{"id":7630,"date":"2021-01-30T09:24:21","date_gmt":"2021-01-30T08:24:21","guid":{"rendered":"https:\/\/gegenstrom.org\/?p=7630"},"modified":"2021-01-30T09:24:21","modified_gmt":"2021-01-30T08:24:21","slug":"zusendung-gedanken-aus-der-hygiene-haft-ein-zwiegespraech","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gegenstrom.org\/en\/zusendung-gedanken-aus-der-hygiene-haft-ein-zwiegespraech\/","title":{"rendered":"Zusendung: Gedanken aus der Hygiene-Haft &#8211; Ein Zwiegespr\u00e4ch"},"content":{"rendered":"<p><em>Der nachfolgende Text stellt ein fiktives Zwiegespr\u00e4ch zwischen einem j\u00fcngst aus der Corona-Quarant\u00e4ne Entlassenen und einem interessierten Freund dar. Der Inhalt entspricht im weitesten Umfang den realen Geschehnissen. Er soll als eine Art Leitfaden dienen, welcher Kraft und Motivation spendet, sollte man selbst einmal in die gleiche Situation kommen. Wie schnell das gehen kann, zeigt diese Geschichte. Zudem liefert er einige Hinweise in Hinblick auf eine angemessene Vorbereitung f\u00fcr unvorhergesehene Situationen. <\/em><\/p>\n<p><em>Als metapolitischer Verlag wissen wir um die Notwendigkeit der Resilienz. Gerade in schwierigen Krisenzeiten ist es umso wichtiger, das \u201eseelische Immunsystem\u201c zu st\u00e4rken. Zugleich erkennen auch wir die sich abzeichnenden Chancen. Denn eines gilt: Die Krise ist das Drehmoment in der Politik. Verh\u00e4ltnisse, die sich im Umbruch befinden, k\u00f6nnen viel eher in die eine oder andere Richtung grunds\u00e4tzlich ge\u00e4ndert werden, als dies bei festgef\u00fcgten Zust\u00e4nden m\u00f6glich w\u00e4re. So sehen wir stets das Positive und m\u00f6chten auch unseren geneigten Leser dazu einladen, die gro\u00dfen M\u00f6glichkeiten der Zeit zu entdecken. Diese Kurzgeschichte soll dazu eine abwechslungsreiche Inspiration sein. Die Redaktion<br \/>\n<\/em><\/p>\n<p>Ein Text von <strong>Dennis Sturm<\/strong><\/p>\n<p>\u201eWieso musstest du damals eigentlich in Quarant\u00e4ne?\u201c<\/p>\n<p>\u201eIch galt als Kontaktperson von jemandem, der positiv auf das Virus getestet wurde. Da hatte mich das Gesundheitsamt angerufen und mir mitgeteilt, dass ich sofort die Arbeit zu verlassen habe und nach Hause fahren soll. Meine Wohnung durfte ich ab dann nicht mehr verlassen. Mit einem Hund d\u00fcrfte ich auch nicht mehr rausgehen, sagte man mir am Telefon.\u201c<\/p>\n<p>\u201eDu hast dich also bei einer kranken Person angesteckt? Dann brauch man sich auch nicht zu wundern. Hattest du denn Symptome?\u201c<\/p>\n<p>\u201eDie Person war ja gar nicht krank, sondern kerngesund und symptomfrei. Mir ging es ebenfalls bestens und ich hatte keine Symptome.\u201c<\/p>\n<p>\u201eUnd wieso wurde die Person dann \u00fcberhaupt getestet?\u201c<\/p>\n<p>\u201eDie Person arbeitet im Krankenhaus und wird regelm\u00e4\u00dfig getestet.\u201c<\/p>\n<p>\u201eDann hatte sich die Person im Krankenhaus infiziert? Das kann ja auch schnell passieren, wenn man im medizinischen Bereich arbeitet. So trug die Person das Virus in sich und konnte andere damit anstecken.\u201c<\/p>\n<p>\u201eDas dachten wir erst auch. Um das aber zu \u00fcberpr\u00fcfen und um auf Nummer sicher zu gehen hatte sich die Person einen Tag sp\u00e4ter nochmal testen lassen.\u201c<\/p>\n<p>\u201eUnd?\u201c<\/p>\n<p>\u201eNegativ.\u201c<\/p>\n<p>\u201eNicht dein Ernst!? Und dann?\u201c<\/p>\n<p>\u201eUm wirklich ganz sicher zu sein hatte sich die Person am Tag darauf noch mal testen lassen.\u201c<\/p>\n<p>\u201eUnd?\u201c<\/p>\n<p>\u201eNegativ.\u201c<\/p>\n<p>\u201eDonnerwetter, das ist ja kaum zu glauben! Die PCR-Tests sollen doch sicher sein?\u201c<\/p>\n<p>\u201eEine gewisse Fehlerquote ist immer vorhanden. Es besteht auch die M\u00f6glichkeit, dass der erste Test verunreinigt war oder einfach nur fehlerhaft.\u201c<\/p>\n<p>\u201eMensch, da habt ihr aber nochmal Gl\u00fcck gehabt! Dann durftet ihr wieder raus.\u201c<\/p>\n<p>\u201eDas dachten wir auch. Aber der Mitarbeiter vom Gesundheitsamt sagte, dass es nichts \u00e4ndert trotz der beiden negativen Tests. Alle h\u00e4tten weiter in Quarant\u00e4ne zu bleiben.\u201c<\/p>\n<p>\u201eBitte? Warum das denn? Zwei weitere Tests haben doch belegt, dass die Person nicht infiziert war. Und Symptome hatte doch auch niemand.\u201c<\/p>\n<p>\u201eDas sah ich auch so. Woraufhin ich den Mitarbeiter fragte ob denn ein &#8211; offensichtlich falscher &#8211; positiver Test mehr Gewicht h\u00e4tte als zwei darauffolgende negative Tests.\u201c<\/p>\n<p>\u201eUnd?\u201c<\/p>\n<p>\u201eDas w\u00fcrde so bei denen gehandhabt, sagte der Mitarbeiter. Wenn einmal positiv getestet wurde spielt es keine Rolle ob danach negative Ergebnisse vorgelegt w\u00fcrden.\u201c<\/p>\n<p>\u201eAber das ist doch ein Unding! Dann wart ihr nachweislich gesund, nicht infekti\u00f6s und wurdet aufgrund falscher Tatsachen zu Hause eingesperrt! Sowas h\u00e4tte ich in unserem Rechtstaat nicht erwartet.\u201c<\/p>\n<p>\u201eDas war aber nun mal so.\u201c<\/p>\n<p>\u201eSag mal, wie stellen die sich das denn vor, wenn man einen Hund hat und mit dem nicht Gassi gehen darf?\u201c<\/p>\n<p>\u201eAuf diese Nachfrage sagte man mir, man solle dann doch einen Nachbarn oder wen anders fragen, der mit dem Hund gehen kann.\u201c<\/p>\n<p>\u201eAber dann kommt man doch auch mit anderen Menschen in Kontakt?\u201c<\/p>\n<p>\u201eJa.\u201c<\/p>\n<p>\u201eUnd wie hast du das gemacht?\u201c<\/p>\n<p>\u201eIch habe doch gar keinen Hund&#8230;\u201c<\/p>\n<p>\u201eAch ja&#8230;. Hattest du denn genug Lebensmittel f\u00fcr zwei Wochen zu Hause? Du wohnst ja sehr<\/p>\n<p>l\u00e4ndlich, da ist es doch schwierig bei den langen Wegen mit der Versorgung?!\u201c<\/p>\n<p>\u201eAls ich vom positiven Ergebnis der getesteten Person erfuhr bin ich sofort, noch vor dem offiziellen Anruf zur Quarant\u00e4neanordnung durch das Gesundheitsamt, einkaufen gefahren. Ich denke lieber nicht daran, wie es gewesen w\u00e4re, h\u00e4tte ich das nicht gemacht. Verwandte im Umkreis habe ich nicht, die f\u00fcr mich h\u00e4tten einkaufen k\u00f6nnen.\u201c<\/p>\n<p>\u201eWie erging es dir denn als du erfahren hast, dass du unter Hausarrest gestellt bist? Das ist doch bestimmt eine gro\u00dfe psychische Belastung?\u201c<\/p>\n<p>\u201eZuerst habe ich mir die Allgemeinverf\u00fcgung des Landkreises durchgelesen. Der f\u00fcr mich schwerwiegendste Punkt darin war der, dass ich verpflichtet war den Beauftragten des Gesundheitsamtes zum Zwecke der Befragung oder Untersuchung den Zutritt zu meiner Wohnung zu gestatten. Ich musste mir also erstmal dar\u00fcber klarwerden, dass ich jederzeit damit rechnen m\u00fcsse, dass Mitarbeiter einer Beh\u00f6rde in meine Wohnung eindringen k\u00f6nnen. Keine sch\u00f6ne Vorstellung! Hinzu kam das Gef\u00fchl von jetzt auf gleich eingesperrt zu sein, was sehr beklemmend war. Etwa als wenn einem die Luft zum Atmen genommen wird. Und da ich nicht arbeitsunf\u00e4hig geschrieben war musste ich von zu Hause aus im sogenannten Homeoffice weiterarbeiten. Dazu kam die Gewissheit, dass, wenn ich drau\u00dfen frische Luft h\u00e4tte schnappen wollen, ich zu einer empfindlichen finanziellen Strafe verdonnert oder im schlimmsten Falle zwangseingewiesen worden w\u00e4re. Wenn ich mir dagegen vorstelle: Ich w\u00e4re Gefangener in einer JVA&#8230; Kost und Logis w\u00e4ren frei&#8230; arbeiten m\u00fcsste ich auch nicht unbedingt&#8230; ich h\u00e4tte Gesellschaft und k\u00f6nnte mich unterhalten&#8230; viel weniger frische Luft bek\u00e4me ich auch nicht, dazu noch Hofgang&#8230;Zugegebenerma\u00dfen ein vermessener Vergleich. Aber au\u00dfergew\u00f6hnliche Situationen lassen auch au\u00dfergew\u00f6hnliche Gedanken entstehen! Zu Hause habe ich schlie\u00dflich eine viel sch\u00f6nere und gr\u00f6\u00dfere Zelle und ich muss mich nicht mit schlimmen Verbrechern umgeben. Dagegen dominiert aber die Einsamkeit, wenn man es vorzieht die sozialen Kontakte in der realen Welt zu pflegen anstatt in der digitalen. Und letztlich auch die Tatsache, dass ich bei Verlassen meiner Wohnung schlimmer bestraft werde als bei einer Flucht aus dem Gef\u00e4ngnis<a href=\"#_ftn1\" name=\"_ftnref1\">[1]<\/a>. Hinzu kommen noch viele weitere Entbehrungen. Den Partner von jetzt auf gleich nicht mehr sehen zu k\u00f6nnen, die Freunde, die Familie, drau\u00dfen keinen Sport mehr machen zu k\u00f6nnen und so weiter.\u201c<\/p>\n<p>\u201eMensch, das h\u00f6rt sich ja grausam an. Ich hoffe, dass ich nie in die Situation kommen werde.\u201c<\/p>\n<p>\u201eEs ist wirklich kein sch\u00f6nes Gef\u00fchl. Aber es waren ja auch nur zwei Wochen.\u201c<\/p>\n<p>\u201eDas sagst du so, nur zwei Wochen. Ich h\u00e4tte das nicht so gut durchgestanden. Wie hast du das nur hinbekommen?\u201c<\/p>\n<p>\u201ePositive Gedanken. Man darf sich auf keinen Fall verr\u00fcckt machen lassen, das ist entscheidend. Ich konsumiere deshalb so wenig Fernsehen und Radio wie m\u00f6glich, in denen es in Dauerschleife nur um das eine Thema geht. Zum Fr\u00fchst\u00fcck werden die neuen Infektionszahlen pr\u00e4sentiert und dir gesagt wie viele Menschen gestern &#8218;an oder mit&#8216; dem Virus gestorben sind. Und dass wir uns doch alle impfen lassen sollten, denn das w\u00e4re die einzige L\u00f6sung. Wir m\u00fcssten uns noch viel mehr anstrengen als bisher im Kampf gegen den unsichtbaren Feind. Die Ma\u00dfnahmen w\u00fcrden noch immer nicht ausreichen, weshalb sie weiter versch\u00e4rft werden. Es g\u00e4be noch zu viele, die die Regeln nicht umsetzten! Da f\u00e4ngst du schon selbst bald an zu \u00fcberlegen in deiner Wohnung eine Maske zu tragen&#8230;\u201c<\/p>\n<p>\u201eMan h\u00f6rt wirklich nichts Anderes mehr in den Medien. Aber was hast du den ganzen Tag lang<\/p>\n<p>getan, um nicht so verr\u00fcckt zu werden?\u201c<\/p>\n<p>\u201eEin geregelter Tagesablauf ist wichtig, um die Disziplin zu wahren. Neue Sachen auszuprobieren um den Geist nicht verkommen zu lassen und Sport zu treiben um den K\u00f6rper fit zu halten. Es ist, wie viele Dinge im Leben, eine Kopfsache. Wie gehe ich mit einer Situation um? Wer im Gro\u00dfen und Ganzen mit sich selbst im Reinen ist hat auch die Kraft vieles zu ertragen. Wenn ich nicht online gearbeitet habe und die Hausarbeit erledigt war, nutzte ich die Gelegenheit, um Sport zu machen. Dabei habe ich mir immer Ziele gesetzt, wie z. B. 100 Liegest\u00fctze oder Kniebeuge am Tag zus\u00e4tzlich zu weiteren Kraft- und Mobilit\u00e4ts\u00fcbungen. Sich Ziele zu setzen, sie zu verfolgen und zu erreichen stellt einen immer zufrieden. M\u00f6gen sie im ersten Augenblick noch so klein erscheinen; Sobald sie erreicht sind ist man selbst ein St\u00fcck gewachsen! Nat\u00fcrlich m\u00fcssen es sinnvolle Ziele sein, wie k\u00f6rperliche Ert\u00fcchtigung oder geistige Entwicklung. Die komplette Staffel einer Unterhaltungsserie auf Netflix zu schauen z\u00e4hlt nicht dazu. Man entdeckt dabei oft g\u00e4nzlich neue Seiten an sich. Etwa eine neue kreative Ader, auch in Bezug auf Dinge, die man bisher mehr nebens\u00e4chlich getan hat. Ich habe von Leuten geh\u00f6rt, die in der Zeit des Lockdowns das Malen angefangen haben oder eine Fremdsprache auffrischten. Der eine hat das Schreiben f\u00fcr sich entdeckt, der andere begann einen dicken W\u00e4lzer zu lesen, der ihn sonst immer abschreckte. Neue Rezepte wurden ausprobiert in der K\u00fcche. Es mag komisch klingen aber es ergeben sich in so einer au\u00dfergew\u00f6hnlichen wie schweren Situation f\u00fcr einen selbst ganz neue M\u00f6glichkeiten im Hinblick auf die Entfaltung der eigenen Pers\u00f6nlichkeit.\u201c<\/p>\n<p>\u201eAus dieser Sicht habe ich das noch gar nicht betrachtet. Ich kann mir aber vorstellen, dass viele das nicht so machen. Die sitzen dann den Tag lang vorm Fernseher oder surfen im Internet.\u201c<\/p>\n<p>\u201e\u00dcberlege dir was wichtig ist. Brauchst du diesen Artikel von Amazon wirklich? Willst du so viel Geld ausgeben f\u00fcr ungesundes Essen beim Lieferservice oder ein Netflix-Abo abschlie\u00dfen, weil dir gerade langweilig ist? Konsum macht nicht gl\u00fccklich, er lenkt nur ab! Er verschafft vielleicht ein kurzes Gl\u00fccksgef\u00fchl, \u00e4hnlich einer Droge. Aber danach sitzt du immer noch auf dem Sofa und bist in Quarant\u00e4ne. Wenn der sinnlose Amazon-Artikel ausgepackt ist; Wenn du V\u00f6llegef\u00fchle von dem fettigen Essen hast; Wenn die Staffel bei Netflix vorbei ist. Was bleibt davon? Tr\u00e4gt das zu einem gl\u00fccklicheren Leben bei? Hat es dich in irgendeiner Weise bereichert? Nein, es hat nur dein Konto erleichtert.\u201c<\/p>\n<p>\u201eAber das bedeutet ja, dass man sich noch mehr von der Au\u00dfenwelt abschottet, wenn man sowieso schon allein zu Hause eingesperrt ist. Findest du das nicht \u00fcbertrieben?\u201c<\/p>\n<p>\u201eIch sage nicht, dass man nicht auch mal kopfm\u00e4\u00dfig abschalten soll. Schaue dir ruhig einen Film zur Unterhaltung an, h\u00f6re zwischendurch Musik, lies auch mal Nachrichten im Internet. Den einzigen Abstand, den du jedoch immer einhalten solltest, ist der, zu einer vom Virus-Wahnsinn befallenen Gesellschaft! Das Risiko sich dort mit einer psychischen Belastung anzustecken ist n\u00e4mlich weitaus h\u00f6her und gef\u00e4hrlicher als sich mit dem Virus selbst anzustecken, geschweige daran zu sterben.&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Wann glaubst du hat das alles ein Ende und wir k\u00f6nnen wieder so leben wie vorher?&#8220;<\/p>\n<p>\u201eDem Umgang des Staates mit der von ihm proklamierten Pandemie stehen gl\u00fccklicherweise auch sehr viele Menschen \u00e4u\u00dferst kritisch gegen\u00fcber. Mir, als mittlerweile selbst betroffene Person dieser Ma\u00dfnahmen, geht es nicht anders. Gesunde Menschen werden auf Anweisung der Beh\u00f6rden unter Strafandrohung abgesondert. Machen wir uns nichts vor: Die reine Tatsache mal zwei Wochen zu Hause bleiben zu m\u00fcssen ist heutzutage f\u00fcr sich allein genommen ja nun kein Weltuntergang. Der Punkt an der Sache ist jedoch, dass der Staat hier v\u00f6llig \u00fcbergriffig und unverh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig gegen das Volk agiert. Die B\u00fcrger werden bevormundet, wie sie mit einer Krankheit umzugehen haben. Und dieses Handeln des Staates ist der eigentliche Grund des psychischen Drucks, dem man standzuhalten hat! Und nicht der Verzicht auf Netflix&#8230; Au\u00dferdem wei\u00df niemand, wo das alles hinf\u00fchren soll. Wird das Regime seine eingef\u00fchrten Erm\u00e4chtigungsgesetze irgendwann wieder aufheben? Werden wir wieder einen Alltag \u00e4hnlich dem vor Ausbruch des Virus haben? Die tiefen Einschnitte des Staates in das Leben, wie wir es kannten, deuten nicht darauf hin. Warum sollte die Regierung freiwillig seine hinzugewonnene Macht wieder ablegen, wenn doch die Mehrheit der B\u00fcrger sich den ihnen auferlegten Spielregeln unterwirft und mitspielt? Von daher gehe ich davon aus, dass diese Pandemie als Rechtfertigung f\u00fcr weitreichende und langfristige Ma\u00dfnahmen zur \u00dcberwachung<\/p>\n<p>dient und es zu schweren gesellschaftlichen Umw\u00e4lzungen und Verwerfungen kommen wird. Da kannst du dich mit abfinden oder es lassen aber \u00e4ndern kannst du daran erstmal nichts. \u00c4ndern kannst du nur dich selbst und den f\u00fcr dich besten Umgang f\u00fcr diese Situation finden. Was nicht bedeutet, dass du es tatenlos hinnehmen sollst. Nein, du hast sogar die Pflicht dich gegen das Unrecht zu erheben, welches daraus entsteht! Denn nur, wenn sich ein jeder \u00e4ndert und ein Umdenken bei sich selbst zul\u00e4sst wird daraus ein gesellschaftliches Umdenken stattfinden.\u201c<\/p>\n<p>\u201eIch sehe das ja auch so, nur traue ich mich nicht so etwas au\u00dferhalb meines engsten Kreises zu sagen. Man wird immer gleich als Virus-Leugner, Verschw\u00f6rungstheoretiker oder Aluhut-Tr\u00e4ger \u00f6ffentlich abgestempelt. Obwohl fast alle mit denen ich spreche \u00e4hnlich denken. Nur wei\u00df der eine nicht, dass sein Nachbar auch so denkt oder der Arbeitskollege oder der Kegelbruder. Keiner redet \u00f6ffentlich dar\u00fcber, weil alle diese Angst haben mit d\u00e4mlichen Begriffen gebrandmarkt zu werden. Wenn doch alle frei heraus sagen w\u00fcrden, was sie denken, w\u00fcrde man sich wundern wie viele zustimmen w\u00fcrden und das Spiel w\u00e4re schnell vorbei! Da ist aber der Wunsch Vater des Gedankens.<br \/>\nAber, sag mal hast du dich denn trotzdem mal rausgeschlichen? Jetzt kannst du es mir ja sagen.\u201c<\/p>\n<p>\u201eUm meines inneren Friedens willen bin ich nat\u00fcrlich jeden Tag rausgegangen. Ich musste das tun. Sonst h\u00e4tte ich wohl nicht mehr in den Spiegel schauen k\u00f6nnen, wenn ich das alles tatenlos<\/p>\n<p>hingenommen h\u00e4tte. Au\u00dferdem war dies mein pers\u00f6nlicher symbolischer Mittelfinger in Richtung Obrigkeit. Die frische Luft hat noch nie so gutgetan und der Regen hat mir noch nie so wenig ausgemacht wie in diesen Tagen. Wenn man nicht in der Lage ist Widerstand im Kleinen zu leisten wird es im Gro\u00dfen erst recht nicht funktionieren. Denn eines f\u00fchre dir immer vor Augen: Sei du selbst die Ver\u00e4nderung, die du dir bei anderen w\u00fcnschst!\u201c<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref1\" name=\"_ftn1\">[1]<\/a> Anmerkung: Ein Gef\u00e4ngnisausbruch wird in Deutschland nicht als juristischer Straftatbestand gewertet, da es ein allgemeines Recht ist, die Freiheit zu suchen.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der nachfolgende Text stellt ein fiktives Zwiegespr\u00e4ch zwischen einem j\u00fcngst aus der Corona-Quarant\u00e4ne Entlassenen und einem interessierten Freund dar. Der Inhalt entspricht im weitesten Umfang den realen Geschehnissen. Er soll als eine Art Leitfaden dienen, welcher Kraft und Motivation spendet, sollte man selbst einmal in die gleiche Situation kommen. 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