{"id":2166,"date":"2019-04-20T10:52:07","date_gmt":"2019-04-20T08:52:07","guid":{"rendered":"https:\/\/gegenstrom.org\/?p=2166"},"modified":"2020-02-04T13:27:04","modified_gmt":"2020-02-04T12:27:04","slug":"abschied-von-der-extremismus-formel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gegenstrom.org\/en\/abschied-von-der-extremismus-formel\/","title":{"rendered":"Abschied von der \u201eExtremismus-Formel\u201c?"},"content":{"rendered":"<p>Beim nachfolgenden Aufsatz handelt es sich um die Ausarbeitung einer Leserin. Die Redaktion<\/p>\n<h3 style=\"text-align: left;\"><strong>Der dynamische Extremismusbegriff und seine monistische Aush\u00f6hlung im linksintellektuellen Milieu<\/strong><\/h3>\n<h3 style=\"text-align: left;\"><em>Eine Erwiderung an Prof. Christoph Kopke<a href=\"applewebdata:\/\/325AC8F6-B013-483C-85C4-FBADDAC0A4A2#_edn1\" name=\"_ednref1\">[1]<\/a><\/em><\/h3>\n<p style=\"text-align: left;\">Als \u201eExtreme\u201c (lat. = \u201e\u00e4u\u00dferst\u201c, \u201eletzter\u201c) werden die von der Mitte einer Linie oder Ebene am weitesten entfernt gelegenen Punkte bezeichnet, sie ist also durch den Abstand zu einem Bezugspunkt bestimmt.<a href=\"applewebdata:\/\/325AC8F6-B013-483C-85C4-FBADDAC0A4A2#_edn2\" name=\"_ednref2\">[2]<\/a>Politisch bedeutet dies, dass \u201eExtremisten\u201c jeweils diejenigen Personenkreise sind, deren Verhaltensweisen vom \u201enormalen\u201c Gruppenverhalten oder allgemein vorherrschenden Ansichten auff\u00e4llig abweichen.<a href=\"applewebdata:\/\/325AC8F6-B013-483C-85C4-FBADDAC0A4A2#_edn3\" name=\"_ednref3\">[3]<\/a>In der \u00e4lteren Forschung war man sich allerdings noch der Tatsache bewusst, dass allein nonkonformes Verhalten f\u00fcr den Tatbestand des \u201eExtremen\u201c unzureichend ist. Hinzu m\u00fcsse vielmehr noch der Wille zum Herrschaftsumsturz durch Gewalteinsatz treten<a href=\"applewebdata:\/\/325AC8F6-B013-483C-85C4-FBADDAC0A4A2#_edn4\" name=\"_ednref4\">[4]<\/a>, um das Pr\u00e4dikat \u201eextremistisch\u201c vergeben zu k\u00f6nnen. Diese Ansicht wurde in der Vergangenheit von Manfred Funke, ebenso wie von Uwe Backes und Eckhard Jesse vertreten. Der Extremismusbegriff in dieser Auspr\u00e4gung ist jedoch negativ belegt und wird \u00fcberwiegend polemisch verwendet. Es ist ihm <em>qua definitionem<\/em>eine politische Dimension inh\u00e4rent, die der Verachtung anderer politischer Lager dient, den liberalen Verfassungsstaat als nicht hintergehbaren Dreh- und Angelpunkt setzt und somit Ausdruck einer Verdinglichung des Politischen ist. Insofern ist es nicht falsch, wenn Kopke feststellt, dass der Extremismusbegriff zur \u201eg\u00e4ngigen Formel f\u00fcr alles entwickelt [wurde], was nicht um jene \u201aMitte der Gesellschaft\u2019 kreist, die ihr Demokratieverst\u00e4ndnis monopolisiert\u201c<a href=\"applewebdata:\/\/325AC8F6-B013-483C-85C4-FBADDAC0A4A2#_edn5\" name=\"_ednref5\">[5]<\/a>.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">In der Folge etablierte sich eine \u201epositive\u201c Definition des Extremismusbegriffs inklusive ihrer \u201eharten\u201c und \u201eweichen\u201c Spielarten, wobei versucht wurde gemeinsame strukturelle Merkmale extremistischer Bestrebungen herauszuarbeiten. Zu diesen z\u00e4hlen bis heute vor allem: Absolutheitsanspruch, Dogmatismus und Utopismus, eine gruppenspezifische Ethik, Freund-\/Feind-Stereotypen sowie ein antipluralistisches Gesellschaftsverst\u00e4ndnis. Die Allgemeinheit dieser Kategorien und der Verlust einer normativen \u201estatischen Mitte\u201c hatte zur Folge, dass sie sich nun auch auf den demokratisch-liberalen Verfassungsstaat anwenden lie\u00dfen. Schlie\u00dflich kann auch die moderne Massendemokratie und die mit ihr korrelationsf\u00e4hige radikal durchgesetzte Gleichheit aller Menschen zur schlimmsten Dehumanisierung f\u00fchren, wenn sich die politische Willensbildung durch Gremien von Interessenverb\u00e4nden, die als Handlanger nicht legitimierter, \u00f6konomischer M\u00e4chte agieren, vollzieht.<a href=\"applewebdata:\/\/325AC8F6-B013-483C-85C4-FBADDAC0A4A2#_edn6\" name=\"_ednref6\">[6]<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Die als \u201ekritischer Ansatz\u201c bekannt gewordene Interpretation versuchte hingegen ganz auf den Extremismusbegriff zu verzichten. So kritisierte z.B. Hans-Gerd Jaschke die rein verfassungsrechtliche Begriffsdefinition aufgrund des darin enthaltenen stigmatisierenden Freund-\/Feind-Schemas.<a href=\"applewebdata:\/\/325AC8F6-B013-483C-85C4-FBADDAC0A4A2#_edn7\" name=\"_ednref7\">[7]<\/a>Dar\u00fcber hinaus sei die emotionale, politische und moralische Aufladung dieses eigentlich politikwissenschaftlichen Sachverhalts abzulehnen.<a href=\"applewebdata:\/\/325AC8F6-B013-483C-85C4-FBADDAC0A4A2#_edn8\" name=\"_ednref8\">[8]<\/a>Richtig ist hier, dass dem Inhaber der Deutungsmacht die jeweils verschiedenartige Verortung der als \u201eextremistisch\u201c angesehenen Bestrebungen obliegt. Die plebiszit\u00e4ren Diktaturen des 20. Jahrhunderts z.B. erwiesen sich als souver\u00e4nit\u00e4tsfeindlich und misstrauten allem Staatlichen (auch wenn der Nationalstaat der Boden war, auf dem sie sich zu legitimieren hatten). So galten im historischen Nationalsozialismus und in der DDR infolge einer Totalisierung des Widerstandsdenkens und Substanzialisierung des Rechts, pluralistische, antitotalit\u00e4re Gruppen als feindlich-negative Kr\u00e4fte, mithin als Extremisten<a href=\"applewebdata:\/\/325AC8F6-B013-483C-85C4-FBADDAC0A4A2#_edn9\" name=\"_ednref9\">[9]<\/a>.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Soweit wurde hier ein kurzer zusammenfassender \u00dcberblick \u00fcber einige g\u00e4ngige Begriffsperspektiven gegeben. Was ist nun aber genau die Position Kopke\u2019s innerhalb dieses theoretischen Gemengelages und welche Bedeutung kommt ihr heute zu?<\/p>\n<h3 style=\"text-align: left;\"><em>Die \u201eExtremismus-Formel\u201c:<br \/>\n<\/em><em>Ein \u201eeffektives Mittel rechter Diskurse\u201c<a href=\"applewebdata:\/\/325AC8F6-B013-483C-85C4-FBADDAC0A4A2#_edn10\" name=\"_ednref10\">[10]<\/a><\/em><\/h3>\n<p style=\"text-align: left;\">In einem bereits etwas \u00e4lteren, aber durchaus aufschlussreichen Aufsatz wird Kopke\u2019s Denken besonders anschaulich offenbar. Die \u201esozio-politischen Differenzen nivellierende Extremismus-Formel\u201c<a href=\"applewebdata:\/\/325AC8F6-B013-483C-85C4-FBADDAC0A4A2#_edn11\" name=\"_ednref11\">[11]<\/a>\u00fcbern\u00e4hme die Funktion der \u201eRehabilitierung nationalistischer Ressentiments\u201c<a href=\"applewebdata:\/\/325AC8F6-B013-483C-85C4-FBADDAC0A4A2#_edn12\" name=\"_ednref12\">[12]<\/a>, sie stilisiere die \u201eeigene Position als demokratische Mitte, um den Blick auf rechtsradikale Gewalt mit \u201aLinksextremismus\u2019-Verweisen zu relativieren\u201c<a href=\"applewebdata:\/\/325AC8F6-B013-483C-85C4-FBADDAC0A4A2#_edn13\" name=\"_ednref13\">[13]<\/a>. Die Extremismus-Formel bliebe \u201eauf lange Sicht ein effektives Mittel rechter Diskurse; geeignet, sowohl die besonderen neo-faschistischen Tendenzen als auch den Nationalismus einer rechts diffundierenden Mitte zu relativieren\u201c<a href=\"applewebdata:\/\/325AC8F6-B013-483C-85C4-FBADDAC0A4A2#_edn14\" name=\"_ednref14\">[14]<\/a>. Sie stigmatisiere zugleich den politischen Gegner, \u201eder auf die Gefahren des Rechtsextremismus, aber auch auf den \u201aExtremismus der Mitte\u2019, d.h. die Interaktionsverh\u00e4ltnisse von demokratischer und radikaler Rechter aufmerksam zu machen\u201c<a href=\"applewebdata:\/\/325AC8F6-B013-483C-85C4-FBADDAC0A4A2#_edn15\" name=\"_ednref15\">[15]<\/a>versuche. Das Schlagwort des Extremismus m\u00fcsse daher auch \u201eim \u00f6ffentlichen Raum durch ein differenzierteres, sozialwissenschaftliches Verst\u00e4ndnis gerade rechtsradikaler Gefahren ersetzt\u201c<a href=\"applewebdata:\/\/325AC8F6-B013-483C-85C4-FBADDAC0A4A2#_edn16\" name=\"_ednref16\">[16]<\/a>werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Nun m\u00f6chte man annehmen Kopke habe seine These einer neokonservativen Unterwanderung der Extremismusforschung angesichts der heutigen Verschiebung der politischen Koordinaten zugunsten linker Deutungshoheiten relativiert oder zumindest differenziert. Doch das Gegenteil scheint der Fall zu sein. Es entsteht vielmehr der Eindruck als steigere Kopke seine alten Thesen zur allseits bekannten linken Paranoia einer gef\u00fcrchteten rechten politischen Trendwende durch \u201eRechtspopulisten\u201c und \u201eNeonationalsozialisten\u201c. Denn f\u00fcr Kopke, der offenbar der Rosa-Luxemburg-Stiftung nahe steht und dort gern auch mal eine Podiumsdiskussion mit Martina Renner (DIE LINKE) und Nora Bemeis (B\u00fcndnis \u201eUnteilbar\u201c) moderiert<a href=\"applewebdata:\/\/325AC8F6-B013-483C-85C4-FBADDAC0A4A2#_edn17\" name=\"_ednref17\">[17]<\/a>, steht der Feind ganz offensichtlich ausschlie\u00dflich \u201erechts\u201c. Es verwundert daher nicht, wenn er wie viele andere linke Intellektuelle die \u201eExtremismus-Formel\u201c als politischen Kampfbegriff einer \u201ewissenschaftlichen Avantgarde aus dem nationalkonservativen Milieu\u201c<a href=\"applewebdata:\/\/325AC8F6-B013-483C-85C4-FBADDAC0A4A2#_edn18\" name=\"_ednref18\">[18]<\/a>ablehnt und zugleich meint, der Nationalsozialismus erscheine \u201ein eigent\u00fcmlich schwachem, die Nation zugleich stets in freundlichem Licht\u201c, w\u00e4hrend \u201edie DDR als totalit\u00e4rer Unrechtsstaat in grellstem Flutlicht\u201c<a href=\"applewebdata:\/\/325AC8F6-B013-483C-85C4-FBADDAC0A4A2#_edn19\" name=\"_ednref19\">[19]<\/a>dastehe. Damit schlug er schon um die Jahrtausendwende in eine alte Kerbe, die j\u00fcngst durch eine Tagung der Amadeu-Antonio-Stiftung wieder ein politisches Comeback erlebt: Die Diffamierung der DDR-Aufarbeitung als \u201eScharnierfunktion zu den rechten R\u00e4ndern der Gesellschaft\u201c<a href=\"applewebdata:\/\/325AC8F6-B013-483C-85C4-FBADDAC0A4A2#_edn20\" name=\"_ednref20\">[20]<\/a>. Eine solche Sichtweise ist besonders geeignet sich selbst die Deutungshoheit \u00fcber diese kommunistische Diktatur zu verschaffen und gleichsam personelle Kontinuit\u00e4ten vor und nach 1989 zu verschleiern, sowie linksextreme Gewalttaten zu verharmlosen oder g\u00e4nzlich auszublenden.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: left;\"><em>Der dynamische Extremismusbegriff \u2013 Inflation\u00e4re Ausweitung und partielle Grenzen<\/em><\/h3>\n<p style=\"text-align: left;\">Im gleichen Zuge wird der geforderte \u201edynamische Extremismusbegriff\u201c immer mehr zur Anwendung gegen politische Gegner aus dem rechten, nationalen Spektrum verwandt. Dies hat sich nirgends so offensichtlich wie im AB-Mittelrhein-Verfahren gezeigt, dem gr\u00f6\u00dften Strafprozess in der deutschen Nachkriegsgeschichte, der bisher sch\u00e4tzungsweise Prozesskosten in H\u00f6he eines mittleren Millionenbetrages verursacht hat<a href=\"applewebdata:\/\/325AC8F6-B013-483C-85C4-FBADDAC0A4A2#_edn21\" name=\"_ednref21\">[21]<\/a>und j\u00fcngst noch einmal v\u00f6llig neu aufgerollt werden soll. War es vormals noch der bekannte \u00a7 130 StGB (\u201eVolksverhetzung\u201c), der durch seine sukzessive Versch\u00e4rfung das Mittel der Wahl im \u201eKampf gegen Rechts\u201c darstellte, ist es seit geraumer Zeit der \u00a7 129 StGB (\u201eBildung krimineller Vereinigungen\u201c), da er die M\u00f6glichkeit bietet mit einem Schlag ganze Gruppierungen in den Fokus strafrechtlicher Ermittlungen zu r\u00fccken. Dieses Vorgehen entspricht einer juristischen Aufweichung der straftatbestandsm\u00e4\u00dfigen Bestimmtheit und ist auf die immer gr\u00f6\u00dfer werdende Inklusion von als \u201erechts\u201c stigmatisierter Personengruppen ganz unterschiedlicher programmatischer Couleur gerichtet. Der dynamische Extremismusbegriff erweist sich dabei als besonders korrelationsf\u00e4hig f\u00fcr das Festmachen eines gesinnungsethischen Tatbestands an allgemeinen, politisch-moralischen Wertungen statt &#8211; wie noch vor der Jahrtausendwende g\u00e4ngig &#8211; an normativen Evidenzgesichtspunkten. Es entsteht eine auslegungsf\u00e4hige juristische Grauzone, die nicht nur f\u00fcr Angeh\u00f6rige des origin\u00e4ren nationalen Lagers, sondern gerade auch in der Gegenwart f\u00fcr konservative, national-liberale, neurechte und andere als \u201erechtspopulistisch\u201c bezeichnete Positionen zunehmend zum Verh\u00e4ngnis wird. Es verwundert daher kaum, dass laut Verfassungsschutzbericht f\u00fcr das Jahr 2016 im Bereich \u201ePolitisch motivierte Kriminalit\u00e4t \u2013 rechts\u201c 6432 Straftaten auf der Basis des \u00a7 130 erfasst wurden<a href=\"applewebdata:\/\/325AC8F6-B013-483C-85C4-FBADDAC0A4A2#_edn22\" name=\"_ednref22\">[22]<\/a>, w\u00e4hrend es im Jahr 2013 noch 2931 waren<a href=\"applewebdata:\/\/325AC8F6-B013-483C-85C4-FBADDAC0A4A2#_edn23\" name=\"_ednref23\">[23]<\/a>. Auch hieran hatte Kopke durch seine Beteiligung am staatlich gef\u00f6rderten Forschungsprojekt \u201e\u00dcberpr\u00fcfung umstrittener Altf\u00e4lle &#8218;Opfer rechtsextremer und rassistischer Gewalt in Brandenburg&#8217;\u201c<a href=\"applewebdata:\/\/325AC8F6-B013-483C-85C4-FBADDAC0A4A2#_edn24\" name=\"_ednref24\">[24]<\/a>nicht unwesentlichen Anteil. Polizeistatistische Daten produzieren Bilder von politischer Kriminalit\u00e4t, die meist medial unhinterfragt rezipiert werden und fortan als Zerrbilder die \u00f6ffentliche Debatten dominieren.Besonders pikant ist in diesem Zusammenhang z.B. ein durch Kopke erstelltes Gutachten zum M\u00fcnchener OEZ-Attentat<a href=\"applewebdata:\/\/325AC8F6-B013-483C-85C4-FBADDAC0A4A2#_edn25\" name=\"_ednref25\">[25]<\/a>. Zwar muss er darin eingestehen, dass \u201eder eigentliche Antrieb zur Tat vorrangig in der psychischen Konstellation bzw. psychiatrischen Erkrankung\u201c<a href=\"applewebdata:\/\/325AC8F6-B013-483C-85C4-FBADDAC0A4A2#_edn26\" name=\"_ednref26\">[26]<\/a>des T\u00e4ters gelegen haben mag, jedoch \u201ekann argumentiert werden, dass psychische und politische Faktoren nicht zwingend gegeneinander ausgespielt werden m\u00fcssen\u201c<a href=\"applewebdata:\/\/325AC8F6-B013-483C-85C4-FBADDAC0A4A2#_edn27\" name=\"_ednref27\">[27]<\/a>. F\u00fcr subjektiv erlittenes Unrecht \u201emachte David S. eine rassistisch konstruierte Gruppe verantwortlich\u201c, sodass \u201edie Art der Tatbegehung m.E. gleichzeitig die Kriterien eines Hassverbrechens im Sinnes des Definitionssystem PMK\u201c<a href=\"applewebdata:\/\/325AC8F6-B013-483C-85C4-FBADDAC0A4A2#_edn28\" name=\"_ednref28\">[28]<\/a>erf\u00fclle.Gewiss ist das nicht g\u00e4nzlich von der Hand zu weisen, die bef\u00fcrwortete Verquickung von psychiatrischer Indikation und dem konstatierten \u201erassistischen Denken\u201c des T\u00e4ters entfaltete jedoch in der \u00d6ffentlichkeit eine sich verselbst\u00e4ndigende politisch-moralische Debatte \u00fcber die Bewertung des Tatmotivs der Sicherheitsbeh\u00f6rden, sodass selbst die S\u00fcddeutsche Zeitung mit Erschrecken feststellte: \u201eAm Ende besprachen die Beamten, was viele von ihnen als dr\u00e4ngendes Problem ansehen:\u00a0Die drei Rechtsextremismusforscher Quent, Kopke und Hartleb br\u00e4chten mit erstaunlich gro\u00dfem Erfolg die \u00d6ffentlichkeit gegen die Polizei auf. Die Polizei stehe da, als sei sie auf dem rechten Auge\u00a0blind.\u201c<a href=\"applewebdata:\/\/325AC8F6-B013-483C-85C4-FBADDAC0A4A2#_edn29\" name=\"_ednref29\">[29]<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Es ist weder verunglimpfend noch apologetisch motiviert, sondern korrigierend, wenn wir der Kopke\u00b4schen Interpretation eine gewisse Wirklichkeitsferne unterstellen; wir erkennen durchaus auch die \u201erationalen Kerne\u201c in Kopke\u2019s und Gideon Botsch\u2019s<a href=\"applewebdata:\/\/325AC8F6-B013-483C-85C4-FBADDAC0A4A2#_edn30\" name=\"_ednref30\">[30]<\/a>politikwissenschaftlichen Arbeiten an. Dennoch ist die <em>Causa<\/em>kein Einzelfall \u00fcber den zu schweigen das Gebot der Stunde w\u00e4re. Weitere Wissenschaftler dieser politischen Richtung argumentieren \u00e4hnlich und bestimmen die Diskursrealit\u00e4t an vielen Bildungseinrichtungen. Wie konnte es dazu kommen und welche theoretischen Grundlagen liegen einem solchen Politik- und Gesellschaftsverst\u00e4ndnis zugrunde? Worin liegen ihre Schw\u00e4chen?<\/p>\n<h3 style=\"text-align: left;\"><em>Die Pr\u00e4senz des Politischen im Setting linker \u201eRechtsextremismus\u201c-Debatten: Antiplurale Verschmelzung von Nonkonformismus und Extremismus-Ideologie<\/em><\/h3>\n<p style=\"text-align: left;\">Allein der Extremismusbegriff als solcher erzeugt noch keine umfassende Repressivit\u00e4t gegen nonkonforme Gruppen. Erst durch seine monistische Umdeutung im Sinne der geforderten einseitigen Ersetzung des Extremismusbegriffs durch ein\u00a0 \u201esozialwissenschaftliches Verst\u00e4ndnis gerade rechtsradikaler Gefahren\u201c<a href=\"applewebdata:\/\/325AC8F6-B013-483C-85C4-FBADDAC0A4A2#_edn31\" name=\"_ednref31\">[31]<\/a>verschwimmt die Trennlinie zwischen radikalem Nonkonformismus und politischem Extremismus und wird normativ vollends entleert. Wenn bereits die in einem Lebensstil zum Ausdruck kommenden \u201erebellischen Antihaltungen, dem Aufbau einer im Alltag handhabbaren Denkweise dienen\u201c<a href=\"applewebdata:\/\/325AC8F6-B013-483C-85C4-FBADDAC0A4A2#_edn32\" name=\"_ednref32\">[32]<\/a>und im Sinne dieser Verschr\u00e4nkung ideologischer und praxeologischer Motive zu einem als \u201ekoh\u00e4rent empfundenen Sinnzusammenhang\u201c<a href=\"applewebdata:\/\/325AC8F6-B013-483C-85C4-FBADDAC0A4A2#_edn33\" name=\"_ednref33\">[33]<\/a>Extremismus ausmachen, kann es auf dieser dynamisch-interpretativen Bahn keinen Halt mehr geben.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Kopke\u2019s an Adorno anschlie\u00dfende, aufkl\u00e4rerische Aversion gegen rechtsnationale und konservative Einstellungen in einem ganz umfassenden Sinnzusammenhang enth\u00e4lt selbst die Radikalit\u00e4t eines auf Heilung und Erziehung hin orientierten Denkens. Eine Tendenz also, die er stets an nationalgesinnten Gruppen historischer und gegenwartsbezogener Auspr\u00e4gung kritisiert, dabei aber in weiten Teilen selbst adaptiert hat.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">In dem durch Kopke und Botsch bef\u00fcrworteten\u00a0 \u201earbeitsteilige[n] Zusammenwirken\u201c von \u201erechtsstaatlicher Repression\u201c und \u201ezivilgesellschaftliche[m] Engagement\u201c gegen \u201eFremdenfeindlichkeit, Intoleranz und Rechtsextremismus\u201c, was beide als \u201eBrandenburger Modell zur Abwehr des Rechtsextremismus\u201c<a href=\"applewebdata:\/\/325AC8F6-B013-483C-85C4-FBADDAC0A4A2#_edn34\" name=\"_ednref34\">[34]<\/a>ausgeben, offenbart sich zudem eine Machttheorie, die ihre Wurzeln in dem ma\u00dfgeblich durch Giovanni Agnoli gepr\u00e4gten marxistischen\u00a0 Schmittianismus hat. Weil die Dialektik des Politischen eine Mechanisierung der Einzelnen zu kollektiver Macht bedeutet, ist beides m\u00f6glich: eine Machtkonzentration zum Staat und eine solche zum Widerstand, zur Revolution hin. Ging es Antonio Gramsci in erster Linie um die Strategie der allm\u00e4hlichen Schaffung kultureller Hegemonie, war es das Ansinnen Agnoli\u00b4s, Schmitts Freund-\/Feind-Unterscheidung auf ein neues Verst\u00e4ndnis des Klassenwiderspruches anzuwenden und jede politisch-\u00f6konomische Krise gleichfalls in Richtung eines echten Ausnahmezustands zu radikalisieren.<a href=\"applewebdata:\/\/325AC8F6-B013-483C-85C4-FBADDAC0A4A2#_edn35\" name=\"_ednref35\">[35]<\/a>Dabei nahm er weitestgehend Abschied von den \u00f6konomischen und historischen Kategorien marxistischer Pr\u00e4gung und stellte eine praktische Theorie der Macht ins Zentrum des revolution\u00e4ren Theoretisierens. Denn es k\u00f6nne erst dann wieder Substanz in die Politik kommen, wenn auch die radikale Linke wahre Feindschaft produziere, so Agnoli. Dies kam einer Ersetzung der politischen \u00d6konomie durch eine politische Theologie gleich.<a href=\"applewebdata:\/\/325AC8F6-B013-483C-85C4-FBADDAC0A4A2#_edn36\" name=\"_ednref36\">[36]<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Indem Kopke f\u00fcr eine \u201ewehrhafte Demokratie\u201c pl\u00e4diert, dessen Ansinnen es sein soll im \u201eToleranten Brandenburg\u201c immer wieder die Grenzen jener Toleranz zu markieren<a href=\"applewebdata:\/\/325AC8F6-B013-483C-85C4-FBADDAC0A4A2#_edn37\" name=\"_ednref37\">[37]<\/a>, verweist er selbst auf diese Agnoli\u00b4sche Spielart der Schmitt-Interpretation und rechtfertigt zugleich die urspr\u00fcnglich aus dem Marxismus kommende Trennung von Liberalismus und Demokratie. Kopke\u2019s Postulate der \u201eMenschenw\u00fcrde\u201c und unumschr\u00e4nkten \u201eGleichheit\u201c erscheinen daher gerade nicht als Ausfl\u00fcsse eines auf Pluralismus und Toleranz ausgelegten Denkens, sondern geh\u00f6ren zu einem Begriffsfundus, dem ein ausgepr\u00e4gtes Freund-\/Feind-Verh\u00e4ltnis zugrunde liegt. Innerhalb eines Gemeinwesens ist es nicht etwa \u2013 wie bei Jean Bodin &#8211; die Vers\u00f6hnung, die das Wesen des Politischen konstituiert, sondern nur die Versch\u00e4rfung der Situation ins Extrem erlaubt die Wiederherstellung der Realpr\u00e4senz der Souver\u00e4nit\u00e4t in der Form einer ambivalenten Verkn\u00fcpfung von Repr\u00e4sentation und Identit\u00e4t. Kopke\u2019s Entscheidung f\u00fcr eine Politik des Clean-Sweep, des Beseitigens \u201esch\u00e4dlicher Gruppen\u201c auf Seiten des von ihm entwickelten Feindbildes der \u201eextremen Rechten\u201c und ihrer gem\u00e4\u00dfigteren Peripherie unter dem Deckmantel \u201edemokratischer Legitimation und Rechtsstaatlichkeit\u201c muss zwingend mit der von ihr geordneten Welt \u201everschmelzen&#8220;. Eine solche Ansicht ist daher in ihrer radikalsten Auspr\u00e4gung geeignet zu einem konsequenten Anti-Parlamentarismus zu f\u00fchren und erm\u00f6glicht die Umformung der \u201eExtremismus-Formel\u201c zu einem antipluralen Mittel dezidiert linker Diskurse. Indem die Pr\u00e4senz des Politischen im dynamischen Extremismusbegriff fortw\u00e4hrend darauf gerichtet ist die Entscheidungsmacht des Souver\u00e4ns zu einem System variabler Unterscheidungen zu formen, wird es selbst zu einer Simulation des Religi\u00f6sen. Die daraus resultierende Erosion des verfassungsrechtlich verankerten Widerstandsrechts bef\u00f6rdert zus\u00e4tzlich die Umbildung des Staates zu einem konformistischen Anpassungsraum. Als Folge dieser Entwicklung ist der rechtsstaatlichen Demokratie jede Essenz abhandengekommen, sie hat sich totalisiert und zur leeren H\u00fclse degeneriert, die Substanz der starken Form (Friede und Freiheit im Staat) wurde deformiert. F\u00fcr den Stimmberechtigten bedeutet das, dass er die Freiheit hat, zwischen einigen Parteiprogrammen zu fluktuieren, seine \u201edemokratische Freiheit\u201c im zivilisatorisch-vernetzten System aber auf wesentlich polarisationsfreie Entscheidungsbereiche eingeschr\u00e4nkt wird.<a href=\"applewebdata:\/\/325AC8F6-B013-483C-85C4-FBADDAC0A4A2#_edn38\" name=\"_ednref38\">[38]<\/a><\/p>\n<h3 style=\"text-align: left;\"><em>Cassirer, Durkheim, Bourdieu: Radikal-Konstruktivismus und die praxeologische Theorie des symbolischen Interaktionismus<\/em><\/h3>\n<p style=\"text-align: left;\">Es ist ein Signum heutiger, sich totalisierender Massendemokratien, dass weniger entscheidend ist, was gesagt wird, als vielmehr das, was der Verschwiegenheit anheimf\u00e4llt. F\u00fcr den akademischen Bereich bedeutet dies &#8211; vor allem in den zumeist hoffnungslos \u00fcberf\u00fcllten Bachelorstudieng\u00e4ngen &#8211; den Verlust eigenst\u00e4ndigen Denkens. Statt dem Humboldt\u00b4schen Forscher-Ideal nachzueifern gilt \u201eLernen statt Forschen\u201c und gem\u00e4\u00df \u00f6konomischer Rationalisierungstendenzen \u201eRechnen statt Denken\u201c. Nicht verwunderlich sind demgem\u00e4\u00df geistige Tiefst\u00e4nde vorwiegend in den grundst\u00e4ndigen, einf\u00fchrenden Lehrveranstaltungen.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">In den Geisteswissenschaften scheint zudem eine Tendenz beheimatet zu sein, die theoretisch aufgebl\u00e4hte Politik- und Sozialwissenschaft zus\u00e4tzlich mit einem ebenso theoretisch aufgeladenen marxistischen Unterbau auszustatten, mit der steten Gefahr eines als bedenklich zu bezeichnenden Realit\u00e4tsverlusts. Viele Studenten sind mangels aufgezeigter Alternativen der einseitigen Theorielastigkeit ihres Faches hilflos ausgeliefert. Doch sollte nicht vergessen werden, dass Wahrheit niemals zwingend mit gesellschaftlichem Opportunismus ineinsf\u00e4llt.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Die Transformation der Cassirer\u2019schen Philosophie der symbolischen Formen in eine Soziologie des symbolischen Interaktionismus durch Bourdieu und Durkheim hat zur Definition der Objektivit\u00e4t des Sinns der Welt durch die \u00dcbereinstimmung der strukturierenden Subjektivit\u00e4ten <em>sensus = consensus<\/em>gef\u00fchrt.<a href=\"applewebdata:\/\/325AC8F6-B013-483C-85C4-FBADDAC0A4A2#_edn39\" name=\"_ednref39\">[39]<\/a>Die symbolische Macht ist in diesem Sinne immer eine Macht der Wirklichkeitskonstruktion, die symbolischen Systeme k\u00f6nnen eine strukturierende Macht nur aus\u00fcben, weil sie strukturiert sind (= strukturierte Strukturen).<a href=\"applewebdata:\/\/325AC8F6-B013-483C-85C4-FBADDAC0A4A2#_edn40\" name=\"_ednref40\">[40]<\/a>Die sich darin zeigende Verneinung des Naturzustands f\u00fchrt im Kontext der heutigen \u201eRechtsextremismusforschung\u201c zu einer plakativen Formelsprache als symbolischer Produktion der Interessen der herrschenden Klasse. Es erkl\u00e4rt sich daraus auch Kopke\u00b4s Abneigung gegen den Mythos<a href=\"applewebdata:\/\/325AC8F6-B013-483C-85C4-FBADDAC0A4A2#_edn41\" name=\"_ednref41\">[41]<\/a>als solchen, obgleich er ihn f\u00fcr die Aufrechterhaltung seiner propagierten \u201eEinheit in Vielfalt\u201c beibehalten muss.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">In der Politikwissenschaft ergibt sich die vorgenommene normative Entleerung des Extremismus-Begriffs vor allem aus der Korrelation der Einstellungsforschung mit dem sog. praxeologischen Ansatz, dessen soziologische Fundamente auf Pierre Bourdieu zur\u00fcckgehen. Bourdieu, der vom Strukturalismus herkommt und viele Anleihen bei der marxistischen Klassentheorie machte, fragt einerseits nach der Einbettung des Handelns in soziale Strukturen und seiner strukturellen Bedingtheit, sowie andererseits nach der M\u00f6glichkeit die sozialen Strukturen tatkr\u00e4ftig zu ver\u00e4ndern, woraus sich das ideologische Moment der Erziehbarkeit (Stichwort \u201eNeuer Mensch\u201c) ableiten l\u00e4sst. \u201eStruktur\u201c und \u201eHandeln\u201c bilden die beiden Pole, zwischen denen sich Bourdieus Theorie des symbolischen Interaktionismus aufspannt.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Die sog. \u201epraxeologische Wende\u201c in der Extremismusforschung hat eine strukturelle Erweiterung des \u201eRechtsextremismus-Begriffs\u201c zur Folge, bei der neben theoretischen, vorwiegend &#8211; und vor allem seit dem Aufkommen von als \u201epopulistisch\u201c bezeichneten Gruppen (AfD) &#8211; politische Gr\u00fcnde eine Rolle spielen. Die Ergebnisse der Einstellungsforschung m\u00fcssten eigentlich konsequenterweise auf eine Abwendung von der \u201eExtremismus-Formel\u201c\u2013 und nicht auf deren Integration \u2013 hinauslaufen, schlie\u00dflich entzieht sie \u201emit ihrem empirischen Ergebnissen dem Begriff Rechtsextremismus selbst und noch mehr dem Extremismuskonzept an sich die sprachlogische und theoretische Plausibilit\u00e4t\u201c<a href=\"applewebdata:\/\/325AC8F6-B013-483C-85C4-FBADDAC0A4A2#_edn42\" name=\"_ednref42\">[42]<\/a>\u2013 dies ist aber praktisch nicht der Fall. Unter Beibehaltung des \u201eRechtsextremismus-Begriffs\u201c pl\u00e4dieren Kopke und Botsch vielmehr f\u00fcr ein \u00dcbereinanderlegen der praxeologischen und der einstellungstheoretischen Ebene: Es \u201esollte, wie ich k\u00fcrzlich vorgeschlagen habe, erstens statt rechtsextremer Ideologien st\u00e4rker der Komplex eines spezifisch rechtsextremen \u201aDenkens\u2019 untersucht werden. Zweitens gilt es, diese Perspektive durch Einbeziehung der Handlungsebene zu erg\u00e4nzen und zu erweitern. Neben der Ideologie sollte zunehmend die Praxeologie des Rechtsextremismus in den Blick genommen werden.\u201c<a href=\"applewebdata:\/\/325AC8F6-B013-483C-85C4-FBADDAC0A4A2#_edn43\" name=\"_ednref43\">[43]<\/a>F\u00fcr Botsch ist \u201eIdeologie\u201c ein \u201eumfassender Gesellschaftsentwurf, der die Gesamtheit des Wirklichen in systematischer Weise zu erfassen versucht\u201c<a href=\"applewebdata:\/\/325AC8F6-B013-483C-85C4-FBADDAC0A4A2#_edn44\" name=\"_ednref44\">[44]<\/a>. Es geht ihm aber nicht mehr um normative Begriffsinhalte, sondern um die Offenlegung \u201efaschistische Sinnsysteme\u201c<a href=\"applewebdata:\/\/325AC8F6-B013-483C-85C4-FBADDAC0A4A2#_edn45\" name=\"_ednref45\">[45]<\/a>, die es hermeneutisch zu erschlie\u00dfen gelte: \u201eSinnvoller ist es rechtsextreme Weltanschauungen zu identifizieren, in denen diverse Ideologiefragmente miteinander verbunden stehen und ein eigenst\u00e4ndiges rechtsextremes Denken, eine Denkstruktur beziehungsweise ein System von Sinnbez\u00fcgen erzeugen. Dieses System steht aber nicht f\u00fcr sich, es ist auf Bet\u00e4tigung im Handeln angewiesen. Die Verschr\u00e4nkung von Ideologiefragmenten und Weltanschauungsmotiven mit praktischem Handeln bedarf der genaueren Erforschung [&#8230;]\u201c<a href=\"applewebdata:\/\/325AC8F6-B013-483C-85C4-FBADDAC0A4A2#_edn46\" name=\"_ednref46\">[46]<\/a>. Kopke hat diese theoretischen Grundlagen ungeschminkt zu einer rigorosen Gewalttheorie geformt<a href=\"applewebdata:\/\/325AC8F6-B013-483C-85C4-FBADDAC0A4A2#_edn47\" name=\"_ednref47\">[47]<\/a>, in der die Erweiterung und inhaltliche Dehnung des \u201eRechtsextremismus-Begriffes\u201c durch Hinzuziehung praxeologischer Komponenten bei gleichzeitiger Beibehaltung der einstellungstheoretischen Fundierung dazu dient, ein angeblich immer gr\u00f6\u00dfer werdendes Gewaltpotential daraus abzuleiten. Ganz unverhohlen schreibt er daher in den \u201eGrenzen der Toleranz\u201c: \u201eDas \u00e4u\u00dferste, aber vielleicht wichtigste Mittel der Grenzziehung besteht in der Kriminalisierung, Verfolgung und Ahndung bestimmter Verhaltensweisen, die mit Demokratie, Grundgesetz und Strafrecht nicht vereinbar sind. [&#8230;]Zu den Spezifika Brandenburgischer Sicherheitspolitik z\u00e4hlen auch Verbote rechtsextremer Organisationen.\u201c<a href=\"applewebdata:\/\/325AC8F6-B013-483C-85C4-FBADDAC0A4A2#_edn48\" name=\"_ednref48\">[48]<\/a>Im Gegensatz zu der kontextualen und realit\u00e4tsnahen Gewaltraumforschung, die die im jeweiligen Gewaltraum herrschenden Machtverh\u00e4ltnisse, ihre Eigenlogiken und Handlungszw\u00e4nge in den Fokus nimmt, geht es Kopke und Botsch darum, mithilfe Bourdieus Theorie des sozialem Interaktionismus die Korrelation zwischen Einstellung (Struktur) und Handeln m\u00f6glichst eng zu halten, um die gewollte politische Kriminalisierung der als feindlich stigmatisierten \u201erechten Einstellungen\u201c weiter voranzutreiben. Besonders deutlich wird Kopke\u2019s Bef\u00fcrwortung einer repressiven Politik gegen nationale Gruppen in folgendem Abschnitt: \u201eSollte der Zusammenhang zwischen Vereinsverbot und Aufstieg der NPD derartig geradlinig und kausal sein, so w\u00e4re zu erwarten, dass in dem \u201arepressivsten\u2019 Bundesland die NPD am st\u00e4rksten profitiert hat. Dies ist aber nicht der Fall. Allgemein demokratietheoretische Vorbehalte gegen politische Repression bleiben von diesem empirischen Befund unber\u00fchrt und behalten ihre Berechtigung, aber die Frage der ordnungspolitischen Effizienz steht eben auf einem anderen Blatt.\u201c<a href=\"applewebdata:\/\/325AC8F6-B013-483C-85C4-FBADDAC0A4A2#_edn49\" name=\"_ednref49\">[49]<\/a>Als Folge seines radikal-konstruktivistischen Standpunkts gewichtet Kopke offensichtlichdie \u201eordnungspolitische Effizienz\u201c h\u00f6her als die genannten \u201edemokratietheoretische Vorbehalte\u201c. Da es sich bei Letzterem aber nicht etwa um wirkliche Toleranz aller als \u201erechts\u201c deklarierten Einstellungen, sondern lediglich um eine ungew\u00fcnschte Verschiebung politischer Kr\u00e4fte auf die demokratisch legitimierte Parteiebene handelt, ist das in dem Zitat enthaltene Argument zutiefst zweischneidig: Indem Kopke das Ausbleiben einer nationalen Sammlung im parlamentarischen Gesch\u00e4ft nach der von ihm intellektuell\u00a0 vorbereiteten Verbotswelle argumentativ f\u00fcr die weitere Rechtfertigung eines repressiven Vorgehens hernimmt, zugleich aber die \u201edemokratietheoretischen Vorbehalte\u201c ausschlie\u00dflich auf ihren negativen Sinn als institutionelle Verschiebung des \u201eRechtsextremismus\u201c reduziert<a href=\"applewebdata:\/\/325AC8F6-B013-483C-85C4-FBADDAC0A4A2#_edn50\" name=\"_ednref50\">[50]<\/a>, k\u00f6nnten diese nicht einmal im Kontext eines fiktiven parlamentarischen Aufstiegs der NPD ein die Repression begrenzendes demokratisches Korrektiv darstellen. Somit gesteht er seinen politischen Gegnern indirekt nicht einmal mehr ein in pluralen demokratischen Kontexten eigentlich selbstverst\u00e4ndliches gesellschaftspolitisches Mitspracherecht zu.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: left;\"><em>Radikal-Humanitarismus als Steigb\u00fcgelhalter der neuen \u201eEinheit in Vielfalt\u201c<\/em><\/h3>\n<p style=\"text-align: left;\">Wenn Kopke im Schlusswort seines bereits zitierten Aufsatzes den \u201eSchmitt\u2019schen Mythen\u201c eine Perpetuierung der Extremismus-Forschung unterstellt<a href=\"applewebdata:\/\/325AC8F6-B013-483C-85C4-FBADDAC0A4A2#_edn51\" name=\"_ednref51\">[51]<\/a>ist das eine Janusk\u00f6pfigkeit <em>sans exemple<\/em>. Einerseits muss er konsequenterweise die irrationale Struktur des Mythos verwerfen, um dem ihm missliebigen Schmitt\u00b4schen Etatismus zu entkommen, auf der anderen Seite scheint der Mythos in seinem Denken als \u201ele d\u00e9sir collectif personnifi\u00e9\u201c (Edmond Doutt\u00e9)<a href=\"applewebdata:\/\/325AC8F6-B013-483C-85C4-FBADDAC0A4A2#_edn52\" name=\"_ednref52\">[52]<\/a>in einer sozio-moralischen Spielart wieder auf. Ein Denken, das nur vom Ideologem behaupteter \u201em\u00f6rderische[r] rechtsradikale[r] Gewalt und Rassismus\u201c<a href=\"applewebdata:\/\/325AC8F6-B013-483C-85C4-FBADDAC0A4A2#_edn53\" name=\"_ednref53\">[53]<\/a>auszugehen in der Lage ist, fordert die revolution\u00e4re Sittlichkeit in Form einer unumschr\u00e4nkten moralischen F\u00fchrerschaft ein. Dieser Anspruch der sittlichen \u00dcberlegenheit bedarf gleichwohl eines Schmitt\u00b4schen Dezisionismus um sich machtvoll ins Werk zu setzen. Die sich daraus entwickelnde Tyrannei des Universalismus formt den politischen Mythos vom gesinnungsethischen Humanitarismus und \u00fcbersteigert ihn ins Grenzenlose. Er entfaltet als eudaimonistische Hochsch\u00e4tzung des Massenlebenswertes einen Kult um die Menschheit mit dem Zweck den ausgeuferten Individualismus der marktvermittelten Gesellschaften k\u00fcnstlich abzufedern und Identifikation herzustellen.<a href=\"applewebdata:\/\/325AC8F6-B013-483C-85C4-FBADDAC0A4A2#_edn54\" name=\"_ednref54\">[54]<\/a>Die neue \u201eEinheit in der Vielfalt\u201c ist jedoch zutiefst destruktiv, da sie das Individuum mit ihren Begriffen der \u201eToleranz\u201c, \u201eIntegration\u201c oder \u201eZivilcourage\u201c moralisch \u00fcberdehnt, entwaffnet und dadurch \u00f6konomischen Herrschaftsinteressen gef\u00fcgig gemacht.Die sich aus dieser Ethik ergebende sture mediale Ignoranz der Probleme der unkontrollierten Massenzuwanderung verharmlost all jene Gewaltausbr\u00fcche, die an den R\u00e4ndern des ethnisch-kulturell Eigenen und des Fremden entstehen. W\u00e4hrend die Eliten Gewalt nur einseitig thematisieren und sanktionieren, w\u00e4chst das Misstrauen in die hiesigen Institutionen an und zunehmend entstehen \u2013 vor allen in den \u00fcberfremdeten, ghettoisierten Gro\u00dfst\u00e4dten \u2013 durch Migranten konstituierte neue dynamische Gewaltr\u00e4ume, aus denen sich der Staat zur\u00fcckzieht.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Hinter der Maske des ausufernden Humanitarismus scheint sich zudem der Wunsch vieler Linksintellektueller zu verbergen Opfer sein zu wollen. Es ist die Schuld der meinungsgenerierenden \u00d6ffentlichkeit und ihrer medialen Kultur der Unbelangbarkeit aus diesem Opfertum einen gewissen gesellschaftlichen <em>Chic<\/em>gemacht zu haben. Denn als Opfer wird man ge- und erh\u00f6rt und erh\u00e4lt somit leichteren Zugang zu aktuellen politischen Debatten und wissenschaftlichen Diskursen. Aber Opfer kann es nur geben, wenn es auf der anderen Seite auch Schuld gibt. Daher wird heute die gemeinschaftsvermittelnde Sinnproduktion ausschlie\u00dflich \u00fcber das didaktisch forcierte negativ-teutonozentrische Geschichtsbild reguliert. Eine auf geistige Desarmierung gebaute Gesellschaft, die nur Normen aber keinen Nomos mehr kennt, stellt keine konstruktive Kraft dar und ist zu schwach, um den postmodernen Anforderungen von Vermarktlichung und Globalisierung, der Reproduktion sozialer Ungleichheiten und der zunehmenden Entfremdung zwischen Eliten und B\u00fcrgern dauerhaft standzuhalten.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">\u201eWo Geschick waltet, darf keine Schuld sein\u201c<a href=\"applewebdata:\/\/325AC8F6-B013-483C-85C4-FBADDAC0A4A2#_edn55\" name=\"_ednref55\">[55]<\/a>entgegnete Heidegger daher einst. Zur Vermeidung des dem Humanitarismus eigenen \u201eVermenschung alles Seienden bei gleichzeitiger Entmenschung des Menschen\u201c<a href=\"applewebdata:\/\/325AC8F6-B013-483C-85C4-FBADDAC0A4A2#_edn56\" name=\"_ednref56\">[56]<\/a>entspricht das Gewissen bei Heidegger einer ontologisch-konstitutiven Eigenschaft des Daseins. Durch das Schuldig-Sein muss sich das Dasein mit dieser Dimension der Nichtigkeit befassen und bekommt die M\u00f6glichkeit zu seiner Eigentlichkeit zu gelangen und dadurch seine Totalit\u00e4t, sein Selbstsein wiederherzustellen.<a href=\"applewebdata:\/\/325AC8F6-B013-483C-85C4-FBADDAC0A4A2#_edn57\" name=\"_ednref57\">[57]<\/a>Denn was den Menschen im Besonderen auszeichnet, ist seine hervorragende Offenheit f\u00fcr und sein Gebrauchtwerden vom Sein. Es ist eine Auszeichnung \u201ejenes Seiende sein zu k\u00f6nnen, das nicht nur ein Seiendes ist, sondern sein \u201aist\u2018 gr\u00fcndet in die Er-eignung durch das Sein\u201c<a href=\"applewebdata:\/\/325AC8F6-B013-483C-85C4-FBADDAC0A4A2#_edn58\" name=\"_ednref58\">[58]<\/a>.Folglich bestimmt Heidegger Freiheit in Ankn\u00fcpfung an Schelling ontologisch als die Notwendigkeit, die die Entscheidung zum eigenen Wesen bestimmt.<a href=\"applewebdata:\/\/325AC8F6-B013-483C-85C4-FBADDAC0A4A2#_edn59\" name=\"_ednref59\">[59]<\/a>Gewissen wird damit zu einer Bedingung von Freiheit dergestalt, dass ihr die Anerkennung des ontologischen Dezisionismus von Eigentlichkeit und Uneigentlichkeit vorausgeht.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: left;\"><em>\u201eMenschenw\u00fcrde\u201c \u2013 Halluzination eines Begriffs<\/em><\/h3>\n<p style=\"text-align: left;\">Da Prof. Kopke in der Vergangenheit u.a. auch als Redner f\u00fcr den Verein \u201eNordbahngemeinden mit Courage\u201c aufgetreten ist<a href=\"applewebdata:\/\/325AC8F6-B013-483C-85C4-FBADDAC0A4A2#_edn60\" name=\"_ednref60\">[60]<\/a>, m\u00f6chten wir an dieser Stelle noch kurz dem Weltbild dieses Vereins unsere Aufmerksamkeit schenken. Es handelt sich hier um eine Vereinigung, die gem\u00e4\u00df ihres Selbstbildes \u201e(Mit-) Menschlichkeit und Demokratie in unserer Zivilgesellschaft\u201c verankern m\u00f6chte, um die \u201ebunten M\u00f6glichkeiten unserer pluralistischen Gesellschaft zu genie\u00dfen und Br\u00fccken zu bauen\u201c<a href=\"applewebdata:\/\/325AC8F6-B013-483C-85C4-FBADDAC0A4A2#_edn61\" name=\"_ednref61\">[61]<\/a>. Dabei wird offensichtlich, dass der Begriff der \u201eMenschlichkeit\u201c, der ethisch auf dem Terminus der \u201eMenschenw\u00fcrde\u201c aufbaut, das neuzeitlich-individualistische Herzst\u00fcck dieser zivilgesellschaftlichen Gruppierung zu sein scheint.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Doch \u201edie eigentliche W\u00fcrde des Menschen ist noch gar nicht erfahren\u201c<a href=\"applewebdata:\/\/325AC8F6-B013-483C-85C4-FBADDAC0A4A2#_edn62\" name=\"_ednref62\">[62]<\/a>: Das Sich-selbst-\u00dcberschreiten des europ\u00e4ischen Menschen vom \u201eHomo sapiens\u201c \u00fcber den \u201eHomo faber\u201c zum \u201eHomo nihilista\u201c und dessen Wille zu technischer, wie totalit\u00e4rer Weltbem\u00e4chtigung hat zu einem starren Blick auf die sichtbare Seite des Seienden gef\u00fchrt, mithin zu einer dramatischen Verarmung und metaphysischen Verkleinerung<a href=\"applewebdata:\/\/325AC8F6-B013-483C-85C4-FBADDAC0A4A2#_edn63\" name=\"_ednref63\">[63]<\/a>. Der Mensch kann sich zwar \u00fcber das Leben hinwegsetzen, nicht jedoch \u00fcber seine Ek-sistenz, die sein Wesen, seine Menschlichkeit kennzeichnet. Die W\u00fcrde des Menschen ist dabei nicht von der W\u00fcrde des Seins abgeleitet, sondern mit dieser gleichurspr\u00fcnglich.<a href=\"applewebdata:\/\/325AC8F6-B013-483C-85C4-FBADDAC0A4A2#_edn64\" name=\"_ednref64\">[64]<\/a>In der Postmoderne aber ist die Menschenw\u00fcrde besonders gef\u00e4hrdet durch eine technische d.h. vorgestellte Verst\u00e4ndnisweise der W\u00fcrde, bei der sie als Wert bestimmt und somit als Zweck gesetzt wird: \u201eDer \u201aabsolute Wert\u2019 ist nicht allen Wertungen enthoben, weil er dennoch als \u201aZweck\u2019 angesetzt wird. [&#8230;] \u201aWo Zwecke verfolgt, Mittel verwendet werden, wo das Instrumentale herrscht, da waltet Urs\u00e4chlichkeit, Kausalit\u00e4t.\u2019\u201c<a href=\"applewebdata:\/\/325AC8F6-B013-483C-85C4-FBADDAC0A4A2#_edn65\" name=\"_ednref65\">[65]<\/a>Was den Menschen heute von der W\u00fcrde trennt ist der k\u00fcnstliche Versuch diese herstellen und sichern zu wollen<a href=\"applewebdata:\/\/325AC8F6-B013-483C-85C4-FBADDAC0A4A2#_edn66\" name=\"_ednref66\">[66]<\/a>, was zur schlimmsten Dehumanisierung f\u00fchren muss. Da die Ek-sistenz aber au\u00dferhalb des Kantischen wie des metaphysischen Denkhorizonts liegt, ist eine \u00dcbertragung der Zweck-Mittel-Kategorie auf das Dasein nicht m\u00f6glich. Indem nun aber die \u201eNordbahngemeinden mit Courage\u201c Menschenw\u00fcrde konsequent gesellschaftlich einfordern, versuchen sie die Weltbez\u00fcglichkeit als solche zu instrumentalisieren, um sie geradezu messianisch zu einer radikal-\u00e4sthetischen Repr\u00e4sentation des Politischen zu formen.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">W\u00e4hrend in der \u00e4lteren BRD-Politik lange das Radikale als ein Ausschlusskriterium f\u00fcr die Teilnahme am sog. \u201edemokratischen Konsens\u201c galt und die \u00fcblichen Vorstellungen von Radikalit\u00e4t ihren Sinn aus der Konstitution eines als \u201ekonsensual\u201c definierten, nicht-radikalen Alltags bekamen, ist nun verst\u00e4rkt eine Tendenz vorherrschend, die es der \u00fcberschie\u00dfenden multikulturellen Menschheits-Ideologie erlaubt die konsensuale Mitte der Gesellschaft dauerhaft besetzt zu halten, um dort eine neue \u201eRadikalit\u00e4t der Normalit\u00e4t\u201c zu etablieren und an der Monopolisierung des Politischen zu arbeiten. Das Besondere an dieser Entwicklung ist die Totalisierung der Logik der Zerstreuung, \u00fcber die paradoxerweise ein versammelnder Charakter der Politik erzeugt wird. Das ist insofern verwunderlich, da die auf einer resignativ-desorientierenden \u00c4sthetik beruhende Logik der zerstreuten Ent-Gr\u00fcndung (Walter Benjamin) historisch eigentlich der aktivistisch-autorit\u00e4ren Logik der Konzentration (Martin Heidegger) entgegensteht.<a href=\"applewebdata:\/\/325AC8F6-B013-483C-85C4-FBADDAC0A4A2#_edn67\" name=\"_ednref67\">[67]<\/a>Massenkulturelle Zerstreuung erzeugt im traditionellen politisch-\u00e4sthetischen Kontext f\u00fcr gew\u00f6hnlich eine un\u00fcbersichtliche Wirklichkeit, in der Deutungshorizonte gegen\u00fcber praktischen Problemen zur\u00fccktreten und die \u00e4sthetischen Bedingungen m\u00f6glicher Politik den Drang zur Entscheidung sowie die Dramatik des Ausnahmezustandes insgesamt aufl\u00f6sen.<a href=\"applewebdata:\/\/325AC8F6-B013-483C-85C4-FBADDAC0A4A2#_edn68\" name=\"_ednref68\">[68]<\/a>Doch dies ist in der heute praktizierten Politik nicht mehr der Fall. Die Ideologen des 21. Jahrhunderts unternehmen es mit ihrem radikalen Anspruch \u201eDemokratieverst\u00e4ndnis\u201c zu st\u00e4rken, eine \u201eWillkommenskultur\u201c mitzugestalten oder \u201eVorurteile\u201c abzubauen<a href=\"applewebdata:\/\/325AC8F6-B013-483C-85C4-FBADDAC0A4A2#_edn69\" name=\"_ednref69\">[69]<\/a>den Menschen in seinem Innersten zu wandeln, die Organisation des Normalmenschen aufzubrechen und an seine Stelle einen menschenunw\u00fcrdigen instrumentellen Radikal-Humanitarismus zu setzen. Gleichsam bedienen sie sich als linke Existentialisten der Heidegger\u00b4schen Versammlungsontologie, denn nur in einer Gesamtformation er\u00f6ffnet sich f\u00fcr sie der Spielraum der Entscheidung. Sie wissen, dass Politik, Philosophie und eben auch Kunst zuallererst eine Welt begr\u00fcnden d.h. eine Lichtung des Seins stiften; sie legen nicht nur Wirklichkeit aus, sondern bestimmen auch den Horizont daf\u00fcr. Das der Zerstreuungslogik immanente universalistische Moment f\u00fchrt dabei zu dem Zwang immer neue bev\u00f6lkerungspolitische \u00dcberschreitungen herbeif\u00fchren zu m\u00fcssen.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Politik als die \u201eKunst des Machbaren\u201c l\u00e4sst sich ohne avantgardistische Radikalit\u00e4t kaum denken &#8211; die k\u00fcnstlerische Radikalit\u00e4t hat eine regulative Funktion in dem Sinne, dass sie durch die grundlegende Hinterfragung von Wahrnehmungsbedingungen auch die gesellschaftliche Kommunikation pr\u00e4gt oder begleitet.<a href=\"applewebdata:\/\/325AC8F6-B013-483C-85C4-FBADDAC0A4A2#_edn70\" name=\"_ednref70\">[70]<\/a>Da k\u00fcnstlerische Radikalit\u00e4t zu einer Autonomisierung der Kulturproduktion f\u00fchrt, kann das \u00c4sthetische als Ressource der Politik potentiell auch durch nationale Gruppen genutzt werden. Der ge\u00f6ffnete Spielraum der Dezision erlaubt gleichsam die Trennlinie zwischen legaler nonkonformer Radikalit\u00e4t und destruktivem Extremismus wieder scharf zu stellen. Es wird weiterhin die Aufgabe im postmodernen \u201eJahrhundert des Anti-Volkes\u201c bleiben, instrumentelle \u201eMenschenw\u00fcrde\u201c daseinsontologisch als Phantom im technischen Gestell zu entlarven und ihr die Sozialit\u00e4t der Gemeinschaft entgegenzusetzen.Diese innere Zusammengeh\u00f6rigkeit eines bef\u00e4higten volklichen Daseins ist nicht nur eine lediglich funktionale, summative Einheit beliebiger politischer Zusammenschl\u00fcsse, sondern als solche eine unhintergehbare, soziale Bindungsenergien freisetzende innere \u00dcbereinstimmung mit der Seinsurspr\u00fcnglichkeit<a href=\"applewebdata:\/\/325AC8F6-B013-483C-85C4-FBADDAC0A4A2#_edn71\" name=\"_ednref71\">[71]<\/a>, dessen existentiell fundierte W\u00fcrde darum unantastbar ist. Die volksgemeinschaftliche Existenzweise eignet sich dar\u00fcber hinaus besonders zur Erf\u00fcllung der Sorgestruktur des Daseins<a href=\"applewebdata:\/\/325AC8F6-B013-483C-85C4-FBADDAC0A4A2#_edn72\" name=\"_ednref72\">[72]<\/a>; ihre ontologische Fundierung kann sie zu einer Macht werden lassen, der in einem vollen Sinne \u201eHistorische Existenz\u201c zusteht.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: left;\"><em>Was tun?<\/em><\/h3>\n<p style=\"text-align: left;\">Dass Machtakkumulationen nicht mehr im politischen Raum stattfinden, sondern lange vorher in zivilgesellschaftlichen Institutionen, den Medien und an den Universit\u00e4ten vollzogen wird, wei\u00df Prof. Kopke nur zu gut. Darauf gr\u00fcndet seine Angst vor jedweder intellektuellen Partizipation an der Ausdeutung der plebiszit\u00e4ren Diktaturen des 20. Jahrhunderts \u2013 besonders der Nolte\u00b4schen Spielart &#8211; und ihrer interpretativen Verl\u00e4ngerung in das heutige \u201eZeitalter des Anti-Volkes\u201c.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Auf der anderen Seite \u2013 mit scharfem Blick auf das eigene politische Lager und diversen Sympathisanten \u2013 muss das \u00fcberwiegende Fernbleiben aus diesen Diskursen und der zunehmende R\u00fcckzug ins Private kritisiert werden. Die Wiederherstellung von Gemeinschaft als Entbergung im gemeinschaftlichen Sichaufgeben in die verborgene Urspr\u00fcnglichkeit der Herkunft des eigenen Seins scheint durch die psychopathologisch gewordene Furcht der heutigen B\u00fcrger vor der Situation au\u00dferhalb eines Massenkonsens zu stehenverunm\u00f6glicht. Es ist gewiss nicht leicht, den Zirkel der Diffamierung zu durchbrechen. Sich einer feindlichen Argumentation im Kontext antikommunistischen und\/oder rechtsnationalen Denkens \u00f6ffentlich zu stellen hei\u00dft heute leider, sich zum lepr\u00f6sen \u201eAuss\u00e4tzigen\u201c der Gesellschaft zu machen. Aber es nicht zu tun, hei\u00dft an dieser Stelle auch zu schweigen, wo reden Gold w\u00e4re.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Doch sind wir linken Kreisen gedanklich einen Schritt voraus, wenn wir spekulieren, dass sie sich schon jetzt beim Lesen dieses Textes geistig dazu verf\u00fchren lassen, von \u201erechtsradikalen akademischen Netzwerken\u201c zu fabulieren \u2013 Netzwerke, die es weder gibt, noch die angesichts der politischen Entwicklung an den Hochschulen in absehbarer Zukunft und in zu beachtender Gr\u00f6\u00dfenordnung zu erwarten sind.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Es steht Prof. Kopke frei sich wissenschaftlich-angemessen zu \u00e4u\u00dfern oder aber ein repressives Vorgehen anzustreben. Es w\u00e4re allerdings im Interesse dieser Gesellschaft \u00fcberaus w\u00fcnschenswert, w\u00e4re er bereit den Diskurs in den akademischen Raum zur\u00fcckzuverlegen &#8211; da wo er seines Wesens nach hingeh\u00f6rt. Auch einem rechtsintellektuellen Denken steht das Recht auf Teilhabe an den geistigen Reicht\u00fcmern dieser Welt zu. Es sei daher allen noch denkenden politischenAktivisten sowie interessierten B\u00fcrgern ans Herz gelegt \u2013 ganz gleich ob mit oder ohne ein Schmitt\u00b4sches Demokratieverst\u00e4ndnis &#8211; die postmoderne Seinsvergessenheit zu \u00fcberwinden und wieder aktiv in die Geschichte einzutreten. Denn das Denken jenseits aufoktroyierter Meinungsschablonen neu zu lernen, ist, was wir uns nicht nur f\u00fcr unser eigenes Land w\u00fcnschen, sondern was wir in ungewisser Zukunft ebenso auf europ\u00e4ischer Ebene gesichert sehen wollen.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: left;\">Literaturverweise<\/h3>\n<p style=\"text-align: left;\"><a href=\"applewebdata:\/\/325AC8F6-B013-483C-85C4-FBADDAC0A4A2#_ednref1\" name=\"_edn1\">[1]<\/a>Christoph Kopke ist seit 2018 Professor f\u00fcr Politikwissenschaft und Zeitgeschichte an der HWR Berlin und hat seit einigen Jahren mit diversen Schriften zu den Themen Medizin und Polizei im Nationalsozialismus, Antisemitismus und Rechtsextremismus auf sich aufmerksam gemacht: https:\/\/www.hwr-berlin.de\/hwr-berlin\/ueber-uns\/personen\/360-christoph-kopke\/ (letzter Zugriff: 23.02.2019).<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><a href=\"applewebdata:\/\/325AC8F6-B013-483C-85C4-FBADDAC0A4A2#_ednref2\" name=\"_edn2\">[2]<\/a>Vgl. Isabelle Canu: Der Streit um den Extremismusbegriff. Die Bundesrepublik Deutschland im Vergleich mit anderen westlichen Demokratien, in: Pr\u00e4gekr\u00e4fte des 20. Jahrhunderts. Demokratie, Extremismus, Totalitarismus, Baden-Baden 1997, S. 103-125, hier S. 104.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><a href=\"applewebdata:\/\/325AC8F6-B013-483C-85C4-FBADDAC0A4A2#_ednref3\" name=\"_edn3\">[3]<\/a>Vgl. Canu, Streit um den Extremismusbegriff, S. 104.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><a href=\"applewebdata:\/\/325AC8F6-B013-483C-85C4-FBADDAC0A4A2#_ednref4\" name=\"_edn4\">[4]<\/a>Vgl. ebd..<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><a href=\"applewebdata:\/\/325AC8F6-B013-483C-85C4-FBADDAC0A4A2#_ednref5\" name=\"_edn5\">[5]<\/a>Christoph Kopke \/ Lars Rensmann: Die Extremismus-Formel. Zur politischen Karriere einer wissenschaftlichen Ideologie, in: Bl\u00e4tter f\u00fcr deutsche und internationale Politik (2000), 12, S. 1451-1462, hier S. 1451.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><a href=\"applewebdata:\/\/325AC8F6-B013-483C-85C4-FBADDAC0A4A2#_ednref6\" name=\"_edn6\">[6]<\/a>Vgl. Heinrich Stemeseder: Der politische Mythus des Antichristen. Eine prinzipielle Untersuchung zum Widerstandsrecht und Carl Schmitt, Berlin 1997, S. 60 f..<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><a href=\"applewebdata:\/\/325AC8F6-B013-483C-85C4-FBADDAC0A4A2#_ednref7\" name=\"_edn7\">[7]<\/a>Vgl. Canu, Streit um den Extremismusbegriff, S. 108 f..<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><a href=\"applewebdata:\/\/325AC8F6-B013-483C-85C4-FBADDAC0A4A2#_ednref8\" name=\"_edn8\">[8]<\/a>Vgl. ebd..<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><a href=\"applewebdata:\/\/325AC8F6-B013-483C-85C4-FBADDAC0A4A2#_ednref9\" name=\"_edn9\">[9]<\/a>Vgl. Zeit Online: Ein bisschen radikal. Individuelle Freiheit wird in Deutschland gering gesch\u00e4tzt, unter: https:\/\/www.zeit.de\/2015\/11\/linksextremismus-studie-linksradikal (letzter Zugriff: 23.02.2019), sowie vgl. Stemeseder, Der politische Mythus, S. 149, Anm. 610.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><a href=\"applewebdata:\/\/325AC8F6-B013-483C-85C4-FBADDAC0A4A2#_ednref10\" name=\"_edn10\">[10]<\/a>Kopke \/ Rensmann, Extremismus-Formel, S. 1455 f..<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><a href=\"applewebdata:\/\/325AC8F6-B013-483C-85C4-FBADDAC0A4A2#_ednref11\" name=\"_edn11\">[11]<\/a>Ebd., S. 1452.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><a href=\"applewebdata:\/\/325AC8F6-B013-483C-85C4-FBADDAC0A4A2#_ednref12\" name=\"_edn12\">[12]<\/a>Ebd..<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><a href=\"applewebdata:\/\/325AC8F6-B013-483C-85C4-FBADDAC0A4A2#_ednref13\" name=\"_edn13\">[13]<\/a>Ebd..<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><a href=\"applewebdata:\/\/325AC8F6-B013-483C-85C4-FBADDAC0A4A2#_ednref14\" name=\"_edn14\">[14]<\/a>Ebd., S. 1455 f..<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><a href=\"applewebdata:\/\/325AC8F6-B013-483C-85C4-FBADDAC0A4A2#_ednref15\" name=\"_edn15\">[15]<\/a>Ebd., S. 1462.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><a href=\"applewebdata:\/\/325AC8F6-B013-483C-85C4-FBADDAC0A4A2#_ednref16\" name=\"_edn16\">[16]<\/a>Ebd..<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><a href=\"applewebdata:\/\/325AC8F6-B013-483C-85C4-FBADDAC0A4A2#_ednref17\" name=\"_edn17\">[17]<\/a>Rosa-Luxemburg-Stiftung: \u00dcber:morgen. Strategien gegen Rechts, unter: https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=0AL14n4GNME (letzter Zugriff: 23.02.2019).<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><a href=\"applewebdata:\/\/325AC8F6-B013-483C-85C4-FBADDAC0A4A2#_ednref18\" name=\"_edn18\">[18]<\/a>Kopke, Extremismus-Formel, S. 1462.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><a href=\"applewebdata:\/\/325AC8F6-B013-483C-85C4-FBADDAC0A4A2#_ednref19\" name=\"_edn19\">[19]<\/a>Ebd., S. 1458.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><a href=\"applewebdata:\/\/325AC8F6-B013-483C-85C4-FBADDAC0A4A2#_ednref20\" name=\"_edn20\">[20]<\/a>Der rechte Rand der DDR-Aufarbeitung, unter: https:\/\/www.amadeu-antonio-stiftung.de\/presse\/termine\/der-rechte-rand-der-ddr-aufarbeitung\/ (letzter Zugriff: 23.02.2019).<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><a href=\"applewebdata:\/\/325AC8F6-B013-483C-85C4-FBADDAC0A4A2#_ednref21\" name=\"_edn21\">[21]<\/a>Udo Voigt: Eine bundesdeutsche Justizfarce, unter: https:\/\/udovoigt.de\/?p=1893 (letzter Zugriff: 23.02.2019).<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><a href=\"applewebdata:\/\/325AC8F6-B013-483C-85C4-FBADDAC0A4A2#_ednref22\" name=\"_edn22\">[22]<\/a>Vgl. Bundesamt f\u00fcr Verfassungsschutz: Verfassungsschutzbericht 2016, S. 24, unter: <a href=\"https:\/\/www.verfassungsschutz.de\/de\/download-manager\/_vsbericht-2016.pdf\">https:\/\/www.verfassungsschutz.de\/de\/download-manager\/_vsbericht-2016.pdf<\/a>(letzter Zugriff 31.05.2018).<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><a href=\"applewebdata:\/\/325AC8F6-B013-483C-85C4-FBADDAC0A4A2#_ednref23\" name=\"_edn23\">[23]<\/a>Vgl. Bundesamt f\u00fcr Verfassungsschutz: Verfassungsschutzbericht 2013, S. 38, unter: https:\/\/www.verfassungsschutz.de\/de\/download-manager\/_vsbericht-2013.pdf (letzter Zugriff 31.05.2018).<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><a href=\"applewebdata:\/\/325AC8F6-B013-483C-85C4-FBADDAC0A4A2#_ednref24\" name=\"_edn24\">[24]<\/a>Vgl. PNN: \u201eRechte Taten lange falsch eingesch\u00e4tzt\u201c. Experte Christoph Kopke \u00fcber neue Opferforschung, unter: https:\/\/www.pnn.de\/brandenburg\/rechte-taten-lange-falsch-eingeschaetzt-experte-christoph-kopke-ueber-neue-opferforschung\/21678956.html (letzter Zugriff: 23.02.2019).<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><a href=\"applewebdata:\/\/325AC8F6-B013-483C-85C4-FBADDAC0A4A2#_ednref25\" name=\"_edn25\">[25]<\/a>Vgl. Christoph Kopke: Amoktat, Attentat, Hasskriminalit\u00e4t? \u00dcberlegungen zur Bewertung des mehrfachen Mordes des David S., unter: https:\/\/www.google.com\/search?client=safari&amp;rls=en&amp;q=Amoktat,+Attentat,+Hasskriminalit%C3%A4t%3F+%C3%9Cberlegungen+zur+&#8230;+-+muenchen.de&amp;ie=UTF-8&amp;oe=UTF-8 (letzter Zugriff: 23.02.2019).<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><a href=\"applewebdata:\/\/325AC8F6-B013-483C-85C4-FBADDAC0A4A2#_ednref26\" name=\"_edn26\">[26]<\/a>Kopke, Amoktat, Attentat, Hasskriminalit\u00e4t, S. 11.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><a href=\"applewebdata:\/\/325AC8F6-B013-483C-85C4-FBADDAC0A4A2#_ednref27\" name=\"_edn27\">[27]<\/a>Ebd., S. 10.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><a href=\"applewebdata:\/\/325AC8F6-B013-483C-85C4-FBADDAC0A4A2#_ednref28\" name=\"_edn28\">[28]<\/a>Ebd., S. 11.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><a href=\"applewebdata:\/\/325AC8F6-B013-483C-85C4-FBADDAC0A4A2#_ednref29\" name=\"_edn29\">[29]<\/a>S\u00fcddeutsche Zeitung: Der gro\u00dfe Streit \u00fcber das Motiv von David S., unter: https:\/\/www.sueddeutsche.de\/muenchen\/oez-in-muenchen-der-grosse-streit-ueber-das-motiv-von-david-s-1.4006366 (letzter Zugriff: 23.02.2019).<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><a href=\"applewebdata:\/\/325AC8F6-B013-483C-85C4-FBADDAC0A4A2#_ednref30\" name=\"_edn30\">[30]<\/a>Gideon Botsch ist Leiter der Emil Julius Gumbel Forschungsstelle Antisemitismus und Rechtsextremismus am MMZ (EJGF) und seit 2018 auch au\u00dferplanm\u00e4\u00dfiger Professor an der Universit\u00e4t Potsdam (Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Fakult\u00e4t): https:\/\/www.mmz-potsdam.de\/dr-gideon-botsch.html (letzter Zugriff: 23.02.2019).<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><a href=\"applewebdata:\/\/325AC8F6-B013-483C-85C4-FBADDAC0A4A2#_ednref31\" name=\"_edn31\">[31]<\/a>Kopke \/ Rensmann, Extremismus-Formel, S. 1462.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><a href=\"applewebdata:\/\/325AC8F6-B013-483C-85C4-FBADDAC0A4A2#_ednref32\" name=\"_edn32\">[32]<\/a>Gideon Botsch: Wahre Demokratie und Volksgemeinschaft. Ideologie und Programmatik der NPD und ihres rechtsextremen Umfelds, Wiesbaden 2017, S. 104. Botsch zitiert an dieser Stelle direkt aus dem Werk von Sven Reichardt: Faschistische Kampfb\u00fcnde. Gewalt und Gemeinschaft im italienischen Squadrismus und in der deutschen SA, K\u00f6ln \/ B\u00f6hlau 2002, S. 24.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><a href=\"applewebdata:\/\/325AC8F6-B013-483C-85C4-FBADDAC0A4A2#_ednref33\" name=\"_edn33\">[33]<\/a>Botsch, Wahre Demokratie, S. 104.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><a href=\"applewebdata:\/\/325AC8F6-B013-483C-85C4-FBADDAC0A4A2#_ednref34\" name=\"_edn34\">[34]<\/a>Christoph Kopke: Rechtsextremismus und Demokratie in Brandenburg, in: Christoph Kopke (Hrsg.), Die Grenzen der Toleranz.Rechtsextremes Milieu und demokratische Gesellschaft in Brandenburg &#8211; Bilanz und Perspektiven, Potsdam 2011, S. 15-20, hier S. 18 f.. Der Band ist auch online abrufbar unter: https:\/\/www.uni-potsdam.de\/fileadmin01\/projects\/umwelt\/Forschung\/AG_Angewandte_Humangeographie\/Literatur_Rolfes\/kopke_grenzen.pdf (letzter Zugriff: 23.02.2019).<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><a href=\"applewebdata:\/\/325AC8F6-B013-483C-85C4-FBADDAC0A4A2#_ednref35\" name=\"_edn35\">[35]<\/a>Vgl. Leonard Landois: Konterrevolution von links. Das Staats- und Gesellschaftsverst\u00e4ndnis der \u201e68er\u201c und dessen Quellen bei Carl Schmitt, Baden-Baden 2008, S. 134f.. Das Verh\u00e4ltnis Carl Schmitts zum Marxismus und der \u201eNeuen Linken\u201c wurde dar\u00fcber hinaus eingehend von E. Nolte, E. Kennedy und auch M. Stangel thematisiert: Vgl. Ernst Nolte: Carl Schmitt und der Marxismus, in: Der Staat 44 (2005), S. 187-211; Vgl. Ellen Kennedy: Carl Schmitt und die \u201eFrankfurter Schule\u201c. Deutsche Liberalismuskritik im 20. Jahrhundert, in: Geschichte und Gesellschaft 12 (1986), S. 380-419; Vgl. Matthias Stangel: <a href=\"https:\/\/portal.kobv.de\/uid.do?query=gbv_74888758X&amp;index=internal&amp;plv=2\">Die Neue Linke und die nationale Frage. Deutschlandpolitische Konzeptionen und Tendenzen in der Au\u00dferparlamentarischen Opposition (APO), Baden-Baden 2013.<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><a href=\"applewebdata:\/\/325AC8F6-B013-483C-85C4-FBADDAC0A4A2#_ednref36\" name=\"_edn36\">[36]<\/a>Zu dem der politischen Theologie inh\u00e4renten politischen Moralismus schrieb Nolte einst zutreffend: Wir werden \u201edie Figur Carl Schmitts bejahen und sogar bewundern k\u00f6nnen, ohne die Schw\u00e4chen und Irrt\u00fcmer zu \u00fcbersehen, welche nur von denjenigen \u201amit Schaum vor dem Munde\u2019 festgestellt und angegriffen werden, die selbst von Schw\u00e4chen und Irrt\u00fcmern frei zu sein glauben und im Blick auf ein \u201aabsolutes B\u00f6ses\u2019 in einem \u201aabsoluten Guten\u2019 einen festen Standort zu besitzen meinen.\u201c Nolte, Carl Schmitt und der Marxismus, S. 211.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><a href=\"applewebdata:\/\/325AC8F6-B013-483C-85C4-FBADDAC0A4A2#_ednref37\" name=\"_edn37\">[37]<\/a>Vgl. Kopke \/ Rensmann, Rechtsextremismus und Demokratie, S. 19.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><a href=\"applewebdata:\/\/325AC8F6-B013-483C-85C4-FBADDAC0A4A2#_ednref38\" name=\"_edn38\">[38]<\/a>Vgl. Stemeseder, Der politische Mythus, S. 143.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><a href=\"applewebdata:\/\/325AC8F6-B013-483C-85C4-FBADDAC0A4A2#_ednref39\" name=\"_edn39\">[39]<\/a>Vgl. Pierre Bourdieu: \u00dcber die symbolische Macht, in: \u00d6sterreichische Zeitschrift f\u00fcr Geisteswissenschaften (1997), 4, S. 556-564, hier S. 557.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><a href=\"applewebdata:\/\/325AC8F6-B013-483C-85C4-FBADDAC0A4A2#_ednref40\" name=\"_edn40\">[40]<\/a>Vgl. Bourdieu, \u00dcber die symbolische Macht, S. 558.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><a href=\"applewebdata:\/\/325AC8F6-B013-483C-85C4-FBADDAC0A4A2#_ednref41\" name=\"_edn41\">[41]<\/a>Vgl. Kopke \/ Rensmann, Extremismus-Formel, S. 1455 und 1462.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><a href=\"applewebdata:\/\/325AC8F6-B013-483C-85C4-FBADDAC0A4A2#_ednref42\" name=\"_edn42\">[42]<\/a>Vgl. Johannes Kiess: Rechtsextrem \u2013 extremistisch \u2013 demokratisch? Der prek\u00e4re Begriff \u201eRechtsextremismus\u201c in der Einstellungsforschung, in: Forum f\u00fcr kritische Rechtsextremismusforschung (Hrsg.), Ordnung, Macht, Extremismus. Effekte und Alternativen des Extremismus-Modells, Wiesbaden 2011, S. 240-260, hier S. 246.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><a href=\"applewebdata:\/\/325AC8F6-B013-483C-85C4-FBADDAC0A4A2#_ednref43\" name=\"_edn43\">[43]<\/a>Botsch, Wahre Demokratie, S. 101.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><a href=\"applewebdata:\/\/325AC8F6-B013-483C-85C4-FBADDAC0A4A2#_ednref44\" name=\"_edn44\">[44]<\/a>Ebd., S. 104.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><a href=\"applewebdata:\/\/325AC8F6-B013-483C-85C4-FBADDAC0A4A2#_ednref45\" name=\"_edn45\">[45]<\/a>Ebd..<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><a href=\"applewebdata:\/\/325AC8F6-B013-483C-85C4-FBADDAC0A4A2#_ednref46\" name=\"_edn46\">[46]<\/a>Ebd., S. 104 f..<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><a href=\"applewebdata:\/\/325AC8F6-B013-483C-85C4-FBADDAC0A4A2#_ednref47\" name=\"_edn47\">[47]<\/a>Einstellungen wie \u201eRassismus, Ethnozentrismus, Nationalismus, Antisemitismus, Sozialdarwinismus, Geschichtsrevisionismus\u201c usw. seien als gesellschaftliche Ph\u00e4nomene viel weiter verbreitet als nur im Feld \u201eRechtsextremismus\u201c, daher m\u00fcsse man sich auf eine zweite Ebene, die Verhaltens- und Handlungsebene beziehen, die Kategorien wie Protest, Provokation, Wahlverhalten, Partizipation bzw. Mitgliedschaft, Gewalt und Terror umfasse. Vgl. hierzu: BPB: Rassistische Gewalt. Alltagsgewalt und organsierte \u00dcbergriffe, unter: http:\/\/www.bpb.de\/veranstaltungen\/dokumentation\/232374\/rassistische-gewalt (letzter Zugriff: 23.02.2019).<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><a href=\"applewebdata:\/\/325AC8F6-B013-483C-85C4-FBADDAC0A4A2#_ednref48\" name=\"_edn48\">[48]<\/a>Gideon Botsch \/ Christoph Kopke: Grenzen setzen. Das \u201eBrandenburger Modell\u201c der Abwehr des Rechtsextremismus, in:Christoph Kopke (Hrsg.), Die Grenzen der Toleranz.Rechtsextremes Milieu und demokratische Gesellschaft in Brandenburg &#8211; Bilanz und Perspektiven, Potsdam 2011, S. 183-206, hier S. 197 f..<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><a href=\"applewebdata:\/\/325AC8F6-B013-483C-85C4-FBADDAC0A4A2#_ednref49\" name=\"_edn49\">[49]<\/a>Botsch \/ Kopke, Das \u201eBrandenburger Modell\u201c, S. 199.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><a href=\"applewebdata:\/\/325AC8F6-B013-483C-85C4-FBADDAC0A4A2#_ednref50\" name=\"_edn50\">[50]<\/a>Vgl. ebd..<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><a href=\"applewebdata:\/\/325AC8F6-B013-483C-85C4-FBADDAC0A4A2#_ednref51\" name=\"_edn51\">[51]<\/a>Vgl. Kopke \/ Rensmann, Extremismus-Formel, S. 1462.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><a href=\"applewebdata:\/\/325AC8F6-B013-483C-85C4-FBADDAC0A4A2#_ednref52\" name=\"_edn52\">[52]<\/a>Vgl. Landois: Konterrevolution von links, S. 31. Der Kern der politischen Idee, so Schmitt, ist die \u201eanspruchsvolle moralische Entscheidung\u201c (Vgl. Carl Schmitt: Politische Theologie. Vier Kapitel zur Lehre von der Souver\u00e4nit\u00e4t (1922), Berlin 1967, S. 69). Der Mythos ist somit in diesem Zusammenhang der h\u00f6chste Ausdruck moralischer Kr\u00e4fte und verk\u00f6rpert sich im Streben nach einer sittlichen Wiedergeburt des Menschen (Vgl. Landois, Konterrevolution, S. 34).<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><a href=\"applewebdata:\/\/325AC8F6-B013-483C-85C4-FBADDAC0A4A2#_ednref53\" name=\"_edn53\">[53]<\/a>Kopke \/ Rensmann, Extremismus-Formel, S. 1456.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><a href=\"applewebdata:\/\/325AC8F6-B013-483C-85C4-FBADDAC0A4A2#_ednref54\" name=\"_edn54\">[54]<\/a>Vgl. Arnold Gehlen: Moral und Hypermoral. Eine pluralistische Ethik, 6. erw. Aufl., Frankfurt a. Main 2004, hier insbesondere S. 142 \u2013 145.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><a href=\"applewebdata:\/\/325AC8F6-B013-483C-85C4-FBADDAC0A4A2#_ednref55\" name=\"_edn55\">[55]<\/a>Markus Gabriel: Wo \u201eGeschick\u201c waltet darf keine Schuld sein, unter: https:\/\/www.welt.de\/print\/die_welt\/literatur\/article138639794\/Wo-Geschick-waltet-darf-keine-Schuld-sein.html (letzter Zugriff 24.02.2019).<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><a href=\"applewebdata:\/\/325AC8F6-B013-483C-85C4-FBADDAC0A4A2#_ednref56\" name=\"_edn56\">[56]<\/a>Florian Grosser: Revolution denken. Heidegger und das Politische 1919 bis 1969, M\u00fcnchen 2011, S. 93.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><a href=\"applewebdata:\/\/325AC8F6-B013-483C-85C4-FBADDAC0A4A2#_ednref57\" name=\"_edn57\">[57]<\/a>Vgl. Andreas Hildebrandt: Der Mensch als Eigenschaft der Freiheit. Martin Heideggers Auseinandersetzung mit der praktischen Philosophie Kants und Schellings, Diss., o.O. 2015, unter: https:\/\/freidok.uni-freiburg.de\/dnb\/download\/10549 (letzter Zugriff 08.11.2018), S. 58 f..<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><a href=\"applewebdata:\/\/325AC8F6-B013-483C-85C4-FBADDAC0A4A2#_ednref58\" name=\"_edn58\">[58]<\/a>Martin Heidegger: Besinnung (Gesamtaufgabe, Bd. 66), Frankfurt a. Main 1997, S. 101, zitiert nach: Grosser, Revolution denken, S. 94.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><a href=\"applewebdata:\/\/325AC8F6-B013-483C-85C4-FBADDAC0A4A2#_ednref59\" name=\"_edn59\">[59]<\/a>Vgl. Hildebrandt, Der Mensch als Eigenschaft der Freiheit, S. 159.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><a href=\"applewebdata:\/\/325AC8F6-B013-483C-85C4-FBADDAC0A4A2#_ednref60\" name=\"_edn60\">[60]<\/a>Nordbahngemeinden mit Courage e.V.: Gedenktag f\u00fcr die Opfer des Nationalsozialismus, unter: https:\/\/www.mit-courage.de\/single-post\/2019\/01\/11\/-dass-Auschwitz-nicht-noch-einmal-sei&#8212;oder-warum-reden-wir-heute-noch-\u00fcber-den-Nationalsozialismus (letzter Zugriff 06.03.2019).<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><a href=\"applewebdata:\/\/325AC8F6-B013-483C-85C4-FBADDAC0A4A2#_ednref61\" name=\"_edn61\">[61]<\/a>Nordbahngemeinden mit Courage e.V.: Tag der Einheit \u2013 Tag der Vielfalt, unter: https:\/\/www.mit-courage.de\/single-post\/2018\/09\/09\/Tag-der-Einheit-\u2013-Tag-der-Vielfalt (letzter Zugriff 24.02.2019).<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><a href=\"applewebdata:\/\/325AC8F6-B013-483C-85C4-FBADDAC0A4A2#_ednref62\" name=\"_edn62\">[62]<\/a>Oliver Bruns: \u201eDie eigentliche W\u00fcrde des Menschen ist noch nicht erfahren.\u201c Heideggers Kritik an der Kantischen W\u00fcrdekonzeption, in: Paul S\u00f6rensen \/ Nikolai M\u00fcnch (Hrsg.), Politische Theorie und das Denken Heideggers, Bielefeld 2013, S.105-129, hier S. 105.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><a href=\"applewebdata:\/\/325AC8F6-B013-483C-85C4-FBADDAC0A4A2#_ednref63\" name=\"_edn63\">[63]<\/a>Vgl. Grosser, Revolution denken, S. 94.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><a href=\"applewebdata:\/\/325AC8F6-B013-483C-85C4-FBADDAC0A4A2#_ednref64\" name=\"_edn64\">[64]<\/a>Vgl. Bruns, Heideggers Kritik an der Kantischen W\u00fcrdekonzeption, S. 118.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><a href=\"applewebdata:\/\/325AC8F6-B013-483C-85C4-FBADDAC0A4A2#_ednref65\" name=\"_edn65\">[65]<\/a>Ebd., S. 121.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><a href=\"applewebdata:\/\/325AC8F6-B013-483C-85C4-FBADDAC0A4A2#_ednref66\" name=\"_edn66\">[66]<\/a>Vgl. ebd..<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><a href=\"applewebdata:\/\/325AC8F6-B013-483C-85C4-FBADDAC0A4A2#_ednref67\" name=\"_edn67\">[67]<\/a>Vgl. Tilman Reitz: Heideggers politische \u00c4sthetik. Geschichtliche Grenzsituation im \u201eUrsprung des Kunstwerkes\u201c, in: Paul S\u00f6rensen \/ Nikolai M\u00fcnch (Hrsg.), Politische Theorie und das Denken Heideggers, Bielefeld 2013, S. 81-104, hier S. 93 f. und 97.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><a href=\"applewebdata:\/\/325AC8F6-B013-483C-85C4-FBADDAC0A4A2#_ednref68\" name=\"_edn68\">[68]<\/a>Vgl. Reitz, Heideggers politische \u00c4sthetik, S. 101.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><a href=\"applewebdata:\/\/325AC8F6-B013-483C-85C4-FBADDAC0A4A2#_ednref69\" name=\"_edn69\">[69]<\/a>Vgl. Nordbahngemeinden mit Courage e.V., unter: https:\/\/www.mit-courage.de\/ueber-uns (letzter Zugriff 24.02.2019).<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><a href=\"applewebdata:\/\/325AC8F6-B013-483C-85C4-FBADDAC0A4A2#_ednref70\" name=\"_edn70\">[70]<\/a>Vgl. Zoran Terzic: Kulturextremismus. Zur \u00c4sthetik und Politik radikaler Ph\u00e4nomene, in: Forum f\u00fcr kritische Rechtsextremismusforschung (Hrsg.), Ordnung, Macht, Extremismus. Effekte und Alternativen des Extremismus-Modells, Wiesbaden 2011, S. 347-370, hier S. 348.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><a href=\"applewebdata:\/\/325AC8F6-B013-483C-85C4-FBADDAC0A4A2#_ednref71\" name=\"_edn71\">[71]<\/a>Vgl. Grosser, Revolution denken, S. 102, 108 f., 133.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><a href=\"applewebdata:\/\/325AC8F6-B013-483C-85C4-FBADDAC0A4A2#_ednref72\" name=\"_edn72\">[72]<\/a>Vgl. ebd., S. 100.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Beim nachfolgenden Aufsatz handelt es sich um die Ausarbeitung einer Leserin. Die Redaktion Der dynamische Extremismusbegriff und seine monistische Aush\u00f6hlung im linksintellektuellen Milieu Eine Erwiderung an Prof. Christoph Kopke[1] Als \u201eExtreme\u201c (lat. = \u201e\u00e4u\u00dferst\u201c, \u201eletzter\u201c) werden die von der Mitte einer Linie oder Ebene am weitesten entfernt gelegenen Punkte bezeichnet, sie ist also durch den [&hellip;]<\/p>","protected":false},"author":28,"featured_media":2400,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_et_pb_use_builder":"off","_et_pb_old_content":"","_et_gb_content_width":"","_jetpack_memberships_contains_paid_content":false,"footnotes":""},"categories":[7],"tags":[462,461,463],"class_list":["post-2166","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-debatte","tag-christoph-kopke","tag-extremismus","tag-populismus"],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v26.2 - https:\/\/yoast.com\/wordpress\/plugins\/seo\/ -->\n<title>Abschied von der \u201eExtremismus-Formel\u201c? - Gegenstrom<\/title>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/gegenstrom.org\/en\/abschied-von-der-extremismus-formel\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"en_US\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Abschied von der \u201eExtremismus-Formel\u201c? - Gegenstrom\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"Beim nachfolgenden Aufsatz handelt es sich um die Ausarbeitung einer Leserin. 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