{"id":2457,"date":"2019-04-22T13:04:55","date_gmt":"2019-04-22T11:04:55","guid":{"rendered":"https:\/\/gegenstrom.org\/?p=2457"},"modified":"2020-02-04T13:23:44","modified_gmt":"2020-02-04T12:23:44","slug":"the-day-after-tomorrow","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gegenstrom.org\/en\/the-day-after-tomorrow\/","title":{"rendered":"The day after tomorrow"},"content":{"rendered":"<h2 style=\"text-align: left;\"><strong>Die gro\u00dfe Frage nach dem Danach\u00a0<\/strong><strong>&#8211; Eine Bestandsaufnahme in Anlehnung an Wolfgang Bendels Schrift \u201eAristokratie\u201c<\/strong><\/h2>\n<p style=\"text-align: left;\"><em>\u201eAber Vater, k\u00f6nntest du nicht denjenigen von uns zum n\u00e4chsten K\u00f6nig machen, den du dir aussuchst?\u201c<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><em>\u201eNein, der K\u00f6nig unterliegt den Gesetzen, denn die Gesetze sind es, die ihn zum K\u00f6nig machen. Er kann die Krone genauso wenig im Stich lassen wie ein Wachmann seinen Posten.\u201c<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><em>\u201eAch herrje\u201c, seufzte Cor. \u201eIch habe \u00fcberhaupt keine Lust, K\u00f6nig zu werden. Es tut mir schrecklich leid, Corin. Ich h\u00e4tte mir nie tr\u00e4umen lassen, ich k\u00f6nne dir durch mein Auftauchen die K\u00f6nigskrone streitig machen.\u201c<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><em>\u201eHurra! Hurra!\u201c rief Corin. \u201eIch mu\u00df kein K\u00f6nig werden! Ich mu\u00df kein K\u00f6nig werden! <\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><em>Ich werde immer der Prinz bleiben. Es sind n\u00e4mlich die Prinzen, die immer den meisten Spa\u00df haben.\u201c<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><em>\u201eUnd das ist wahrer, als dein Bruder ahnt, Cor\u201c, sagte K\u00f6nig Lune, \u201eDenn K\u00f6nig zu sein bedeutet, bei jedem verzweifelten R\u00fcckzug letzter zu sein, und wenn im Lande Hunger herrscht, wie das hier und da in schlechten Jahren passiert, dann mu\u00df er sich in den sch\u00f6nsten Kleidern und mit dem lautesten Lachen zum armseligen Mahl im Lande niedersetzen.\u201c<\/em><a href=\"applewebdata:\/\/F2D43422-18BB-4C40-8C37-300CD75F95E4#_edn1\" name=\"_ednref1\">[1]<\/a><em>(<\/em>K\u00f6nig Lune des europ\u00e4isch gepr\u00e4gten Archenlandes im Gespr\u00e4ch mit seinen S\u00f6hnen Cor und Corin um die Thronfolge)<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Clive Staple Lewis (* 29. November 1898 in Belfast; \u2020 22. November 1963)schrieb diesen Dialog in seinem dritten Band der keineswegs nur f\u00fcr Kinder interessanten Narnia-Reihe. Er tr\u00e4gt einiges an Wahrheit in sich. Zum ersten wird deutlich, wie es beispielsweise den kaisertreuen Zeitgenossen Wilhelms des II. 1918 zumute gewesen sein muss, als dieser pl\u00f6tzlich seinen \u201ePosten verlie\u00df\u201c. Zum anderen, entgegen heutiger demokratischer Desinformation, legt er nahe, dass auch ein K\u00f6nig Gesetzen unterworfen ist, ergo nicht immer nach eigenem Gutd\u00fcnken frei und ungebunden handeln kann \u2013 was in der Geschichte vielfach beweisbar ist. Um Missverst\u00e4ndnisse im Vorfeld auszuschlie\u00dfen, muss man anf\u00fchren, dass es sich bei dem Iren C.S. Lewis sicher nicht um einen Verfechter einer neuen Aristokratie handelte, wenngleich man ihm einen gewissen geistigen Adel in seinen Ansichten nicht absprechen kann. Jedoch stand er auch der vom ihm bevorzugten Herrschaftsform, der Demokratie, nicht kritiklos gegen\u00fcber, erkannte er in ihr doch die Tendenz, die Dinge (nach unten) zu nivellieren. Diese Beobachtungen erf\u00fcllten ihn mit gro\u00dfer Sorge und es ist beispielsweise bekannt, wie er sich im schulischen Bereich f\u00fcr klare Hierarchien und eine Begabtenf\u00f6rderung einsetzte und sich somit dem Gleichheitsdogma entgegenstellte.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Der \u201ebesten Staatsform aller Zeiten\u201c mit Namen Demokratie widmete Wolfgang Bendel j\u00fcngst die Streitschrift \u201eAristokratie\u201c (erschienen im Jungeuropa Verlag) und ich w\u00fcnsche diesem kompakten B\u00e4ndchen in sehr pr\u00e4gnanter Sprache eine weite Verbreitung.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: left;\"><strong>Das Hier und Jetzt<\/strong><\/h3>\n<p style=\"text-align: left;\">Auch wenn ich dadurch ein wenig \u00fcber mein hochgestecktes Ziel, keine Rezension zu diesem hervorragenden Buch zu verfassen, hinausschie\u00dfe (dieses gelang bereits un\u00fcbertrefflich Peter Steinborn in seinem Artikel \u201eDas Ende der Demokratie? Wolfgang Bendel auf den Spuren einer neuen Gesellschaftsform\u201c \u2013 ebenfalls abrufbar \u00fcber Gegenstrom), m\u00f6chte ich mir einige kurze Anmerkungen erlauben, bevor ich mich in eigenen Analysen und Erkenntnisschl\u00fcssen verlieren werde. Die Schilderung des Zustandes der brasilianischen \u201eKleptokratie\u201c<a href=\"applewebdata:\/\/F2D43422-18BB-4C40-8C37-300CD75F95E4#_edn2\" name=\"_ednref2\">[2]<\/a>nebst der Infrastruktur auf Kleinstadt-Ebene empfand ich als sehr anschaulich, besonders f\u00fcr Personen, die im Gegensatz zu Bendel keine S\u00fcdamerika-Kenner sind. Meine Vorstellungen schwankten daher, abgesehen von den knappen, romantisierten Reiseberichten eines mir bekannten Rucksacktouristen mit Rastafari-Frisur, irgendwo zwischen dem brutalen Bilderrausch aus <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Jos%C3%A9_Padilha\">Jos\u00e9 Padilha<\/a>s \u201eTropa de Elite\u201c und dem Roman \u201eMister\u201c des Autors Alex Kurtagi\u0107. Diese zuerst 2009 publizierte grotesk-despotische Achterbahnfahrt im Lebensalltag eines Madrids im Jahre 2022 ist stark gepr\u00e4gt von den Erfahrungen, welche Kurtagi\u0107 in seinem fr\u00fcheren Leben auf dem Subkontinent gesammelt hat. Sicher ist das Werk literarisch bewusst \u00fcberspitzt und \u00fcbertrieben geschrieben, nach der Lekt\u00fcre des Brasilien-Kapitels in Bendels Buch erscheint es mir jedoch trotzdem be\u00e4ngstigend geerdet zu sein. Seine darauffolgenden Ausf\u00fchrungen \u00fcber die deutschen Verh\u00e4ltnisse konzentrieren sich stark auf die zur Entstehungszeit des Bandes aktuellen Ereignisse (so u.a. in Chemnitz nach dem Messermord an Daniel H.) und konstatieren den (k\u00fcmmerlichen) Zustand der Geistesfreiheit und den \u00fcberall grassierenden Konformismus. In ihnen findet all das Best\u00e4tigung, was auch Tocqueville vor mehr als einhundertf\u00fcnfzig Jahren \u00fcber die Demokratie in Amerika, so der Titel seines ber\u00fchmten Buches, schrieb. Wer sich dar\u00fcber hinaus mit den konstruktiven M\u00e4ngeln des bundesdeutschen Parteienstaates befassen m\u00f6chte, dem empfehle ich \u201eDas System\u201c des Verfassungsrechtlers Hans Herbert von Arnim. Dieses Buch leistet dann das, was eine Schrift im Kleinformat nicht umf\u00e4nglich zu leisten vermag. Seine Kernthesen in vereinfachter Form: Die BRD und ihre Institutionen mitsamt dem Medienapparat wurden von den Parteien gekapert und zu ihren Gunsten geformt und sind stetigem Missbrauch und\/oder Beeinflussung unterworfen. Carl Schmitt dr\u00fcckte es wie folgt aus:<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><em>\u201eDie Parteien (\u2026) treten heute nicht mehr als diskutierende Meinungen, sondern als soziale oder wirtschaftliche Machtgruppen einander gegen\u00fcber, berechnen die beiderseitigen Interessen und Machtm\u00f6glichkeiten und schlie\u00dfen auf dieser faktischen Grundlage Kompromisse und Koalitionen. Die Massen werden durch einen Propaganda-Apparat gewonnen, dessen gr\u00f6\u00dfte Wirkung auf einen Appell an n\u00e4chstliegende Leidenschaften und Interessen beruhen. Das Argument im eigentlichen Sinne, das f\u00fcr die echte Diskussion charakteristisch ist, verschwindet. An seine Stelle tritt in den Verhandlungen der Parteien die zielbewusste Berechnung der Interessen und Machtchancen; in der Behandlung der Massen die plakatm\u00e4\u00dfig eindringliche Suggestion (\u2026)\u201c <a href=\"applewebdata:\/\/F2D43422-18BB-4C40-8C37-300CD75F95E4#_edn3\" name=\"_ednref3\"><strong>[3]<\/strong><\/a><\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Die politische Teilhabe des B\u00fcrgers beschr\u00e4nkt sich auf Wahlen im Vier- bis F\u00fcnfjahresrhythmus, wo ihm von eben jenen Parteien Listen mit den eigenen, vorher gut platzierten Kandidaten vorgesetzt werden, was einer Art Vorwahl gleichkommt. Auf die sich nach der Wahl bildenden Regierungskoalitionen hat er ebenfalls keinen Einfluss. Somit besteht seine einzige Aufgabe darin, dieses System noch durch seine rein formale Stimmabgabe zu legitimieren. Wie sich diese und die nachfolgenden Betrachtungen gegen\u00fcber dem blumigen Text in Artikel 38 Absatz 1 des Grundgesetztes verhalten, ist mehr als erschreckend. Zu dem praktischen Wahlrecht und den wirklichen Machtfaktoren in der Demokratie \u00e4u\u00dfert Oswald Spengler in seinem \u201eDer Untergang des Abendlandes\u201c:<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><em>\u201eDa\u00df ein Wahlrecht ann\u00e4hernd leistet, was der Idealist sich dabei denkt, setzt voraus, dass es keine organisierte F\u00fchrerschicht gibt, die in ihrem Interesse und im Ma\u00dfstab des verf\u00fcgbaren Geldes auf die W\u00e4hler einwirkt. Sobald sie da ist, hat die Wahl nur noch die Bedeutung einer Zensur, welche die Menge den einzelnen Organisationen erteilt, auf deren Gestaltung sie zuletzt nicht den geringsten Einflu\u00df mehr besitzen. Und ebenso bleibt das ideale Grundrecht abendl\u00e4ndischer Verfassungen, das der Masse, ihre Vertreter frei zu bestimmen, blo\u00dfe Theorie, denn jede entwickelte Organisation erg\u00e4nzt sich in Wirklichkeit selbst. Endlich erwacht ein Gef\u00fchl davon, da\u00df das allgemeine Wahlrecht \u00fcberhaupt kein wirkliches Recht enth\u00e4lt, nicht einmal die Wahl zwischen den Parteien, weil die auf seinem Boden erwachsenen Machtgebilde durch das Geld alle geistigen Mittel der Rede und Schrift beherrschen und damit die Meinung des Einzelnen \u00fcber die Parteien nach Belieben lenken, w\u00e4hrend sie andrerseits durch ihre Verf\u00fcgung \u00fcber \u00c4mter, Einflu\u00df und Gesetze einen Stamm unbedingter Anh\u00e4nger z\u00fcchten (\u2026) der den Rest ausschaltet und ihn zu einer Wahlm\u00fcdigkeit f\u00fchrt, die endlich selbst in den gro\u00dfen Krisen nicht mehr \u00fcberwunden werden kann.\u201c<a href=\"applewebdata:\/\/F2D43422-18BB-4C40-8C37-300CD75F95E4#_edn4\" name=\"_ednref4\"><strong>[4]<\/strong><\/a><\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Diesen neuen Typus des Politikers in seiner Urform, den diese Gemengelage zwangsl\u00e4ufig heraufsp\u00fclt, behandelte bereits Robert Michels in seinem 1911 erschienenem Hauptwerk \u201e<em>Zur Soziologie des Parteiwesens in der modernen Demokratie\u201c (Stichwort: Das eherne Gesetz der Oligarchie)<\/em>. Es ist der des opportunistischen, korrumpierten Berufspolitikers, der sich zunehmend von seiner W\u00e4hlerschaft abschottet. Erneute Best\u00e4tigung fanden Michels Ausf\u00fchrungen Anfang der 1990er in einer von dem Wirtschaftsverband der CDU Nordrhein-Westfalen bei dem Soziologen-Ehepaar Erwin K. und Ute Scheuch in Auftrag gegebenen Studie.<a href=\"applewebdata:\/\/F2D43422-18BB-4C40-8C37-300CD75F95E4#_edn5\" name=\"_ednref5\">[5]<\/a>F\u00fcr die CDU entpuppte sie sich als sprichw\u00f6rtlicher Schuss ins eigene Knie und so versuchten die Auftraggeber schlie\u00dflich erfolglos, die Verbreitung zu stoppen.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Doch kommen wir nun zu einem Teil der L\u00f6sung, die uns von Arnim pr\u00e4sentiert wird und auf die Bendel in seinem Buch ebenfalls kurz eingeht: Die direkte Demokratie. Dem stehe ich mittlerweile sehr skeptisch gegen\u00fcber und auch Bendel scheint diesen Ansatz ebenfalls zu verwerfen und fragt bewusst provokant: \u201eHilft es einem Alkoholkranken allen Ernstes, wenn er t\u00e4glich statt einer Flasche Schnaps deren zwei zu sich nimmt?\u201c<a href=\"applewebdata:\/\/F2D43422-18BB-4C40-8C37-300CD75F95E4#_edn6\" name=\"_ednref6\">[6]<\/a>Zu dem generellen Problem der neuzeitlichen Massendemokratie, hier bezogen auf die Elitenwahl, sagt Corneliu Codreanu in sehr klarer Sprache:<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><em>\u201eKann das Volk seine F\u00fchrerschicht \u00fcberhaupt selbst w\u00e4hlen? Weshalb w\u00e4hlen sich die Soldaten nicht den besten General? Wenn die breite Masse sich ihre F\u00fchrerschicht, ihre Elite, selbst w\u00e4hlen soll, dann ist es unumg\u00e4nglich notwendig, da\u00df sie die Gesetze, nach denen der Organismus eines Volkes gef\u00fchrt werden mu\u00df, genau kennt. Und sie mu\u00df weiter wissen, inwieweit die Kandidaten durch ihre F\u00fchrereigenschaften und durch ihr Wissen diese Gesetze beherrschen. Nun liegt es aber auf der Hand, da\u00df die breite Masse weder die Gesetze noch auch die Kandidaten und ihre F\u00e4higkeiten wirklich kennt und entsprechend beurteilen kann. Diese F\u00fchrerschicht w\u00e4hlen zu wollen, ist genau so, als ob man durch Abstimmung und Mehrheitsbeschlu\u00df die Dichter und Schriftsteller, die Flieger und Athleten eines Volkes w\u00e4hlen wollte.\u201c<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Seit dem zunehmenden Erstarken populistischer Parteien und den damit einhergehenden Schlappen bei Volksentscheiden (siehe \u201eBrexit\u201c) h\u00f6ren wir ganz \u00e4hnliche T\u00f6ne, \u00fcbrigens von demokratischen Parlamentariern, die vorgestern noch das Volk als Souver\u00e4n permanent im Munde f\u00fchrten und sich nun als kompetenten Polit-Fachkraft-Gegenentwurf zu diesem aufspielen.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">F\u00fcrwahr, an Potential f\u00fcr alles in seinen Grundfesten ersch\u00fctternde Krisen wird es uns in Zukunft nicht mangeln: Die EU, moralisch geschw\u00e4cht durch den Wahlsieg Trumps und dessen deutlicher Fundamentalkritik, von islamischem Terror, ethnischen Konflikten, inneren Protesten heimgesucht, stand ihrem Zerfall noch nie so nahe wie heute. Auch national steht es f\u00fcr den deutschen Rechts- und Verfassungsstaat, oder besser was noch von ihm \u00fcbrig ist, nicht besser. Ja, die Parteien arbeiten selbst an seiner Montage: Angefangen bei der rechtswidrigen Grenz\u00f6ffnung oder besser Offenhaltung der Grenzen 2015\/2016, der Entlassung des Verfassungsschutzpr\u00e4sidenten Maa\u00dfen oder dem Aussetzen der Schulpflicht auf den \u201cFridays for future\u201c-Demos etc. Wir erleben, wie das ehemals so hoch gehaltene Recht zunehmend einer unverbindlichen Art der (Hyper-)Moral geopfert wird. Was ist, wenn die systemimmanenten Rechtspositivisten dagegen rebellieren?<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Au\u00dferhalb des Systems schwinden die letzten Alternativen: Die Linkspartei ist momentan nach dem konsequenten R\u00fcckzug Sahra Wagenknechts vollends dabei, ihre Rolle als Volkspartei im Osten des Landes zu verlieren und wird damit die Bruchstellen im Parteiensystem verst\u00e4rken, die nach der letzten Bundestagswahl deutlich wurden. Das im Gegensatz zur Weimarer Republik stark geschrumpfte Parteiensystem steht zunehmend vor dem aus Weimarer Zeiten bekannten Problem des Mangels an der zur Entscheidung notwendigen Mehrheiten. Diese Situation kann sich bis in das Unl\u00f6sbare versch\u00e4rfen und das parlamentarische System in eine derartige Krise st\u00fcrzen, dass das Volk der Deutschen kurz vor dem von Carl Schmitt bestimmten \u201aErnstfall\u2019, also der drohenden Aufl\u00f6sung der gesellschaftlichen Strukturen hin zu B\u00fcrgerkrieg und Anarchie, steht. Wer wird dann in dieser Situation entscheiden?<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Carl Schmitt hielt den Liberalismus aus Gr\u00fcnden, die sich aus ihm heraus ergeben, als zur L\u00f6sung dieses Ernstfalles unf\u00e4hig. Allerdings gebe ich es zu: Das sind die etwas rosigeren Szenarien zum Totalausfall. Wie dem auch sei: Ein Grundfehler vieler Patrioten bzw. sich als Patrioten verstehenden Personen war es in der Vergangenheit, diesen Zeitpunkt mit aller Macht herbeif\u00fchren zu wollen, was f\u00fcr das Individuum meistens in einer Sackgasse endete oder fatale Folgen (siehe Christchurch in Neuseeland) hatte. In Anlehnung an den Charakter aus James Camerons \u201aTerminator\u2019-Filmen fiel mir zu diesen extremen Ausw\u00fcchsen der Terminus \u201aSarah-Connor-Syndrom\u2019 ein. Gemeint ist ein geradezu pathologischer Zwang, eine drohende Apokalypse, wenn es sein muss auch im Alleingang, aufhalten zu wollen, was zu vorschnellen und irrationalen Handlungen f\u00fchrt und die Person auch ohne Amoklauf zu einem seelischen Wrack mutieren l\u00e4sst. Wichtiger als sich in Untergangsszenarien zu ergeben, wird es f\u00fcr die Rechte sein, diesem Moment gewachsen zu sein und dann nicht v\u00f6llig ohne Konzept dazustehen. Der kulturrelativistische, links-liberale Massenwahn endet so oder so.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: left;\"><strong>Mit geschlossenem Visier oder das Brevier der Verbrannten<\/strong><\/h3>\n<blockquote>\n<p style=\"text-align: left;\"><em>\u201eHeraus aus dieser Welt!<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><em>Verlasse diese Welt!<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><em>Lass ihr ihren Lauf<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><em>fallen die Tage auch zuhauf.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><em>Feuer und Schrecken, gef\u00fcllte Totenbahren &#8211;<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><em>Sieh dem unger\u00fchrt zu:<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><em>Der Motor hat sich l\u00e4ngst festgefahren.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><em>Die Maschine stirbt im Nu.\u201c<\/em><\/p>\n<\/blockquote>\n<p style=\"text-align: left;\">&#8211; Auszug aus dem Lied \u201aAway\u2019<a href=\"applewebdata:\/\/F2D43422-18BB-4C40-8C37-300CD75F95E4#_edn7\" name=\"_ednref7\">[7]<\/a>des nordamerikanischen Neofolk-Projektes \u201a\u00dcberfolk\u2019. \u00dcbertragung ins Deutsche durch den Autor.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Die Verbrannten scheuen das Licht der \u00d6ffentlichkeit, da ihre politische Vita es nicht zul\u00e4sst, sich am offenen Diskurs zu beteiligen oder klarer ausgedr\u00fcckt, sie dort der patriotischen Sache mehr schaden als nutzen w\u00fcrden. Jene, die es in der Vergangenheit trotzdem versuchten, stimmte die erteilte Abfuhr aus diesem Lager verdrie\u00dflich, jedoch kommt es dabei auf die Betrachtungsweise an. Mit der gern gebrauchten Vokabel der \u201eDistanziteritis\u201c<a href=\"applewebdata:\/\/F2D43422-18BB-4C40-8C37-300CD75F95E4#_edn8\" name=\"_ednref8\">[8]<\/a>hat das im \u00dcbrigen wenig zu tun, wohl eher etwas mit dem, was G\u00f6tz Kubitschek vor kurzem im \u00f6sterreichischen Fernsehen als \u201eProjekthygiene\u201c bezeichnete.<a href=\"applewebdata:\/\/F2D43422-18BB-4C40-8C37-300CD75F95E4#_edn9\" name=\"_ednref9\">[9]<\/a>Legt man falsche Eitelkeiten beiseite, ergibt sich ein anderes Bild: Man hat Freiheiten und Chancen gewonnen, die unseren Br\u00fcder und Schwestern, die in Parlamenten oder im aktivistischen Sektor den Gegner unter stetigem Druck halten und den Finger in die Wunde legen, nicht zustehen. Dazu geh\u00f6rt das freie Entwickeln von Konzeptionen und Vernetzungen f\u00fcr den \u201eTag nach dem Morgen\u201c, ohne dabei auf den derzeit wirkenden Zeitgeist oder Abh\u00e4ngigkeitsverh\u00e4ltnisse (z.B. gegen\u00fcber den eigenen oder potentiellen W\u00e4hlern) R\u00fccksicht nehmen zu m\u00fcssen. F\u00fcrwahr, wer will bestreiten, dass die stetige Fokussierung auf das \u201eMaul des Volkes\u201c oder die Klinge des politischen Gegners das eigene Denken unbewusst ver\u00e4ndern, gar korrumpieren kann? Als graue Eminenzen im Hintergrund k\u00f6nnen wir schon heute hier t\u00e4tig werden und mahnen, den gemeinsamen Kurs nicht f\u00fcr kurzsichtige Fr\u00fcchte des Tages zu \u00e4ndern. Das Ziel dieses Kurses? Die Rettung Europas und seiner V\u00f6lker vor dem drohenden Untergang. Und die Gestalt? Dazu Alain de Benoist: <em>\u201eDie \u00dcberwindung der Moderne wird (\u2026) nicht durch einen R\u00fcckschritt erfolgen (\u2026) \u00dcberwunden wird sie vielmehr durch einen R\u00fcckgriff auf bestimmte vormoderne Werte in einer bewu\u00dft postmodernen Blickrichtung. Die soziale Anomie und der heutige Nihilismus werden nur um den Preis einer solchen grundlegenden Erneuerung abgewendet werden.\u201c<a href=\"applewebdata:\/\/F2D43422-18BB-4C40-8C37-300CD75F95E4#_edn10\" name=\"_ednref10\"><strong>[10]<\/strong><\/a><\/em><\/p>\n<h3 style=\"text-align: left;\"><strong>1. <span style=\"text-decoration: underline;\">Nicht das Blut macht den Adel<\/span><\/strong><a href=\"applewebdata:\/\/F2D43422-18BB-4C40-8C37-300CD75F95E4#_edn11\" name=\"_ednref11\">[1<\/a><a href=\"applewebdata:\/\/F2D43422-18BB-4C40-8C37-300CD75F95E4#_edn11\" name=\"_ednref11\">1]<\/a><\/h3>\n<p style=\"text-align: left;\">Wohl f\u00fcr alle Zeiten g\u00fcltig sind die Charakteristika, die Guillaume Faye in \u201eWof\u00fcr wir k\u00e4mpfen\u201c dem alten aber auch dem zuk\u00fcnftigem Adel zuschrieb:<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><em>\u201e(\u2026) Festhalten an seinem Volk, der Dienst an diesem, der Mut, die Gleichg\u00fcltigkeit gegen private Nebens\u00e4chlichkeiten, die hochm\u00fctige Bescheidenheit, die Sch\u00f6pferkraft, der Sinn f\u00fcr das Ausgezeichnete und f\u00fcr das Sch\u00f6ne, die schlichte Vornehmheit und die Erhabenheit. <a href=\"applewebdata:\/\/F2D43422-18BB-4C40-8C37-300CD75F95E4#_edn12\" name=\"_ednref12\"><strong>[12]<\/strong><\/a><\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Zus\u00e4tzlich zu diesen Werten muss der St\u00e4rkung auf physischer sowie psychischer Ebene ein weites Feld einger\u00e4umt werden. Wie bereits gesagt, habe ich die verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig leichten Krisen skizziert und auch sie werden ein hohes Ma\u00df an Anstrengung erfordern. Doch was ist, wenn die Geburt des neuen Zeitalters unter starken Schmerzen stattfinden wird? F\u00fcr diesen Fall, so scheint es mir, wird eine Hybris der klassischen Werte mit denen des tribalistischen Barbaren, wie ihnen Jack Donovan in seinen B\u00fcchern<a href=\"applewebdata:\/\/F2D43422-18BB-4C40-8C37-300CD75F95E4#_edn13\" name=\"_ednref13\">[13]<\/a>ein Denkmal setzte, \u00e4u\u00dferst n\u00fctzlich sein. \u00dcberhaupt wird der Spagat aus dem R\u00fcckzug aus der verfaulenden Zivilisation bei gleichzeitiger Aufrechterhaltung der Bindung an die Menschen eine gro\u00dfe, wenn nicht die gr\u00f6\u00dfte Herausforderung sein.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: left;\"><strong>2. <u>Vincit Qui Se Vincit<\/u><\/strong><\/h3>\n<p style=\"text-align: left;\">Finde zu Dir selbst und werde ein besserer Abk\u00f6mmling deines Geschlechtes. Indem du dich ver\u00e4nderst, ver\u00e4nderst du auch deine Umwelt. Ein spirituelles Fundament wird Dir dabei helfen und wird auch nach Erreichen unserer Ziele f\u00fcr die Sicherung unserer Lebensgrundlage in Zukunft unabdingbar sein. Julius Evola stellte fest, \u201e<em>da\u00df urspr\u00fcnglich nicht nur das K\u00f6nigtum, sondern auch der traditionelle Adel durch ein spirituelles Element ausgezeichnet war.\u201c<a href=\"applewebdata:\/\/F2D43422-18BB-4C40-8C37-300CD75F95E4#_edn14\" name=\"_ednref14\"><strong>[14]<\/strong><\/a><\/em>Da Versuche einer Neukonstruktion einer gesamteurop\u00e4ischen Religion gescheitert sind, bleibt nur die R\u00fcckkehr zu den christlichen bzw. heidnischen Wurzeln. Da sich besonders das Christentum in seinem Jahreszyklus an das Heidentum anlehnte, sehe ich bei der n\u00f6tigen oberfl\u00e4chlichen Betrachtung mehr Ankn\u00fcpfungspunkte als Konfliktpotential. Das Ziel eint uns! Es versteht sich allerdings von selbst, dass wir mit der Suche danach nicht auf einem Evangelischen Kirchentag oder bei dem Partyvolk an den Externsteinen beginnen sollten.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: left;\"><strong>3. <u>Flexibilit\u00e4t im B\u00fcndnisbereich \u2013 Die Zukunft fest im Blick<\/u><\/strong><\/h3>\n<p style=\"text-align: left;\">Etwas, was ich in der Vergangenheit sehr oft vernahm, war die Phrase von einer Zusammenarbeit auf internationaler politischer Ebene, die unter patriotischen Kr\u00e4ften mit ziemlich \u00e4hnlichen weltanschaulichen Entw\u00fcrfen geschehen wird. Doch wie realistisch ist diese gewisserma\u00dfen simultane \u00dcbernahme der Regierungsaufnahme in allen europ\u00e4ischen Nationen? Wir werden wohl eher mit Kr\u00e4ften Einigungen erzielen m\u00fcssen, die wir dort vorfinden &#8211; erst auf die richtigen Gespr\u00e4chspartner zu warten, verbietet sich! Grundvoraussetzung f\u00fcr die kommende enge Zusammenarbeit mit anderen Europ\u00e4ern wird das gemeinsame In-Einklang-bringen der nationalen Mythen sein. Dieses muss sich \u00e4hnlich pragmatisch vollziehen wie bei den Glaubensbekenntnissen und schlie\u00dft wohl allzu gro\u00dfe Zugest\u00e4ndnisse gegen\u00fcber uns Deutschen aus. Bei der in Deutschland praktizierten Vergangenheitsbew\u00e4ltigung handelt es sich um ein weltweit singul\u00e4res, da destruktives Ph\u00e4nomen: Es von anderen Nationen zu erwarten, ist weder realistisch noch erstrebenswert. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass das Gedenken der eigenen Toten und Gefallenen nirgendwo in der Welt ernsthaft in Frage gestellt wird. Wir Deutschen m\u00fcssen uns diesmal unseren Platz im neuen Europa erk\u00e4mpfen, denn verteidigen tun es momentan andere!<\/p>\n<h3 style=\"text-align: left;\"><strong>4. <u>Nimm dich selbst nicht zu wichtig<\/u><\/strong><\/h3>\n<p style=\"text-align: left;\">Demut und konkrete Verbindlichkeiten bzw. Verantwortlichkeiten sind die Schl\u00fcsselworte der Zukunft. Lerne zur\u00fcckzutreten und notfalls auch unangenehme Dinge selbst in die Hand zu nehmen: Das sind nebenbei gesagt auch sehr gute Voraussetzungen f\u00fcr eine lange Ehe. Den perfekten Zeitpunkt f\u00fcr die Gr\u00fcndung einer Familie gibt es nicht und das einzige, was es dazu braucht, sind zwei Menschen, die sich lieben und bereit sind, gemeinsam in die Zukunft zu gehen. Die kinderreiche Familie erm\u00f6glicht uns au\u00dferdem noch lange vor der Wiedergeburt unseres alten Kontinents, mitzuerleben, welche Dynamik das neue junge Europa haben wird. Unser Nachwuchs braucht Zuwendung und Vorbilder \u2013 nicht materialistischen Schrott. Es ist an der Zeit, ihn wieder f\u00fcr unsere Mythen zu begeistern, anstelle ihn dem Star Wars-Franchise oder Pok\u00e9mon-Wahnsinn der Globalisten zu \u00fcberlassen.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: left;\"><strong>Neue Aristokratie<\/strong><\/h3>\n<p style=\"text-align: left;\"><em>\u201eIch lebe nicht in Tr\u00e4umen, aber im Anschauen einer Wirklichkeit, die vielleicht die Zukunft ist.\u201c &#8211;<\/em>Rainer Maria Rilke<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">In seinem Vorwort zu Jordan B. Petersons Bestseller \u201e12 Rules For Life\u201c (deutsch: 12 goldene Regeln) beschreibt Norman Doidge in Abstimmung mit dem Autor dies als Stoff der legend\u00e4ren Heldensagen: <em>\u201eIn all diesen siegreichen Erz\u00e4hlungen, muss sich der Held ins Unbekannte begeben (\u2026) und sich gro\u00dfen Herausforderungen verbunden mit gro\u00dfem Risiko stellen. In diesem Prozess wird etwas von oder in ihm sterben bzw. aufgegeben werden m\u00fcssen, um seine Wiedergeburt einzuleiten, die ihm erst die Konfrontation mit der neuen Aufgabe erm\u00f6glicht.<\/em>\u201c<a href=\"applewebdata:\/\/F2D43422-18BB-4C40-8C37-300CD75F95E4#_edn15\" name=\"_ednref15\">[15]<\/a>Johann Gottfried Herder schrieb in <em>Briefe zu der Bef\u00f6rderung der Humanit\u00e4t<\/em>, dass die <em>\u201eGegenwart (\u2026) schwanger von der Zukunft <\/em>(sei)<em>\u201c<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Bezieht man nun die Zeitgeistforschung mit ein, ergibt sich schon bei Hegel, welcher noch Zeit- und Volksgeist gleichsetzt, das folgende Bild: <em>\u201eNun stellt aber die Geschichte jedem Volk bestimmte Gegenwartsziele vor Augen, die der Volksgeist zu ergreifen strebt, um sich selbst durch sie zu verwirklichen.\u201c<a href=\"applewebdata:\/\/F2D43422-18BB-4C40-8C37-300CD75F95E4#_edn16\" name=\"_ednref16\"><strong>[16]<\/strong><\/a><\/em>Oder um es mit den Worten Hans Freyers auszudr\u00fccken: <em>\u201eIn dem Ma\u00dfe, wie die Themen ergriffen und bew\u00e4ltigt, die Aufgaben gestellt und gel\u00f6st werden, realisiert sich das Zeitalter.; in dem Ma\u00dfe wie sie ihre Dringlichkeit verlieren oder von anderen verdr\u00e4ngt werden, geht es zu Ende.\u201c<a href=\"applewebdata:\/\/F2D43422-18BB-4C40-8C37-300CD75F95E4#_edn17\" name=\"_ednref17\"><strong>[17]<\/strong><\/a><\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Hans-Joachim Schoeps nennt diese ungel\u00f6sten Aufgaben dann auch die \u201e<em>offenen Wunden<\/em>dieses Zeitalters\u201c.<a href=\"applewebdata:\/\/F2D43422-18BB-4C40-8C37-300CD75F95E4#_edn18\" name=\"_ednref18\">[18]<\/a>Wir erleben in unserem Zeitalter ebendies: Das Fehlen der Antworten auf die dringlichen Fragen unserer Zeit bei den Herrschenden. In dem Kapitel \u201eDas Ende der linken Hegemonie \u2013 Neun Thesen zur deutschen Linken \u2013 und die Antworten von rechts\u201c seines Buches \u201eBlick nach links\u201c stellt Benedikt Kaiser diese These allen anderen voran: \u201e<em>Sie <\/em>[die Linken]<em>stehen wortreich, aber in der Substanz letztlich sprachlos vor den Herausforderungen der Gegenwart.\u201c<a href=\"applewebdata:\/\/F2D43422-18BB-4C40-8C37-300CD75F95E4#_edn19\" name=\"_ednref19\"><strong>[19]<\/strong><\/a><\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Und genau hier wird der neue Adel, welcher sich von dem Geist seiner Zeit zu trennen vermochte, seine Profession finden und nicht wie seine Gegenspieler von der Geschichte vergessen werden: \u201eDenn erst dort, wo der Held aus dem Zeitkontext seines Lebenszusammenhanges heraustritt, wird das Undeterminierte oder, wie man vielleicht auch sagen darf, das Geniale des bedeutenden Individuums bzw. des historischen Helden tats\u00e4chlich erkennbar.\u201c<a href=\"applewebdata:\/\/F2D43422-18BB-4C40-8C37-300CD75F95E4#_edn20\" name=\"_ednref20\">[20]<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><a href=\"applewebdata:\/\/F2D43422-18BB-4C40-8C37-300CD75F95E4#_ednref1\" name=\"_edn1\">[1]<\/a>C.S. Lewis: \u201eDer Ritt nach Narnia\u201c. Joh. Brendow &amp; Sohn Verlag. 2005, S. 174.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><a href=\"applewebdata:\/\/F2D43422-18BB-4C40-8C37-300CD75F95E4#_ednref2\" name=\"_edn2\">[2]<\/a>Wolfgang Bendel: Aristokratie. Jungeuropa- Verlag. 2018. S. 12<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><a href=\"applewebdata:\/\/F2D43422-18BB-4C40-8C37-300CD75F95E4#_ednref3\" name=\"_edn3\">[3]<\/a>Carl Schmitt: Die geistesgeschichtliche Lage des heutigen Parlamentarismus. Duncker &amp; Humblot. 2010. S.11<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><a href=\"applewebdata:\/\/F2D43422-18BB-4C40-8C37-300CD75F95E4#_ednref4\" name=\"_edn4\">[4]<\/a>Oswald Spengler: Der Untergang des Abendlandes. Patmos Verlag.2007. S.1131f.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><a href=\"applewebdata:\/\/F2D43422-18BB-4C40-8C37-300CD75F95E4#_ednref5\" name=\"_edn5\">[5]<\/a>1992 dann bei Rowohlt als \u201eCliquen, Kl\u00fcngel und Karrieren \u2013 \u00dcber den Verfall der politischen Parteien\u201c publiziert.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><a href=\"applewebdata:\/\/F2D43422-18BB-4C40-8C37-300CD75F95E4#_ednref6\" name=\"_edn6\">[6]<\/a>Wolfgang Bendel: Aristokratie. Jungeuropa- Verlag. 2018. S. 36.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><a href=\"applewebdata:\/\/F2D43422-18BB-4C40-8C37-300CD75F95E4#_ednref7\" name=\"_edn7\">[7]<\/a>\u201c\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Away from the world<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Go away from the world<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Let it have its own way<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Let it fall upon days<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Scenes of fire and misery<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Just stand aside<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 The engine has seized<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 The machine shall soon die\u201d<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><a href=\"applewebdata:\/\/F2D43422-18BB-4C40-8C37-300CD75F95E4#_ednref8\" name=\"_edn8\">[8]<\/a>Ein aktuelles Beispiel f\u00fcr diese Unart ist das Verhalten der FP\u00d6-Spitze gegen\u00fcber dem identit\u00e4ren Aktivisten Martin Sellner, welcher im vorauseilenden Gehorsam ohne ersichtlichen Grund geopfert wurde. Offensichtlich hatte f\u00fcr die Leute der Mohr seine Schuldigkeit getan\u2026.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><a href=\"applewebdata:\/\/F2D43422-18BB-4C40-8C37-300CD75F95E4#_ednref9\" name=\"_edn9\">[9]<\/a>Wer dennoch Kritik \u00e4u\u00dfern m\u00f6chte, der tue dies nicht in der \u00d6ffentlichkeit \u2013 es sei denn, er will unseren Feinden damit n\u00fctzen.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><a href=\"applewebdata:\/\/F2D43422-18BB-4C40-8C37-300CD75F95E4#_ednref10\" name=\"_edn10\">[10]<\/a>Alain de Benoist: Aufstand der Kulturen, JF- Verlag. 2003. S.17.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><a href=\"applewebdata:\/\/F2D43422-18BB-4C40-8C37-300CD75F95E4#_ednref11\" name=\"_edn11\">[11]<\/a>Gleichwohl kann aus einem Leistungsadel ein neuer Blutadel entstehen, welcher wohl aber unter Beobachtung eines W\u00e4chterrates stehen muss, um Ausschweifungen und Dekadenz zu verhindern. Der Status \u201eAdel\u201c kann durch Verfehlungen also auch durchaus wieder entzogen werden. Erinnern wir uns an das antike Sparta: Wer unter den Spartiaten seine R\u00fcstung nicht mehr unterhalten konnte, verlor gleichsam alle Privilegien.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><a href=\"applewebdata:\/\/F2D43422-18BB-4C40-8C37-300CD75F95E4#_ednref12\" name=\"_edn12\">[12]<\/a>Guillaume Faye: \u201eWof\u00fcr wir k\u00e4mpfen\u201c. Verlag Ahnenrad der Moderne. 2006. S.78<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><a href=\"applewebdata:\/\/F2D43422-18BB-4C40-8C37-300CD75F95E4#_ednref13\" name=\"_edn13\">[13]<\/a>Jack Donovan: Der Weg der M\u00e4nner und Jack Donovan: Nur Barbaren k\u00f6nnen sich verteidigen. Beide erschienen im Antaios- Verlag.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><a href=\"applewebdata:\/\/F2D43422-18BB-4C40-8C37-300CD75F95E4#_ednref14\" name=\"_edn14\">[14]<\/a>Julius Evola: Revolte gegen die moderne Welt. Arun- Verlag. 2002. S.113.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><a href=\"applewebdata:\/\/F2D43422-18BB-4C40-8C37-300CD75F95E4#_ednref15\" name=\"_edn15\">[15]<\/a>Original: <em>\u201eIn all these triumph stories, the hero has to go into the unknown, into an unexplored territory, and deal with a new great challenge and take great risks. In the process, something of himself has to die, or to be givens up, so he can be reborn and meet the challenge.\u201c<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">zitiert nach Norman Doidge: In: Jordan Pertersen: 12 rules for life. Random house Verlag. Canada. 2018. S.17.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><a href=\"applewebdata:\/\/F2D43422-18BB-4C40-8C37-300CD75F95E4#_ednref16\" name=\"_edn16\">[16]<\/a>H. J. Schoeps: Was ist und was will die Geistesgeschichte. Musterschmidt Verlag. G\u00f6ttingen. 1970. S.20.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><a href=\"applewebdata:\/\/F2D43422-18BB-4C40-8C37-300CD75F95E4#_ednref17\" name=\"_edn17\">[17]<\/a>Hans Freyer: Theorie des gegenw\u00e4rtigen Zeitalters. Deutsche Verlagsanstalt. 1955. S.9.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><a href=\"applewebdata:\/\/F2D43422-18BB-4C40-8C37-300CD75F95E4#_ednref18\" name=\"_edn18\">[18]<\/a>H. J. Schoeps: Was ist und was will die Geistesgeschichte. Musterschmidt Verlag. G\u00f6ttingen. 1970. S.26.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><a href=\"applewebdata:\/\/F2D43422-18BB-4C40-8C37-300CD75F95E4#_ednref19\" name=\"_edn19\">[19]<\/a>Benedikt Kaiser: Blick nach links. Antaios Verlag. 2019. S.26.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><a href=\"applewebdata:\/\/F2D43422-18BB-4C40-8C37-300CD75F95E4#_ednref20\" name=\"_edn20\">[20]<\/a>H. J. Schoeps: Was ist und was will die Geistesgeschichte. Musterschmidt Verlag. G\u00f6ttingen. 1970. S.28.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die gro\u00dfe Frage nach dem Danach\u00a0&#8211; Eine Bestandsaufnahme in Anlehnung an Wolfgang Bendels Schrift \u201eAristokratie\u201c \u201eAber Vater, k\u00f6nntest du nicht denjenigen von uns zum n\u00e4chsten K\u00f6nig machen, den du dir aussuchst?\u201c \u201eNein, der K\u00f6nig unterliegt den Gesetzen, denn die Gesetze sind es, die ihn zum K\u00f6nig machen. 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