{"id":3718,"date":"2019-10-15T17:39:12","date_gmt":"2019-10-15T15:39:12","guid":{"rendered":"https:\/\/gegenstrom.org\/?p=3718"},"modified":"2020-02-04T23:06:08","modified_gmt":"2020-02-04T22:06:08","slug":"die-umweltfrage-greta-thunberg-und-die-deutsche-rechte","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gegenstrom.org\/en\/die-umweltfrage-greta-thunberg-und-die-deutsche-rechte\/","title":{"rendered":"Die Umweltfrage, Greta Thunberg und die Deutsche Rechte"},"content":{"rendered":"
Dass das gr\u00fcne Milieu derzeit die Meinungsherrschaft in Deutschland aus\u00fcbt, ist eine durchaus bittere Realit\u00e4t. Insbesondere die biodeutsche Sch\u00fclerschaft scheint der gr\u00fcnen Zivilreligion momentan hoffnungslos verfallen zu sein. Viel spricht f\u00fcr die These, dass es sich beim gr\u00fcnen Umweltschutz in erster Linie um einen kulturmarxistischen Ersatz f\u00fcr entt\u00e4uschte linke Heilsversprechen der letzten Jahrzehnte handelt. Die f\u00fchrenden Akteure dieser Zivilreligion, die auch die Erfinder des zur Hassrede neigenden \u201eHeilands\u201c Greta Thunberg sind, verwalten die Angst- und Schuldreflexe einer dekadenten Gesellschaft im Endstadium. Trotz dieser destruktiven Aspekte k\u00f6nnten aus der krisenhaften Zuspitzung jedoch auch neue Chancen f\u00fcr einen Gegenentwurf seitens der deutschen Rechten erwachsen.<\/p>\n
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Auch wenn das Treiben der \u201eFridays-for-Future-Kids\u201c und ihrer linksliberalen Eltern befremdlich auf uns wirken mag, so steht doch auch fest, dass die meisten der gr\u00fcnen Mitl\u00e4ufer mehr oder weniger aus einem ideellen, kapitalismuskritischen Impuls heraus handeln. Das ist zun\u00e4chst einmal gar nicht so schlecht. Aus diesem Blickpunkt heraus w\u00e4re es auch falsch, die derzeitigen verblendeten W\u00e4hler und Sympathisanten der Gr\u00fcnen vorschnell und grunds\u00e4tzlich zu verdammen. Und daher sind auch rein provokative Trotzreaktionen wie beispielsweise das Anti-Greta-Projekt \u201eFridays for Hubraum\u201c strategisch gesehen eher kontraproduktiv.<\/p>\n
Wir kritisieren die Gr\u00fcnen ja nicht daf\u00fcr, dass sie sich f\u00fcr Umwelt- und Ressourcenschutz oder f\u00fcr eine organische Agrarwende engagieren. Wir kritisieren vielmehr, dass sie all das mit einem lebensfeindlichen und widerspr\u00fcchlichen Globalismus verkn\u00fcpfen, der nicht nur einhergeht mit der F\u00f6rderung einer nie enden wollenden \u201eMigration\u201c, sondern auch mit tiefsitzenden Ressentiments gegen das eigene, \u201eeinfache\u201c Volk. Kritisch zu sehen ist auch, dass es den Gr\u00fcnen im Rahmen von Projekten wie etwa der \u201eEnergiewende\u201c offenbar weniger um Verzicht und Abkehr vom BRD-Wachstumsirrsinn geht, sondern eher um die Kompensation der bisherigen Energiequellen zwecks Aufrechterhaltung des eigenen hedonistischen Lebensstils. Nur dieser von Bionade-Spie\u00dfern und Vielfliegern praktisch gelebte Materialismus kann all das, was ein organisches Volkstum an positiven Aspekten einschlie\u00dft, derart geringsch\u00e4tzen und verwerfen.<\/p>\n
Blo\u00dfe Polemik und Trotzreaktionen helfen uns jedoch momentan kaum weiter. Wir brauchen endlich \u00fcberzeugend gelebte und auch st\u00e4rker \u00f6ffentlich wahrgenommene Gegenaktionen. Warum also nicht im n\u00e4chsten Jahr neue, konkrete Projekte \u2013 z.B. Projekte gegen das Mercosur-Abkommen und f\u00fcr die St\u00e4rkung der b\u00e4uerlichen Landwirtschaft – ins Leben rufen, die nicht zuletzt auch zur Wiederbelebung des heimatlichen Dorflebens beitragen k\u00f6nnten? L\u00e4ngst verf\u00fcgt die Deutsche Rechte nicht nur \u00fcber bew\u00e4hrte Vorfeldorganisationen, sondern auch \u00fcber mediale Kan\u00e4le einer professionellen Gegen\u00f6ffentlichkeit. Und jeder kann sich in seinem pers\u00f6nlichen Umfeld an einer solchen Kampagne beteiligen, etwa indem er zum Beispiel bereit ist, mehr Geld f\u00fcr hochwertige, regionale Lebensmittel beim (m\u00f6glichst rechten) Bauern von nebenan auszugeben und daf\u00fcr auf die immer neueste Unterhaltungselektronik oder mehr oder weniger sinnentleerte Urlaubsreisen zu verzichten.<\/p>\n
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Klar, bei der Entwicklung eigener Projekte geht es um das Bohren dicker Bretter. Resultate werden sich erst im Laufe der n\u00e4chsten Jahre abzeichnen. Doch absehbar ist auch, dass sich der gr\u00fcne Panik- und Katastrophenmodus (\u201eKlimanotstand\u201c, \u201eWaldsterben 2.0\u201c etc.) der Greta-J\u00fcnger weder wesentlich steigern, noch dauerhaft aufrechterhalten l\u00e4sst, ohne bei einem Gro\u00dfteil der heute noch hysterischen Massen an Wirkung zu verlieren. Und hier liegt unsere Chance: in dem Moment, in dem die Gr\u00fcnen verst\u00e4rkt die b\u00fcrgerliche Maske fallen lassen, indem sie beispielsweise den zivilen Ungehorsam der \u201eAusl\u00f6schungs-Rebellen\u201c (Aktion \u201eExtinction Rebellion\u201c) in Berlin unterst\u00fctzen, k\u00f6nnten wir das Wasser des b\u00fcrgerlichen Teils der gr\u00fcnen \u00d6kobewegung verst\u00e4rkt auf unsere eigenen M\u00fchlen leiten. Und auch wenn die Greta-J\u00fcnger in den n\u00e4chsten Monaten versuchen sollten, ihren Katastrophenmodus klammheimlich zu entsorgen, w\u00e4re das f\u00fcr uns eine Steilvorlage f\u00fcr die Entwicklung eigener strategischer Ans\u00e4tze auf dem Gebiet einer ganzheitlichen Umweltpolitik. Im Zentrum sollte dabei stets die Liebe zu Heimat stehen, der entscheidende Gegenentwurf zur kosmopolitischen Wurzellosigkeit der links-gr\u00fcnen Intellektuellen.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"
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