{"id":6679,"date":"2020-04-06T15:48:41","date_gmt":"2020-04-06T13:48:41","guid":{"rendered":"https:\/\/gegenstrom.org\/?p=6679"},"modified":"2020-04-06T17:47:06","modified_gmt":"2020-04-06T15:47:06","slug":"das-euro-desaster-das-ende-einer-aera","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gegenstrom.org\/en\/das-euro-desaster-das-ende-einer-aera\/","title":{"rendered":"Das Euro-Desaster: Das Ende einer \u00c4ra"},"content":{"rendered":"<p>Wir leben in spannenden Zeiten. Viele glauben, dass Corona zur Z\u00e4sur des uns bekannten etablierten Systems wird. Tats\u00e4chlich ist das sich pandemisch ausbreitende Virus nur ein Ausl\u00f6ser einer l\u00e4ngst \u00fcberf\u00e4lligen Korrektur. Die Finanzpolitiker glaubten, den schumpeterschen Grundsatz der sch\u00f6pferischen Zerst\u00f6rung aushebeln zu k\u00f6nnen. In Wirklichkeit bildete sich eine Blase, die nun kurz davor ist zu platzen. Das Resultat k\u00f6nnte ein W\u00e4hrungscrash sein, der in eine politische Krise m\u00fcndet.<\/p>\n<h2>Das Fiat-Money und warum es den tiefen Glauben ben\u00f6tigt<\/h2>\n<p>Wir leben in einem Fiat-Geldsystem. Das bedeutet, dass das Geld, mit dem wir unsere Waren und Dienstleistungen bezahlen, keinen intrinsischen, also inneren Wert besitzt. Der Begriff ist aus der Bibel abgeleitet. In Genesis 1:3 kommt die lateinische Phrase <em>fiat lux<\/em> vor, was allgemein mit \u201e<em>Es werde Licht<\/em>\u201c \u00fcbersetzt wird. Auf das Fiat-Geldsystem angewendet, k\u00f6nnte man daher sagen: \u201e<em>Es werde Geld<\/em>\u201c. Denn in einem Fiat-Geldsystem wird Geld quasi aus dem Nichts gesch\u00f6pft, ohne dass dieses an einen konkreten Wert gekoppelt ist. Das Gegenteil von Fiat-Geld ist Warengeld, also Gold, Silber oder auch andere Waren wie Getreide, Tabak, Alkohol usw., die als Tauschmittel gegen andere Waren oder auch Dienstleistungen dienen. Diese Waren besitzen einen intrinsischen Wert, d. h. wir sprechen ihnen einen Wert zu, der ihnen innewohnt. Nach Marx k\u00f6nnte man sagen, dass Tabak, Getreide, Mehl, Alkohol usw. einen entsprechenden Gebrauchswert besitzen, der als Basis f\u00fcr den Tauschwert dient: Also der Preis, den wir letztlich f\u00fcr die Ware bezahlen.<\/p>\n<p>Unser Geld, das Fiat-Geld, besitzt allerdings keinen Gebrauchswert oder zumindest lediglich einen verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig geringen. Denn die Euroscheine bestehen aus Baumwolle, womit sich vielleicht W\u00e4nde gut tapezieren lassen, ansonsten aber keinen Mehrwert liefern. Im Grunde genommen basiert unser Geldsystem daher ausschlie\u00dflich auf dem Glauben der Menschen, dass sie damit entsprechende Waren und Dienstleistungen kaufen k\u00f6nnen. Sinkt dieser Glaube in das Fiat-Geld jedoch, dann schwindet der Tauschwert, den der Fiat-Schein besitzt, auf seinen inneren Wert, also den Gebrauchswert \u2013 und der geht gegen null. Sollte der Glauben in das uns bekannte Geld verloren gehen, w\u00e4ren demnach die Euro-M\u00fcnzen wahrscheinlich werthaltiger, weil sie aus diversen Metallen bestehen, die zumindest in der Wirtschaft Verwendung finden. Von den Scheinen allerdings bleiben dann nur noch die h\u00fcbschen bunten Bilder. Die Amerikaner haben dann wenigstens noch ihren geliebten Wahlspruch: \u201e<em>In God we trust!\u201c.<\/em> Kurz gesagt, wer auf das Fiat-Money, also auf Euro, Dollar und Pfund schw\u00f6rt, der muss tief im Glauben stehen \u2013 insbesondere in der heutigen Zeit.<\/p>\n<p>Im Internationalen allerdings wird der Wert jeder Fiat-W\u00e4hrung in Form von Wechselkursen ausgewiesen. Diese Wechselkurse zwischen zwei W\u00e4hrungen sind der Preis f\u00fcr die jeweilige W\u00e4hrung. Der Preis, also der Tauschwert einer jeden W\u00e4hrung l\u00e4sst sich dabei durch das alte und nat\u00fcrliche marktwirtschaftliche Prinzip von Angebot und Nachfrage erkl\u00e4ren. Ist die Nachfrage nach einer W\u00e4hrung hoch, steigt auch der Preis derselben. F\u00fcr die Errechnung solcher Wechselkurse gibt es verschiedene theoretische Modelle, die wir hier nicht weiter ausf\u00fchren m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Das Geld, wie wir es kennen, womit wir tagt\u00e4glich bezahlen, ist allerdings nichts weiter als ein Versprechen, das uns die Banken und wir uns als Gesellschaft geben. Denn einzig der Glaube, morgen noch etwas f\u00fcr den Zehneuroschein zu bekommen, l\u00e4sst uns an ihn glauben. Nat\u00fcrlich spielt hierbei auch der Zwang des Staates, der normalerweise das W\u00e4hrungsmonopol innehat, eine wichtige Rolle. Wer die Kontrolle durch Emission einer W\u00e4hrung hat, der besitzt auch eine immense Macht. Der Gr\u00fcnder einer der reichsten und m\u00e4chtigsten Familiendynastien Mayer Amschel Rothschild soll einmal treffend gesagt haben: <em>\u201eGib mir die Kontrolle \u00fcber das Geld einer Nation und es interessiert mich nicht, wer dessen Gesetze macht.\u201c<\/em><\/p>\n<h2>Stagflation oder gar Rezflation?<\/h2>\n<p>Gehen wir doch noch einen Schritt tiefer in die Geldtheorie rein. Dies ist wichtig, um zu verstehen, was hier gerade passiert und vor allem was die Ma\u00dfnahmen der Bundesregierung sowie der W\u00e4hrungsh\u00fcter in Frankfurt am Main f\u00fcr Folgen haben werden. Dazu m\u00fcssen wir uns erst einmal folgende Grundlagen zu eigen machen:<\/p>\n<ol>\n<li>Wie sich die Wirkungen von wirtschafts-, finanz- oder w\u00e4hrungspolitischen Ma\u00dfnahmen zeigen, h\u00e4ngt sehr stark von den Erwartungen der Wirtschaftssubjekte, also der Marktteilnehmer (Privathaushalte, Unternehmen) ab. D. h., erwarten diese z. B. eine Inflation, also den Anstieg von Marktpreisen, so \u00fcbt dies Druck auf die L\u00f6hne und damit auch auf Preise aus. Die Inflation ist dann eine logische Folge, quasi eine selbsterf\u00fcllende Prophezeiung der Erwartungen. Andersherum schieben die Markteilnehmer ihre Ausgaben eher auf, wenn sie einen Preisverfall, also Deflation erwarten. Diesen Effekt hat sicher schon einmal jeder beim Tanken erlebt. Wer auf fallende Spritpreise spekuliert und noch einen halbvollen Tank hat, der verlagert die Entscheidung vollzutanken ggf. in die Zukunft. Das ist eine vollkommen normale Sache.<\/li>\n<li>Erwarten die Wirtschaftssubjekte nur geringe Preissteigerungen, kann dies sogar f\u00fcr einen expansiven Impuls sorgen, der auch zu einer steigenden Nachfrage bei sinkender Arbeitslosigkeit f\u00fchrt. Die sog. Phillips-Kurve ist daf\u00fcr ein unter \u00d6konomen beliebtes Beispiel, das diese Vorstellung st\u00fctzt, dass also Inflation zu einer sinkenden Arbeitslosigkeit f\u00fchren kann. Die vom britische \u00d6konomen Alban Phillips stammende Kurve wies eine Korrelation zwischen den L\u00f6hnen in einer Gesellschaft und der Besch\u00e4ftigung auf. Bei hoher Arbeitslosigkeit fielen die L\u00f6hne (und damit auch die Nachfrage) und umgekehrt stiegen die L\u00f6hne (und damit auch die Nachfrage) mit steigenden Besch\u00e4ftigungszahlen. Dies wurde von der Hypothese, dass die Besch\u00e4ftigten in einem Umfeld geringer Arbeitslosigkeit eine bessere Position in Lohnverhandlungen innehaben, noch unterstrichen. H\u00f6here L\u00f6hne f\u00fchren jedoch auch zu einer h\u00f6heren Nachfrage, also Menge von Geld im Markt. Das f\u00fchrt wiederum zu allgemeinen Preissteigerungen \u2013 nicht zuletzt, weil die unternehmerischen Gestehungskosten f\u00fcr Waren und Dienstleistungen ja teurer werden (da Personalkosten steigen). Es dauert dann nicht lange, und die Marktteilnehmer bemerken diesen Effekt, was zu einer Ver\u00e4nderung ihres Verhaltens f\u00fchrt. Die Folge daraus ist eine Wiederholung dieses expansiven Impulses, also die gesteuerte Inflation.<\/li>\n<li>Diese wiederholte Anwendung von gesteuerter Inflation f\u00fchrt jedoch auf Dauer zu einer <em>Stagflation<\/em>. Eine Stagflation ist der genaue entgegengesetzte Effekt, d. h. mit zunehmender Inflation kommt es zu einer Stagnation der Besch\u00e4ftigung. Denn durch die allgemeine Inflation, also des Anstieges eines gro\u00dfen Teils der G\u00fcterpreise, erh\u00f6hen sich auch die Produktionskosten f\u00fcr Unternehmen, die zur Gestehung ihrer Waren und Dienstleistungen Personal und Rohstoffe oder Halbzeuge ben\u00f6tigen. Wenn die Einkaufspreise dieser steigen, m\u00fcssen sie auch ihre Verkaufspreise erh\u00f6hen. Das f\u00fchrt jedoch dazu, dass die Produktionsmengen zur\u00fcckgefahren, weniger Leute angestellt werden und somit der Trend umgekehrt wird: Die Arbeitslosigkeit steigt.<\/li>\n<\/ol>\n<p>Wir erleben seit geraumer Zeit in unserem Fiat-Geldsystem eine Art Keynesianismus, dessen Vertreter sich jedoch nicht auf die Grundlagen des \u00d6konomen John Maynard Keynes berufen wollen. Keynes vertrat in seiner \u201e<em>Allgemeine(n) Theorie der Besch\u00e4ftigung, der Zinsen und des Geldes<\/em>\u201c die Position, dass die gesamtwirtschaftliche Nachfrage die entscheidende Gr\u00f6\u00dfe f\u00fcr Produktion und Besch\u00e4ftigung sind. Demnach sei die Steuerung dieser der Schl\u00fcssel einer stabilen Wirtschaft. Durch eine expansive Geldpolitik k\u00f6nne schlie\u00dflich die Nachfrage, wie wir oben gesehen haben, gesteuert werden. Die Neu-Keynesianer allerdings haben mit Keynes\u2018 Theorie heute nur noch insoweit zu tun, dass sie die Rigidit\u00e4t von L\u00f6hnen und Preisen anerkennen. Ansonsten r\u00e4umen diese Vertreter dem Zins eine entscheidende Rolle ein, \u00fcber den der Kreditmarkt gesteuert werden k\u00f6nne. Genau dieses Modell haben wir heute in unserem Geldsystem. Die Notenbanken, oder besser heute die Zentralbank in Frankfurt am Main, drucken nicht direkt Geld, sondern versorgen die Kreditm\u00e4rkte, also die Gesch\u00e4ftsbanken mit frischem Geld, dessen Preis sich durch den von der EZB ausgewiesenen Leitzins ergibt. Diese Gesch\u00e4ftsbanken sollen dann nach eigenem Gutd\u00fcnken die Wirtschaft mit Krediten versorgen, deren Preise (also der Zins) sich am Leitzins orientieren.<\/p>\n<p>Die Null- und Negativzinspolitik der EZB sowie der Fed (Federal Reserve System, US-Zentralbank) stehen f\u00fcr diese neu-keynesianische expansive Geldpolitik, um die Nachfrage, d. h. die Konjunktur \u00fcber die von den Gesch\u00e4ftsbanken emittierte Geldmenge zu steuern. In ihrer Zwei-S\u00e4ulen-Strategie versucht die Europ\u00e4ische Zentralbank deshalb j\u00e4hrlich eine Inflationsrate von knapp unter 2 Prozent zu gew\u00e4hrleisten, um die Wirtschaft entsprechend 2. (siehe oben) zu stimulieren. Dies f\u00fchrt, wie wir jetzt unmittelbar sehen k\u00f6nnen, zu 3., also einer zunehmenden Stagnation durch eine allgemeine Preiserh\u00f6hung (Inflation). Nach einem dadurch etwa einem Jahrzehnt anhaltenden Wirtschaftswachstum kommt es nun zum Bust-Moment. Was wir heute erleben, ist das Ende des \u201eBoom-and-Bust-Zyklus\u201c, also des Eintretens einer Rezession durch pl\u00f6tzlichen Kapitalr\u00fcckzug nach einer jahrelang anhaltenden Hochphase. Denn in Wirklichkeit ist diese Hochphase von keinem echten Wirtschaftswachstum begleitet worden, denn die Besch\u00e4ftigtenzahlen sind mit diesem Wachstum gestiegen. Echtes Wirtschaftswachstum zeichnet sich allerdings durch Innovation und Produktivit\u00e4t aus. D. h. die wirtschaftliche Leistung eines Landes w\u00e4chst dann, wenn Unternehmen es schaffen ihre Produktivit\u00e4t und ihre Effizienz zu steigern. Was jedoch in der Europ\u00e4ischen Union und auch in Deutschland passierte, ist die Schaffung von Vollbesch\u00e4ftigung durch Geldgeschenke (Nullzinspolitik) an die Banken. Dies hat dazu gef\u00fchrt, dass viele Unternehmen, die im Grunde genommen der schumpeterschen sch\u00f6pferischen Zerst\u00f6rung zum Opfer gefallen w\u00e4ren, heute eine zu hohe Liquidit\u00e4t aufweisen. Was wir seit dem 19. Februar 2020 erleben, ist eine l\u00e4ngst \u00fcberf\u00e4llige Korrektur. Viele Investoren zogen ihr Kapital aus den M\u00e4rkten ab, zum einen, weil sie aufgrund von Margin Calls Verbindlichkeiten ausgleichen m\u00fcssen, was mit Aktienverk\u00e4ufen gew\u00e4hrleistet werden kann, und zum anderen, weil sie in diesem Umfeld kein Vertrauen mehr in die Unternehmen bzw. in das System haben.<\/p>\n<p>Sollte der Bust anhalten, k\u00e4me es im Zuge der Inflationierung unserer W\u00e4hrung auch zu einer Verst\u00e4rkung der Rezession, also des R\u00fcckgangs der Konjunktur (&#8222;Rezflation&#8220;).<\/p>\n<h2>Finanzspritzen und Helikoptergeld<\/h2>\n<p>Jahrzehnte sah es so aus als ob die Kurse nicht mehr fallen w\u00fcrden. Jedes Jahr konnten wir Wirtschaftswachstum verzeichnen. Zwischen 2014 und 2018 hatten wir ein Wachstum des BIP <em>per annum <\/em>zwischen 1,5 und 2,2, Prozent. Doch bereits letztes Jahr deutete sich die Stagnation der Konjunkturkurve in Deutschland mit gerade einmal 0,6 Prozent an. Dennoch schien der DAX keine Abw\u00e4rtsbewegung mehr zu kennen. Die B\u00f6rsianer vertrauten einfach auf den ber\u00fchmten Magier in Frankfurt am Main, nach dem heute sogar ein Effekt benannt ist: Der Draghi-Effekt. Mario Draghi war von November 2011 bis Oktober 2019 der dritte Pr\u00e4sident der EZB. Am 26. Juli 2012 verk\u00fcndete dieser n\u00e4mlich auf der Global Investment Conference in London: \u201c<em>Within our mandate, the ECB is ready to do <\/em><em>whatever it takes<\/em><em> to preserve the euro. And believe me, it will be enough<\/em>\u201d<a href=\"#_ftn1\" name=\"_ftnref1\">[1]<\/a>. Es handelt sich dabei wahrscheinlich um die zwei teuersten S\u00e4tze der EU-Geschichte, denn die Folge daraus war eine Mentalit\u00e4t des risikofreien Spekulierens an den Finanzm\u00e4rkten. Die Geldh\u00e4user konnten sich sicher sein, dass ganz gleich was passieren w\u00fcrde, der gro\u00dfe Zauberer aus Frankfurt am Main kommen wird, um sie zu retten. Dirk M\u00fcller, alias Mr. Dax hat dies in einer aus meiner Sicht sehr sch\u00f6nen Metapher ausgedr\u00fcckt<a href=\"#_ftn2\" name=\"_ftnref2\">[2]<\/a>: Und zwar ist die B\u00f6rse der letzten Jahre mit einem Casino zu vergleichen, in dem die Spieler mit ungedeckten Chips Roulette spielen und dabei immer nur auf die Farbe schwarz setzen mussten, denn unter dem Roulettetisch befand sich ein Magnet, der daf\u00fcr sorgte, dass die Kugel immer nur auf dieser einen Farbe landete. Und wenn die Kugel tats\u00e4chlich mal auf Rot hielt, dann setzte der Croupier aus Frankfurt am Main die Kugel einfach wieder auf Schwarz. Somit sind auch konservative Spieler eingestiegen, die nun auch etwas von dem sicheren St\u00fcck Kuchen abhaben wollten. Doch pl\u00f6tzlich werden die Magnete auf Knopfdruck abgeschaltet und die Kugel landete nun ganz nat\u00fcrlich auf Rot. W\u00e4hrend die Spieler nun vollkommen vom Glauben abgefallen in die R\u00f6hre gucken, weist der Croupier nun alle Schuld von sich ab und tut so, als w\u00e4ren das nun mal die Gesetze des Spiels der freien Kr\u00e4fte.<\/p>\n<p>Die EZB hat durch sukzessive Leitzinssenkungen bzw. der Erh\u00f6hung des Negativzinses auf Einlagekonten ganz im Sinne neu-keynesianischer Wirtschaftspolitik versucht, auf die Finanzm\u00e4rkte Einfluss auszu\u00fcben. Die Geldpolitiker haben damit \u00fcber Jahre hinweg durch die dadurch entstandene \u201eWhatever-it-takes\u201c-Mentalit\u00e4t die M\u00e4rkte beruhigen k\u00f6nnen. Denn die hochverschuldeten S\u00fcdl\u00e4nder innerhalb der Eurozone Spanien, Griechenland, Portugal und Italien w\u00e4ren gewaltig in die Bredouille gekommen. Die Nullzinspolitik und das Draghi-Versprechen bedeuteten jedoch billige Kredite. Diese L\u00e4nder haben die von Draghi geschaffenen Fakten voll ausgenutzt und sich weiterhin verschuldet, anstatt wichtige fiskalpolitische Reformen anzusto\u00dfen. Doch im Zuge des externen Schocks durch die COVID19-Pandemie wirken diese Aktionen der EZB nur wie ein Placebo. Das Pulver verpufft im Lauf, ohne dass ein Geschoss aus demselben austritt. Was k\u00f6nnte die EZB, nachdem sie die Zinsen ja bereits auf null Prozent gesenkt hatte, auch anderes tun. Weiterhin Staatsanleihen ankaufen? Das mag in einem leicht deflation\u00e4ren Umfeld Sinn ergeben, ist aber in einem inflation\u00e4ren Markt eher sch\u00e4dlich denn n\u00fctzlich. Zudem wurde das unter dem Begriff \u201eQuantitative Easing\u201c bekannte Instrument bereits die letzten Jahre angewandt. Die QE-Programme dienten dazu, die M\u00e4rkte mit frischem Geld \u00fcber indirekte Anleihek\u00e4ufe zu versorgen, um eine Deflation zu verhindern bzw. eine leichte Inflation als Impuls f\u00fcr expansive Besch\u00e4ftigung zu gew\u00e4hrleisten. In Wirklichkeit haben sie jedoch eine bereits in der EU immer gr\u00f6\u00dfer werdende Blase erschaffen, die nun geplatzt ist.<\/p>\n<p>Mit der neuen Bazooka der Bazookas, dem erst k\u00fcrzlich von Christine Lagarde angek\u00fcndigten PEPP (Pandemie-Notfall-Kaufprogramm)<a href=\"#_ftn3\" name=\"_ftnref3\">[3]<\/a> werden die M\u00e4rkte mit weiteren 750 Mrd. Euro geflutet. Die EZB-Pr\u00e4sidentin k\u00fcndigte bereits an, dass die Zentralbank damit auch Staatsschulden Griechenlands ankaufen k\u00f6nnte. Diese Ma\u00dfnahmen werden allerdings zu einer Verst\u00e4rkung der sich ohnehin abzeichnenden Inflation f\u00fchren, da dadurch die Geldmenge erh\u00f6ht wird \u2013 und dass in einem Umfeld mit einem Angebotsschock.<\/p>\n<p>Wie weit diese Krise bereits vorangeschritten ist, zeigen die aktuellen Diskussionen \u00fcber eine Ma\u00dfnahme, die aus der Feder des Neoliberalisten und Monetarismustheoretikers Milton Friedman stammt: Das Helikoptergeld. Darunter versteht man die Sch\u00f6pfung von Geld aus dem Nichts, welches dann an die Privathaushalte vergeben wird, z. B. indem Schecks ausgeteilt werden oder die Banken direkt Geld auf private Konten \u00fcberweisen. Sie werden bereits seit Tagen in Amerika diskutiert und auch hierzulande melden sich immer mehr Mainstream-\u00d6konomen zu Wort, die diese Ma\u00dfnahme als letzten Ausweg sehen. Tats\u00e4chlich handelt es sich dabei um eine reine Verzweiflungstat, die nur deshalb ins Gespr\u00e4ch kommt, weil die Geldpolitiker s\u00e4mtliche Instrumente, selbst fernab ihrer Mandatskompetenz, ausgesch\u00f6pft wurden. Die Zinssenkung um 100 Basispunkte durch die Fed im M\u00e4rz auf null Prozent zeigt deutlich, dass die Ma\u00dfnahmen die Wirkung des ber\u00fchmten Tropfens haben, der auf einem hei\u00dfen Stein landet. Dieser Tropfen, so m\u00fcssen wir uns das vorstellen, verdampft jedoch bereits, ehe er den Stein ber\u00fchrt.<\/p>\n<p>Im Grunde genommen sind die Geldgeschenke an die Unternehmen in Deutschland, die Soforthilfe, bereits eine Art Helikoptergeld. Keine Frage, dass diese Unternehmen das Geld bitter n\u00f6tig haben, doch in Wirklichkeit wird damit die Lage noch befeuert und die Inflation vorangetrieben.<\/p>\n<h2>Der Lockdown und die galoppierende Inflation<\/h2>\n<p>Ich m\u00f6chte mich hier nicht gro\u00dfartig \u00fcber die gesundheitspolitischen Ma\u00dfnahmen auslassen. Man bekommt derzeit das Gef\u00fchl, dass sich viele nach dieser Krise an der Berliner Charit\u00e9 als Epidemiologen oder Virologen melden sollten. Zumindest bekommt man den Eindruck, dass sich viele gerne als Hobby-Mediziner sehen. Es mag Gr\u00fcnde geben, die Ma\u00dfnahmen f\u00fcr zu \u00fcberzogen zu halten. Ich f\u00fcr meinen Teil wei\u00df es nicht zu hundert Prozent, weil ich kein Mediziner bin. Als \u00d6konom kann ich jedoch etwas \u00fcber die wirtschaftlichen Folgen sagen, die diese Ma\u00dfnahmen bedeuten.<\/p>\n<p>Denn obgleich es vor allen den kleineren und mittelst\u00e4ndischen Unternehmen geg\u00f6nnt sei, dass der Staat nun versucht zu helfen, doch die Finanzspritzen werden vier negative Effekte mit sich bringen:<\/p>\n<ol>\n<li>Die Inflation wird durch das zur Verf\u00fcgung stellen von Geldgeschenken und billigen Krediten weiterhin befeuert, vor allem nach Aufl\u00f6sung des Lockdowns.<\/li>\n<li>Die Unternehmen werden aufgrund der Vergabe von Krediten mit hohen Verbindlichkeiten aus dieser Krise herausgehen. Wir werden eine Vervielfachung der unternehmerischen Schulden bekommen.<\/li>\n<li>Auch die Mieter, die vielleicht aufgrund wegbrechender Einkommen die Mieten aussetzen d\u00fcrfen, verschulden sich bei ihren Vermietern.<\/li>\n<li>Die Vermieter m\u00fcssen dabei mit Umsatzeinbr\u00fcchen rechnen, und dass bei laufenden Kosten (Kredit, Zinsen, Instandhaltung). Dies kann zu einem massenweisen Ausverkauf von Immobilien f\u00fchren. Zwangsversteigerungen k\u00f6nnten die Folge sein.<\/li>\n<\/ol>\n<p>Der Lockdown, also die Ausgangsbeschr\u00e4nkungen und das Herunterfahren des gesellschaftlichen Lebens auf ein Minimum, f\u00fchren logischerweise auch dazu, dass die Wirtschaft runterf\u00e4hrt. Friseurl\u00e4den haben geschlossen. Ins Kino k\u00f6nnen wir derzeit auch nicht. Gastronomische Einrichtungen sind nur noch f\u00fcr den Drive-In ge\u00f6ffnet. Von der Tourismus- und Reisebranche brauchen wir erst gar nicht mehr sprechen. In vielen produzierenden Unternehmen stehen derzeit die Produktionsst\u00e4tten still. In der Landwirtschaft sowie der Lebensmittelindustrie, wo man auf die vielen Saisonarbeiter aus Osteuropa angewiesen ist, fehlen Arbeitskr\u00e4fte. Dadurch wird es zu Ertragsminderungen bei den Ernten kommen.\u00a0 Dies gilt nicht nur f\u00fcr Deutschland, sondern erleben wir weltweit. Europa steht still, die Welt steht still. Dadurch brechen auch Lieferketten ein. Es kommt zu Versorgungsengp\u00e4ssen. Die Bauern rufen bereits um Hilfe. Vielen wird pl\u00f6tzlich klar, dass es Berufe gibt, die systemrelevant sind. Fragt sich, ob dieses Bewusstsein auch noch nach der Krise anhalten wird.<\/p>\n<p>Was wir soeben mit Beispielen belegt haben, nennt man in der \u00d6konomie Angebotsschock, d. h. dass es durch gesamtwirtschaftliche St\u00f6rungen zu erh\u00f6hten Produktionskosten kommt. Diese sorgen f\u00fcr eine Angebotsknappheit. Die Ma\u00dfnahmen, die nun in vielen L\u00e4ndern ergriffen werden, so auch die 156 Mrd. Euro Neuverschuldung in Deutschland, um die Unternehmen zu retten, kommen einem Nachfrageschock gleich. Ein Nachfrageschock ist eine von au\u00dfen kommende St\u00f6rung in der Gesamtwirtschaft, die zu einer Erh\u00f6hung der Nachfrage f\u00fchrt, z. B. durch eine Angebotsknappheit. Auf den Konsumg\u00fcterm\u00e4rkten haben wir also einen Angebotsschock, der ohnehin durch die daraus folgende Angebotsknappheit (einbrechende Lieferketten, stillstehende Produktionsst\u00e4tten) zu einem Nachfrageschock (Konserven, Toilettenpapier, Brot, Hefe, Mehl) f\u00fchren. Mit einem k\u00fcnstlichen Nachfrageschock durch Geldspritzen und Helikoptergeld (denn dies wird schlie\u00dflich gemacht, um die Menschen zum Kaufen zu verleiten) dem Angebotsschock zu begegnen, gleicht einem Himmelfahrtskommando. Deshalb sind diese Ma\u00dfnahmen reine Verzweiflungstaten, die sich in blindem Aktionismus ausdr\u00fccken.<\/p>\n<p>Diese Konsumg\u00fcterinflation d\u00fcrften wir bereits jetzt haben. Allersp\u00e4testens wird diese jedoch massiv nach dem Lockdown eintreten. Sobald der Lockdown aufgelockert oder vollends aufgel\u00f6st wird, wir also wieder zum Friseur, ins Kino oder in die Kneipe gehen k\u00f6nnen, wird es zu einer Nachfrageflut kommen. Denn erstens sparen die Menschen aufgrund des Lockdowns derzeit ihr Geld (eine hohe Geldmenge sammelt sich an, die sich in Nachfrage ausdr\u00fccken wird) und zweitens werden wir nach dem Lockdown weiterhin auf eine Angebotsknappheit sto\u00dfen. Die Lieferketten und Produktionsst\u00e4tten k\u00f6nnen in vielen Branchen nicht einfach so wieder angeschmissen werden wie ein Dieselmotor. Sie werden einige Zeit brauchen, Wochen, vielleicht sogar Monate, bis sie wieder auf voller Leistung laufen. D. h. eine verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig gro\u00dfe Geldmenge (Nachfrage) st\u00f6\u00dft auf eine verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig kleine Anzahl von Waren (Angebot). Das ist quasi der Inbegriff von Inflation.<\/p>\n<h2>Die Franzosen, das Ruhrgebiet und die Inflation von 1923<\/h2>\n<p>Wir haben sogar ein historisches Beispiel, aus dem wir lernen und absehen k\u00f6nnen, was uns erwartet. Als die Franzosen im Zuge von fehlenden Reparationszahlungen seitens des Deutschen Reiches das Ruhrgebiet besetzten, kam es zu einem Lockdown, \u00e4hnlich wie wir ihn heute haben. Im Januar 1923 besetzten franz\u00f6sische Truppen das Ruhrgebiet, um die fehlenden Verbindlichkeiten des Deutschen Reiches durch die dortige Kohle- und Koksproduktion zu kompensieren. Es kam jedoch zum Ruhrkampf, Generalstreiks der Arbeiter gegen die Besatzung, die Verwaltung, Verkehr und Industrie lahmlegen sollten. Im Zuge dieser Generalstreiks und des von der Reichsregierung verordneten Lockdowns kam es zum Wegbrechen von Ums\u00e4tzen. Da die Unternehmen die Personalkosten nicht mehr h\u00e4tten tragen k\u00f6nnen, wurden selbige vom Staat gezahlt. Die Arbeiter bekamen also weiterhin ihre L\u00f6hne und sparten diese an, da ja alle Gesch\u00e4fte, \u00e4hnlich wie heute, unter dem Lockdown geschlossen wurden. Nachdem die Streiks und der Lockdown beendet wurden, kam es zu einer galoppierenden Inflation, die in einer W\u00e4hrungsreform m\u00fcndete.<\/p>\n<h2>Das Ende des Euro?<\/h2>\n<p>Nicht wenige \u00d6konomen melden u. a. aufgrund der von mir oben geschilderten Entwicklungen, dass es nur noch eine Frage der Zeit sein m\u00fcsse, bis der Euro gegen eine andere W\u00e4hrung ausgetauscht wird. Tats\u00e4chlich ist das Helikoptergeld ein sicherer Indikator daf\u00fcr, dass eine W\u00e4hrungsreform bevorsteht. Noch gibt es dazu keine klaren Beschl\u00fcsse oder Aussagen der Spitzenpolitiker. Dennoch wies ich ja bereits oben darauf hin, dass die jetzt getroffenen Ma\u00dfnahmen dem Helikoptergeld \u00e4hnlich sind. Die Anleihekaufprogramme, nicht zuletzt die gef\u00fchrten OMT-Programme, die nun zum Tragen kommen k\u00f6nnten, sind deutliche Hinweise darauf. Die alte Debatte von Eurobonds, die den Geld- und EU-Politikern noch ein bisschen Zeit verschaffen k\u00f6nnten, ist nun wieder aufgeflammt. Noch sind sich die EU-Mitgliedsstaaten uneinig dar\u00fcber. Frankreich, Italien, Spanien und weitere hochverschuldete Mitglieder pochen nun auf die in der \u00d6ffentlichkeit als Corona-Bonds gehandelten Gemeinschaftsschulden. Hier flammen alte Konflikte insbesondere zwischen den beiden Kernstaaten Deutschland und Frankreich wieder auf. Frankreich f\u00fcrchtet zu Recht den Wegfall der Italiener, bei denen die Notenbank viele Staatsanleihen gekauft hat. Bricht eines der Mitglieder weg, f\u00e4llt das komplette Euro-Finanzsystem wie ein Kartenhaus in sich zusammen.<\/p>\n<p>Und da sind wir wieder bei unserem eingangs erw\u00e4hnten Fiatgeld, das einzig auf dem Glauben der Wirtschaftssubjekte basiert. Derzeit kann diese Glaubw\u00fcrdigkeit, die die W\u00e4hrung noch genie\u00dft, gerne in Frage gestellt werden. Wer Jahrzehnte lang eine expansive Geldpolitik betreibt, sein Pulver vollends verschossen hat und nicht einmal eine Kugel aus dem Lauf herauszupressen vermag, der wirkt nicht gerade vertrauensw\u00fcrdig. Das \u201eWhatever-it-takes\u201c mag von Mario Draghi ehrlich gemeint gewesen sein. Es mag sein, dass auch er tief im Glauben an diese W\u00e4hrung stand. Doch der Glaube allein hilft hier nicht weiter. Es bedarf jetzt klarer Entscheidungen, die die finanzpolitische Ordnung in Europa wiederherstellen. Nicht wenige \u00d6konomen glauben heute, dass dies die R\u00fcckkehr zu den Nationalw\u00e4hrungen sein wird. Von den derzeitigen Akteuren k\u00f6nnen wir wohl nicht viel erwarten. Doch ob die dann noch an den Schalthebeln sitzen, kann bezweifelt werden. Mario Draghi jedenfalls hat seine Amtszeit absolviert und braucht sich um solcherlei Fragen nicht mehr zu k\u00fcmmern.<\/p>\n<h2>Welche Schlussfolgerungen k\u00f6nnen wir daraus ziehen?<\/h2>\n<p>Der Euro ist nicht nur angeschlagen, sondern verf\u00e4llt zunehmend mit den geldpolitischen Ma\u00dfnahmen, die nun einen H\u00f6hepunkt erreichen. Wie lange wir noch mit dem Euro in dieser Konstellation zahlen, kann nicht mit Sicherheit gesagt werden. Dass er fr\u00fcher oder sp\u00e4ter gegen eine andere W\u00e4hrung, in einer anderen Konstellation, ausgetauscht wird, gilt als sehr wahrscheinlich. Wahrscheinlich wird es zuvor noch zu einem massiven Schuldenschnitt kommen. Das ersparte Geld wird dann dahin sein oder zumindest erheblich an Wert verloren haben. Ehrlich gesagt, hat es das aufgrund der expansiven Geldpolitik ohnehin die letzten Jahre schon. Wer gut beraten sein will, sollte sich, wenn nicht schon l\u00e4ngst getan, nach Ersatzw\u00e4hrungen umschauen. Auf jeden Fall steckt in diesen Ereignissen, neben den materiellen Verlusten, die zu erwarten sind, auch politisches Kapital. Die W\u00e4hrungsh\u00fcter und mit ihnen all die Demokratisten und Eurokraten erweisen sich nun, f\u00fcr jedermann erkennbar, als unf\u00e4hig. Sie scheinen unter Dyskalkulie zu leiden, d. h. sie k\u00f6nnen einfach nicht z\u00e4hlen. Die Zeit wird dadurch immer reifer f\u00fcr eine neue Geldpolitik. Die Monetaristen \u00e0 la Milton Friedman und seinen Chicago Boys melden sich schon f\u00fcr die \u00dcbernahme an. Deren Ideen sind im Kern jedoch die gleichen und sind nur auf eines ausgerichtet: Die Interessen des Finanzkapitals.<\/p>\n<p><strong>Eine Abkehr vom Finanzkapitalismus hin zu einer kleinteiligen Wirtschaftsordnung, in der die Wirtschaftssubjekte sich in Leistungsgemeinschaften in kleinen Wirtschaftskreisl\u00e4ufen organisieren und die Kopplung des Geldes an echten Werten, sind das Gebot der Stunde. Das Geld hat der Wirtschaft zu dienen und diese dem Menschen. Nicht umgekehrt.<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref1\" name=\"_ftn1\">[1]<\/a> Z. Dt.: <em>\u201eIm Rahmen unseres Mandats ist die EZB bereit, alles Notwendige zu tun, um den Euro zu erhalten. Und glauben Sie mir, es wird genug sein.\u201c<\/em><\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref2\" name=\"_ftn2\">[2]<\/a> U.a. zu finden auf <a href=\"https:\/\/finanzmarktwelt.de\/dirk-mueller-ueber-boersencrash-den-oelpreis-und-das-coronavirus-160151\/\">https:\/\/finanzmarktwelt.de\/dirk-mueller-ueber-boersencrash-den-oelpreis-und-das-coronavirus-160151\/<\/a> (Stand 06.04.2020)<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref3\" name=\"_ftn3\">[3]<\/a> Pandemic Emergency Purchase Program<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wir leben in spannenden Zeiten. Viele glauben, dass Corona zur Z\u00e4sur des uns bekannten etablierten Systems wird. Tats\u00e4chlich ist das sich pandemisch ausbreitende Virus nur ein Ausl\u00f6ser einer l\u00e4ngst \u00fcberf\u00e4lligen Korrektur. Die Finanzpolitiker glaubten, den schumpeterschen Grundsatz der sch\u00f6pferischen Zerst\u00f6rung aushebeln zu k\u00f6nnen. 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