{"id":9751,"date":"2023-09-24T07:08:46","date_gmt":"2023-09-24T05:08:46","guid":{"rendered":"https:\/\/gegenstrom.org\/?p=9751"},"modified":"2023-09-21T07:59:58","modified_gmt":"2023-09-21T05:59:58","slug":"europa-ein-wehrloser-kontinent","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gegenstrom.org\/en\/europa-ein-wehrloser-kontinent\/","title":{"rendered":"Europa, ein wehrloser Kontinent?"},"content":{"rendered":"<p>[et_pb_section fb_built=&#8220;1&#8243; _builder_version=&#8220;4.16&#8243; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_row _builder_version=&#8220;4.16&#8243; background_size=&#8220;initial&#8220; background_position=&#8220;top_left&#8220; background_repeat=&#8220;repeat&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_column type=&#8220;4_4&#8243; _builder_version=&#8220;4.16&#8243; custom_padding=&#8220;|||&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220; custom_padding__hover=&#8220;|||&#8220;][et_pb_text _builder_version=&#8220;4.16&#8243; background_size=&#8220;initial&#8220; background_position=&#8220;top_left&#8220; background_repeat=&#8220;repeat&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;]<\/p>\n<h1 style=\"font-weight: 400;\">Teil 1: Vom Untergang des Westens<\/h1>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>\u201eDie Einigung Europas gleicht dem Versuch, ein Omlett zu backen, ohne Eier zu zerschlagen.\u201c<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>Paul Lacroix (1806-84), frz. Schriftsteller<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Es ist Krieg in Europa. F\u00fcr viele Zeitgenossen war es ein Schock, als am 24. Februar 2022 russische Truppen ukrainisches Staatsterritorium betraten und ein nun offener Krieg zwischen zwei Parteien auf europ\u00e4ischem Boden ausbrach. Dieser Krieg war allerdings nicht unvorhersehbar, sondern geh\u00f6rte durchaus zu den wahrscheinlicheren Szenarien. Im Grunde genommen fand bereits seit 2014 ein Konflikt mit niedriger Intensit\u00e4t statt, in dem Menschen get\u00f6tet wurden, in denen Menschen aufeinander schossen und in dem auch wie immer Unschuldige sterben mussten. Damit ist die europ\u00e4ische Friedensordnung vollkommen auseinandergebrochen. Die Weltordnung l\u00f6st sich ebenfalls allm\u00e4hlich auf. Dieser Krieg in der sarmatischen Tiefebene ist ein Kampf zwischen mehreren Entit\u00e4ten, die um die Vorherrschaft auf der Eurasischen Weltinsel miteinander konkurrieren. Die bisher unangefochtene \u201eeinzige Weltmacht\u201c (Zbigniew Brzezi\u0144ski) USA mischen sich nicht nur in diesen Konflikt ein, sondern scheinen eine federf\u00fchrende Rolle auf westlicher Seite zu spielen. Gleichzeitig beobachtet China die Ereignisse aus der Ferne und z\u00fcndelt selbst im Indopazifik, was die Weltordnung weiterhin auf die Probe stellen d\u00fcrfte. So leidvoll diese Entwicklungen f\u00fcr die Menschen in der Ukraine sein m\u00f6gen, haben sie auch nicht nur negative Auswirkungen auf Europa. Denn in Krisenzeiten zeigt sich wie stabil ein System, eine Ordnung tats\u00e4chlich ist.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2 style=\"font-weight: 400;\">Papiertiger EU<\/h2>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Der \u00f6sterreichische Kabarettist Werner Schneyder soll einmal gesagt haben, dass Europa aus Staaten bestehe, \u201e<em>die sich nicht vorschreiben lassen wollen, was sie selbst beschlossen haben<\/em>\u201c. Zwar etwas plakativ, jedoch ein treffendes Bild \u00fcber die europ\u00e4ische Wirklichkeit. Europa wird politisch meist f\u00e4lschlicherweise gleichgesetzt mit der EU, doch nicht einmal zwei Drittel der zu Europa gez\u00e4hlten L\u00e4nder geh\u00f6ren zu der Europ\u00e4ischen Union. Die Fl\u00e4che aller EU-Mitgliedsstaaten umfasst gerade mal zwei F\u00fcnftel des gesamten Kontinents, wobei in dieser Berechnung Kasachstan komplett und Russland (mit knapp 4 Mio. km<sup>2<\/sup>) zum Teil zu Europa gez\u00e4hlt werden, obgleich sie bereits an der Schwelle zu Asien stehen. Insbesondere Russland kann als Entit\u00e4t nicht eindeutig Europa oder Asien zugeschrieben werden. Das ist h\u00f6chstens eine rein kartografische Einteilung, hat mit den politischen Wirklichkeiten jedoch kaum etwas zu tun.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Die Europ\u00e4ische Union ist, wie ich das bereits <a href=\"https:\/\/gegenstrom.org\/en\/shop\/agora-europa\/neugeburt-oder-selbstmord\/\">in der letzten Ausgabe der AGORA Europa<\/a><a href=\"applewebdata:\/\/9428D558-17B2-4447-9F2A-074FC5490AE6#_ftn1\" name=\"_ftnref1\">[1]<\/a> versucht habe zu skizzieren, ein instabiles System, dem zwar gerne in der eurokritischen<a href=\"applewebdata:\/\/9428D558-17B2-4447-9F2A-074FC5490AE6#_ftn2\" name=\"_ftnref2\">[2]<\/a> und eurokratischen Propaganda ein bundesstaats\u00e4hnliches Konstrukt bescheinigt wird, in Wirklichkeit jedoch nicht einmal dem Papier nach Bundesstaat oder Konf\u00f6deration<a href=\"applewebdata:\/\/9428D558-17B2-4447-9F2A-074FC5490AE6#_ftn3\" name=\"_ftnref3\">[3]<\/a> ist.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Der ehemalige Pr\u00e4sident des EU-Parlamentes, Martin Schulz, dr\u00fcckte es einmal in einem Spiegel-Interview so aus: \u201e<em>In der EU wird der Erfolg nationalisiert und der Misserfolg europ\u00e4isiert<\/em>\u201c.<a href=\"applewebdata:\/\/9428D558-17B2-4447-9F2A-074FC5490AE6#_ftn4\" name=\"_ftnref4\">[4]<\/a> Die EU ist lediglich eine Vertragsgesellschaft, in der sich die Vertragspartner regelm\u00e4\u00dfig \u00fcber ihre Vertragsposition und \u00fcber den Vertragsgegenstand streiten.<a href=\"applewebdata:\/\/9428D558-17B2-4447-9F2A-074FC5490AE6#_ftn5\" name=\"_ftnref5\">[5]<\/a> Die meisten Mitglieder sind nur aus reinen nationalen Eigeninteressen Bestandteil des Vertrages. Sobald die nationalen Interessen mit denen der Europ\u00e4ischen Union auseinandergehen, kann es zu Austritten wie zuletzt mit dem BREXIT kommen. Letztlich bietet die EU f\u00fcr einige ihrer Mitglieder enorme wirtschaftliche Vorteile. Der finanzielle Tropf ist es, der die EU derzeit noch am Leben h\u00e4lt.<a href=\"applewebdata:\/\/9428D558-17B2-4447-9F2A-074FC5490AE6#_ftn6\" name=\"_ftnref6\">[6]<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2 style=\"font-weight: 400;\">Die NATO und die Deutschen<\/h2>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Als die NATO gegr\u00fcndet wurde, brachte ihr erster Generalsekret\u00e4r, der Brite Lord Ismay<a href=\"applewebdata:\/\/9428D558-17B2-4447-9F2A-074FC5490AE6#_ftn7\" name=\"_ftnref7\">[7]<\/a>, den Zweck auf den Punkt. Sie diente in erster Linie dazu, die Amerikaner drin, die Russen drau\u00dfen und die Deutschen am Boden zu halten. Diese Aussage bezog sich auf Westeuropa, das sich bis 1990\/1991 geopolitisch klar in der US-amerikanischen Einflusssph\u00e4re befand. Auch heute sind die Vereinigten Staaten die mit Abstand gr\u00f6\u00dfte Milit\u00e4rmacht des B\u00fcndnisses. Exemplarisch kann daf\u00fcr die Anzahl der Kampfpanzer<a href=\"applewebdata:\/\/9428D558-17B2-4447-9F2A-074FC5490AE6#_ftn8\" name=\"_ftnref8\">[8]<\/a> aller einzelnen NATO-Mitgliedsstaaten herangezogen werden. Ein Blick auf die ersten zw\u00f6lf Staaten im Vergleich zeigt den Abstand deutlich.<a href=\"applewebdata:\/\/9428D558-17B2-4447-9F2A-074FC5490AE6#_ftn9\" name=\"_ftnref9\">[9]<\/a><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-9752 aligncenter\" src=\"https:\/\/gegenstrom.org\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/abb1.png\" alt=\"\" width=\"593\" height=\"403\" \/><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400; text-align: center;\"><span style=\"font-size: 8pt;\">Abbildung 1: Anzahl der Kampfpanzer der einzelnen NATO-Mitgliedstaaten im Jahr 2023.<a href=\"applewebdata:\/\/9428D558-17B2-4447-9F2A-074FC5490AE6#_ftn10\" name=\"_ftnref10\"><strong>[10]<\/strong><\/a><\/span><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Genauso verh\u00e4lt es sich mit der Truppenst\u00e4rke der US-amerikanischen Streitkr\u00e4fte. Die USA besch\u00e4ftigten im Jahr 2022 fast so viele Streitkr\u00e4fte wie die T\u00fcrkei, Frankreich, Deutschland, Italien, Gro\u00dfbritannien, Polen und Spanien zusammen, wie der nachfolgenden Aufstellung entnommen werden kann.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-9753\" src=\"https:\/\/gegenstrom.org\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/abb2.png\" alt=\"\" width=\"703\" height=\"304\" \/><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400; text-align: center;\"><span style=\"font-size: 8pt;\">Abbildung 2: Truppenst\u00e4rke der Streitkr\u00e4fte der NATO nach Staaten von 1990 bis 2022 (in 1.000).<a href=\"applewebdata:\/\/9428D558-17B2-4447-9F2A-074FC5490AE6#_ftn11\" name=\"_ftnref11\"><strong>[11]<\/strong><\/a><\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Es ist somit klar, dass milit\u00e4risch gesehen ein gewaltiges Ungleichgewicht zwischen den USA und den anderen B\u00fcndnispartnern vorherrscht. Das NATO-B\u00fcndnis entsprach bisher und auch noch nach dem Zusammenfall der Bipolaren Weltordnung eher einem B\u00fcndnis zwischen teil- oder halbsouver\u00e4nen Staaten und ihrem Lehnsherrn (Suzer\u00e4n). Das ist keine \u00dcbertreibung, sondern wurde insbesondere im Fall Nord Stream II deutlich. Der US-Pr\u00e4sident bekr\u00e4ftigte immer wieder, dass dieses Projekt nicht abgeschlossen wird und der sich immer st\u00e4rker auftuende Verdacht einer Beteiligung aus US-amerikanischen, ukrainischen und\/oder polnischen Regierungskreisen an der Sprengung am 26. September 2022 sch\u00fcrt massives Misstrauen innerhalb der NATO.<a href=\"applewebdata:\/\/9428D558-17B2-4447-9F2A-074FC5490AE6#_ftn12\" name=\"_ftnref12\">[12]<\/a><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Unter Trump wurden insbesondere die europ\u00e4ischen B\u00fcndnispartner angez\u00e4hlt und immer wieder auf die milit\u00e4rische Schw\u00e4che derselben hingewiesen. Anstatt dem ukrainischen Staat und anderen Entit\u00e4ten gegen\u00fcber dem Konkurrenten Russland beizustehen, orientierte man sich st\u00e4rker gegen China und forderte einen Handelskrieg heraus. Das hat immer wieder f\u00fcr Missgunst innerhalb der NATO gesorgt. Letztlich werden insbesondere zwischen den baltischen Staaten inklusive Polen auf der einen Seite und den westeurop\u00e4ischen Entit\u00e4ten auf der anderen immer wieder Unstimmigkeiten deutlich. W\u00e4hrend vor allem erstere sich vor dem einstigen Hegemon f\u00fcrchten und daher den Schutz der USA suchen, halten sich die hinter einem Puffer zu Russland in Sicherheit wiegenden Staaten bedeckter und kompromissbereiter.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Frankreich, das sich bereits w\u00e4hrend der Zeit des Kalten Krieges auch immer eine Br\u00fccke gen Moskau offengehalten hatte, positioniert sich heute wiederholt autonomistisch gegen\u00fcber der einzigen Weltmacht.<a href=\"applewebdata:\/\/9428D558-17B2-4447-9F2A-074FC5490AE6#_ftn13\" name=\"_ftnref13\">[13]<\/a>Auch die T\u00fcrkei<a href=\"applewebdata:\/\/9428D558-17B2-4447-9F2A-074FC5490AE6#_ftn14\" name=\"_ftnref14\">[14]<\/a> sowie Ungarn<a href=\"applewebdata:\/\/9428D558-17B2-4447-9F2A-074FC5490AE6#_ftn15\" name=\"_ftnref15\">[15]<\/a> und auch Teile des Westbalkan<a href=\"applewebdata:\/\/9428D558-17B2-4447-9F2A-074FC5490AE6#_ftn16\" name=\"_ftnref16\">[16]<\/a> forcieren eine von der Rest-NATO abweichende Russland-Beziehung. Trotz der NATO-Norderweiterung (Finnland, Schweden)<a href=\"applewebdata:\/\/9428D558-17B2-4447-9F2A-074FC5490AE6#_ftn17\" name=\"_ftnref17\">[17]<\/a>, hat das B\u00fcndnis mehr Risse, als augenscheinlich sichtbar. Die NATO droht vielleicht nicht gerade zu zerbrechen, wie ich es von der EU erwarte, aber sie ist instabiler als viele wahrhaben m\u00f6gen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2 style=\"font-weight: 400;\">Im Westen was Neues<\/h2>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Auch der Westen l\u00f6st sich allm\u00e4hlich auf bzw. ist fraglich, ob es einen solchen jemals gab. Die Unterteilung der Welt in Westen und Osten besteht in drei Dimensionen:<\/p>\n<ol>\n<li>Die kartografische, rein geografische Ebene, die die beiden H\u00e4lften durch den Nullmeridian voneinander trennt.<\/li>\n<li>Die geopolitische Ebene aus Sicht des US-amerikanischen Exzeptionalismus.<\/li>\n<li>Die ideologische Unterteilung zwischen dem meeresbezogenen Westen und dem im Land verankerten Osten.<\/li>\n<\/ol>\n<p style=\"font-weight: 400;\">F\u00fcr die weiteren Betrachtungen im Sinne geopolitischer Machtverschiebungen sind die beiden letzten Dimensionen relevant.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Geostrategen wie Henry Kissinger<a href=\"applewebdata:\/\/9428D558-17B2-4447-9F2A-074FC5490AE6#_ftn18\" name=\"_ftnref18\">[18]<\/a>, Thomas P. M. Barnett, John M. Mearsheimer<a href=\"applewebdata:\/\/9428D558-17B2-4447-9F2A-074FC5490AE6#_ftn19\" name=\"_ftnref19\">[19]<\/a> oder auch Zbigniew Brzezi\u0144ski<a href=\"applewebdata:\/\/9428D558-17B2-4447-9F2A-074FC5490AE6#_ftn20\" name=\"_ftnref20\">[20]<\/a> haben Russland, Indien, China sowie einige der anderen im geografischen Osten liegenden Entit\u00e4ten durchaus im Einflussbereich US-amerikanischer Vormacht und damit des \u201eWestens\u201c gesehen. Barnett ist mit seiner \u201eThe Pentagon\u2019s New Map\u201c dabei der absolutistische und zugleich aus einer US-amerikanisch-machiavellistischen Brille betrachtet optimistischste der oben genannten Theoretiker.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-9754\" src=\"https:\/\/gegenstrom.org\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/abb3.jpg\" alt=\"\" width=\"682\" height=\"386\" \/><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400; text-align: center;\"><span style=\"font-size: 8pt;\">Abbildung 3: Die Neue Karte des Pentagons nach Thomas P. M. Barnett.<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Ihm nach teilt sich die Welt in einen Kern (\u201ecore\u201c) und in eine L\u00fccke (\u201egap\u201c), bestehend aus den L\u00e4ndern, die noch nicht dem US-amerikanischen Lifestyle, der Menschenrechtsideologie oder dem milit\u00e4risch-wirtschaftlichen Einfluss der Vereinigten Staaten unterstehen. Wie der Karte in Abbildung 3 deutlich zu entnehmen ist, geh\u00f6ren Russland, Indien und China definitiv zum Kern \u2013 die Au\u00dfenseite der gestrichelten Linie.<a href=\"applewebdata:\/\/9428D558-17B2-4447-9F2A-074FC5490AE6#_ftn21\" name=\"_ftnref21\">[21]<\/a><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Kissinger und Brzezi\u0144ski betrachteten die Einbeziehung Russlands und China eher als Notwendigkeit, aus einer pragmatischen Weitsicht, w\u00e4hrend Barnett eher einen ideologischen Begriff vom \u201eWesten\u201c hat, den er hier als Kern bezeichnet.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Die Karte von Barnett allerdings wird den Ukraine-Krieg nicht \u00fcberdauern, zumindest wird sie danach keine Entsprechung in der realen Welt besitzen. Ja, bereits jetzt l\u00f6st sich diese Vorstellung auf. Nachfolgend einige pr\u00e4gnante Entwicklungen, die gegen die weitere globale Ausbreitung des \u201eWestens\u201c sprechen:<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">* Der Westen ist moralisch an einem Tiefpunkt. Dekadente Erscheinungen sowohl im kulturellen wie auch wirtschaftlichen Bereich stehen daf\u00fcr.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">* Damit einhergehend ist ein massiver Werteverfall und eine zunehmende S\u00e4kularisierung sowie St\u00f6rungen in der Identit\u00e4t (Was sind westliche Werte? Was ist der Westen? Wer geh\u00f6rt dazu?)<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">* Der Amerikanische Exzeptionalismus und die von Brzezi\u0144ski aufgebrachte Idee des Tittytainment<a href=\"applewebdata:\/\/9428D558-17B2-4447-9F2A-074FC5490AE6#_ftn22\" name=\"_ftnref22\">[22]<\/a> haben an Anziehungskraft verloren. Immer mehr Entit\u00e4ten betrachten dies als Kulturimperialismus.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">* Die USA wenden sich zunehmend Asien und Afrika zu und kehren den europ\u00e4ischen Partnern den R\u00fccken. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis sich immer mehr Europ\u00e4er von ihrem gro\u00dfen Seniorpartner im Stich gelassen f\u00fchlen werden.<a href=\"applewebdata:\/\/9428D558-17B2-4447-9F2A-074FC5490AE6#_ftn23\" name=\"_ftnref23\">[23]<\/a><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">* Die Ent-Dollarisierung<a href=\"applewebdata:\/\/9428D558-17B2-4447-9F2A-074FC5490AE6#_ftn24\" name=\"_ftnref24\">[24]<\/a> f\u00fchrt zum Wegfall einer der beiden St\u00fctzpfeiler der einzigen Weltmacht. Neben der gewaltigen milit\u00e4rischen \u00dcberlegenheit ist der Dollar als Weltleitw\u00e4hrung die wichtigste Waffe Washingtons. Immer mehr \u00d6l- und Gasf\u00f6rdernde L\u00e4nder bieten ihre Rohstoffe gegen alternative W\u00e4hrungen zum Dollar an.<a href=\"applewebdata:\/\/9428D558-17B2-4447-9F2A-074FC5490AE6#_ftn25\" name=\"_ftnref25\">[25]<\/a> Des Weiteren sinken die weltweiten Reserven in US-Dollar bereits seit 1999 und liegen heute nur noch bei knapp 60 Prozent (1999 lagen diese bei \u00fcber 70 Prozent).<a href=\"applewebdata:\/\/9428D558-17B2-4447-9F2A-074FC5490AE6#_ftn26\" name=\"_ftnref26\">[26]<\/a><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">* Der Anteil am weltweiten BIP nimmt ab, w\u00e4hrend er bei den BRICS<a href=\"applewebdata:\/\/9428D558-17B2-4447-9F2A-074FC5490AE6#_ftn27\" name=\"_ftnref27\">[27]<\/a> steigt.<a href=\"applewebdata:\/\/9428D558-17B2-4447-9F2A-074FC5490AE6#_ftn28\" name=\"_ftnref28\">[28]<\/a><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">* Alle westlichen L\u00e4nder sind massiv vom Geburtenr\u00fcckgang betroffen bei gleichzeitiger Masseneinwanderung von raumfremden Volksgruppen. Die G7-Staaten machen heute nur noch 10 Prozent der Weltbev\u00f6lkerung aus, w\u00e4hrend die f\u00fcnf BRICS-Staaten bereits rund 41 Prozent repr\u00e4sentieren.<a href=\"applewebdata:\/\/9428D558-17B2-4447-9F2A-074FC5490AE6#_ftn29\" name=\"_ftnref29\">[29]<\/a><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">* Klare Machtverschiebungen auf der Afro-Eurasischen Weltinsel durch den Aufstieg Chinas, Indiens und einiger anderer Zwischen-Staaten mit zunehmendem Charakter einer regionalen Ordnungsmacht f\u00fchren zu einer Multipolarisierung.<a href=\"applewebdata:\/\/9428D558-17B2-4447-9F2A-074FC5490AE6#_ftn30\" name=\"_ftnref30\">[30]<\/a><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Auch in Hinblick auf die ideologische dritte Dimension der Ost-West-Dichotomie ist der Westen in Form der Globalisierung auf dem R\u00fcckzug. Ich habe hierzu bereits in der AGORA Europa III einige Anmerkungen verfasst. Demnach befindet sich die Welt in einem Renationalisierungs-Modus. Das Szenario der Isles, welches der National Intelligence Council in seinem Zukunftsreport<a href=\"applewebdata:\/\/9428D558-17B2-4447-9F2A-074FC5490AE6#_ftn31\" name=\"_ftnref31\">[31]<\/a> warnend benennt, geh\u00f6rt zumindest in Teilen zu den wahrscheinlichsten Entwicklungen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Der Westen l\u00f6st sich sowohl geopolitisch wie ideologisch auf und zieht sich auf das US-amerikanische Kernland und ggf. noch in Teilen Westeuropas zur\u00fcck. Die globale Agenda der Menschenrechtsideologie und eines \u00fcberspannten Humanismus empfinden immer mehr Akteure als \u00fcberhebliche Anma\u00dfung einer in sich zerfallenden Zivilisation<a href=\"applewebdata:\/\/9428D558-17B2-4447-9F2A-074FC5490AE6#_ftn32\" name=\"_ftnref32\">[32]<\/a>.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h1 style=\"font-weight: 400;\">Europa, ein wehrloser Kontinent? Teil 2: Europ\u00e4ische Neugeburt m\u00f6glich<\/h1>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>\u00a0\u201eIn der Au\u00dfenpolitik ist man als Realist ohne Phantasie ein Tropf. Wer aber in der Au\u00dfenpolitik nicht auch Realist ist, der ist ein Tr\u00e4umer.\u201c<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>Willy Brandt<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2 style=\"font-weight: 400;\">Die Europ\u00e4ische Friedensordnung br\u00f6ckelt<\/h2>\n<p style=\"font-weight: 400;\">So leidvoll der Krieg insbesondere f\u00fcr die Ukrainer ist, hat er jedoch auch wie alles sein Positives. Denn wie Helmut Schmidt schon wusste: \u201e<em>In der Krise beweist sich der Charakter<\/em>.\u201c Mit der milit\u00e4rischen Intervention auf das ukrainische Staatsterritorium in 2014 begann die europ\u00e4ische Ordnung, welche auf die Schlussakte von Helsinki (1975)<a href=\"applewebdata:\/\/9428D558-17B2-4447-9F2A-074FC5490AE6#_ftn33\" name=\"_ftnref33\">[33]<\/a> und die Charta von Paris f\u00fcr ein neues Europa (1990)<a href=\"applewebdata:\/\/9428D558-17B2-4447-9F2A-074FC5490AE6#_ftn34\" name=\"_ftnref34\">[34]<\/a> zur\u00fcckgeht, sich aufzul\u00f6sen. In der Schlussakte wurden insgesamt zehn Prinzipien vereinbart, von denen mit dem Einmarsch im Februar 2022 mindestens acht gebrochen und damit obsolet wurden.<a href=\"applewebdata:\/\/9428D558-17B2-4447-9F2A-074FC5490AE6#_ftn35\" name=\"_ftnref35\">[35]<\/a><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Die europ\u00e4ische Friedensordnung wurde damit zum wiederholten Male komplett in Frage gestellt:<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">* Es sei an die Balkankriege von 1991 bis 2001 mit hunderttausenden Toten und Millionen Fl\u00fcchtlingen und Vertriebenen erinnert. Ab 1992 waren UN-Friedenstruppen auf Grundlage der Friedensmission UNPROFOR in Jugoslawien im Einsatz.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">* 1999 mischte sich die NATO, angef\u00fchrt von den USA im Kosovokrieg unter dem Decknamen Operation Allied Force (OAF) ein. Bis heute sind die KFOR-Truppen vor Ort.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">* 2008 stellte die F\u00f6deration Russland das erste Mal mit dem Einmarsch in Georgien die internationale und insbesondere die von den USA dominierte europ\u00e4ische Friedensordnung in Frage.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">* Mit der Intervention Russlands in der Ostukraine und der \u201eAnnexion\u201c der Krim im Jahre 2014 wurde die Ordnung zum wiederholten Male massiv ersch\u00fcttert.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">* Der offene Ukraine-Krieg, der einen Stellvertreterkrieg zwischen den USA und Russland darstellt, d\u00fcrfte die Friedensordnung nach der Pariser Charta vollends zur Aufl\u00f6sung f\u00fchren.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Wie bereits oben gezeigt wurde, sind nicht alle global einflussreichen Gr\u00f6\u00dfen der US-amerikanischen Politik an einer Ausweitung des Krieges interessiert. Zuletzt hat die graue Eminenz Henry Kissinger auf dem Davoser WEF-Treffen im Januar 2023 erkl\u00e4rt, dass verhindert werden m\u00fcsse, den \u201e<em>Krieg zu einem Krieg gegen Russland selbst<\/em>\u201c werden zu lassen. Demnach m\u00fcsse Moskau die Perspektive gegeben werden wieder Teil des internationalen Systems zu werden.<a href=\"applewebdata:\/\/9428D558-17B2-4447-9F2A-074FC5490AE6#_ftn36\" name=\"_ftnref36\">[36]<\/a><\/p>\n<table class=\"aligncenter\" style=\"font-weight: 400; width: 722px; border-style: solid; border-color: #030000;\" width=\"722\">\n<tbody>\n<tr>\n<td style=\"width: 175.765625px;\"><strong>Merkmal<\/strong><\/td>\n<td style=\"width: 82.375px;\"><strong>NATO*<\/strong><\/td>\n<td style=\"width: 78.359375px;\"><strong>Nur USA**<\/strong><\/td>\n<td style=\"width: 114.515625px;\"><strong>NATO ohne USA<\/strong><\/td>\n<td style=\"width: 93.421875px;\"><strong>Russland*<\/strong><\/td>\n<td style=\"width: 137.609375px;\"><strong>\u00dcberhang \/ Defizit NATO ohne USA<\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"width: 712.046875px;\" colspan=\"6\"><strong>Personal<\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"width: 175.765625px;\"><strong>Milit\u00e4risches Personal insgesamt<\/strong><\/td>\n<td style=\"width: 82.375px;\">5.817.100<\/td>\n<td style=\"width: 78.359375px;\">1.832.000<\/td>\n<td style=\"width: 114.515625px;\">3.985.100<\/td>\n<td style=\"width: 93.421875px;\">1.330.900<\/td>\n<td style=\"width: 137.609375px;\">2.654.200<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"width: 175.765625px;\"><strong>aktive Soldaten<\/strong><\/td>\n<td style=\"width: 82.375px;\">3.358.000<\/td>\n<td style=\"width: 78.359375px;\">1.390.000<\/td>\n<td style=\"width: 114.515625px;\">1.968.000<\/td>\n<td style=\"width: 93.421875px;\">830.900<\/td>\n<td style=\"width: 137.609375px;\">1.137.100<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"width: 175.765625px;\"><strong>Reserve<\/strong><\/td>\n<td style=\"width: 82.375px;\">1.720.700<\/td>\n<td style=\"width: 78.359375px;\">442.000<\/td>\n<td style=\"width: 114.515625px;\">1.278.700<\/td>\n<td style=\"width: 93.421875px;\">250.000<\/td>\n<td style=\"width: 137.609375px;\">1.028.700<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"width: 175.765625px;\"><strong>Paramilit\u00e4rische Einheiten<\/strong><\/td>\n<td style=\"width: 82.375px;\">738.400<\/td>\n<td style=\"width: 78.359375px;\"><\/td>\n<td style=\"width: 114.515625px;\">738.400<\/td>\n<td style=\"width: 93.421875px;\">250.000<\/td>\n<td style=\"width: 137.609375px;\">488.400<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"width: 712.046875px;\" colspan=\"6\"><strong>Luftstreitkr\u00e4fte<\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"width: 175.765625px;\"><strong>Luftwaffe insgesamt<\/strong><\/td>\n<td style=\"width: 82.375px;\">20.633<\/td>\n<td style=\"width: 78.359375px;\">13.300<\/td>\n<td style=\"width: 114.515625px;\">7.333<\/td>\n<td style=\"width: 93.421875px;\">4.182<\/td>\n<td style=\"width: 137.609375px;\">3.151<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"width: 175.765625px;\"><strong>Jagdflugzeuge\/ Abfangj\u00e4ger<\/strong><\/td>\n<td style=\"width: 82.375px;\">3.398<\/td>\n<td style=\"width: 78.359375px;\">1.914<\/td>\n<td style=\"width: 114.515625px;\">1.484<\/td>\n<td style=\"width: 93.421875px;\">773<\/td>\n<td style=\"width: 137.609375px;\">711<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"width: 175.765625px;\"><strong>Flugzeuge f\u00fcr Bodenangriffe<\/strong><\/td>\n<td style=\"width: 82.375px;\">1.108<\/td>\n<td style=\"width: 78.359375px;\">843<\/td>\n<td style=\"width: 114.515625px;\">265<\/td>\n<td style=\"width: 93.421875px;\">744<\/td>\n<td style=\"width: 137.609375px;\">-479<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"width: 175.765625px;\"><strong>Transportflugzeuge<\/strong><\/td>\n<td style=\"width: 82.375px;\">1.506<\/td>\n<td style=\"width: 78.359375px;\">962<\/td>\n<td style=\"width: 114.515625px;\">544<\/td>\n<td style=\"width: 93.421875px;\">444<\/td>\n<td style=\"width: 137.609375px;\">100<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"width: 175.765625px;\"><strong>Spezialflugzeuge (z.B. Aufkl\u00e4rung)<\/strong><\/td>\n<td style=\"width: 82.375px;\">970<\/td>\n<td style=\"width: 78.359375px;\">731<\/td>\n<td style=\"width: 114.515625px;\">239<\/td>\n<td style=\"width: 93.421875px;\">147<\/td>\n<td style=\"width: 137.609375px;\">92<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"width: 175.765625px;\"><strong>Tankflugzeuge<\/strong><\/td>\n<td style=\"width: 82.375px;\">615<\/td>\n<td style=\"width: 78.359375px;\">568<\/td>\n<td style=\"width: 114.515625px;\">47<\/td>\n<td style=\"width: 93.421875px;\">19<\/td>\n<td style=\"width: 137.609375px;\">28<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"width: 175.765625px;\"><strong>Hubschrauber insgesamt<\/strong><\/td>\n<td style=\"width: 82.375px;\">8.614<\/td>\n<td style=\"width: 78.359375px;\">5.584<\/td>\n<td style=\"width: 114.515625px;\">3.030<\/td>\n<td style=\"width: 93.421875px;\">1.531<\/td>\n<td style=\"width: 137.609375px;\">1.499<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"width: 175.765625px;\"><strong>Kampfhubschrauber<\/strong><\/td>\n<td style=\"width: 82.375px;\">1.439<\/td>\n<td style=\"width: 78.359375px;\">983<\/td>\n<td style=\"width: 114.515625px;\">456<\/td>\n<td style=\"width: 93.421875px;\">537<\/td>\n<td style=\"width: 137.609375px;\">-81<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"width: 712.046875px;\" colspan=\"6\"><strong>Landstreitkr\u00e4fte<\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"width: 175.765625px;\"><strong>Kampfpanzer<\/strong><\/td>\n<td style=\"width: 82.375px;\">12.408<\/td>\n<td style=\"width: 78.359375px;\">5.500<\/td>\n<td style=\"width: 114.515625px;\">6.908<\/td>\n<td style=\"width: 93.421875px;\">12.566<\/td>\n<td style=\"width: 137.609375px;\">-5.658<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"width: 175.765625px;\"><strong>gepanzerte Fahrzeuge<\/strong><\/td>\n<td style=\"width: 82.375px;\">1.004.844<\/td>\n<td style=\"width: 78.359375px;\">303.553<\/td>\n<td style=\"width: 114.515625px;\">701.291<\/td>\n<td style=\"width: 93.421875px;\">151.641<\/td>\n<td style=\"width: 137.609375px;\">549.650<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"width: 175.765625px;\"><strong>selbstfahrende Artillerie<\/strong><\/td>\n<td style=\"width: 82.375px;\">4.532<\/td>\n<td style=\"width: 78.359375px;\">1.000<\/td>\n<td style=\"width: 114.515625px;\">3.532<\/td>\n<td style=\"width: 93.421875px;\">6.575<\/td>\n<td style=\"width: 137.609375px;\">-3.043<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"width: 175.765625px;\"><strong>geschleppte Artillerie<\/strong><\/td>\n<td style=\"width: 82.375px;\">6.554<\/td>\n<td style=\"width: 78.359375px;\">1.339<\/td>\n<td style=\"width: 114.515625px;\">5.215<\/td>\n<td style=\"width: 93.421875px;\">4.336<\/td>\n<td style=\"width: 137.609375px;\">879<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"width: 175.765625px;\"><strong>selbstfahrende Raketenwerfer<\/strong><\/td>\n<td style=\"width: 82.375px;\">3.272<\/td>\n<td style=\"width: 78.359375px;\">1.716<\/td>\n<td style=\"width: 114.515625px;\">1.556<\/td>\n<td style=\"width: 93.421875px;\">3.887<\/td>\n<td style=\"width: 137.609375px;\">-2.331<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"width: 712.046875px;\" colspan=\"6\"><strong>Seestreitkr\u00e4fte<\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"width: 175.765625px;\"><strong>Milit\u00e4rschiffe insgesamt<\/strong><\/td>\n<td style=\"width: 82.375px;\">2.151<\/td>\n<td style=\"width: 78.359375px;\">484<\/td>\n<td style=\"width: 114.515625px;\">1.667<\/td>\n<td style=\"width: 93.421875px;\">598<\/td>\n<td style=\"width: 137.609375px;\">1.069<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"width: 175.765625px;\"><strong>Flugzeugtr\u00e4ger<\/strong><\/td>\n<td style=\"width: 82.375px;\">16<\/td>\n<td style=\"width: 78.359375px;\">11<\/td>\n<td style=\"width: 114.515625px;\">5<\/td>\n<td style=\"width: 93.421875px;\">1<\/td>\n<td style=\"width: 137.609375px;\">4<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"width: 175.765625px;\"><strong>Helikoptertr\u00e4ger<\/strong><\/td>\n<td style=\"width: 82.375px;\">13<\/td>\n<td style=\"width: 78.359375px;\">9<\/td>\n<td style=\"width: 114.515625px;\">4<\/td>\n<td style=\"width: 93.421875px;\">0<\/td>\n<td style=\"width: 137.609375px;\">4<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"width: 175.765625px;\"><strong>Zerst\u00f6rer<\/strong><\/td>\n<td style=\"width: 82.375px;\">112<\/td>\n<td style=\"width: 78.359375px;\">92<\/td>\n<td style=\"width: 114.515625px;\">20<\/td>\n<td style=\"width: 93.421875px;\">15<\/td>\n<td style=\"width: 137.609375px;\">5<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"width: 175.765625px;\"><strong>Fregatten<\/strong><\/td>\n<td style=\"width: 82.375px;\">135<\/td>\n<td style=\"width: 78.359375px;\"><\/td>\n<td style=\"width: 114.515625px;\">135<\/td>\n<td style=\"width: 93.421875px;\">11<\/td>\n<td style=\"width: 137.609375px;\">124<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"width: 175.765625px;\"><strong>Korvetten<\/strong><\/td>\n<td style=\"width: 82.375px;\">55<\/td>\n<td style=\"width: 78.359375px;\">22<\/td>\n<td style=\"width: 114.515625px;\">33<\/td>\n<td style=\"width: 93.421875px;\">86<\/td>\n<td style=\"width: 137.609375px;\">-53<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"width: 175.765625px;\"><strong>U-Boote<\/strong><\/td>\n<td style=\"width: 82.375px;\">143<\/td>\n<td style=\"width: 78.359375px;\">68<\/td>\n<td style=\"width: 114.515625px;\">75<\/td>\n<td style=\"width: 93.421875px;\">70<\/td>\n<td style=\"width: 137.609375px;\">5<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"width: 175.765625px;\"><strong>Patrouillenboote<\/strong><\/td>\n<td style=\"width: 82.375px;\">295<\/td>\n<td style=\"width: 78.359375px;\">10<\/td>\n<td style=\"width: 114.515625px;\">285<\/td>\n<td style=\"width: 93.421875px;\">59<\/td>\n<td style=\"width: 137.609375px;\">226<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"width: 175.765625px;\"><strong>Minenboote<\/strong><\/td>\n<td style=\"width: 82.375px;\">151<\/td>\n<td style=\"width: 78.359375px;\">8<\/td>\n<td style=\"width: 114.515625px;\">143<\/td>\n<td style=\"width: 93.421875px;\">49<\/td>\n<td style=\"width: 137.609375px;\">94<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"width: 712.046875px;\" colspan=\"6\"><strong>Nuklearwaffen<\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"width: 175.765625px;\"><strong>nukleare Sprengk\u00f6pfe\u00b9<\/strong><\/td>\n<td style=\"width: 82.375px;\">5.943<\/td>\n<td style=\"width: 78.359375px;\">5.428<\/td>\n<td style=\"width: 114.515625px;\">515<\/td>\n<td style=\"width: 93.421875px;\">5.977<\/td>\n<td style=\"width: 137.609375px;\">-5.462<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-size: 8pt;\">Abbildung 4: Vergleich der Milit\u00e4rst\u00e4rke der NATO und Russland<a href=\"applewebdata:\/\/9428D558-17B2-4447-9F2A-074FC5490AE6#_ftn37\" name=\"_ftnref37\"><strong>[37]<\/strong><\/a> (mit eigenen Berechnungen).<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Sollten sich die USA mittelfristig aus dem Konflikt zur\u00fcckziehen, w\u00e4re Europa damit auf sich allein gestellt. Dies w\u00fcrde bedeuten, dass selbiges quasi dem russischen B\u00e4ren fast schutzlos ausgeliefert w\u00e4re. Ein Blick auf die reinen Zahlen hinsichtlich der Milit\u00e4rst\u00e4rke der NATO, den USA sowie Russland, zeigen an wesentlichen Stellen ein <strong>quantitatives<\/strong>Defizit der NATO ohne die USA gg\u00fc. Russland auf. Auff\u00e4llig ist vor allem die nukleare St\u00e4rke Russlands, die sich rein zahlenm\u00e4\u00dfig mit den USA in etwa auf einer H\u00f6he befinden. Hinzukommen <strong>qualitative<\/strong> Unterschiede in den Waffentechnologien sowie den milit\u00e4rischen Erfahrungen der Truppen. Auch wenn Russland im Zuge des Kriegsverlaufs viel an Reputation verloren haben mag, darf nicht vergessen werden, dass insbesondere russische Truppen und auch die Generalit\u00e4t viel mehr Erfahrungen gesammelt haben, als die meisten der europ\u00e4ischen NATO-Mitglieder. Zudem verdeutlichen Abbildung 1 und 2 wie stark das Ungleichgewicht innerhalb der NATO ist. Mit der T\u00fcrkei ist einer der milit\u00e4risch wichtigsten Staaten des B\u00fcndnisses zugleich ein Akteur, der zunehmend einen Balanceakt zwischen Moskau und Br\u00fcssel versucht.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2 style=\"font-weight: 400;\">Souver\u00e4nit\u00e4t durch Waffen<\/h2>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Vollst\u00e4ndige Souver\u00e4nit\u00e4t ist kein v\u00f6lkerrechtlich garantierter Status, sondern das Ergebnis von Machtpolitik. Dazu geh\u00f6ren wirtschaftliche sowie milit\u00e4rische St\u00e4rke. Die USA besitzen momentan noch beides, was sie auch zur einzigen Weltmacht werden lie\u00df. Deutschland besitzt nur die wirtschaftliche St\u00e4rke, w\u00e4hrend Russland in erster Linie eine milit\u00e4rische Macht darstellt. Aufgrund dieses milit\u00e4rischen Defizits sind sowohl Deutschland, wie auch andere NATO-Staaten dazu verdammt sich anderen Entit\u00e4ten anzuschlie\u00dfen, von denen sie Schutz gew\u00e4hrleistet bekommen. Um mittel- bis langfristig aus diesem Dilemma zu entkommen, bedarf es, dass die Staaten in Europa im Allgemeinen aufr\u00fcsten und sich milit\u00e4risch verst\u00e4rken, um eine Gleichstellung zu den USA herzustellen. Der Botschafter a. D. Dr. Eckhard L\u00fcbkemeier beantwortet dieses Dilemma mit seiner, meiner Meinung nach f\u00fcr Europa sehr passenden, Definition von Souver\u00e4nit\u00e4t: \u201e<em>Souver\u00e4n ist, wer Interdependenzen durch ein Gleichgewicht der Abh\u00e4ngigkeiten symmetrisch halten kann oder in der Lage ist, Abh\u00e4ngigkeiten zu akzeptablen Einbu\u00dfen an Sicherheit und Wohlstand zu beenden.<\/em>\u201c<a href=\"applewebdata:\/\/9428D558-17B2-4447-9F2A-074FC5490AE6#_ftn38\" name=\"_ftnref38\">[38]<\/a><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">L\u00fcbkemeier zielt darauf ab, dass die europ\u00e4ischen Staaten in dieser multipolaren Weltordnung nur dann Souver\u00e4nit\u00e4t genie\u00dfen k\u00f6nnen, wenn sie sich als ein Akteur begreifen. \u00c4hnlich wie es zur Zeit der Ordnung nach dem Wiener Kongress war, m\u00fcsste eine europ\u00e4ische Sicherheitsarchitektur f\u00fcr eine Balance nicht nur auf dem eigenen Kontinent, sondern auch gg\u00fc. den Gro\u00dfm\u00e4chten au\u00dferhalb der Einflusssph\u00e4re \u2013 namentlich Russland, China und die USA \u2013 sorgen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Das in Abbildung 4<a href=\"applewebdata:\/\/9428D558-17B2-4447-9F2A-074FC5490AE6#_ftn39\" name=\"_ftnref39\">[39]<\/a> verdeutlichte Defizit auf dem Gebiet der Kernwaffen f\u00e4llt dabei besonders auf. Damit die europ\u00e4ischen Entit\u00e4ten tats\u00e4chlich gleichberechtigt und selbstbewusst gg\u00fc. den Gro\u00dfm\u00e4chten auftreten k\u00f6nnen, bedarf es vor allem der Schaffung bzw. der Absicherung einer nuklearen Abschreckung. Derzeit besitzen nur zwei europ\u00e4ische Staaten au\u00dfer dem eurasischen Russland Atomwaffen: Gro\u00dfbritannien und Frankreich. Ersteres ist der einzige \u201eJuniorpartner\u201c US-Amerikas, der tats\u00e4chlich auf Augenh\u00f6he mit demselben interagiert und daher aus europ\u00e4ischer Sicht als wenig zuverl\u00e4ssig betrachtet werden kann. Zweiter hegt mit Deutschland eine massive Konkurrenz und einen Wettstreit um die europ\u00e4ische Vormachtstellung. Zudem haben franz\u00f6sische Pr\u00e4sidenten schon des \u00d6fteren Avancen zur Rolle einer atomaren Schutzmacht f\u00fcr Europa gemacht.<a href=\"applewebdata:\/\/9428D558-17B2-4447-9F2A-074FC5490AE6#_ftn40\" name=\"_ftnref40\">[40]<\/a> Emmanuel Macron tat dies als amtierender Pr\u00e4sident u.a. am 15.02.2020 in einem ausgedehnten Interview mit Wolfgang Ischinger auf der M\u00fcnchner Sicherheitskonferenz.<a href=\"applewebdata:\/\/9428D558-17B2-4447-9F2A-074FC5490AE6#_ftn41\" name=\"_ftnref41\">[41]<\/a> Da die Franzosen entgegen der Bundesrepublik starke eigene nationale Interessen verfolgen, muss eine deutsche Regierung stets Vorsicht vor Paris wahren. Die Erweiterung oder gar die Anschaffung von Atomwaffen ist gem. dem Atomwaffensperrvertrag jedoch untersagt. Die etwa 300 franz\u00f6sischen Sprengk\u00f6pfe, welche zudem auf nur wenige Tr\u00e4gersysteme verteilt sind, reichen nicht aus, um nuklearen Schutz zu gew\u00e4hrleisten. Zwar sind Nuklearwaffen keine Duellwaffen, wie das bei konventionellen Systemen der Fall ist, doch bedarf es einer nennenswerten Gr\u00f6\u00dfe, um tats\u00e4chlich abschreckend zu wirken und den Schutz Europas vor den anderen atomaren Gro\u00dfm\u00e4chten aus Amerika und Asien zu gew\u00e4hrleisten. Es muss demnach in einem deutsch-franz\u00f6sischen Dialog auch er\u00f6rtert werden, ob die K\u00fcndigung des Atomwaffensperrvertrages zu Gunsten einer europ\u00e4ischen atomaren Schutzmacht eine Option darstellt. Solch ein Akt h\u00e4tte jedoch wahrscheinlich f\u00fcr die Beziehung mit den USA weitreichende Folgen.<a href=\"applewebdata:\/\/9428D558-17B2-4447-9F2A-074FC5490AE6#_ftn42\" name=\"_ftnref42\">[42]<\/a><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Die Abr\u00fcstung oder gar Abschaffung von Atomwaffen mag edel sein, ist jedoch naiv, da vollkommen aussichtslos. Keine souver\u00e4ne Macht verzichtet auf Atomwaffen, ohne dabei zumindest eine kalkulierbare alternative Schutzmacht sicher zu haben.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Neben dem Ausbau eines atomaren europ\u00e4ischen Schutzschirms sind auch konventionelle Waffensysteme essentiell, zum einen f\u00fcr die Gew\u00e4hrleistung von Schutz, und im Zweifelsfalle auch zur Intervention im Sinne europ\u00e4ischer Interessen. Dass dies leistbar und finanzierf\u00e4hig ist, zeigt u.a. eine Studie des International Institute for Strategic Studies (IISS) aus dem Jahr 2019. In der Studie wird davon ausgegangen, dass die USA aus dem NATO-B\u00fcndnis austreten und das dadurch entstehende Vakuum von den europ\u00e4ischen Partnern kompensiert werden muss. Die Autoren gehen von zwei Szenarien aus:<\/p>\n<ol>\n<li>Gew\u00e4hrleistung des Schutzes von global essentiellen Seeverbindungen<\/li>\n<li>Brennpunkt Baltikum: Angriff Russlands auf Litauen und Polen<\/li>\n<\/ol>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Im Szenario 1 l\u00e4gen die Kosten zwischen 94 und 110 Milliarden US-Dollar, in Szenario 2 sind es 288 bis 357 Milliarden US-Dollar, wobei von einem Zeitraum von etwa 20 Jahren zur Anschaffung der Waffen ausgegangen wird.<a href=\"applewebdata:\/\/9428D558-17B2-4447-9F2A-074FC5490AE6#_ftn43\" name=\"_ftnref43\">[43]<\/a><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">In einer prosperierenden Region wie der Westeuropas bedarf es lediglich des politischen Willens zur Ausgestaltung der eigenen Macht, um als Pol innerhalb der Multipolaren Weltordnung zu fungieren.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2 style=\"font-weight: 400;\">Ein Vereintes Europa oder eine Vereinigung von R\u00e4umen?<\/h2>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Wie bereits mehrfach verdeutlicht, halte ich die Europ\u00e4ische Union aus verschiedenen Gr\u00fcnden f\u00fcr \u00fcbersch\u00e4tzt und im Kern instabil. Der Wesentlichste besteht in der Tatsache, dass sich die Entit\u00e4ten weniger als Europ\u00e4er, daf\u00fcr aber umso mehr als Nationen verstehen. Die EU hat keinen wahrhaftigen Mythos und sie ist wenig sinn- bzw. identit\u00e4tsstiftend. Eine W\u00e4hrungsunion aufzubauen in der Hoffnung, dass daraus eine politische Union gezwungenerma\u00dfen entsteht, war von Anbeginn zum Scheitern verurteilt. Hingegen ist eine milit\u00e4rische Zusammenarbeit zum Schutz der eigenen nationalen Interessen auf Grundlage einer Vertragsgemeinschaft durchaus vielversprechend. Denn dabei geht es um existenzielle Fragen, die eine supranationale Interaktion beg\u00fcnstigen. Sollten die USA sich tats\u00e4chlich weiter von Europa entfernen und die Bestrebungen, wie zuletzt durch die \u00c4u\u00dferung des franz\u00f6sischen Pr\u00e4sidenten \u00fcber die Vasallenschaft gg\u00fc. den USA verdeutlicht, weiter anwachsen, w\u00fcrde eine derartige vertraglich gesicherte Allianz wahrscheinlicher werden. Auf jeden Fall ist eine Milit\u00e4runion durchaus attraktiver f\u00fcr alle Staaten in Europa.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">F\u00fcr Deutschland, welches am wenigsten Souver\u00e4nit\u00e4t gg\u00fc. der Siegermacht USA besitzt, ist es zudem ratsam, zun\u00e4chst im Windschatten der Franzosen zu fahren. Eine Union in Europa ist mittelfristig eher unwahrscheinlich. Selbst ein eigenes Milit\u00e4rb\u00fcndnis neben der NATO ist noch in weiter Ferne, kann jedoch durch einen \u201eSchwarzen Schwan\u201c, wie weiteren milit\u00e4rischen Auseinandersetzungen in Europa oder der m\u00f6glichen Ausweitung des Ukraine-Krieges eintreten.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Am wahrscheinlichsten ist eine mittel- bis langfristige, jedoch langsam sich entwickelnde Raumordnung mit mehreren Polen innerhalb Europas. Dominik Schwarzenberger hat hierzu in seinem Fachartikel \u201eEuropa der R\u00e4ume\u201c<a href=\"applewebdata:\/\/9428D558-17B2-4447-9F2A-074FC5490AE6#_ftn44\" name=\"_ftnref44\">[44]<\/a> erste wertvolle \u00dcberlegungen dazu gesponnen. Das w\u00fcrde bedeuten, dass mehrere Gro\u00dfraum-Nationen<a href=\"applewebdata:\/\/9428D558-17B2-4447-9F2A-074FC5490AE6#_ftn45\" name=\"_ftnref45\">[45]<\/a> auf der Halbinsel entst\u00fcnden und in Interaktion zueinander treten w\u00fcrden. Alleine schon aus Sicht auf die rivalisierenden Beziehungen zwischen den Entit\u00e4ten ist dies am wahrscheinlichsten. Deutschland und Frankreich sind beide Treiber und Gestalter der Europ\u00e4ischen Ordnung. Sie sollten und werden auch Gestalter der kommenden Friedensordnung sein. Eine Grundvoraussetzung daf\u00fcr ist jedoch, dass beide nicht mehr miteinander rivalisieren. Anstatt auf die Vernunft beider Staaten zu hoffen ist es daher zielf\u00fchrend, beiden Staaten die M\u00f6glichkeit der Vormacht innerhalb ihrer Gro\u00dfraum-Nationen zuzusprechen. Frankreich wird als Atommacht genauso ein Interesse haben weiterhin mit der Wirtschaftsmacht Deutschland zusammenzuarbeiten. Ein Europa der R\u00e4ume w\u00fcrde diese Allianz zumindest nachhaltig beg\u00fcnstigen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Deutschland wird seine Pflicht als Ordnungsmacht auf der Eurasischen Halbinsel leisten, wie es Frankreich tun wird. Dazu m\u00fcssen nationale Egoismen jedoch den europ\u00e4ischen, vielleicht zun\u00e4chst Gro\u00dfraumnationalen Interessen weichen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Europa als ein Machtpol in einer Multipolaren Weltordnung zwischen Russland, China und den USA muss kein Traum bleiben.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\n<p style=\"font-weight: 400;\">\n<p style=\"font-weight: 400;\">\n<p style=\"font-weight: 400; text-align: center;\"><strong>Dieser Artikel ist in unserem Heft AGORA EUROPA \u2013 Die Zukunft des Krieges erschienen.\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/9428D558-17B2-4447-9F2A-074FC5490AE6#_ftnref1\" name=\"_ftn1\"><\/a><\/p>\n<p>[\/et_pb_text][et_pb_image src=&#8220;https:\/\/gegenstrom.org\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/Produktbild-Agora-4-scaled.jpg&#8220; _builder_version=&#8220;4.22.1&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; title_text=&#8220;Agora Europa &#8211; Die Zukunft des Krieges&#8220; width=&#8220;39%&#8220; module_alignment=&#8220;center&#8220; url=&#8220;https:\/\/gegenstrom.org\/shop\/agora-europa\/die-zukunft-des-krieges\/&#8220; hover_enabled=&#8220;0&#8243; sticky_enabled=&#8220;0&#8243;][\/et_pb_image][et_pb_text _builder_version=&#8220;4.22.1&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; hover_enabled=&#8220;0&#8243; sticky_enabled=&#8220;0&#8243;]<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/9428D558-17B2-4447-9F2A-074FC5490AE6#_ftnref1\" name=\"_ftn1\">[1]<\/a> Siehe dazu Steinborn, P. (2022, S. 55). Quo vadis, Europa? Europ\u00e4ische Zukunft aus Sicht der CIA und amerikanischer Geostrategen. Erschienen in AGORA Europa, Ausgabe 3, Dezember 2022. MetaPol Verlag &amp; Medien, Berlin.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/9428D558-17B2-4447-9F2A-074FC5490AE6#_ftnref2\" name=\"_ftn2\">[2]<\/a> Insbesondere die eurokritische Rechte verkennt den Einfluss der EU-Institutionen und die Manifestation von Vertragswerken. Die EU ist ein Papiertiger. Innerhalb der Europ\u00e4ischen Union ist eine Renationalisierung der Mitgliedsstaaten erkennbar.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/9428D558-17B2-4447-9F2A-074FC5490AE6#_ftnref3\" name=\"_ftn3\">[3]<\/a> Einige wollen allerdings in der EU einen Staatenbund sehen. Vgl. hierzu das Maastricht-Urteil des BVerfG vom 12.10.1993.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/9428D558-17B2-4447-9F2A-074FC5490AE6#_ftnref4\" name=\"_ftn4\">[4]<\/a> Schulz, M. (2009). In einem Interview auf <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/\">www.spiegel.de<\/a>. \u201eEine verkopfte Sache\u201c. Verf\u00fcgbar unter: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/politik\/eine-verkopfte-sache-a-0a0291e3-0002-0001-0000-000065489957\">https:\/\/www.spiegel.de\/politik\/eine-verkopfte-sache-a-0a0291e3-0002-0001-0000-000065489957<\/a> (16.04.2023).<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/9428D558-17B2-4447-9F2A-074FC5490AE6#_ftnref5\" name=\"_ftn5\">[5]<\/a> Man denke z.B. an den Streit im Umgang mit Fl\u00fcchtlingen. Abkommen und Gesetzgebungen zur EU-Asylpolitik haben in einigen L\u00e4ndern kaum bis gar keine Rolle gespielt.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/9428D558-17B2-4447-9F2A-074FC5490AE6#_ftnref6\" name=\"_ftn6\">[6]<\/a> Im Grunde genommen handelt es sich dabei um ein franz\u00f6sisch-deutsches Projekt, wie ich bereits in der letzten Ausgabe der AGORA Europa ausf\u00fchrte. Steinborn, P. (2022, S. 10). Ein Platz an der Tafel der K\u00f6nige Teil 1 \u2013 Europa: Machtzentrum oder Br\u00fcckenkopf?<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/9428D558-17B2-4447-9F2A-074FC5490AE6#_ftnref7\" name=\"_ftn7\">[7]<\/a> Hastings Ismay, 1. Baron Ismay (1887-1965) war ein britischer General und Politiker, der in Indien und Somaliland bei der Zerschlagung der Derwische-Aufst\u00e4nde diente. Sp\u00e4ter wurde er pers\u00f6nlicher Stabschef des Premierministers Winston Churchill. Er war von 1952 bis 1957 der erste NATO-Generalsekret\u00e4r.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/9428D558-17B2-4447-9F2A-074FC5490AE6#_ftnref8\" name=\"_ftn8\">[8]<\/a> Die Anzahl der Kampfpanzer l\u00e4sst nicht zwingend auf die gesamte milit\u00e4rische St\u00e4rke einer Nation schlie\u00dfen (wie auch am Bsp. Russland zu erkennen), ist aber zumindest ein Indiz f\u00fcr Gr\u00f6\u00dfenverh\u00e4ltnisse im Bereich der milit\u00e4rischen Ausstattung. In anderen Bereichen sieht es analog aus. Die von Global Fire Power ermittelten Zahlen beinhalten nicht f\u00fcr das Jahr 2023 zu produzierende, sondern ausschlie\u00dflich die vorhandenen Einheiten, wobei nicht ersichtlich ist, wie viele davon tats\u00e4chlich einsetzbar und in welchem Zustand sie sind.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/9428D558-17B2-4447-9F2A-074FC5490AE6#_ftnref9\" name=\"_ftn9\">[9]<\/a> Auch die T\u00fcrken besitzen demnach mehr als achtmal so viele Panzereinheiten wie die gr\u00f6\u00dfte Volkswirtschaft Europas. Der milit\u00e4risch zweitst\u00e4rkste und zahlenm\u00e4\u00dfig die anderen NATO-Staaten weit \u00fcberlegene B\u00fcndnispartner ist ebenfalls kein Mitglied der EU bzw. ist die Zugeh\u00f6rigkeit zu Europa sowohl kulturell als auch kartografisch strittig.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/9428D558-17B2-4447-9F2A-074FC5490AE6#_ftnref10\" name=\"_ftn10\">[10]<\/a> STATISTA (2023). Anzahl der Kampfpanzer der einzelnen NATO-Mitgliedstaaten im Jahr 2023. Erschienen bei Statista im Februar 2023. Verf\u00fcgbar unter: <a href=\"https:\/\/de.statista.com\/statistik\/daten\/studie\/1296884\/umfrage\/kampfpanzer-der-einzelnen-nato-mitgliedstaaten\/\">https:\/\/de.statista.com\/statistik\/daten\/studie\/1296884\/umfrage\/kampfpanzer-der-einzelnen-nato-mitgliedstaaten\/<\/a>(16.04.2023).<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/9428D558-17B2-4447-9F2A-074FC5490AE6#_ftnref11\" name=\"_ftn11\">[11]<\/a> STATISTA (2022). Truppenst\u00e4rke der Streitkr\u00e4fte der NATO nach Staaten von 1990 bis 2022. Erschienen bei Statista im Juni 2022. Verf\u00fcgbar unter: <a href=\"https:\/\/de.statista.com\/statistik\/daten\/studie\/36914\/umfrage\/streitkraefte-der-nato\/\">https:\/\/de.statista.com\/statistik\/daten\/studie\/36914\/umfrage\/streitkraefte-der-nato\/<\/a> (17.04.2023).<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/9428D558-17B2-4447-9F2A-074FC5490AE6#_ftnref12\" name=\"_ftn12\">[12]<\/a> Vgl. dazu TELEPOLIS (2023). Nord-Stream-Ermittlungen: Lag Seymour Hersh doch richtig? Erschienen auf der Internetpr\u00e4senz <a href=\"http:\/\/www.telepolis.de\/\">www.telepolis.de<\/a> am 08.04.2023. Verf\u00fcgbar unter: <a href=\"https:\/\/www.telepolis.de\/features\/Nord-Stream-Ermittlungen-Lag-Seymour-Hersh-doch-richtig-8729812.html\">https:\/\/www.telepolis.de\/features\/Nord-Stream-Ermittlungen-Lag-Seymour-Hersh-doch-richtig-8729812.html<\/a> (17.04.2023).<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/9428D558-17B2-4447-9F2A-074FC5490AE6#_ftnref13\" name=\"_ftn13\">[13]<\/a> An dieser Stelle sei an Macrons Auftritt in China erinnert, in dem er eine den USA vollkommen kontr\u00e4re Position zur China-Politik vertrat und sogar davon sprach, dass Frankreich kein Vasall der USA sei.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/9428D558-17B2-4447-9F2A-074FC5490AE6#_ftnref14\" name=\"_ftn14\">[14]<\/a> Die T\u00fcrkei lenkte zuletzt zwar zunehmend ein, hat dies aber sicherlich nicht ganz freiwillig getan, Erdogan steht kurz vor den Wahlen, hat innenpolitische Probleme und ist auf US-amerikanisches Geld angewiesen.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/9428D558-17B2-4447-9F2A-074FC5490AE6#_ftnref15\" name=\"_ftn15\">[15]<\/a> Auch der ungarische Ministerpr\u00e4sident Victor Orban weicht immer wieder von der NATO-Hauptlinie ab und forciert einen Balanceakt zwischen Moskau, Washington und Br\u00fcssel.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/9428D558-17B2-4447-9F2A-074FC5490AE6#_ftnref16\" name=\"_ftn16\">[16]<\/a> Hierzu vgl. KAS (2022). L\u00e4nderberichte: Der Russische Angriffskrieg gegen die Ukraine \u2013 Reaktionen auf dem Westbalkan. Ver\u00f6ffentlichung der Konrad-Adenauer-Stiftung am 09.03.2022. Verf\u00fcgbar unter: <a href=\"https:\/\/www.kas.de\/de\/laenderberichte\/detail\/-\/content\/der-russische-angriffskrieg-gegen-die-ukraine-reaktionen-auf-dem-westbalkan\">https:\/\/www.kas.de\/de\/laenderberichte\/detail\/-\/content\/der-russische-angriffskrieg-gegen-die-ukraine-reaktionen-auf-dem-westbalkan<\/a> (17.04.2023).<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/9428D558-17B2-4447-9F2A-074FC5490AE6#_ftnref17\" name=\"_ftn17\">[17]<\/a> Finnland ist am 04.04.2023 offiziell der NATO beigetreten und Schweden steht zum Zeitpunkt des Verfassens dieses Textes kurz davor.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/9428D558-17B2-4447-9F2A-074FC5490AE6#_ftnref18\" name=\"_ftn18\">[18]<\/a> Siehe vor allem Kissinger, H. (2014). Weltordnung, 3. Auflage. C. Bertelsmann Verlag, M\u00fcnchen oder Kissinger, H. (2019). China. Zwischen Tradition und Herausforderung, 3. Auflage, C. Bertelsmann Verlag, M\u00fcnchen.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/9428D558-17B2-4447-9F2A-074FC5490AE6#_ftnref19\" name=\"_ftn19\">[19]<\/a> Der wohl wichtigste Vertreter des Neo-Realismus hat sich wiederholt kritisch zum Ukraine-Krieg sowie zu dem Verhalten Washingtons gg\u00fc. Moskau ge\u00e4u\u00dfert.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/9428D558-17B2-4447-9F2A-074FC5490AE6#_ftnref20\" name=\"_ftn20\">[20]<\/a> Siehe dazu u.a. Brzezi\u0144ski, Z. (2017, S. 245 ff.). Die einzige Weltmacht. Amerikas Strategie der Vorherrschaft. Kopp-Verlag, Rottenburg.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/9428D558-17B2-4447-9F2A-074FC5490AE6#_ftnref21\" name=\"_ftn21\">[21]<\/a> Barnett, T. P. M. (2016, S. 227-283). Der Weg in die Weltdiktatur. Krieg und Frieden im 21. Jahrhundert. Die Strategie des Pentagon, 1. Auflage. J. K. Fischer Verlag, Gelnhausen\/Roth.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/9428D558-17B2-4447-9F2A-074FC5490AE6#_ftnref22\" name=\"_ftn22\">[22]<\/a> Unter Tittytainment verstand der Geostratege Zbigniew Brzezi\u0144ski die Herrschaft durch Softpower mittels Unterhaltung, bei der niedere Instinkte angeregt und ausgenutzt werden, um die beherrschten V\u00f6lker unter Kontrolle zu behalten. Oft wirkt der amerikanische Lebensstil mit seinem Fast Food und der Pornografie als einhergehend mit dem Tittytainment.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/9428D558-17B2-4447-9F2A-074FC5490AE6#_ftnref23\" name=\"_ftn23\">[23]<\/a> Obwohl sich die USA stark in Osteuropa engagieren, kehrt zunehmend die Auffassung im Pentagon zur\u00fcck, dass die Weltinsel von \u00dcbersee aus nicht beherrscht werden kann. Es geht vielmehr nur noch darum zu verhindern, dass eine einzelne oder ein Zusammenschluss von Entit\u00e4ten Eurasien unter ihre Kontrolle bringen k\u00f6nnen. Diese Politik wurde unter Trump besonders deutlich und hat auch unter Biden keine Kehrtwende erfahren. Die USA pflegen keine Beziehungen zu einem Europa, sondern lediglich zu einzelnen europ\u00e4ischen Staaten.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/9428D558-17B2-4447-9F2A-074FC5490AE6#_ftnref24\" name=\"_ftn24\">[24]<\/a> Ich halte diesen Prozess jedoch f\u00fcr eine mittel- bis langfristige Entwicklung. Der Yuan wird den Dollar kurzfristig nicht abl\u00f6sen. Eher erwarte ich eine \u201eMultipolarisierung\u201c der W\u00e4hrungen, die jedoch schleichend kommt. Wie instabil China tats\u00e4chlich ist, kann in dem Interview zwischen Dominik Schwarzenberger und mir auf Gegenstrom nachgelesenen werden. Verf\u00fcgbar unter: <a href=\"https:\/\/gegenstrom.org\/en\/das-grosse-china-interview-mit-dominik-schwarzenberger-iii-das-ende-der-weltordnung\/\">https:\/\/gegenstrom.org\/das-grosse-china-interview-mit-dominik-schwarzenberger-iii-das-ende-der-weltordnung\/<\/a> (06.05.2023).<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/9428D558-17B2-4447-9F2A-074FC5490AE6#_ftnref25\" name=\"_ftn25\">[25]<\/a> Der Euro, das Pfund und der Yen, aber vor allem Rubel und Renminbi\/Yuan sind zunehmend beliebte W\u00e4hrungen geworden. Saudi-Arabien, das wichtigste \u00d6lf\u00f6rdernde Land der Welt, k\u00f6nnte auf Abwicklungen in US-Dollar komplett verzichten.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/9428D558-17B2-4447-9F2A-074FC5490AE6#_ftnref26\" name=\"_ftn26\">[26]<\/a> Vgl. hierzu Eichengreen, B. et al (2022). The Stealth Erosion of Dollar Dominance: Active Diversifiers and the Rise of Nontraditional Reserve Currencies. Working Paper vom IMF. Ausgabe WP\/22\/58. Verf\u00fcgbar unter: <a href=\"https:\/\/www.imf.org\/en\/Publications\/WP\/Issues\/2022\/03\/24\/The-Stealth-Erosion-of-Dollar-Dominance-Active-Diversifiers-and-the-Rise-of-Nontraditional-515150\">https:\/\/www.imf.org\/en\/Publications\/WP\/Issues\/2022\/03\/24\/The-Stealth-Erosion-of-Dollar-Dominance-Active-Diversifiers-and-the-Rise-of-Nontraditional-515150<\/a> (09.06.2023)<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/9428D558-17B2-4447-9F2A-074FC5490AE6#_ftnref27\" name=\"_ftn27\">[27]<\/a> Obwohl der \u00f6konomische sowie demografische Anteil weltweit steigen, sind alle BRICS-Staaten innenpolitisch sehr gespalten und von instabilen Gesellschaften bewohnt. Die BRICS werden sich erst beweisen m\u00fcssen, weshalb zun\u00e4chst vor \u00dcberbewertung gewarnt sei.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/9428D558-17B2-4447-9F2A-074FC5490AE6#_ftnref28\" name=\"_ftn28\">[28]<\/a> Der Anteil am weltweiten BIP aller G7-L\u00e4nder betr\u00e4gt heute nur noch 31 Prozent. Siehe dazu DESTATIS (2023). G7 Wirtschaft und Finanzen. Statistisches Bundesamt. Verf\u00fcgbar unter: <a href=\"https:\/\/www.destatis.de\/DE\/Themen\/Laender-Regionen\/Internationales\/Thema\/allgemeines-regionales\/G7\/Wirtschaft\/_kapitel_eins.html\">https:\/\/www.destatis.de\/DE\/Themen\/Laender-Regionen\/Internationales\/Thema\/allgemeines-regionales\/G7\/Wirtschaft\/_kapitel_eins.html<\/a> (22.04.2023).<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/9428D558-17B2-4447-9F2A-074FC5490AE6#_ftnref29\" name=\"_ftn29\">[29]<\/a> Vgl. STATISTA (2022). G7 repr\u00e4sentieren nur 10% der Welt. Ver\u00f6ffentlicht am 27.06.2022 von Mathias Brandt auf statista.com. Verf\u00fcgbar unter: <a href=\"https:\/\/de.statista.com\/infografik\/27683\/anteil-der-g7-staaten-an-weltbevoelkerung-und-am-weltweiten-bip\/\">https:\/\/de.statista.com\/infografik\/27683\/anteil-der-g7-staaten-an-weltbevoelkerung-und-am-weltweiten-bip\/<\/a>(22.04.2023).<\/p>\n<p>und L\u00e4nderdaten (2023). Die 5 BRICS-Staaten. Verf\u00fcgbar unter: <a href=\"https:\/\/www.laenderdaten.info\/staatenbuendnis\/brics-staaten.php\">https:\/\/www.laenderdaten.info\/staatenbuendnis\/brics-staaten.php<\/a>(22.04.2023)<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/9428D558-17B2-4447-9F2A-074FC5490AE6#_ftnref30\" name=\"_ftn30\">[30]<\/a> An dieser Stelle sei gesagt, dass der Aufstieg der genannten Entit\u00e4ten nicht \u00fcberbewertet werden darf. Von einer Abl\u00f6sung der USA durch eine der M\u00e4chte kann nicht die Rede sein. Jedoch k\u00f6nnen Projekte wie die Belt and Road Initiative oder der International North-South Transportation Corridor (INSTC) zu massiven Wechseln f\u00fchren. Siehe zur INSTC u.a. auf ARIC (2023). International North-South Transport Corridor (INSTC). Asia Regional Integration Center. Verf\u00fcgbar unter: <a href=\"https:\/\/aric.adb.org\/initiative\/international-north-south-transport-corridor\">https:\/\/aric.adb.org\/initiative\/international-north-south-transport-corridor<\/a> (22.04.2023).<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/9428D558-17B2-4447-9F2A-074FC5490AE6#_ftnref31\" name=\"_ftn31\">[31]<\/a> Es handelt sich um NIC (2017). Global Trends. Paradox of Progress. Erschienen Januar 2017. Verf\u00fcgbar unter: <a href=\"https:\/\/www.dni.gov\/files\/documents\/nic\/GT-Full-Report.pdf\">https:\/\/www.dni.gov\/files\/documents\/nic\/GT-Full-Report.pdf<\/a> (22.04.2023).<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/9428D558-17B2-4447-9F2A-074FC5490AE6#_ftnref32\" name=\"_ftn32\">[32]<\/a> Ich will darauf hinweisen, dass ich den Westen keinesfalls als eine Zivilisation betrachte. Jedoch sind alle im Westen verhafteten Zivilisationen im Zerfall begriffen.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/9428D558-17B2-4447-9F2A-074FC5490AE6#_ftnref33\" name=\"_ftn33\">[33]<\/a> Die Schlussakte wurde am 01.08.1975 von 31 europ\u00e4ischen Staaten, der T\u00fcrkei, den USA, Kanada und der Sowjetunion in Helsinki unterzeichnet. Sie ist eine Folge der seit 1973 anhaltenden Konferenz \u00fcber Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (KSZE), die 1995 in die Organisation f\u00fcr Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) m\u00fcndete.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/9428D558-17B2-4447-9F2A-074FC5490AE6#_ftnref34\" name=\"_ftn34\">[34]<\/a> Die Charta beinhaltet vor allem die Schaffung einer neuen friedlichen Ordnung in Europa nach der Wiedervereinigung Deutschlands und der sp\u00e4ter eingetretenen Beendigung des Kalten Krieges.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/9428D558-17B2-4447-9F2A-074FC5490AE6#_ftnref35\" name=\"_ftn35\">[35]<\/a> \u00dcber den Bruch der Prinzipien VII und IX l\u00e4sst sich streiten. Siehe dazu OSCE (1975, S. 4-10). Schlussakte von Helsinki. Verf\u00fcgbar unter: <a href=\"https:\/\/www.osce.org\/files\/f\/documents\/6\/e\/39503.pdf\">https:\/\/www.osce.org\/files\/f\/documents\/6\/e\/39503.pdf<\/a> (23.04.2023).<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/9428D558-17B2-4447-9F2A-074FC5490AE6#_ftnref36\" name=\"_ftn36\">[36]<\/a> Die Rede von Kissinger ist hier komplett ver\u00f6ffentlicht worden: WEF (2023). A Conversation with Henry Kissinger: Historical Perspectives on War | Davos 2023. YouTube-Kanal des World Economic Forum. Verf\u00fcgbar unter: <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=lbCFnn_g_MI\">https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=lbCFnn_g_MI<\/a> (24.04.2023).<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/9428D558-17B2-4447-9F2A-074FC5490AE6#_ftnref37\" name=\"_ftn37\">[37]<\/a> Die Zahlen stammen von STATISTA (2023A). Vergleich der Milit\u00e4rst\u00e4rke von NATO und Russland im Jahr 2023. Verf\u00fcgbar unter: <a href=\"https:\/\/de.statista.com\/statistik\/daten\/studie\/379080\/umfrage\/vergleich-des-militaers-der-nato-und-russlands\/\">https:\/\/de.statista.com\/statistik\/daten\/studie\/379080\/umfrage\/vergleich-des-militaers-der-nato-und-russlands\/<\/a> (24.04.2023) und STATISTA (2023B). Kennzahlen zur milit\u00e4rischen St\u00e4rke der USA im Jahr 2023. Verf\u00fcgbar unter: <a href=\"https:\/\/de.statista.com\/statistik\/daten\/studie\/1086471\/umfrage\/militaerische-staerke-der-usa\/\">https:\/\/de.statista.com\/statistik\/daten\/studie\/1086471\/umfrage\/militaerische-staerke-der-usa\/<\/a> (24.04.2023).<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/9428D558-17B2-4447-9F2A-074FC5490AE6#_ftnref38\" name=\"_ftn38\">[38]<\/a> SWP (2020, S. 5). Europa schaffen mit eigenen Waffen? Chancen und Risiken europ\u00e4ischer Selbstverteidigung. Studie der Stiftung Wissenschaft und Politik. Deutsches Institut f\u00fcr Internationale Politik und Sicherheit. Autor Eckhard L\u00fcbkemeier, Berlin.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/9428D558-17B2-4447-9F2A-074FC5490AE6#_ftnref39\" name=\"_ftn39\">[39]<\/a> Hier sei angemerkt, dass nicht endg\u00fcltig gesagt werden kann, welche Waffentechnik Russland bereits im Krieg aufgebraucht hat und in welchem Zustand im Allgemeinen die auch zum Teil aus der Sowjetunion stammenden technischen Einheiten sind. Derzeit fehlt Russland zudem die industrielle Kapazit\u00e4t, um die wom\u00f6glich enormen quantitativen Verluste zu kompensieren.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/9428D558-17B2-4447-9F2A-074FC5490AE6#_ftnref40\" name=\"_ftn40\">[40]<\/a> Eine kurze Darstellung der Avancen kann nachgelesen werden bei DGAP (2020). France and Germany Need a Dialogue on Nuclear Policy. No More Talking Past Each Other. Ein Kommentar von Shahin Vall\u00e9e bei der Deutschen Gesellschaft f\u00fcr Ausw\u00e4rtige Angelegenheiten. Verf\u00fcgbar unter: <a href=\"https:\/\/dgap.org\/sites\/default\/files\/article_pdfs\/dgap-commentary-2020-07-vallee.pdf\">https:\/\/dgap.org\/sites\/default\/files\/article_pdfs\/dgap-commentary-2020-07-vallee.pdf<\/a> (24.04.2023).<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/9428D558-17B2-4447-9F2A-074FC5490AE6#_ftnref41\" name=\"_ftn41\">[41]<\/a> Das Interview ist u.a. einsehbar auf der Website der M\u00fcnchner Sicherheitskonferenz. Ver\u00f6ffentlicht am 15.02.2020. Verf\u00fcgbar unter: <a href=\"https:\/\/securityconference.org\/mediathek\/asset\/chairmans-interview-20200215-1115\/\">https:\/\/securityconference.org\/mediathek\/asset\/chairmans-interview-20200215-1115\/<\/a> (24.04.2023).<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/9428D558-17B2-4447-9F2A-074FC5490AE6#_ftnref42\" name=\"_ftn42\">[42]<\/a> L\u00fcbkemeier untersucht diese Frage in SWP (2020, S. 18-35).<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/9428D558-17B2-4447-9F2A-074FC5490AE6#_ftnref43\" name=\"_ftn43\">[43]<\/a> IISS (2019, S. 35-41). Defending Europe: scenario-based capability requiremnets for NATO\u2019s European members. Erschienen im April 2019 bei The International Insitute for Strategic Studies, London, Washington, Singapore, Manama.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/9428D558-17B2-4447-9F2A-074FC5490AE6#_ftnref44\" name=\"_ftn44\">[44]<\/a> Erschienen in der AGORA Europa III, S. 68-72.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/9428D558-17B2-4447-9F2A-074FC5490AE6#_ftnref45\" name=\"_ftn45\">[45]<\/a> Obgleich Carl Schmitt den Nationsbegriff scharf von dem Gro\u00dfraum trennte, kann auch ein Gro\u00dfraum einen nationalen Charakter haben. D.h. die Bewohner dieses Gro\u00dfraums f\u00fchlen sich einer Nation zugeh\u00f6rig. Beispiele gibt es reichlich aus der Geschichte. Rom ist ein sehr pr\u00e4gendes. Ein multiethnisches Weltreich, in dem sich die Bewohner in erster Linie als eine Nation, als Rom verstanden haben.<\/p>\n<p>[\/et_pb_text][\/et_pb_column][\/et_pb_row][\/et_pb_section]<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Teil 1: Vom Untergang des Westens \u201eDie Einigung Europas gleicht dem Versuch, ein Omlett zu backen, ohne Eier zu zerschlagen.\u201c Paul Lacroix (1806-84), frz. Schriftsteller &nbsp; Es ist Krieg in Europa. F\u00fcr viele Zeitgenossen war es ein Schock, als am 24. 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Dieser Krieg war allerdings nicht unvorhersehbar, sondern geh\u00f6rte durchaus zu den wahrscheinlicheren Szenarien. Im Grunde genommen fand bereits seit 2014 ein Konflikt mit niedriger Intensit\u00e4t statt, in dem Menschen get\u00f6tet wurden, in denen Menschen aufeinander schossen und in dem auch wie immer Unschuldige sterben mussten. Damit ist die europ\u00e4ische Friedensordnung vollkommen auseinandergebrochen. Die Weltordnung l\u00f6st sich ebenfalls allm\u00e4hlich auf. Dieser Krieg in der sarmatischen Tiefebene ist ein Kampf zwischen mehreren Entit\u00e4ten, die um die Vorherrschaft auf der Eurasischen Weltinsel miteinander konkurrieren. Die bisher unangefochtene \u201eeinzige Weltmacht\u201c (Zbigniew Brzezi\u0144ski) USA mischen sich nicht nur in diesen Konflikt ein, sondern scheinen eine federf\u00fchrende Rolle auf westlicher Seite zu spielen. Gleichzeitig beobachtet China die Ereignisse aus der Ferne und z\u00fcndelt selbst im Indopazifik, was die Weltordnung weiterhin auf die Probe stellen d\u00fcrfte. So leidvoll diese Entwicklungen f\u00fcr die Menschen in der Ukraine sein m\u00f6gen, haben sie auch nicht nur negative Auswirkungen auf Europa. Denn in Krisenzeiten zeigt sich wie stabil ein System, eine Ordnung tats\u00e4chlich ist.<\/p><p>\u00a0<\/p><h2 style=\"font-weight: 400;\">Papiertiger EU<\/h2><p style=\"font-weight: 400;\">Der \u00f6sterreichische Kabarettist Werner Schneyder soll einmal gesagt haben, dass Europa aus Staaten bestehe, \u201e<em>die sich nicht vorschreiben lassen wollen, was sie selbst beschlossen haben<\/em>\u201c. Zwar etwas plakativ, jedoch ein treffendes Bild \u00fcber die europ\u00e4ische Wirklichkeit. Europa wird politisch meist f\u00e4lschlicherweise gleichgesetzt mit der EU, doch nicht einmal zwei Drittel der zu Europa gez\u00e4hlten L\u00e4nder geh\u00f6ren zu der Europ\u00e4ischen Union. Die Fl\u00e4che aller EU-Mitgliedsstaaten umfasst gerade mal zwei F\u00fcnftel des gesamten Kontinents, wobei in dieser Berechnung Kasachstan komplett und Russland (mit knapp 4 Mio. km<sup>2<\/sup>) zum Teil zu Europa gez\u00e4hlt werden, obgleich sie bereits an der Schwelle zu Asien stehen. Insbesondere Russland kann als Entit\u00e4t nicht eindeutig Europa oder Asien zugeschrieben werden. Das ist h\u00f6chstens eine rein kartografische Einteilung, hat mit den politischen Wirklichkeiten jedoch kaum etwas zu tun.<\/p><p style=\"font-weight: 400;\">Die Europ\u00e4ische Union ist, wie ich das bereits <a href=\"https:\/\/gegenstrom.org\/shop\/agora-europa\/neugeburt-oder-selbstmord\/\">in der letzten Ausgabe der AGORA Europa<\/a><a href=\"applewebdata:\/\/9428D558-17B2-4447-9F2A-074FC5490AE6#_ftn1\" name=\"_ftnref1\">[1]<\/a> versucht habe zu skizzieren, ein instabiles System, dem zwar gerne in der eurokritischen<a href=\"applewebdata:\/\/9428D558-17B2-4447-9F2A-074FC5490AE6#_ftn2\" name=\"_ftnref2\">[2]<\/a> und eurokratischen Propaganda ein bundesstaats\u00e4hnliches Konstrukt bescheinigt wird, in Wirklichkeit jedoch nicht einmal dem Papier nach Bundesstaat oder Konf\u00f6deration<a href=\"applewebdata:\/\/9428D558-17B2-4447-9F2A-074FC5490AE6#_ftn3\" name=\"_ftnref3\">[3]<\/a> ist.<\/p><p style=\"font-weight: 400;\">Der ehemalige Pr\u00e4sident des EU-Parlamentes, Martin Schulz, dr\u00fcckte es einmal in einem Spiegel-Interview so aus: \u201e<em>In der EU wird der Erfolg nationalisiert und der Misserfolg europ\u00e4isiert<\/em>\u201c.<a href=\"applewebdata:\/\/9428D558-17B2-4447-9F2A-074FC5490AE6#_ftn4\" name=\"_ftnref4\">[4]<\/a> Die EU ist lediglich eine Vertragsgesellschaft, in der sich die Vertragspartner regelm\u00e4\u00dfig \u00fcber ihre Vertragsposition und \u00fcber den Vertragsgegenstand streiten.<a href=\"applewebdata:\/\/9428D558-17B2-4447-9F2A-074FC5490AE6#_ftn5\" name=\"_ftnref5\">[5]<\/a> Die meisten Mitglieder sind nur aus reinen nationalen Eigeninteressen Bestandteil des Vertrages. Sobald die nationalen Interessen mit denen der Europ\u00e4ischen Union auseinandergehen, kann es zu Austritten wie zuletzt mit dem BREXIT kommen. Letztlich bietet die EU f\u00fcr einige ihrer Mitglieder enorme wirtschaftliche Vorteile. Der finanzielle Tropf ist es, der die EU derzeit noch am Leben h\u00e4lt.<a href=\"applewebdata:\/\/9428D558-17B2-4447-9F2A-074FC5490AE6#_ftn6\" name=\"_ftnref6\">[6]<\/a><\/p><p>\u00a0<\/p><h2 style=\"font-weight: 400;\">Die NATO und die Deutschen<\/h2><p style=\"font-weight: 400;\">Als die NATO gegr\u00fcndet wurde, brachte ihr erster Generalsekret\u00e4r, der Brite Lord Ismay<a href=\"applewebdata:\/\/9428D558-17B2-4447-9F2A-074FC5490AE6#_ftn7\" name=\"_ftnref7\">[7]<\/a>, den Zweck auf den Punkt. Sie diente in erster Linie dazu, die Amerikaner drin, die Russen drau\u00dfen und die Deutschen am Boden zu halten. Diese Aussage bezog sich auf Westeuropa, das sich bis 1990\/1991 geopolitisch klar in der US-amerikanischen Einflusssph\u00e4re befand. Auch heute sind die Vereinigten Staaten die mit Abstand gr\u00f6\u00dfte Milit\u00e4rmacht des B\u00fcndnisses. Exemplarisch kann daf\u00fcr die Anzahl der Kampfpanzer<a href=\"applewebdata:\/\/9428D558-17B2-4447-9F2A-074FC5490AE6#_ftn8\" name=\"_ftnref8\">[8]<\/a> aller einzelnen NATO-Mitgliedsstaaten herangezogen werden. Ein Blick auf die ersten zw\u00f6lf Staaten im Vergleich zeigt den Abstand deutlich.<a href=\"applewebdata:\/\/9428D558-17B2-4447-9F2A-074FC5490AE6#_ftn9\" name=\"_ftnref9\">[9]<\/a><\/p><p><img class=\"wp-image-9752 aligncenter\" src=\"https:\/\/gegenstrom.org\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/abb1.png\" alt=\"\" width=\"593\" height=\"403\" \/><\/p><p style=\"font-weight: 400; text-align: center;\"><span style=\"font-size: 8pt;\">Abbildung 1: Anzahl der Kampfpanzer der einzelnen NATO-Mitgliedstaaten im Jahr 2023.<a href=\"applewebdata:\/\/9428D558-17B2-4447-9F2A-074FC5490AE6#_ftn10\" name=\"_ftnref10\"><strong>[10]<\/strong><\/a><\/span><\/p><p style=\"font-weight: 400;\">Genauso verh\u00e4lt es sich mit der Truppenst\u00e4rke der US-amerikanischen Streitkr\u00e4fte. Die USA besch\u00e4ftigten im Jahr 2022 fast so viele Streitkr\u00e4fte wie die T\u00fcrkei, Frankreich, Deutschland, Italien, Gro\u00dfbritannien, Polen und Spanien zusammen, wie der nachfolgenden Aufstellung entnommen werden kann.<\/p><p>\u00a0<\/p><p><img class=\"aligncenter wp-image-9753\" src=\"https:\/\/gegenstrom.org\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/abb2.png\" alt=\"\" width=\"703\" height=\"304\" \/><\/p><p style=\"font-weight: 400; text-align: center;\"><span style=\"font-size: 8pt;\">Abbildung 2: Truppenst\u00e4rke der Streitkr\u00e4fte der NATO nach Staaten von 1990 bis 2022 (in 1.000).<a href=\"applewebdata:\/\/9428D558-17B2-4447-9F2A-074FC5490AE6#_ftn11\" name=\"_ftnref11\"><strong>[11]<\/strong><\/a><\/span><\/p><p>\u00a0<\/p><p style=\"font-weight: 400;\">Es ist somit klar, dass milit\u00e4risch gesehen ein gewaltiges Ungleichgewicht zwischen den USA und den anderen B\u00fcndnispartnern vorherrscht. Das NATO-B\u00fcndnis entsprach bisher und auch noch nach dem Zusammenfall der Bipolaren Weltordnung eher einem B\u00fcndnis zwischen teil- oder halbsouver\u00e4nen Staaten und ihrem Lehnsherrn (Suzer\u00e4n). Das ist keine \u00dcbertreibung, sondern wurde insbesondere im Fall Nord Stream II deutlich. Der US-Pr\u00e4sident bekr\u00e4ftigte immer wieder, dass dieses Projekt nicht abgeschlossen wird und der sich immer st\u00e4rker auftuende Verdacht einer Beteiligung aus US-amerikanischen, ukrainischen und\/oder polnischen Regierungskreisen an der Sprengung am 26. September 2022 sch\u00fcrt massives Misstrauen innerhalb der NATO.<a href=\"applewebdata:\/\/9428D558-17B2-4447-9F2A-074FC5490AE6#_ftn12\" name=\"_ftnref12\">[12]<\/a><\/p><p style=\"font-weight: 400;\">Unter Trump wurden insbesondere die europ\u00e4ischen B\u00fcndnispartner angez\u00e4hlt und immer wieder auf die milit\u00e4rische Schw\u00e4che derselben hingewiesen. Anstatt dem ukrainischen Staat und anderen Entit\u00e4ten gegen\u00fcber dem Konkurrenten Russland beizustehen, orientierte man sich st\u00e4rker gegen China und forderte einen Handelskrieg heraus. Das hat immer wieder f\u00fcr Missgunst innerhalb der NATO gesorgt. Letztlich werden insbesondere zwischen den baltischen Staaten inklusive Polen auf der einen Seite und den westeurop\u00e4ischen Entit\u00e4ten auf der anderen immer wieder Unstimmigkeiten deutlich. W\u00e4hrend vor allem erstere sich vor dem einstigen Hegemon f\u00fcrchten und daher den Schutz der USA suchen, halten sich die hinter einem Puffer zu Russland in Sicherheit wiegenden Staaten bedeckter und kompromissbereiter.<\/p><p style=\"font-weight: 400;\">Frankreich, das sich bereits w\u00e4hrend der Zeit des Kalten Krieges auch immer eine Br\u00fccke gen Moskau offengehalten hatte, positioniert sich heute wiederholt autonomistisch gegen\u00fcber der einzigen Weltmacht.<a href=\"applewebdata:\/\/9428D558-17B2-4447-9F2A-074FC5490AE6#_ftn13\" name=\"_ftnref13\">[13]<\/a>Auch die T\u00fcrkei<a href=\"applewebdata:\/\/9428D558-17B2-4447-9F2A-074FC5490AE6#_ftn14\" name=\"_ftnref14\">[14]<\/a> sowie Ungarn<a href=\"applewebdata:\/\/9428D558-17B2-4447-9F2A-074FC5490AE6#_ftn15\" name=\"_ftnref15\">[15]<\/a> und auch Teile des Westbalkan<a href=\"applewebdata:\/\/9428D558-17B2-4447-9F2A-074FC5490AE6#_ftn16\" name=\"_ftnref16\">[16]<\/a> forcieren eine von der Rest-NATO abweichende Russland-Beziehung. Trotz der NATO-Norderweiterung (Finnland, Schweden)<a href=\"applewebdata:\/\/9428D558-17B2-4447-9F2A-074FC5490AE6#_ftn17\" name=\"_ftnref17\">[17]<\/a>, hat das B\u00fcndnis mehr Risse, als augenscheinlich sichtbar. Die NATO droht vielleicht nicht gerade zu zerbrechen, wie ich es von der EU erwarte, aber sie ist instabiler als viele wahrhaben m\u00f6gen.<\/p><p>\u00a0<\/p><h2 style=\"font-weight: 400;\">Im Westen was Neues<\/h2><p style=\"font-weight: 400;\">Auch der Westen l\u00f6st sich allm\u00e4hlich auf bzw. ist fraglich, ob es einen solchen jemals gab. Die Unterteilung der Welt in Westen und Osten besteht in drei Dimensionen:<\/p><ol><li>Die kartografische, rein geografische Ebene, die die beiden H\u00e4lften durch den Nullmeridian voneinander trennt.<\/li><li>Die geopolitische Ebene aus Sicht des US-amerikanischen Exzeptionalismus.<\/li><li>Die ideologische Unterteilung zwischen dem meeresbezogenen Westen und dem im Land verankerten Osten.<\/li><\/ol><p style=\"font-weight: 400;\">F\u00fcr die weiteren Betrachtungen im Sinne geopolitischer Machtverschiebungen sind die beiden letzten Dimensionen relevant.<\/p><p style=\"font-weight: 400;\">Geostrategen wie Henry Kissinger<a href=\"applewebdata:\/\/9428D558-17B2-4447-9F2A-074FC5490AE6#_ftn18\" name=\"_ftnref18\">[18]<\/a>, Thomas P. M. Barnett, John M. Mearsheimer<a href=\"applewebdata:\/\/9428D558-17B2-4447-9F2A-074FC5490AE6#_ftn19\" name=\"_ftnref19\">[19]<\/a> oder auch Zbigniew Brzezi\u0144ski<a href=\"applewebdata:\/\/9428D558-17B2-4447-9F2A-074FC5490AE6#_ftn20\" name=\"_ftnref20\">[20]<\/a> haben Russland, Indien, China sowie einige der anderen im geografischen Osten liegenden Entit\u00e4ten durchaus im Einflussbereich US-amerikanischer Vormacht und damit des \u201eWestens\u201c gesehen. Barnett ist mit seiner \u201eThe Pentagon\u2019s New Map\u201c dabei der absolutistische und zugleich aus einer US-amerikanisch-machiavellistischen Brille betrachtet optimistischste der oben genannten Theoretiker.<\/p><p>\u00a0<\/p><p><img class=\"aligncenter wp-image-9754\" src=\"https:\/\/gegenstrom.org\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/abb3.jpg\" alt=\"\" width=\"682\" height=\"386\" \/><\/p><p style=\"font-weight: 400; text-align: center;\"><span style=\"font-size: 8pt;\">Abbildung 3: Die Neue Karte des Pentagons nach Thomas P. M. Barnett.<\/span><\/p><p>\u00a0<\/p><p style=\"font-weight: 400;\">Ihm nach teilt sich die Welt in einen Kern (\u201ecore\u201c) und in eine L\u00fccke (\u201egap\u201c), bestehend aus den L\u00e4ndern, die noch nicht dem US-amerikanischen Lifestyle, der Menschenrechtsideologie oder dem milit\u00e4risch-wirtschaftlichen Einfluss der Vereinigten Staaten unterstehen. Wie der Karte in Abbildung 3 deutlich zu entnehmen ist, geh\u00f6ren Russland, Indien und China definitiv zum Kern \u2013 die Au\u00dfenseite der gestrichelten Linie.<a href=\"applewebdata:\/\/9428D558-17B2-4447-9F2A-074FC5490AE6#_ftn21\" name=\"_ftnref21\">[21]<\/a><\/p><p style=\"font-weight: 400;\">Kissinger und Brzezi\u0144ski betrachteten die Einbeziehung Russlands und China eher als Notwendigkeit, aus einer pragmatischen Weitsicht, w\u00e4hrend Barnett eher einen ideologischen Begriff vom \u201eWesten\u201c hat, den er hier als Kern bezeichnet.<\/p><p style=\"font-weight: 400;\">Die Karte von Barnett allerdings wird den Ukraine-Krieg nicht \u00fcberdauern, zumindest wird sie danach keine Entsprechung in der realen Welt besitzen. Ja, bereits jetzt l\u00f6st sich diese Vorstellung auf. Nachfolgend einige pr\u00e4gnante Entwicklungen, die gegen die weitere globale Ausbreitung des \u201eWestens\u201c sprechen:<\/p><p style=\"font-weight: 400;\">* Der Westen ist moralisch an einem Tiefpunkt. Dekadente Erscheinungen sowohl im kulturellen wie auch wirtschaftlichen Bereich stehen daf\u00fcr.<\/p><p style=\"font-weight: 400;\">* Damit einhergehend ist ein massiver Werteverfall und eine zunehmende S\u00e4kularisierung sowie St\u00f6rungen in der Identit\u00e4t (Was sind westliche Werte? Was ist der Westen? Wer geh\u00f6rt dazu?)<\/p><p style=\"font-weight: 400;\">* Der Amerikanische Exzeptionalismus und die von Brzezi\u0144ski aufgebrachte Idee des Tittytainment<a href=\"applewebdata:\/\/9428D558-17B2-4447-9F2A-074FC5490AE6#_ftn22\" name=\"_ftnref22\">[22]<\/a> haben an Anziehungskraft verloren. Immer mehr Entit\u00e4ten betrachten dies als Kulturimperialismus.<\/p><p style=\"font-weight: 400;\">* Die USA wenden sich zunehmend Asien und Afrika zu und kehren den europ\u00e4ischen Partnern den R\u00fccken. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis sich immer mehr Europ\u00e4er von ihrem gro\u00dfen Seniorpartner im Stich gelassen f\u00fchlen werden.<a href=\"applewebdata:\/\/9428D558-17B2-4447-9F2A-074FC5490AE6#_ftn23\" name=\"_ftnref23\">[23]<\/a><\/p><p style=\"font-weight: 400;\">* Die Ent-Dollarisierung<a href=\"applewebdata:\/\/9428D558-17B2-4447-9F2A-074FC5490AE6#_ftn24\" name=\"_ftnref24\">[24]<\/a> f\u00fchrt zum Wegfall einer der beiden St\u00fctzpfeiler der einzigen Weltmacht. Neben der gewaltigen milit\u00e4rischen \u00dcberlegenheit ist der Dollar als Weltleitw\u00e4hrung die wichtigste Waffe Washingtons. Immer mehr \u00d6l- und Gasf\u00f6rdernde L\u00e4nder bieten ihre Rohstoffe gegen alternative W\u00e4hrungen zum Dollar an.<a href=\"applewebdata:\/\/9428D558-17B2-4447-9F2A-074FC5490AE6#_ftn25\" name=\"_ftnref25\">[25]<\/a> Des Weiteren sinken die weltweiten Reserven in US-Dollar bereits seit 1999 und liegen heute nur noch bei knapp 60 Prozent (1999 lagen diese bei \u00fcber 70 Prozent).<a href=\"applewebdata:\/\/9428D558-17B2-4447-9F2A-074FC5490AE6#_ftn26\" name=\"_ftnref26\">[26]<\/a><\/p><p style=\"font-weight: 400;\">* Der Anteil am weltweiten BIP nimmt ab, w\u00e4hrend er bei den BRICS<a href=\"applewebdata:\/\/9428D558-17B2-4447-9F2A-074FC5490AE6#_ftn27\" name=\"_ftnref27\">[27]<\/a> steigt.<a href=\"applewebdata:\/\/9428D558-17B2-4447-9F2A-074FC5490AE6#_ftn28\" name=\"_ftnref28\">[28]<\/a><\/p><p style=\"font-weight: 400;\">* Alle westlichen L\u00e4nder sind massiv vom Geburtenr\u00fcckgang betroffen bei gleichzeitiger Masseneinwanderung von raumfremden Volksgruppen. Die G7-Staaten machen heute nur noch 10 Prozent der Weltbev\u00f6lkerung aus, w\u00e4hrend die f\u00fcnf BRICS-Staaten bereits rund 41 Prozent repr\u00e4sentieren.<a href=\"applewebdata:\/\/9428D558-17B2-4447-9F2A-074FC5490AE6#_ftn29\" name=\"_ftnref29\">[29]<\/a><\/p><p style=\"font-weight: 400;\">* Klare Machtverschiebungen auf der Afro-Eurasischen Weltinsel durch den Aufstieg Chinas, Indiens und einiger anderer Zwischen-Staaten mit zunehmendem Charakter einer regionalen Ordnungsmacht f\u00fchren zu einer Multipolarisierung.<a href=\"applewebdata:\/\/9428D558-17B2-4447-9F2A-074FC5490AE6#_ftn30\" name=\"_ftnref30\">[30]<\/a><\/p><p style=\"font-weight: 400;\">Auch in Hinblick auf die ideologische dritte Dimension der Ost-West-Dichotomie ist der Westen in Form der Globalisierung auf dem R\u00fcckzug. Ich habe hierzu bereits in der AGORA Europa III einige Anmerkungen verfasst. Demnach befindet sich die Welt in einem Renationalisierungs-Modus. Das Szenario der Isles, welches der National Intelligence Council in seinem Zukunftsreport<a href=\"applewebdata:\/\/9428D558-17B2-4447-9F2A-074FC5490AE6#_ftn31\" name=\"_ftnref31\">[31]<\/a> warnend benennt, geh\u00f6rt zumindest in Teilen zu den wahrscheinlichsten Entwicklungen.<\/p><p style=\"font-weight: 400;\">Der Westen l\u00f6st sich sowohl geopolitisch wie ideologisch auf und zieht sich auf das US-amerikanische Kernland und ggf. noch in Teilen Westeuropas zur\u00fcck. Die globale Agenda der Menschenrechtsideologie und eines \u00fcberspannten Humanismus empfinden immer mehr Akteure als \u00fcberhebliche Anma\u00dfung einer in sich zerfallenden Zivilisation<a href=\"applewebdata:\/\/9428D558-17B2-4447-9F2A-074FC5490AE6#_ftn32\" name=\"_ftnref32\">[32]<\/a>.<\/p><p>\u00a0<\/p><h1 style=\"font-weight: 400;\">Europa, ein wehrloser Kontinent? Teil 2: Europ\u00e4ische Neugeburt m\u00f6glich<\/h1><p>\u00a0<\/p><p style=\"font-weight: 400;\"><em>\u00a0\u201eIn der Au\u00dfenpolitik ist man als Realist ohne Phantasie ein Tropf. Wer aber in der Au\u00dfenpolitik nicht auch Realist ist, der ist ein Tr\u00e4umer.\u201c<\/em><\/p><p style=\"font-weight: 400;\"><em>Willy Brandt<\/em><\/p><p>\u00a0<\/p><h2 style=\"font-weight: 400;\">Die Europ\u00e4ische Friedensordnung br\u00f6ckelt<\/h2><p style=\"font-weight: 400;\">So leidvoll der Krieg insbesondere f\u00fcr die Ukrainer ist, hat er jedoch auch wie alles sein Positives. Denn wie Helmut Schmidt schon wusste: \u201e<em>In der Krise beweist sich der Charakter<\/em>.\u201c Mit der milit\u00e4rischen Intervention auf das ukrainische Staatsterritorium in 2014 begann die europ\u00e4ische Ordnung, welche auf die Schlussakte von Helsinki (1975)<a href=\"applewebdata:\/\/9428D558-17B2-4447-9F2A-074FC5490AE6#_ftn33\" name=\"_ftnref33\">[33]<\/a> und die Charta von Paris f\u00fcr ein neues Europa (1990)<a href=\"applewebdata:\/\/9428D558-17B2-4447-9F2A-074FC5490AE6#_ftn34\" name=\"_ftnref34\">[34]<\/a> zur\u00fcckgeht, sich aufzul\u00f6sen. In der Schlussakte wurden insgesamt zehn Prinzipien vereinbart, von denen mit dem Einmarsch im Februar 2022 mindestens acht gebrochen und damit obsolet wurden.<a href=\"applewebdata:\/\/9428D558-17B2-4447-9F2A-074FC5490AE6#_ftn35\" name=\"_ftnref35\">[35]<\/a><\/p><p style=\"font-weight: 400;\">Die europ\u00e4ische Friedensordnung wurde damit zum wiederholten Male komplett in Frage gestellt:<\/p><p style=\"font-weight: 400;\">* Es sei an die Balkankriege von 1991 bis 2001 mit hunderttausenden Toten und Millionen Fl\u00fcchtlingen und Vertriebenen erinnert. Ab 1992 waren UN-Friedenstruppen auf Grundlage der Friedensmission UNPROFOR in Jugoslawien im Einsatz.<\/p><p style=\"font-weight: 400;\">* 1999 mischte sich die NATO, angef\u00fchrt von den USA im Kosovokrieg unter dem Decknamen Operation Allied Force (OAF) ein. Bis heute sind die KFOR-Truppen vor Ort.<\/p><p style=\"font-weight: 400;\">* 2008 stellte die F\u00f6deration Russland das erste Mal mit dem Einmarsch in Georgien die internationale und insbesondere die von den USA dominierte europ\u00e4ische Friedensordnung in Frage.<\/p><p style=\"font-weight: 400;\">* Mit der Intervention Russlands in der Ostukraine und der \u201eAnnexion\u201c der Krim im Jahre 2014 wurde die Ordnung zum wiederholten Male massiv ersch\u00fcttert.<\/p><p style=\"font-weight: 400;\">* Der offene Ukraine-Krieg, der einen Stellvertreterkrieg zwischen den USA und Russland darstellt, d\u00fcrfte die Friedensordnung nach der Pariser Charta vollends zur Aufl\u00f6sung f\u00fchren.<\/p><p style=\"font-weight: 400;\">Wie bereits oben gezeigt wurde, sind nicht alle global einflussreichen Gr\u00f6\u00dfen der US-amerikanischen Politik an einer Ausweitung des Krieges interessiert. Zuletzt hat die graue Eminenz Henry Kissinger auf dem Davoser WEF-Treffen im Januar 2023 erkl\u00e4rt, dass verhindert werden m\u00fcsse, den \u201e<em>Krieg zu einem Krieg gegen Russland selbst<\/em>\u201c werden zu lassen. Demnach m\u00fcsse Moskau die Perspektive gegeben werden wieder Teil des internationalen Systems zu werden.<a href=\"applewebdata:\/\/9428D558-17B2-4447-9F2A-074FC5490AE6#_ftn36\" name=\"_ftnref36\">[36]<\/a><\/p><table class=\" aligncenter\" style=\"font-weight: 400; width: 722px; border-style: solid; border-color: #030000;\" width=\"722\"><tbody><tr><td style=\"width: 175.765625px;\"><strong>Merkmal<\/strong><\/td><td style=\"width: 82.375px;\"><strong>NATO*<\/strong><\/td><td style=\"width: 78.359375px;\"><strong>Nur USA**<\/strong><\/td><td style=\"width: 114.515625px;\"><strong>NATO ohne USA<\/strong><\/td><td style=\"width: 93.421875px;\"><strong>Russland*<\/strong><\/td><td style=\"width: 137.609375px;\"><strong>\u00dcberhang \/ Defizit NATO ohne USA<\/strong><\/td><\/tr><tr><td style=\"width: 712.046875px;\" colspan=\"6\"><strong>Personal<\/strong><\/td><\/tr><tr><td style=\"width: 175.765625px;\"><strong>Milit\u00e4risches Personal insgesamt<\/strong><\/td><td style=\"width: 82.375px;\">5.817.100<\/td><td style=\"width: 78.359375px;\">1.832.000<\/td><td style=\"width: 114.515625px;\">3.985.100<\/td><td style=\"width: 93.421875px;\">1.330.900<\/td><td style=\"width: 137.609375px;\">2.654.200<\/td><\/tr><tr><td style=\"width: 175.765625px;\"><strong>aktive Soldaten<\/strong><\/td><td style=\"width: 82.375px;\">3.358.000<\/td><td style=\"width: 78.359375px;\">1.390.000<\/td><td style=\"width: 114.515625px;\">1.968.000<\/td><td style=\"width: 93.421875px;\">830.900<\/td><td style=\"width: 137.609375px;\">1.137.100<\/td><\/tr><tr><td style=\"width: 175.765625px;\"><strong>Reserve<\/strong><\/td><td style=\"width: 82.375px;\">1.720.700<\/td><td style=\"width: 78.359375px;\">442.000<\/td><td style=\"width: 114.515625px;\">1.278.700<\/td><td style=\"width: 93.421875px;\">250.000<\/td><td style=\"width: 137.609375px;\">1.028.700<\/td><\/tr><tr><td style=\"width: 175.765625px;\"><strong>Paramilit\u00e4rische Einheiten<\/strong><\/td><td style=\"width: 82.375px;\">738.400<\/td><td style=\"width: 78.359375px;\">\u00a0<\/td><td style=\"width: 114.515625px;\">738.400<\/td><td style=\"width: 93.421875px;\">250.000<\/td><td style=\"width: 137.609375px;\">488.400<\/td><\/tr><tr><td style=\"width: 712.046875px;\" colspan=\"6\"><strong>Luftstreitkr\u00e4fte<\/strong><\/td><\/tr><tr><td style=\"width: 175.765625px;\"><strong>Luftwaffe insgesamt<\/strong><\/td><td style=\"width: 82.375px;\">20.633<\/td><td style=\"width: 78.359375px;\">13.300<\/td><td style=\"width: 114.515625px;\">7.333<\/td><td style=\"width: 93.421875px;\">4.182<\/td><td style=\"width: 137.609375px;\">3.151<\/td><\/tr><tr><td style=\"width: 175.765625px;\"><strong>Jagdflugzeuge\/ Abfangj\u00e4ger<\/strong><\/td><td style=\"width: 82.375px;\">3.398<\/td><td style=\"width: 78.359375px;\">1.914<\/td><td style=\"width: 114.515625px;\">1.484<\/td><td style=\"width: 93.421875px;\">773<\/td><td style=\"width: 137.609375px;\">711<\/td><\/tr><tr><td style=\"width: 175.765625px;\"><strong>Flugzeuge f\u00fcr Bodenangriffe<\/strong><\/td><td style=\"width: 82.375px;\">1.108<\/td><td style=\"width: 78.359375px;\">843<\/td><td style=\"width: 114.515625px;\">265<\/td><td style=\"width: 93.421875px;\">744<\/td><td style=\"width: 137.609375px;\">-479<\/td><\/tr><tr><td style=\"width: 175.765625px;\"><strong>Transportflugzeuge<\/strong><\/td><td style=\"width: 82.375px;\">1.506<\/td><td style=\"width: 78.359375px;\">962<\/td><td style=\"width: 114.515625px;\">544<\/td><td style=\"width: 93.421875px;\">444<\/td><td style=\"width: 137.609375px;\">100<\/td><\/tr><tr><td style=\"width: 175.765625px;\"><strong>Spezialflugzeuge (z.B. Aufkl\u00e4rung)<\/strong><\/td><td style=\"width: 82.375px;\">970<\/td><td style=\"width: 78.359375px;\">731<\/td><td style=\"width: 114.515625px;\">239<\/td><td style=\"width: 93.421875px;\">147<\/td><td style=\"width: 137.609375px;\">92<\/td><\/tr><tr><td style=\"width: 175.765625px;\"><strong>Tankflugzeuge<\/strong><\/td><td style=\"width: 82.375px;\">615<\/td><td style=\"width: 78.359375px;\">568<\/td><td style=\"width: 114.515625px;\">47<\/td><td style=\"width: 93.421875px;\">19<\/td><td style=\"width: 137.609375px;\">28<\/td><\/tr><tr><td style=\"width: 175.765625px;\"><strong>Hubschrauber insgesamt<\/strong><\/td><td style=\"width: 82.375px;\">8.614<\/td><td style=\"width: 78.359375px;\">5.584<\/td><td style=\"width: 114.515625px;\">3.030<\/td><td style=\"width: 93.421875px;\">1.531<\/td><td style=\"width: 137.609375px;\">1.499<\/td><\/tr><tr><td style=\"width: 175.765625px;\"><strong>Kampfhubschrauber<\/strong><\/td><td style=\"width: 82.375px;\">1.439<\/td><td style=\"width: 78.359375px;\">983<\/td><td style=\"width: 114.515625px;\">456<\/td><td style=\"width: 93.421875px;\">537<\/td><td style=\"width: 137.609375px;\">-81<\/td><\/tr><tr><td style=\"width: 712.046875px;\" colspan=\"6\"><strong>Landstreitkr\u00e4fte<\/strong><\/td><\/tr><tr><td style=\"width: 175.765625px;\"><strong>Kampfpanzer<\/strong><\/td><td style=\"width: 82.375px;\">12.408<\/td><td style=\"width: 78.359375px;\">5.500<\/td><td style=\"width: 114.515625px;\">6.908<\/td><td style=\"width: 93.421875px;\">12.566<\/td><td style=\"width: 137.609375px;\">-5.658<\/td><\/tr><tr><td style=\"width: 175.765625px;\"><strong>gepanzerte Fahrzeuge<\/strong><\/td><td style=\"width: 82.375px;\">1.004.844<\/td><td style=\"width: 78.359375px;\">303.553<\/td><td style=\"width: 114.515625px;\">701.291<\/td><td style=\"width: 93.421875px;\">151.641<\/td><td style=\"width: 137.609375px;\">549.650<\/td><\/tr><tr><td style=\"width: 175.765625px;\"><strong>selbstfahrende Artillerie<\/strong><\/td><td style=\"width: 82.375px;\">4.532<\/td><td style=\"width: 78.359375px;\">1.000<\/td><td style=\"width: 114.515625px;\">3.532<\/td><td style=\"width: 93.421875px;\">6.575<\/td><td style=\"width: 137.609375px;\">-3.043<\/td><\/tr><tr><td style=\"width: 175.765625px;\"><strong>geschleppte Artillerie<\/strong><\/td><td style=\"width: 82.375px;\">6.554<\/td><td style=\"width: 78.359375px;\">1.339<\/td><td style=\"width: 114.515625px;\">5.215<\/td><td style=\"width: 93.421875px;\">4.336<\/td><td style=\"width: 137.609375px;\">879<\/td><\/tr><tr><td style=\"width: 175.765625px;\"><strong>selbstfahrende Raketenwerfer<\/strong><\/td><td style=\"width: 82.375px;\">3.272<\/td><td style=\"width: 78.359375px;\">1.716<\/td><td style=\"width: 114.515625px;\">1.556<\/td><td style=\"width: 93.421875px;\">3.887<\/td><td style=\"width: 137.609375px;\">-2.331<\/td><\/tr><tr><td style=\"width: 712.046875px;\" colspan=\"6\"><strong>Seestreitkr\u00e4fte<\/strong><\/td><\/tr><tr><td style=\"width: 175.765625px;\"><strong>Milit\u00e4rschiffe insgesamt<\/strong><\/td><td style=\"width: 82.375px;\">2.151<\/td><td style=\"width: 78.359375px;\">484<\/td><td style=\"width: 114.515625px;\">1.667<\/td><td style=\"width: 93.421875px;\">598<\/td><td style=\"width: 137.609375px;\">1.069<\/td><\/tr><tr><td style=\"width: 175.765625px;\"><strong>Flugzeugtr\u00e4ger<\/strong><\/td><td style=\"width: 82.375px;\">16<\/td><td style=\"width: 78.359375px;\">11<\/td><td style=\"width: 114.515625px;\">5<\/td><td style=\"width: 93.421875px;\">1<\/td><td style=\"width: 137.609375px;\">4<\/td><\/tr><tr><td style=\"width: 175.765625px;\"><strong>Helikoptertr\u00e4ger<\/strong><\/td><td style=\"width: 82.375px;\">13<\/td><td style=\"width: 78.359375px;\">9<\/td><td style=\"width: 114.515625px;\">4<\/td><td style=\"width: 93.421875px;\">0<\/td><td style=\"width: 137.609375px;\">4<\/td><\/tr><tr><td style=\"width: 175.765625px;\"><strong>Zerst\u00f6rer<\/strong><\/td><td style=\"width: 82.375px;\">112<\/td><td style=\"width: 78.359375px;\">92<\/td><td style=\"width: 114.515625px;\">20<\/td><td style=\"width: 93.421875px;\">15<\/td><td style=\"width: 137.609375px;\">5<\/td><\/tr><tr><td style=\"width: 175.765625px;\"><strong>Fregatten<\/strong><\/td><td style=\"width: 82.375px;\">135<\/td><td style=\"width: 78.359375px;\">\u00a0<\/td><td style=\"width: 114.515625px;\">135<\/td><td style=\"width: 93.421875px;\">11<\/td><td style=\"width: 137.609375px;\">124<\/td><\/tr><tr><td style=\"width: 175.765625px;\"><strong>Korvetten<\/strong><\/td><td style=\"width: 82.375px;\">55<\/td><td style=\"width: 78.359375px;\">22<\/td><td style=\"width: 114.515625px;\">33<\/td><td style=\"width: 93.421875px;\">86<\/td><td style=\"width: 137.609375px;\">-53<\/td><\/tr><tr><td style=\"width: 175.765625px;\"><strong>U-Boote<\/strong><\/td><td style=\"width: 82.375px;\">143<\/td><td style=\"width: 78.359375px;\">68<\/td><td style=\"width: 114.515625px;\">75<\/td><td style=\"width: 93.421875px;\">70<\/td><td style=\"width: 137.609375px;\">5<\/td><\/tr><tr><td style=\"width: 175.765625px;\"><strong>Patrouillenboote<\/strong><\/td><td style=\"width: 82.375px;\">295<\/td><td style=\"width: 78.359375px;\">10<\/td><td style=\"width: 114.515625px;\">285<\/td><td style=\"width: 93.421875px;\">59<\/td><td style=\"width: 137.609375px;\">226<\/td><\/tr><tr><td style=\"width: 175.765625px;\"><strong>Minenboote<\/strong><\/td><td style=\"width: 82.375px;\">151<\/td><td style=\"width: 78.359375px;\">8<\/td><td style=\"width: 114.515625px;\">143<\/td><td style=\"width: 93.421875px;\">49<\/td><td style=\"width: 137.609375px;\">94<\/td><\/tr><tr><td style=\"width: 712.046875px;\" colspan=\"6\"><strong>Nuklearwaffen<\/strong><\/td><\/tr><tr><td style=\"width: 175.765625px;\"><strong>nukleare Sprengk\u00f6pfe\u00b9<\/strong><\/td><td style=\"width: 82.375px;\">5.943<\/td><td style=\"width: 78.359375px;\">5.428<\/td><td style=\"width: 114.515625px;\">515<\/td><td style=\"width: 93.421875px;\">5.977<\/td><td style=\"width: 137.609375px;\">-5.462<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><p style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-size: 8pt;\">Abbildung 4: Vergleich der Milit\u00e4rst\u00e4rke der NATO und Russland<a href=\"applewebdata:\/\/9428D558-17B2-4447-9F2A-074FC5490AE6#_ftn37\" name=\"_ftnref37\"><strong>[37]<\/strong><\/a> (mit eigenen Berechnungen).<\/span><\/p><p>\u00a0<\/p><p style=\"font-weight: 400;\">Sollten sich die USA mittelfristig aus dem Konflikt zur\u00fcckziehen, w\u00e4re Europa damit auf sich allein gestellt. Dies w\u00fcrde bedeuten, dass selbiges quasi dem russischen B\u00e4ren fast schutzlos ausgeliefert w\u00e4re. Ein Blick auf die reinen Zahlen hinsichtlich der Milit\u00e4rst\u00e4rke der NATO, den USA sowie Russland, zeigen an wesentlichen Stellen ein <strong>quantitatives<\/strong>Defizit der NATO ohne die USA gg\u00fc. Russland auf. Auff\u00e4llig ist vor allem die nukleare St\u00e4rke Russlands, die sich rein zahlenm\u00e4\u00dfig mit den USA in etwa auf einer H\u00f6he befinden. Hinzukommen <strong>qualitative<\/strong> Unterschiede in den Waffentechnologien sowie den milit\u00e4rischen Erfahrungen der Truppen. Auch wenn Russland im Zuge des Kriegsverlaufs viel an Reputation verloren haben mag, darf nicht vergessen werden, dass insbesondere russische Truppen und auch die Generalit\u00e4t viel mehr Erfahrungen gesammelt haben, als die meisten der europ\u00e4ischen NATO-Mitglieder. Zudem verdeutlichen Abbildung 1 und 2 wie stark das Ungleichgewicht innerhalb der NATO ist. Mit der T\u00fcrkei ist einer der milit\u00e4risch wichtigsten Staaten des B\u00fcndnisses zugleich ein Akteur, der zunehmend einen Balanceakt zwischen Moskau und Br\u00fcssel versucht.<\/p><p>\u00a0<\/p><h2 style=\"font-weight: 400;\">Souver\u00e4nit\u00e4t durch Waffen<\/h2><p style=\"font-weight: 400;\">Vollst\u00e4ndige Souver\u00e4nit\u00e4t ist kein v\u00f6lkerrechtlich garantierter Status, sondern das Ergebnis von Machtpolitik. Dazu geh\u00f6ren wirtschaftliche sowie milit\u00e4rische St\u00e4rke. Die USA besitzen momentan noch beides, was sie auch zur einzigen Weltmacht werden lie\u00df. Deutschland besitzt nur die wirtschaftliche St\u00e4rke, w\u00e4hrend Russland in erster Linie eine milit\u00e4rische Macht darstellt. Aufgrund dieses milit\u00e4rischen Defizits sind sowohl Deutschland, wie auch andere NATO-Staaten dazu verdammt sich anderen Entit\u00e4ten anzuschlie\u00dfen, von denen sie Schutz gew\u00e4hrleistet bekommen. Um mittel- bis langfristig aus diesem Dilemma zu entkommen, bedarf es, dass die Staaten in Europa im Allgemeinen aufr\u00fcsten und sich milit\u00e4risch verst\u00e4rken, um eine Gleichstellung zu den USA herzustellen. Der Botschafter a. D. Dr. Eckhard L\u00fcbkemeier beantwortet dieses Dilemma mit seiner, meiner Meinung nach f\u00fcr Europa sehr passenden, Definition von Souver\u00e4nit\u00e4t: \u201e<em>Souver\u00e4n ist, wer Interdependenzen durch ein Gleichgewicht der Abh\u00e4ngigkeiten symmetrisch halten kann oder in der Lage ist, Abh\u00e4ngigkeiten zu akzeptablen Einbu\u00dfen an Sicherheit und Wohlstand zu beenden.<\/em>\u201c<a href=\"applewebdata:\/\/9428D558-17B2-4447-9F2A-074FC5490AE6#_ftn38\" name=\"_ftnref38\">[38]<\/a><\/p><p style=\"font-weight: 400;\">L\u00fcbkemeier zielt darauf ab, dass die europ\u00e4ischen Staaten in dieser multipolaren Weltordnung nur dann Souver\u00e4nit\u00e4t genie\u00dfen k\u00f6nnen, wenn sie sich als ein Akteur begreifen. \u00c4hnlich wie es zur Zeit der Ordnung nach dem Wiener Kongress war, m\u00fcsste eine europ\u00e4ische Sicherheitsarchitektur f\u00fcr eine Balance nicht nur auf dem eigenen Kontinent, sondern auch gg\u00fc. den Gro\u00dfm\u00e4chten au\u00dferhalb der Einflusssph\u00e4re \u2013 namentlich Russland, China und die USA \u2013 sorgen.<\/p><p style=\"font-weight: 400;\">Das in Abbildung 4<a href=\"applewebdata:\/\/9428D558-17B2-4447-9F2A-074FC5490AE6#_ftn39\" name=\"_ftnref39\">[39]<\/a> verdeutlichte Defizit auf dem Gebiet der Kernwaffen f\u00e4llt dabei besonders auf. Damit die europ\u00e4ischen Entit\u00e4ten tats\u00e4chlich gleichberechtigt und selbstbewusst gg\u00fc. den Gro\u00dfm\u00e4chten auftreten k\u00f6nnen, bedarf es vor allem der Schaffung bzw. der Absicherung einer nuklearen Abschreckung. Derzeit besitzen nur zwei europ\u00e4ische Staaten au\u00dfer dem eurasischen Russland Atomwaffen: Gro\u00dfbritannien und Frankreich. Ersteres ist der einzige \u201eJuniorpartner\u201c US-Amerikas, der tats\u00e4chlich auf Augenh\u00f6he mit demselben interagiert und daher aus europ\u00e4ischer Sicht als wenig zuverl\u00e4ssig betrachtet werden kann. Zweiter hegt mit Deutschland eine massive Konkurrenz und einen Wettstreit um die europ\u00e4ische Vormachtstellung. Zudem haben franz\u00f6sische Pr\u00e4sidenten schon des \u00d6fteren Avancen zur Rolle einer atomaren Schutzmacht f\u00fcr Europa gemacht.<a href=\"applewebdata:\/\/9428D558-17B2-4447-9F2A-074FC5490AE6#_ftn40\" name=\"_ftnref40\">[40]<\/a> Emmanuel Macron tat dies als amtierender Pr\u00e4sident u.a. am 15.02.2020 in einem ausgedehnten Interview mit Wolfgang Ischinger auf der M\u00fcnchner Sicherheitskonferenz.<a href=\"applewebdata:\/\/9428D558-17B2-4447-9F2A-074FC5490AE6#_ftn41\" name=\"_ftnref41\">[41]<\/a> Da die Franzosen entgegen der Bundesrepublik starke eigene nationale Interessen verfolgen, muss eine deutsche Regierung stets Vorsicht vor Paris wahren. Die Erweiterung oder gar die Anschaffung von Atomwaffen ist gem. dem Atomwaffensperrvertrag jedoch untersagt. Die etwa 300 franz\u00f6sischen Sprengk\u00f6pfe, welche zudem auf nur wenige Tr\u00e4gersysteme verteilt sind, reichen nicht aus, um nuklearen Schutz zu gew\u00e4hrleisten. Zwar sind Nuklearwaffen keine Duellwaffen, wie das bei konventionellen Systemen der Fall ist, doch bedarf es einer nennenswerten Gr\u00f6\u00dfe, um tats\u00e4chlich abschreckend zu wirken und den Schutz Europas vor den anderen atomaren Gro\u00dfm\u00e4chten aus Amerika und Asien zu gew\u00e4hrleisten. Es muss demnach in einem deutsch-franz\u00f6sischen Dialog auch er\u00f6rtert werden, ob die K\u00fcndigung des Atomwaffensperrvertrages zu Gunsten einer europ\u00e4ischen atomaren Schutzmacht eine Option darstellt. Solch ein Akt h\u00e4tte jedoch wahrscheinlich f\u00fcr die Beziehung mit den USA weitreichende Folgen.<a href=\"applewebdata:\/\/9428D558-17B2-4447-9F2A-074FC5490AE6#_ftn42\" name=\"_ftnref42\">[42]<\/a><\/p><p style=\"font-weight: 400;\">Die Abr\u00fcstung oder gar Abschaffung von Atomwaffen mag edel sein, ist jedoch naiv, da vollkommen aussichtslos. Keine souver\u00e4ne Macht verzichtet auf Atomwaffen, ohne dabei zumindest eine kalkulierbare alternative Schutzmacht sicher zu haben.<\/p><p style=\"font-weight: 400;\">Neben dem Ausbau eines atomaren europ\u00e4ischen Schutzschirms sind auch konventionelle Waffensysteme essentiell, zum einen f\u00fcr die Gew\u00e4hrleistung von Schutz, und im Zweifelsfalle auch zur Intervention im Sinne europ\u00e4ischer Interessen. Dass dies leistbar und finanzierf\u00e4hig ist, zeigt u.a. eine Studie des International Institute for Strategic Studies (IISS) aus dem Jahr 2019. In der Studie wird davon ausgegangen, dass die USA aus dem NATO-B\u00fcndnis austreten und das dadurch entstehende Vakuum von den europ\u00e4ischen Partnern kompensiert werden muss. Die Autoren gehen von zwei Szenarien aus:<\/p><ol><li>Gew\u00e4hrleistung des Schutzes von global essentiellen Seeverbindungen<\/li><li>Brennpunkt Baltikum: Angriff Russlands auf Litauen und Polen<\/li><\/ol><p style=\"font-weight: 400;\">Im Szenario 1 l\u00e4gen die Kosten zwischen 94 und 110 Milliarden US-Dollar, in Szenario 2 sind es 288 bis 357 Milliarden US-Dollar, wobei von einem Zeitraum von etwa 20 Jahren zur Anschaffung der Waffen ausgegangen wird.<a href=\"applewebdata:\/\/9428D558-17B2-4447-9F2A-074FC5490AE6#_ftn43\" name=\"_ftnref43\">[43]<\/a><\/p><p style=\"font-weight: 400;\">In einer prosperierenden Region wie der Westeuropas bedarf es lediglich des politischen Willens zur Ausgestaltung der eigenen Macht, um als Pol innerhalb der Multipolaren Weltordnung zu fungieren.<\/p><p>\u00a0<\/p><h2 style=\"font-weight: 400;\">Ein Vereintes Europa oder eine Vereinigung von R\u00e4umen?<\/h2><p style=\"font-weight: 400;\">Wie bereits mehrfach verdeutlicht, halte ich die Europ\u00e4ische Union aus verschiedenen Gr\u00fcnden f\u00fcr \u00fcbersch\u00e4tzt und im Kern instabil. Der Wesentlichste besteht in der Tatsache, dass sich die Entit\u00e4ten weniger als Europ\u00e4er, daf\u00fcr aber umso mehr als Nationen verstehen. Die EU hat keinen wahrhaftigen Mythos und sie ist wenig sinn- bzw. identit\u00e4tsstiftend. Eine W\u00e4hrungsunion aufzubauen in der Hoffnung, dass daraus eine politische Union gezwungenerma\u00dfen entsteht, war von Anbeginn zum Scheitern verurteilt. Hingegen ist eine milit\u00e4rische Zusammenarbeit zum Schutz der eigenen nationalen Interessen auf Grundlage einer Vertragsgemeinschaft durchaus vielversprechend. Denn dabei geht es um existenzielle Fragen, die eine supranationale Interaktion beg\u00fcnstigen. Sollten die USA sich tats\u00e4chlich weiter von Europa entfernen und die Bestrebungen, wie zuletzt durch die \u00c4u\u00dferung des franz\u00f6sischen Pr\u00e4sidenten \u00fcber die Vasallenschaft gg\u00fc. den USA verdeutlicht, weiter anwachsen, w\u00fcrde eine derartige vertraglich gesicherte Allianz wahrscheinlicher werden. Auf jeden Fall ist eine Milit\u00e4runion durchaus attraktiver f\u00fcr alle Staaten in Europa.<\/p><p style=\"font-weight: 400;\">F\u00fcr Deutschland, welches am wenigsten Souver\u00e4nit\u00e4t gg\u00fc. der Siegermacht USA besitzt, ist es zudem ratsam, zun\u00e4chst im Windschatten der Franzosen zu fahren. Eine Union in Europa ist mittelfristig eher unwahrscheinlich. Selbst ein eigenes Milit\u00e4rb\u00fcndnis neben der NATO ist noch in weiter Ferne, kann jedoch durch einen \u201eSchwarzen Schwan\u201c, wie weiteren milit\u00e4rischen Auseinandersetzungen in Europa oder der m\u00f6glichen Ausweitung des Ukraine-Krieges eintreten.<\/p><p style=\"font-weight: 400;\">Am wahrscheinlichsten ist eine mittel- bis langfristige, jedoch langsam sich entwickelnde Raumordnung mit mehreren Polen innerhalb Europas. Dominik Schwarzenberger hat hierzu in seinem Fachartikel \u201eEuropa der R\u00e4ume\u201c<a href=\"applewebdata:\/\/9428D558-17B2-4447-9F2A-074FC5490AE6#_ftn44\" name=\"_ftnref44\">[44]<\/a> erste wertvolle \u00dcberlegungen dazu gesponnen. Das w\u00fcrde bedeuten, dass mehrere Gro\u00dfraum-Nationen<a href=\"applewebdata:\/\/9428D558-17B2-4447-9F2A-074FC5490AE6#_ftn45\" name=\"_ftnref45\">[45]<\/a> auf der Halbinsel entst\u00fcnden und in Interaktion zueinander treten w\u00fcrden. Alleine schon aus Sicht auf die rivalisierenden Beziehungen zwischen den Entit\u00e4ten ist dies am wahrscheinlichsten. Deutschland und Frankreich sind beide Treiber und Gestalter der Europ\u00e4ischen Ordnung. Sie sollten und werden auch Gestalter der kommenden Friedensordnung sein. Eine Grundvoraussetzung daf\u00fcr ist jedoch, dass beide nicht mehr miteinander rivalisieren. Anstatt auf die Vernunft beider Staaten zu hoffen ist es daher zielf\u00fchrend, beiden Staaten die M\u00f6glichkeit der Vormacht innerhalb ihrer Gro\u00dfraum-Nationen zuzusprechen. Frankreich wird als Atommacht genauso ein Interesse haben weiterhin mit der Wirtschaftsmacht Deutschland zusammenzuarbeiten. Ein Europa der R\u00e4ume w\u00fcrde diese Allianz zumindest nachhaltig beg\u00fcnstigen.<\/p><p style=\"font-weight: 400;\">Deutschland wird seine Pflicht als Ordnungsmacht auf der Eurasischen Halbinsel leisten, wie es Frankreich tun wird. Dazu m\u00fcssen nationale Egoismen jedoch den europ\u00e4ischen, vielleicht zun\u00e4chst Gro\u00dfraumnationalen Interessen weichen.<\/p><p style=\"font-weight: 400;\">Europa als ein Machtpol in einer Multipolaren Weltordnung zwischen Russland, China und den USA muss kein Traum bleiben.<\/p><p>\u00a0<\/p><p>\u00a0<\/p><p>\u00a0<\/p><p>\u00a0<\/p><p><a href=\"applewebdata:\/\/9428D558-17B2-4447-9F2A-074FC5490AE6#_ftnref1\" name=\"_ftn1\">[1]<\/a> Siehe dazu Steinborn, P. (2022, S. 55). Quo vadis, Europa? Europ\u00e4ische Zukunft aus Sicht der CIA und amerikanischer Geostrategen. Erschienen in AGORA Europa, Ausgabe 3, Dezember 2022. MetaPol Verlag & Medien, Berlin.<\/p><p><a href=\"applewebdata:\/\/9428D558-17B2-4447-9F2A-074FC5490AE6#_ftnref2\" name=\"_ftn2\">[2]<\/a> Insbesondere die eurokritische Rechte verkennt den Einfluss der EU-Institutionen und die Manifestation von Vertragswerken. Die EU ist ein Papiertiger. Innerhalb der Europ\u00e4ischen Union ist eine Renationalisierung der Mitgliedsstaaten erkennbar.<\/p><p><a href=\"applewebdata:\/\/9428D558-17B2-4447-9F2A-074FC5490AE6#_ftnref3\" name=\"_ftn3\">[3]<\/a> Einige wollen allerdings in der EU einen Staatenbund sehen. Vgl. hierzu das Maastricht-Urteil des BVerfG vom 12.10.1993.<\/p><p><a href=\"applewebdata:\/\/9428D558-17B2-4447-9F2A-074FC5490AE6#_ftnref4\" name=\"_ftn4\">[4]<\/a> Schulz, M. (2009). In einem Interview auf <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/\">www.spiegel.de<\/a>. \u201eEine verkopfte Sache\u201c. Verf\u00fcgbar unter: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/politik\/eine-verkopfte-sache-a-0a0291e3-0002-0001-0000-000065489957\">https:\/\/www.spiegel.de\/politik\/eine-verkopfte-sache-a-0a0291e3-0002-0001-0000-000065489957<\/a> (16.04.2023).<\/p><p><a href=\"applewebdata:\/\/9428D558-17B2-4447-9F2A-074FC5490AE6#_ftnref5\" name=\"_ftn5\">[5]<\/a> Man denke z.B. an den Streit im Umgang mit Fl\u00fcchtlingen. Abkommen und Gesetzgebungen zur EU-Asylpolitik haben in einigen L\u00e4ndern kaum bis gar keine Rolle gespielt.<\/p><p><a href=\"applewebdata:\/\/9428D558-17B2-4447-9F2A-074FC5490AE6#_ftnref6\" name=\"_ftn6\">[6]<\/a> Im Grunde genommen handelt es sich dabei um ein franz\u00f6sisch-deutsches Projekt, wie ich bereits in der letzten Ausgabe der AGORA Europa ausf\u00fchrte. Steinborn, P. (2022, S. 10). Ein Platz an der Tafel der K\u00f6nige Teil 1 \u2013 Europa: Machtzentrum oder Br\u00fcckenkopf?<\/p><p><a href=\"applewebdata:\/\/9428D558-17B2-4447-9F2A-074FC5490AE6#_ftnref7\" name=\"_ftn7\">[7]<\/a> Hastings Ismay, 1. Baron Ismay (1887-1965) war ein britischer General und Politiker, der in Indien und Somaliland bei der Zerschlagung der Derwische-Aufst\u00e4nde diente. Sp\u00e4ter wurde er pers\u00f6nlicher Stabschef des Premierministers Winston Churchill. Er war von 1952 bis 1957 der erste NATO-Generalsekret\u00e4r.<\/p><p><a href=\"applewebdata:\/\/9428D558-17B2-4447-9F2A-074FC5490AE6#_ftnref8\" name=\"_ftn8\">[8]<\/a> Die Anzahl der Kampfpanzer l\u00e4sst nicht zwingend auf die gesamte milit\u00e4rische St\u00e4rke einer Nation schlie\u00dfen (wie auch am Bsp. Russland zu erkennen), ist aber zumindest ein Indiz f\u00fcr Gr\u00f6\u00dfenverh\u00e4ltnisse im Bereich der milit\u00e4rischen Ausstattung. In anderen Bereichen sieht es analog aus. Die von Global Fire Power ermittelten Zahlen beinhalten nicht f\u00fcr das Jahr 2023 zu produzierende, sondern ausschlie\u00dflich die vorhandenen Einheiten, wobei nicht ersichtlich ist, wie viele davon tats\u00e4chlich einsetzbar und in welchem Zustand sie sind.<\/p><p><a href=\"applewebdata:\/\/9428D558-17B2-4447-9F2A-074FC5490AE6#_ftnref9\" name=\"_ftn9\">[9]<\/a> Auch die T\u00fcrken besitzen demnach mehr als achtmal so viele Panzereinheiten wie die gr\u00f6\u00dfte Volkswirtschaft Europas. Der milit\u00e4risch zweitst\u00e4rkste und zahlenm\u00e4\u00dfig die anderen NATO-Staaten weit \u00fcberlegene B\u00fcndnispartner ist ebenfalls kein Mitglied der EU bzw. ist die Zugeh\u00f6rigkeit zu Europa sowohl kulturell als auch kartografisch strittig.<\/p><p><a href=\"applewebdata:\/\/9428D558-17B2-4447-9F2A-074FC5490AE6#_ftnref10\" name=\"_ftn10\">[10]<\/a> STATISTA (2023). Anzahl der Kampfpanzer der einzelnen NATO-Mitgliedstaaten im Jahr 2023. Erschienen bei Statista im Februar 2023. Verf\u00fcgbar unter: <a href=\"https:\/\/de.statista.com\/statistik\/daten\/studie\/1296884\/umfrage\/kampfpanzer-der-einzelnen-nato-mitgliedstaaten\/\">https:\/\/de.statista.com\/statistik\/daten\/studie\/1296884\/umfrage\/kampfpanzer-der-einzelnen-nato-mitgliedstaaten\/<\/a>(16.04.2023).<\/p><p><a href=\"applewebdata:\/\/9428D558-17B2-4447-9F2A-074FC5490AE6#_ftnref11\" name=\"_ftn11\">[11]<\/a> STATISTA (2022). Truppenst\u00e4rke der Streitkr\u00e4fte der NATO nach Staaten von 1990 bis 2022. Erschienen bei Statista im Juni 2022. Verf\u00fcgbar unter: <a href=\"https:\/\/de.statista.com\/statistik\/daten\/studie\/36914\/umfrage\/streitkraefte-der-nato\/\">https:\/\/de.statista.com\/statistik\/daten\/studie\/36914\/umfrage\/streitkraefte-der-nato\/<\/a> (17.04.2023).<\/p><p><a href=\"applewebdata:\/\/9428D558-17B2-4447-9F2A-074FC5490AE6#_ftnref12\" name=\"_ftn12\">[12]<\/a> Vgl. dazu TELEPOLIS (2023). Nord-Stream-Ermittlungen: Lag Seymour Hersh doch richtig? Erschienen auf der Internetpr\u00e4senz <a href=\"http:\/\/www.telepolis.de\/\">www.telepolis.de<\/a> am 08.04.2023. Verf\u00fcgbar unter: <a href=\"https:\/\/www.telepolis.de\/features\/Nord-Stream-Ermittlungen-Lag-Seymour-Hersh-doch-richtig-8729812.html\">https:\/\/www.telepolis.de\/features\/Nord-Stream-Ermittlungen-Lag-Seymour-Hersh-doch-richtig-8729812.html<\/a> (17.04.2023).<\/p><p><a href=\"applewebdata:\/\/9428D558-17B2-4447-9F2A-074FC5490AE6#_ftnref13\" name=\"_ftn13\">[13]<\/a> An dieser Stelle sei an Macrons Auftritt in China erinnert, in dem er eine den USA vollkommen kontr\u00e4re Position zur China-Politik vertrat und sogar davon sprach, dass Frankreich kein Vasall der USA sei.<\/p><p><a href=\"applewebdata:\/\/9428D558-17B2-4447-9F2A-074FC5490AE6#_ftnref14\" name=\"_ftn14\">[14]<\/a> Die T\u00fcrkei lenkte zuletzt zwar zunehmend ein, hat dies aber sicherlich nicht ganz freiwillig getan, Erdogan steht kurz vor den Wahlen, hat innenpolitische Probleme und ist auf US-amerikanisches Geld angewiesen.<\/p><p><a href=\"applewebdata:\/\/9428D558-17B2-4447-9F2A-074FC5490AE6#_ftnref15\" name=\"_ftn15\">[15]<\/a> Auch der ungarische Ministerpr\u00e4sident Victor Orban weicht immer wieder von der NATO-Hauptlinie ab und forciert einen Balanceakt zwischen Moskau, Washington und Br\u00fcssel.<\/p><p><a href=\"applewebdata:\/\/9428D558-17B2-4447-9F2A-074FC5490AE6#_ftnref16\" name=\"_ftn16\">[16]<\/a> Hierzu vgl. KAS (2022). L\u00e4nderberichte: Der Russische Angriffskrieg gegen die Ukraine \u2013 Reaktionen auf dem Westbalkan. Ver\u00f6ffentlichung der Konrad-Adenauer-Stiftung am 09.03.2022. Verf\u00fcgbar unter: <a href=\"https:\/\/www.kas.de\/de\/laenderberichte\/detail\/-\/content\/der-russische-angriffskrieg-gegen-die-ukraine-reaktionen-auf-dem-westbalkan\">https:\/\/www.kas.de\/de\/laenderberichte\/detail\/-\/content\/der-russische-angriffskrieg-gegen-die-ukraine-reaktionen-auf-dem-westbalkan<\/a> (17.04.2023).<\/p><p><a href=\"applewebdata:\/\/9428D558-17B2-4447-9F2A-074FC5490AE6#_ftnref17\" name=\"_ftn17\">[17]<\/a> Finnland ist am 04.04.2023 offiziell der NATO beigetreten und Schweden steht zum Zeitpunkt des Verfassens dieses Textes kurz davor.<\/p><p><a href=\"applewebdata:\/\/9428D558-17B2-4447-9F2A-074FC5490AE6#_ftnref18\" name=\"_ftn18\">[18]<\/a> Siehe vor allem Kissinger, H. (2014). Weltordnung, 3. Auflage. C. Bertelsmann Verlag, M\u00fcnchen oder Kissinger, H. (2019). China. Zwischen Tradition und Herausforderung, 3. Auflage, C. Bertelsmann Verlag, M\u00fcnchen.<\/p><p><a href=\"applewebdata:\/\/9428D558-17B2-4447-9F2A-074FC5490AE6#_ftnref19\" name=\"_ftn19\">[19]<\/a> Der wohl wichtigste Vertreter des Neo-Realismus hat sich wiederholt kritisch zum Ukraine-Krieg sowie zu dem Verhalten Washingtons gg\u00fc. Moskau ge\u00e4u\u00dfert.<\/p><p><a href=\"applewebdata:\/\/9428D558-17B2-4447-9F2A-074FC5490AE6#_ftnref20\" name=\"_ftn20\">[20]<\/a> Siehe dazu u.a. Brzezi\u0144ski, Z. (2017, S. 245 ff.). Die einzige Weltmacht. Amerikas Strategie der Vorherrschaft. Kopp-Verlag, Rottenburg.<\/p><p><a href=\"applewebdata:\/\/9428D558-17B2-4447-9F2A-074FC5490AE6#_ftnref21\" name=\"_ftn21\">[21]<\/a> Barnett, T. P. M. (2016, S. 227-283). Der Weg in die Weltdiktatur. Krieg und Frieden im 21. Jahrhundert. Die Strategie des Pentagon, 1. Auflage. J. K. Fischer Verlag, Gelnhausen\/Roth.<\/p><p><a href=\"applewebdata:\/\/9428D558-17B2-4447-9F2A-074FC5490AE6#_ftnref22\" name=\"_ftn22\">[22]<\/a> Unter Tittytainment verstand der Geostratege Zbigniew Brzezi\u0144ski die Herrschaft durch Softpower mittels Unterhaltung, bei der niedere Instinkte angeregt und ausgenutzt werden, um die beherrschten V\u00f6lker unter Kontrolle zu behalten. Oft wirkt der amerikanische Lebensstil mit seinem Fast Food und der Pornografie als einhergehend mit dem Tittytainment.<\/p><p><a href=\"applewebdata:\/\/9428D558-17B2-4447-9F2A-074FC5490AE6#_ftnref23\" name=\"_ftn23\">[23]<\/a> Obwohl sich die USA stark in Osteuropa engagieren, kehrt zunehmend die Auffassung im Pentagon zur\u00fcck, dass die Weltinsel von \u00dcbersee aus nicht beherrscht werden kann. Es geht vielmehr nur noch darum zu verhindern, dass eine einzelne oder ein Zusammenschluss von Entit\u00e4ten Eurasien unter ihre Kontrolle bringen k\u00f6nnen. Diese Politik wurde unter Trump besonders deutlich und hat auch unter Biden keine Kehrtwende erfahren. Die USA pflegen keine Beziehungen zu einem Europa, sondern lediglich zu einzelnen europ\u00e4ischen Staaten.<\/p><p><a href=\"applewebdata:\/\/9428D558-17B2-4447-9F2A-074FC5490AE6#_ftnref24\" name=\"_ftn24\">[24]<\/a> Ich halte diesen Prozess jedoch f\u00fcr eine mittel- bis langfristige Entwicklung. Der Yuan wird den Dollar kurzfristig nicht abl\u00f6sen. Eher erwarte ich eine \u201eMultipolarisierung\u201c der W\u00e4hrungen, die jedoch schleichend kommt. Wie instabil China tats\u00e4chlich ist, kann in dem Interview zwischen Dominik Schwarzenberger und mir auf Gegenstrom nachgelesenen werden. Verf\u00fcgbar unter: <a href=\"https:\/\/gegenstrom.org\/das-grosse-china-interview-mit-dominik-schwarzenberger-iii-das-ende-der-weltordnung\/\">https:\/\/gegenstrom.org\/das-grosse-china-interview-mit-dominik-schwarzenberger-iii-das-ende-der-weltordnung\/<\/a> (06.05.2023).<\/p><p><a href=\"applewebdata:\/\/9428D558-17B2-4447-9F2A-074FC5490AE6#_ftnref25\" name=\"_ftn25\">[25]<\/a> Der Euro, das Pfund und der Yen, aber vor allem Rubel und Renminbi\/Yuan sind zunehmend beliebte W\u00e4hrungen geworden. Saudi-Arabien, das wichtigste \u00d6lf\u00f6rdernde Land der Welt, k\u00f6nnte auf Abwicklungen in US-Dollar komplett verzichten.<\/p><p><a href=\"applewebdata:\/\/9428D558-17B2-4447-9F2A-074FC5490AE6#_ftnref26\" name=\"_ftn26\">[26]<\/a> Vgl. hierzu Eichengreen, B. et al (2022). The Stealth Erosion of Dollar Dominance: Active Diversifiers and the Rise of Nontraditional Reserve Currencies. Working Paper vom IMF. Ausgabe WP\/22\/58. Verf\u00fcgbar unter: <a href=\"https:\/\/www.imf.org\/en\/Publications\/WP\/Issues\/2022\/03\/24\/The-Stealth-Erosion-of-Dollar-Dominance-Active-Diversifiers-and-the-Rise-of-Nontraditional-515150\">https:\/\/www.imf.org\/en\/Publications\/WP\/Issues\/2022\/03\/24\/The-Stealth-Erosion-of-Dollar-Dominance-Active-Diversifiers-and-the-Rise-of-Nontraditional-515150<\/a> (09.06.2023)<\/p><p><a href=\"applewebdata:\/\/9428D558-17B2-4447-9F2A-074FC5490AE6#_ftnref27\" name=\"_ftn27\">[27]<\/a> Obwohl der \u00f6konomische sowie demografische Anteil weltweit steigen, sind alle BRICS-Staaten innenpolitisch sehr gespalten und von instabilen Gesellschaften bewohnt. Die BRICS werden sich erst beweisen m\u00fcssen, weshalb zun\u00e4chst vor \u00dcberbewertung gewarnt sei.<\/p><p><a href=\"applewebdata:\/\/9428D558-17B2-4447-9F2A-074FC5490AE6#_ftnref28\" name=\"_ftn28\">[28]<\/a> Der Anteil am weltweiten BIP aller G7-L\u00e4nder betr\u00e4gt heute nur noch 31 Prozent. Siehe dazu DESTATIS (2023). G7 Wirtschaft und Finanzen. Statistisches Bundesamt. Verf\u00fcgbar unter: <a href=\"https:\/\/www.destatis.de\/DE\/Themen\/Laender-Regionen\/Internationales\/Thema\/allgemeines-regionales\/G7\/Wirtschaft\/_kapitel_eins.html\">https:\/\/www.destatis.de\/DE\/Themen\/Laender-Regionen\/Internationales\/Thema\/allgemeines-regionales\/G7\/Wirtschaft\/_kapitel_eins.html<\/a> (22.04.2023).<\/p><p><a href=\"applewebdata:\/\/9428D558-17B2-4447-9F2A-074FC5490AE6#_ftnref29\" name=\"_ftn29\">[29]<\/a> Vgl. STATISTA (2022). G7 repr\u00e4sentieren nur 10% der Welt. Ver\u00f6ffentlicht am 27.06.2022 von Mathias Brandt auf statista.com. Verf\u00fcgbar unter: <a href=\"https:\/\/de.statista.com\/infografik\/27683\/anteil-der-g7-staaten-an-weltbevoelkerung-und-am-weltweiten-bip\/\">https:\/\/de.statista.com\/infografik\/27683\/anteil-der-g7-staaten-an-weltbevoelkerung-und-am-weltweiten-bip\/<\/a>(22.04.2023).<\/p><p>und L\u00e4nderdaten (2023). Die 5 BRICS-Staaten. Verf\u00fcgbar unter: <a href=\"https:\/\/www.laenderdaten.info\/staatenbuendnis\/brics-staaten.php\">https:\/\/www.laenderdaten.info\/staatenbuendnis\/brics-staaten.php<\/a>(22.04.2023)<\/p><p><a href=\"applewebdata:\/\/9428D558-17B2-4447-9F2A-074FC5490AE6#_ftnref30\" name=\"_ftn30\">[30]<\/a> An dieser Stelle sei gesagt, dass der Aufstieg der genannten Entit\u00e4ten nicht \u00fcberbewertet werden darf. Von einer Abl\u00f6sung der USA durch eine der M\u00e4chte kann nicht die Rede sein. Jedoch k\u00f6nnen Projekte wie die Belt and Road Initiative oder der International North-South Transportation Corridor (INSTC) zu massiven Wechseln f\u00fchren. Siehe zur INSTC u.a. auf ARIC (2023). International North-South Transport Corridor (INSTC). Asia Regional Integration Center. Verf\u00fcgbar unter: <a href=\"https:\/\/aric.adb.org\/initiative\/international-north-south-transport-corridor\">https:\/\/aric.adb.org\/initiative\/international-north-south-transport-corridor<\/a> (22.04.2023).<\/p><p><a href=\"applewebdata:\/\/9428D558-17B2-4447-9F2A-074FC5490AE6#_ftnref31\" name=\"_ftn31\">[31]<\/a> Es handelt sich um NIC (2017). Global Trends. Paradox of Progress. Erschienen Januar 2017. Verf\u00fcgbar unter: <a href=\"https:\/\/www.dni.gov\/files\/documents\/nic\/GT-Full-Report.pdf\">https:\/\/www.dni.gov\/files\/documents\/nic\/GT-Full-Report.pdf<\/a> (22.04.2023).<\/p><p><a href=\"applewebdata:\/\/9428D558-17B2-4447-9F2A-074FC5490AE6#_ftnref32\" name=\"_ftn32\">[32]<\/a> Ich will darauf hinweisen, dass ich den Westen keinesfalls als eine Zivilisation betrachte. Jedoch sind alle im Westen verhafteten Zivilisationen im Zerfall begriffen.<\/p><p><a href=\"applewebdata:\/\/9428D558-17B2-4447-9F2A-074FC5490AE6#_ftnref33\" name=\"_ftn33\">[33]<\/a> Die Schlussakte wurde am 01.08.1975 von 31 europ\u00e4ischen Staaten, der T\u00fcrkei, den USA, Kanada und der Sowjetunion in Helsinki unterzeichnet. Sie ist eine Folge der seit 1973 anhaltenden Konferenz \u00fcber Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (KSZE), die 1995 in die Organisation f\u00fcr Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) m\u00fcndete.<\/p><p><a href=\"applewebdata:\/\/9428D558-17B2-4447-9F2A-074FC5490AE6#_ftnref34\" name=\"_ftn34\">[34]<\/a> Die Charta beinhaltet vor allem die Schaffung einer neuen friedlichen Ordnung in Europa nach der Wiedervereinigung Deutschlands und der sp\u00e4ter eingetretenen Beendigung des Kalten Krieges.<\/p><p><a href=\"applewebdata:\/\/9428D558-17B2-4447-9F2A-074FC5490AE6#_ftnref35\" name=\"_ftn35\">[35]<\/a> \u00dcber den Bruch der Prinzipien VII und IX l\u00e4sst sich streiten. Siehe dazu OSCE (1975, S. 4-10). Schlussakte von Helsinki. Verf\u00fcgbar unter: <a href=\"https:\/\/www.osce.org\/files\/f\/documents\/6\/e\/39503.pdf\">https:\/\/www.osce.org\/files\/f\/documents\/6\/e\/39503.pdf<\/a> (23.04.2023).<\/p><p><a href=\"applewebdata:\/\/9428D558-17B2-4447-9F2A-074FC5490AE6#_ftnref36\" name=\"_ftn36\">[36]<\/a> Die Rede von Kissinger ist hier komplett ver\u00f6ffentlicht worden: WEF (2023). A Conversation with Henry Kissinger: Historical Perspectives on War | Davos 2023. YouTube-Kanal des World Economic Forum. Verf\u00fcgbar unter: <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=lbCFnn_g_MI\">https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=lbCFnn_g_MI<\/a> (24.04.2023).<\/p><p><a href=\"applewebdata:\/\/9428D558-17B2-4447-9F2A-074FC5490AE6#_ftnref37\" name=\"_ftn37\">[37]<\/a> Die Zahlen stammen von STATISTA (2023A). Vergleich der Milit\u00e4rst\u00e4rke von NATO und Russland im Jahr 2023. Verf\u00fcgbar unter: <a href=\"https:\/\/de.statista.com\/statistik\/daten\/studie\/379080\/umfrage\/vergleich-des-militaers-der-nato-und-russlands\/\">https:\/\/de.statista.com\/statistik\/daten\/studie\/379080\/umfrage\/vergleich-des-militaers-der-nato-und-russlands\/<\/a> (24.04.2023) und STATISTA (2023B). Kennzahlen zur milit\u00e4rischen St\u00e4rke der USA im Jahr 2023. Verf\u00fcgbar unter: <a href=\"https:\/\/de.statista.com\/statistik\/daten\/studie\/1086471\/umfrage\/militaerische-staerke-der-usa\/\">https:\/\/de.statista.com\/statistik\/daten\/studie\/1086471\/umfrage\/militaerische-staerke-der-usa\/<\/a> (24.04.2023).<\/p><p><a href=\"applewebdata:\/\/9428D558-17B2-4447-9F2A-074FC5490AE6#_ftnref38\" name=\"_ftn38\">[38]<\/a> SWP (2020, S. 5). Europa schaffen mit eigenen Waffen? Chancen und Risiken europ\u00e4ischer Selbstverteidigung. Studie der Stiftung Wissenschaft und Politik. Deutsches Institut f\u00fcr Internationale Politik und Sicherheit. Autor Eckhard L\u00fcbkemeier, Berlin.<\/p><p><a href=\"applewebdata:\/\/9428D558-17B2-4447-9F2A-074FC5490AE6#_ftnref39\" name=\"_ftn39\">[39]<\/a> Hier sei angemerkt, dass nicht endg\u00fcltig gesagt werden kann, welche Waffentechnik Russland bereits im Krieg aufgebraucht hat und in welchem Zustand im Allgemeinen die auch zum Teil aus der Sowjetunion stammenden technischen Einheiten sind. Derzeit fehlt Russland zudem die industrielle Kapazit\u00e4t, um die wom\u00f6glich enormen quantitativen Verluste zu kompensieren.<\/p><p><a href=\"applewebdata:\/\/9428D558-17B2-4447-9F2A-074FC5490AE6#_ftnref40\" name=\"_ftn40\">[40]<\/a> Eine kurze Darstellung der Avancen kann nachgelesen werden bei DGAP (2020). France and Germany Need a Dialogue on Nuclear Policy. No More Talking Past Each Other. Ein Kommentar von Shahin Vall\u00e9e bei der Deutschen Gesellschaft f\u00fcr Ausw\u00e4rtige Angelegenheiten. Verf\u00fcgbar unter: <a href=\"https:\/\/dgap.org\/sites\/default\/files\/article_pdfs\/dgap-commentary-2020-07-vallee.pdf\">https:\/\/dgap.org\/sites\/default\/files\/article_pdfs\/dgap-commentary-2020-07-vallee.pdf<\/a> (24.04.2023).<\/p><p><a href=\"applewebdata:\/\/9428D558-17B2-4447-9F2A-074FC5490AE6#_ftnref41\" name=\"_ftn41\">[41]<\/a> Das Interview ist u.a. einsehbar auf der Website der M\u00fcnchner Sicherheitskonferenz. Ver\u00f6ffentlicht am 15.02.2020. Verf\u00fcgbar unter: <a href=\"https:\/\/securityconference.org\/mediathek\/asset\/chairmans-interview-20200215-1115\/\">https:\/\/securityconference.org\/mediathek\/asset\/chairmans-interview-20200215-1115\/<\/a> (24.04.2023).<\/p><p><a href=\"applewebdata:\/\/9428D558-17B2-4447-9F2A-074FC5490AE6#_ftnref42\" name=\"_ftn42\">[42]<\/a> L\u00fcbkemeier untersucht diese Frage in SWP (2020, S. 18-35).<\/p><p><a href=\"applewebdata:\/\/9428D558-17B2-4447-9F2A-074FC5490AE6#_ftnref43\" name=\"_ftn43\">[43]<\/a> IISS (2019, S. 35-41). Defending Europe: scenario-based capability requiremnets for NATO\u2019s European members. Erschienen im April 2019 bei The International Insitute for Strategic Studies, London, Washington, Singapore, Manama.<\/p><p><a href=\"applewebdata:\/\/9428D558-17B2-4447-9F2A-074FC5490AE6#_ftnref44\" name=\"_ftn44\">[44]<\/a> Erschienen in der AGORA Europa III, S. 68-72.<\/p><p><a href=\"applewebdata:\/\/9428D558-17B2-4447-9F2A-074FC5490AE6#_ftnref45\" name=\"_ftn45\">[45]<\/a> Obgleich Carl Schmitt den Nationsbegriff scharf von dem Gro\u00dfraum trennte, kann auch ein Gro\u00dfraum einen nationalen Charakter haben. D.h. die Bewohner dieses Gro\u00dfraums f\u00fchlen sich einer Nation zugeh\u00f6rig. Beispiele gibt es reichlich aus der Geschichte. Rom ist ein sehr pr\u00e4gendes. 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