{"id":599,"date":"2017-04-05T20:21:06","date_gmt":"2017-04-05T19:21:06","guid":{"rendered":"https:\/\/gegenstrom.org\/?p=599"},"modified":"2020-02-03T17:55:54","modified_gmt":"2020-02-03T16:55:54","slug":"niemand-hat-die-absicht-ein-wahrheitsministerium-zu-errichten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gegenstrom.org\/en\/niemand-hat-die-absicht-ein-wahrheitsministerium-zu-errichten\/","title":{"rendered":"„Niemand hat die Absicht, ein Wahrheitsministerium zu errichten.“"},"content":{"rendered":"
Eine erste Bilanz der staatlichen \u201eAnti-Fake-News\u201c Kampagne <\/strong><\/h1>\n
Als das damalige \u201eWeb 2.0\u201c Mitte der 2000er Jahre richtig Fahrt aufzunehmen begann, war f\u00fcr das herrschende System der Anfang vom Ende der Propagandamacht eingel\u00e4utet worden. In den entstehenden sozialen Medien wie Facebook, Twitter und Youtube konnte nun nicht nur das offen thematisiert werden, was jahrelang gerne unter den Teppich gekehrt wurde, so beispielsweise die wachsende Ausl\u00e4nderkriminalit\u00e4t. Durch die Massenvernetzung konnten die User zudem erkennen, dass sie mit ihren nonkonformen Ansichten keineswegs allein dastehen. Es entstand eine breite, kritische Gegen\u00f6ffentlichkeit, die sich inzwischen zu einer Bedrohung der herrschenden Ideologie entwickelt hat. Den herrschenden Vertretern dieser Ideologie geht es im Kampf gegen \u201eHassbotschaften\u201c und \u201eFake-News\u201c daher auch weniger um \u201edie Wahrheit\u201c, als vielmehr um die Deutung von Realit\u00e4t im Interesse ihrer eigenen politischen Zielsetzungen. Kritischen B\u00fcrgern wird in diesem Zusammenhang inzwischen ganz offen mit der \u201eRassismus-Keule\u201c entgegen getreten. So sagte beispielsweise Klaus Boehnke, Professor f\u00fcr \u201eSocial Science Methodology\u201c an der Bremer \u201eJacobs University\u201c, dass das neue am Internet nicht der \u201eRassismus\u201c, sondern die \u201everbesserte Kampagnenf\u00e4higkeit rechter Akteure\u201c sei (1).<\/span><\/p>\n
Erste Phase des politisch korrekten Gegenschlags: Staatliche Kampagne gegen \u201eHassbotschaften\u201c<\/strong><\/h2>\n
Die ersten kampagnenartigen Ans\u00e4tze der Gegenma\u00dfnahmen zeigten sich bereits 2013 als die Berliner Amadeu-Antonio Stiftung eine vom Bundesfamilienministerium gef\u00f6rderten Studie mit dem Titel \u201eLiken, Teilen, Hetzen – Neonazi-Kampagnen in sozialen Netzwerken\u201c\u00a0 vorstellte (2). Zentrale Empfehlung der Studie war im Grunde genommen die Aufforderung zur Denunziation, was auch nicht weiter verwundert, wenn man wei\u00df, dass die Chefin der Stiftung, Anetta Kahane als \u201eIM Victoria\u201c einst f\u00fcr die Stasi aktiv war. Und ganz in diesem Sinne ist sich die Amadeu Antonio Stiftung sicher: \u201eMit der Forderung nach echter Meinungsfreiheit fordern rechtsextreme allerdings eigentlich nur das Recht auf Diskriminierung von Minderheiten.<\/span><\/p>\n