{"id":7729,"date":"2021-03-01T11:55:05","date_gmt":"2021-03-01T10:55:05","guid":{"rendered":"https:\/\/gegenstrom.org\/?p=7729"},"modified":"2021-03-01T11:55:05","modified_gmt":"2021-03-01T10:55:05","slug":"interview-zum-thema-gegenelite-aristokraten-und-der-koenig","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gegenstrom.org\/en\/interview-zum-thema-gegenelite-aristokraten-und-der-koenig\/","title":{"rendered":"Interview zum Thema \u201eGegenelite, Aristokraten und der K\u00f6nig\u201c"},"content":{"rendered":"<h2>&#8222;Die Rechte muss wieder rechts werden.&#8220;<\/h2>\n<p><a href=\"https:\/\/gegenstrom.org\/en\/shop\/buecher\/areopag\/die-neue-aristokratie\/\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-7361\" src=\"https:\/\/gegenstrom.org\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/Umschlag-Areopag-1-300x300.jpg\" alt=\"Areopag l\" width=\"250\" height=\"250\" srcset=\"https:\/\/gegenstrom.org\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/Umschlag-Areopag-1-300x300.jpg 300w, https:\/\/gegenstrom.org\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/Umschlag-Areopag-1-scaled-1000x1000.jpg 1000w, https:\/\/gegenstrom.org\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/Umschlag-Areopag-1-scaled-100x100.jpg 100w, https:\/\/gegenstrom.org\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/Umschlag-Areopag-1-768x768.jpg 768w, https:\/\/gegenstrom.org\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/Umschlag-Areopag-1-1536x1536.jpg 1536w, https:\/\/gegenstrom.org\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/Umschlag-Areopag-1-2048x2048.jpg 2048w\" sizes=\"(max-width: 250px) 100vw, 250px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Das nachfolgende Interview zwischen <strong>Peter Steinborn<\/strong> and <strong>Wolfgang Bendel<\/strong> kann als Erg\u00e4nzung zum <a href=\"https:\/\/gegenstrom.org\/en\/shop\/buecher\/areopag\/die-neue-aristokratie\/\">AREOPAG I \u201eDie neue Aristokratie\u201c<\/a> verstanden werden.<br \/>\nDa das Seminar in 2020 Corona-bedingt ausgefallen war, m\u00f6chten wir hiermit unseren Lesern und Seminarg\u00e4sten erm\u00f6glichen, in die Gedankenwelt von Wolfgang Bendel einzutauchen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div class='et-learn-more clearfix'>\n\t\t\t\t\t<h3 class='heading-more'>Mehr \u00fcber den Areopag erfahren<span class='et_learnmore_arrow'><span><\/span><\/span><\/h3>\n\t\t\t\t\t<div class='learn-more-content'>Im Mittelpunkt dieses Heftes steht die Auseinandersetzung mit der dringendsten Frage der Echten Rechten \u2013 der Schaffung einer staatsf\u00fchrenden Gegenelite. In Anbetracht der grassierenden Dekadenz und Verantwortungslosigkeit unserer staatlichen Eliten, ist es an der Zeit einen Gegenentwurf zum korrumpierten System des Demokratismus zu zeichnen. Die Neue Aristokratie als Leitmotiv dient hierbei als Sinnbild einer Staatsform, in welcher die Herrschaft durch die Besten der Gemeinschaft im Sinne der Gemeinschaft ausge\u00fcbt wird. Im Zentrum steht die Schaffung einer Avantgarde, die sich dem Ideal dieser Neuen Aristokratie verschrieben f\u00fchlt. Gemeinsam mit Referenten und Freunden des Verlages nimmt MetaPol die Herausforderung an, zuk\u00fcnftige verfassungsgebende Leits\u00e4tze und Charakteristika zu definieren und somit an der Bildung eines neuen staatspolitischen Ideals mitzuwirken.\n<a href=\"https:\/\/gegenstrom.org\/en\/shop\/buecher\/areopag\/die-neue-aristokratie\/\">Hier geht es zum Areopag<\/a><\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>P.S.:<\/strong> Sehr geehrter Herr Bendel, erst im Oktober letzten Jahres haben Sie einen Essay verfasst, der in dem AREOPAG I \u201eEine Neue Aristokratie\u201c erschien. Dabei handelt es sich um einen Sammelband von Aufs\u00e4tzen, die sich allesamt mit aristokratischen Ideen befassen und urspr\u00fcnglich als Begleit- und Nachschlagewerke f\u00fcr das Seminar f\u00fcr rechte Metapolitik gedacht waren. Nun musste dies aus bekannten Gr\u00fcnden zweimal abgesagt werden. Das Jahr 2020 verlief wohl bei uns allen vollkommen anders, als wir es erwartet hatten. Daher danke ich Ihnen f\u00fcr diese Gelegenheit noch einmal, tiefgr\u00fcndiger zu Inhalten Ihres Aufsatzes nachzufragen.<\/p>\n<p>Ihr Aufsatz ist der Gegenelite, den Aristokraten und dem K\u00f6nig gewidmet. K\u00f6nnen Sie unseren Lesern kurz erl\u00e4utern, was Sie unter diesen Begriffen verstehen?<\/p>\n<p><strong>W.B.: <\/strong>Im Vorwort zum Sammelband Aeropag I wird recht genau beschrieben, was wir unter Gegenelite zu verstehen haben. Es ist die Avantgarde, die sich im Kampf gegen die herrschende Funktionselite herausbildet und schlie\u00dflich im Sinne des &#8222;Kreislaufs der Eliten&#8220;, wie es Vilfredo Pareto postulierte, an deren Stelle treten wird. Aristokraten sind die Personen, die sich durch ihr Verhalten, ihren Charakter und ihre F\u00e4higkeiten als diejenigen herauskristallisiert haben, die in einem zuk\u00fcnftigen Gemeinwesen tragende politische Rollen \u00fcbernehmen werden. Zugleich entstehen sie aus der soeben erw\u00e4hnten Gegenelite. Der K\u00f6nig schlie\u00dflich ist das Symbol des Staates und der Idee, die hinter diesem Staat steckt.\u00a0 Zugleich ist er der Pontifex, der Br\u00fcckenbauer zwischen der materiellen und der \u00fcbernat\u00fcrlichen Welt. Was zun\u00e4chst wie ein Freibrief f\u00fcr absolute Macht aussieht, ist das genaue Gegenteil. Er kann keineswegs tun und lassen, was er will, sondern er muss sich besonders exakt an das Gesetz halten. Sowohl im materiellen als auch im spirituellen Sinn.\u00a0 Tut er dies nicht, ist er seines hohen Amtes unw\u00fcrdig und verliert es.<\/p>\n<p><strong>P.S.:<\/strong> Bereits in Ihrem Band \u201eAristokratie &#8211; Eine Streitschrift\u201c kommt die Demokratie nicht allzu gut weg. Die meisten Analysten \u2013 auch auf der patriotischen Seite \u2013 sehen in dem Zustand des heutigen politischen Systems eher den Mangel an Demokratie als Problem. Haben diese Leute unrecht?<\/p>\n<p><strong>W.B.:<\/strong> Der Begriff Demokratie wird heute so verwandt wie fr\u00fcher das Wort Gott. Man erwartet alles von ihr und interpretiert all das in sie hinein, was man sich w\u00fcnscht. Das ist offensichtlicher Unfug, da die Demokratie ein Gedankengeb\u00e4ude ist, das von Menschen geschaffen wurde und deshalb unvollkommen sein muss. Hinzu kommt noch ein weiterer Gedanke, n\u00e4mlich, dass mehr Demokratie automatisch bedeute, alles w\u00fcrde besser werden. Dies ist eine Behauptung ohne jede Beweiskraft. Da das demokratische Zeitalter jetzt bereits zwei Jahrhunderte umfasst, sind zahlreiche Probleme, die wir heute weltweit konstatieren k\u00f6nnen, Folgen demokratischer Prozesse. \u00a0Es ist nicht nachvollziehbar, wieso ausgerechnet die Forderung nach mehr Demokratie Probleme l\u00f6sen soll, die genau durch diese Regierungsform geschaffen wurden. Auch ein Alkoholkranker wird nicht durch den Konsum von noch mehr Schnaps geheilt. Es geht mir nicht darum, die Demokratie zu verteufeln, sondern auf Normalma\u00df zu stutzen. Demokratische Verhaltensweisen haben ihre Berechtigung, die in die Demokratie hinein projizierte Erl\u00f6sungserwartung ist hingegen abwegig.<\/p>\n<p><strong>P.S.:<\/strong> Der Begriff der Demokratie wird heute \u00e4hnlich inflation\u00e4r verwendet, wie das Wort \u201erechtsextrem\u201c. Dabei scheint jeder etwas Anderes darunter zu verstehen. K\u00f6nnen Sie uns erkl\u00e4ren, was Demokratie Ihrer Ansicht nach ist?<\/p>\n<p><strong>W.B.:<\/strong> Wie soeben gesagt, der Begriff der Demokratie hat in der Moderne eine zutiefst religi\u00f6se, um nicht zu sagen fundamentalistische Bedeutung erfahren. Demokratie wird gerne als Herrschaft des Volkes \u00fcbersetzt, wobei die \u00dcbersetzung des altgriechischen Wortes &#8222;Demos&#8220; eigentlich Staatsvolk bedeutet, und dieses Staatsvolk wiederum war auf Dorf- und Siedlungsgemeinschaften begrenzt.\u00a0 Das Wort erfuhr in der Sp\u00e4tantike einen Bedeutungswandel und wurde f\u00fcr die unteren und mittleren Bev\u00f6lkerungsschichten verwandt, also das, was man dann auch als Plebs oder P\u00f6bel bezeichnete.\u00a0 Was sagt uns das? Demokratie funktioniert nur in kleinen Gemeinschaften, und es besteht die Gefahr der Entartung in Richtung P\u00f6belherrschaft.<\/p>\n<p>\u00dcberdies wird heute das Wort Demokratie in einer geradezu aberwitzig anmutenden Beliebigkeit benutzt. Will man auch noch die absonderlichste Forderung durchsetzen, so geschieht dies grunds\u00e4tzlich im Namen der Demokratie.\u00a0 Selbst v\u00f6llig entgegengesetzte Bestrebungen werden von ihren Vertretern damit legitimiert, dass sie besonders demokratisch seien. Der Demokratie ihrerseits werden dann Begriffe wie &#8222;rechtsextrem&#8220;, &#8222;Faschismus&#8220; oder &#8222;Verschw\u00f6rungstheoretiker&#8220; entgegengesetzt, die l\u00e4ngst ebenso sinnentleert sind wie das Wort Demokratie selbst. Sie sollen nur noch zur Diffamierung unerw\u00fcnschter Gedanken dienen. Ein l\u00e4ngst absurd gewordenes Theater, an dem wir uns nicht weiter beteiligen sollten. Die Demokratie ist ein politisches Herrschaftssystem wie mehrere andere, sie ist also weder alternativlos noch ist ihre angebliche Unfehlbarkeit sachlich zu begr\u00fcnden.<\/p>\n<p><strong>P.S.:<\/strong> Ich denke wir sind uns einig, dass sich die ganze Welt in einer Katastrophe epochalen Ausma\u00dfes befindet. Sind das Ausw\u00fcchse der Demokratie oder sehen Sie hier auch noch andere Faktoren, die eine Rolle spielen?<\/p>\n<p><strong>W.B.:<\/strong> Die moderne Massendemokratie hat eine Art Zwilling, den Kapitalismus. Beiden ideologischen Systemen ist eins gemeinsam. Sie bauen auf menschlichen Verhaltensweisen auf, die urspr\u00fcnglich negativ konnotiert waren. Habgier, Loyalit\u00e4tsbruch, Feigheit, Egoismus, Neid etc. Ohne diese Merkmale funktionieren diese Systeme nicht. Ein Politiker, der immer die Wahrheit sagt, wird nicht gew\u00e4hlt. Der schon erw\u00e4hnte Demos erwartet das auch gar nicht von dem Gew\u00e4hlten. Vorw\u00fcrfe an diesen, er habe seine Wahlversprechen nicht gehalten, sind wohlfeil, denn weder der Gew\u00e4hlte noch der W\u00e4hler gingen davon aus, dass dies geschehen w\u00fcrde. Der W\u00e4hler wei\u00df also von Beginn an, dass der Gew\u00e4hlte ihn betr\u00fcgen wird und der Gew\u00e4hlte wei\u00df, dass der W\u00e4hler es wei\u00df. Es etablierte sich also ein System, in dem Betrug und Verrat integriert sein m\u00fcssen.\u00a0 Warum m\u00fcssen? Wenn der Politiker seine Versprechen halten w\u00fcrde, g\u00e4be es f\u00fcr den W\u00e4hler keinen Grund, bei der n\u00e4chsten Wahl jemand anderen zu w\u00e4hlen. Dies wiederum h\u00e4tte zur Folge, dass die Wahlen jedes Mal nahezu das gleiche Ergebnis h\u00e4tten, also \u00fcberfl\u00fcssig w\u00fcrden. Ein System, das, um zu funktionieren, die gegenseitige Illoyalit\u00e4t zur Voraussetzung hat, kann nicht nachhaltig sein.<\/p>\n<p>Eine andere Vorstellung, n\u00e4mlich, dass die Mehrheit immer Recht hat, ist fast noch absurder, denn jeder wei\u00df aus eigener Erfahrung, dass dem nat\u00fcrlich nicht so ist. D\u00e1vila pr\u00e4gte in diesem Zusammenhang den treffenden Satz: &#8222;In der Demokratie wird nur dar\u00fcber abgestimmt, wen zu unterdr\u00fccken statthaft ist.&#8220; Keineswegs geht es also darum, aus verschiedenen inhaltlichen Angeboten den besten Weg f\u00fcr die Gemeinschaft zu finden, im Gegenteil: Wohin die systematische Unterdr\u00fcckung und Kriminalisierung politischer Minderheiten f\u00fchren muss, sehen wir im Zusammenhang mit der Coronakrise \u00fcberdeutlich.<\/p>\n<p>Negative menschliche Eigenschaften werden nicht dadurch zu etwas Erstrebenswerten, nur, weil sie f\u00fcr die Funktionsf\u00e4higkeit der modernen Demokratie unerl\u00e4sslich sind. Sind es bei der Demokratie heutiger Pr\u00e4gung Betrug, L\u00fcge und Schwindel, die systemimmanent sind, so ist es beim Kapitalismus die Habgier. Der Kapitalist muss, bei Strafe seines Untergangs, danach trachten, sein Kapital unter allen Umst\u00e4nden zu vermehren, wenigstens aber zu bewahren. Scheitert er daran, ist er kein Kapitalist mehr. Aus Zeitgr\u00fcnden k\u00f6nnen wir das Thema hier nicht weiter ausf\u00fchren, weil es den Rahmen eines Interviews sprengen w\u00fcrde. Zusammengefasst. Wir erleben die aktuelle existenzbedrohende Krise der Menschheit deshalb, weil negative menschliche Eigenschaften durch die Massendemokratie und den Kapitalismus gef\u00f6rdert statt begrenzt werden.<\/p>\n<p><strong>P.S.:<\/strong> Angenommen, die Demokratie w\u00e4re daf\u00fcr verantwortlich, wo wir heute in der Welt stehen. W\u00e4re dann nicht die Forderung nach mehr Autokratie die logische Konsequenz daraus?<\/p>\n<p>W.B.: Der Begriff Autokratie ist aus meiner Sicht eher negativ besetzt, weil er impliziert, dass hier Leute machen k\u00f6nnen, was sie wollen, ohne die Konsequenzen zu bef\u00fcrchten. Der Autokrat ist keine positiv zu sehende geschichtliche Gestalt. Demgegen\u00fcber steht der Aristokrat, der, um \u00fcberhaupt diese Bezeichnung zu verdienen, sich an unver\u00e4nderbare Prinzipien halten muss: Treue, Schutz, Dienst. Er ist also immateriellen Zw\u00e4ngen unterworfen, die ihn in seiner Machtaus\u00fcbung beschr\u00e4nken. Das ist etwas, was dem Autokraten fernliegt. Die \u00dcberg\u00e4nge sind hier nat\u00fcrlich flie\u00dfend, wobei man sagen kann, ein autokratischer Stil oder monarchischer Absolutismus sind sicher Abweichungen vom aristokratischen Prinzip.\u00a0 Ein Herrscher ist zun\u00e4chst nur das lebende Symbol f\u00fcr die Einheit des Staates, er ist nicht der Staat selbst.<\/p>\n<p><strong>P.S.:<\/strong> Sind Demokratie und Aristokratie unvereinbar oder sehen Sie auch hier M\u00f6glichkeiten einer nat\u00fcrlichen Symbiose?<\/p>\n<p><strong>W.B.:<\/strong> Wie am Beispiel der antiken Demokratien zu sehen ist, besitzt diese Regierungsform ihre Berechtigung dort, wo in zahlenm\u00e4\u00dfig \u00fcberschaubaren Gemeinschaften jeder jeden kennt. Dort ist es auf jeden Fall sinnvoll, wenn man den B\u00fcrgern eine Mitsprachem\u00f6glichkeit gibt, wenn sie denn daran Interesse haben. Diese Einschr\u00e4nkung ist wichtig, denn viele Leute wollen schlicht, dass die dem Gemeinwesen obliegenden Anliegen im Interesse aller erledigt werden, ohne dass man sich um die konkreten Einzelheiten k\u00fcmmern muss.<\/p>\n<p>Wenn man sich in Europa umsieht, gibt es keinen Zwergstaat, der nicht besonders gut funktionieren w\u00fcrde. Dies ist kein Zufall. In diesem Zusammenhang zeigt das Beispiel Liechtenstein sehr sch\u00f6n, dass Aristokratie und Demokratie keine antagonistischen Widerspr\u00fcche sein m\u00fcssen. Demokratische Elemente haben auch in einer authentischen Aristokratie ihren Platz unter der Voraussetzung, dass die Aristokraten die grunds\u00e4tzlichen Richtlinien der Politik bestimmen.<\/p>\n<p><strong>P.S.:<\/strong> Neben dem Aristokraten spielen Ritter und Patrizier eine erhebliche Rolle in Ihren Anschauungen. Sind dies nicht Archetypen, die l\u00e4ngst der Vergangenheit angeh\u00f6ren? Welchen Einfluss haben diese Rollen aus Ihrer Sicht in der Moderne?<\/p>\n<p><strong>W.B.:<\/strong> Ritter und im gewissen Grad auch Patrizier geh\u00f6ren tats\u00e4chlich der Vergangenheit an. Beide Gruppen waren zumeist Teil der Gesellschaftsschicht, die man auch als niederen Adel bezeichnete. Ritter wurden in der Regel vom Herrscher, dem Lehnsherren, mit L\u00e4ndereien bedacht und mussten diesem im Gegenzug Waffengefolgschaft leisten, wobei sie die Kosten f\u00fcr Ausr\u00fcstung und Begleitpersonal, den Knappen, selbst tragen mussten. Patrizier kann man, um zeitgem\u00e4\u00dfe Begrifflichkeiten zu verwenden, am besten mit Gro\u00dfb\u00fcrgern \u00fcbersetzen. Interessant ist in diesem Zusammenhang der Hinweis, dass die Gr\u00fcndung der katholischen Kirche eine der letzten Handlungen des r\u00f6mischen Patriziats war, bevor das Imperium Romanum in den Gezeiten der Geschichte verschwand.<\/p>\n<p>Es ist m\u00fc\u00dfig und sprengt den Rahmen eines Interviews, wenn wir heute nach Personengruppen Ausschau halten wollen, die diesen historischen Gestalten entsprechen werden. Daf\u00fcr ist einfach noch nicht der Zeitpunkt gekommen, um Voraussagen zu treffen oder Vorschl\u00e4ge zu machen. Sicher sagen kann man nur eins. Dieser Personenkreis wird sich aus der zu bildenden Gegenelite und deren Umfeld rekrutieren.<\/p>\n<p><strong>P.S.:<\/strong> Wenn ich Sie richtig verstehe, dann ist die Neue Aristokratie eine eigentliche Meritokratie, also die Herrschaft der Leistenden oder besonders Verdienstenden einer Gesellschaft. Wen meinen Sie damit? Geh\u00f6ren der superreiche Jeff Bezos, Bill Gates oder Elon Musk auch zu dieser meritokratischen Elite?<\/p>\n<p><strong>W.B.:<\/strong> Mir gef\u00e4llt der Begriff Meritokratie nicht besonders, weil er zu einseitig die Betonung auf den wirtschaftlichen Erfolg der Angesprochenen legt. Der Begriff der Aristokratie ist weiter gefasst, da er nicht nur den materiellen Aspekt umfasst, sondern mehr. Dazu geh\u00f6ren immaterielle Verdienste und Eigenschaften wie die charakterliche Eignung, F\u00fchrungsqualit\u00e4ten, Patriotismus und so weiter.\u00a0 Den finanziellen Aspekt sollte man nicht ganz ignorieren, denn materielle M\u00f6glichkeiten haben ihre Berechtigung, sie sollten aber nicht im Zentrum der \u00dcberlegungen stehen. Die genannten Milliard\u00e4re geh\u00f6ren selbstverst\u00e4ndlich nicht zu einer zu bildenden aristokratischen Elite, da ihnen bis auf die wirtschaftliche Macht alle Eigenschaften fehlen, die einen authentischen Aristokraten ausmachen. Sie sind bestenfalls das, was man absch\u00e4tzig als Geldadel bezeichnet.<\/p>\n<p><strong>P.S.:<\/strong> Sie beziehen sich viel auf Julius Evola, der wahrscheinlich insbesondere den j\u00fcngeren Leser weniger bekannt sein wird. K\u00f6nnen Sie ihnen verraten, warum es sich lohnt, sich mit diesem Traditionalisten zu befassen? Haben Sie Buchempfehlungen?<\/p>\n<p><strong>W.B.:<\/strong> In meinem Beitrag f\u00fcr den Aeropag wies ich bereits darauf hin, dass man Evola als umgekehrten Marx verstehen sollte, der das Paradies nicht in die Zukunft, sondern in die Vergangenheit verlegte. Deshalb muss man seine Werke etwas kritisch betrachten, denn ein Paradies auf Erden gab es nie und wird es nie geben. Ich halte es da eher mit dem kolumbianischen Philosophen G\u00f3mez D\u00e1vila, der erkannte, dass die gro\u00dfen Probleme der Menschheit keine L\u00f6sung haben, sondern nur eine Geschichte. Evola war ein italienischer Kulturphilosoph, der im 20. Jahrhunderts schriftstellerisch aktiv war und 1974 verstarb. Sein Hauptwerk ist die &#8222;Revolte gegen die moderne Welt&#8220;, in der er die antike Welt beschreibt und welche Lehren man daraus f\u00fcr unsere Zeiten ziehen kann.\u00a0 Es ist aber ein geschichtsphilosophisches Buch, kein politisches oder ideologisches. In gewissem Sinne politischer wird er in seinen Werken &#8222;Den Tiger reiten&#8220; und &#8222;Menschen inmitten von Ruinen&#8220;.\u00a0 Evolas Verdienst liegt zweifellos darin, dass er auf ewig g\u00fcltige Werte verwies und den antiken und traditionalen Gesellschaften den ihnen geb\u00fchrenden Platz in der Menschheitsgeschichte zugestand. Ein Platz, der ihnen von einer fortschrittsgl\u00e4ubigen und einseitig materialistisch orientierten Geschichtswissenschaft abgesprochen wurde. Evola ist eine gro\u00dfe Hilfe dabei, um den Hochmut und den selbstm\u00f6rderischen Gr\u00f6\u00dfenwahn der Moderne in die Schranken verweisen zu k\u00f6nnen. Unsere Zeitgenossen sind weder intelligenter noch moralisch h\u00f6herstehend als unsere Vorfahren und Ahnen.<\/p>\n<p><strong>P.S.:<\/strong> \u201e<em>Der Aristokrat oder auch Patrizier<\/em>\u201c, so schreiben Sie, \u201e<em>hatte in der traditionalen Welt nicht nur weltliche, sondern auch religi\u00f6se Macht. Materielle und spirituelle Kr\u00e4fte b\u00fcndeln sich in einer Person.<\/em>\u201c Welche Rolle spielt die Religion in der Neuen Aristokratie? Sehen Sie einen Unterschied zwischen Religion und Konfession? Kann der Aristokrat ein religi\u00f6ser Priester sein, ohne konfessionell initiiert worden zu sein?<\/p>\n<p><strong>W.B.:<\/strong> Der Mensch ist ein religi\u00f6ses Wesen. Seit es ihn gibt, sucht der Mensch nach Deutungen, die sein Dasein auf diesem Planeten erkl\u00e4ren. Letztlich unternimmt auch die moderne Wissenschaft nichts Anderes, die heutzutage neben der Demokratie als die Ersatzreligion schlechthin fungiert. Die Wissenschaft mag zwar vieles erkl\u00e4ren k\u00f6nnen, letztlich scheitert sie aber bei dem Versuch, in sich schl\u00fcssig begreiflich zu machen, woher wir kommen und wohin wir gehen.\u00a0 Ein Beispiel zur Verdeutlichung. Die These vom Urknall zeigt zugleich die M\u00f6glichkeiten und Begrenzungen der Wissenschaft. Sie kann zwar schl\u00fcssig erkl\u00e4ren, was nach dem Urknall geschah, nicht aber zwei ganz entscheidende Fragen beantworten. Warum kam es zum Urknall und was war vor ihm? An dieser Stelle kommen wir nur mit religi\u00f6sen Vorstellungen weiter. Wenn wir Religion als den Glauben an eine alles Sein bestimmende g\u00f6ttliche Macht betrachten, dann haben wir zu konstatieren, dass eine aristokratische Ordnung in eine religi\u00f6se Welt eingebettet sein muss. Neben dem transzendenten und spirituellen Gedanken, den wir hier nicht weiterverfolgen k\u00f6nnen, verf\u00fcgt die Religion \u00fcber eine sehr wichtige Kontrolleigenschaft. Sie zeigt den Menschen ihre Grenzen auf und bewahrt sie vor Gr\u00f6\u00dfenwahn, Verblendung und der Vorstellung, alles sei machbar. Wohin uns dieser Machbarkeitswahn mittlerweile f\u00fchrte, erleben wir jeden Tag immer bedrohlicher, n\u00e4mlich in Richtung der allm\u00e4hlichen Zerst\u00f6rung unseres Planeten als der Heimat unserer Spezies. Wobei wir nicht dabei sind, die Erde selbst zu zerst\u00f6ren, sondern vielmehr unsere Lebensgrundlagen. Religion bedeutet Bescheidenheit und Demut angesichts der Sch\u00f6pfung. Beide Eigenschaften sind aristokratische Prinzipien, \u00dcberheblichkeit und Aufgeblasenheit demokratische.<\/p>\n<p>Unter Konfession versteht man allgemein die Zusammenfassung religi\u00f6ser Glaubenss\u00e4tze, die im Rahmen einer Glaubensgemeinschaft gepflegt werden. Die Konfession ist der Religion untergeordnet. Das Christentum ist eine Religion. Katholizismus und Orthodoxie sind Konfessionen. Dies nur zur Erl\u00e4uterung.<\/p>\n<p>Inwieweit ein Aristokrat auch Priester sein kann, ohne initiiert worden zu sein, ist eine sehr spezielle Frage, die man aus heutiger Sicht nicht abschlie\u00dfend beantworten kann. Ich kann nur so viel sagen: Es w\u00e4re von Vorteil.<\/p>\n<p><strong>P.S.:<\/strong> Wer die Aristokratie bef\u00fcrwortet, der bekennt sich gleichzeitig zur Hierarchie. Warum sind Hierarchien notwendig im Leben und insbesondere in der politisch-gesellschaftlichen Sph\u00e4re?<\/p>\n<p><strong>W.B.:<\/strong> Hierarchie ist ein zentraler Bestandteil dessen, was man als Identit\u00e4t bezeichnet. In einem Aufsatz f\u00fcr die Zeitschrift Agora \u00e4u\u00dfere ich mich zu diesem Thema ausf\u00fchrlicher. Hierarchie bedeutet, dass jedermann auf dieser Welt seinen Platz hat. Ein Platz, an dem er sich selbst wiederfinden und erkennen und an dem er f\u00fcr das Gemeinwohl eine n\u00fctzliche Leistung erbringen kann. Wer in einer Hierarchie weiter oben steht, ist dabei nicht der bessere Mensch, er hat nur eine andere Aufgabe zu erf\u00fcllen. Hierarchien m\u00fcssen dabei durchl\u00e4ssig sein.\u00a0 Jemand, der seiner Aufgabe nicht gewachsen ist, muss an anderer Stelle seinen Platz finden, w\u00e4hrend andere, die in ihrem Aufgabenbereich unterfordert sind, sich eine passendere Berufung suchen m\u00fcssen. Hierarchie darf kein statischer Prozess sein, ererbte Hierarchien sind abzulehnen. Eine Hierarchie muss st\u00e4ndig hinterfragt und mit Leben erf\u00fcllt werden. Nichts auf dieser Welt ist statisch, auch nicht die Hierarchie.<\/p>\n<p><strong>P.S.:<\/strong> Wenn Hierarchie und Aristokratie genuin rechte Bestrebungen und Bekenntnisse sind, dann steht es weltanschaulich schlecht um die gegenw\u00e4rtige Deutsche Rechte.<\/p>\n<p><strong>W.B.:<\/strong> Das ist eine sehr interessante Aussage, denn sie erm\u00f6glicht es mir, ideengeschichtlich weiter auszuholen. Mit der amerikanischen Unabh\u00e4ngigkeit und der Franz\u00f6sischen Revolution, beides Ereignisse gegen Ende des 18. Jahrhunderts, dr\u00e4ngte erstmals die politische Linke an die Macht. Beide Umst\u00fcrze waren Frucht des Agierens der Aufkl\u00e4rer, die die traditionellen Gesellschaften in den d\u00fcstersten Farben malten, in erster Linie nicht um tats\u00e4chliche oder eingebildete Missst\u00e4nde zu beseitigen, sondern um sich selbst an die Stelle der damaligen aristokratischen und monarchischen Eliten zu setzen. Im Nachhinein betrachtet griff bereits damals Paretos Erkenntnis vom &#8222;Kreislauf der Eliten&#8220;, die wir eingangs erw\u00e4hnt hatten. Seit dieser welthistorischen Niederlage befindet sich die Rechte in der ideologischen Defensive. \u00a0Um verlorenes Terrain wiederzugewinnen, griff die Rechte seitdem linke Gedanken auf und versuchte sie, in rechte Narrative einzupassen. Die scheinbar rechte Idee des Nationalstaats, die damals in Frankreich entstand, ist beispielsweise keineswegs eine urspr\u00fcnglich rechte Vorstellung, sondern Konsequenz der Franz\u00f6sischen Revolution. Und dass diese eine linke und keine rechte Veranstaltung war, wird wohl niemand bestreiten. Die Niederlagen vom Ende des 18. Jahrhunderts, da sollten wir uns allerdings nichts vormachen, hatten, trotz der W\u00fchlarbeit der Aufkl\u00e4rer, auch handfeste materielle Gr\u00fcnde. In verschiedenen Publikationen wies ich bereits mehrfach darauf hin.<\/p>\n<p>Um es kurz zu machen. Das bisher Gesagte legt den Gedanken nahe, dass sich die Rechte wieder intensiver darum k\u00fcmmern sollte, was denn genau rechts im politisch-ideologischen Umfeld bedeutet. Zum Verst\u00e4ndnis erw\u00e4hne ich hier einige rechts-linke Begriffspaare. Identit\u00e4t oder Entfremdung, Aristokratie oder Demokratie, Hierarchie oder Anarchie, Reich oder Verwaltungseinheit, Selbstverantwortung oder staatliche Betreuung, Freiheit oder Sicherheit. Die Rechte muss diese Gedanken wieder st\u00e4rker er\u00f6rtern, ins Blickfeld der Menschen r\u00fccken, damit diese sich eine rechte Alternative nicht nur vorstellen, sondern dieser auch etwas abgewinnen k\u00f6nnen. Und besonders wichtig. Es muss eine Alternative sein, deren Realisierung als machbar erscheint. Das Herumtheoretisieren in Richtung eines Dritten Wegs &#8211; wobei ich hier selbstverst\u00e4ndlich nicht die Partei meine \u2013, den sowieso nie jemand finden wird, \u00fcberzeugt nicht nur niemanden, sondern ist auch inhaltlich nicht zielf\u00fchrend. Auch Gedankenspiele eines menschlichen Nationalsozialismus oder einer Wiederherstellung der Verh\u00e4ltnisse unter Konrad Adenauer l\u00f6sen bei niemandem Begeisterung aus. Anderes gilt f\u00fcr aristokratische oder monarchische Auffassungen, wie es die ungeheure Popularit\u00e4t der Werke J.J.R. Tolkiens bewiesen hat. In einem Schlagwort zusammengefasst, <u>die Rechte muss wieder rechts werden<\/u>. Wie gesagt, die Voraussetzung daf\u00fcr ist freilich, dass man \u00fcberhaupt wei\u00df, was das politisch-ideologisch betrachtet bedeutet.<\/p>\n<p><strong>P.S.:<\/strong> In Ihrem Text verweisen Sie auf die geistige Aristokratie, die auf materielle G\u00fcter verzichte und so beschreiben Sie es \u2013 sicherlich etwas idealisiert und auf D\u00e1vila beziehend \u2013 als einen kontemplativen Akt, also als ein \u201eIn-sich-kehren\u201c. Spirituell dient heute leider als Schimpfwort. K\u00f6nnen Sie uns diesen Begriff einmal aus Ihrer Sicht erl\u00e4utern und weshalb es aus Ihrer Sicht erstrebenswert ist, seinem Leben Spiritualit\u00e4t einzuhauchen?!<\/p>\n<p><strong>W.B.:<\/strong> Der Mensch lebt nicht nur vom Brot allein. So lautet ein bekanntes Sprichwort. Unser K\u00f6rper besteht aus Materie, weshalb es unerl\u00e4sslich ist, ihm materielle G\u00fcter zuzuf\u00fchren, damit er am Leben bleibt. Das ist die eine Seite. Die andere Seite ist es, dass es neben der Materie noch etwas Anderes gibt, das wir den Geist nennen und der uns von den Tieren grunds\u00e4tzlich unterscheidet. Neben der materiellen Welt gibt es auch eine geistige Welt, eine Welt, die wir nicht sehen, messen oder wiegen k\u00f6nnen, von der aber jeder wei\u00df, dass es sie gibt. Liebe und Hass existieren, obwohl es keine physikalische, mathematische oder chemische Methode gibt, um diese beiden Grundemotionen genau zu bestimmen. Die heutige Welt ist rein materialistisch gepr\u00e4gt, nur was Geld bringt oder kostet, besitzt einen Wert. Fr\u00fcher gab es Werte, die nicht mit Gold aufzuwiegen waren. Treue, Ehre, Anstand, Mut, Tapferkeit. Ein Mensch konnte h\u00f6chstes Ansehen genie\u00dfen, obwohl er kaum \u00fcber materielle G\u00fcter verf\u00fcgte oder diese ihm unwichtig waren. Zum Beispiel der M\u00f6nch in seiner Zelle, wie ihn D\u00e1vila beschreibt. Aber auch der mutige Krieger oder der Weise geh\u00f6ren in diese Kategorie.\u00a0 Mir geht es darum, wieder ein Gleichgewicht zwischen materieller und spiritueller Welt zu schaffen.\u00a0 Ich bin kein Phantast und glaube daher nicht, dass der Weg der Kontemplation, der Selbstentr\u00fcckung oder Selbstopferung jemals ein Massenph\u00e4nomen werden wird. Nur eines ist sicher. Beide Welten, die spirituelle wie die materielle, m\u00fcssen sich in einem Menschen vereinigen, wenn er Meisterschaft erreichen will.<\/p>\n<p><strong>P.S.:<\/strong> Wer die Spitzen der gesellschaftlichen Hierarchien anstrebt, der verfolgt doch letztlich auch materielle-weltliche Ziele wie Macht und Einfluss. Handelt es sich hierbei um eine Dichotomie oder sind diese Dinge miteinander vereinbar?<\/p>\n<p><strong>W.B.:<\/strong> Nat\u00fcrlich ist beides vereinbar. Man muss hier realistisch bleiben. Vor einiger Zeit ver\u00f6ffentlichte ich auf meiner Facebook-Seite ein Foto, das mich und meine Frau zusammen mit einigen h\u00fcbschen jungen Frauen zeigt, darunter zwei lokalen Sch\u00f6nheitsk\u00f6niginnen. Sofort tauchte eine Kritik auf, dies st\u00fcnde im Widerspruch zu meinen Vorstellungen von Aristokratie. Warum? Nirgends verlange ich, dass ein Aristokrat nicht den angenehmen Dingen des Lebens zugeneigt sein darf. Warum soll ein Aristokrat nicht sch\u00f6ne Frauen bewundern d\u00fcrfen oder festliches Essen genie\u00dfen? Wer solche Freuden verneint, der fordert zu viel und verwechselt Aristokratie mit Askese. Nat\u00fcrlich k\u00f6nnen Aristokraten wie Asketen leben, und dazu gibt es durchaus Beispiele in der Geschichte, aber ein Aristokrat muss keinesfalls Asket sein. Wichtig ist, dass wir bei unseren Vorstellungen von einer Neuen Aristokratie auf dem Boden der Tatsachen bleiben.<\/p>\n<p>Die Frage ist auch nicht, ob jemand materiell-weltliche Macht anstrebt, sondern zu welchem Zweck er das tut. Steht das Gemeinwohl im Vordergrund oder das pers\u00f6nliche Interesse? Nat\u00fcrlich kann man beides nicht immer trennen, aber charakterfeste Menschen sollten hier die richtigen Priorit\u00e4ten setzen. Man sollte jedenfalls aus solchen Dingen keine Glaubensfragen machen. Wer von den Menschen zu viel verlangt, und dies vor allem dauerhaft, wird letztlich gar nichts erreichen.<\/p>\n<p><strong>P.S.:<\/strong> Sie sprechen von einem K\u00f6nig, so wie in Tolkiens Werk oder in der Artussaga. Man k\u00f6nnte meinen, das hier ist das Zeitalter der Def\u00e4tisten und Schwarzmaler. Woraus kann der Leser Optimismus sch\u00f6pfen?<\/p>\n<p><strong>W.B.:<\/strong> K\u00fcrzlich schrieb mir ein Bekannter in einen Kommentar, er sehe voller Hoffnung schwarz. Diese Einsch\u00e4tzung teile ich. Die Dinge sind inzwischen nicht nur in Deutschland so weit fortgeschritten, dass eine Reform oder rechtzeitige Umkehr ausgeschlossen scheint. Es wird m\u00f6glicherweise zu einer Katastrophe kommen, wenigstens aber zu einem wirtschaftlichen, sozialen und gesellschaftlichen Niedergang historischen Ausma\u00dfes. \u00a0Mit anderen Worten, es wird zu einer Katharsis kommen m\u00fcssen, zu einer Reinigung mit anschlie\u00dfender L\u00e4uterung.<\/p>\n<p>Unsere Aufgabe wird es dabei sein, die Tr\u00fcmmer, die die moderne Welt zur\u00fcckgelassen hat, wieder aufzusammeln und neu zusammen zu setzen. Darauf sollten wir uns heute ganz gezielt vorbereiten. Darin sehe ich auch die Funktion und Aufgabe eines Projekts wie Gegenstrom, und das ist auch der Grund, warum ich mich hier gerne beteilige, soweit es meine Kr\u00e4fte zulassen.\u00a0 Zusammengefasst, kurzfristig bin ich pessimistisch, langfristig sogar sehr optimistisch, denn die Menschen werden nicht vergessen, wer sie ins Ungl\u00fcck gest\u00fcrzt hat, aber auch nicht, wer ihnen wieder Hoffnung machte. Das wird niemand so schnell vergessen.<\/p>\n<p><strong>P.S.:<\/strong> Sie pl\u00e4dieren ganz klar f\u00fcr ein Reich. K\u00f6nnen Sie unseren Lesern kurz erl\u00e4utern, was Sie darunter verstehen? Was ist der Unterschied zum viel gepriesenen Nationalstaat? Und sind denn die Reichsidee und der Nationalstaat miteinander vereinbar?<\/p>\n<p><strong>W.B.:<\/strong> Ein Reich ist mehr als ein blo\u00dfer Nationalstaat, da es in der Regel mehrere V\u00f6lker umfasst. Neben einem Staatsvolk bewohnen ein Reich traditionaler Vorstellung andere V\u00f6lker und St\u00e4mme, die verschiedene Sprachen sprechen, deren Konfessionen unterschiedlich sein k\u00f6nnen und die \u00fcber eigene kulturelle \u00dcberlieferungen verf\u00fcgen. Ein Reich kann man eher als geographischen denn als v\u00f6lkisch definierten Gro\u00dfraum betrachten. Der Herrscher verk\u00f6rpert dabei die Einheit und die Idee des Reichs. Den Begriff des Imperiums, der h\u00e4ufig synonym f\u00fcr Reich verwandt wird, sollten wir hingegen vermeiden, da er nicht zuf\u00e4llig in dem Wort Imperialismus enthalten ist. Die aktuellen imperialen M\u00e4chte wie die USA, China oder auch die EU streben danach, ihren Einfluss nach au\u00dfen auszudehnen, wobei sie danach trachten, die unterworfenen V\u00f6lker und Nationen wirtschaftlich zu durchdringen und ideologisch gleichzuschalten. Das widerspricht vollkommen der urspr\u00fcnglichen Reichsidee, die davon ausging, dass man den kleineren V\u00f6lkern ihre Autonomie und Eigenheiten lie\u00df unter der Voraussetzung, dass sie die Oberherrschaft des K\u00f6nigs beziehungsweise Kaisers anerkannten, Tribute entrichteten und die territoriale Integrit\u00e4t des gemeinsamen Staates nicht in Frage stellten. Im Gegenzug wurde ihnen, wie bereits gesagt, weitgehende innere Autonomie, die Bewahrung ihrer Br\u00e4uche und \u00dcberlieferungen garantiert. Eine Einmischung in die inneren Angelegenheiten fand von Seiten des Reichs kaum statt. Solche Gebilde kamen stets dann in existenzielle Schwierigkeiten, wenn eine der beiden Seiten oder gleich beide die gegenseitige Respektierung aufk\u00fcndigten oder das Reich imperiale Ziele verfolgte, die zu einer \u00dcberdehnung seiner Kr\u00e4fte f\u00fchrte. Aus diesen Fehlern muss zuk\u00fcnftig gelernt werden.<\/p>\n<p><strong>P.S.:<\/strong> Sie schreiben selbst, \u201e<em>dass Begriffe wie Nation und Volk<\/em>\u201c in Ihrer \u201e<em>Reichsvorstellung zwar nicht die zentrale Rolle einnehmen wie die Begrifflichkeiten Aristokratie und K\u00f6nigtum<\/em>\u201c, dennoch \u201e<em>aber von ausgesprochen gro\u00dfer Bedeutung sind<\/em>.\u201c Dabei verweisen Sie auch auf das Scheitern der k. u. k. Monarchie. Ein Europ\u00e4isches Gro\u00dfreich hat also nichts mit Ihrer Reichsvorstellung zu tun? Wie sehen Sie dann die Zukunft der Eurasischen Halbinsel?<\/p>\n<p><strong>W.B.:<\/strong> Auch hier m\u00fcssen wir Wunschdenken und Realismus gegeneinander abw\u00e4gen. Auf den ersten Blick ist die Vorstellung von einem Europ\u00e4ischen Gro\u00dfreich sicherlich eine faszinierende Idee. Aber ist sie auch realistisch? Wird man sie umsetzen k\u00f6nnen? Ehrlich gesagt, ich glaube es nicht. Es fehlt ein dominierendes Staatsvolk, es fehlt eine gemeinsame Sprache, eine gemeinsame Konfession. Dies scheinen mir die Grundvoraussetzungen zu sein, um ein Reich zu gr\u00fcnden, das \u00fcber eine gewisse Stabilit\u00e4t verf\u00fcgen soll. Die \u00f6sterreichisch-ungarische Monarchie, die als Modell f\u00fcr ein solches Projekt herhalten m\u00fcsste, scheiterte nicht zuletzt daran, dass sie zwei staatstragende V\u00f6lker hatte. Die deutschen \u00d6sterreicher und die Ungarn. Was sich bei zwei staatstragenden Nationen schon als unm\u00f6glich erwies, das soll bei einem halben Dutzend verschiedener staatstragender V\u00f6lker klappen? Kann ich mir nicht vorstellen. Aber nach der von mir erw\u00e4hnten Katharsis werden die Karten neu gemischt werden und danach scheint nichts mehr unm\u00f6glich zu sein.<\/p>\n<p>In Europa gibt es drei gro\u00dfe Sprachgruppen. Die germanische, die romanische und die slawische. Es w\u00e4re schon sehr viel erreicht, wenn sich diese Sprachgruppen auf jeweils ein Reich verst\u00e4ndigen k\u00f6nnten und diese drei Gro\u00dfreiche in einem freundschaftlichen Verh\u00e4ltnis zueinander st\u00fcnden. Interessant ist \u00fcbrigens in diesem Zusammenhang, dass es in Lateinamerika inzwischen auch Bestrebungen gibt, dort ein Gro\u00dfreich zu schaffen mit Lima in Peru als der traditionellen Hauptstadt aus der Zeit des spanischen Vizek\u00f6nigreichs. Aber auch in dieser Weltgegend ist man noch weit von der Realisierung dieser Idee entfernt, obwohl man katholisch gepr\u00e4gt ist und nur zwei romanische Sprachen unter einen Hut gebracht werden m\u00fcssten. Es ist freilich nicht auszuschlie\u00dfen, dass die bevorstehende Katharsis einen katalytischen Effekt haben und der Idee Gestalt verleihen wird. Der Gedanke ist jedenfalls da, der Samen ist ges\u00e4t.<\/p>\n<p><strong>P.S.:<\/strong> Was kann der Einzelne heute tun, um eine Neue Aristokratie zu errichten?<\/p>\n<p><strong>W.B.:<\/strong> Viel. Diese Frage kann man ganz praktisch beantworten. Ich darf hier daran erinnern, was ich im Sammelband Areopag ausf\u00fchrte. Hierzu einige Stichworte. Publizistische Freir\u00e4ume jeder Art schaffen. Eine andere M\u00f6glichkeit sind Wirtschaftstreibende, die Menschen Besch\u00e4ftigung geben, die in einem sich immer totalit\u00e4rer gebenden System in Ungnade gefallen sind.\u00a0 Jeder kann sich selbst \u00fcberlegen, wie er die entstehende Gegenelite unterst\u00fctzen kann oder ob er sich selbst berufen f\u00fchlt, dieser anzugeh\u00f6ren.<\/p>\n<p><strong>P.S.:<\/strong> Um die geistige Aristokratie in sich zu vollziehen und sich des Amtes damit als w\u00fcrdig zu erweisen, bedarf es des Meisterns von Herausforderungen. Die Selbstaufgabe und das \u00dcberwinden des Ich sind dabei grundlegende Meilensteine der Initiation. Diese materielle Welt des falschen Friedens bietet jedoch kaum M\u00f6glichkeiten heroischer Taten, wie wir sie aus der Artussage kennen. Was kann der nach Aristokratie Strebende tun, um diesem idealen Zustand n\u00e4her zu kommen?<\/p>\n<p><strong>W.B.:<\/strong> Ich glaube, es geht weniger darum, heroische Taten zu vollbringen, denn diese dienen letztlich mehr dem eigenen Ego als dem Gemeinwohl. Der Aufbau einer Gegenelite, die sich als Alternative zur herrschenden Funktionselite formiert, um diese zum gegebenen Zeitpunkt abzul\u00f6sen, ist zweifellos eine sehr gro\u00dfe Herausforderung f\u00fcr diejenigen, die sich dieser Aufgabe gewachsen f\u00fchlen und sie angenommen haben. Das mag sich auf den ersten Blick nicht besonders heroisch anh\u00f6ren. Aber es wird ein Kampf sein, der Ausdauer, Charakterst\u00e4rke, Bekennermut, innere Ausgeglichenheit, eben all die Eigenschaften fordert, die n\u00f6tig sind, um das einmal angenommene Schicksal zu meistern. Dieses Ringen k\u00f6nnen wir als eine Form der Initiation betrachten, an deren Ende dann die Aufnahme in eine wahre, eine Neue Aristokratie stehen wird.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8222;Die Rechte muss wieder rechts werden.&#8220; Das nachfolgende Interview zwischen Peter Steinborn und Wolfgang Bendel kann als Erg\u00e4nzung zum AREOPAG I \u201eDie neue Aristokratie\u201c verstanden werden. 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