{"id":8196,"date":"2021-10-04T13:54:26","date_gmt":"2021-10-04T11:54:26","guid":{"rendered":"https:\/\/gegenstrom.org\/?p=8196"},"modified":"2021-10-05T11:48:38","modified_gmt":"2021-10-05T09:48:38","slug":"die-bundestagswahl-und-die-totengraeberin-der-nation-eine-analyse","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gegenstrom.org\/en\/die-bundestagswahl-und-die-totengraeberin-der-nation-eine-analyse\/","title":{"rendered":"Die Bundestagswahl und die Totengr\u00e4berin der Nation \u2013 eine Analyse"},"content":{"rendered":"

Bei der Bundestagswahl am 26.09.2021 erlitt die CDU als bis dahin st\u00e4rkste Bundestagspartei Stimmenverluste von 8,8% auf jetzt nur noch 24,1 %. Demgegen\u00fcber verbesserte sich die SPD von 20,5 Prozent im Jahre 2017 auf 25,7%, womit nun sie die meisten Stimmen bekam. Noch mehr konnten die Gr\u00fcnen zulegen und zwar von 8,9 auf 14,8 Prozent. Die FDP verbesserte sich leicht auf 11,5 (statt 10,7). Die Linke halbierte sich nahezu und bleibt mit 4,9% unter der Sperrklausel, wird aber trotzdem in der vollen St\u00e4rke ihres Ergebnisses im Bundestag vertreten sein, da sie drei Direktmandate erringen konnte. Auch die AfD verschlechterte sich. Statt bisher 12,6 erzielte sie nur noch 10,3 Prozent.<\/p>\n

Am besten schnitt somit jene Partei ab, dessen Spitzenkandidat Olaf Scholz fast nicht in Erscheinung trat. Gegen\u00fcber der Konkurrenz hatte er damit den Vorteil, nicht negativ in Erscheinung zu treten. Das reichte offensichtlich aus, ersparte er sich doch damit manche Peinlichkeit, die sowohl Herrn Laschet als auch sehr reichlich Frau Baerbock unterlief. Allerdings verbindet die Vita jedes\/r Einzelnen dieses Trios Unf\u00e4higkeit und Fehlverhalten (Wirecard, Cum-ex, gefakte Lebensl\u00e4ufe, Sprachschwierigkeiten, Grinsen bei den Flutopfern, verlorene Klausuren usw.) mit nackter Belanglosigkeit. Das Volk hatte wahrlich nicht die Wahl des gr\u00f6\u00dften Politikers, sondern die des kleinsten politischen Zwergen.<\/p>\n

Seit dem Wahl-Sonntag nun steht der Vorsitzende der Union als der Partei, die den gr\u00f6\u00dften Absturz erleben musste und dadurch ihren Regierungsstatus verlieren d\u00fcrfte, im Mittelpunkt der Kritik. In der Tat machte Armin Laschet keine gute Figur im Wahlkampf. Wof\u00fcr er wirklich steht, wei\u00df man bis heute nicht. Als Ministerpr\u00e4sident von Nordrhein-Westfalen blieb er ebenso blass wie Olaf Scholz in Hamburg, und auch dass er sich, anders als sein bayrischer Konkurrent, nicht als Corona-Scharfmacher hervortat, d\u00fcrfte ihm angesichts der deutschen Untertanenmentalit\u00e4t geschadet haben. Dennoch ist es erstaunlich mit welcher Selbstverst\u00e4ndlichkeit dem Spitzenkandidaten die Alleinschuld f\u00fcr das schlechte Abschneiden der Union in die Schuhe geschoben wird. Allen voran kommt diese Kritik aus den eigenen Reihen, aus denen sich wahrlich mehr als nur ein anderer an die eigene Wampe schlagen k\u00f6nnte, sei er alt oder hei\u00dfe sie Meier. Denn, bei all dem wird unterschlagen, welchen Anteil an der Niederlage die graue Frau ohne Gott, ohne Volk und ohne Kinder und ihre desastr\u00f6se Politik der letzten 16 Jahre gehabt haben d\u00fcrfte. Die Wahlen, ob sie etwas n\u00fctzen oder nicht, sind immer auch Abrechnung mit der bisherigen Politik. Wie hei\u00dft es so sch\u00f6n? \u201eWahltag ist Zahltag!\u201c Und die Politik Angela Merkels war eine Schadenspolitik. In nahezu allem, was sie getan hat, hat sie dem Land Schaden zugef\u00fcgt, und zwar in einem Ausma\u00df, dass man kaum von Unf\u00e4higkeit sprechen m\u00f6chte, die sie dabei leitete. Das wichtigste sei in Erinnerung gerufen:<\/p>\n

2010 stimmte sie dem sogenannten Rettungspaket der EU f\u00fcr das marode Griechenland zu, der 2012 zu einem allgemeinen Rettungsschirm erweitert wurde. Damit \u00f6ffnete sie das Tor f\u00fcr eine Schuldenunion, die die finanzstarken L\u00e4nder zwingt, die Schulden der Schwachen zu begleichen. Mit anderen Worten: Deutschland zahlt immer. In engem Zusammenhang damit schlug die EZB eine nie gekannte Niedrigzinspolitik ein, die u.a. zur Explosion der Mieten- und Grundst\u00fcckspreise sowie zur Entwertung von Sparguthaben und kapitalgedeckten Renten und Versicherungsertr\u00e4gen f\u00fchrt. Dar\u00fcber hinaus hat die BRD heute eines der h\u00f6chsten Renteneintrittsalter in der EU. Daf\u00fcr liegt es beim durchschnittlichen Rentenniveau an einer der hintersten Stellen. Dank Merkel.<\/p>\n

Mit einem Doppelschlag im Jahre 2011 beseitigte sie zun\u00e4chst die Energiesicherheit und sodann die Wehrf\u00e4higkeit der Bundesrepublik. Erst verk\u00fcndete sie in einer Hauruck-Aktion den Atomausstieg, dann schaffte der skandalumwitterte Verteidigungsminister zu Guttenberg in einer \u201eArt Husarenstreich\u201c, wie es der Deutschlandfunk zehn Jahre sp\u00e4ter nannte, die Wehrpflicht ab. M\u00f6glich war das nur mit Billigung der Bundeskanzlerin, die den Gedanken ein halbes Jahr zuvor erstmals formuliert hatte. Jeder Wehrexperte wei\u00df, dass eine Berufsarmee teurer und daf\u00fcr schlechter als eine Wehrpflichtarmee ist; schlechter, weil ihre Soldaten ein h\u00f6heres Durchschnittsalter aufweisen. F\u00fcr die Landesverteidigung ist eine Berufsarmee die zweite Alternative. Daf\u00fcr eignet sie sich als S\u00f6ldnertruppe, um au\u00dferhalb Deutschlands f\u00fcr die Interessen globaler Kr\u00e4fte missbraucht zu werden.<\/p>\n

Im Jahr 2015 \u00f6ffnete Frau Merkel in einer Nacht- und Nebelaktion die Grenzen f\u00fcr weltweite Fl\u00fcchtlingsstr\u00f6me. Damit setzte sie die alte Forderung des Linksextremismus: \u201eGrenzen auf \u2013 Bleiberecht f\u00fcr alle\u201c in die Tat um. W\u00f6rtlich sagte sie seinerzeit \u201eDas Asylrecht kennt keine Obergrenze\u201c. Das hat sich mit in die Millionen gehenden Asylbegehrern, die in die deutschen Sozialsysteme einstr\u00f6men, bewahrheitet.<\/p>\n

Seit dem M\u00e4rz 2020 schlie\u00dflich f\u00fchrt sie zur angeblichen Abwendung einer angeblichen Pandemie einen einzigartigen Angriffskrieg auf die Grundrechte und die Freiheiten der Bundesb\u00fcrger, mit dem Deutschland in eine Impfdiktatur \u00fcberf\u00fchrt werden soll. Sie wird sp\u00e4ter ohne, dass es eines gro\u00dfen Aufwandes bedarf, in eine \u00d6kodiktatur umgewandelt werden (k\u00f6nnen).<\/p>\n

In summa ist diese Frau die mit Abstand gr\u00f6\u00dfte Heimsuchung, die nach 1945 \u00fcber das Land kam, und wom\u00f6glich werden die chinesischen Geschichtsb\u00fccher sie dereinst als die Totengr\u00e4berin der Nation anerkennen; chinesische deshalb, weil es dann kein Deutschland mehr geben wird, in dem Geschichtsb\u00fccher erscheinen k\u00f6nnten. Die Politik dieser Frau im letzten Jahrzehnt kommt einem Verrat am Volke gleich.<\/p>\n

Unschwer zu erraten auch, dass Merkel all das mutma\u00dflich im Dienst einer globalen Finanzkaste tat, die einen Great Reset erzwingen will, bei dem die B\u00fcrger zum rechtlosen Sklaven degradiert sein werden, die \u00fcber kein Eigentum mehr verf\u00fcgen, das Haus nur verlassen d\u00fcrfen, wenn gerade einmal keine Ausgangssperre besteht, die kein Auto mehr fahren d\u00fcrfen, weil es verboten oder zu teuer ist usw. und deren allgemeines Existenzrecht daran gekn\u00fcpft sein wird, das sie sich zu medizinischen Versuchskaninchen hergeben. M\u00f6glicherweise geh\u00f6rt es zur Strategie der Kaste, genau deshalb auf Laschet einzudreschen, um diese Zusammenh\u00e4nge zu verdecken und die Freveltaten Angela Merkels nicht als solche sichtbar werden zu lassen.<\/p>\n

Dass beispielsweise die Gr\u00fcnen all das goutieren, liegt auf der Hand. Sie sind die Wellenreiter der in den letzten Jahren insoweit gesetzten Agenden. Vom Internationalismus \u00fcber den Multikulti-Gender-Wahn bis hin zum Friday for future-Hype konnten sie sich insbesondere der Jugend als \u201ehipp\u201c darstellen, und ihr Wahlsieg ist daher nur konsequent. Er kongruiert denn auch mit dem Niedergang der Linkspartei, die sich offensichtlich im Denken der B\u00fcrger, anders als die Baerbock-Habeck-Thunberg-Connection, nicht als \u201etrendy\u201c verankern konnte.<\/p>\n

Hier liegt auch die Antwort auf die Frage nach den Ursachen des Ergebnisses der AfD, das konservative bis nationale W\u00e4hlerschichten als entt\u00e4uschend empfinden m\u00fcssen. Im Bund verlor die Partei 2,3%, bei den gleichzeitig stattfindenden Wahlen in Mecklenburg-Vorpommern \u00fcber 4 % und in Berlin satte 6,2 %, was einen R\u00fcckgang um nahezu 40% bedeutete. Da n\u00fctzt es auch nichts, dass sie in Sachsen und Th\u00fcringen etliche Direktmandate erzielen konnte, denn das verschiebt nur die personale Zusammensetzung des Bundestages. Unter anderen Umst\u00e4nden w\u00fcrde man vielleicht mit Alice Weidel von einer Stabilisierung sprechen d\u00fcrfen, aber angesichts des fatalen Zustandes Deutschlands und vor allem der seit anderthalb Jahren w\u00fctenden Angriffe der Kaste auf Deutschlands Freiheit, ist das Ergebnis ern\u00fcchternd. Wann, wenn nicht jetzt, h\u00e4tte die Stunde der Opposition schlagen sollen? Zwar vertrat die Partei \u2013 aus nationaler Sicht \u2013 richtige Positionen, aber nicht mit der gebotenen Entschiedenheit. Zwar r\u00fcgte sie immer wieder, ob im Wahlkampf, ob im Bundestag die P(l)andemiepolitik der Bundesregierung, aber dabei fehlte der letzte Nachdruck. Wer so existentiell und b\u00f6sartig das Volk bek\u00e4mpft, wie wir es erleben mussten und m\u00fcssen, wer mit einem Erm\u00e4chtigungsgesetz die Verfassung faktisch au\u00dfer Kraft setzt usw. dem darf man auch schon einmal entgegnen, dass er ein politisches Verbrechen begeht und nicht nur falsche Politik betreibt. Dass aber ein AfD-Abgeordneter einem Herrn Lauterbach oder seine Spie\u00dfgesellen in angemessener Weise in die Parade gefahren w\u00e4re, haben wir nicht erlebt. Es h\u00e4tte viele phantasievollen M\u00f6glichkeiten zum Fundamentalprotest gegeben. Besondere Zeiten erfordern besondere Ma\u00dfnahmen, man denke an die Anf\u00e4nge der Gr\u00fcnen und ihr Auftreten im Bundestag. Desgleichen fehlte der offensive Schulterschluss der AfD mit der Querdenkerbewegung. Aber m\u00f6glicherweise \u00fcberfordert das den prinzipiellen Staatsgehorsam b\u00fcrgerlicher Herzen.<\/p>\n

Das ganze Dilemma dieser Partei trat wieder einmal in Gestalt ihres Sprechers J\u00f6rg Meuthen zutage, der bei der Bundespressekonferenz am Montag nach der Wahl verk\u00fcndete, es sei ein Fehler gewesen den Austritt aus der EU ins Wahlprogramm zu nehmen. Damit diskreditierte er die<\/em> Kernforderung, um aus der Bundesrepublik jemals wieder einen freien und souver\u00e4nen Staat zu machen. Wer Deutschland aus den Krakenarmen des internationalen Finanz- und Konzernkapitals befreien will, muss bei dieser Organisation beginnen, die sich nicht an den Interessen der V\u00f6lker, sondern an denen des WEF oder Goldmann Sachs o.\u00e4. orientiert. Nun zu lamentieren, das habe W\u00e4hler abgeschreckt, ist ein Argument derjenigen, die eine Partei als Selbstzweck ansehen, die m\u00f6glichst hohe Prozentpunkte anstrebt, um Pfr\u00fcnde verteilen zu k\u00f6nnen. Falsch ist es obendrein: Eine Partei von der Gr\u00f6\u00dfe, die die AfD inzwischen erreicht hat, muss in der Lage sein, den B\u00fcrgern die leicht zu durchschauende Agenda des Internationalismus, als L\u00fcge zu vermitteln. Damit wird sie am Ende nicht Stimmen verlieren, sondern gewinnen. Wer aber aus Angst vor dem eventuellen Verlust von Mandaten die eigenen Positionen aufweicht, wird erst recht Stimmen verlieren. Denn die B\u00fcrger wollen keine Beliebigkeit. Die haben sie an den Altparteien genug. Auf dieser Linie der Zur\u00fcckhaltung liegt \u00fcbrigens auch die seit Jahren die ganze Partei durchziehende Angst vor dem Verfassungsschutz, die schon zu mancher taktischen Ausweichbewegung und zu kontraproduktiven Distanzierungen und Parteiausschlussverfahren gef\u00fchrt hat. Manche m\u00f6gen das \u201eklug\u201c nennen \u2013 tats\u00e4chlich ist es neunmal klug. Angst war noch nie ein guter Ratgeber.<\/p>\n

 <\/p>\n

Abschlie\u00dfend sei auf einen Umstand hingewiesen, der von der Mainstream-Presse kaum kommentiert wurde: Der Bundestag wird sich auf 735 Abgeordnete aufbl\u00e4hen. Dass das seine Arbeitsf\u00e4higkeit erh\u00f6hen wird, d\u00fcrften wenige behaupten. Diese Gr\u00f6\u00dfe steht in umgekehrter Proportionalit\u00e4t zu seiner Bedeutung, mussten wir doch insbesondere bei den vielen Versionen der Corona-Erm\u00e4chtigungsgesetze erleben, dass die Abgeordneten sich kaum als Kontrolleure der Regierung verstanden, sondern sich darin begn\u00fcgten die Vorgaben der Parteif\u00fchrungen und der Regierung umzusetzen, und es dabei auch noch hinnahmen, dass sie oft in Windeseile durchgepeitscht wurden \u2013 ein Hohn f\u00fcr jedes demokratische Verfahren. Weltweit sitzen nur in China mehr Applaudeure im Parlament.<\/p>\n

Wenn diese Wahl jedoch ein Gutes hatte, dann das: Sie hat gezeigt, wie die derzeit noch ma\u00dfgeblichen politischen Kr\u00e4fte einzusch\u00e4tzen sind. Sie sind mittlerweile so abgewirtschaftet, dass von ihnen sicher kein Neuaufbau zu erwarten ist. Das System wird und muss an sich selbst scheitern.<\/p>\n

 <\/p>\n

Der Verfasser, promovierter Rechtsanwalt, war vier Jahre lang stellvertretender Bundesvorsitzender der Republikaner. Seit 2007 ist er parteifreier Publizist, Schriftsteller und Dichter. J\u00fcngst erschien im Metapol-Verlag sein neuer Gedichtband \u201eTriage \u2013 Licht aus Schatten<\/a>\u201c<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"

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