{"id":8815,"date":"2022-06-20T17:47:28","date_gmt":"2022-06-20T15:47:28","guid":{"rendered":"https:\/\/gegenstrom.org\/?p=8815"},"modified":"2022-06-20T17:47:28","modified_gmt":"2022-06-20T15:47:28","slug":"das-grosse-usa-interview-mit-dominik-schwarzenberger-i-buergerkriegsland-usa","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gegenstrom.org\/en\/das-grosse-usa-interview-mit-dominik-schwarzenberger-i-buergerkriegsland-usa\/","title":{"rendered":"Das gro\u00dfe USA-Interview mit Dominik Schwarzenberger I: B\u00fcrgerkriegsland USA?"},"content":{"rendered":"<p><em><strong>Dominik Schwarzenberger<\/strong> ist Historiker und Politikwissenschaftler. Er forscht auf den Gebieten der Ethnologie, Religionswissenschaft und zu allgemeinen Identit\u00e4tsfragen, was ihn zu einem ausgewiesenen Analysten zu geopolitischen Aspekten macht. Aufgrund seiner diversifizierten Studienausrichtungen ber\u00e4t er zudem internationale Denkfabriken. Seine Analysen wurden in zahlreichen Magazinen und Zeitschriften, so z.B. Neue Ordnung, Hier &amp; Jetzt und <a href=\"https:\/\/gegenstrom.org\/en\/shop\/agora-europa\/agora-europa-the-great-reset\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">AGORA EUROPA<\/a>, ver\u00f6ffentlicht. Des Weiteren erschienen mehrere Ver\u00f6ffentlichungen im Jungen Forum. Zu seinen Buchver\u00f6ffentlichen geh\u00f6ren \u201e<a href=\"https:\/\/gegenstrom.org\/en\/shop\/buecher\/paneuropa-und-totaler-mensch\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Paneuropa und totaler Mensch. Das politische Denken Richard Coudenhove-Kalergis<\/a>\u201c (Archiv der Zeit 2008) sowie \u201eTerra Incognita \u2013 Das andere Amerika. Identit\u00e4re Str\u00f6mungen und Bestrebungen in Lateinamerika\u201c (Regin 2009) zusammen mit Wolfgang Bendel<\/em><em>.<\/em><\/p>\n<p><em>Nachfolgend ver\u00f6ffentlichen wir ein Gespr\u00e4ch zwischen ihm und <strong>Peter Steinborn<\/strong>. Das Gespr\u00e4ch ist in zwei Teilen untergliedert. Hier erfolgt die Ver\u00f6ffentlichung des <strong>Teil I<\/strong>. Die Redaktion<\/em><\/p>\n<p><strong>P.S.: Sehr geehrter Herr Schwarzenberger, ich freue mich, dass Sie wieder f\u00fcr ein Interview Zeit gefunden haben. Nach dem letzten <a href=\"https:\/\/gegenstrom.org\/en\/das-grosse-china-interview-mit-dominik-schwarzenberger-i-die-ueberschaetze-supermacht\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">gro\u00dfen China-Interview<\/a> ist einiges auf dem geopolitischen Schachbrett geschehen. Karten werden neu gemischt. Es zeichnen sich massive Verwerfungen ab und eine neue weltpolitische Ordnung k\u00fcndigt sich an. Heute wollen wir uns mit den USA, die bis heute als unangefochtene Weltmacht fungieren, befassen.<\/strong><\/p>\n<p>Wie immer m\u00f6chte ich zun\u00e4chst Fragen nach der Identit\u00e4t stellen. Dadurch erhalten wir einen ersten guten Einblick in die Thematik. Damit haben wir die Grundlage f\u00fcr weitere Betrachtungen aus der Vogelperspektive.<\/p>\n<p>Die heutige USA ist von europ\u00e4ischen Siedlern gegr\u00fcndet worden. So mancher europ\u00e4ische Ethnostaatler (siehe z. B. Johannes Scharf oder Guillaume Faye) sieht im US-amerikanischen \u201eVolk\u201c ein Brudervolk. Kulturell und politisch allerdings sind die USA jedoch so ziemlich von Europa emanzipiert. Geopolitisch sogar tonangebend. Inwieweit unterscheiden sich die USA von ihrem europ\u00e4ischen Pendant? Welche sind aus Ihrer Sicht die wichtigsten Bruchlinien zu Europa?<\/p>\n<p><strong>D.S.:<\/strong> Den fundamentalen Bruch sehe ich im amerikanischen \u201eExzeptionalismus\u201c: dieser postuliert eine Sonderstellung unter allen Staaten. Die USA sind eine jungfr\u00e4uliche Geburt: die Gr\u00fcnderv\u00e4ter strebten den absoluten Neustart ohne historische Vorfahren an. Das wurde lange nicht von allen Siedlern so geteilt, die sich trotz alledem in britischer Tradition begriffen. Ich kenne sonst kein anderes Nationsmodell, das auf staatliche Kontinuit\u00e4t verzichtet. Die lateinamerikanische Staatenwelt beschwor entweder das Europ\u00e4ische oder das Indianische als Nationsmythos, die USA dagegen betrachteten sich als von allem historischen Ballast losgel\u00f6st und sahen ihr Land als eine Art neuen Planeten \u2013 deshalb spielte das Indianische nie eine Rolle, es st\u00f6rte nur.<\/p>\n<p>Das Gr\u00fcndungsmotiv, das den Exzeptionalismus bedingt, ist ebenso einzigartig wegen seines Doppelcharakters: religi\u00f6s wie liberal-demokratisch. Zur Gr\u00fcnderzeit passte das noch zusammen, weil egalit\u00e4r, republikanisch und universell. Beide in Europa verfolgten Vertreter teilten die erw\u00e4hnte Sehnsucht nach absolutem Neuanfang. Die Verfassung wurde dann doppelt als liberal-aufkl\u00e4rerisch sowie von Gott inspiriert interpretiert.<\/p>\n<p>Alle anderen vermeintlichen Besonderheiten wie Auserw\u00e4hltheitsdenken, missionarischer Eifer und Expansionsdrang sehe ich nicht als typisch US-amerikanisch. Das findet man auch bei anderen Nationen. Besonders die Analogie zu Russland ist verbl\u00fcffend: Die Weite des Raums und das Ignorieren von autochthonen V\u00f6lkern zwangen zur st\u00e4ndigen Expansion. Der Nationalmythos burischer S\u00fcdafrikaner weist eine weitere Parallele auf: Auch sie streben das neue Zion an.<\/p>\n<p>Die US-amerikanische Nationsidee fu\u00dft in Zeiten der S\u00e4kularisierung nur noch auf dem liberalen Fundament, das immer mehr erodiert. Das religi\u00f6se, kulturelle, sprachliche und rassische Fundament (wei\u00df, angels\u00e4chsisch, protestantisch) wurde schon l\u00e4ngst aufgegeben. So kann keine Nation \u00fcberleben.<\/p>\n<p><strong>P.S.: Was ist das typisch Amerikanische? Der Pioniergeist?<\/strong><\/p>\n<p><strong>D.S.:<\/strong> Das Bewusstsein der historischen Unbelastetheit sehe ich als typisch an, nicht vom verdorbenen europ\u00e4ischen Virus infiziert zu sein. Allerdings scheint da ein Minderwertigkeitskomplex zu erwachsen. Die protestantischen Puritaner identifizierten sich immerhin mit dem fr\u00fchen noch wandernden Volk Israel, benannten ihre St\u00e4dte nach alttestamentarischen Vorbildern.<\/p>\n<p>Der Pionier- und Unternehmensgeist ist nicht von der Hand zu weisen, aber auch da waren nur Teile der Einwanderer erfasst, obwohl das ja eigentlich in der Natur von Auswanderern liegt. F\u00fcr Millionen Neuank\u00f6mmlinge im vermeintlichen \u201eLand der unbegrenzten M\u00f6glichkeiten\u201c kam bald die Ern\u00fcchterung und sie verharrten in Apathie in den Gro\u00dfst\u00e4dten. F\u00fcr die fr\u00fchen Pioniere der Ostk\u00fcste und die Siedler der Westexpansion trifft die g\u00e4ngige Beschreibung zu. Die Eigenheit, dem Staat zu misstrauen und das Leben eigenverantwortlich zu meistern, resultiert wohl aus dem Umstand, dass die Besiedlung in Eigenregie ohne staatliche Unterst\u00fctzung erfolgte, d. h. die Siedler sorgten f\u00fcr Bodenerschlie\u00dfung, Verwaltung, Sicherheit, Infrastruktur und Versorgung \u2013 alles hoheitliche Aufgaben. Es stimmt: In Amerika ist alles erlaubt, was nicht verboten ist \u2013 bei uns ist alles verboten, was nicht erlaubt ist.<\/p>\n<p>Den typischen Amerikaner kann es nicht geben, da die USA aus unterschiedlichen Naturr\u00e4umen und Rassen bestehen, die entsprechende Mentalit\u00e4ten bedingten. Der amerikanische Typus konnte sich aufgrund der rassisch und religi\u00f6s wechselnden Zuwanderung nie ausbilden, er bleibt unfertig.<\/p>\n<p><strong>P.S.: Wie gestalten sich die religi\u00f6sen Verh\u00e4ltnisse?<\/strong><\/p>\n<p><strong>D.S.:<\/strong> Das Land ist genauso zwischen Religi\u00f6sen und S\u00e4kularen polarisiert wie andere auch. Es wachsen die streng Religi\u00f6sen genauso wie die Atheisten und Gleichg\u00fcltigen, die Zwischenschattierungen schwinden. Die Religionen korrelieren weitgehend \u2013 bis auf die Katholiken \u2013 mit den Rassen und einigen Bundesstaaten.<\/p>\n<p>*Das Lager der strengen Evangelikalen stagniert, ist aber immer noch sehr einflussreich und mehrheitlich rechtskonservativ. Besonders Wei\u00dfe bekennen sich dazu, sind organisatorisch stark zersplittert und tendieren zur Republikanischen Partei.<\/p>\n<p>*Die traditionellen protestantischen Konfessionen fu\u00dfen auf Wei\u00dfen und Schwarzen, wobei die wei\u00dfen Gemeinden stark schrumpfen. Liberalere Positionen sind vorherrschend, bei Schwarzen auch sozialdemokratische.<\/p>\n<p>*Die Katholiken bestanden urspr\u00fcnglich aus europ\u00e4ischen Einwandern (v. a. Iren, Polen, Italiener) und tendierten aufgrund ihrer sozialen Marginalisierung zu Ideen der linken Mitte. Sie bekannten sich zur Demokratischen Partei. Mit dem massiven Zuwachs der Latinos w\u00e4chst die Katholische Kirche rasant an. Dank ebendieser Latinos kam es zu einem Rechtsruck im Katholizismus und die Republikaner werden zunehmend interessant.<\/p>\n<p>*Die Mormonen sind eine US-Besonderheit, sie wachsen aufgrund gro\u00dfer Missionierungsanstrengungen und hoher Geburtenzahlen besonders schnell. Ich bezeichne sie als die heimliche US-Nationalreligion, da sie theologisch auf Nordamerika zugeschnitten sind. Die Mormonen fu\u00dfen auf den Wei\u00dfen und zeigen sich besonders konservativ, werden von anderen Christen abgelehnt. Ihr Einfluss ist aufgrund ihrer Gesch\u00e4ftst\u00fcchtigkeit erheblich und mit dem Staat Utah besitzen sie ein eigenes Territorium, das sie pr\u00e4gen.<\/p>\n<p>*Die USA beherbergen die zweitgr\u00f6\u00dfte oder sogar die gr\u00f6\u00dfte j\u00fcdische Gemeinde der Erde. Es sind mehrheitlich europ\u00e4ischst\u00e4mmige Aschkenasim, die sich theologisch und politisch stark unterscheiden. Die Strengreligi\u00f6sen nehmen aufgrund hoher Geburtenraten erheblich zu, w\u00e4hrend die S\u00e4kularen und liberalen Reformjuden zu interreligi\u00f6sen Mischehen neigen und sich verringern. Wie in der gesamten Diaspora finden sich Zionisten wie Antizionisten, wobei die Zionisten in den christlichen Zionisten (meist Evangelikale) treue Verb\u00fcndete finden, um die US-Au\u00dfenpolitik zu beeinflussen. Genau wie in Lateinamerika findet sich der Antisemitismus unter allen Rassen.<\/p>\n<p>*Die muslimische Minderheit ist dreifach gespalten: Es gibt die alteingesessenen gem\u00e4\u00dfigten unauff\u00e4lligen Muslime aus dem Osmanischen Reich, die sehr kleine Gruppe alteingesessener schwarzer Muslime, die in Teilen den Charakter einer rassistischen Ethnoreligion (\u201eBlack Muslims\u201c) annehmen, und es gibt die neu eingewanderten Muslime, die tendenziell Parallelgesellschaften ausbilden. Der 11. September brachte ein Klima des Misstrauens mit sich. Letztere Muslim-Gruppe weist Radikalisierungstendenzen auf.<\/p>\n<p>*Buddhisten und Hindus haben ihre eigenen Strukturen, verhalten sich unauff\u00e4llig und konform.<\/p>\n<p><strong>P.S.: Die USA wird aus europ\u00e4ischer Sicht wie ein ethnisch-kultureller \u201eMelting Pott\u201c betrachtet. Es ist schwierig, eine Aussage dar\u00fcber zu treffen, was oder wer denn ein wirklicher US-Amerikaner ist. Mit Barack Obama ist diese zumindest ethnische Vermischung plastisch anschaubar geworden. Ist der US-Amerikaner \u00fcberhaupt noch ein Europ\u00e4er im ethnischen Sinne?<\/strong><\/p>\n<p><strong>D.S.:<\/strong> Nein, fr\u00fcher ja, da die wenigen Nichtwei\u00dfen am Rande der Gesellschaft ohne Gestaltungsm\u00f6glichkeiten standen. Mit deren Zunahme \u00e4nderte sich das ethnographische Bild erheblich. Einen Schmelztiegel haben wir heute weder rassisch noch kulturell: Die interrassischen Beziehungen sind sehr m\u00e4\u00dfig, gleichwohl Mischehen und multirassische Identit\u00e4ten deutlich zunehmen, insgesamt aber immer noch auf einem niedrigen Niveau sind. Kulturell begeistert der amerikanische Mythos nur einen Teil der nichtwei\u00dfen Einwanderer. Vor allem Muslime und manche Asiaten bilden sprachlich-kulturelle Parallelgesellschaften und wollen den Weg \u201evom Tellerw\u00e4scher zum Million\u00e4r\u201c unter ihresgleichen meistern. Andererseits integriert sich das Gros der Asiaten und ozeanischer Einwanderer recht schnell.<\/p>\n<p>Die Rassenfrage gestaltet sich komplex und wird von Linken und Liberalen ignoriert oder instrumentalisiert. Es ist schon schwierig, Rassen einwandfrei zu klassifizieren: Wer geh\u00f6rt zu welcher Rasse? Zu den \u201eKaukasiern\u201c werden die Europ\u00e4ischst\u00e4mmigen genauso gez\u00e4hlt wie die Einwanderer aus Nordafrika und Westasien. Allerdings variieren gerade die mediterranen V\u00f6lker, Juden als Ethnoreligion und die multirassische Sprachgemeinschaft der Araber wie auch Iraner erheblich. Trotz aller Beteuerungen waren die USA rassistisch und De-facto am Ideal des Wei\u00dfen orientiert \u2013 mit einer sehr engen Auslegung: Was nicht rein wei\u00df ist, ist schwarz (so der Mischling Obama), w\u00e4hrend etwa f\u00fcr Brasilien das Gegenteil galt: was nicht ganz schwarz ist, ist schon wei\u00df (so wiederum Obama).<\/p>\n<p>Das Bild des US-Amerikaners hatte sich immer verschoben und erweitert, bis in unsere Tage der Beliebigkeiten. Das konnte auch gar nicht anders sein, da die Einwanderungswellen immer neue Volksgruppen brachten. Der anglo-keltische Charakter ging schon Anfang des 19. Jahrhunderts verloren, es gab nativistische Bestrebungen gegen die Masseneinwanderung von Deutschen, dann Italienern, Chinesen usw. Die fremdenfeindliche Abwehr resultierte wechselnd aus rassischen, sozialen, religi\u00f6sen und eugenischen Gr\u00fcnden. Die USA erfanden sich immer neu. Von einer amerikanischen Nation k\u00f6nnen wir erst ab 1918 sprechen, als systematisch im Zuge des Ersten Weltkriegs assimiliert wurde, vorher glichen die USA lateinamerikanischen Staaten, wo Nation nur Angelegenheit einer bestimmten Schicht war.<\/p>\n<p><strong>P.S.: Wie sieht denn die rassische Situation heute aus?<\/strong><\/p>\n<p><strong>D.S.:<\/strong><\/p>\n<p>*Die Wei\u00dfen wurden von 1914 bis 1945 erst zu Wei\u00dfen, davor war das v\u00f6lkische Bewusstsein je nach Ethnie noch lebendig. Die beiden Weltkriege mit ihrer Betonung des Amerikanischen und dem Kampf gegen alles Deutsche und dann auch Italienische l\u00f6schten vor\u00fcbergehend die alten Einzelbewusstseins aus und schuf ein wei\u00dfrassisches Bewusstsein, das damals noch mit dem gesamtamerikanischen korrelierte. Durch den wei\u00dfen Geburtenschwund f\u00fchlen sich die Wei\u00dfen bedroht und es kommt tendenziell zu Segregationsbewegungen (White Flight). Ein rein wei\u00dfer Staat als Alternative stellt aber noch die Ausnahme dar. Parallel zum rassisch-identit\u00e4ren Bewusstsein l\u00e4sst sich eine v\u00f6lkische Renaissance feststellen, die je nach Abstammung unterschiedlich stark verl\u00e4uft. Selbst bei den angeblich so assimilierten Deutschst\u00e4mmigen tut sich etwas. Iren, Polen, Griechen, Engl\u00e4nder, Ukrainer waren z. B. weit weniger von Mischehen betroffen. Das v\u00f6lkische Prinzip wird sich aufgrund des Vermischungsgrades unter den Wei\u00dfen aber nicht mehr vollst\u00e4ndig durchsetzen.<\/p>\n<p>*Die Schwarzen sind vom rassischen Bewusstsein besonders erfasst \u2013 und zwar weil sie auf ihre Rasse von den Wei\u00dfen erst reduziert wurden. Dennoch strebt momentan nur eine kleine Minderheit einen schwarzen Staat an. Die Schwarzen siedeln vor allem in den S\u00fcdstaaten, im ehemaligen Industrieg\u00fcrtel der Gro\u00dfen Seen und im Nordosten mit New York. Ein eigener Staat k\u00e4me nur im S\u00fcden in Betracht, wo sie aber auch nicht kompakt siedeln. Das schwarze Bev\u00f6lkerungswachstum ist \u00fcbrigens auch nur m\u00e4\u00dfig.<\/p>\n<p>*Die Indianer stehen jenseits der Gesellschaft und haben sich in ihrem Bestand \u00fcberraschend regeneriert.<\/p>\n<p>*Die Latinos oder Hispanics werden von den Wei\u00dfen v\u00f6llig \u00fcberbewertet. Sie sind gar keine Rasse, sondern eine Sprachgemeinschaft und mit dem katholischen Bekenntnis auch eine religi\u00f6s homogene Gruppe. Alle Rassetypen sind vertreten. Konsequenterweise wurden immer auch die spanischsprachigen und katholischen Philippinos dazu gez\u00e4hlt, die sich nun im Lager der Asiaten wiederfinden. Es gibt in Teilen ein Latino-Bewusstsein, genauso aber ein wei\u00dfrassisches, ein US-amerikanisches und v\u00f6lkisches. Puerto-Ricaner und Kubaner sondern sich besonders gern ab. Geopolitisch w\u00fcnscht folglich auch nur ein Teil den Anschluss an Mexiko, das gilt sogar f\u00fcr mexikanische Einwanderer (\u201eChicanos\u201c) als mit Abstand gr\u00f6\u00dfte Gruppe. Die \u201eNation of Aztl\u00e1n\u201c als neuer Latino-Staat im S\u00fcdwesten ist eine weitere Forderung, die nur m\u00e4\u00dfig Anh\u00e4nger findet.<\/p>\n<p>*Die Asiaten, zu denen Iraner und Araber nicht gez\u00e4hlt werden, sind rassisch, religi\u00f6s und kulturell am vielgestaltigsten. Meist sehr gut in Wirtschaft und Universit\u00e4tsbetrieb integriert, aber politisch und administrativ marginalisiert, streben nur Politsekten nach eigenen Staaten.<\/p>\n<p>*Die Juden als Ethnoreligion geh\u00f6ren meistens zu den europ\u00e4ischst\u00e4mmigen Aschkenasim und sind \u00fcberproportional im Finanzsektor, Politik, Medienkomplex und Kultur (Hollywood) vertreten. Die j\u00fcdische Lobby, die sich etwa zugunsten Israels einsetzt, mag besonders einflussreich sein, aber es gibt auch andere ethnische und religi\u00f6se pressure groups, die gern \u00fcbersehen werden. Politiker aller Couleur nutzen umgekehrt auch die gut organisierten, aber stark gespaltenen Juden.<\/p>\n<p><strong>P.S.: Wie gestaltet sich das Verh\u00e4ltnis zwischen den Rassen?<\/strong><\/p>\n<p>D.S.: Der Rassefrieden war immer wieder gest\u00f6rt und folglich h\u00e4ufig Thema der Politik, heute allerdings sehe ich das Klima irreversibel vergiftet. Rassenmischung nimmt leicht zu genauso wie mehr oder weniger freiwillige Rassensegregation. Rasse gleich Klasse wie so h\u00e4ufig in Lateinamerika trifft es inzwischen nicht mehr ganz. \u00dcberproportional viele Schwarze und Latinos stehen sozial unten, aber umgekehrt nicht die Wei\u00dfen oben. Man findet die Wei\u00dfen mittlerweile \u00fcberall, w\u00e4hrend wie erw\u00e4hnt Asiaten \u00fcberproportional sozial aufsteigen, politisch jedoch marginalisiert bleiben. Schwarze wie hispanische Mittelst\u00e4ndler sind auch keine so seltene Erscheinung mehr. Insgesamt k\u00f6nnen wir eine alle Rassen umfassende Verarmung feststellen.<\/p>\n<p>Die zwischenrassischen Konfliktlinien sind bemerkenswert, widerlegen sie doch linke wie rechte Narrative: Wei\u00df gegen nichtwei\u00df gibt es sehr selten, eher schon schwarz gegen nichtschwarz. Es werden sich noch interessante Konstellationen zugunsten der Wei\u00dfen ergeben. Besonders die sozial erfolgreichen Asiaten werden zum Hassobjekt der Schwarzen.<\/p>\n<p>Wei\u00dfe Rassisten in den USA sehen Rassechaos und Vermischung. Tats\u00e4chlich unterscheiden sich die Bundesstaaten erheblich voneinander, es gibt homogene und gemischte, wobei die gemischten selten das gesamte Spektrum umfassen. Ausnahmen sind Kalifornien und New York City, aber auch da gibt es homogene Bereiche.<\/p>\n<p><strong>P.S.: Welche Konsequenzen k\u00f6nnte der rassische Wandel Ihrer Ansicht nach haben \u2013 innenpolitisch wie au\u00dfenpolitisch?<\/strong><\/p>\n<p><strong>D.S.:<\/strong> Das hat gravierende Auswirkungen: Die Nichtwei\u00dfen \u2013 bis auf die gar nicht so kleine Gruppe an kulturell Assimilierten aller Rassen \u2013, haben keinen Bezug zum Gr\u00fcndungsmythos, weder zum liberalen noch zum religi\u00f6sen! Der Auserw\u00e4hltheitsgedanke fehlt folglich. Au\u00dferdem wird die amerikanische Identit\u00e4t immer beliebiger interpretiert bis sie keine Bindungskraft \u2013 der soziale Kitt \u2013 mehr auspr\u00e4gt. Innenpolitisch profitiert die Demokratische Partei, weil diese einen emanzipatorischen Kurs f\u00fcr Nichtwei\u00dfe f\u00e4hrt und sich eher f\u00fcr sozial Benachteiligte einsetzt. Zudem kann sie immer noch die katholische Bev\u00f6lkerung kanalisieren. Das steht gegen ihre Wertepolitik in Sachen Abtreibung, Familie und Todesstrafe. Solche sehr konservativen Themen, eigentlich eine Dom\u00e4ne der Republikaner, sind bei den Nichtwei\u00dfen besonders gefragt. Au\u00dfenpolitisch korreliert die rassische Ver\u00e4nderung interessanterweise mit dem globalen geopolitischen Trend: dem Bedeutungsverlust Europas. Das Interesse an Europa und auch dem Nahen Osten l\u00e4sst nach, da man speziell das Engagement f\u00fcr Israel nicht mehr rechtfertigen kann. Die Latinos blicken nach S\u00fcden und die Asiaten auf ihre Herkunftsregionen. Von wei\u00dfen Rassisten werden Juden gern als antiwei\u00dfe Aufwiegler denunziert, da sie unter B\u00fcrgerrechtsaktivisten und Linken besonders stark vertreten waren, aber mit Zunahme der Nichtwei\u00dfen w\u00e4chst auch der Antisemitismus und das Desinteresse f\u00fcr Israel.<\/p>\n<p><strong>P.S.: In 2017 lebten mehr als 80 Prozent der US-Amerikaner in St\u00e4dten oder Vorst\u00e4dten (in den EU-27 sind es weniger als 75 Prozent in 2020 gewesen). Der Verst\u00e4dterungstrend geht weiter. Um 1900 lebten ca. 75 Mio. Menschen dort. In 2026 werden es voraussichtlich fast 335 Mio. sein. Auch hier gab es eine Zahlenexplosion, wenn auch mit abnehmendem Trend. Wie wirkt sich das Ihrer Meinung nach auf die amerikanischen Identit\u00e4ten aus?<\/strong><\/p>\n<p><strong>D.S.:<\/strong> Die USA liegen im Trend, denn Urbanisierung mit zunehmenden Megast\u00e4dten (vor allem au\u00dferhalb Europas) sind inzwischen die Regel \u2013 und auch deren desastr\u00f6se Folgen: die Aufl\u00f6sung traditioneller Bindungen, Geburtenr\u00fcckgang und die Ersch\u00fctterung identit\u00e4rer Gewissheiten beschleunigen sich. In dieses Vakuum sto\u00dfen dann neue Identit\u00e4ten, n\u00e4mlich die bereits erw\u00e4hnten: rassisch, v\u00f6lkisch und territorial. Die Polarisierung nimmt durch die Urbanisierung weiter zu: Zentrum \u2013 Peripherie, Stadt \u2013 Land, religi\u00f6s \u2013 s\u00e4kular, nativistisch \u2013 kosmopolitisch, traditional \u2013 liberal.<\/p>\n<p>Bemerkenswert ist, dass die Rassen unterschiedlich stark von Verst\u00e4dterung betroffen sind: Wei\u00dfe, Schwarze und Indianer am st\u00e4rksten noch l\u00e4ndlich, asiatisch und hispanisch \u00fcberproportional st\u00e4dtisch. Die Juden als Ethnoreligion klar urban.<\/p>\n<p><strong>P.S.: Spielen die Indianer noch eine Rolle in der Gesellschaft? Wie sehen Sie deren Zukunft auf Hinblick der US-amerikanischen Gesellschaft?<\/strong><\/p>\n<p><strong>D.S.:<\/strong> Die Indianer spielen gar keine Rolle. Sie stehen immer noch abseits der Gesellschaft, entweder in Reservaten, als Subproletariat in den St\u00e4dten oder assimiliert. Amerika scheint hinter vorgehaltener Hand ein schlechtes Gewissen gegen\u00fcber seinen Ureinwohnern zu haben und f\u00fcrchtet die Konsequenzen.<\/p>\n<p>Auch von den anderen nichtwei\u00dfen Rassen werden die Indianer gekonnt ignoriert, gleichwohl es in den sp\u00e4ten 1960ern erfolglose Versuche eines \u201eFarbigen Blocks\u201c gab. Wir d\u00fcrfen nicht vergessen, dass ja auch die anderen Nichtwei\u00dfen Raumfremde sind.<\/p>\n<p>Die Indianer sind zerstritten und organisieren sich halbherzig als Indianer, eher noch v\u00f6lkisch und tribal. Die kulturellen Unterschiede zwischen ihnen sind riesengro\u00df, man beachte das gigantische Nordamerika. Den Indianer gibt es n\u00e4mlich genauso wenig wie den Europ\u00e4er. Die \u201eAmerican Indian Movement\u201c und radikalere Ableger unterhalten sporadische Verbindungen zu rassischen Separatisten, was nur konsequent ist, geopolitisch steht es jedoch schlecht um die Indianer: Was sollte ihr k\u00fcnftiges Vaterland sein? Die Reservate liegen weit auseinander verteilt und wirtschaftlich ohne Potenzial. Ich vermute, die Indianer werden sich am ehesten den Wei\u00dfen als geringstes \u00dcbel anschlie\u00dfen, was auch geopolitisch Sinn macht. Die assimilierten Indianer sind schon jetzt pro wei\u00df.<\/p>\n<p><strong>P.S.: Der Gr\u00fcndungsmythos der USA liegt tief in der Europ\u00e4ischen Aufkl\u00e4rung verwurzelt. Im Gegensatz zu europ\u00e4ischen Gesellschaften beruht die nationale Geschichte der USA von Anfang an auf der Idee einer \u201efreien Republik\u201c. Die Bill of Rights dienen heute als Vorbild einer modernen Staatsidee f\u00fcr die westlichen Demokratien schlechthin. Spielen monarchische oder genuin rechte Staatsideen \u00fcberhaupt eine Rolle in den Vereinigten Staaten?<\/strong><\/p>\n<p><strong>D.S.:<\/strong> Die religi\u00f6se Wurzel des Gr\u00fcndungsmythos liegt gerade nicht in der Aufkl\u00e4rung, nur der liberal-rationale mit dem Kult um die Menschenrechte.<\/p>\n<p>Was ist genuin rechts? Als rechts kann man den F\u00f6deralismus und das Subsidiarit\u00e4tsprinzip bewerten, vielleicht auch noch das urspr\u00fcngliche st\u00e4dtische Patriziertum und den halbadligen Gro\u00dfgrundbesitz der S\u00fcdstaaten. Eine echte Aristokratie hat es nie gegeben. Des Weiteren sind theokratische Gedanken mancher Religi\u00f6ser gegen Volkssouver\u00e4nit\u00e4t klar rechts.<\/p>\n<p>Von der aktuellen politischen Rechten kommen kaum echte rechte Forderungen, alles dreht sich um Rasse, was gerade nicht rechts ist. Eine Ausnahme sehe ich in manchen Katholischen Integralisten, Mormonen, Evangelikalen, Muslimen und Teilen der sehr heterogenen Milizbewegung, denn diese vertreten ein archaisches Modell der County-Nation, \u00e4hnlich dem Schweizer Kantonssystem mit Gottesherrschaft und traditionalen Werten. Im Grunde besteht das Gros der nichtfaschistischen Rechten aus Verfassungsfundamentalisten, die die Verfassung vor dem zentralistischen, etatistischen und kosmopolitischen Washington bewahren wollen. H\u00e4ufig gilt die Verfassung als von Gott inspiriert, weshalb da schon wieder ein theokratischer Zug verborgen liegt. Alles Ansichtssache.<\/p>\n<p>Bis auf folkloristische Spinner gibt es keine monarchistischen Forderungen, es fehlt an Ankn\u00fcpfungspunkten \u2013 mit einer Ausnahme: Hawaii, aber das betrifft ja nur diesen Staat.<\/p>\n<p><strong>P.S.: Die amerikanische Verfassung dient, wie eben schon angedeutet, heute als Vorbild f\u00fcr viele westeurop\u00e4ische Nationen. Im Gegensatz zu den europ\u00e4ischen Nationalgeschichten sind die USA nie feudal oder aristokratisch im archaischen Sinne gewesen. Insbesondere in Deutschland f\u00e4llt diese Divergenz auf. W\u00e4hrend in den USA der Individualismus zum Selbstbild zu geh\u00f6ren scheint, spielt der Staat und das Kollektiv in dem alten Reichsvolk nach wie vor eine pr\u00e4gende Rolle. Ist diese amerikanische Weltanschauung \u00fcberhaupt auf europ\u00e4ische V\u00f6lker exportierbar?<\/strong><\/p>\n<p><strong>D.S.:<\/strong> Die US-Verfassung als liberalistischer Ausdruck mag als Vorbild f\u00fcr Westeuropa dienen, der Inhalt gerade nicht. Dort finden sich antietatistische und antizentralistische Forderungen und das Recht auf Waffenbesitz. Die Verfassung spiegelt eine strukturschwache gro\u00dfr\u00e4umige Situation des sp\u00e4ten 18. Jahrhunderts wider. Das passt gar nicht zu Westeuropa.<\/p>\n<p>Wie schon gesagt, sind die US-Amerikaner gar nicht so einzigartig. Deren Individualismus relativiert sich auch, da kleine Kollektive eine gro\u00dfe Rolle spielten: Familie, Klan, Siedlergemeinschaften, Logen, Konfessionsgemeinschaften usw. Dieser Pseudoindividualismus erinnert mich an Gro\u00dfbritannien, Norwegen, Niederlande, Australien, das burische S\u00fcdafrika, Spanien, Italien, Griechenland und nat\u00fcrlich die Schweiz.<\/p>\n<p>Den amerikanischen Typen gibt es nicht, nur ein Teil der US-Amerikaner entspricht dem Pionier und Selfmademan. Nur ein Teil spielt lieber Monopoly statt Mensch-\u00e4rgere-Dich-nicht. Es gab auch immer eine wirkungsm\u00e4chtige sozialistische und genossenschaftliche Bewegung, die aufgrund des Wohlstands der sp\u00e4ten 1940er marginalisiert wurde.<\/p>\n<p><strong>P.S.: Die Geopolitik der USA ist seit jeher stark von einem Auserw\u00e4hltheitsgedanken beseelt. Die Truman-Doktrin wurde unter Trump allerdings zumindest in Teilen aufgehoben. Dieser postulierte ein Raushalten aus nichtamerikanischen Verh\u00e4ltnissen. \u00c4hnlich wie es Pr\u00e4sident James Monroe verordnet hatte. Ist die Manifest-Destiny sowie der damit einhergehende Exzeptionalismus bzw. das Expansionsstreben der USA vorbei?<\/strong><\/p>\n<p><strong>D.S.:<\/strong> Das Auserw\u00e4hltheitsdenken bleibt als zentrales Identit\u00e4tsmerkmal bestehen, die Motive \u00e4ndern sich. Ich glaube, das Expansionsstreben ist erst dann ges\u00e4ttigt, wenn das fremdartige \u2013 ja unheimliche \u2013 Kanada geschluckt ist, was ich f\u00fcr m\u00f6glich halte, weil sich Kanada selbst in Frage stellt.<\/p>\n<p>Es hat immer isolationistische Str\u00f6mungen von Links bis Rechts gegeben, die regelm\u00e4\u00dfig auch die Hegemonie erlangten. Ich erinnere an den Medienmogul William Hearst, der das Land aus dem Ersten Weltkrieg heraushalten wollte und sp\u00e4ter vor\u00fcbergehend Sympathien f\u00fcr Mussolini und Hitler zeigte.<\/p>\n<p>Trump ist unberechenbar und einen Trumpismus gibt es nicht. Er ist wie das Wetter und auf seinen Vorteil bedacht.<\/p>\n<p><strong>P.S.: Neben der rassischen Durchmischung der Gesellschaft geht die Schere zwischen arm und reich immer weiter auseinander. Zudem kommen st\u00e4ndig Naturkatastrophen hinzu. Die Energiepolitik unter der Biden-Administration baut auf Abh\u00e4ngigkeit vom Ausland \u2013 was Trump versuchte r\u00fcckg\u00e4ngig zu machen. Der \u201eSturm auf das Kapitol\u201c in 2021 zeigte, wie br\u00fcchig die amerikanische Gesellschaft mittlerweile ist. Nun kommt auch noch der endg\u00fcltige (?) Bruch mit Russland, der die Energiepreise und damit die Inflation noch weiter steigen l\u00e4sst. Ist der B\u00fcrgerkrieg \u2013 wie ihn z. B. Stephen Marche in seinem neusten Buch \u201eThe Next Civil War: Dispaches from the American Future\u201c prophezeit \u2013 noch aufzuhalten?<\/strong><\/p>\n<p><strong>D.S.:<\/strong> Nein! Allerdings wird es keinen B\u00fcrgerkrieg \u00e0 la Nord-S\u00fcd geben. Es existieren keine klaren Fronten, sondern zu viel aufgestaute Antagonismen brechen sich pl\u00f6tzlich Bahn: Zentrum &#8211; Peripherie, arm &#8211; reich, Stadt &#8211; Land, Rasse gegen Rasse und die h\u00e4ufigen Kombinationen dieser Pole. Meine Ausf\u00fchrungen zu Chinas Staatszerfall sehe ich auch hier (siehe dazu <a href=\"https:\/\/gegenstrom.org\/en\/das-grosse-china-interview-mit-dominik-schwarzenberger-i-die-ueberschaetze-supermacht\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">submitted<\/a>, <a href=\"https:\/\/gegenstrom.org\/en\/das-grosse-china-interview-mit-dominik-schwarzenberger-ii-ich-sehe-ueberall-aufloesungserscheinungen\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">submitted<\/a> and <a href=\"https:\/\/gegenstrom.org\/en\/das-grosse-china-interview-mit-dominik-schwarzenberger-iii-das-ende-der-weltordnung\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">submitted<\/a>). Die unvers\u00f6hnliche Polarisierung zwischen den Identit\u00e4ten und Wertevorstellungen sind zu fortgeschritten. Kein Pr\u00e4sident wird das mildern k\u00f6nnen. Trump als Staatsnationalist kam um Jahrzehnte zu sp\u00e4t und hat sie noch versch\u00e4rft, so wie Biden sie umgekehrt ebenso befeuert.<\/p>\n<p><strong>P.S.: Kommen wir noch einmal zur Aufkl\u00e4rung zur\u00fcck. Gibt es aus Ihrer Sicht eine genuin amerikanische Aufkl\u00e4rung, die sich von der europ\u00e4ischen unterscheidet? Wenn ja, wo sehen Sie die Bruchlinien?<\/strong><\/p>\n<p><strong>D.S.:<\/strong> Ich sehe keinen Unterschied zu Europa, wobei in den USA das franz\u00f6sische Modell dominierte. Anders als in Frankreich gab es aber keine revolution\u00e4ren Exzesse, keinen Robespierre, die diskreditierend wirkten, deshalb fehlt im Unterschied zu Europa eine restaurative Phase. Die antiaufkl\u00e4rerische Reaktion finden sich in den Wellen christlich-protestantischer Erweckungsbewegungen sowie im verbreiteten Okkultismus und Spiritismus.<\/p>\n<p><strong>P.S.: Die USA haben ja im Vergleich zu den europ\u00e4ischen Staaten eine recht junge Geschichte. Viele Deutsche w\u00fcrden den USA sogar absprechen, dass sie tats\u00e4chlich eine Nation darstellen. Man kann jedoch nicht leugnen, dass \u201eWe the People\u201c keine hohle Phrase ist und der Amerikaner einen starken Patriotismus empfindet. Was f\u00fcr ein Nationsverst\u00e4ndnis haben die USA und ist diese mit der der Franzosen oder anderer europ\u00e4ischer V\u00f6lker vergleichbar?<\/strong><\/p>\n<p><strong>D.S.:<\/strong> Das deutsche Nationsmodell taugt eben nur f\u00fcr einen kleinen Teil der V\u00f6lker. Die Formel in der Reihenfolge Volk \u2013 Nation \u2013 Staat passt nat\u00fcrlich nicht zu den Amerikanern. F\u00fcr mich ist eine Nation ein Fahrzeug, ein Bewusstseinszustand, mit dem ein, mehrere oder Teile von V\u00f6lkern durch die Wirren der Geschichte steuern. Nationen sind nicht statisch und k\u00f6nnen gew\u00e4hlt werden. Das bisher dominierende Nationsverst\u00e4ndnis war ein territoriales, wie es f\u00fcr die ehemals spanischen Kolonien Lateinamerikas typisch ist. F\u00fcr die Franzosen gilt ein historisch-etatistisches Nationalbewusstsein, also eine geschichtstr\u00e4chtige relative Staatlichkeit als Fundament, das es in den USA selbstverst\u00e4ndlich nicht geben konnte. Die US-amerikanische Variante ist aber auch nicht so selten, man findet sie h\u00e4ufig bei unzufriedenen Regionen, die nach immer mehr Autonomie bis Sezession streben. Vielleicht wird die multiethnische Vojvodina Serbiens einmal eine solche Nation auf rein territorialer Grundlage. Den territorial-identit\u00e4ren Charakter finden wir auch im starken Bewusstsein einiger Bundesstaaten, die in Konkurrenz zum Einheitsstaat steht. Heute ist das Nationalbewusstsein stark ersch\u00fcttert.<\/p>\n<p><strong>P.S.: In Deutschland genie\u00dft Donald Trump gro\u00dfe Sympathie unter Querdenkern, Rechten und anderen nonkonformen Gruppierungen. Ber\u00fchmt wurde diese Sympathie vor allem durch die Q-Anon-Bewegung. Tats\u00e4chlich f\u00fchrte Trump 2016 einen stark aggressiv gegen den Globalismus gef\u00fchrten Wahlkampf \u2013 zumindest in der Rhetorik. Auch f\u00fchrte er offenbar den Merkantilismus wieder ein. Seine Credos \u201eAmerica First!\u201c und \u201eWe make America great again!\u201c befl\u00fcgelten den Nationalismus in den USA. Ist Trump ein Retter oder ein Wolf im Schafspelz?<\/strong><\/p>\n<p><strong>D.S.:<\/strong> Trump ist ein Chartsurfer ohne Profil und Programm. Er geh\u00f6rt zum konventionellen Establishment, war immer das schwarze Schaf und begleicht nun alte Rechnungen. Es ist eine US-Besonderheit, dass sich erfolgreiche Gesch\u00e4ftsleute \u00fcber das Pr\u00e4sidentenamt noch einmal verwirklichen wollen, in Europa ist der Weg umgekehrt, da benutzen Spitzenpolitiker ihr Amt, um in die freie Wirtschaft zu kommen. Als findiger Businessman entdeckte er eine rechte Marktl\u00fccke und f\u00fcllte dieses Vakuum auf. Trump reiht sich in die Tradition eines Goldwater und Perrot ein. Es wird immer nur der zum Pr\u00e4sidenten, der vorher bew\u00e4hrter Kardinal war. Zumindest hat der Mann Unterhaltungswert. Mehr messe ich ihm nicht bei, hoffe aber, dass ich mich t\u00e4usche.<\/p>\n<p><strong>P.S.: Gibt es eine aus Ihrer Sicht nennenswerte Rechte, die sich nicht von den \u201eTrumponomics\u201c hat vereinnahmen lassen?<\/strong><\/p>\n<p><strong>D.S.:<\/strong> Die US-Rechte weist ein viel breiteres ideologisches Spektrum auf als die europ\u00e4ische und zeigt sich folglich gespaltener. Die Rasseproblematik kann einen Teil vereinen.<\/p>\n<p>Von Trump scheint die Rechte inzwischen desillusioniert zu sein. Manche lie\u00dfen sich blenden, andere wollten aufspringen und Trump okkupieren.<\/p>\n<p>Diejenigen Rechten aller Rassen, die aus rassischen Gr\u00fcnden einen eigenen Staat jenseits der USA anstreben, konnten mit Trump nie etwas anfangen, schlie\u00dflich h\u00e4lt der ja am Status quo einer \u201eRassischen Demokratie\u201c fest.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dominik Schwarzenberger ist Historiker und Politikwissenschaftler. Er forscht auf den Gebieten der Ethnologie, Religionswissenschaft und zu allgemeinen Identit\u00e4tsfragen, was ihn zu einem ausgewiesenen Analysten zu geopolitischen Aspekten macht. Aufgrund seiner diversifizierten Studienausrichtungen ber\u00e4t er zudem internationale Denkfabriken. Seine Analysen wurden in zahlreichen Magazinen und Zeitschriften, so z.B. 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