{"id":1437,"date":"2018-12-18T09:48:43","date_gmt":"2018-12-18T08:48:43","guid":{"rendered":"https:\/\/gegenstrom.org\/?p=1437"},"modified":"2020-02-04T12:34:17","modified_gmt":"2020-02-04T11:34:17","slug":"provokation-als-taktik-in-der-asymmetrischen-kriegsfuehrung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gegenstrom.org\/en\/provokation-als-taktik-in-der-asymmetrischen-kriegsfuehrung\/","title":{"rendered":"Provokation als Taktik in der asymmetrischen Kriegsf\u00fchrung"},"content":{"rendered":"<p><em><span style=\"font-size: 14pt;\">Der nachfolgende Aufsatz wurde von unserem Autor <strong>Peter Steinborn<\/strong> verfasst. Steinborn erweist sich hier einmal wieder als Kenner der milit\u00e4rischen Strategie &amp; Taktik, dessen Studium er jedem Rechten ans Herz legt. Der Text wurde zuerst in <\/span><\/em><span style=\"font-size: 14pt;\">Werk Kodex \/ Nr.1 &#8211; Das Magazin f\u00fcr deutsche Metapolitik und Kultur <\/span><em><span style=\"font-size: 14pt;\">ver\u00f6ffentlicht und ist <a href=\"https:\/\/werk-kodex.de\/\">submitted<\/a> erh\u00e4ltlich.<\/span><br \/>\n<\/em><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 14pt;\">Ziel des nachfolgenden Aufsatzes ist es, dem Leser die M\u00f6glichkeiten jener aufzuzeigen, die sich in einem asymmetrischen Verh\u00e4ltnis zum herauszufordernden Gegner befinden. Ohne Zweifel befindet sich die Rechte in einer solchen Situation. Zumindest bzw. insbesondere in der Bundesrepublik Deutschland. Der nun folgende Text wendet sich also an rechte Aktivisten, besonders jedoch an die Strategen unter ihnen. Es fehlt innerhalb der deutschen Rechten erheblich an strategisch-taktischem Verm\u00f6gen, obgleich gro\u00dfe Potenziale vorhanden sind, die nur leider nicht genutzt werden. Aus dem lateinischen abgeleitet, bedeutet \u201eProvokation\u201c eine Herausforderung. Um es genauer zu sagen, bezweckt die Provokation, den Gegner zu einer bestimmten Handlung zu verleiten. Es handelt sich also um ein berechnetes Verhalten, das als rein manipulativ angesehen werden kann, vorausgesetzt der Protagonist, sprich der Provokateur fordert den Gegner bewusst heraus.<\/span><\/p>\n<h2>Warum wir uns im Krieg befinden?<\/h2>\n<p><span style=\"font-size: 14pt;\">Eine erste grundlegende Feststellung, die gemacht werden und der sich die deutsche Rechte bewusst sein muss: Wir befinden uns im Krieg! Obgleich wir in einem scheinbar zuvor noch nie dagewesenen Wohlstandsgef\u00fcge leben und sich die Zivilisation in die entm\u00e4nnlichte und dem Krieg scheinbar so ferne Postmoderne bahnt, ist die Lage, in der wir uns befinden, von Schlachten und Gewalt gepr\u00e4gt. Es handelt sich nicht um physische Gewalt. Zumindest nicht direkt. Aber wir erleben tagt\u00e4glich, wie der Gegner, besser im Schmitt\u2019schen Sinne der Feind, seine Instrumente auf uns richtet und einen unblutigen, daf\u00fcr jedoch weitaus effektiveren Krieg gegen uns f\u00fchrt.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 14pt;\">Aber fangen wir zun\u00e4chst bei den Grundlagen an. Was ist Krieg? Der Begr\u00fcnder der klassischen Kriegsf\u00fchrung, General Carl von Clausewitz (1780-1831) schrieb in seinem ber\u00fchmten Werk \u201eVom Kriege\u201c: \u201eDer Krieg ist eine blo\u00dfe Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln.\u201c Demnach sei das grundlegende Motiv jeder Entscheidung einer Gesamtheit Krieg gegen ein anderes Kollektiv zu f\u00fchren, immer politischer Natur. Es handelt sich beim Krieg also um einen politischen Akt, der immer auch aus einem politischen Zustande aus herr\u00fchrt. Dieses Wort von der Weiterf\u00fchrung der Politik, m\u00f6chte ich umkehren und damit dem Leser aufzeigen, dass Politik und Krieg zwei Synonyme sind. Zwar beschreibt der gro\u00dfe preu\u00dfische General den Krieg als eine politische Folge, doch handelt es sich dabei um ein Mittel zum Zweck. Genauso wie die Politik. Beides sind Komplexe bzw. Zust\u00e4nde, die viele Gemeinsamkeiten aufweisen. Die gr\u00f6\u00dfte und wohl wichtigste d\u00fcrfte der Zweck sein. Dieser ist Macht. Macht ist das grundlegende vorherrschende Motiv f\u00fcr die Belange das \u00f6ffentliche Leben und die Ordnung gestaltet zu wollen. Zugleich ist jedoch auch der Krieg eine Strategie der Machthaber ihre Macht zu erhalten oder sie auszubauen. Es gibt nach dem Krieg immer eine Nach-Kriegspolitik, eine Nach-Kriegsordnung. Der Krieg wurde schlie\u00dflich nur dazu gef\u00fchrt, das \u00f6ffentliche Leben im Sinne der gewonnenen Kriegspartei zu gestalten (Politik). Nach dem Krieg wird also eine bestimmte Politik fortgef\u00fchrt, die ohne den Krieg nicht verwirklicht h\u00e4tte werden k\u00f6nnen. Clausewitz spricht hierbei davon, dass es lediglich darum geht, dem Gegner seinen Willen aufzuzwingen. Auch der Akt der Gewalt, der ein herausragendes Merkmal des Krieges darstellt, dient nur diesem einen Zweck: Dem Gegner seinen Willen aufzuzwingen. Aus dem Althochdeutschen abgeleitet, ist der gewaltt\u00e4tig, der \u201estark ist\u201c oder andere \u201ebeherrschen\u201c kann bzw. will. \u201eGe-walt\u201c ist also die F\u00e4higkeit\u00a0 zu \u201ewalten\u201c von Regimentern, Untertanen oder Gefolgsleuten. Es ist ein Synonym f\u00fcr eine beherrschend wirkende Kraft. Dieses Ph\u00e4nomen, dem Gegner seinen Willen aufzuzwingen, k\u00f6nnen wir auch jeden Tag in der Politik beobachten. Es ist ein t\u00e4gliches Ringen in der Gesellschaft und in den Parlamenten um die Mehrheiten, Ideen, Meinungen. Diese Meinungen werden nicht, wie h\u00e4ufig gerne behauptet, durch\u00a0 Meinungspluralismus und Austausch zwischen sich gedanklich diametral gegen\u00fcberstehenden Akteuren erzeugt. Sie werden gemacht. Die Meinungen in der Gesellschaft sind Produkte raffinierter und ausgekl\u00fcgelter PR-Kampagnen, die in Gehirnen von Spin-Experten entstehen. Nicht der rationale Austausch von Protagonisten f\u00fchrt zur Mehrheitsbildung in westlichen Demokratien, sondern der geschickte Einsatz des medialen Komplexes, seiner Instrumente und seiner Akteure, die als Vorbilder bzw. Idole<a href=\"#_ftn1\" name=\"_ftnref1\">[1]<\/a> wirken.<\/span><\/p>\n<p><strong><span style=\"font-size: 14pt;\">Halten wir fest: Krieg ist die Fortf\u00fchrung der Politik, nur mit anderen Mitteln. Politik jedoch ist auch die Fortf\u00fchrung des Krieges mit anderen Mitteln.<\/span> <\/strong><\/p>\n<h2>Die Asymmetrien der Kriegsf\u00fchrung innerhalb der BRD<\/h2>\n<p><span style=\"font-size: 14pt;\">Kein Zweifel kann also mehr bestehen. Wir befinden uns im Krieg. Die Protagonisten, mit denen wir uns auf dem Schlachtfeld zu messen haben, sind jedoch keine Soldaten, die mit Waffen und Ger\u00e4t gegen uns vorr\u00fccken. Es sind PR-Experten, Schauspieler, Sportler, Fernsehmoderatoren und Journalisten. Diese Protagonisten f\u00fchren einen propagandistischen Krieg, einen psychologischen Krieg gegen uns und unser Volk. Unter dem Decknamen der Political Correctness f\u00fchren linke Ideologen ihre egalit\u00e4ren, universalistischen und kosmopolitischen Ideen jeden Tag gegen uns ins Feld und versuchen damit der Gesellschaft, den Menschen in diesem Land, ihren Willen aufzuzwingen. Der ausgebildete Schweizer Public Information Officer (PIO), Thomas A. M\u00fcller beschreibt in seinem Buch \u201eVon Troja bis PSYPOPS \u2013 Facetten der psychologischen Kriegsf\u00fchrung\u201c, dass die oben angef\u00fchrte Formel\u00a0 des preu\u00dfischen Generals auch f\u00fcr alle Formen der psychologischen Kriegsf\u00fchrung\u00a0 gelten. Ihre Waffen und Ger\u00e4te sind PR-Kampagnen, PSYOPS, OPInfo und Info OP<a href=\"#_ftn2\" name=\"_ftnref2\">[2]<\/a>. Mit den <em>Operations Other Than War (OOTW)<\/em> haben unsere Gegner eine Kriegskunst entwickelt, die zur Entscheidung einer Schlacht f\u00fchrt, ohne dass ein Mensch dabei zu Tode kommen muss.<\/span><\/p>\n<blockquote><p><span style=\"font-size: 14pt;\"><strong><em>&#8222;Die gr\u00f6\u00dfte Leistung besteht darin, den Widerstand des Feindes ohne einen Kampf zu brechen.\u201c<\/em><\/strong><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 14pt;\"><strong><em>(Sun Tsu)<\/em><\/strong><\/span><\/p><\/blockquote>\n<p><span style=\"font-size: 14pt;\">\u00a0Dabei sind sie heute besser positioniert, als jemals zuvor. Die Linke ist heute Establishment. Sie ist Herrscherin und damit Gewalt \u00fcber Politik, Wirtschaft, Gesellschaft, Medien und allen anderen wichtigen Bereichen des \u00f6ffentlichen Lebens. Wir, als diametrale Kraft, als Rechte, die dem Ganzen entgegensteht, sind in der Minderheit, w\u00e4hrend die Linken in der Mehrheit<a href=\"#_ftn3\" name=\"_ftnref3\">[3]<\/a> sind. Wir sind strukturell schwach, wo sie stark sind. Sie beherrschen die Regeln, an die wir uns halten sollen. Uns steht letztlich ein riesiger auch mit physischer Gewalt gegen uns vorgehender Sicherheitsapparat gegen\u00fcber; eine gewaltige Exekutive, die jeden, der diesem System tats\u00e4chlich gef\u00e4hrlich wird, der Freiheit berauben kann.<\/span><\/p>\n<p><strong><span style=\"font-size: 14pt;\">Der Konflikt, der zwischen den herrschenden linken Eliten und dem\u00a0 beherrschten Volk stattfindet, befindet sich in einem asymmetrischen Verh\u00e4ltnis.<\/span> <\/strong><\/p>\n<h2>Wir sind zu schwach. Was also ist zu tun?<\/h2>\n<p><span style=\"font-size: 14pt;\">Was also tun? Die bereits von Lenin (1870-1924) im Jahr 1902 gestellte Frage, als die <em>Russische Revolution<\/em> noch 15 Jahre auf sich warten lie\u00df und die sozialdemokratischen Insurgenten noch strukturell in einer absolut schwachen Position waren<a href=\"#_ftn4\" name=\"_ftnref4\">[4]<\/a>, soll auch uns besch\u00e4ftigen. Bei den Kommunisten werden wir f\u00fcndig. Ihnen muss man lassen, dass sie seit Marx ein ausf\u00fchrliches Studium der Revolutionsgeschichte vorweisen k\u00f6nnen. W\u00e4hrend die Rechte stets versuchte die Mehrheiten durch \u201evern\u00fcnftige\u201c Argumentation\u00a0 und der Anf\u00fchrung der \u201eWahrheit\u201c auf ihre Seite zu ziehen, besch\u00e4ftigten die Marxisten aller Couleur sich mit Strategien und Taktiken, die sie ihren Zielen n\u00e4her brachten.<\/span><\/p>\n<h2>Von Kommunisten lernen: Strategie und Taktik im asymmetrischen Krieg<\/h2>\n<p><span style=\"font-size: 14pt;\">Der Chinesische B\u00fcrgerkrieg von 1927 bis 1949 brachte Mao Zedong (1893-1976) hervor, der die Kommunisten letztlich zum Sieg f\u00fchrte. Er revolutionierte die Kriegsf\u00fchrung wie kein anderer und legte den Grundstein f\u00fcr eine neue Sichtweise des Krieges. Die Zeiten der klassischen Kriegsf\u00fchrung, wie sie noch von Clausewitz und Moltke postuliert wurden, schienen bereits seit dem 1. Weltkrieg vorbei zu sein. Die sog. \u201e<em>Hegung des Krieges<\/em>\u201c, in dem die Kriegshandlungen begrenzt und einged\u00e4mmt werden, sodass der Krieg als \u201ehumanisiert\u201c bezeichnet werden kann, geh\u00f6rte bereits 1914 der Vergangenheit an. Das soll nicht hei\u00dfen, dass die Clausewitz\u2019schen Grunds\u00e4tze g\u00e4nzlich verloren gegangen sind. Die westlichen Kampfverb\u00e4nde folgen noch immer zumindest in Teilen diesen Grunds\u00e4tzen. Dennoch werden Bev\u00f6lkerungen seitdem vermehrt in Kriegshandlungen verwickelt. Sei es in einem propagandistischen Sinne oder die bewusste Zersetzung der Bev\u00f6lkerung, um den Willen des Volkes zu brechen \u2013 quasi den moralischen R\u00fcckhalt der k\u00e4mpfenden Einheiten zu vernichten.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 14pt;\">Der chinesische B\u00fcrgerkrieg war ein langatmiger Krieg mit vielen Schlachten. Er ist von offensiven sowie defensiven Operationen gekennzeichnet. Vor allem ist er dadurch gekennzeichnet, dass China ein sehr gro\u00dfes, jedoch auch sehr armes Land war, in dem sich die Rote Armee einer scheinbaren \u00dcbermacht gegen\u00fcberstehen sah. In der Gesamtheit war die chinesische Regierungsarmee also der Roten Armee haushoch \u00fcberlegen. Daraus folgte, dass eine Konzentration der Einheiten f\u00fcr eine frontale Offensive gegen die bewaffneten Einheiten des Staates aussichtslos gewesen w\u00e4re. Deshalb verfolgte Mao den Ansatz der Strategie eines langen Krieges, der jedoch von kurzen Schlachten gekennzeichnet war.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 14pt;\"><strong>Die Strategie, d.h. die langfristige maoistische Ausrichtung, lautete: Kriegsf\u00fchrung mit einer verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig kleinen Armee gegen eine verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig gro\u00dfe Arme. <\/strong><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 14pt;\"><strong>Die Taktik, d.h. die Frage nach dem kurzfristigen Einsatz der Mittel, hingegen lautete: Feldzugf\u00fchrung mit verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig gro\u00dfer Truppenst\u00e4rke gegen verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig kleineren Truppenst\u00e4rken der Kuomintang.<\/strong><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 14pt;\">Mao erkannte, dass die St\u00e4rke der Regierungstruppen und sp\u00e4ter der japanischen Streitkr\u00e4fte gegen\u00fcber der revolution\u00e4ren Armee in der Anzahl ihrer Streitkr\u00e4fte sowie der strukturellen Gewalt lag, sie jedoch keinen ausreichenden R\u00fcckhalt im l\u00e4ndlichen Volk besa\u00dfen \u2013 und das war ein erheblicher Nachteil. Denn Mao revolutionierte den Krieg zu einem Guerillakrieg, der als Hauptfigur den Partisan kennt. Der Partisan oder Guerilla zeichnet sich dadurch aus, dass er im Verborgenen arbeitet. Es handelt sich um einen Widerstandsk\u00e4mpfer, der sich mitten im Volk bewegt, wie der Fisch im Wasser. Der Gegner kann ihn nicht richtig greifen und ist dazu gezwungen, das ganze Volk unter Generealverdacht zu stellen, weil sich jeder \u201eunbescholtene\u201c B\u00fcrger als Partisan entpuppen k\u00f6nnte. Das erh\u00f6ht die Repressionen gegen\u00fcber dem Volk, was wiederum zu einer erh\u00f6hten Abneigung des Volkes gegen\u00fcber dem verhassten Gegner f\u00fchrt. Doch auf diese Erkenntnis soll hier nicht Hauptaugenmerk gelegt werden, obgleich eine weiterf\u00fchrende Untersuchung f\u00fcr rechte Minderheiten sinnvoll w\u00e4re.<\/span><\/p>\n<h2>Provokation als taktisches Mittel der deutschen Rechten<\/h2>\n<p><span style=\"font-size: 14pt;\">Eingangs wurde bereits erw\u00e4hnt, dass es hier um die taktische \u00dcberlegung des Einsatzes von Provokationen in der asymmetrischen Kriegsf\u00fchrung gehen soll. Provokationen sind daher taktisch zu betrachten, weil sie niemals Strategie sein k\u00f6nnen. Die Strategie wird von den Zielen bestimmt und richtet sich nach der Vision und die Richtlinien der Unternehmung aus. Sie ist immer langfristig zu betrachten, kann sich jedoch stets \u00e4ndern, wenn die Rahmenbedingungen dies auch getan haben. Die Taktik hingegen richtet sich ausschlie\u00dflich nach der jeweilig gerade angewendeten Strategie aus. Es gilt mit ihr die Frage nach den einzusetzenden Mitteln zu beantworten.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 14pt;\"><strong>Nach Clausewitz handelt es sich bei der Strategie um \u201edie Lehre vom Gebrauch der Gefechte zum Zweck des Krieges\u201c, w\u00e4hrend die Taktik \u201edie Lehre vom Gebrauch der Streitkr\u00e4fte im Gefecht\u201c<a href=\"#_ftn5\" name=\"_ftnref5\">[5]<\/a> ist.<\/strong><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 14pt;\">So ist die \u201eProvokation\u201c, als \u201eHerausforderung\u201c verstanden, f\u00fcr den Partisan essentiell. Er ist auf Tarn- und T\u00e4uschungsman\u00f6ver, Blendung sowie Verwirrung des Gegners angewiesen. Er hat weder viel Geld, um sich Mainstreammedien zu kaufen, noch besitzt er eine hohe Reputation im \u00f6ffentlichen Raum. Im Gegenteil beherrscht der Feind die Welt der Mainstreammedien und damit auch die Steuerung \u00fcber die \u00f6ffentliche Meinung, die Gr\u00f6\u00dfe des sog. \u201e<em>Overton Window<\/em>\u201c. <strong>Doch haben wir als rechte Insurgenten drei erhebliche Vorteile gegen\u00fcber unseren Feinden:<\/strong><\/span><\/p>\n<ol>\n<li><span style=\"font-size: 14pt;\"><strong>Wir befinden uns in der Opposition und erf\u00fcllen lediglich die Erwartungen, wenn wir den Feind auch mit provokanten Mitteln angreifen.<\/strong><\/span><\/li>\n<li><span style=\"font-size: 14pt;\"><strong>Wir wissen, wann wir eine Aktion durchf\u00fchren und kennen den <em>Zweck<\/em> <\/strong><\/span><\/li>\n<li><span style=\"font-size: 14pt;\"><strong>Wir sind (noch) in der Lage das Internet mit seinen scheinbar unersch\u00f6pflichen M\u00f6glichkeiten zu nutzen, um eine m\u00f6glichst hohe Wirkung unserer Provokation zu erzielen.<\/strong><\/span><\/li>\n<\/ol>\n<p><span style=\"font-size: 14pt;\">Ich m\u00f6chte hierbei auf den dritten Punkt etwas n\u00e4her eingehen. Nach RENDULIC (1887-1971) gibt es drei Elemente, von denen die milit\u00e4rische F\u00fchrung abh\u00e4ngig ist: Kraft, Raum und Zeit.<a href=\"#_ftn6\" name=\"_ftnref6\">[6]<\/a><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 14pt;\">Der Raum ist eine dabei sich mittlerweile \u2013 insbesondere in Bezug auf den Informationskrieg, in dem wir uns befinden (Info OP und OPInfo) \u2013 stark ausgedehnte Gr\u00f6\u00dfe geworden. Das Internet sowie der allgemeine Paradigmenwechsel in der \u201eInformationsgesellschaft\u201c mit seiner Blogosp\u00e4re, dem Social Media und Content-Marketing-M\u00f6glichkeiten<a href=\"#_ftn7\" name=\"_ftnref7\">[7]<\/a>, bietet eine Plattform f\u00fcr jedermann, der wei\u00df dieses von den gro\u00dfen Konzernen und der gro\u00dfen Politik nur marginal beeinflussten Werkzeug zu benutzen. Vor allem wird uns damit die M\u00f6glichkeit geboten sowohl mit dem Feind als auch dem Publikum in Kontakt zu treten. Provokationen k\u00f6nnen dabei verschiedene Zwecke erf\u00fcllen:<\/span><\/p>\n<ol>\n<li><span style=\"font-size: 14pt;\"><strong>Den Gegner t\u00e4uschen,<\/strong><\/span><\/li>\n<li><span style=\"font-size: 14pt;\"><strong>Den Gegner aus der Fassung bringen,<\/strong><\/span><\/li>\n<li><span style=\"font-size: 14pt;\"><strong>Den Gegner k\u00f6dern<\/strong>.<\/span><\/li>\n<\/ol>\n<h2>Zu 1. Den Gegner t\u00e4uschen<\/h2>\n<blockquote><p><span style=\"font-size: 14pt;\"><strong><em>\u201eLass andere mit den Karten spielen, die Du austeilst!\u201c Robert Greene<\/em><\/strong><\/span><\/p><\/blockquote>\n<p><span style=\"font-size: 14pt;\">Tarnen und T\u00e4uschen geh\u00f6rt zur asymmetrischen Kriegsf\u00fchrung dazu, wie offene Grenzen zu Angela Merkel. Die besten T\u00e4uschungsman\u00f6ver sind dabei jene, bei denen der Gegner eine Wahl zu haben scheint. Im Grunde genommen wenden unsere Feinde gleiche Methoden gegen uns an. Z.B. \u00a0in Form von politischen Wahlen. Man t\u00e4uscht uns vor, dass wir eine Wahl h\u00e4tten, l\u00e4sst aber nur ein gewisses Spektrum an M\u00f6glichkeiten zu. Genauso verh\u00e4lt es sich mit dem <em>Overton Window<\/em>. Die Etablierten t\u00e4uschen den Menschen vor, sie h\u00e4tten ein Recht auf eine freie Meinung. So werden Talk-Shows bei Maybritt Illner oder Anne Will veranstaltet, um dem Zuschauer zu suggerieren, dass es eine hohe Meinungsvielfalt innerhalb der Bundesrepublik gibt. In Wirklichkeit werden nur jene eingeladen, die den Kern der Staatsideologie nicht infrage stellen<a href=\"#_ftn8\" name=\"_ftnref8\">[8]<\/a>.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 14pt;\">Wir sorgen also bildlich gesprochen daf\u00fcr, dass der Gegner mit den Karten spielt, die er von uns bekommen hat. Das klingt zwar nach Taschenspielertrick, ist aber in Wirtschaft, Krieg und Gesellschaft g\u00e4ngige Praxis unter den M\u00e4chtigen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 14pt;\"><strong>Widerstand erzwingen:<\/strong><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 14pt;\">So kann es bspw. sinnvoll sein den Gegner so zu provozieren, dass er den Widerstand gegen uns erh\u00f6ht. Mit der Erh\u00f6hung der Repressalien gegen uns, entsteht ein nat\u00fcrlicher Ausleseprozess, der nur noch die wirklich \u00dcberzeugten \u00fcbrig l\u00e4sst. Zudem ist irgendwann einmal ein Punkt erreicht, wo der Staat auch die Gem\u00fcter des Volkes aufr\u00fcttelt und somit seine Maske fallen l\u00e4sst. Denken wir dabei an Mao und seinen Guerillas, die bewusst Terror gegen den Staat verbreiteten, um den Sicherheitsapparat aus der Reserve zu locken. Damit m\u00f6chte ich nicht zum Terror aufrufen. Er ist aus diversen Gr\u00fcnden vollkommen abzulehnen und f\u00fcr uns unbrauchbar. Jedoch k\u00f6nnen gezielte Aktionen durchgef\u00fchrt werden, die den Gegner dazu veranlassen, die Daumenschraube zu erh\u00f6hen. Diese Daumenschrauben m\u00fcssen soweit zum Drehen gebracht werden, bis sie \u00fcberdreht sind und der Widerstand unn\u00fctz erscheint.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 14pt;\"><strong>Das Spielfeld wechseln:<\/strong><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 14pt;\">Das momentan dominierende Spielfeld ist jenes des Parlamentarismus. Das hat verschiedene Gr\u00fcnde und ist durchaus nachvollziehbar. Dennoch bewegen wir uns damit auf ein Schlachtfeld, auf dem unser Gegner die Karten ausgibt \u2013 denn er hat alles soweit eingerichtet, dass wir nur verlieren, zumindest aber nicht vollkommen siegreich sein k\u00f6nnen.<\/span><\/p>\n<blockquote><p><span style=\"font-size: 14pt;\"><strong><em>\u201eSo sucht im Krieg der siegreiche Stratege nur dann den Kampf, wenn der Sieg bereits errungen ist, wogegen jener, der zum Untergang verurteilt ist, zuerst k\u00e4mpft und danach den Sieg sucht.\u201c Sun Tsu <\/em><\/strong><\/span><\/p><\/blockquote>\n<p><span style=\"font-size: 14pt;\">Der Sieger begibt sich in eine Position, die seine Niederlage quasi unm\u00f6glich macht. Wir allerdings sind stark, wo der Gegner schwach ist: Im Populus<a href=\"#_ftn9\" name=\"_ftnref9\">[9]<\/a>. Warum begeben wir uns dann nicht dort hin? Das Volk, meinetwegen auch im l\u00e4ndlichen Raum, lehnt die elit\u00e4ren schaulaufenden Politiker ab. Die immer st\u00e4rker vom Populus entfernte Bundespolitik interessiert den B\u00fcrger zunehmend weniger. Die Konzentration der Kr\u00e4fte auf das metapolitische Schlachtfeld, w\u00e4re eine sinnvolle Ma\u00dfnahme zur Einbettung unseres Produktes, unserer Ideen. Eine Schlacht sollte nicht gef\u00fchrt werden, wenn wir sie nicht mit Sicherheit gewinnen k\u00f6nnen. Dies gilt auch f\u00fcr Wahlk\u00e4mpfe.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 14pt;\"><strong>Die zwei H\u00f6rner des Dilemmas:<\/strong><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 14pt;\">Der f\u00fcr die Nordstaaten befehlende General William Sherman wendete das Konzept der <em>zwei H\u00f6rner des Dilemmas<\/em> im ber\u00fchmt gewordenen Marsch durch Georgia w\u00e4hrend des Sezessionskrieges an. So wussten die Konf\u00f6derierten zwar immer, in welche Richtung Sherman zog, hatten jedoch keine Ahnung, ob dieser sie von links oder rechts angreifen w\u00fcrde, da er seine Armee stets in zwei Fl\u00fcgel aufzuteilen pflegte. Wenn die Streitkr\u00e4fte der S\u00fcdstaaten sich von dem einen Fl\u00fcgel zur\u00fcckzogen, wurden sie mit dem anderen konfrontiert. Der Trick dabei: W\u00e4hrend der eine Fl\u00fcgel k\u00e4mpf, kann sich der andere ausruhen. F\u00fcr den Gegner bleibt erst gar keine Zeit sich zu entscheiden. Eine beliebte Methode auch bei guten Anw\u00e4lten. Sie setzen den Zeugen zun\u00e4chst stark unter Druck, bieten ihm dann zwei Versionen einer Geschichte an und zwingen ihn zuletzt sich f\u00fcr eine zu entscheiden. Dabei geben sie nur die Karten aus der Hand, die der Gegner verwenden soll.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 14pt;\"><strong>Kladestine Informationsverbreitung:<\/strong><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 14pt;\">In der grauen oder schwarzen psychologischen Kriegsf\u00fchrung ist die Verbreitung auch falscher, also unwahrer Informationen g\u00e4ngige Praxis. Die Herkunft ist zumeist kladestin, d.h. geheim oder der Sender wird so getarnt, dass der Gegner von falschen Tatsachen ausgeht. So hat bspw. das \u201eInternationale Informationsb\u00fcro\u201c seit 1943 unter wei\u00dfen, d.h. wahren Informationen auch teilweise unwahre, d.h. graue Informationen gestreut, um den Gegner zu t\u00e4uschen und zu verwirren. Zu Beginn der Invasion im Juni 1944 wurde der amerikanische Sherman-Panzer von den deutschen Truppen als nicht sehr leistungs- bzw. kampff\u00e4hig eingesch\u00e4tzt. Das o.g. B\u00fcro brachte daher diverse Reportagen \u00fcber Panzerk\u00e4mpfe heraus, die den Sherman-Panzer r\u00fchmten und als besonders kampff\u00e4hig lobten. Diese falsche, graue Information hatte den Zweck, die amerikanische F\u00fchrung zum Weiterbau dieses Panzers zu verleiten. <a href=\"#_ftn10\" name=\"_ftnref10\">[10]<\/a><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 14pt;\"><strong>Wenn der Gegner mit den Karten spielt, die wir ihm gegeben haben, glaubt er sein Ungl\u00fcck selbst gew\u00e4hlt zu haben. Das ist der gro\u00dfe Trick bei der Provokation als Mittel den Gegner in eine Falle zu locken.<\/strong><\/span><\/p>\n<blockquote><p><span style=\"font-size: 14pt;\"><strong><em>\u201eWunden und jedes andere \u00dcbel, das sich der Mensch aus freien St\u00fccken und aus eigener Wahl selber zuf\u00fcgt, schmerzen viel weniger als Wunden und \u00dcbel, welche ihm von anderen zugef\u00fcgt werden. (Niccol\u00f2 Machiavelli, 1469-1527)<\/em><\/strong><\/span><\/p><\/blockquote>\n<h2>Zu 2. Den Gegner aus der Fassung bringen<\/h2>\n<blockquote><p><span style=\"font-size: 14pt;\"><strong><em>\u201eSchlage Wellen, um Fische zu fangen!\u201c Robert Greene<\/em><\/strong><\/span><\/p><\/blockquote>\n<p><span style=\"font-size: 14pt;\">Die wohl beste Methode seinen Gegner aus der Reserve zu locken, d\u00fcrfte die provokative Herausforderung sein, die zu Wutausbr\u00fcchen auf der gegen\u00fcberliegenden Seite f\u00fchrt. Menschen, die auf Provokationen mit Wutausbr\u00fcchen reagieren, glauben damit ihre Macht zu bekr\u00e4ftigen. In Wirklichkeit ist jedoch das Gegenteil der Fall. Der Volksmund sagt: \u201eWer schreit hat unrecht.\u201c Das muss zwar nicht unbedingt stimmen, wirkt sich aber entsprechend bei den Beobachtern eines Streits oder des Wutausbruchs eines unserer Opfer aus. Reizbarkeit ist definitiv kein Zeichen von Macht, sondern von Hilflosigkeit. Wutausbr\u00fcche dienen immer nur kurzzeitig der Einsch\u00fcchterung. Langfristig hingegen enttarnen die Menschen diese jedoch als Zeichen von Schw\u00e4che.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 14pt;\">Bei den Herrschaften, die heute auf der politischen B\u00fchne Deutschlands stehen, handelt es sich nur selten um disziplinierte ihres Selbst bewusste Menschen. Ein treffendes Beispiel daf\u00fcr d\u00fcrfte Sigmar Gabriel sein. Im Jahr 2016 st\u00f6rten Mitglieder der Jungen Nationaldemokraten in Salzgitter eine Wahlkampfveranstaltung, auf der auch der damaligen Bundeswirtschafts- und Energieminister zugegen war. Die rechten Insurgenten riefen ihm zu, dass sein Vater, der bekennender Nationalsozialist war, Gutes f\u00fcr Deutschland tat, w\u00e4hrend er es zerst\u00f6re. Dies veranlasste ihn dazu ihnen den Stinkefinger zu zeigen. Man muss wissen, dass Gabriel sich mehrfach in der \u00d6ffentlichkeit von seinem Vater distanzierte. Diese Provokation musste also seine Emotionen aufkochen lassen. Das Netz sowie diverse Mainstreammedien st\u00fcrzten sich auf Gabriel. Die Geschichte zusammen mit dem Video wurde von Bloggern, Onlinezeitungen und Experten besprochen und in Teilen massiv kritisiert. Man warf ihm schlechten Umgangston und keine Manieren vor, obgleich seine Handlung nachvollziehbar war. Gabriel sah sich sogar dazu veranlasst zu diesem Ausbruch wiederholt Stellung zu beziehen. Die rechten vor allem jungen Aktivisten hingegen hatten nichts zu verlieren. Von ihnen als Feinde Gabriels und dem System, erwartet man nichts anderes<a href=\"#_ftn11\" name=\"_ftnref11\">[11]<\/a>.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 14pt;\">Die rechten \u201eSt\u00f6rer\u201c schlugen Wellen in das ruhige Wasser unter dessen Oberfl\u00e4che sich der Fisch gediegen bewegte. Dies veranlasste ihn h\u00f6her zu schwimmen. Weitere Schl\u00e4ge auf das Wasser, machten ihn w\u00fctend, sodass er nach oben kam und nach allem schnappte \u2013 einschlie\u00dflich des K\u00f6ders.<\/span><\/p>\n<blockquote><p><span style=\"font-size: 14pt;\"><strong><em>\u201eN\u00fctze es aus, wenn der Gegner leicht erregbar ist, um ihn herauszufordern (\u2026) Daher beziehen jene, die den Gegner geschickt zu Bewegungen veranlassen, Stellungen, denen sich der Gegner anpassen muss; sie bieten dem Gegner etwas, was er mit Gewissheit annehmen wird.\u201c Sun Tsu<\/em><\/strong><\/span><\/p><\/blockquote>\n<h2>Zu 3. Den Gegner k\u00f6dern<\/h2>\n<blockquote><p><span style=\"font-size: 14pt;\"><strong><em>\u201eLass die anderen zu Dir kommen \u2013 k\u00f6dere sie, wenn es n\u00f6tig ist.\u201c Robert Greene<\/em><\/strong><\/span><\/p><\/blockquote>\n<p><span style=\"font-size: 14pt;\">Die Geiz-ist-geil-Kultur unserer Tage, kann paradoxerweise ein erheblicher Vorteil f\u00fcr uns sein. Wer geizig ist, verliert den Blick f\u00fcr das Wichtige. Er verliert vor allem den \u00dcberblick. Den Gegner in eine Falle zu locken, in dem wir ihn k\u00f6dern, kann besonders dann sinnvoll sein, wenn wir uns in der schw\u00e4cheren Position befinden. Ist der Gegner stark und wir schwach, ist es sinnvoll ihn angreifen zu lassen. Hingegen der weitl\u00e4ufigen Meinung, dass der Angriff die beste Verteidigung sei, ist das Warten auf den Gegner hinsichtlich der Ressourcenallokation sinnvoll. Wenn wir es schaffen den Opponenten zu uns kommen zu lassen, in dem wir ihm einen schmackhaften K\u00f6der servieren, verbraucht dieser Energien und verr\u00e4t sich. Ein K\u00f6der kann daf\u00fcr sorgen, dass wir das Spielfeld aussuchen, auf dem gerungen wird. Den Gegner zu sich kommen zu lassen, bedeutet, ihn in unserem gewohnten Territorium bek\u00e4mpfen zu m\u00fcssen. Ein Heimspiel ist besser als ausw\u00e4rts zu spielen. Zuhause haben wir f\u00fcr gew\u00f6hnlich mehr Fans, die uns moralisch unterst\u00fctzen und der Gegner wei\u00df sich in Unsicherheit auf unbekanntem Territorium, was wiederrum zur Schw\u00e4che f\u00fchrt.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 14pt;\">Im Russisch-Japanischen Krieg, der von Februar 1904 bis Herbst 1905 stattfand, veranlasste der japanische Marshall Togo Heihachiro, dass falsche Informationen gestreut wurden, die die Russen dazu veranlassten mit ihrer gesamten Flotte die der Japaner anzugreifen. Die Japaner lie\u00dfen die Russen im Glauben, dass sie mittels eines einzigen \u00dcberraschungsangriffs Japans Seestreitkr\u00e4fte g\u00e4nzlich ausl\u00f6schen k\u00f6nnten. Da der direkte Weg \u00fcber die Stra\u00dfe von Gibraltar und der Suezkanal im Indischen Ozean von den mit Japan verb\u00fcndeten Engl\u00e4ndern kontrolliert wurden, mussten die Russen einen 6000 Meilen langen Umweg in Kauf nehmen. W\u00e4hrend die russische Flotte auf halbem Wege war, verbreiteten die Japaner das Ger\u00fccht, sie w\u00fcrden einen Gegenangriff starten. Daher blieben die Russen auf der gesamten restlichen Strecke in Kampfbereitschaft. Die Folge waren m\u00fcde von der langen Fahrt und der stetigen Angst vor einem Gegenangriff gezeichnete Matrosen, die bei Ankunft im Zielhafen vollkommen aufgew\u00fchlt und nerv\u00f6s waren. Die Geschichte wei\u00df die Japaner als Sieger, obgleich sie eine zahlenm\u00e4\u00dfig viel schw\u00e4chere Flotte hatten, die zudem auch noch bei weitem nicht an die modernisierten Maschinen der Russen heranreichte.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 14pt;\"><strong>Indem wir den Gegner locken, lassen wir ihn im Glauben, er h\u00e4tte die Z\u00fcgel in der Hand. In Wirklichkeit provozieren wir ihn zu einer Handlung, die wir von ihm erwarten. W\u00e4hrend der Gegner sich also in Sicherheit glaubt zu wissen, ist ein \u00dcberraschungsangriff oder auch nur das Abwarten der eintreffenden Streitm\u00e4chte sinnvolles Gebot. Unsere Feinde werden, sollte der K\u00f6der s\u00fc\u00df genug schmecken, blind f\u00fcr die Realit\u00e4t sein. Ihre St\u00e4rke machen wir zur Schw\u00e4che und unsere Schw\u00e4che wird zur St\u00e4rke.<\/strong><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 14pt;\">Diese Masche finden wir bei Taschendieben ganz h\u00e4ufig. Sie sind zumeist dort anzutreffen, wo Schilder \u201eVorsicht! Taschendiebe!\u201c aufgeh\u00e4ngt sind. Der Anblick solch eines Schildes veranlasst das Opfer n\u00e4mlich nach seiner Brieftasche zu tasten. Taschendiebe wissen damit genau, wo sie hin greifen m\u00fcssen, um an das Geld ihrer Opfer zu kommen.<\/span><\/p>\n<blockquote><p><span style=\"font-size: 14pt;\"><strong><em>\u201eWer also das Geschick besitzt, den Feind in Atem zu halten, baut T\u00e4uschungen auf, die den Feind zum Handeln veranlassen. Er opfert etwas, damit der Feind danach greift. Indem er K\u00f6der auslegt, h\u00e4lt er ihn in Bewegung; und mit einer Truppe schwerbewaffneter lauert er ihm auf.\u201c Sun Tsu, S. 48<\/em><\/strong><\/span><\/p><\/blockquote>\n<h2>Schluss<\/h2>\n<p><span style=\"font-size: 14pt;\">Die Provokation ist ein herausragendes taktisches Mittel, das jedoch gewisser Kreativit\u00e4t und auch Geschicklichkeit bedarf. Es ist wichtig dort provokativ zu sein, wo es angebracht ist. Die Provokation darf uns nicht in unserer Reputation diskreditieren. Sie muss so platziert sein, dass sie auch zum Ziel f\u00fchrt. Provokation der Provokation wegen ist nicht nur naiv, sondern kann t\u00f6dlich enden. So k\u00f6nnen provokative Spr\u00fcche oder Aktionen zwar viel Aufsehen erregen, es kann sich jedoch als sch\u00e4dlich erweisen, wenn dadurch unsere Anh\u00e4ngerschaft minimiert oder verschreckt wird. Jede provokative Aktion braucht eine Abw\u00e4gung. Dazu muss der Protagonist sowohl sein Opfer genau kennen, wie auch die Rahmenbedingungen, die die Aktion beeinflussen. Vor allem der Zweck muss stets klar sein. Die Provokation kann so auch zweckentfremdend wirken. Nicht jede Stadt muss angegriffen bzw. eingenommen werden. Es kann sinnvoll sein ihnen auszuweichen und sich auf jene zu konzentrieren, die einnehmbar und haltbar sind. K\u00f6nnen wir sie nicht halten oder beherrschen wir die Instrumente oder zu besetzende Bev\u00f6lkerung nicht, ist jedes derartige Unterfangen zum Scheitern zu verurteilen. Es kostet nur Energie und Ressourcen. Wir gewinnen kaum etwas, doch k\u00f6nnen wir dabei alles verlieren.<\/span><\/p>\n<blockquote><p><span style=\"font-size: 14pt;\"><strong><em>\u00a0\u201eEine Stadt, die nicht gehalten werden kann, nachdem sie eingenommen wurde, oder die, wenn man sie sich selbst \u00fcberl\u00e4sst, keine Schwierigkeiten macht, sollte nicht angegriffen werden.\u201c Sun Tsu, S. 75<\/em><\/strong><\/span><\/p><\/blockquote>\n<p><span style=\"font-size: 14pt;\">Genauso verh\u00e4lt es sich mit der medialen Aufbereitung der provokativen, subversiven Aktion. Eine Aktion, die keine Nachbereitung erfuhr, ist nicht, hat nie stattgefunden. Die mediale Aufbereitung, das Setzen von Stichen, um damit Diskussionen im Netz und in der \u00d6ffentlichkeit anzustacheln, ist daher ein absolutes Muss. Das Internet bietet uns heute beste M\u00f6glichkeiten. Sie nicht zu nutzen, ist grob fahrl\u00e4ssig.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 14pt;\"><strong>Merken wir: Bevor wir beliebt werden k\u00f6nnen, m\u00fcssen wir erst einmal bekannt sein.<\/strong><\/span><\/p>\n<h2>Literaturverzeichnis<\/h2>\n<p><span style=\"font-size: 14pt;\">CLAUSEWITZ, C. (1963). <em>Vom Kriege<\/em>. Erschienen im ROWOHLT als Rowohlts Klassiker der Literatur und der Wissenschaft. Deutsche Literatur \u2013 Band 12. Herausgegeben von W. Pickert &amp; W. Ritter v. Schramm<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 14pt;\">GREENE, R. (2001). Power. Die 48 Gesetze der Macht (4. Auflage). Deutscher Taschenbuch Verlag, M\u00fcnchen<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 14pt;\">ZEDONG, M. (1966). Theorie des Guerillakrieges oder Strategie der Dritten Welt. Rowohlt Taschenbuch Verlag, Hamburg<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 14pt;\">M\u00dcLLER, T. (2011). Von Troja bis PSYOPS \u2013 Facetten der psychologischen Kriegsf\u00fchrung. Ididem-Verlag, Stuttgart<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 14pt;\">RENDULIC, L. (1967). Grundlagen milit\u00e4rischer F\u00fchrung. Maximilian Verlag, Herford und Bonn<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 14pt;\">SCOTT, D. (2013). The Rules of Marketing &amp; PR (4th Edition). John Wiley &amp; Sons, Inc., Hoboken, New Jersey<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 14pt;\">SUN TSU (2015). Die Kunst des Krieges (14. Auflage). Genehmigte Lizenzausgabe f\u00fcr Nikol Verlagsgesellschaft mbH &amp; Co. KG, Hamburg, 2008<\/span><\/p>\n<h2>Anmerkungen<\/h2>\n<p><span style=\"font-size: 14pt;\"><a href=\"#_ftnref1\" name=\"_ftn1\">[1]<\/a> Diese Vorbilder sind heute Schauspieler, Radio- und Fernsehmoderatoren, Wissenschaftler und Sportler. Bereits Edward Bernays, der prominente Spin-Doctor, empfahl dem PR-Experten in seinem ber\u00fchmten Werk \u201ePropaganda \u2013 Die Kunst der Public Relations\u201c, sich nicht die M\u00fche zu machen, die Massen f\u00fcr sich zu gewinnen, sondern sich auf die Meinungsmultiplikatoren zu konzentrieren.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 14pt;\"><a href=\"#_ftnref2\" name=\"_ftn2\">[2]<\/a> Dabei handelt es sich um Psychological Operations, die ausschlie\u00dflich gegen den Gegner gerichtet sind. Sie beinhalten alle Ma\u00dfnahmen, die zur Beeinflussung der Bev\u00f6lkerung der fremden bzw. gegnerischen Kriegspartei dienen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 14pt;\"><a href=\"#_ftnref3\" name=\"_ftn3\">[3]<\/a> Auch diese Minderheit bzw. Mehrheit ist strukturell zu sehen. Im Staat sowie in den politisch-parlamentarischen Gremien ist die Linke \u00fcber-, w\u00e4hrend die Rechte unterrepr\u00e4sentiert ist.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 14pt;\"><a href=\"#_ftnref4\" name=\"_ftn4\">[4]<\/a> Lenin hielt sich zu dieser Zeit abwechselnd in diversen europ\u00e4ischen L\u00e4ndern auf. Erst nach der Februarrevolution 1917 kam er wieder zur\u00fcck in seine Heimat, um die Revolution der Bolschewiki zum Sieg zu f\u00fchren.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 14pt;\"><a href=\"#_ftnref5\" name=\"_ftn5\">[5]<\/a> Clausewitz (1963), S. 53-54<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 14pt;\"><a href=\"#_ftnref6\" name=\"_ftn6\">[6]<\/a> Rendulic (1967), S. 22<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 14pt;\"><a href=\"#_ftnref7\" name=\"_ftn7\">[7]<\/a> Schlagen sie diese W\u00f6rter nach. Besch\u00e4ftigen sie sich mit den M\u00f6glichkeiten des Internet f\u00fcr PR-Agenten, denn nicht weiter m\u00fcssen wir tun: PR-Kampagnen starten. Vgl. dazu Scott (2013)<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 14pt;\"><a href=\"#_ftnref8\" name=\"_ftn8\">[8]<\/a> Wobei sich dies mit der Einflussnahme z.B. der AfD in der Medienlandschaft etwas ge\u00e4ndert hat. Dennoch werden auch hier 1-zu-5-Wettk\u00e4mpfe suggeriert, um dem Zuschauer zu \u201everdeutlichen\u201c, dass die Meinung des AfD-Diskutanten eine Minderheit im Volk darstellt. (Anm. d. Verf.)<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 14pt;\"><a href=\"#_ftnref9\" name=\"_ftn9\">[9]<\/a> Mao Zedong: \u201eDer Revolution\u00e4r muss sich im Volk bewegen, wie der Fisch im Wasser.\u201c<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 14pt;\"><a href=\"#_ftnref10\" name=\"_ftn10\">[10]<\/a> Rendulic (1967), S. 113-114<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 14pt;\"><a href=\"#_ftnref11\" name=\"_ftn11\">[11]<\/a> Anders w\u00e4re es sicher gewesen, wenn Repr\u00e4sentanten der NPD oder AfD solch eine Aktion ver\u00fcbten. Diesen h\u00e4tte man genauso wenig Seriosit\u00e4t vorgeworfen wie Gabriel. Die Jungen hingegen k\u00f6nnen als Hei\u00dfsporne und Unverstandene durchgehen.<\/span><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der nachfolgende Aufsatz wurde von unserem Autor Peter Steinborn verfasst. Steinborn erweist sich hier einmal wieder als Kenner der milit\u00e4rischen Strategie &amp; Taktik, dessen Studium er jedem Rechten ans Herz legt. Der Text wurde zuerst in Werk Kodex \/ Nr.1 &#8211; Das Magazin f\u00fcr deutsche Metapolitik und Kultur ver\u00f6ffentlicht und ist hier erh\u00e4ltlich. Ziel des [&hellip;]<\/p>","protected":false},"author":22,"featured_media":1438,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_et_pb_use_builder":"","_et_pb_old_content":"","_et_gb_content_width":"","_jetpack_memberships_contains_paid_content":false,"footnotes":""},"categories":[11],"tags":[123,228,50,416,40,25,13],"class_list":["post-1437","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-philosophie-theorie","tag-deutsche-rechte","tag-infokrieg","tag-lenin","tag-mao","tag-propaganda","tag-strategie-und-taktik","tag-sun-tsu"],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v26.2 - https:\/\/yoast.com\/wordpress\/plugins\/seo\/ -->\n<title>Provokation als Taktik in der asymmetrischen Kriegsf\u00fchrung - Gegenstrom<\/title>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/gegenstrom.org\/en\/provokation-als-taktik-in-der-asymmetrischen-kriegsfuehrung\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"en_US\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Provokation als Taktik in der asymmetrischen Kriegsf\u00fchrung - Gegenstrom\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"Der nachfolgende Aufsatz wurde von unserem Autor Peter Steinborn verfasst. Steinborn erweist sich hier einmal wieder als Kenner der milit\u00e4rischen Strategie &amp; Taktik, dessen Studium er jedem Rechten ans Herz legt. Der Text wurde zuerst in Werk Kodex \/ Nr.1 &#8211; Das Magazin f\u00fcr deutsche Metapolitik und Kultur ver\u00f6ffentlicht und ist hier erh\u00e4ltlich. Ziel des [&hellip;]\" \/>\n<meta property=\"og:url\" content=\"https:\/\/gegenstrom.org\/en\/provokation-als-taktik-in-der-asymmetrischen-kriegsfuehrung\/\" \/>\n<meta property=\"og:site_name\" content=\"Gegenstrom\" \/>\n<meta property=\"article:publisher\" content=\"https:\/\/de-de.facebook.com\/rechteMetapolitik\/\" \/>\n<meta property=\"article:published_time\" content=\"2018-12-18T08:48:43+00:00\" \/>\n<meta property=\"article:modified_time\" content=\"2020-02-04T11:34:17+00:00\" \/>\n<meta property=\"og:image\" content=\"https:\/\/gegenstrom.org\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/Grafik_Werk-Kodex-Asymmetrische-Kriegsf\u00fchrung.jpg\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:width\" content=\"1313\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:height\" content=\"929\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:type\" content=\"image\/jpeg\" \/>\n<meta name=\"author\" content=\"Peter Steinborn\" \/>\n<meta name=\"twitter:card\" content=\"summary_large_image\" \/>\n<meta name=\"twitter:label1\" content=\"Written by\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data1\" content=\"Peter Steinborn\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:label2\" content=\"Est. reading time\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data2\" content=\"24 minutes\" \/>\n<script type=\"application\/ld+json\" class=\"yoast-schema-graph\">{\"@context\":\"https:\/\/schema.org\",\"@graph\":[{\"@type\":\"Article\",\"@id\":\"https:\/\/gegenstrom.org\/provokation-als-taktik-in-der-asymmetrischen-kriegsfuehrung\/#article\",\"isPartOf\":{\"@id\":\"https:\/\/gegenstrom.org\/provokation-als-taktik-in-der-asymmetrischen-kriegsfuehrung\/\"},\"author\":{\"name\":\"Peter Steinborn\",\"@id\":\"https:\/\/gegenstrom.org\/#\/schema\/person\/40de2267a7d15eb30009c962eca594a1\"},\"headline\":\"Provokation als Taktik in der asymmetrischen Kriegsf\u00fchrung\",\"datePublished\":\"2018-12-18T08:48:43+00:00\",\"dateModified\":\"2020-02-04T11:34:17+00:00\",\"mainEntityOfPage\":{\"@id\":\"https:\/\/gegenstrom.org\/provokation-als-taktik-in-der-asymmetrischen-kriegsfuehrung\/\"},\"wordCount\":4764,\"commentCount\":0,\"publisher\":{\"@id\":\"https:\/\/gegenstrom.org\/#organization\"},\"image\":{\"@id\":\"https:\/\/gegenstrom.org\/provokation-als-taktik-in-der-asymmetrischen-kriegsfuehrung\/#primaryimage\"},\"thumbnailUrl\":\"https:\/\/gegenstrom.org\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/Grafik_Werk-Kodex-Asymmetrische-Kriegsf\u00fchrung.jpg\",\"keywords\":[\"Deutsche Rechte\",\"Infokrieg\",\"Lenin\",\"Mao\",\"Propaganda\",\"Strategie und Taktik\",\"Sun Tsu\"],\"articleSection\":[\"Philosophie &amp; Theorie\"],\"inLanguage\":\"en-US\"},{\"@type\":\"WebPage\",\"@id\":\"https:\/\/gegenstrom.org\/provokation-als-taktik-in-der-asymmetrischen-kriegsfuehrung\/\",\"url\":\"https:\/\/gegenstrom.org\/provokation-als-taktik-in-der-asymmetrischen-kriegsfuehrung\/\",\"name\":\"Provokation als Taktik in der asymmetrischen Kriegsf\u00fchrung - Gegenstrom\",\"isPartOf\":{\"@id\":\"https:\/\/gegenstrom.org\/#website\"},\"primaryImageOfPage\":{\"@id\":\"https:\/\/gegenstrom.org\/provokation-als-taktik-in-der-asymmetrischen-kriegsfuehrung\/#primaryimage\"},\"image\":{\"@id\":\"https:\/\/gegenstrom.org\/provokation-als-taktik-in-der-asymmetrischen-kriegsfuehrung\/#primaryimage\"},\"thumbnailUrl\":\"https:\/\/gegenstrom.org\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/Grafik_Werk-Kodex-Asymmetrische-Kriegsf\u00fchrung.jpg\",\"datePublished\":\"2018-12-18T08:48:43+00:00\",\"dateModified\":\"2020-02-04T11:34:17+00:00\",\"breadcrumb\":{\"@id\":\"https:\/\/gegenstrom.org\/provokation-als-taktik-in-der-asymmetrischen-kriegsfuehrung\/#breadcrumb\"},\"inLanguage\":\"en-US\",\"potentialAction\":[{\"@type\":\"ReadAction\",\"target\":[\"https:\/\/gegenstrom.org\/provokation-als-taktik-in-der-asymmetrischen-kriegsfuehrung\/\"]}]},{\"@type\":\"ImageObject\",\"inLanguage\":\"en-US\",\"@id\":\"https:\/\/gegenstrom.org\/provokation-als-taktik-in-der-asymmetrischen-kriegsfuehrung\/#primaryimage\",\"url\":\"https:\/\/gegenstrom.org\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/Grafik_Werk-Kodex-Asymmetrische-Kriegsf\u00fchrung.jpg\",\"contentUrl\":\"https:\/\/gegenstrom.org\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/Grafik_Werk-Kodex-Asymmetrische-Kriegsf\u00fchrung.jpg\",\"width\":1313,\"height\":929},{\"@type\":\"BreadcrumbList\",\"@id\":\"https:\/\/gegenstrom.org\/provokation-als-taktik-in-der-asymmetrischen-kriegsfuehrung\/#breadcrumb\",\"itemListElement\":[{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":1,\"name\":\"Startseite\",\"item\":\"https:\/\/gegenstrom.org\/\"},{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":2,\"name\":\"Provokation als Taktik in der asymmetrischen Kriegsf\u00fchrung\"}]},{\"@type\":\"WebSite\",\"@id\":\"https:\/\/gegenstrom.org\/#website\",\"url\":\"https:\/\/gegenstrom.org\/\",\"name\":\"Gegenstrom\",\"description\":\"Plattform f\u00fcr rechte Metapolitik\",\"publisher\":{\"@id\":\"https:\/\/gegenstrom.org\/#organization\"},\"potentialAction\":[{\"@type\":\"SearchAction\",\"target\":{\"@type\":\"EntryPoint\",\"urlTemplate\":\"https:\/\/gegenstrom.org\/?s={search_term_string}\"},\"query-input\":{\"@type\":\"PropertyValueSpecification\",\"valueRequired\":true,\"valueName\":\"search_term_string\"}}],\"inLanguage\":\"en-US\"},{\"@type\":\"Organization\",\"@id\":\"https:\/\/gegenstrom.org\/#organization\",\"name\":\"Metapol Verlag & Medien\",\"url\":\"https:\/\/gegenstrom.org\/\",\"logo\":{\"@type\":\"ImageObject\",\"inLanguage\":\"en-US\",\"@id\":\"https:\/\/gegenstrom.org\/#\/schema\/logo\/image\/\",\"url\":\"https:\/\/gegenstrom.org\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/WMB_Senkrecht_Farbe_M-e1574681161133.png\",\"contentUrl\":\"https:\/\/gegenstrom.org\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/WMB_Senkrecht_Farbe_M-e1574681161133.png\",\"width\":300,\"height\":219,\"caption\":\"Metapol Verlag & Medien\"},\"image\":{\"@id\":\"https:\/\/gegenstrom.org\/#\/schema\/logo\/image\/\"},\"sameAs\":[\"https:\/\/de-de.facebook.com\/rechteMetapolitik\/\",\"https:\/\/www.youtube.com\/channel\/UCvQizs-yQ8YapMiyuD6wDrw\"]},{\"@type\":\"Person\",\"@id\":\"https:\/\/gegenstrom.org\/#\/schema\/person\/40de2267a7d15eb30009c962eca594a1\",\"name\":\"Peter Steinborn\",\"url\":\"https:\/\/gegenstrom.org\/en\/author\/peter-steinborn\/\"}]}<\/script>\n<!-- \/ Yoast SEO plugin. -->","yoast_head_json":{"title":"Provokation als Taktik in der asymmetrischen Kriegsf\u00fchrung - Gegenstrom","robots":{"index":"index","follow":"follow","max-snippet":"max-snippet:-1","max-image-preview":"max-image-preview:large","max-video-preview":"max-video-preview:-1"},"canonical":"https:\/\/gegenstrom.org\/en\/provokation-als-taktik-in-der-asymmetrischen-kriegsfuehrung\/","og_locale":"en_US","og_type":"article","og_title":"Provokation als Taktik in der asymmetrischen Kriegsf\u00fchrung - Gegenstrom","og_description":"Der nachfolgende Aufsatz wurde von unserem Autor Peter Steinborn verfasst. Steinborn erweist sich hier einmal wieder als Kenner der milit\u00e4rischen Strategie &amp; Taktik, dessen Studium er jedem Rechten ans Herz legt. Der Text wurde zuerst in Werk Kodex \/ Nr.1 &#8211; Das Magazin f\u00fcr deutsche Metapolitik und Kultur ver\u00f6ffentlicht und ist hier erh\u00e4ltlich. Ziel des [&hellip;]","og_url":"https:\/\/gegenstrom.org\/en\/provokation-als-taktik-in-der-asymmetrischen-kriegsfuehrung\/","og_site_name":"Gegenstrom","article_publisher":"https:\/\/de-de.facebook.com\/rechteMetapolitik\/","article_published_time":"2018-12-18T08:48:43+00:00","article_modified_time":"2020-02-04T11:34:17+00:00","og_image":[{"width":1313,"height":929,"url":"https:\/\/gegenstrom.org\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/Grafik_Werk-Kodex-Asymmetrische-Kriegsf\u00fchrung.jpg","type":"image\/jpeg"}],"author":"Peter Steinborn","twitter_card":"summary_large_image","twitter_misc":{"Written by":"Peter Steinborn","Est. reading time":"24 minutes"},"schema":{"@context":"https:\/\/schema.org","@graph":[{"@type":"Article","@id":"https:\/\/gegenstrom.org\/provokation-als-taktik-in-der-asymmetrischen-kriegsfuehrung\/#article","isPartOf":{"@id":"https:\/\/gegenstrom.org\/provokation-als-taktik-in-der-asymmetrischen-kriegsfuehrung\/"},"author":{"name":"Peter Steinborn","@id":"https:\/\/gegenstrom.org\/#\/schema\/person\/40de2267a7d15eb30009c962eca594a1"},"headline":"Provokation als Taktik in der asymmetrischen Kriegsf\u00fchrung","datePublished":"2018-12-18T08:48:43+00:00","dateModified":"2020-02-04T11:34:17+00:00","mainEntityOfPage":{"@id":"https:\/\/gegenstrom.org\/provokation-als-taktik-in-der-asymmetrischen-kriegsfuehrung\/"},"wordCount":4764,"commentCount":0,"publisher":{"@id":"https:\/\/gegenstrom.org\/#organization"},"image":{"@id":"https:\/\/gegenstrom.org\/provokation-als-taktik-in-der-asymmetrischen-kriegsfuehrung\/#primaryimage"},"thumbnailUrl":"https:\/\/gegenstrom.org\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/Grafik_Werk-Kodex-Asymmetrische-Kriegsf\u00fchrung.jpg","keywords":["Deutsche Rechte","Infokrieg","Lenin","Mao","Propaganda","Strategie und Taktik","Sun Tsu"],"articleSection":["Philosophie &amp; Theorie"],"inLanguage":"en-US"},{"@type":"WebPage","@id":"https:\/\/gegenstrom.org\/provokation-als-taktik-in-der-asymmetrischen-kriegsfuehrung\/","url":"https:\/\/gegenstrom.org\/provokation-als-taktik-in-der-asymmetrischen-kriegsfuehrung\/","name":"Provokation als Taktik in der asymmetrischen Kriegsf\u00fchrung - Gegenstrom","isPartOf":{"@id":"https:\/\/gegenstrom.org\/#website"},"primaryImageOfPage":{"@id":"https:\/\/gegenstrom.org\/provokation-als-taktik-in-der-asymmetrischen-kriegsfuehrung\/#primaryimage"},"image":{"@id":"https:\/\/gegenstrom.org\/provokation-als-taktik-in-der-asymmetrischen-kriegsfuehrung\/#primaryimage"},"thumbnailUrl":"https:\/\/gegenstrom.org\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/Grafik_Werk-Kodex-Asymmetrische-Kriegsf\u00fchrung.jpg","datePublished":"2018-12-18T08:48:43+00:00","dateModified":"2020-02-04T11:34:17+00:00","breadcrumb":{"@id":"https:\/\/gegenstrom.org\/provokation-als-taktik-in-der-asymmetrischen-kriegsfuehrung\/#breadcrumb"},"inLanguage":"en-US","potentialAction":[{"@type":"ReadAction","target":["https:\/\/gegenstrom.org\/provokation-als-taktik-in-der-asymmetrischen-kriegsfuehrung\/"]}]},{"@type":"ImageObject","inLanguage":"en-US","@id":"https:\/\/gegenstrom.org\/provokation-als-taktik-in-der-asymmetrischen-kriegsfuehrung\/#primaryimage","url":"https:\/\/gegenstrom.org\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/Grafik_Werk-Kodex-Asymmetrische-Kriegsf\u00fchrung.jpg","contentUrl":"https:\/\/gegenstrom.org\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/Grafik_Werk-Kodex-Asymmetrische-Kriegsf\u00fchrung.jpg","width":1313,"height":929},{"@type":"BreadcrumbList","@id":"https:\/\/gegenstrom.org\/provokation-als-taktik-in-der-asymmetrischen-kriegsfuehrung\/#breadcrumb","itemListElement":[{"@type":"ListItem","position":1,"name":"Startseite","item":"https:\/\/gegenstrom.org\/"},{"@type":"ListItem","position":2,"name":"Provokation als Taktik in der asymmetrischen Kriegsf\u00fchrung"}]},{"@type":"WebSite","@id":"https:\/\/gegenstrom.org\/#website","url":"https:\/\/gegenstrom.org\/","name":"Gegenstrom","description":"Plattform f\u00fcr rechte Metapolitik","publisher":{"@id":"https:\/\/gegenstrom.org\/#organization"},"potentialAction":[{"@type":"SearchAction","target":{"@type":"EntryPoint","urlTemplate":"https:\/\/gegenstrom.org\/?s={search_term_string}"},"query-input":{"@type":"PropertyValueSpecification","valueRequired":true,"valueName":"search_term_string"}}],"inLanguage":"en-US"},{"@type":"Organization","@id":"https:\/\/gegenstrom.org\/#organization","name":"Metapol Verlag & Medien","url":"https:\/\/gegenstrom.org\/","logo":{"@type":"ImageObject","inLanguage":"en-US","@id":"https:\/\/gegenstrom.org\/#\/schema\/logo\/image\/","url":"https:\/\/gegenstrom.org\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/WMB_Senkrecht_Farbe_M-e1574681161133.png","contentUrl":"https:\/\/gegenstrom.org\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/WMB_Senkrecht_Farbe_M-e1574681161133.png","width":300,"height":219,"caption":"Metapol Verlag & Medien"},"image":{"@id":"https:\/\/gegenstrom.org\/#\/schema\/logo\/image\/"},"sameAs":["https:\/\/de-de.facebook.com\/rechteMetapolitik\/","https:\/\/www.youtube.com\/channel\/UCvQizs-yQ8YapMiyuD6wDrw"]},{"@type":"Person","@id":"https:\/\/gegenstrom.org\/#\/schema\/person\/40de2267a7d15eb30009c962eca594a1","name":"Peter Steinborn","url":"https:\/\/gegenstrom.org\/en\/author\/peter-steinborn\/"}]}},"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/gegenstrom.org\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/Grafik_Werk-Kodex-Asymmetrische-Kriegsf\u00fchrung.jpg","jetpack_sharing_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/gegenstrom.org\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1437","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/gegenstrom.org\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/gegenstrom.org\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/gegenstrom.org\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/22"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/gegenstrom.org\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1437"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/gegenstrom.org\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1437\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/gegenstrom.org\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1438"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/gegenstrom.org\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1437"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/gegenstrom.org\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1437"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/gegenstrom.org\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1437"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}