{"id":6869,"date":"2020-05-04T06:05:56","date_gmt":"2020-05-04T04:05:56","guid":{"rendered":"https:\/\/gegenstrom.org\/?p=6869"},"modified":"2020-05-04T06:05:56","modified_gmt":"2020-05-04T04:05:56","slug":"rahmenordnung-das-verantwortungsverhaeltnis-zwischen-staat-staatsbuerger-und-unternehmen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gegenstrom.org\/en\/rahmenordnung-das-verantwortungsverhaeltnis-zwischen-staat-staatsbuerger-und-unternehmen\/","title":{"rendered":"Rahmenordnung &#8211; Das Verantwortungsverh\u00e4ltnis zwischen Staat, Staatsb\u00fcrger und Unternehmen"},"content":{"rendered":"<p>Am 30. M\u00e4rz ver\u00f6ffentlichte der Historiker und Unternehmensberater Rainer Zitelmann einen lesenswerten Gastbeitrag bei Focus Online<a href=\"#_ftn1\" name=\"_ftnref1\">[1]<\/a>. In diesem bearbeitete er die Frage, was zu den Kernkompetenzen eines funktionierenden Staates geh\u00f6re. Zitelmann verfolgt dabei einen interessanten Ansatz, in dem er zun\u00e4chst einmal, leicht provokant, erw\u00e4hnt, dass die Menschen vorangegangener Generationen sich noch dar\u00fcber im Klaren waren, dass sie selbst Vorsorge f\u00fcr entsprechende Krisen und Notf\u00e4lle treffen m\u00fcssten. Der Wohlfahrtsstaat, so Zitelmann, habe den Menschen jedoch die Illusion vermittelt, dass sie selbst nicht mehr daf\u00fcr verantwortlich seien, Vorkehrungen f\u00fcr entsprechend schwierigere Zeiten zu treffen. Im Gegenteil habe sich die Ansicht verbreitet, dass der Staat \u201ees schon richten\u201c werde. Diese Einstellung habe alle gesellschaftlichen Bereiche erfasst, so beispielsweise die Finanzwelt nach der letzten Krise 2008, in der sich die maroden Institutionen auf die lockere Geldpolitik der Notenbanken und aufgespannte Rettungsschirme verlassen konnten. Doch Zitelmann bel\u00e4sst es nicht bei den \u201eGro\u00dfen\u201c, die allzu oft in die Verantwortung genommen werden, sondern fragt auch einmal ketzerisch, ob es nicht unverantwortlich sei, \u201ewenn ein Selbst\u00e4ndiger in sonnigen Zeiten nicht einmal f\u00fcr zwei oder drei Monate R\u00fccklagen gebildet habe\u201c. Insgesamt vermerkt Zitelmann, dass die Eigenverantwortung der Menschen in den vergangenen 50-100 Jahren rapide abgenommen habe. Wo man fr\u00fcher zun\u00e4chst nach der Familie rief, so Zitelmann, w\u00fcrde man heute direkt nach Staatshilfe rufen. Im Anschluss f\u00fchrt er jedoch ebenfalls aus, dass die Geld- und Fiskalpolitik es den Menschen auf der anderen Seite sehr erschwert habe, eigene Vorkehrungen zu treffen und Ersparnisse anzuh\u00e4ufen. Hier wird das gegenseitige Abh\u00e4ngigkeitsverh\u00e4ltnis der Akteure bereits deutlich sichtbar. Die Ursache des Problems gleicht einer Henne-Ei-Situation. Zitelmann zufolge w\u00e4re es, in Anbetracht der gegenw\u00e4rtigen Krise, am wertvollsten, wenn der Staat sich zuk\u00fcnftig wieder auf seine Kernkompetenzen konzentrieren w\u00fcrde. Zu diesen Kernkompetenzen z\u00e4hlt er u. a. die Notvorbereitung f\u00fcr entsprechende Ausnahmesituationen. Wirtschaftliche Einmischung, Umverteilung und die Umsetzung ideologischer Programme schlie\u00dft er kategorisch aus. Grund genug, das Verantwortungsverh\u00e4ltnis innerhalb der Rahmenordnung aus Staat, Staatsb\u00fcrgern und Unternehmen unter Ber\u00fccksichtigung der gegenw\u00e4rtigen Krise in einer dualistischen Analyse genauer zu betrachten. Diese Analyse erhebt keinen Anspruch auf Vollst\u00e4ndigkeit, sondern m\u00f6chte im ersten Schritt sichtbare Konflikte, die zur Divergenz der nat\u00fcrlichen Rahmenordnung beitragen, exemplarisch darlegen. In weiteren Teilen kann dann genauer auf die einzelnen Verantwortungsfelder der drei Akteure eingegangen werden.<\/p>\n<h2>Staatsb\u00fcrger<\/h2>\n<p>Der Staatsb\u00fcrger ist im Wesentlichen der Gesetzordnung des Staates unterworfen. Innerhalb dieses Rahmens kann er sich bewegen, Entscheidungen treffen und f\u00fcr ihn relevante Aktivit\u00e4ten verfolgen. Dabei sollte jeder Staatsb\u00fcrger mit den gleichen Rechten und Pflichten ausgestattet sein. Er handelt grunds\u00e4tzlich eigenverantwortlich. Folglich gibt es keine Gesetzesverordnung, die den Staatsb\u00fcrger daran hindert, sich auf entsprechende Notzeiten vorzubereiten. Diese Vorbereitung kann in Form einer Notbevorratung sowie psychologischer und physischer Vorbereitung getroffen werden. Im Gegenteil, das Bundesamt f\u00fcr Bev\u00f6lkerungsschutz und Katastrophenhilfe fordert die B\u00fcrger auf, sich auf den Fall der F\u00e4lle vorzubereiten.<a href=\"#_ftn2\" name=\"_ftnref2\">[2]<\/a> Dazu werden neben \u00f6ffentlichen Aufkl\u00e4rungskampagnen auch Informationsbrosch\u00fcren in \u00f6ffentlichen Einrichtungen ausgelegt. Der Staatsb\u00fcrger kann sich also nicht allein darauf berufen, dass der Staat hier nicht f\u00fcr geeignete Hinweise gesorgt h\u00e4tte. Dem gegen\u00fcber steht hingegen die Tatsache, dass derlei \u00dcbungen f\u00fcr den Katastrophenfall nie auf gesamtstaatlicher Ebene stattgefunden haben. Ebenfalls findet auch keine Aufkl\u00e4rung \u00fcber dieses Thema in den staatlichen Bildungsinstitutionen statt. Die permanente Verf\u00fcgbarkeit von lebensnotwendigen Ressourcen hat die Staatsb\u00fcrger davon entfernt, mit dem Krisenfall zu planen. Hinzu kommt die lange zeitliche Abwesenheit eines solchen Falles. Auch in Hinblick auf die Selbstversorgung hat der Staat durch permanente Neuverordnungen Unsicherheit erzeugt und die heimische Selbstversorgung erschwert. Die Zerst\u00f6rung kleinr\u00e4umiger Wirtschaftskreisl\u00e4ufe hat zu einer zunehmenden externen Abh\u00e4ngigkeit der Menschen in ihren Regionen gef\u00fchrt.<\/p>\n<p>Neben der Notbevorratung ist die pers\u00f6nliche Gesunderhaltung des Einzelnen von enormer Wichtigkeit. Hierf\u00fcr ist zu ber\u00fccksichtigen, dass K\u00f6rper, Geist und Seele eine Einheit des Lebens bilden und die Vernachl\u00e4ssigung einer dieser Dimensionen negative Auswirkungen auf den Rest haben wird. Innerhalb des Ordnungsrahmens hat sich ein breites Angebot an Sportst\u00e4tten entwickelt. Nahezu jedem Staatsb\u00fcrger ist heutzutage die M\u00f6glichkeit gegeben, an einem Vereinsleben teilzunehmen oder ein Fitnessstudio zu besuchen. Gleichzeitig ist die Bereitstellung lebensnotwendiger Ressourcen (Essen, Trinken, Hygieneartikel, Abwasser, Strom usw.) im Wesentlichen gesichert, wodurch bspw. Mangelern\u00e4hrung und dadurch ausgel\u00f6ste Krankheiten unterbunden werden. Auf der anderen Seite sehen wir jedoch, dass diese ganzheitliche Erkenntnis des Dreiklanges aus K\u00f6rper, Geist und Seele in der staatlichen Erziehung eine untergeordnete Rolle spielt. Viele Schulen klagen dar\u00fcber, dass sie nicht in der Lage sind, einen angemessenen Sportunterricht anzubieten. Auch die Kulturarbeit, bspw. im Musik- und Kunstunterricht, wird immer mehr in die private Verantwortung \u00fcbergeben. Sozial schw\u00e4cheren Familien ist der Besuch einer Musikschule inklusive des Erwerbs eines Musikinstrumentes jedoch h\u00e4ufig nicht verg\u00f6nnt. Parallel dazu forciert der Staat eine Digitalisierungsstrategie an den Schulen, wobei der steigende Medienkonsum in jungen Jahren nachweislich negative Auswirkungen auf die Ausbildung der k\u00f6rperlichen Aktivit\u00e4t und kognitiven F\u00e4higkeiten hat.<a href=\"#_ftn3\" name=\"_ftnref3\">[3]<\/a> Auch im Bereich der Lebensmittelversorgung hat der Staat L\u00fccken im Verbraucherschutz zugelassen, die es den Lebensmittelkonzernen erm\u00f6glichen, Lebensmittel auf dem Markt anzubieten, die diesen Ausdruck kaum mehr verdienen. Zucker und S\u00fc\u00dfstoffe, Geschmacksverst\u00e4rker und weitere Tricksereien werden von der Werbeindustrie geschickt eingeh\u00fcllt und versteckt. Es ist f\u00fcr den Endverbraucher somit immer schwieriger, an qualitativ-hochwertige Lebensmittel zu gelangen, insbesondere wenn das n\u00f6tige Kleingeld f\u00fcr den Biomarkt fehlt.<\/p>\n<p>Durch das Anbieten der eigenen Arbeitsleistung kann der Staatsb\u00fcrger entweder im Staatsdienst, als Angestellter oder selbstst\u00e4ndiger Unternehmer seinen Lebensunterhalt bestreiten. Dabei liegt es im eigenen Ermessen, sich f\u00fcr den unmittelbaren Konsum oder den Konsum zu einem zuk\u00fcnftigen Zeitpunkt (Sparen) zu entscheiden. Die Wahl des Konsums ist dabei innerhalb des Ordnungsrahmens freiz\u00fcgig. So zwingt der Staat beispielsweise niemanden, Kredite f\u00fcr Unterhaltungselektronik aufzunehmen, wof\u00fcr sich jedoch immer mehr Menschen entscheiden. Problematisch wird es, wenn das Arbeitsangebot nicht entsprechend ist, um in allen Regionen zu einem angemessenen Lohn die eigene Arbeitsleistung anzubieten. Der Staat hat durch seine Zulassung der globalen Arbeitsteilung die Abwanderung von Unternehmen ins Ausland teilweise beg\u00fcnstigt. Dadurch wurden heimische Arbeitspl\u00e4tze abgebaut. Neben dieser Tatsache prek\u00e4rer Arbeitsverh\u00e4ltnisse bringt die Nullzinspolitik der Banken die Sparer um ihre Ertr\u00e4ge. Gerade in der jetzigen Krise sind die Ersparnisse stark gef\u00e4hrdet. Selbst wenn Normalverdienende ihre Sparbeitr\u00e4ge auf Spar- und Tagesgeldkonten parken, ist ihnen damit nicht geholfen. Die Geldpolitik der \u00fcberstaatlichen Institutionen hat es dem B\u00fcrger unm\u00f6glich gemacht, effektiv zu sparen. Dies ist nur mehr m\u00f6glich, in dem die Sparer sich in riskantere Finanzanlageprodukte retten, die jedoch auch ein breiteres Wissen voraussetzen. Hier kann entgegnet werden, dass jeder Staatsb\u00fcrger die M\u00f6glichkeit hat, sich \u00fcber Finanzanlagen zu informieren und beraten zu lassen. Der Staat k\u00f6nnte hierf\u00fcr jedoch vorbereitende Ma\u00dfnahmen in den staatlichen Bildungseinrichtungen ergreifen. Dies ist hingegen nicht der Fall. Nach Abschluss des Abiturs ist in der Regel kein Sch\u00fcler in der Lage, eigenst\u00e4ndig eine Steuererkl\u00e4rung auszuf\u00fcllen. Hinzu kommt, dass durch direkte und indirekte steuerliche Abgaben die finanzielle Last des Staatsb\u00fcrgers enorm gestiegen ist. Deutschland ist im internationalen Vergleich auf Platz 2 hinter Belgien angesiedelt. Nirgendwo sonst bleibt dem B\u00fcrger durch Steuer- und Sozialabgaben weniger vom Bruttoeinkommen \u00fcbrig<a href=\"#_ftn4\" name=\"_ftnref4\">[4]<\/a>. Auch dies erschwert den Verm\u00f6gensaufbau in Deutschland in einem hohen Ma\u00dfe. Dem Global Wealth Report 2019 der Credit Suisse zufolge rangiert Deutschland auf Platz 21, wenn es um das Verm\u00f6gen pro Erwachsene Person in US-Dollar geht<a href=\"#_ftn5\" name=\"_ftnref5\">[5]<\/a>. Da stellt sich in Anbetracht der vorhandenen Infrastruktur, der schulischen Ausstattung und der fl\u00e4chendeckenden Internetverf\u00fcgbarkeit die berechtigte Frage, was staatlicherseits mit dem ganzen Steueraufkommen gemacht wird.<\/p>\n<p>Womit man in Anbetracht der Situation beim n\u00e4chsten Punkt ist. Die zuvor genannten Ph\u00e4nomene sind nicht erst seit der gegenw\u00e4rtigen Krise bekannt. Dennoch haben die B\u00fcrger die daf\u00fcr Verantwortlichen nicht mehrheitlich abgew\u00e4hlt. Auf die Defizite des gegenw\u00e4rtigen Parteiendemokratismus wurde bereits an anderer Stelle hingewiesen<a href=\"#_ftn6\" name=\"_ftnref6\">[6]<\/a>. Der zuvor get\u00e4tigten Aussage ist dahingehend zu widersprechen, als dass es zwei nennenswerte Faktoren gibt, die von den Regierenden gemeinhin nicht ber\u00fccksichtigt werden. Dies ist zum einen die Wahl der AfD und zum zweiten die Anzahl der Nicht-W\u00e4hler. Das Ignorieren der AfD und damit das \u00dcbergehen eines betr\u00e4chtlichen Teils der abgegebenen Stimmen zeigt, dass die Rufe der Staatsb\u00fcrger nach einem anderen staatlichen Regieren nicht ernst genommen werden. Auch die nach wie vor betr\u00e4chtliche Anzahl an Nicht-W\u00e4hlern hat die Regierenden in keiner Art und Weise dazu gebracht, die eigenen Inhalte oder den eigenen Politikstil zu hinterfragen.<\/p>\n<p>In den Kernbereichen dieser Krise, also Arbeit, Finanzen, Bildung, Gesundheit und Notvorsorge stehen die Staatsb\u00fcrger derzeit schlecht da. Der Staat hat durch vorangegangene Fehlentscheidungen diese Entwicklung beg\u00fcnstigt. Dennoch kann eine Eigenverantwortlichkeit der Staatsb\u00fcrger dahingehend nicht geleugnet werden, als dass der Staat diese auch nicht aktiv daran gehindert hat, entsprechende Vorkehrungen zu treffen.<\/p>\n<h2><strong>Unternehmen<\/strong><\/h2>\n<p>Die meisten Unternehmen, gleich welcher Gr\u00f6\u00dfe, sind von der gegenw\u00e4rtigen Krise stark betroffen. Dies liegt im gleichzeitigen Angebot- und Nachfrageschock begr\u00fcndet. Auf der einen Seite k\u00f6nnen die Unternehmen nicht oder in geringerer St\u00fcckzahl produzieren, weil die Wertsch\u00f6pfungsketten unterbrochen sind, und auf der anderen Seite k\u00f6nnen die Unternehmen nichts verkaufen, weil die L\u00e4den geschlossen sind. Der Staat hat durch den Lockdown das Wirtschaften f\u00fcr die Unternehmen unm\u00f6glich gemacht und sie damit erheblichen Risiken ausgesetzt. Dennoch haben die meisten Unternehmen eine Dekade des wirtschaftlichen Aufschwungs hinter sich. Insbesondere gro\u00dfe, b\u00f6rsennotierte Unternehmen haben sich von einem Kurshoch zum n\u00e4chsten gehangelt und beklagen nun bereits nach wenigen Wochen, dass sie staatliche Hilfe ben\u00f6tigten, um nicht Pleite zu gehen. F\u00fcr gro\u00dfes Aufsehen sorgte die, mittlerweile wieder zur\u00fcckgezogene, Aussage des Sportartikelherstellers Adidas, die Mietauszahlungen an die Vermieter seiner Filialen auszusetzen<a href=\"#_ftn7\" name=\"_ftnref7\">[7]<\/a>. Diese Attit\u00fcde verdeutlichte das ohnehin existente Bild von den Konzernen, die ihre Gewinne immer gern privatisieren, die Verluste jedoch sozialisieren. Eben jenes Verhalten ist dahingehend beg\u00fcnstigt worden, als dass gewisse Unternehmen eine \u201esystemkritische\u201c Gr\u00f6\u00dfe erreicht haben, deren Kern zudem mit vielf\u00e4ltigen, internationalen Lieferketten verwoben ist. Zudem hat man, insbesondere die Finanzwelt, nach der letzten Krise weitgehend gerettet und dadurch nicht zu einem Umdenken in der Firmenpolitik gen\u00f6tigt. Banken, wie die Commerzbank, wurden (teil-)verstaatlicht, was dahingehend begr\u00fc\u00dfenswert sein mag, als dass die B\u00fcrger ihre Einlagen behalten haben. Andererseits haften nun alle f\u00fcr die Misswirtschaft der Unternehmen. In jedem Falle h\u00e4tte der Staat die Finanzwelt dahingehend reorganisieren k\u00f6nnen, die Systemrelevanz der Geldh\u00e4user zu beschneiden. \u00c4hnlich verh\u00e4lt es sich mit anderen privatwirtschaftlichen Institutionen. Durch den globalen Wettbewerb sind die Unternehmen jedoch angehalten, zu wachsen. Sie entwickeln also aus sich heraus eine Systemrelevanz, welche durch die Rahmenbedingungen des Staates angetrieben ist. Generell hat das sch\u00fctzende Verhalten des Staates einen wichtigen evolution\u00e4ren Faktor ausgeschaltet \u2013 den des Lernens durch Fehler. Ohne diesen Fehler entwickelt sich das Leben aber nicht weiter. Dies liegt daran, dass die Entdeckung eines Fehlers ein Gef\u00fchl der \u00dcberraschung hervorruft, welches das Lernen f\u00f6rdert. Kommt es zur permanenten Fehlervermeidung,\u00a0 f\u00fchrt das zur Lernvermeidung.<\/p>\n<p>Bei aller wachstumsgetriebenen Profitgier kann vielen Unternehmen im Hinblick auf ihre Personalverantwortung kein Vorwurf gemacht werden. Insbesondere die gro\u00dfen Konzerne haben f\u00fcr ihre internen Mitarbeiter gute Bedingungen abgeschlossen. 35-Stunden Wochen, Betriebsrenten, Aktiensparpl\u00e4ne, Erfolgsbeteiligungen, verm\u00f6genswirksame Leistungen, Betriebssport, Gesundheitschecks, Firmenveranstaltungen, Fortbildungen usw. usf. sind bei den Gro\u00dfkonzernen nahezu Standard. Die Gewerkschaften, die es sich in diesen Strukturen sehr gem\u00fctlich eingerichtet haben, streiken oftmals entweder nur noch, um ihr eigenes Dasein zu rechtfertigen oder aus reiner Gier. Zudem verfolgen sie l\u00e4ngst eine politisch-ideologische Agenda, die sich vom Kern ihrer Stammbelegschaft meilenweit entfernt hat. Dabei vergessen sie, dass sie diese guten Konditionen insbesondere auf dem R\u00fccken der Ausgeschlossenen, also all jener, die nicht in diesen Konzernen besch\u00e4ftigt sind, ausgehandelt haben. Dieser Anteil spiegelt die Mehrheit der deutschen Arbeitnehmerschaft wider. Nicht umsonst haben nahezu alle DAX-Konzerne einen Einstellungsstopp verh\u00e4ngt. Wer es einmal in einen der Konzerne geschafft hat, kann sich nahezu auf einen \u201eBeamtenstatus\u201c berufen. Dies hat zu gro\u00dfen Teilen dazu gef\u00fchrt, dass sich ein bestimmter Menschentypus innerhalb der Konzerne eingenistet hat, n\u00e4mlich der des Leistungsempf\u00e4ngers. Es w\u00e4re wirklich vermessen, den Gro\u00dfkonzernen vorzuwerfen, sich nicht um ihr Personal zu k\u00fcmmern. Vielmehr m\u00fcsste man sich die Frage stellen, wie diese Konzerne in der Lage w\u00e4ren, mehr Menschen teilhaben zu lassen. Dies k\u00f6nnte beispielsweise durch die sinnvolle Aufgliederung in organische Einheiten geschehen.<\/p>\n<p>Bei kleinen und mittelst\u00e4ndischen Unternehmen (KMU) sieht dies etwas anders aus. Gerade Selbstst\u00e4ndige trifft es in Deutschland oft schwer. Hier steht \u201eUnternehmen\u201c oft synonym f\u00fcr \u201eUnsicherheit\u201c. Dies beginnt bei mangelnden Absicherungskonzepten, fehlender Altersvorsorge, mangelndem Lohnausgleich bei Krankheit oder Schwangerschaft oder einer fehlenden Arbeitslosenversicherung. Bei den Pflichten der Leistungserbringung gibt es keinen Unterschied zwischen der Gr\u00f6\u00dfe der Unternehmen. Dies betrifft die Steuern, das Personal, Versicherungen, Rechtsangelegenheiten und das alles in einer immer st\u00e4rker zunehmenden B\u00fcrokratisierung. Viele Selbstst\u00e4ndige verbringen nach der Regelt\u00e4tigkeit ihre Zeit damit, entsprechende Vorg\u00e4nge zu kl\u00e4ren, Rechnungen zu schreiben, B\u00fccher zu f\u00fchren. Steuern und Abgaben sind mit sofortiger Festsetzung zu zahlen, unabh\u00e4ngig davon, ob bereits Geld zur\u00fcckgeflossen ist. Hinzu kommen Schwierigkeiten im Falle von dauerhafter Krankheit der eigenen Angestellten sowie bei Fehlverhalten. In Anbetracht der Krise sind insbesondere die KMUs stark betroffen. W\u00e4hrend die Online-Riesen (Amazon, Booking.com, usw.) in einer wettbewerbsverzerrten Welt weiter ihr Gesch\u00e4ft betreiben k\u00f6nnen, sind die lokalen Anbieter zum Lockdown gezwungen. Diese Existenzen, deren Verantwortungsbereich sich oftmals auf einer viel pers\u00f6nlicheren Ebene abspielt, als in gro\u00dfen Konzernen, stehen nun zu einem gro\u00dfen Teil vor dem Aus, inklusive aller damit zusammenh\u00e4ngender Konsequenzen (Ausf\u00e4lle von Privat- und Immobilienkrediten, Frust, Scheidungen, Krankheiten usw.). Die Frage, inwiefern Unternehmen, die nicht mehr als zwei Monate ohne Gesch\u00e4ftst\u00e4tigkeit und generierte Einnahmen \u00fcberleben k\u00f6nnen, eine Daseinsberechtigung haben, mag berechtigt sein. Auch in diesem Bereich haben sich viele Unternehmen nur noch durch das billige Geld \u00fcber Wasser halten k\u00f6nnen, d. h. der Lernprozess durch Fehler (Misswirtschaft, falsche Gesch\u00e4ftsmodelle usw.) gilt selbstverst\u00e4ndlich auch f\u00fcr diese Akteure. Dennoch hat der Staat durch seine Entscheidung massiv in den Wettbewerb eingegriffen, welcher zuvor bereits durch einseitige Zusagen (bspw. g\u00fcnstige Kreditlinien f\u00fcr Gro\u00dfkonzerne und \u201etoo big to fail\u201c-Bonus) verzerrt war. Zudem f\u00fchren die KMUs in der Regel ihr gesamtes Steueraufkommen in Deutschland ab, wohingegen Gro\u00dfkonzerne ihr Kapital global zirkulieren und oftmals zu gro\u00dfen Teilen in Steueroasen abflie\u00dfen lassen.<a href=\"#_ftn8\" name=\"_ftnref8\">[8]<\/a><\/p>\n<p>Es gibt bei den Unternehmen demnach gro\u00dfe Unterschiede in Hinblick auf ihre M\u00f6glichkeiten, sich krisenfest zu positionieren. Die Entscheidung des Staates f\u00fcr den Lockdown hat zu einer einseitigen Beg\u00fcnstigung insbesondere auf Kosten der KMUs gef\u00fchrt. Dennoch darf nicht jede Unternehmenspleite im Zuge der Krise mit Staatsversagen assoziiert werden. Gesch\u00e4ftsmodelle k\u00f6nnen veralten und durch neue Kombinationen ersetzt werden. Hier sei auf das Schumpetersche Prinzip der \u201eSch\u00f6pferischen Zerst\u00f6rung\u201c hingewiesen. Durch das permanente Vermeiden von Fehlern wird dieses notwendige Prinzip der Neuordnung beseitigt. Die Krise kann hier auch wie ein reinigendes Gewitter wirken, allerdings m\u00fcssten danach die entsprechenden Lehren aus ihr gezogen werden, um zuk\u00fcnftig wieder besser differenzieren zu k\u00f6nnen zwischen externen Schocks und systemimmanenter Krise, ausgel\u00f6st durch eine verfehlte Geld- und Finanzpolitik.<\/p>\n<h2>Staat<\/h2>\n<p>Der Staat ist in erster Linie verpflichtet, f\u00fcr die Erwerbs- und Lebensm\u00f6glichkeit der Staatsb\u00fcrger zu sorgen. Er erf\u00fcllt eine dienende Funktion, deren Grundsatz lauten sollte, dass seine Staatsb\u00fcrger \u00fcber dem Staat stehen. Eine der wirkm\u00e4chtigsten Definitionen des Staates ist vermutlich die Abhandlung Platons \u00fcber den idealen Staat, in deren Mittelpunkt die <em>griechische Polis <\/em>steht. Platon sah den Sinn des Staates nicht im Gl\u00fcck des Einzelnen, sondern im Gl\u00fcck des Ganzen. So ist der Staat das ordnende Element, welches es den Staatsb\u00fcrgern erm\u00f6glicht, auf einer gemeinsamen Grundlage eigene Interessen zu verfolgen, die das \u00fcbergeordnete Gemeinwohl nicht besch\u00e4digen, sondern es insgesamt sogar steigern. Dies resultiert aus der gegenseitigen Abh\u00e4ngigkeit der Akteure. Der Staat muss die Handlungsfreiheit seiner Akteure soweit gew\u00e4hrleisten, dass sie den N\u00e4chsten dabei nicht gef\u00e4hrdet. \u00a0Um dies zu erlangen, gibt es einige gemeinhin akzeptierte Grundwerte, die der Staat beachten muss. Diese \u201ePrinzipien guter Regierung\u201c k\u00f6nnen wie folgt zusammengefasst werden:<a href=\"#_ftn9\" name=\"_ftnref9\">[9]<\/a><\/p>\n<ul>\n<li>Herrschaft des Gesetzes und Grundsatz und Beschr\u00e4nkung staatlicher Machtaus\u00fcbung<\/li>\n<li>Gesicherte Eigentumsrechte<\/li>\n<li>Freiheit wirtschaftlicher Bet\u00e4tigung<\/li>\n<li>Koalitions- und Vertragsfreiheit<\/li>\n<li>Freiheit der Meinungs\u00e4u\u00dferung, Religionsfreiheit, Freiheit von Wissenschaft und Forschung<\/li>\n<\/ul>\n<p>Studien belegen, dass sogenannte inklusive Gesellschaften, also Gesellschaften, in denen Chancen gegeben und Anreize gesetzt werden, um durch Arbeit und Unternehmensgeist das eigene Schicksal selbst in die Hand zu nehmen, zu h\u00f6herem Wohlstand tendieren<a href=\"#_ftn10\" name=\"_ftnref10\">[10]<\/a>. Diese Gesellschaften verf\u00fcgen \u00fcber pluralistische und stabile politische Institutionen, einen verl\u00e4sslichen rechtlichen Rahmen, gesicherte Eigentumsrechte und funktionierenden Wettbewerb in einer marktwirtschaftlichen Ordnung. Diese Grundprinzipien werden noch durch untergeordnete Kriterien erweitert. In der vorausgegangenen Analyse ist bereits deutlich geworden, dass diese Prinzipien grundlegend, aber insbesondere im jetzigen Moment stark geschw\u00e4cht werden.<\/p>\n<p>Der Staat nimmt derzeit starke Eingriffe auf die Grundrechte der B\u00fcrger vor und unterminiert dadurch das Grundgesetz. Die staatliche Machtaus\u00fcbung wird weit ausgedehnt und Experten bef\u00fcrchten noch weitreichendere Grundrechtseinschnitte. Auf der anderen Seite herrscht das Gesetz in diesem Staate nicht, da geltendes Recht rigoros verletzt wurde. Sei es bei der Masseneinwanderungswelle oder bei der \u201eNo Bail-out\u201c- Klausel im Rahmen der Euro-Krise. Der Staat und \u00fcbergeordnete Institutionen haben wissentlich gegen geltendes Recht versto\u00dfen. Durch die fehlgeleitete Finanzpolitik ist das Eigentum der Menschen ebenfalls gef\u00e4hrdet. Die Freiheit der wirtschaftlichen Bet\u00e4tigung ist durch den Lockdown nahezu komplett eingeschr\u00e4nkt, doch auch zuvor wurden dieser Bet\u00e4tigung durch B\u00fcrokratie und fehlende Anreize hohe B\u00fcrden auferlegt. Hohe Abgabenlasten auf der einen Seite sowie steuerliche Beg\u00fcnstigungen und globalistische Freiz\u00fcgigkeit auf der anderen Seite haben zudem zu einer massiven Wettbewerbsverzerrung gef\u00fchrt. Der Staat ist nicht einmal mehr \u201eNachtw\u00e4chter\u201c, sondern eher \u201eNachtblinder\u201c, dessen Alarmglocken nur noch zu klingeln scheinen, wenn wieder einmal ein Unternehmen gerettet werden muss. Die institutionellen Rahmenbedingungen, auch in Hinblick auf eine angemessene Ausbildung, Begabtenf\u00f6rderung und Nachhaltigkeit gerade in einem rohstoffarmen Land wie Deutschland, hat er vollkommen vernachl\u00e4ssigt.<\/p>\n<p>In Hinblick auf die Sicherheit der B\u00fcrger hat der Staat ebenfalls viele Fehler gemacht. So liegt eine angemessene Bevorratungspolitik sowie F\u00f6rderung des Zivilschutzes eindeutig im Verantwortungsbereich der politisch Herrschenden. Diese k\u00f6nnte u. a. durch die Errichtung strahlengesch\u00fctzter Bunker und die Einlagerung von Grundnahrungsmitteln gew\u00e4hrleistet werden. Daf\u00fcr br\u00e4uchte es noch nicht einmal gro\u00dfartige finanzielle Neuaufwendungen. Ein guter Start w\u00e4re die teilweise Umleitung der F\u00f6rdermittel, die heute in F\u00f6rderinitiativen des Bundesministeriums f\u00fcr Ern\u00e4hrung und Landwirtschaft beispielsweise in das \u201eProgramm zur F\u00f6rderung der Exportaktivit\u00e4ten der deutschen Agrar- und Ern\u00e4hrungswirtschaft\u201c gesteckt werden<a href=\"#_ftn11\" name=\"_ftnref11\">[11]<\/a>. Zudem wird heute ein Drittel der Gesamtproduktion der deutschen Landwirtschaft exportiert und die Ern\u00e4hrungswirtschaft erl\u00f6st jeden dritten Euro im Export. Anstatt die Erzeugnisse ins Ausland zu verkaufen, k\u00f6nnte der Staat seine Nachfrage erh\u00f6hen und somit neben der Eigenversorgung auch noch die freie heimische Wirtschaft unterst\u00fctzen. Dabei k\u00f6nnte er kleine, lokale Betriebe sowie biologische Landwirtschaftsbetriebe bevorzugen und somit zus\u00e4tzliche Anreize f\u00fcr eine kleinr\u00e4umige, familienbasierte und nat\u00fcrliche Landwirtschaft setzen. Die Ausstattung von Feuerwehren, Technischem Hilfswerk und der Bundeswehr mit angemessenem Equipment sollte selbstverst\u00e4ndlich sein. So k\u00f6nnten auf einfachem Wege die lokalen Strukturen gesichert werden. Die Tatsache, dass der Staat \u00fcber kaum ausreichende Notbevorratungsreserven verf\u00fcgt, ist in Anbetracht potenzieller Ereignisse wie Blackout, Krieg oder AKW-Unfall als durchaus fahrl\u00e4ssig einzustufen. Der Staat hat zwar in Form von Aufkl\u00e4rungskampagnen die Bev\u00f6lkerung zum Selbstschutz aufgerufen, durch die mangelhafte Kommunikation und Erprobung des Ernstfalles ist dieses Engagement jedoch mindestens als halbherzig zu bezeichnen.<\/p>\n<p>Bei alledem kann jedoch wieder Platon angef\u00fchrt werden. Dieser vertrat die Auffassung, dass die B\u00fcrger selbst schuld am Zustand der Polis seien. Die Herrschenden sind auch heute noch durch die Wahlen legitimiert. Es muss aber festgehalten werden, dass der Staat durch eine gezielte \u00f6ffentlich-rechtliche (Des-)Informationswelle sowie andere Marketinganstrengungen einen unerh\u00f6rt gro\u00dfen Einfluss auf die \u00f6ffentliche Meinungsbildung nimmt. Zudem wurde bereits zuvor herausgestellt, dass die Herrschenden das Begehren der Staatsb\u00fcrger in wesentlichen Punkten getrost ignorieren, sei es durch die Isolation und Bek\u00e4mpfung anderer politischer Parteien oder das nicht-Einbeziehen der Staatsb\u00fcrger bei weitreichenden Entscheidungen, wie bspw. der Einf\u00fchrung des Euro.<\/p>\n<p>Thilo Sarrazin gibt in seinem Buch jedem, der politische Verantwortung tr\u00e4gt, folgende Maximen an die Hand:<a href=\"#_ftn12\" name=\"_ftnref12\">[12]<\/a><\/p>\n<ul>\n<li>Schau, wen du ins Land l\u00e4sst.<\/li>\n<li>Bilde gut aus.<\/li>\n<li>Belohne Flei\u00df, bestrafe Faulheit.<\/li>\n<li>Belohne die richtige Sorge f\u00fcr den Nachwuchs.<\/li>\n<li>\u00dcbe Barmherzigkeit, aber mit Ma\u00df und Ziel.<\/li>\n<li>Handle als Diener deines Volkes.<\/li>\n<li>\u00dcberfordere die Demokratie nicht.<\/li>\n<li>Sorge f\u00fcr gute Beamte.<\/li>\n<li>Gestalte den Staat so einfach, dass (m\u00f6glichst) alle ihn verstehen k\u00f6nnen.<\/li>\n<li>Mache m\u00f6glichst viel dezentral.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Betrachtet man das derzeitige staatliche Handeln, so ist das Zuwiderhandeln der Herrschenden gegen\u00fcber diesen Maximen nur allzu offensichtlich. Anstatt zun\u00e4chst Verantwortung f\u00fcr die eigenen B\u00fcrger zu \u00fcbernehmen, hat der Staat die Grenzen f\u00fcr jedermann ge\u00f6ffnet und damit den eigenen Betrieb ma\u00dflos \u00fcberlastet. Ein positives Unternehmertum und Arbeitsethos zur Bek\u00e4mpfung der Arbeits- und Antriebslosigkeit wird durch mangelhafte Ausbildung, fehlende Konzeptionen und Visionen sowie einen umfangreichen Umverteilungsapparat ausgehebelt. Der Staat hat in der Krise, aber auch bereits davor permanent falsche Anreize gesetzt und die Ma\u00dfst\u00e4be guten Regierens allumfassend verletzt. Er ist im Wesentlichen verantwortlich f\u00fcr die derzeitige Misere. \u00dcberregulation und Einschr\u00e4nkung der Freiheitsrechte auf der einen Seite wurden kompensiert durch internationalistische Freiz\u00fcgigkeit und den Abbau von Recht und Gesetz auf der anderen Seite. Dadurch hat sich ein Missverh\u00e4ltnis ergeben, welches in dieser Krise zu implodieren droht.<\/p>\n<p>Den Unternehmen, die diese Freiz\u00fcgigkeit gewissenlos ausnutzen, hat der Staat keine Grenzen gesetzt. Den Menschen, die seine G\u00fcte schamlos ausnutzen, hat er die Grenzen ge\u00f6ffnet. Die Staatsb\u00fcrger, die diesen Staat durch ehrliche Arbeit, Flei\u00df und Abgaben am Laufen halten, hat er durch sein Handeln fahrl\u00e4ssig in Gefahr gebracht. Es ist also an den B\u00fcrgern, getreu Platon, den Zustand der <em>Polis<\/em> zu \u00e4ndern.<\/p>\n<h2>Abschluss<\/h2>\n<p>Alles h\u00e4ngt mit allem zusammen. Dies wird an kaum einer Stelle so deutlich, wie bei der Wirkungsbetrachtung zwischen Staat, \u00d6konomie und Staatsb\u00fcrgern\/Volk.<\/p>\n<p>Dieser erste Beginn einer Analyse hinsichtlich des Verantwortungsverh\u00e4ltnisses dieser drei Akteure hat deutlich gezeigt, welche Defizite im jetzigen Moment offen zutage treten. Diese sind institutioneller Natur. Bei aller Selbstverantwortlichkeit der Akteure muss jedoch festgestellt werden, dass die Herrschenden durch ihre Pflichtverletzung als Ordnungsh\u00fcter die sprichw\u00f6rtliche B\u00fcchse der Pandora ge\u00f6ffnet haben. In diesem Chaos gedeihen die negativen Ausw\u00fcchse am schnellsten und es behauptet sich derjenige, der diese am ehesten zu ernten wei\u00df.<\/p>\n<p>Bei aller Schwierigkeit verantwortungsbewussten Regierens ist deutlich geworden, dass die Grundpfeiler bereits in betr\u00e4chtlichem Ma\u00dfe zerst\u00f6rt worden sind. Es gilt also in erster Linie, den Staat seiner urspr\u00fcnglichen Verantwortung zuzuf\u00fchren. Andernfalls werden sich auch die anderen Akteure nicht \u00e4ndern (k\u00f6nnen). Da nicht zu erwarten ist, dass die Herrschenden ihre Befugnisse von allein abgeben und selbst den \u201eWeg der Besserung\u201c beschreiten, m\u00fcssen die Staatsb\u00fcrger den Staat in die Pflicht nehmen.<\/p>\n<h2>Quellenverzeichnis<\/h2>\n<p><a href=\"#_ftnref1\" name=\"_ftn1\">[1]<\/a> Siehe hierzu: <a href=\"https:\/\/www.focus.de\/politik\/experten\/gastbeitrag-in-corona-krise-stellt-sich-eine-frage-was-gehoert-eigentlich-zu-kernkompetenzen-des-staates_id_11828405.html\">https:\/\/www.focus.de\/politik\/experten\/gastbeitrag-in-corona-krise-stellt-sich-eine-frage-was-gehoert-eigentlich-zu-kernkompetenzen-des-staates_id_11828405.html<\/a> (Stand: 15. April 2020).<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref2\" name=\"_ftn2\">[2]<\/a> Siehe hierzu die Informationsseiten des Bundesamtes f\u00fcr Bev\u00f6lkerungsschutz und Katastrophenhilfe: <a href=\"https:\/\/www.bbk.bund.de\/DE\/DasBBK\/dasbbk_node.html\">https:\/\/www.bbk.bund.de\/DE\/DasBBK\/dasbbk_node.html<\/a> (Stand: 16. April 2020).<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref3\" name=\"_ftn3\">[3]<\/a> Literaturempfehlung zu diesem Thema: Manfred Spitzer &#8211; Digitale Demenz, Droemer Verlag<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref4\" name=\"_ftn4\">[4]<\/a> Siehe hierzu folgenden Welt-Online Artikel \u00fcber eine OECD-Studie: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article191736757\/OECD-Studie-Bei-der-Steuerlast-gehoert-Deutschland-zur-Weltspitze.html\">https:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article191736757\/OECD-Studie-Bei-der-Steuerlast-gehoert-Deutschland-zur-Weltspitze.html<\/a> (Stand: 16. April 2020).<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref5\" name=\"_ftn5\">[5]<\/a> Siehe hierzu: <a href=\"https:\/\/www.credit-suisse.com\/media\/assets\/corporate\/docs\/about-us\/research\/publications\/global-wealth-report-2019-en.pdf\">https:\/\/www.credit-suisse.com\/media\/assets\/corporate\/docs\/about-us\/research\/publications\/global-wealth-report-2019-en.pdf<\/a> (Stand: 16. April 2019).<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref6\" name=\"_ftn6\">[6]<\/a> Siehe hierzu: <a href=\"https:\/\/gegenstrom.org\/corona-und-das-ende-der-parteiendemokratie\/\">https:\/\/gegenstrom.org\/corona-und-das-ende-der-parteiendemokratie\/<\/a> (Stand: 16. April 2020).<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref7\" name=\"_ftn7\">[7]<\/a> Siehe hierzu: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/adidas-entschuldigung-101.html\">https:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/adidas-entschuldigung-101.html<\/a> (Stand: 16. April 2020).<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref8\" name=\"_ftn8\">[8]<\/a> Siehe hierzu: <a href=\"https:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/international\/studie-zur-steuerflucht-0-prozent-steuern-wie-konzerne-40-prozent-ihrer-gewinne-in-steueroasen-umlenken\/22775398.html?ticket=ST-1239841-dp0QralvEHf2zFFNHQmR-ap4\">https:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/international\/studie-zur-steuerflucht-0-prozent-steuern-wie-konzerne-40-prozent-ihrer-gewinne-in-steueroasen-umlenken\/22775398.html?ticket=ST-1239841-dp0QralvEHf2zFFNHQmR-ap4<\/a> (Stand: 19. April 2020).<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref9\" name=\"_ftn9\">[9]<\/a> Siehe hierzu die Ausf\u00fchrungen Thilo Sarrazins in seinem Buch \u201eWunschdenken\u201c, DTV, S. 144<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref10\" name=\"_ftn10\">[10]<\/a> Siehe hierzu ebd., S. 41 ff.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref11\" name=\"_ftn11\">[11]<\/a> Siehe hierzu die Informationsseite des BMEL zum Thema Markt, Handel und Export: <a href=\"https:\/\/www.bmel.de\/DE\/Landwirtschaft\/Markt-Handel-Export\/_Texte\/Agrarexport.html?docId=1307100\">https:\/\/www.bmel.de\/DE\/Landwirtschaft\/Markt-Handel-Export\/_Texte\/Agrarexport.html?docId=1307100<\/a> (Stand: 23. April 2020).<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref12\" name=\"_ftn12\">[12]<\/a> Ebd., S. 187.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am 30. M\u00e4rz ver\u00f6ffentlichte der Historiker und Unternehmensberater Rainer Zitelmann einen lesenswerten Gastbeitrag bei Focus Online[1]. In diesem bearbeitete er die Frage, was zu den Kernkompetenzen eines funktionierenden Staates geh\u00f6re. Zitelmann verfolgt dabei einen interessanten Ansatz, in dem er zun\u00e4chst einmal, leicht provokant, erw\u00e4hnt, dass die Menschen vorangegangener Generationen sich noch dar\u00fcber im Klaren waren, [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":31,"featured_media":834,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_et_pb_use_builder":"","_et_pb_old_content":"","_et_gb_content_width":"","_jetpack_memberships_contains_paid_content":false,"footnotes":""},"categories":[11],"tags":[1333,318],"class_list":["post-6869","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-philosophie-theorie","tag-corona","tag-nationalstaat"],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v27.6 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Rahmenordnung - Das Verantwortungsverh\u00e4ltnis zwischen Staat, Staatsb\u00fcrger und Unternehmen - Gegenstrom<\/title>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/gegenstrom.org\/en\/rahmenordnung-das-verantwortungsverhaeltnis-zwischen-staat-staatsbuerger-und-unternehmen\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"en_US\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Rahmenordnung - Das Verantwortungsverh\u00e4ltnis zwischen Staat, Staatsb\u00fcrger und Unternehmen - Gegenstrom\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"Am 30. M\u00e4rz ver\u00f6ffentlichte der Historiker und Unternehmensberater Rainer Zitelmann einen lesenswerten Gastbeitrag bei Focus Online[1]. In diesem bearbeitete er die Frage, was zu den Kernkompetenzen eines funktionierenden Staates geh\u00f6re. Zitelmann verfolgt dabei einen interessanten Ansatz, in dem er zun\u00e4chst einmal, leicht provokant, erw\u00e4hnt, dass die Menschen vorangegangener Generationen sich noch dar\u00fcber im Klaren waren, [&hellip;]\" \/>\n<meta property=\"og:url\" content=\"https:\/\/gegenstrom.org\/en\/rahmenordnung-das-verantwortungsverhaeltnis-zwischen-staat-staatsbuerger-und-unternehmen\/\" \/>\n<meta property=\"og:site_name\" content=\"Gegenstrom\" \/>\n<meta property=\"article:publisher\" content=\"https:\/\/de-de.facebook.com\/rechteMetapolitik\/\" \/>\n<meta property=\"article:published_time\" content=\"2020-05-04T04:05:56+00:00\" \/>\n<meta property=\"og:image\" content=\"https:\/\/gegenstrom.org\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/Quadriga.jpg\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:width\" content=\"715\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:height\" content=\"300\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:type\" content=\"image\/jpeg\" \/>\n<meta name=\"author\" content=\"Tom Dieke\" \/>\n<meta name=\"twitter:card\" content=\"summary_large_image\" \/>\n<meta name=\"twitter:label1\" content=\"Written by\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data1\" content=\"Tom Dieke\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:label2\" content=\"Est. reading time\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data2\" content=\"20 minutes\" \/>\n<script type=\"application\/ld+json\" class=\"yoast-schema-graph\">{\"@context\":\"https:\\\/\\\/schema.org\",\"@graph\":[{\"@type\":\"Article\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/gegenstrom.org\\\/rahmenordnung-das-verantwortungsverhaeltnis-zwischen-staat-staatsbuerger-und-unternehmen\\\/#article\",\"isPartOf\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/gegenstrom.org\\\/rahmenordnung-das-verantwortungsverhaeltnis-zwischen-staat-staatsbuerger-und-unternehmen\\\/\"},\"author\":{\"name\":\"Tom Dieke\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/gegenstrom.org\\\/#\\\/schema\\\/person\\\/aa5910a9f27eae1e4a1a3b400e1bd5e9\"},\"headline\":\"Rahmenordnung &#8211; Das Verantwortungsverh\u00e4ltnis zwischen Staat, Staatsb\u00fcrger und Unternehmen\",\"datePublished\":\"2020-05-04T04:05:56+00:00\",\"mainEntityOfPage\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/gegenstrom.org\\\/rahmenordnung-das-verantwortungsverhaeltnis-zwischen-staat-staatsbuerger-und-unternehmen\\\/\"},\"wordCount\":4101,\"commentCount\":1,\"publisher\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/gegenstrom.org\\\/#organization\"},\"image\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/gegenstrom.org\\\/rahmenordnung-das-verantwortungsverhaeltnis-zwischen-staat-staatsbuerger-und-unternehmen\\\/#primaryimage\"},\"thumbnailUrl\":\"https:\\\/\\\/gegenstrom.org\\\/wp-content\\\/uploads\\\/2017\\\/09\\\/Quadriga.jpg\",\"keywords\":[\"Corona\",\"Nationalstaat\"],\"articleSection\":[\"Philosophie &amp; Theorie\"],\"inLanguage\":\"en-US\"},{\"@type\":\"WebPage\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/gegenstrom.org\\\/rahmenordnung-das-verantwortungsverhaeltnis-zwischen-staat-staatsbuerger-und-unternehmen\\\/\",\"url\":\"https:\\\/\\\/gegenstrom.org\\\/rahmenordnung-das-verantwortungsverhaeltnis-zwischen-staat-staatsbuerger-und-unternehmen\\\/\",\"name\":\"Rahmenordnung - Das Verantwortungsverh\u00e4ltnis zwischen Staat, Staatsb\u00fcrger und Unternehmen - Gegenstrom\",\"isPartOf\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/gegenstrom.org\\\/#website\"},\"primaryImageOfPage\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/gegenstrom.org\\\/rahmenordnung-das-verantwortungsverhaeltnis-zwischen-staat-staatsbuerger-und-unternehmen\\\/#primaryimage\"},\"image\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/gegenstrom.org\\\/rahmenordnung-das-verantwortungsverhaeltnis-zwischen-staat-staatsbuerger-und-unternehmen\\\/#primaryimage\"},\"thumbnailUrl\":\"https:\\\/\\\/gegenstrom.org\\\/wp-content\\\/uploads\\\/2017\\\/09\\\/Quadriga.jpg\",\"datePublished\":\"2020-05-04T04:05:56+00:00\",\"breadcrumb\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/gegenstrom.org\\\/rahmenordnung-das-verantwortungsverhaeltnis-zwischen-staat-staatsbuerger-und-unternehmen\\\/#breadcrumb\"},\"inLanguage\":\"en-US\",\"potentialAction\":[{\"@type\":\"ReadAction\",\"target\":[\"https:\\\/\\\/gegenstrom.org\\\/rahmenordnung-das-verantwortungsverhaeltnis-zwischen-staat-staatsbuerger-und-unternehmen\\\/\"]}]},{\"@type\":\"ImageObject\",\"inLanguage\":\"en-US\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/gegenstrom.org\\\/rahmenordnung-das-verantwortungsverhaeltnis-zwischen-staat-staatsbuerger-und-unternehmen\\\/#primaryimage\",\"url\":\"https:\\\/\\\/gegenstrom.org\\\/wp-content\\\/uploads\\\/2017\\\/09\\\/Quadriga.jpg\",\"contentUrl\":\"https:\\\/\\\/gegenstrom.org\\\/wp-content\\\/uploads\\\/2017\\\/09\\\/Quadriga.jpg\",\"width\":715,\"height\":300,\"caption\":\"Quadriga\"},{\"@type\":\"BreadcrumbList\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/gegenstrom.org\\\/rahmenordnung-das-verantwortungsverhaeltnis-zwischen-staat-staatsbuerger-und-unternehmen\\\/#breadcrumb\",\"itemListElement\":[{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":1,\"name\":\"Startseite\",\"item\":\"https:\\\/\\\/gegenstrom.org\\\/\"},{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":2,\"name\":\"Rahmenordnung &#8211; Das Verantwortungsverh\u00e4ltnis zwischen Staat, Staatsb\u00fcrger und Unternehmen\"}]},{\"@type\":\"WebSite\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/gegenstrom.org\\\/#website\",\"url\":\"https:\\\/\\\/gegenstrom.org\\\/\",\"name\":\"Gegenstrom\",\"description\":\"Plattform f\u00fcr rechte Metapolitik\",\"publisher\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/gegenstrom.org\\\/#organization\"},\"potentialAction\":[{\"@type\":\"SearchAction\",\"target\":{\"@type\":\"EntryPoint\",\"urlTemplate\":\"https:\\\/\\\/gegenstrom.org\\\/?s={search_term_string}\"},\"query-input\":{\"@type\":\"PropertyValueSpecification\",\"valueRequired\":true,\"valueName\":\"search_term_string\"}}],\"inLanguage\":\"en-US\"},{\"@type\":\"Organization\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/gegenstrom.org\\\/#organization\",\"name\":\"Metapol Verlag & Medien\",\"url\":\"https:\\\/\\\/gegenstrom.org\\\/\",\"logo\":{\"@type\":\"ImageObject\",\"inLanguage\":\"en-US\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/gegenstrom.org\\\/#\\\/schema\\\/logo\\\/image\\\/\",\"url\":\"https:\\\/\\\/gegenstrom.org\\\/wp-content\\\/uploads\\\/2019\\\/11\\\/WMB_Senkrecht_Farbe_M-e1574681161133.png\",\"contentUrl\":\"https:\\\/\\\/gegenstrom.org\\\/wp-content\\\/uploads\\\/2019\\\/11\\\/WMB_Senkrecht_Farbe_M-e1574681161133.png\",\"width\":300,\"height\":219,\"caption\":\"Metapol Verlag & Medien\"},\"image\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/gegenstrom.org\\\/#\\\/schema\\\/logo\\\/image\\\/\"},\"sameAs\":[\"https:\\\/\\\/de-de.facebook.com\\\/rechteMetapolitik\\\/\",\"https:\\\/\\\/www.youtube.com\\\/channel\\\/UCvQizs-yQ8YapMiyuD6wDrw\"]},{\"@type\":\"Person\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/gegenstrom.org\\\/#\\\/schema\\\/person\\\/aa5910a9f27eae1e4a1a3b400e1bd5e9\",\"name\":\"Tom Dieke\",\"url\":\"https:\\\/\\\/gegenstrom.org\\\/en\\\/author\\\/tom-dieke\\\/\"}]}<\/script>\n<!-- \/ Yoast SEO plugin. -->","yoast_head_json":{"title":"Rahmenordnung - Das Verantwortungsverh\u00e4ltnis zwischen Staat, Staatsb\u00fcrger und Unternehmen - Gegenstrom","robots":{"index":"index","follow":"follow","max-snippet":"max-snippet:-1","max-image-preview":"max-image-preview:large","max-video-preview":"max-video-preview:-1"},"canonical":"https:\/\/gegenstrom.org\/en\/rahmenordnung-das-verantwortungsverhaeltnis-zwischen-staat-staatsbuerger-und-unternehmen\/","og_locale":"en_US","og_type":"article","og_title":"Rahmenordnung - Das Verantwortungsverh\u00e4ltnis zwischen Staat, Staatsb\u00fcrger und Unternehmen - Gegenstrom","og_description":"Am 30. M\u00e4rz ver\u00f6ffentlichte der Historiker und Unternehmensberater Rainer Zitelmann einen lesenswerten Gastbeitrag bei Focus Online[1]. In diesem bearbeitete er die Frage, was zu den Kernkompetenzen eines funktionierenden Staates geh\u00f6re. Zitelmann verfolgt dabei einen interessanten Ansatz, in dem er zun\u00e4chst einmal, leicht provokant, erw\u00e4hnt, dass die Menschen vorangegangener Generationen sich noch dar\u00fcber im Klaren waren, [&hellip;]","og_url":"https:\/\/gegenstrom.org\/en\/rahmenordnung-das-verantwortungsverhaeltnis-zwischen-staat-staatsbuerger-und-unternehmen\/","og_site_name":"Gegenstrom","article_publisher":"https:\/\/de-de.facebook.com\/rechteMetapolitik\/","article_published_time":"2020-05-04T04:05:56+00:00","og_image":[{"width":715,"height":300,"url":"https:\/\/gegenstrom.org\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/Quadriga.jpg","type":"image\/jpeg"}],"author":"Tom Dieke","twitter_card":"summary_large_image","twitter_misc":{"Written by":"Tom Dieke","Est. reading time":"20 minutes"},"schema":{"@context":"https:\/\/schema.org","@graph":[{"@type":"Article","@id":"https:\/\/gegenstrom.org\/rahmenordnung-das-verantwortungsverhaeltnis-zwischen-staat-staatsbuerger-und-unternehmen\/#article","isPartOf":{"@id":"https:\/\/gegenstrom.org\/rahmenordnung-das-verantwortungsverhaeltnis-zwischen-staat-staatsbuerger-und-unternehmen\/"},"author":{"name":"Tom Dieke","@id":"https:\/\/gegenstrom.org\/#\/schema\/person\/aa5910a9f27eae1e4a1a3b400e1bd5e9"},"headline":"Rahmenordnung &#8211; Das Verantwortungsverh\u00e4ltnis zwischen Staat, Staatsb\u00fcrger und Unternehmen","datePublished":"2020-05-04T04:05:56+00:00","mainEntityOfPage":{"@id":"https:\/\/gegenstrom.org\/rahmenordnung-das-verantwortungsverhaeltnis-zwischen-staat-staatsbuerger-und-unternehmen\/"},"wordCount":4101,"commentCount":1,"publisher":{"@id":"https:\/\/gegenstrom.org\/#organization"},"image":{"@id":"https:\/\/gegenstrom.org\/rahmenordnung-das-verantwortungsverhaeltnis-zwischen-staat-staatsbuerger-und-unternehmen\/#primaryimage"},"thumbnailUrl":"https:\/\/gegenstrom.org\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/Quadriga.jpg","keywords":["Corona","Nationalstaat"],"articleSection":["Philosophie &amp; Theorie"],"inLanguage":"en-US"},{"@type":"WebPage","@id":"https:\/\/gegenstrom.org\/rahmenordnung-das-verantwortungsverhaeltnis-zwischen-staat-staatsbuerger-und-unternehmen\/","url":"https:\/\/gegenstrom.org\/rahmenordnung-das-verantwortungsverhaeltnis-zwischen-staat-staatsbuerger-und-unternehmen\/","name":"Rahmenordnung - Das Verantwortungsverh\u00e4ltnis zwischen Staat, Staatsb\u00fcrger und Unternehmen - Gegenstrom","isPartOf":{"@id":"https:\/\/gegenstrom.org\/#website"},"primaryImageOfPage":{"@id":"https:\/\/gegenstrom.org\/rahmenordnung-das-verantwortungsverhaeltnis-zwischen-staat-staatsbuerger-und-unternehmen\/#primaryimage"},"image":{"@id":"https:\/\/gegenstrom.org\/rahmenordnung-das-verantwortungsverhaeltnis-zwischen-staat-staatsbuerger-und-unternehmen\/#primaryimage"},"thumbnailUrl":"https:\/\/gegenstrom.org\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/Quadriga.jpg","datePublished":"2020-05-04T04:05:56+00:00","breadcrumb":{"@id":"https:\/\/gegenstrom.org\/rahmenordnung-das-verantwortungsverhaeltnis-zwischen-staat-staatsbuerger-und-unternehmen\/#breadcrumb"},"inLanguage":"en-US","potentialAction":[{"@type":"ReadAction","target":["https:\/\/gegenstrom.org\/rahmenordnung-das-verantwortungsverhaeltnis-zwischen-staat-staatsbuerger-und-unternehmen\/"]}]},{"@type":"ImageObject","inLanguage":"en-US","@id":"https:\/\/gegenstrom.org\/rahmenordnung-das-verantwortungsverhaeltnis-zwischen-staat-staatsbuerger-und-unternehmen\/#primaryimage","url":"https:\/\/gegenstrom.org\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/Quadriga.jpg","contentUrl":"https:\/\/gegenstrom.org\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/Quadriga.jpg","width":715,"height":300,"caption":"Quadriga"},{"@type":"BreadcrumbList","@id":"https:\/\/gegenstrom.org\/rahmenordnung-das-verantwortungsverhaeltnis-zwischen-staat-staatsbuerger-und-unternehmen\/#breadcrumb","itemListElement":[{"@type":"ListItem","position":1,"name":"Startseite","item":"https:\/\/gegenstrom.org\/"},{"@type":"ListItem","position":2,"name":"Rahmenordnung &#8211; Das Verantwortungsverh\u00e4ltnis zwischen Staat, Staatsb\u00fcrger und Unternehmen"}]},{"@type":"WebSite","@id":"https:\/\/gegenstrom.org\/#website","url":"https:\/\/gegenstrom.org\/","name":"Gegenstrom","description":"Plattform f\u00fcr rechte Metapolitik","publisher":{"@id":"https:\/\/gegenstrom.org\/#organization"},"potentialAction":[{"@type":"SearchAction","target":{"@type":"EntryPoint","urlTemplate":"https:\/\/gegenstrom.org\/?s={search_term_string}"},"query-input":{"@type":"PropertyValueSpecification","valueRequired":true,"valueName":"search_term_string"}}],"inLanguage":"en-US"},{"@type":"Organization","@id":"https:\/\/gegenstrom.org\/#organization","name":"Metapol Verlag & Medien","url":"https:\/\/gegenstrom.org\/","logo":{"@type":"ImageObject","inLanguage":"en-US","@id":"https:\/\/gegenstrom.org\/#\/schema\/logo\/image\/","url":"https:\/\/gegenstrom.org\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/WMB_Senkrecht_Farbe_M-e1574681161133.png","contentUrl":"https:\/\/gegenstrom.org\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/WMB_Senkrecht_Farbe_M-e1574681161133.png","width":300,"height":219,"caption":"Metapol Verlag & Medien"},"image":{"@id":"https:\/\/gegenstrom.org\/#\/schema\/logo\/image\/"},"sameAs":["https:\/\/de-de.facebook.com\/rechteMetapolitik\/","https:\/\/www.youtube.com\/channel\/UCvQizs-yQ8YapMiyuD6wDrw"]},{"@type":"Person","@id":"https:\/\/gegenstrom.org\/#\/schema\/person\/aa5910a9f27eae1e4a1a3b400e1bd5e9","name":"Tom Dieke","url":"https:\/\/gegenstrom.org\/en\/author\/tom-dieke\/"}]}},"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/gegenstrom.org\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/Quadriga.jpg","jetpack_sharing_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/gegenstrom.org\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6869","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/gegenstrom.org\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/gegenstrom.org\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/gegenstrom.org\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/31"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/gegenstrom.org\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=6869"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/gegenstrom.org\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6869\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/gegenstrom.org\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/834"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/gegenstrom.org\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=6869"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/gegenstrom.org\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=6869"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/gegenstrom.org\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=6869"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}