dir gnädig“ (4. Mose, 6,25) und dabei das eigene Gesicht verhüllt, ist ein Heuchler und Scharlatan. Er dient dem Antichristen. 

5. Wer Gott den Gesang verweigert oder ihn verschleiert, verschließt die Ohren vor dem Gebot, ihm Lobgesang entgegenzubringen. Denn es heißt im Psalm (147): „Denn es ist gut, unserem Gott zu singen, es ist lieblich, es ziemt ich der Lobgesang“, und es heißt im Lied: „Nun lasst uns gehn und treten mit Singen und mit Beten“ (Paul Gerhardt) oder „Psalter und Harfe wacht auf, lasset den Lobgesang hören.“ (Joachim Neander). Wer nicht singt, bejubelt den Antichristen. 

6. Wer die Gottesdienste beschränkt oder sie gar digitalisiert, verbannt den Geist Gottes aus seiner Mitte. Denn es steht geschrieben (Mt. 18,20), „Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, bin ich mitten unter ihnen.“ Wer die Versammlung der Gemeinde behindert, sperrt damit Gott aus. Das ist Dienst am Antichristen. 

7. Wer staatliche Vorgaben für den Gottesdient akzeptiert oder sie in vorauseilendem Gehorsam selbst inszeniert, verstößt gegen das Gesetz Jesu Christi, wonach Du Dem Kaiser geben sollst, was des Kaisers und Gott, was Gottes ist (Mk. 12, 17). Wenn der Staat sich anmaßt, Auflagen für den Gottesdienst zu erlasen, dann sollst Du Gott mehr gehorchen als den Menschen (Apg. 5,29). Wer aber Gott den Gehorsam verweigert, gehorcht dem Antichristen. 

8. Wer sein Heil darin sucht, der Welt zu gefallen und deshalb den Widerstand gegen die Herrschaft des Bösen meidet, der dient ihr. Damit dient er dem Fürsten der Welt. Aber der Fürst dieser Welt wird im Gericht hinausgeworfen (Johannes 12,31) Wer also dem Fürsten dieser Welt dient, dient dem Antichristen. 

9. Wer der Gemeinde nicht beisteht, wer Gläubige aussperrt, und Hilfesuchenden keine Hilfe bietet, ist eine falsche Priesterin. Von ihr heißt es: „Wehe den Hirten, die die Herde meiner Weide umkommen lassen. Darum so spricht der Herr, der Gott Israels, über die Hirten, die mein Volk weiden, Ihr habt meine Herde zerstreut und verstoßen und nicht nach ihr gesehen. Siehe ich will Euch heimsuchen um Eures Bösen Tuns willen.“ (Jeremia 23, 1 u. 2) Denn diese falschen Hirten stehen im Dienste des Antichristen. 

10. Wer all dies tut aus Angst vor der Abschaffung der Kirchensteuer oder dem Ablösegebot (Art. 140 GG., Art. 138 WRV), der handelt nicht um Gottes Willen sondern um seines eigenen Willen. Denn Du kannst nicht gleichzeitig Gott dienen und dem Mammon (Mt. 6, 24, Luk. 16,13)! 

Die Kirche, die solches treibt, ist somit Teil der Agenda. Sie dient nicht Gott und nicht den Menschen. Sie dient, wie schon zu Zeiten des Reformators, dem Antichristen, ob bewusst oder unbewusst. 

1 Kommentar

  1. Schöne Zusammenfassung bzw. Auflistung.

    Dringlichst ist sinnvollerweise zu ergänzen, daß es so „die Kirche“ nicht gibt. Grundsätzlich ist jedem Leser darauf hinzuweisen, daß man zwischen der von Jesus Christus gestifteten Kirche die menschgemachte Kirche unterscheiden muß.
    Erstere ist unantastbar für die Menschenhand, letztere gerät regelmäßig aus den Fugen bis hin zur Abfälligkeit von Gott. Der Mensch ist nun mal nicht selber Gott, er kann ihm, also Jesus Christus, nur nacheifern.
    Aus kath. chr. Sicht kommen mir da die Protestanten viel zu nah, genauso wie die Neuheiden in der kath. Kirche. Von „Pfaffen“ zu reden ist allgemein nicht richtig, dafür gibt es zu viele ernst zu nehmende kath. Priester bzw. Pfarrer.

    Danke für Ihre Auflistung.

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