{"id":7738,"date":"2021-03-05T23:42:56","date_gmt":"2021-03-05T22:42:56","guid":{"rendered":"https:\/\/gegenstrom.org\/?p=7738"},"modified":"2021-03-05T23:42:56","modified_gmt":"2021-03-05T22:42:56","slug":"bauern-werden-zu-europaeern","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gegenstrom.org\/en\/bauern-werden-zu-europaeern\/","title":{"rendered":"Bauern werden zu Europ\u00e4ern"},"content":{"rendered":"<p>Der folgende Text wurde von <strong>Cristi\u00e1n Barros<\/strong> verfasst und von <strong>Alexander Markovics<\/strong> vom Englischen ins Deutsche \u00fcbersetzt. Barros lehrt an der University of Development in Chile und der Nagaoka University of Technology in Japan. Er ist Autor von sechs B\u00fcchern und Umweltaktivist in Patagonien. Markovics ist Historiker sowie Generalsekret\u00e4r und Pressesprecher des Suworow-Instituts. Des Weiteren hat er zahlreiche Aufs\u00e4tze verfasst sowie zwei B\u00fccher ver\u00f6ffentlicht. Sein letztes Buch kam 2020 unter dem Titel \u201eDer Aufstieg der Neuen Rechten\u201c im Arcadi Verlag raus (<a href=\"https:\/\/arcadi-online.de\/der-aufstieg-der-neuen-rechten\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">submitted<\/a> erh\u00e4ltlich). Markovics ist regelm\u00e4\u00dfiger Autor bei Gegenstrom und referierte in der Vergangenheit auf Seminaren von MetaPol Verlag &amp; Medien.<\/p>\n<p>Das Konzept der Nationalit\u00e4t besitzt eine paradoxe Genealogie. Zuerst wurde es durch den Westf\u00e4lischen Frieden ausgebr\u00fctet (und seinen Kohorten von Gebildeten mit antiquierten Verbeugungen vor den Galliern, Etruskern oder Teutonen), dann durch die Zentralisierung der Jakobiner kooptiert und zuletzt durch Napoleon als Speerspitze gegen das traditionelle Europa ins Feld gef\u00fchrt. Daher besitzt die Nationalit\u00e4t einen ausgesprochen b\u00fcrgerlichen Stammbaum, der aus den Geburtswehen der Revolution und des Krieges emporgewachsen ist. Zugegebenerma\u00dfen war die adelige Reaktion darauf urspr\u00fcnglich sowohl kosmopolitisch als auch pragmatisch: Sie beschwor dabei sowohl Loyalit\u00e4ten zu Dynastien als auch zu Kurtisanen und leistete einen opportunistischen Treueschwur zum Christentum als paternalistische Alternative gegen\u00fcber der erbitterten Moderne. Sie zermarterte sich still den Kopf und brachte schlie\u00dflich einige Erben als Ernte hervor. Inzwischen rief der napoleonische Sturm durch Deutschland einen romantischen Widerstand hervor und zwang die Deutschen dazu, die Gef\u00fchle des nationalistischen \u00c9lans jenseits des Rheins nachzuahmen.<\/p>\n<p>Diese Spiegelung erwies sich als so erfolgreich, dass das von Preu\u00dfen gef\u00fchrte Deutschland, vom in voller Bl\u00fcte stehenden Zollverein ermutigt, seine sorgengeplagten Nachbarn 1871 abermals mit dem Nationalismus infizierte. Diese ungewollte Ansteckung gebar einen neuen Nationalismus im besiegten Frankreich: Ein seltener Verschnitt aus royalistischer Nostalgie und Sozialdarwinismus, der durch plebejische, autorit\u00e4re und irredentistische Eigenschaften gekennzeichnet war. Nat\u00fcrlich wurde dieser politische Nativismus von den urbanen Intellektuellen und Pamphleteschreibern betrieben, Barr\u00e8s z\u00e4hlte zu ihren einflussreichsten und am meisten ber\u00fcchtigten Vertretern. Der durch die Niederlage bei Sedan provozierte Geist der Revanche trug zum Pariser Vorsto\u00df zur Umerziehung der Bauern bei. In der Tat wurden sehr bald obskure, primitive Bauern aus Navarra und der Bretagne indoktriniert und \u00fcberredet, durch die Schule und die Armee, die Sitten der Metropole zu \u00fcbernehmen.<\/p>\n<p>Der jiddische Linguist Max Weinrich merkte einst humorvoll an: \u201e<em>Eine Sprache ist ein Dialekt mit einer Armee und einer Marine.<\/em>\u201c Dieser Scherz bietet uns Einsicht in eine komplexe Thematik. Gewisserma\u00dfen sind Nationen kleine St\u00e4dte mit gr\u00f6\u00dferer Infrastruktur und Territorium, welche das Gewaltmonopol mit ihren Gesetzen durchsetzen. Es entbehrt einer gewissen Ironie, dass gerade die Europ\u00e4ische Union, die gegenw\u00e4rtig auseinanderbricht und einen politischen Zickzackkurs f\u00e4hrt, dem Pfad vorhergehender \u201enation-building\u201c Programme folgte. Die Europ\u00e4er m\u00fcssen sich den selben Zerrei\u00dfproben stellen und dieselben Mythen wie die \u201eNation Builder\u201c der Vergangenheit verwenden. Sie m\u00fcssen ihre eigene, weit zur\u00fcckreichende Legitimation erfinden \u2013 die vermeintlich bis zur Aufkl\u00e4rung und Kants Immerw\u00e4hrenden Frieden zur\u00fcckgeht \u2013 und ebenso eine Erwartung s\u00e4kularer Erl\u00f6sung durch die b\u00fcrgerliche Partnerschaft formulieren. Daher bem\u00fcht jeder Europ\u00e4ismus seine eigenen \u201eerfundenen Traditionen\u201c und \u201eausgedachten Gemeinschaften\u201c (Benedikt Anderson) \u2013 diese werden allesamt in nicht-existenten Br\u00fccken und monumentalen Toren ausgedr\u00fcckt, die die Eurobanknoten zieren. Diese imagin\u00e4re Architektur mag wie eine unheimliche Hommage an Calvinos&#8216; unsichtbare St\u00e4dte erscheinen, obwohl ihre echte Inspiration der profanere Robert Mundell ist, der eigentliche Architekt des europ\u00e4ischen W\u00e4hrungsregimes und eingefleischter Prophet der Reaganonomics.<\/p>\n<p>Dem Allgemeinwissen widersprechend ist der Euro nicht gescheitert \u2013 zumindest nicht nach dem urspr\u00fcnglichen Plan von Mundell. Eigentlich zielte Mundells&#8216; Sch\u00f6pfung darauf ab, den Lohn der Arbeiter unten zu halten und eine Seigniorage f\u00fcr die Hochfinanz abzuwerfen. Eine harte W\u00e4hrung von apolitischen Banken bewahrt verhindert keynesianisches \u201eHelikoptergeld\u201c, also wird die Wettbewerbsf\u00e4higkeit durch Lohnreduktion zum einzigen Anpassungshebel. Davon abgesehen ist die Hartw\u00e4hrung typischerweise die Theologie der Kreditgeber und Rentiers, den letzten Unterst\u00fctzern des Euroregimes. Nichts davon ist wirklich eine Offenbarung. Auf ihm eigent\u00fcmliche Weise hat das Finanzkapital die Europ\u00e4ische Union intensiv vorbereitet und lie\u00df bei ihrer Entstehung einen verk\u00fcmmerten Wohlfahrtsstaat und die Vorstellung von einer wiedergewonnenen Engstirnigkeit zur\u00fcck.<\/p>\n<p>Interessanterweise nehmen unsere Europ\u00e4isten ihre schamlose Rolle als neue Mandarine und Ideologen an, und bekennen dabei ein mystifizierendes Vertrauen in den Euro. Ihnen zufolge \u00fcbersteigt der Euro seine blo\u00dfe Funktion als \u201eZahlungsmittel mit geringen Transaktionskosten\u201c &#8211; eine durchsichtige Rechtfertigung aus dem Lehrbuch. In der Realit\u00e4t ist es so wie Habermas und andere behaupten, n\u00e4mlich, dass der Euro im Grunde eine Art \u201eraffinierte\u201c Form irgendeiner hegelianischen Vernunft in der Wirtschaft ist, die sich hin zu einer liberalen Gleichschaltung Europas bewegt. Der Euro ist daher keineswegs ein legales Angebot f\u00fcr ein suboptimales W\u00e4hrungsgebiet bereitgestellt, um den Wohlstand zwischen seinen Mitgliedern gleicher Nationalstaaten zu gew\u00e4hrleisten. Vielmehr ist er die g\u00fctige Entelechie die den Weg frei macht f\u00fcr eine neue politische Totalit\u00e4t, eine Art Meta-Europa, welche idealer Weise ihre eigenen Grenzen \u00fcberschreitet und wenn \u00fcberhaupt irgendetwas, dann eine Weltb\u00fcrgerschaft miteinschlie\u00dft.<\/p>\n<p>F\u00fcr jene die sich dem Echo der Geschichte zuwenden h\u00f6rt sich das nach gepriesenen These des Doux-Handels w\u00e4hrend des XVIII. Jahrhunderts an. Erinnern wir uns daran, dass diese liberale F\u00fcrsprache im britisch-franz\u00f6sischen Freihandelsabkommen von 1786 endete, wohl einer Voraussetzung f\u00fcr den folgenden revolution\u00e4ren Aufstand \u2013 der in weiterer Folge die erste Ausgabe von (katastrophal inflation\u00e4rem) Fiatgeld zur Folge hatte, den ber\u00fcchtigten Assignaten&#8230; Daraufhin brachte die Revolution jedem den sofortigen Tod der die frisch gedruckten Banknoten verweigerte. Folglich besteht eine enge historische Verbindung zwischen den modernen Nationen und dem Papiergeld. Beide sind entschieden vom Vertrauen der Menschen und ihrer Verl\u00e4sslichkeit abh\u00e4ngig. Andererseits schreit die \u00d6ffentliche Meinung nach einem passenden Propaganda-Apparat \u2013 daher r\u00fchrt die Notwendigkeit professioneller Schwindler und Experten, von Delors bis Derrida, die das Vulg\u00e4re verbreiten und die Widerwilligen z\u00fcchtigen. Dann wiederum beginnen die Europ\u00e4isten wieder zu schimpfen und rekapitulieren auf komische Art den jakobinischen Protest gegen die aufm\u00fcpfigen Provinzler. Schauen wir uns zum Beispiel den B\u00fcrger Bar\u00e8re an, Vorzeigekandidat nationalistischer Tugenden w\u00e4hrend des Gro\u00dfen Terrors, der voller Inbrunst die Dialekte und Idiosynkrasien des peripheren Frankreichs anklagte, um sie zum Wohle aller zu verbieten, diese Initiative schritt nach dem Bauernaufstand in der Vend\u00e9e noch st\u00e4rker voran.<\/p>\n<p>Die Vereinheitlichung der Schul- und Arbeitsbedingungen, ebenso wie der Ma\u00dfe und Gewichte, folgte auf dem Fu\u00df. Von daher kam der Aufstieg des rationalen Inlandmarktes. Wie immer fehlt es der Elfenbeinturmintelligenz an ausreichender Geduld, wenn es um die Disziplinierung des T\u00f6lpels geht, dem Kanonenfutter jeder Modernisierung. Das Kapital gleicht, der Revolution nicht un\u00e4hnlich, dem Gott Saturn der seine eigenen Kinder frisst: Die Basken und Bretonen von damals \u00e4hneln den Ungarn und Polen, die grie\u00dfgr\u00e4mig in den letzten toten Wassern des Nationalstaates planschen, den vergessbaren Errungenschaften des alten Liberalismus von 1848. Im XXI. Jahrhundert gibt der Neoliberalismus vor einen frischen, makellosen Leviathan zu konstruieren. Dabei handelt es sich um einen jungfr\u00e4ulichen, europ\u00e4ischen Nationalstaat, der nur vom Licht des Kapitals angeleitet wird. So ein Unterfangen verlangt, so nimmt man an, nach einem selektiven Vergessen \u00fcbrig gebliebener Souver\u00e4nit\u00e4t.<\/p>\n<p>Die Vorgeschichte ergibt Sinn. Fr\u00fchere Pl\u00e4ne um den Kontinent in eine einzige Kulturnation zu verwandeln, dr\u00fcckten oft \u00fcberdeutlich die Absicht aus Europas imperiale Unternehmungen \u00fcber seine Grenzen hinaus auszudehnen, um so interne Kriege und Ersch\u00f6pfung zu vermeiden. Offensichtlich weckte das \u201eSch\u00fctzengrabentrauma\u201c die Angst davor, dass sich ein erneutes sich gegenseitiges Abschlachten zwischen zivilisierten christlichen Staaten abspielen k\u00f6nnte. (Dieser Einfluss \u00fcberschnitt sich auch mit dem Zusammenbruch des Goldstandards, der Autarkievorhaben und protektionistische Bl\u00f6cke ins Leben rief, vom Britischen Commonwealth bis hin zu Stalins \u201eSozialismus in einem Land\u201c.) Zu niemandes \u00dcberraschung verschwand das Suchen nach kolonialer Rendite niemals von der Agenda der Europ\u00e4isten: Schauen wir uns nur den Humanisten im Jazz-Zeitalter, Coudenhove-Kalergi an, einen fr\u00fchen Missionar der paneurop\u00e4ischen Idee, der unabl\u00e4ssig daf\u00fcr eintrat Afrika auszubeuten um seinen aufgekl\u00e4rten Herren besser zu dienen.<\/p>\n<p>Wie es \u00f6fters vorkommt hatte auch der Marxismus eine bestimmte Art von Chauvinismus kultiviert, der von den theoretischen Fauxpas betreffend die sogenannten nicht-historischen Nationen verk\u00f6rpert wurde. \u201e<em>Wenn der Euro scheitert, scheitert Europa.<\/em>\u201c &#8211; aber warum sollte es das? Der Beweis macht sicher, dass sich W\u00e4hrungsunionen vielleicht, vielleicht aber auch nicht als ein zuverl\u00e4ssiger Klebstoff f\u00fcr diese widerspenstigen, ungleichm\u00e4\u00dfigen Provinzen erweisen k\u00f6nnen. Oftmals ist das Ergebnis eher irrelevant \u2013 oder sogar kontraproduktiv. Nehmen wir zum Beispiel die Lateinische W\u00e4hrungsunion, ein festgelegtes Wechselsystem welches italienische und spanische M\u00fcnzen an den Franc von Napoleon III. band.<\/p>\n<p>Der Handel innerhalb der LMU-Zone gedieh immer mittelm\u00e4\u00dfig. Als Anekdote bleibt zu erw\u00e4hnen, dass die Schatzkammer des Vatikans letztlich den Silberanteil der gemeinsamen M\u00fcnze herabsetzen musste. Das selbe galt f\u00fcr die Monet\u00e4re Union Skandinaviens, welche den Ausbruch des Ersten Weltkriegs nicht \u00fcberlebte. Und weder die Lateiner noch die Nordm\u00e4nner machten es sich kuscheliger oder wurden durch diese vergeblichen \u00dcbungen br\u00fcderlicher zueinander. Jedoch handelt es sich um eine sehr sterile, langweilige Aufgabe eine Zentralbank in ein Volksheim zu verwandeln. Jetzt begegnen wir dem Populismus, dem neuen Gespenst das Europa heimsucht. Interessanterweise erfuhr der Populismus seine soziologische Taufe w\u00e4hrend der Bimetall-Kontroverse im Amerika der 1890er Jahre, als das Landvolk unter dem W\u00fcrgegriff der Ostk\u00fcstenbanker litt. Letztere verteidigten das deflation\u00e4re Gold gegen das inflation\u00e4re Silber, welches die Erntepreise beg\u00fcnstigte und Schulden bereinigte, die f\u00fcr die Bauern zu einer erdr\u00fcckenden Last geworden waren.<\/p>\n<p>Der kitschige, aber gute Zauberer von Oz bezeugt den Geist des l\u00e4ndlichen Amerikas vor \u00fcber 100 Jahren. Die kleine Heldin der Fabel, die von Wirbelst\u00fcrmen hingerissene und silberne Schuhe tragende Dorothy, versammelte um sich herum eine Vogelscheuche (die Bauern), einen Blechmann (Industriearbeiter) und einen scheuen L\u00f6wen (demokratische F\u00fchrer) um die b\u00f6se Hexe (die Monopole) zu bek\u00e4mpfen. Im Gegensatz dazu trat die konventionelle Soziologie (Hofstadter, Gellner, Shils, Lipset Lippmann) immer f\u00fcr eine hochn\u00e4sige Feindseligkeit gegen\u00fcber diesen agrarischen Aufwieglern und Unzufriedenen ein, damit ihr akademisches Bildnis eher d\u00fcster und wenig schmeichelhaft aussah. Der \u201eStrohmann\u201c des Populismus ist immer feindselig, archaisch, gesellig, melodramatisch, paranoid, xenophob, antisemitisch und zu einem V\u00f6lkermord aufgelegt. Dennoch betr\u00fcgt diese Sicht die eigene Furcht der Intellektuellen vor der Politik als etwas Unmittelbarem \u2013 Demokratie als Entscheidungsfindung der Mehrheit.<\/p>\n<p>Seit langer Zeit versteckt sich der Populismus im soziologischen Diskurs als Malapropismus. Um sich bei der Sprache Freuds zu bedienen, ist der Populismus das spukende <em>Es<\/em> des politischen Lebens: eine zombiehafte Figur die sich nur als das Symptom einer sozialen Dysfunktion zeigt. In der Praxis personifiziert er die eigentliche R\u00fcckkehr der Unterdr\u00fcckten. Es ist kaum noch erw\u00e4hnenswert, dass die hayeksche Austerit\u00e4t und die Einwanderung als Eugenik die gegenw\u00e4rtige populistische Gegenreaktion in der Eurozone provoziert haben. Einige wenige Autoren \u2013 wie Furedi, Streeck und Krastev haben \u00fcber dieses Problem des Tages mit genug Empathie und Luzidit\u00e4t gebr\u00fctet. Verstehen es die gew\u00f6hnlichen Leute immer falsch? Oder haben sie einen vern\u00fcnftigen Einspruch zu erheben? Im Gegensatz zu weiseren Stimmen h\u00f6ren wir aus dem Chor der Europ\u00e4isten nur das immerw\u00e4hrende Mantra von der reductio ad Hitlerum. Sie klagt das Gesindel daf\u00fcr an sich des obsoleten Nationalismus der Kleinen zu bem\u00e4chtigen, anstatt den aufsteigenden Nationalismus der Gro\u00dfen, namentlich des technokratischen Europas willkommen zu hei\u00dfen.<\/p>\n<p><strong>Der umerzogene Bauer bringt den B\u00fcrger des Nationalstaates hervor, der wiederum umerzogen werden muss, um den entnationalisierten B\u00fcrger zu geb\u00e4ren, den der zuk\u00fcnftige Kapitalismus fordert. Diese halluzinatorische Schleife hatte vor kurzem einen Kurzschluss und am politischen Horizont tauchte bislang keine problemlose Abmachung zur L\u00f6sung dieses Problems auf.<\/strong><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der folgende Text wurde von Cristi\u00e1n Barros verfasst und von Alexander Markovics vom Englischen ins Deutsche \u00fcbersetzt. Barros lehrt an der University of Development in Chile und der Nagaoka University of Technology in Japan. Er ist Autor von sechs B\u00fcchern und Umweltaktivist in Patagonien. 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