{"id":456,"date":"2017-01-25T18:00:48","date_gmt":"2017-01-25T18:00:48","guid":{"rendered":"https:\/\/gegenstrom.org\/?p=456"},"modified":"2020-02-03T17:21:02","modified_gmt":"2020-02-03T16:21:02","slug":"im-westen-was-neues-teil-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gegenstrom.org\/en\/im-westen-was-neues-teil-2\/","title":{"rendered":"&#8222;Im Westen was Neues&#8220;. Teil 2"},"content":{"rendered":"<p><em>zuvor erschienen in der Zeitschrift &#8222;Volk in Bewegung, Ausgabe 6\/ 2016 &#8211;<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Als einer der wenigen Journalisten, die die Zeichen der Zeit allem Anschein nach richtig zu deuten wissen, liefert der Kolumnist und Medienunternehmer Klaus Kelle in einem Gastbeitrag f\u00fcr den Focus eine knappe aber brauchbare Analyse der Pr\u00e4sidentschaftswahl. Zun\u00e4chst stellt er fest, was wir bereits alle wissen: \u201eEin Mann, bekannt f\u00fcr grenzwertige Wahlkampf-Auftritte und markige, politisch unkorrekte Worte, gewinnt die Wahl um das m\u00e4chtigste Amt dieser Welt \u2013 gegen das Establishment auch seiner eigenen Partei, gegen die \u00fcberw\u00e4ltigende Mehrheit der Massenmedien in seinem Land.\u201c<a href=\"#_ftn1\" name=\"_ftnref1\">[1]<\/a> Auch bei den weiblichen W\u00e4hlern habe Trump \u201emehr Zuspruch gefunden, als all die klugen Analysten vorher f\u00fcr m\u00f6glich gehalten\u201c h\u00e4tten. \u201eUnd er hat all die PR-Profis, die Polit-Analysten aus den gro\u00dfen Instituten, die Meinungsforscher und Spin-Doktoren eindrucksvoll widerlegt, die nach der <a href=\"http:\/\/www.focus.de\/personen\/barack-obama\/\">Obama<\/a>-Wahl vor vier Jahren vorausgesagt haben, die Zeit der \u201azornigen, wei\u00dfen M\u00e4nner\u2019, die noch Wahlen entscheiden k\u00f6nnen, sei endg\u00fcltig vorbei. Pustekuchen!\u201c Und im darauffolgenden Abschnitt r\u00e4soniert er: \u201eDie zornigen wei\u00dfen M\u00e4nner haben gewonnen. Man findet sie in der amerikanischen Mittelklasse, nicht beim \u201awhite trash\u2019, sondern bei den Anw\u00e4lten, \u00c4rzten, Architekten, die zwar gesehen haben, wie sich die Gro\u00dfmacht USA ordentlich durch die Weltfinanzkrise geschl\u00e4ngelt hat, die aber selbst in den vergangenen 15 Jahren keine nennenswerten Einkommensanstiege mehr erlebten. Die Wahl von <a href=\"http:\/\/www.focus.de\/personen\/donald-trump\/\">Donald Trump<\/a> ist ein dramatischer Beleg f\u00fcr die wachsende Kluft zwischen Eliten und Volk.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und zwar nicht nur in den Vereinigten Staaten, sondern nahezu \u00fcberall in den westlichen L\u00e4ndern. Auch in Deutschland. Wenn in Umfragen zwischen 60 und 70 Prozent der Deutschen sagen, sie wollen keinen weiteren Massenzuzug aus dem islamischen Kulturkreis in unser Land, und nicht ein einziger Abgeordneter im Deutschen Bundestag steht auf und formuliert genau das, was die Bev\u00f6lkerung will, dann suchen sich die Leute andere Repr\u00e4sentanten als die, die sie haben. So einfach ist das.\u201c<a href=\"#_ftn2\" name=\"_ftnref2\">[2]<\/a> Ganz genau, so einfach ist das.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Trump war in diesem Wahlkampf nicht einfach der Pr\u00e4sidentschaftskandidat einer Partei, sondern der Kopf einer patriotischen Bewegung, das hat er mehrfach betont. Er war f\u00fcr die Einen die Inkarnation des \u00dcberwundengeglaubten oder einfach des B\u00f6sen schlechthin, f\u00fcr die Anderen war er die letzte Hoffnung auf R\u00fcckgewinnung ihres Geburtsrechtes. F\u00fcr die letzteren ist es noch einmal gut gegangen, statistisch wahrscheinlich das letzte Mal, denn die demographische Entwicklung verhei\u00dft nichts Gutes f\u00fcr die Noch-Mehrheit \u2013 schon 2042 werden die Wei\u00dfen in den Vereinigten Staaten zur Minderheit werden, wenn sich nicht bald etwas \u00e4ndert. Es ist nicht davon auszugehen, dass die wei\u00dfen Amerikaner, sind sie erst einmal zu einer Minderheit geworden, \u00e4hnlich mit Sonderrechten und Privilegien ausstaffiert werden wie die derzeitigen Minderheiten. Vermutlich wird man einen Weg finden, ihnen diese Rechte aufgrund fr\u00fcherer Verwerflichkeiten (Sklaverei etc.) abzusprechen oder sie werden erst gar nicht auf ihre Rechte pochen. Ein Lehrbeispiel ist S\u00fcdafrika.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Aber zur\u00fcck in die Gegenwart! Noch sind sie mehrheitlich da, die verhassten wei\u00dfen M\u00e4nner. Auch Alice Schwarzer hat den Braten schon gerochen. Bei Maischberger verstieg sie sich zun\u00e4chst zu der folgenden Behauptung: \u201eDa gibt es offensichtlich eine sehr ernst zu nehmende Nervosit\u00e4t unter M\u00e4nnern, die sich abgeh\u00e4ngt f\u00fchlen und Aggressionen gegen erfolgreiche, \u00fcberlegene Frauen haben.\u201c Das ist wohl eher eine Wunschvorstellung der Feministin. Sp\u00e4ter wird sie konkreter: \u201eDie wei\u00dfen M\u00e4nner sind ein Problem.\u201c<a href=\"#_ftn3\" name=\"_ftnref3\">[3]<\/a> Alles klar, die Mehrheit ist das Problem, die Minderheiten m\u00fcssen ans Ruder! Wir verstehen schon, das alte Lied: bist du nicht lesbisch, schwarz oder schwul, bist du nicht cool. Frauen gibt es zwar genau so viele wie M\u00e4nner, aber sie sind eben doch irgendwie besser. Deshalb wird Michelle Obama auch jetzt schon als k\u00fcnftige Pr\u00e4sidentin gehandelt. Sie ist n\u00e4mlich weder m\u00e4nnlich noch wei\u00df. Was Alice Schwarzer als eingefleischter M\u00e4nnerhasserin stinken d\u00fcrfte, ist allerdings der Sachverhalt, dass auch wei\u00dfe Frauen mehrheitlich f\u00fcr Trump gestimmt haben. Alexandra Sims und Andrew Buncombe schreiben auf den Seiten des \u201eIndependent\u201c: \u201cIn essence, it was white men and women of different incomes who have pushed the most unlikely presidential candidate in a century to the gates of the White House.\u201d<a href=\"#_ftn4\" name=\"_ftnref4\">[4]<\/a><\/p>\n<h2 style=\"text-align: justify;\"><strong>Die alten Tricks der \u201eEliten\u201c funktionieren nicht mehr<\/strong><\/h2>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wenn Antibiotika inflation\u00e4r eingesetzt werden, entwickeln sich nach einiger Zeit Resistenzen, sodass die Medikamente ihre Wirkung verlieren, das haben wir alle einmal im Biologieunterricht in der Schule gelernt. \u00c4hnlich d\u00fcrfte es auch in Sachen politischer Korrektheit sein. Die Wahl Donald Trumps zeigt, dass es zumindest in den Vereinigten Staaten nicht mehr so einfach m\u00f6glich ist, einen Menschen erfolgreich dadurch zu diskreditieren, dass man ihm Adjektive wie \u201erassistisch\u201c, \u201eislamophob\u201c, \u201esexistisch\u201c, \u201ehomophob\u201c oder \u201eantisemitisch\u201c zuweist. Die B\u00fcrger der Vereinigten Staaten \u2013 und sicher auch jene der BRD oder anderer europ\u00e4ischer Staaten \u2013 haben diese Begriffe so oft geh\u00f6rt, dass sie gegen deren Einsatz immun oder eben resistent geworden sind. Gott sei Dank!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Norbert Geroldinger schrieb auf der Netzseite des \u00f6sterreichischen Wochenblicks ganz in diesem Sinne: \u201eDieses \u00fcberalterte, anma\u00dfende Establishment, das uns vorschreiben m\u00f6chte, was wir zu denken, zu tun und zu lassen haben, hat nun offensichtlich einen Endpunkt erreicht. Denn das System schafft es trotz all seiner Macht- und Finanzmittel sowie seiner Medien- und Deutungshoheit nicht mehr, die Menschen nach Belieben zu manipulieren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das ist die frohe Botschaft die mit der Wahl Trumps zum US-Pr\u00e4sidenten verbunden ist: Die Macht des Establishments neigt sich dem Ende zu und immer \u00f6fter machen\u00a0die B\u00fcrger das, was in ihrem Interesse liegt \u2013 und nicht in dem der unf\u00e4higen Eliten. Ob und wieviel Trump von seinen Versprechen umsetzen kann und will, ist im Moment zweitrangig. Entscheidend ist hingegen die Erkenntnis, dass er f\u00fcr die richtigen Forderungen und Vorstellungen gew\u00e4hlt wurde.\u201c<a href=\"#_ftn5\" name=\"_ftnref5\">[5]<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es ist ganz offensichtlich: Die Angst geht um. Unser glorreicher Justiz-Minister Heiko Maas, der, das hat er mehrfach unter Beweis gestellt, einen Begriff von Demokratie hat, wie er an sich schon verfassungswidrig sein m\u00fcsste, twitterte am geschichtstr\u00e4chtigen 9. November um 9 Uhr 40: \u201eWahl von <a href=\"https:\/\/twitter.com\/hashtag\/Trump?src=hash\">#Trump<\/a> ist bittere Warnung. M\u00fcssen Ursachen f\u00fcr Angst, Hass u Abschottung noch entschlossener bek\u00e4mpfen <a href=\"https:\/\/twitter.com\/hashtag\/gegenhalten?src=hash\">#gegenhalten<\/a> <a href=\"https:\/\/twitter.com\/hashtag\/USElection2016?src=hash\">#USElection2016<\/a>\u201c. Denkt er an noch mehr ehrenamtliche Hilfssheriffs und Berufsdenunzianten, die in sozialen Netzwerken Gedankenverbrecher aufsp\u00fcren, ausschn\u00fcffeln und pflichtbeflissen bei den zust\u00e4ndigen Stellen melden? Es wird die einmal ins Rollen gebrachte Entwicklung nicht umkehren. Mir dr\u00e4ngt sich bei unseren immer aktionistischer agierenden M\u00f6chtegern-Eliten der Vergleich mit dem Hamster auf, der zwar merkt, dass er in seinem Rad nicht wirklich vorankommt, diesen Missstand allerdings dadurch auszugleichen sucht, dass er seine Beine schneller bewegt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Fest steht: die alten Tricks der Medien- und Polit-Mafia funktionieren nicht mehr. Trotzdem versuchte der schwarze Demokrat Van Jones es noch einmal mit der guten alten \u201erace card\u201c, nannte das vorl\u00e4ufige Wahlergebnis in der Wahlnacht \u201ea white-lash\u201c. Er sagte: \u201eDies war ein wei\u00dfer Gegenschlag. Dies war ein wei\u00dfer Gegenschlag gegen ein sich ver\u00e4nderndes Land, es war teilweise ein wei\u00dfer Gegenschlag gegen einen schwarzen Pr\u00e4sidenten, und das ist es, was weh tut.\u201c<a href=\"#_ftn6\" name=\"_ftnref6\">[6]<\/a> Gut m\u00f6glich, dass er damit nicht verkehrt liegt, es war jedenfalls eine schallende Ohrfeige f\u00fcr den amtierenden Pr\u00e4sidenten und die demokratische Pr\u00e4sidentschaftskandidatin, aber eine verdiente. In erster Linie f\u00fcr deren Politik. Indes nicht nur: Wenn man als Minderheit immer mehr und mehr Privilegien fordert und gleichzeitig auf Kosten der Mehrheit einen Opferkult zelebriert, der leider von einem Teil dieser Mehrheit mitgetragen und als Schuldkult gepflegt wird, macht man sich bei dem anderen gro\u00dfen Teil der Mehrheit nicht eben beliebt. Besonders dann nicht, wenn man sich unter dem Motto \u201eblack lives matter\u201c zu illegalen Pl\u00fcnderz\u00fcgen versammelt, stundenlang Stra\u00dfen blockiert, Autos anz\u00fcndet, ganze Wohnviertel niederbrennt, haufenweise Kinder in die Welt setzt, aber wenig zum Bruttoinlandsprodukt beitr\u00e4gt.<\/p>\n<h2 style=\"text-align: justify;\"><strong>Morgenrot in Sachen Nahost<\/strong><\/h2>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es ist in diesem Aufsatz bereits angeklungen, dass die Welt mit einer Hillary Clinton vor dem Supergau eines gro\u00dfen Krieges und einer Konfrontation mit Russland gestanden h\u00e4tte. Dieser Kelch ist gl\u00fccklicherweise an uns vor\u00fcbergegangen! Und wer dem schwarzen Messias nachtrauert, dem sei der Kommentar eines Hebert P. auf der Netzseite der \u201eWelt\u201c empfohlen. Dieser konstatiert zu den au\u00dfenpolitischen Errungenschaften des Friedensnobelpreistr\u00e4gers: \u201eEin schlechterer US-Pr\u00e4sident als Barack Obama kann Donald Trump kaum werden, selbst wenn er sich M\u00fche gibt. Dabei trifft uns Nicht-Amerikaner ja nur die Au\u00dfenpolitik. Obama hat bei allem, was er au\u00dfenpolitisch angefasst hat, ein heilloses Chaos verursacht. Von den Opfern des \u201aarabischen Fr\u00fchlings\u2019 bis zum Aufstieg des IS, an dem die USA zumindest mittelbar schuld\u201c gewesen seien.<a href=\"#_ftn7\" name=\"_ftnref7\">[7]<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wir wissen nicht, ob Trump die Mauer bauen wird, ob er sich wirklich mit dem gebotenen Eifer f\u00fcr die Belange derer einsetzen wird, die ihm zur Macht verholfen haben, aber mit Sicherheit werden sich die Beziehungen zur Russischen F\u00f6deration wieder deutlich verbessern. Bereits Stunden vor Barack Obama gratulierte Putin dem neuen, designierten amerikanischen Pr\u00e4sidenten zu dessen Wahlsieg und verlieh der Hoffnung Ausdruck, dass es ihnen gemeinsam gelingen werde, die russisch-amerikanischen Beziehungen aus der Krise zu holen.<a href=\"#_ftn8\" name=\"_ftnref8\">[8]<\/a> F\u00fcr die Welt \u2013 zumal f\u00fcr die islamische \u2013 k\u00f6nnte das in einiger Zeit schon sp\u00fcrbare Auswirkungen haben. Endlich wieder mehr Ruhe im Rimland-G\u00fcrtel! Das bedeutet nat\u00fcrlich auch: weniger Fl\u00fcchtlinge.<\/p>\n<h2 style=\"text-align: justify;\"><strong>Glasnost und Perestroika<\/strong><\/h2>\n<p style=\"text-align: justify;\">Da wir beim Fl\u00fcchtlings-Thema angelangt sind, soll zum Schluss dieses Aufsatzes auch nicht unterschlagen werden, dass Trumps Wahlkampf-Managerin Kellyanne Conway einige Stunden nach dessen Siegesrede gegen\u00fcber der Bild-Zeitung noch einmal die Haltung des designierten Pr\u00e4sidenten zur Fl\u00fcchtlings-Politik der bundesdeutschen Kanzlerin bekr\u00e4ftigt hat, indem sie sagte: \u201eEs gibt selbstverst\u00e4ndlich Themen, bei denen er mit ihr nicht \u00fcbereinstimmt, wie die Zahl der Fl\u00fcchtlinge, die sie aus Syrien hineingelassen hat und die ihr Land kaputt machen\u201c.<a href=\"#_ftn9\" name=\"_ftnref9\">[9]<\/a> Wenn das kein Anlass zur Hoffnung ist!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Den Einstieg zu unserer Betrachtung der US-Pr\u00e4sidentschaftswahlen bildete die Feststellung, dass die Gro\u00dfwetterlage sich f\u00fcr die identit\u00e4ren Kr\u00e4fte West- und Zentraleuropas merklich verbessert habe. Dem ist nat\u00fcrlich hinzuzuf\u00fcgen, dass \u2013 ganz egal, ob Trump seine Versprechen in die Tat umsetzen wird oder nicht \u2013 der Wahlkampf dieses Au\u00dfenseiters gegen alle, die starke Polarisierung der Bev\u00f6lkerung Nordamerikas, die mit diesem Wahlkampf verbunden war sowie die hoffentlich endg\u00fcltige \u00dcberwindung der Political-Correctness-Diktatur die identit\u00e4ren Kr\u00e4fte in den USA in einem Ma\u00dfe gest\u00e4rkt haben, von dem man noch vor anderthalb Jahren nur h\u00e4tte tr\u00e4umen k\u00f6nnen. Richard B. Spencer verk\u00fcndete schon vor Monaten, dass die Alt-Right seit Anlaufen der Wahlkampagne einen gewaltigen Zulauf von Interessenten habe. Sicherlich nicht zuletzt deshalb, weil die Medien und Hillary Clinton Trump in die N\u00e4he der Alt-Right r\u00fccken wollten, um ihm zu schaden. Letztlich n\u00fctzte diese konstruierte Verkn\u00fcpfung wohl beiden: Trump und der Alt-Right.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ein kleiner Wermutstropfen dieser Wahl bleibt, das sollte nicht verschwiegen werden. Es ist der Umstand, dass unter den 18- bis 29-j\u00e4hrigen nur 37 % beim Verlassen der Wahllokale angaben, f\u00fcr Trump gestimmt haben. Hier wirft das Jahr 2042 schon seine langen Schatten voraus. Doch auch die demographische Entwicklung ist nicht teleologisch, sondern durchaus umkehrbar!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es ist sehr zu hoffen, dass dieses \u201eamerikanische Winterm\u00e4rchen\u201c den Ansto\u00df zu einem \u201eeurop\u00e4ischen Fr\u00fchling\u201c geben wird, weshalb ich hier hoffnungsfroh die letzten Zeilen Peter Schreiber und seiner Vision einr\u00e4ume, nach der am Ende alles gut wird, denn Geschichte wiederholt sich bisweilen eben doch. Man k\u00f6nnte mit Werner Schneyder auch sagen: \u201eDie Geschichte wiederholt sich nicht. Sie bleibt nur gleich.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nun aber zu Schreibers Vision: \u201eIch sehe es schon vor meinem geistigen Auge: Irgendwann demn\u00e4chst besucht der neue Pr\u00e4sident Donald Trump Deutschland, trifft dort nat\u00fcrlich auf Angela Merkel und gibt ihr dann den guten Rat mit auf den Weg: \u201aWer zu sp\u00e4t kommt, den bestraft das Leben&#8230;\u2019 Den Rest der Geschichte kennen wir.\u201c<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref1\" name=\"_ftn1\">[1]<\/a> http:\/\/www.focus.de\/politik\/experten\/kelle\/gastbeitrag-von-klaus-kelle-trumps-sieg-zeigt-die-zeit-der-zornigen-weissen-maenner-ist-noch-nicht-vorbei_id_6181306.html<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref2\" name=\"_ftn2\">[2]<\/a> http:\/\/www.focus.de\/politik\/experten\/kelle\/gastbeitrag-von-klaus-kelle-trumps-sieg-zeigt-die-zeit-der-zornigen-weissen-maenner-ist-noch-nicht-vorbei_id_6181306.html<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref3\" name=\"_ftn3\">[3]<\/a> https:\/\/www.welt.de\/vermischtes\/article159394338\/Zwischen-Realitaetsverweigerung-und-bodenlosem-Starrsinn.html<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref4\" name=\"_ftn4\">[4]<\/a> http:\/\/www.independent.co.uk\/news\/world\/americas\/us-elections\/who-voted-for-donald-trump-white-men-and-women-most-responsible-for-new-president-elect-voting-data-a7407996.html<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref5\" name=\"_ftn5\">[5]<\/a> https:\/\/www.wochenblick.at\/das-ende-des-establishments\/<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref6\" name=\"_ftn6\">[6]<\/a> http:\/\/globalnews.ca\/news\/3057638\/explaining-white-lash-and-how-it-helped-donald-trumps-win\/<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref7\" name=\"_ftn7\">[7]<\/a> https:\/\/www.welt.de\/vermischtes\/article159394338\/Zwischen-Realitaetsverweigerung-und-bodenlosem-Starrsinn.html<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref8\" name=\"_ftn8\">[8]<\/a> http:\/\/www.focus.de\/politik\/ausland\/us-wahlen-2016\/kreml-chef-aeussert-sich-zu-us-wahl-putin-gratuliert-trump-hoffen-auf-bessere-beziehungen_id_6180331.html<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref9\" name=\"_ftn9\">[9]<\/a> http:\/\/www.mmnews.de\/index.php\/politik\/87802-trumps-wahlkampf-managerin-kritisiert-merkel<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>zuvor erschienen in der Zeitschrift &#8222;Volk in Bewegung, Ausgabe 6\/ 2016 &#8211; Als einer der wenigen Journalisten, die die Zeichen der Zeit allem Anschein nach richtig zu deuten wissen, liefert der Kolumnist und Medienunternehmer Klaus Kelle in einem Gastbeitrag f\u00fcr den Focus eine knappe aber brauchbare Analyse der Pr\u00e4sidentschaftswahl. 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