{"id":728,"date":"2017-07-09T18:18:14","date_gmt":"2017-07-09T17:18:14","guid":{"rendered":"https:\/\/gegenstrom.org\/?p=728"},"modified":"2020-02-03T18:15:49","modified_gmt":"2020-02-03T17:15:49","slug":"auf-ein-wort-dritter-weg-antwortet-steinborn-auf-positive-kritik","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gegenstrom.org\/en\/auf-ein-wort-dritter-weg-antwortet-steinborn-auf-positive-kritik\/","title":{"rendered":"Auf ein Wort: Dritter Weg antwortet Steinborn auf &#8222;positive Kritik&#8220;"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"font-size: 14pt;\"><em>Bei dem nachfolgenden Text handelt es sich um die Gegendarstelltung der Partei &#8222;Der Dritte Weg&#8220;, welche somit auf den von Peter Steinborn verfassten Artikel &#8222;Eine positive Kritik: Strategische Wirrungen und taktische Irrungen&#8220; Bezug nimmt. Gegenstrom versteht sich als Diskussionsplattform f\u00fcr rechte Metapolitik. Es handelt sich hierbei um eine wichtige unbedingt zu behandelnde Frage. Die Redaktion bedankt sich bei den Autoren f\u00fcr diesen zum Diskurs beitragenden Text. An dieser Stelle m\u00f6chten wir ausdr\u00fccklich dazu auffordern, gute und konstruktive Beitr\u00e4ge zu liefern, welche wie in diesem Beispiel als Rede und Gegenrede auf der Plattform f\u00fcr rechte Metapolitik ver\u00f6ffentlicht werden k\u00f6nnen.<\/em><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 14pt;\"><em>Die Redaktion<\/em><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 14pt;\">Auf der sich selbst als \u201ePlattform f\u00fcr rechte Metapolitik\u201c bezeichnenden Internetseite Gegenstrom.org erscheinen seit einiger Zeit diverse weltanschauliche und theoretische Artikel nationaler Autoren. Unter der an Dominique Venner angelehnten \u00dcberschrift \u201eEine positive Kritik\u201c wird dabei auch Kritik an den bestehenden Verh\u00e4ltnissen der nationalen Opposition ge\u00fcbt. Anlass gibt es daf\u00fcr zweifelsfrei leider genug. Auch unsere nationalrevolution\u00e4re Bewegung wurde in einem Artikel am Rande gestreift. Da es sich dabei um eine konstruktive Kritik handelt, nehmen wir gerne die M\u00f6glichkeit zu einer kurzen Antwort wahr, die zumindest einige Teilaspekte beleuchten soll.<\/span><\/p>\n<blockquote><p><span style=\"font-size: 14pt;\">In dem <a href=\"https:\/\/gegenstrom.org\/en\/2017\/05\/17\/eine-positive-kritik-strategische-wirrungen-und-taktische-irrungen\/\">Artikel<\/a> wird durchaus richtig das Fehlen einer konkreten Strategie und Taktik der nationalen Opposition kritisiert. Wir wollen uns aber gar nicht mit der Kritik des gesamt-nationalen Spektrums besch\u00e4ftigen, da es f\u00fcr uns ein einheitliches nationales Lager nicht gibt. Es gibt zwischen den verschiedenen Parteien, Organisationen und Gruppierungen sowohl gro\u00dfe weltanschauliche als auch noch viel gr\u00f6\u00dfere taktische und strategische Unterschiede. Wir k\u00f6nnen darum auch nur in unserem Namen sprechen und die an uns herangetragene Kritik beantworten. Im Text hei\u00dft es dazu: <em><strong>\u201e<\/strong>So ist mir der Dritte Weg ein absolutes R\u00e4tsel. Es handelt sich dabei um eine Partei, die scheinbar aus eher elit\u00e4r ausgerichteten Nationalisten besteht, die den Anspruch auf eine weltanschauliche Avantgarde erheben. Eine Partei ist jedoch anderen Bedingungen ausgesetzt als es z.B. bei der au\u00dferparlamentarischen Gruppe der Fall ist. Eine Partei unterliegt unter anderem dem Parteiengesetz, welches \u00a0vorschreibt, dass dieselbe sich durch Aufstellung von Bewerbern f\u00fcr Wahlen von Bund, L\u00e4ndern und Gemeinden an der politischen Willensbildung beteiligen muss. An einer Wahl teilzunehmen, bedeutet einen riesigen organisatorischen, logistischen und personellen Aufwand. Dieser Aufwand wird auf die personellen Ressourcen, sprich die Mitglieder der Partei, verteilt. Hinzu kommt der Umstand, dass politische Wahlk\u00e4mpfe ihren eigenen Gesetzen und Regeln unterliegen, die mit dem idealistischen Anspruch einer weltanschaulichen Avantgarde wenig bis gar nichts mehr zu tun haben. In Wahlen werden W\u00e4hlermassen, also ungleichartige Massen (foules h\u00e9t\u00e9rog\u00e8nes) \u201ebespa\u00dft\u201c. Sie zeichnen sich durch ihre \u201egeringe Urteilsf\u00e4higkeit, den Mangel an kritischem Denken, die Erregbarkeit, Leichtgl\u00e4ubigkeit und Einfalt\u201c (Gustave Le Bon) aus. Wer versucht, diese mit rationalen Argumenten zu \u00fcberzeugen, der wird auf verlorenem Posten stehen. Daher \u00fcberbieten sich die Akteure in Wahlk\u00e4mpfen gegenseitig in \u00dcbertreibungen, Phrasendrescherei und leeren Wahlversprechen. Das wirkt auf einen wahrheitssuchenden Avantgardisten mehr als unbefriedigend.<\/em><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 14pt;\"><em>Das hei\u00dft, die Aktivisten der Partei m\u00fcssen daf\u00fcr eingesetzt werden, Wahlkampf zu betreiben, der ziemlich aufwendig und zudem auch noch \u201eschmutzig\u201c ist. In einer Partei, die ausschlie\u00dflich den Anspruch hat, Wahlen zu gewinnen, kann man das auch von seinen Mitgliedern erwarten. Wenn eine Partei wie Der Dritte Weg jedoch nach au\u00dfen suggeriert, dass sie eine weltanschauliche Avantgarde darstellt, wird sie es schwer haben, ihre Mitglieder auf Dauer davon zu \u00fcberzeugen, bei diesem Spiel mitzuspielen. Wenn sie nur bedingt oder gar nicht an Wahlen teilnimmt, wird man sie verbieten. Wobei diese Partei alleine durch ihr sehr martiales Auftreten und das offene Bekenntnis zum NS ohnehin ziemlich viel Munition f\u00fcr das Wahrheitsministerium liefert. An dieser Stelle sei auch gesagt, dass sich \u00e4hnliche Vorstellungen und strategische Ausrichtungen auch in der NPD wiederfinden lassen. Hier gibt es auch eine nicht unerhebliche Gruppe, die glaubt, die Teilnahme an Wahlen sei sinnlos. Diese Aussage mag angesichts der nun langanhaltenden Durststrecke der NPD durchaus seinen Charme haben. <strong>Dennoch ist diese Partei durch Parteienfinanzierung und die Pflicht durch das Parteiengesetz daran gebunden. F\u00fcr diese Form der Strategie w\u00e4re die au\u00dferparlamentarische Gruppe, die sich st\u00e4rker auf die Ausrichtung ihrer Mitglieder konzentriert \u2013 d.h. nach innen gerichtete \u201ePolitik\u201c betreibt \u2013 sinnvoller.\u201c<\/strong><\/em><\/span><\/p><\/blockquote>\n<p><span style=\"font-size: 14pt;\">Bevor wir zu einer Erwiderung der einzelnen Punkte kommen, muss zun\u00e4chst klar gestellt werden, dass wir den Determinismus, eine Partei habe automatisch an den Krankheiten des Parlamentarismus zu leiden, ablehnen. Insbesondere in Deutschland haben sich die weltanschaulich und charakterlich saubersten Elemente in au\u00dferparlamentarischen Gruppen gesammelt, angewidert von den Missst\u00e4nden in den bisherigen Parteien. Dies ist und war zun\u00e4chst eine verst\u00e4ndliche Reaktion, krankte aber von Anbeginn an strategischen Fehlern, welche der Autor ja gerade kritisiert. So wird jeder mit langj\u00e4hriger politischer Erfahrung best\u00e4tigen k\u00f6nnen, dass in der Regel Personen \u00fcber 25 Jahren sich nicht mehr an eine Kameradschaft, einen Freundeskreis oder wie sich eine Gruppierung auch immer nennen mag, wenden. \u201eWas der Bauer nicht kennt, frisst er nicht\u201c, lautet ein bekanntes Sprichwort, und da die deutsche politische Landschaft nahezu ausschlie\u00dflich von Parteien dominiert wird, melden sich auch die, die den Forderungen recht geben w\u00fcrden, eben nur oder haupts\u00e4chlich bei Parteien. Dies mag man bem\u00e4ngeln, darf man kritisieren, ist aber ein schlichter Fakt. Das hei\u00dft, von vornherein hat eine nationale Gruppierung, von der wir nun annehmen wollen, dass sie eine v\u00f6lkische Gemeinschaft anstrebt, einen gro\u00dfen Teil des Volkes als m\u00f6gliche Unterst\u00fctzer und Mitglieder verloren. Dazu kommt noch die Frage nach dem schlichten Sinn, wenn man nicht Aktivismus als Selbstgrund werten mag. Denken wir uns eine Stadt mit 50.000 Einwohnern. Selbst wenn eine Gruppe \u00a0es schaffen sollte, dort 500 oder gar 5000 Mitglieder zusammenzubekommen, \u00e4ndern wird sich nichts, da diese Stadt in diesem Staat schlicht parlamentarisch regiert wird. Man h\u00e4tte selbst mit 49.000 Mitgliedern keine direkten Einflussm\u00f6glichkeiten \u2013 wenn der Stadtrat der Stadt \u00a0beschlie\u00dft, ein Asylantenheim dort hin zu stellen, wird dies umgesetzt werden, selbst wenn alle au\u00dfer dem Stadtrat dagegen sind. Eine dauerhafte Widersetzung gegen das staatlichen Gewaltmonopol ist im Moment mehr als utopisch. Das hei\u00dft, bis auf Tr\u00e4umereien einer nationalen Revolution durch die Stra\u00dfe kann diese Gruppe kein wirklich langfristiges Ziel setzen, au\u00dfer Selbstzwecke wie etwa Mitgliederwachstum oder die Erreichung von Jugendlichen beispielsweise \u2013 wobei nicht klar w\u00e4re, <em>wof\u00fcr<\/em> eigentlich. Hinter allem hat aber, wie uns bereits Nietzsche lehrte, der Willen zur Macht zu stehen. Wenn ich nicht wirklich den Willen habe, mich durchzusetzen und einmal die Regierung zu \u00fcbernehmen, so kann ich die Politik gleich sein lassen, wenn ich diesen Willen aber habe, so muss ich schauen, wie ich diesen Willen auf einem zumindest halbwegs realistischen Weg verwirklichen kann. Weiten Teilen der nationalen Opposition scheint aber dieser ernsthafte Wille zu fehlen, vielmehr handelt es sich um eine Selbstbespa\u00dfung, ein Vegetieren in der eigenen Subkultur und des Aktivismus um des Aktivismus willen. Ob es uns gef\u00e4llt oder nicht, eine Durchsetzung dieses Willens ist einem parlamentarischen Staat eben nur durch Parteien m\u00f6glich, wenn man nicht in Tr\u00e4umereien des Marschs auf Berlin leben mag \u2013 wir k\u00f6nnen dies hassen, wir k\u00f6nnen uns dagegen str\u00e4uben, aber im Endeffekt haben wir nicht die Arbeit danach zu richten, was uns am besten gef\u00e4llt, sondern danach, welcher Weg f\u00fcr unsere Nation der sinnvollste ist. So viel Reife, diese Fakten eben so hinzunehmen wie sie sind, scheint ebenfalls vielen zu fehlen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 14pt;\">Dass insbesondere in Deutschland die bestehenden Parteien gerade die besten Elemente abgeschreckt haben, ist, wie bereits gesagt, nicht verwunderlich. Das liegt aber nicht daran, dass sie Parteien sind, sondern daran, dass sie eben parlamentarische, liberalistische Parteien sind. Die Partei als solche ist eine rechtliche Form,\u00a0 man kann diese mit flacher B\u00fcrokratie halten oder man kann aus ihr ein selbstl\u00e4hmendes Monstrum erschaffen \u2013 keiner ist zu letzterem verpflichtet. Andere Wege als die bisherigen sind m\u00f6glich, wenn man sieht, dass unser Gesamtvorstand weitaus weniger Mitglieder hat als der anderer Parteien allein an Beisitzern, um nur ein kleines Beispiel zu geben. Das, worauf es ankommt, ist nicht die Form, sondern der Geist. Wenn ich eine Gruppierung habe, in der Fl\u00fcgelk\u00e4mpfe zur Tagesordnung geh\u00f6ren, pers\u00f6nliche Fehden, charakterliche Unzul\u00e4nglichkeiten und ein ekelerregender Karrierismus vorherrschen, so ist es vollkommen gleichg\u00fcltig, ob diese Gruppierung Partei, Verein oder Kameradschaft ist. Was aber nicht gleichg\u00fcltig ist, ist, ob man bundesweit eine einheitliche Struktur und eine Gesamtorganisation hat. Wer sich die Repression der vergangenen Jahre ansieht, wer Prozesse wie gegen das Aktionsb\u00fcro Mittelrhein oder die Autonomen Nationalisten G\u00f6ppingen verfolgt hat, der sollte begriffen haben, dass es heute nicht mehr m\u00f6glich ist, eine gr\u00f6\u00dfere und aktive parteifreie Gruppierung zu sein, von einer bundesweit aktiven nationale Organisation au\u00dferhalb von Parteien ganz zu schweigen. Und auch hier k\u00f6nnen wir uns wieder str\u00e4uben, wir k\u00f6nnen es hassen, aber im Endeffekt bleiben zwei M\u00f6glichkeiten: Der Realit\u00e4t nun einmal ins Auge sehen und uns danach richten oder bewusst ins offene Messer des Verbotes zu laufen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 14pt;\">Es wird behauptet, dass Parteien automatisch in Wahlk\u00e4mpfen versinken. Nun, wir sind,\u00a0 trotz zweier Wahlen, zu denen wir bisher angetreten sind, der Gegenbeweis. Unsere Bewegung braucht sich was Aktivismus und Kampagnenarbeit angeht vor keiner anderen Organisation zu verstecken, diverse bundesweite Aktionstage, Demonstrationen und \u00e4hnliche Aktionen seien hierbei nur am Rande erw\u00e4hnt. Dies ist der Fall, weil wir uns nicht nur auf Wahlk\u00e4mpfe versteifen, sie sind f\u00fcr uns nur eine bestimmte Form des nationalen Kampfes mit einer besonders intensiven Zeitspanne. Ob man wie die Br\u00fcder Strasser und andere Vertreter der historischen Nationalrevolution\u00e4ren \u00a0Wahlen nun schlicht als Gradmesser, wie weit der Gedanke der nationalen Revolution bereits im Volke verankert ist, sieht, oder ob man diese realpolitisch betrachte und es beispielsweise als gute M\u00f6glichkeit sieht, f\u00fcr uns Propaganda zu machen \u2013 zur Landtagswahl in Rheinland-Pfalz hingen rund 10.000 Plakate unserer Partei, von ausgestrahlten Werbespots und \u00e4hnlichem zu schweigen &#8211; , es gibt, sofern man einmal die Versteifung auf einen rein wahlbezogenen Geist verlassen hat, kaum ein Argument, das gegen Wahlteilnahmen spricht. (Im \u00dcbrigen sei darauf hingewiesen, dass wir ausdr\u00fccklich keine \u201eStrasseristen\u201c sind, allerdings sei der Verweis auf diese historische Betrachtung bei dieser vor fast 90 Jahren bereits gef\u00fchrten Diskussion um Wahlteilnahmen uns trotzdem gestattet.) Selbstverst\u00e4ndlich versuchen auch wir auf Basis unserer Weltanschauung m\u00f6glichst viele Deutsche davon zu \u00fcberzeugen, uns zu w\u00e4hlen. Aus einem Parlament kann man zus\u00e4tzlich noch auf ganz anderen Ebenen f\u00fcr unsere Idee k\u00e4mpfen, von der Erringung von Geldern, die der nationalen Arbeit zuflie\u00dfen k\u00f6nnen, einmal abgesehen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 14pt;\">Wir haben seit der Existenz unserer Partei stets betont, dass wir eine Bewegung sind. F\u00fcr uns ist jeder Tag im Jahr ein Tag, um politisch aktiv zu sein. Entsprechend vergeht auch kein Tag, an dem nicht irgendwo in der Republik Mitglieder unserer Bewegung aktiv sind. Wahlkampfzeiten sind dabei eben nur besonders intensive Phasen dieses Kampfes, und am Wahltag wird nicht nur das geerntet, was in den sechs Wochen davor geleistet wurde, sondern was an jedem \u00a0einzelnen Tag von uns ins Volk getragen wurde. Gleichzeitig ist ein reiner Gewinn von Protestw\u00e4hlern f\u00fcr uns sekund\u00e4r, sie sind zu wechselhaft, um darauf ein Fundament zu bauen. Viel mehr als 1000 Protestw\u00e4hler bei einer Wahl gilt es f\u00fcr uns als Gewinn, wenn wir im Laufe des Wahlkampfs 50 neue Mitglieder in unseren Reihen begr\u00fc\u00dfen d\u00fcrfen. Man k\u00f6nnte diese Einstellung als k\u00e4mpferischen Parlamentarismus bezeichnen, freilich ohne dass wir diese Bezeichnung selbst nutzen. Wie so oft im sogenannten Nationalen Widerstand scheint ein Denken au\u00dferhalb der bestehenden Pfade nicht vorstellbar, etwa das wir zwar Partei sind, aber gleichzeitig aktivistische Kampfgemeinschaft.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 14pt;\">Zu dem oft gebrauchten Elite-Begriff: Meist wird dieser Begriff von Leuten absch\u00e4tzig \u00fcber uns gebraucht, wir selbst benutzen diesen Begriff nicht zur Eigenbeschreibung. Wir sind eine weltanschaulich geschlossene Bewegung, wir wollen bewusst eine weltanschauliche Kampfgemeinschaft sein und aus dieser Betrachtung heraus haben wir eben auch charakterliche Forderungen an den Einzelnen. Diese Forderungen ergeben sich nicht aus irgendwelchen Elite-Begriffen, sondern aus unserer Weltanschauung und den Notwendigkeiten, die der Kampf daf\u00fcr ergibt. Um ein einfaches Beispiel zu geben: Wer seinen Lebenspartner betr\u00fcgt und ihm nicht treu ist, wird h\u00f6chstwahrscheinlich auch seinen Kameraden nicht treu sein. Wozu so etwas f\u00fchren kann, kann man in diversen Prozessen der letzten 30 Jahre sehen. Gleichzeitig predigen wir immer wieder, dass wir ein Idealbild des deutschen Menschen und des politischen K\u00e4mpfers haben. Uns ist bewusst, dass nur die wenigsten \u2013 wenn \u00fcberhaupt einer \u2013 diesem Ideal zu 100% gerecht werden kann (was ja gerade auch kennzeichnend f\u00fcr ein Ideal ist!), dennoch wollen wir bewusst nach oben streben, in der festen Gewissheit, dass sich die Jugend heute wieder nach Idealen sehnt, anstatt unsere Anspr\u00fcche stets tiefer und tiefer zu schrauben, um auch noch den Letzten irgendwie mitschleifen zu k\u00f6nnen. Weltanschauliche Geschlossenheit, charakterliche Vertrauensbasis und Idealismus bringen ein Vielfaches mehr als die reine numerische Gr\u00f6\u00dfe, die sich oft auch aus Karteileichen zusammensetzt. Es ist allerdings zu bemerken, dass es ein Armutszeugnis f\u00fcr die nationale Opposition darstellt, wenn menschliche Mindestma\u00dfe \u2013 etwa das Alkoholverbot vor Demonstrationen \u2013 bereits als eine elit\u00e4re Anforderung angesehen werden. Bei den unz\u00e4hligen 1. Mai-Demonstrationen der Arbeiterverr\u00e4ter von SPD und DGB wird man ebenfalls keine oder wenn dann kaum betrunkenen Teilnehmer finden, und das nicht weil es verboten ist, sondern weil es einfach niemand, aus innerer Haltung heraus, macht. Wenn b\u00fcrgerliche Systemtr\u00e4ger bei ihren Kundgebungen \u00fcber eine h\u00f6here innere Disziplin verf\u00fcgen, als eine sich selbst als radikal und revolution\u00e4r bezeichnende Opposition, dann ist das f\u00fcr letztere eine verheerende Bilanz. Aus dieser idealistischen Haltung heraus sind wir auch die einzige gr\u00f6\u00dfere Organisation, die sich auch in Artikeln weltanschaulich etwa mit den Themen von Alkoholmissbrauch und Rauchen auseinandersetzt. Wir wollen als lebendige Werbetr\u00e4ger das kommende Deutschland repr\u00e4sentieren, die Anspr\u00fcche k\u00f6nnen daf\u00fcr eigentlich gar nicht hoch genug sein. Inwieweit unser Auftreten \u201emartialisch\u201c ist, sei dahingestellt, es sei aber kurz darauf verwiesen, dass sich die Masse stets nach dem Starken richtet und nicht nach dem, der einen schwachen Eindruck hinterl\u00e4sst. Es ist sicherlich auch kein Zufall, dass der Einsatz von Uniformen und \u00e4hnlicher Mittel (Gleichtritt, Formationsbildung etc.) im deutschen Versammlungsrecht untersagt ist. Der Leser soll aber die Bilder unserer Gro\u00dfdemonstrationen \u2013 etwa am <a href=\"http:\/\/der-dritte-weg.info\/2017\/05\/05\/disziplinierter-und-effektvoller-arbeiterkampftag-in-gera-galerie\/\">1. Mai in Gera<\/a>, <a href=\"https:\/\/vimeo.com\/216222489\">im Februar in W\u00fcrzburg<\/a> oder <a href=\"http:\/\/der-dritte-weg.info\/2016\/11\/15\/gluehendes-heldengedenken-in-wunsiedel\/\">im letzten November in Wunsiedel<\/a> mit einer beliebigen Demonstration des bisherigen nationalen Widerstands vergleichen und entscheiden, wovon er sich mehr angezogen f\u00fchlt.<\/span><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bei dem nachfolgenden Text handelt es sich um die Gegendarstelltung der Partei &#8222;Der Dritte Weg&#8220;, welche somit auf den von Peter Steinborn verfassten Artikel &#8222;Eine positive Kritik: Strategische Wirrungen und taktische Irrungen&#8220; Bezug nimmt. Gegenstrom versteht sich als Diskussionsplattform f\u00fcr rechte Metapolitik. Es handelt sich hierbei um eine wichtige unbedingt zu behandelnde Frage. 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