{"id":8787,"date":"2022-06-02T14:09:30","date_gmt":"2022-06-02T12:09:30","guid":{"rendered":"https:\/\/gegenstrom.org\/?p=8787"},"modified":"2022-06-02T14:09:30","modified_gmt":"2022-06-02T12:09:30","slug":"im-gespraech-mit-johannes-scharf-und-peter-steinborn","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gegenstrom.org\/en\/im-gespraech-mit-johannes-scharf-und-peter-steinborn\/","title":{"rendered":"Im Gespr\u00e4ch mit Johannes Scharf und Peter Steinborn"},"content":{"rendered":"<p><em>Peter Steinborn fragt nach bei Johannes Scharf. Der Ukraine-Krieg der sich zum Weltkrieg ausbreiten k\u00f6nnte, die West- oder Ostausrichtung Europas, Rolle und Zukunft der NATO, aber auch \u00fcber die zuk\u00fcnftige Stellung Russlands, bespricht Johannes Scharf zusammen mit unserem Autor Peter Steinborn. Johannes Scharf vertritt hierbei eine eher kontroverse Meinung, die nicht innerhalb der \u00fcblichen Streuung rechter \u00dcberlegungen in Sachen Geopolitik und Orientierung Europas liegen d\u00fcrften. Dieser Beitrag kann als gegen\u00fcberliegende Position zum Eurasianismus betrachtet werden, wie ihn z.B. Alexander Markovics vertritt.<br \/>\n<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>P.S.: Vielen Dank Herr Johannes Scharf, dass Sie sich die Zeit f\u00fcr dieses Gespr\u00e4ch nehmen. Nachdem wir letzte Woche den bekannten Eurasier, Alexander Markovics, zum Ukraine-Krieg befragt hatten, wollen wir nun mit Ihnen die \u201eandere Position\u201c zu Wort kommen lassen.<\/p>\n<p>Der Einmarsch russischer Truppen in die Ukraine scheint nicht nur die Welt in Ost und West zu spalten, sondern auch die europ\u00e4ische und im Besonderen die deutsche Rechte. Es ist grunds\u00e4tzlich schwierig dieser Tage einen n\u00fcchternen Gespr\u00e4chspartner zu finden. Der Ukraine-Krieg ist l\u00e4ngst zu einer Art Russland-Frage geworden \u2013 also wie positionieren wir uns gegen\u00fcber Russland. Warum glauben Sie, erzeugt dieses Thema so viel Emotionen? Und wie gespalten sehen Sie die Rechten? Ist das eine Z\u00e4sur oder haben wir l\u00e4ngst eine un\u00fcberwindbare Spaltung erreicht?<\/p>\n<p>J.S.: Sie wissen ja, dass ich mich lange geziert habe, Ihnen dieses Interview zu geben. Und das nicht nur aus Zeitgr\u00fcnden. Sicherlich wird meine Position viele \u2013 wenn nicht alle \u2013 Leser vor den Kopf sto\u00dfen. Ich vertrete n\u00e4mlich keine der bislang im rechten Lager anzutreffenden Positionen, sondern bin \u00fcber diesen Konflikt zum lupenreinen Transatlantiker geworden. Obwohl ich die russische Seite durchaus verstehen kann. Ich hege keinerlei Ressentiments gegen Russland und das russische Volk und ich glaube auch nicht, dass Putin verr\u00fcckt ist. Aber ich glaube, dass er sich stark verkalkuliert hat und dieser von ihm vom Zaun gebrochene Angriffskrieg sogar das Potenzial hat, ihm das Genick zu brechen.<\/p>\n<p>Das Thema ruft vor allen Dingen deshalb starke Emotionen hervor, weil der Krieg vor unserer Haust\u00fcre tobt. Viele Deutsche haben in der Ukraine Bekannte, Freunde oder sogar Verwandte. Hinzu kommen die russische und ukrainische Diaspora und das Heer von Sp\u00e4taussiedlern. Diese Russlanddeutschen sind eher konservativer als der Bev\u00f6lkerungsdurchschnitt und konsumieren zum Teil russische Staatsmedien oder informieren sich in alternativen Telegram-Gruppen, wo man vor Fake-News keinesfalls sicherer ist als beim Durchst\u00f6bern der \u201eQualit\u00e4tsmedien\u201c. Mich st\u00f6\u00dft die plumpe Propaganda beider Seiten ab. Sei es, dass man die NS-Affinit\u00e4t gewisser ukrainischer Verb\u00e4nde in Abrede stellt (man kann sich vor Persil-Scheinen f\u00fcr die tapferen Asow-K\u00e4mpfer in letzter Zeit kaum retten!), sei es, dass man von einem Genozid an der russischen Bev\u00f6lkerungsminderheit in der Ukraine fabuliert oder behauptet, die Ukraine sei ein faschistischer Staat. Die auf beiden Seiten inflation\u00e4r gebrauchte V\u00f6lkermord-Rhetorik widert mich an. Sie ist grotesk. Nachdem der ukrainische Pr\u00e4sident die sehr berechtigte Frage aufgeworfen hatte, welche Art von Nazismus in seinem Land vorherrschen k\u00f6nne angesichts der Tatsache, dass er selbst Jude sei, hat der russische Au\u00dfenminister Sergej Lawrow in einem Moment geistiger Umnachtung gesagt: \u201eIch k\u00f6nnte mich irren, aber Hitler hatte auch j\u00fcdisches Blut.\u201c Auf was f\u00fcr ein unterirdisches Niveau ist die gro\u00dfe Politik bittesch\u00f6n herabgesunken! Ebenso unsinnig ist es nat\u00fcrlich, Russlands Pr\u00e4sidenten aufgrund der verbalen Entgleisungen seines Au\u00dfenministers Antisemitismus zu unterstellen.<\/p>\n<p>Was die Spaltung der Rechten anbelangt, so ist zweifelsfrei zu konstatieren, dass sich hier zwei Bl\u00f6cke unvers\u00f6hnlich gegen\u00fcberstehen: die \u201ePutin-Versteher\u201c und diejenigen, die am liebsten selbst zur Waffe greifen w\u00fcrden, um der Ukraine beizustehen (vor denen, die es bereits getan haben, ziehe ich den Hut!). Den Angeh\u00f6rigen beider Bl\u00f6cke fehlt aber leider in der Regel ein ger\u00fcttelt Ma\u00df Ambiguit\u00e4tstoleranz. Das ist im \u00dcbrigen ein Problem, das nicht nur das rechte Lager betrifft. Nat\u00fcrlich wurden und werden in jedem Krieg auf beiden Seiten Kriegsverbrechen ver\u00fcbt. Gestern erst hatte ich eine Diskussion mit einer vor wenigen Wochen geflohenen Ukrainerin, die behauptete, Kriegsverbrechen seien seit 2014 nur von Russen ver\u00fcbt worden und beim Asow-Regiment gebe es keine Neo-Nazis, es seien vielmehr alles Helden. Ich hielt ihr entgegen, dass ich einige Neo-Nazis in den Reihen des Regiments pers\u00f6nlich kennengelernt h\u00e4tte \u2013 in meiner Zeit als Neo-Nazi. Das war taktlos, aber mich \u00e4rgert jede Form von Propaganda. Besonders dann, wenn sie geglaubt wird. H\u00e4tte die Dame ein wenig mehr Ambiguit\u00e4tstoleranz besessen, h\u00e4tte sie zu der Einsicht gelangen k\u00f6nnen, dass die Verteidiger Mariupols Helden seien \u2013 ganz unabh\u00e4ngig von der jeweiligen politischen Ausrichtung der einzelnen K\u00e4mpfer!<\/p>\n<p>P.S.: Die wohl wichtigste Frage in diesem Konflikt ist, wie sich Deutschland positioniert. Seit kurzem darf man in der Bundesrepublik wieder \u00fcber geopolitische Themen sprechen. Deutschland spielt hier au\u00dfenpolitisch eine sehr wichtige Rolle. Es gibt die einen, die sagen, dass Deutschland seinen Einfluss als Mittelsmann geltend machen soll \u2013 diese Rolle \u00fcbernimmt gerade Frankreich f\u00fcr uns \u2013 und dann gibt es da jene, die sich f\u00fcr einen Krieg gegen Russland aussprechen. Es scheinen alte Wunden aus der Zeit des \u201eEisernen Vorhangs\u201c aufgeplatzt zu sein. Viele f\u00fcrchten die Auferstehung des Sowjetreiches. Sogar der Mainstream verwendet nun eine Rhetorik, die auf Argumentationsketten im Dritten Reich zur\u00fcckgehen. Doch der NATO-B\u00fcndnisfall ist nicht eingetreten und damit verst\u00f6\u00dft die Einmischung in diesen Krieg gegen das V\u00f6lkerrecht, genauso wie der Einmarsch in die Ukraine. Riskieren der Westen und insbesondere Deutschland damit nicht die Ausweitung dieses Krieges?<\/p>\n<p>J.S.: Die Auferstehung des Sowjetreiches f\u00fcrchte ich nicht und ich glaube auch nicht, dass die Russen mit ihren Panzern erst am Atlantik Halt machen wollen, sollte die Ukraine diesen Krieg verlieren. Einen Angriff auf einen NATO-Mitgliedsstaat halte ich f\u00fcr \u00e4u\u00dferst unwahrscheinlich (in einem solchen Fall m\u00fcsste Putin tats\u00e4chlich den Verstand verloren haben!), aber eine Ausdehnung des Konflikts auf Transnistrien scheint mir nicht ausgeschlossen. Was w\u00e4re die Alternative zu einer Einmischung? Sollte man den \u00dcberfall auf die Ukraine einfach so hinnehmen?<\/p>\n<p>P.S.: Sie sprechen sich ja auch f\u00fcr Waffenlieferungen aus. Auch wenn die Kampfkraft der ukrainischen Streitkr\u00e4fte \u00fcberraschend widerspenstig ist und die russischen Truppen wom\u00f6glich einen st\u00e4rkeren Gegner bekamen, als der Kreml erwartete. Dennoch sollte es f\u00fcr jeden milit\u00e4risch gebildeten Beobachter klar sein, dass die Ukraine diesen Krieg nicht gewinnen kann, es sei denn die NATO mischt sich in das aktive Geschehen ein oder es kommt zu massiven innenpolitischen Verwerfungen in Russland. Die ukrainischen Frauen haben eine Geburtenrate von ca. 1,2. Die Russen von 1,5. Beide Entit\u00e4ten k\u00f6nnen sich einen l\u00e4ngeren Krieg nicht leisten. Selbst wenn weiterhin und vielleicht noch verst\u00e4rkt Waffen geliefert werden, ist f\u00fcr einen konventionellen Krieg nicht genug \u201eMenschenmaterial\u201c vorhanden. Sind Waffenlieferungen, bei gleichzeitiger Abstinenz der eigenen Truppen, nicht ein Verheizen von ukrainischen Menschenleben? Handelt es sich nicht vielmehr um einen Stellvertreterkrieg, bei dem auf Kosten der Ukraine Russland geschw\u00e4cht werden soll?<\/p>\n<p>J.S.: Die Ukrainer haben eindrucksvoll unter Beweis gestellt, dass ihnen etwas an ihrem St\u00fcckchen Erde liegt und sie bereit sind, f\u00fcr die Unabh\u00e4ngigkeit ihres Landes Opfer zu bringen. Keine Waffen zu liefern, weil man in diesem Fall mit einem schnellen Sieg Russlands und insgesamt weniger Toten rechnen d\u00fcrfte, w\u00e4re f\u00fcr die Ukrainer kaum nachzuvollziehen. Ich verstehe ohnehin nicht ganz, weshalb immer davon die Rede ist, dass dieses oder jenes Land Waffen liefere, wenn die gelieferten Waffen nicht direkt aus Armeebest\u00e4nden stammen und damit Staatseigentum sind. In einem freien Staat sollte es allein im Ermessen des Unternehmers liegen, welcher Seite er Waffen liefern m\u00f6chte. Er hat dabei neben seinen eigenen Befindlichkeiten h\u00f6chstens die Interessen seiner Aktion\u00e4re zu ber\u00fccksichtigen.<\/p>\n<p>Es ist durchaus wahrscheinlich, dass der Ausbruch des Krieges von manchen Falken in Washington entgegen anderslautender Beteuerungen insgeheim begr\u00fc\u00dft wurde. Vom milit\u00e4risch-industriellen Komplex ganz zu schweigen. Das bedeutet aber nicht automatisch, dass es angezeigt w\u00e4re, den Ukrainern nicht mit der Lieferung schwerer Waffen beizustehen. Vor wenigen Jahren erst hat Frankreichs Pr\u00e4sident Macron der NATO attestiert, \u201ehirntot\u201c zu sein, aber mit einem Schlag ist das Milit\u00e4rb\u00fcndnis wieder quicklebendig und bekommt sogar aller Voraussicht nach Zuwachs. Kurzum: Die NATO erlebt gerade eine regelrechte Renaissance! Und das ist allein das Werk Putins. Mit seinem v\u00f6lkerrechtswidrigen Angriffskrieg hat er daf\u00fcr gesorgt, dass Deutschland seinen Verpflichtungen als NATO-Mitgliedsstaat endlich nachkommt und seine Milit\u00e4rausgaben erh\u00f6ht, und dass die skandinavischen Staaten Finnland und Schweden einen Beitritt zur NATO nicht nur erw\u00e4gen, sondern in die Wege leiten. Selbst wenn Russland \u00fcber kurz oder lang die ganze Ukraine einnehmen sollte, wird es f\u00fcr die Russen ein Pyrrhussieg gewesen sein \u2013 zumal die Schw\u00e4chen des russischen Milit\u00e4rapparats schon jetzt \u00fcberdeutlich geworden sind. Putin wollte mit seinem verungl\u00fcckten Blitzkrieg der NATO die Z\u00e4hne zeigen, aber sichtbar geworden sind allenfalls ein paar wackelige Kronen. Putin, der die Konkursmasse der zerfallenen Sowjetunion von seinem unf\u00e4higen Vorg\u00e4nger \u00fcbernommen und durchaus Beachtliches geleistet hat, hat dem Russischen B\u00e4ren damit einen B\u00e4rendienst erwiesen.<\/p>\n<p>P.S.: Deutschland ist geopolitisch \u2013 zumindest auf milit\u00e4rischer Ebene \u2013 ein Zwerg und wie man dieser Tage ganz offensichtlich feststellen kann, auch mehr als 30 Jahre nach der Wende nicht vollst\u00e4ndig souver\u00e4n. Vielmehr d\u00fcrfte die Bundesrepublik Deutschland sich in einem Souzer\u00e4nit\u00e4tsverh\u00e4ltnis<a href=\"#_ftn1\" name=\"_ftnref1\">[1]<\/a> zu den USA befinden. Der Krieg w\u00fchlt eine l\u00e4ngst in die Vergessenheit geratene Frage auf: Wie bekommt Deutschland seine Souver\u00e4nit\u00e4t wieder zur\u00fcck? Mit der derzeitigen Gangart \u2013 die mittlerweile auch viele souver\u00e4nit\u00e4tsbewusste Rechte bef\u00fcrworten \u2013 entfernt sich Deutschland allerdings immer weiter von dieser Frage. Muss sich Deutschland hier zwischen zwei M\u00e4chten entscheiden oder ist aus Ihrer Sicht eine dritte Position gangbar oder zumindest erstrebenswert?<\/p>\n<p>J.S.: Ich glaube nicht, dass Deutschland sich zwischen zwei M\u00e4chten entscheiden kann, wenn es sich nicht den Hass seiner \u00f6stlichen und westlichen Nachbarn zuziehen m\u00f6chte. Aus meiner Sicht ist die Westbindung der Bundesrepublik tats\u00e4chlich alternativlos, wenn die Stabilit\u00e4t auf dem Kontinent nicht gef\u00e4hrdet werden soll. K\u00f6nnte Deutschland sich f\u00fcr den Hegemon Russland entscheiden, ohne damit ein Erdbeben in Europa auszul\u00f6sen, w\u00e4re ich trotzdem gegen eine solche Ausrichtung. Deutschland geh\u00f6rt mit Frankreich, Gro\u00dfbritannien und den Vereinigten Staaten zu jenen L\u00e4ndern, die die Ideen der Aufkl\u00e4rung in hervorragende Verfassungstexte gegossen und implementiert haben. Obwohl in Deutschland und den USA Einiges im Argen liegt, sind beide L\u00e4nder dennoch Bastionen der Rechtsstaatlichkeit. Das kann man von Russland oder China nicht behaupten.<\/p>\n<p>P.S.: F\u00fcrchten Sie einen Dritten Weltkrieg?<\/p>\n<p>J.S.: Nein, f\u00fcr einen Dritten Weltkrieg sehe ich momentan keine Anzeichen. F\u00fcr wahrscheinlicher halte ich sogar noch den allm\u00e4hlichen Zerfall der Russischen F\u00f6deration. Jeder weitere Kriegstag ist f\u00fcr Russland und den Kreml-Chef eine kleine Katastrophe. Derweil reibt man sich wahrscheinlich auch in Peking die H\u00e4nde, weil man Begehrlichkeiten in Sibirien hegt, wo sich die Han-Chinesen munter ausbreiten.<\/p>\n<p>P.S.: Der Konflikt zwischen Russland und der Ukraine hat nicht erst im Februar 2022 begonnen. Auch dass die USA die Ukraine als geopolitischen Dreh- und Angelpunkt betrachten, mit dem sie sich in die unmittelbare Einflusssph\u00e4re Russlands man\u00f6vrieren, ist hinl\u00e4nglich bekannt. Sollte die NATO, die mehrfach unmissverst\u00e4ndlich klargemacht hat, dass sie Russland als geopolitischen Gegner betrachtet, Ultraschallraketen oder atomare Waffen in der Ukraine stationieren, w\u00e4re der russische B\u00e4r diesem vollkommen hilflos ausgesetzt. Ich habe dies erst k\u00fcrzlich in einem <a href=\"https:\/\/gegenstrom.org\/en\/frank-kraemer-im-gespraech-brandherd-ukraine-aussichten-im-osten\/\">Gespr\u00e4ch mit Frank Kraemer<\/a> auch auf der Karte versucht zu verdeutlichen. Russland w\u00e4re mit einem Mann vergleichbar, dem man direkt ein Messer an die Kehle h\u00e4lt. W\u00fcrden Sie nicht von einem volksbewussten und mit einem nationalen Sicherheitsverst\u00e4ndnis ausgestatteten Politiker erwarten, dass dieser zumindest in einer solchen Drohkulisse handelt? K\u00f6nnen Sie die Beweggr\u00fcnde Russlands wenigstens nachvollziehen?<\/p>\n<p>J.S.: Ich habe zu Beginn schon deutlich gemacht, dass ich die Motive Putins sehr gut nachvollziehen kann. Allerdings hat er, sofern Finnland Mitglied der NATO wird und der kranke Mann am Bosporus nicht mit Hinkelsteinen um sich schmei\u00dft, realiter wohl das Gegenteil dessen erreicht, was er meines und Ihres Erachtens erreichen wollte: eine St\u00e4rkung des westlichen Milit\u00e4rb\u00fcndnisses. Auch die Einnahme des gesamten Donbass w\u00fcrde nicht verhindern, dass in der Restukraine potenziell Raketen stationiert werden, die in wenigen Minuten die russische Hauptstadt erreichen k\u00f6nnten. F\u00fcr eine Eroberung der gesamten Ukraine reichen aber die derzeit dorthin abkommandierten Einheiten l\u00e4ngst nicht aus. Die Ukraine \u2013 zumal die Westukraine! \u2013 m\u00fcsste Stadt f\u00fcr Stadt, Dorf um Dorf, Weiler um Weiler erobert werden. Im Orts- und H\u00e4userkampf haben die Verteidiger jedoch immer die besseren Karten. Das w\u00fcnschenswerte Verh\u00e4ltnis f\u00fcr die Angreifer bel\u00e4uft sich grob \u00fcber den Daumen gepeilt auf mindestens 8:1.<\/p>\n<p>P.S.: Kommen wir zum Schluss noch auf die ideengeschichtliche Ebene. Ich denke es ist nicht untertrieben Sie einen der gl\u00fchendsten rechten Europ\u00e4er \u2013 ich m\u00f6chte sogar sagen Paneurop\u00e4er \u2013 im deutschsprachigen Raum zu nennen. Geh\u00f6rt Russland aus Ihrer Sicht zu Europa? Welche Rolle spielt es auf dem Eurasischen Kontinent Ihrer Ansicht nach? Und wie sollten wir Deutsche uns zu diesem Russland positionieren?<\/p>\n<p>J.S.: Russland geh\u00f6rt f\u00fcr mich durchaus zum europ\u00e4ischen Kulturraum, aber es geh\u00f6rt eben <em>auch<\/em> zu Asien. Ich h\u00e4tte es begr\u00fc\u00dft, wenn Russland sich vor Jahren dem Westen noch weiter angen\u00e4hert h\u00e4tte und vielleicht sogar selbst der NATO beigetreten w\u00e4re. H\u00e4tte es in Sachen Rechtsstaatlichkeit und Demokratie seine Hausaufgaben gemacht und seine Nachbarn in Ruhe gelassen, w\u00e4re das Konzept des Westens auch ideengeschichtlich durch jenes des Globalen Nordens abgel\u00f6st worden: gewisserma\u00dfen Guillaume Fayes Septentrion. Die Freundschaft zwischen dem deutschen Altkanzler und Putin war daf\u00fcr eine gute Voraussetzung. Hier wurden definitiv Chancen vertan, und mit der Bombardierung Belgrads hat sich der Westen einen Affront geleistet, den der Autokrat im Kreml nie vergessen hat. Ich w\u00fcnsche mir nat\u00fcrlich einen Sieg der Ukraine, aber eine Dem\u00fctigung Russlands w\u00fcnsche ich mir nicht.<\/p>\n<p>P.S.: Alexander Dugin und Alexander Markovics sind bekanntlich Verfechter einer multipolaren Weltordnung. Demnach unterteilt sich die Welt in mehrere Machtzentren, die einander ausgleichend wirken. Auch immer mehr US-Geostrategen sehen eine multipolare Weltordnung kommen. F\u00fcr eine zweite Bipolarit\u00e4t w\u00e4re Russland eindeutig zu schwach. Von einer solchen Multipolarit\u00e4t zwischen den Entit\u00e4ten w\u00fcrde wom\u00f6glich auch Europa profitieren. Mit schwindendem Einfluss der US-Amerikaner w\u00fcrde ggf. auch das durch das bewusst von Zbigniew Brzezinski propagierte \u201eTittytainment\u201c zur\u00fcckgedr\u00e4ngt werden, womit auch die Chim\u00e4re der \u201eWhite Guilt\u201c einhergeht. W\u00e4re das nicht w\u00fcnschenswert?<\/p>\n<p>J.S.: Ich sehe eher eine zweite Bipolarit\u00e4t heraufd\u00e4mmern. China und die USA nebst ihren Verb\u00fcndeten werden sich gegen\u00fcberstehen. Die Russische F\u00f6deration wird wahrscheinlich keine gro\u00dfe Rolle mehr spielen und vielleicht sogar in ihre ethnischen Bestandteile zerfallen. Eine Hegemonie Pekings w\u00e4re das Ende der Freiheit. Wenn ein Christopher-Street-Day im Jahr der Preis der Freiheit ist, ist es nun einmal so. Das ist Klagen auf hohem Niveau. Den \u201eWhite-Guilt\u201c-Unsinn m\u00fcssen wir allerdings wieder absch\u00fctteln, da gebe ich Ihnen Recht.<\/p>\n<p>P.S.: Wo steht Europa Ihrer Ansicht nach in 2035 und welche Aufgabe hat die Rechte Ihrer Ansicht nach diesbez\u00fcglich?<\/p>\n<p>J.S.: Wo Europa im Jahr 2035 stehen wird, vermag ich nicht zu sagen. Die Rechte hat meiner Ansicht nach zuv\u00f6rderst die Aufgabe, die von Ihnen angesprochene M\u00e4r von der immerw\u00e4hrenden Wei\u00dfen Schuld zu dekonstruieren. Am vorbildlichsten exerziert das bisher \u201eSchlomo Finkelstein\u201c mit seiner \u201eVulg\u00e4ren Analyse\u201c. Aber auch \u201eDer Schattenmacher\u201c hat sich auf diesem Gebiet hervorgetan. Ein bisschen weniger Konservative Revolution und daf\u00fcr ein bisschen mehr Statistik und Psychologie w\u00fcrde der europ\u00e4ischen Rechten sicherlich guttun. Evola und Dugin k\u00f6nnte man sich aus meiner Sicht ganz sparen, aber ich bin der letzte Mensch, der sich f\u00fcr ein B\u00fccherverbot aussprechen w\u00fcrde. Das w\u00e4re schlie\u00dflich alles andere als freiheitlich.<\/p>\n<p>P.S.: Vielen Dank f\u00fcr das Gespr\u00e4ch.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref1\" name=\"_ftn1\">[1]<\/a> Erl\u00e4uterung zum Begriff siehe Peter Steinborn: Neuerung auf dem Eurasischen Schachbrett \u2013 Teil 1: Warum uns die Moral nicht weiterbringt. Verf\u00fcgbar unter: <a href=\"https:\/\/gegenstrom.org\/en\/neuerungen-auf-dem-eurasischen-schachbrett-teil-1-warum-uns-die-moral-nicht-weiterbringt\/\">https:\/\/gegenstrom.org\/neuerungen-auf-dem-eurasischen-schachbrett-teil-1-warum-uns-die-moral-nicht-weiterbringt\/<\/a> (18.05.2022). Steinborn erl\u00e4utert darin die Grunds\u00e4tze der Geopolitik. Demnach sei ein Souzer\u00e4nit\u00e4tsverh\u00e4ltnis eine Beziehung zwischen zwei Entit\u00e4ten, in dem eine von beiden zu Gunsten der anderen einen Teil ihrer Souver\u00e4nit\u00e4t aufgibt. (Anm. d. Red.)<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref2\" name=\"_ftn2\">[2]<\/a> Im zweiten Teil des Gespr\u00e4ches fokussiert sich Steinborn auf die politische Geografie Russlands. (Anm. d. Red.)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Peter Steinborn fragt nach bei Johannes Scharf. Der Ukraine-Krieg der sich zum Weltkrieg ausbreiten k\u00f6nnte, die West- oder Ostausrichtung Europas, Rolle und Zukunft der NATO, aber auch \u00fcber die zuk\u00fcnftige Stellung Russlands, bespricht Johannes Scharf zusammen mit unserem Autor Peter Steinborn. 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