Amris Abschiedstour

von | 06. Jan. 2017 | Deutschland und die Welt

Der Terroranschlag auf den Weihnachtsmarkt am Berliner Breitscheidplatz ist nun gut zwei Wochen her. Und nachdem heute bekannt wurde, dass Amri kurz nach dem Mordanschlag seinen muslimischen Zeigefinger in eine Überwachungskamera am Bahnhof-Zoo gehalten haben soll, ist sich die Bundesanwaltschaft nun tatsächlich auch sicher: ja, er war wohl wirklich der Täter.

Klar ist nun auch, warum Amri nach der Tat völlig unbehelligt mit dem Bus von Amsterdam nach Lyon fahren konnte, bevor er mit dem Zug nach Italien weiterreiste: Kontrollen sind an den Grenzen nach den Schengen-Regeln nur dann erlaubt, wenn sie den freien Reiseverkehr maximal 90 Stunden pro Monat unterbrechen, also höchstens drei Stunden am Tag. Klar, alle Züge und Reisebusse werden sich so kaum kontrollieren lassen. Problem? Wie auch immer. Die „offene Gesellschaft“ will es wohl so…

Als eigentlicher Skandal bleibt, dass sich Amri als bekannter „NAFRI-Gefährder“ bereits vor der Tat völlig unbehelligt in Deutschland bewegen konnte. Wie das? Und dann ist da noch die Sache mit dem im LKW hinterlassenen Ausweis. Angesichts dieser Ungewissheiten könnte man’s auch gleich mit Ringelnatz halten: „Sicher ist, dass nichts sicher ist. Selbst das nicht.“

(mm)