{"id":11379,"date":"2026-06-12T07:14:25","date_gmt":"2026-06-12T05:14:25","guid":{"rendered":"https:\/\/gegenstrom.org\/?p=11379"},"modified":"2026-06-12T07:15:22","modified_gmt":"2026-06-12T05:15:22","slug":"von-der-verschwoerung-zum-fluch-ein-interview-mit-laurent-guyenot","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gegenstrom.org\/en\/von-der-verschwoerung-zum-fluch-ein-interview-mit-laurent-guyenot\/","title":{"rendered":"Von der Verschw\u00f6rung zum Fluch: Ein Interview mit Laurent Guy\u00e9not"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><em>Das folgende Interview wurde von Alexander Markovics gef\u00fchrt. Es wurde zuerst bei <a href=\"https:\/\/www.arktosjournal.com\/p\/from-conspiracy-to-curse-an-interview?img=https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F2f060407-ebd2-4677-a207-caf4ebbf48cc_1200x859.jpeg&amp;open=false\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Arktos<\/a> ver\u00f6ffentlicht und wird nun in deutscher Sprache hier zur Verf\u00fcgung gestellt. Die Redaktion<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Sehr geehrter Herr Guy\u00e9not! <\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Das Buch \u201cThe Papal Curse\u201d stellt ihr erstes Werk dar, welches von Arktos auf Englisch ver\u00f6ffentlicht wurde. Sie sind ein bekannter Historiker mit einem PhD in Mittelalterstudien und einem Master in Bibelstudien. Davor hatten Sie bereits mehrere B\u00fccher auf Englisch und Franz\u00f6sisch \u00fcber Geopolitik, europ\u00e4ische Geschichte, den Nahen Osten, aber auch \u00fcber die amerikanische Hegemonie ver\u00f6ffentlicht, wie zum Beispiel \u201c<em>The Unspoken Kennedy Truth\u201d (Die unausgesprochene Wahrheit \u00fcber Kennedy)<\/em>\u00a0und\u00a0\u201c<em>From Yahweh to Zion: Jealous God, Chosen People, Promised Land<\/em>.\u201d (Von Yahweh bis Zion. Eifers\u00fcchtiger Gott, auserw\u00e4hltes Volk, versprochenes Land). Bitte stellen Sie sich insbesondere unseren deutschen Lesern vor, die bis jetzt noch keine B\u00fccher von Ihnen gelesen haben und erz\u00e4hlen Sie uns, was Sie dazu motiviert hat \u00fcber diesen \u201eFluch des Papstes\u201c zu schreiben und welchen Platz dieses Werk in Ihrem Gesamtwerk einnimmt!<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Weg, der mich dazu gef\u00fchrt hat, dieses Buch zu schreiben stellt eine lange und verworrene Stra\u00dfe dar. Im Jahr 2008 schloss ich meinen PhD der Mittelalterstudien ab f\u00fcr den ich einige Jahre lang gearbeitet hatte und es verlangte mir weitere Jahre ab, um diese Arbeit in zwei B\u00fccher zu verwandeln, eines \u00fcber das \u00dcbernat\u00fcrliche in der mittelalterlichen Dichtung und ein anderes \u00fcber die Gralsliteratur. Doch im Jahr 2011 \u00e4nderte ich meinen Fokus komplett und richtete ihn auf die Zeitgeschichte, nachdem ich herausgefunden hatte, dass die offizielle Erz\u00e4hlung zum 11. September ein Schwindel war. Ich fuhr mit der Forschung auf diesem Gebiet fort, dass man \u201cVerschw\u00f6rungsgeschichte\u201d der Vereinigten Staaten nennen k\u00f6nnte, wobei ich mich auf zwei schwere Verbrechen konzentrierte, die ungel\u00f6st blieben: Das Kennedy-Attentat und die Angriffe vom 11. September. Diese Forschungsarbeit f\u00fchrte mich zum Schluss, dass beide Verbrechen von israelischen Agenten zum Vorteil von Israel orchestriert worden waren (diese Argumente kann man in meinen B\u00fcchern <em>The Unspoken Kennedy Truth <\/em>und<em> The 9-11 Triple Cross <\/em>finden).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dies wiederum f\u00fchrte mich dazu, die eigentliche Natur Israels zu hinterfragen und zu erforschen. Meine eigentliche Schlussfolgerung dabei war, dass das Kriminalprofil Israels das Ergebnis des hebr\u00e4ischen Tanach ist, den zionistische Juden bis zum heutigen Tage als die Grundlage ihres nationalen Narrativs betrachten. Dieses Argument f\u00fchrte ich in zwei B\u00fcchern weiter aus: <em>From Yahweh to Zion <\/em>und <em>\u201cOur God is Your God Too, But He Has Chosen Us\u201d.<\/em> Dies ist mein Beitrag zu dem, was man fr\u00fcher die \u201cJudenfrage\u201d nannte und sich nun in die \u201cIsraelfrage\u201d verwandelt hat.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Doch im Verlauf dieser Nachforschungen konnte ich nicht anders als zu bemerken, dass die Frage eine Kehrseite hat: Die Christenfrage. Man k\u00f6nnte sie folgenderma\u00dfen formulieren: Wie hat das Christentum nichtj\u00fcdische Nationen gegen\u00fcber der j\u00fcdischen Macht verwundbar gemacht? Es scheint offensichtlich, dass die christliche Heiligsprechung des antiken Israels eine Schl\u00fcsselrolle in der Erschaffung des modernen Israels gespielt hat und allgemeiner gesprochen, hat das Alte Testament als trojanisches Pferd der j\u00fcdischen Macht fungiert. Indem sie es als das Wort Gottes angenommen haben (im Gegensatz zur einfachen Betrachtung als Buch der Juden) haben die Christen Tribut gezahlt gegen\u00fcber Israel als auserw\u00e4hltem Volk in Gottes Vorhersehung mit einem ewigen Schicksal.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Darin bestand meine eigentliche Motivation zur\u00fcck zum Mittelalter zu gehen, mit einem Fokus auf die Entwicklung der Kirche als politischer Institution und als einer Form der Soft Power. So wie viele andere Aspekte des Mittelalters wird dieses Feld gerade von den Historikern der Gegenwart aufs Neue untersucht und ich war mit der Forschung auf diesem Gebiet Jahre lang besch\u00e4ftigt, bevor ich eine koh\u00e4rente Perspektive formen konnte, die es in meinen Augen wert war als Buch ver\u00f6ffentlicht zu werden. Wie ich vermutete, bestand eine der Schlussfolgerungen meiner Arbeit darin, dass die politische Geschichte Europas viel st\u00e4rker vom Gott des Alten Testaments angetrieben ist als vom Geist Christi.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Im ersten Kapitel Ihres Buches konzentrieren Sie sich auf den Sonderweg der Westkirche, beginnend mit den Gregorianischen Reformen, welche Sie als Staatsstreich der M\u00f6nche innerhalb der Kirche beschreiben und von der wachsenden Entfremdung zwischen der Westkirche und der Orthodoxie. Worin bestehen die doktrin\u00e4ren Unterschiede zwischen der Orthodoxen Kirche und der Westkirche? Warum hat der westliche Katholizismus die Moderne, den Individualismus hervorbrachte (einige Autoren behaupten sogar, dass er auch den Kapitalismus \u00fcber die Kl\u00f6ster ins Leben rief, welches ich nur auf die wirtschaftliche Produktion konzentrierten, sowie den Protestantismus), wohingegen die Orthodoxie dies nicht tat? Und warum steckte der Westen so viel Energie in die F\u00e4lschung der Geschichte des wahren R\u00f6mischen Reiches (welches im Westen Byzantinisches Reich genannt wird) hinein, sodass sie sogar von der Notwendigkeit eines historischen Revisionismus zugunsten von Byzanz sprechen?<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es gibt keinen bedeutenden Unterschied zwischen der Orthodoxie und dem Katholizismus, was die Doktrin anbelangt. Jedoch gibt es grundlegende Unterschiede darin, wie diese Doktrin verwendet wird. Bevor wir jedoch \u00fcber diese Unterschiede nachdenken, m\u00fcssen wir uns in Erinnerung rufen, dass die R\u00f6mische Kirche als separate Entit\u00e4t das Ergebnis einer Reihe von Schismen ist, die im 8. Jahrhundert begannen und in den gregorianischen Reformen des 11. Jahrhunderts gipfelten. Von da an nahmen die R\u00f6mische Kirche und die Lateinische Kirche einen wirklich anderen Charakter an, der sich von der urspr\u00fcnglichen \u00f6stlichen Tradition unterschied.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es wird oft gesagt, dass das lateinische Christentum ein gr\u00f6\u00dferes Schwergewicht auf das Dogma und den Glauben legt, wohingegen die Orthodoxie einen allgemeineren Zugang zum Glauben und zur Erl\u00f6sung zul\u00e4sst. Folgerichtig gab es in der Geschichte der Orthodoxie kein Ereignis, dass sich mit der Verfolgung von H\u00e4retikern im Westen vergleichen l\u00e4sst. Eben weil Byzanz seine Rolle als W\u00e4chter der hellenischen und hellenistischen Kultur niemals abgelegt hat, hat sich die Orthodoxie auch eine friedlichere Beziehung zur Philosophie erhalten und einen stark platonischen Beigeschmack bewahrt, wohingegen der Katholizismus sich dem quasi-Materialismus des Aristotelismus zugewandt hatte. Von einer platonischen Warte aus gesehen sind Symbole und Kunst Kr\u00e4fte, die gro\u00dfen Einfluss auf die menschliche Seele haben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Abgesehen davon sehe ich zwei gro\u00dfe strukturelle Unterschiede, die oftmals von orthodoxen Denkern betont wurden, egal ob sie Griechen oder Russen waren. Der erste Unterschied besteht darin, dass die p\u00e4pstlichen Reformer des 11. Jahrhunderts den Priestern das Z\u00f6libat aufzwangen, weil sie M\u00f6nche waren. Diese Ma\u00dfnahme schuf eine ontologische Trennung zwischen den M\u00e4nnern der Kirche und den Laien und ver\u00e4nderte die Bedeutung der \u201eKirche\u201c radikal. Oder um es mit dem russischen Theologen Aleksey Khomiakov, zu sagen: Als Ergebnis der Gregorianischen Reformen \u201cwar der Christ nicht l\u00e4nger eines der Mitglieder Kirche, sondern ihr Subjekt.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der zweite bedeutende Unterschied, der sich vom ersten ableitet, besteht darin, dass die R\u00f6mische Kirche damit begann sich als \u00fcberlegene politische Macht durchzusetzen, bis hin zu dem Punkt, dass sie mehrere K\u00f6nige zu Vasallen machte und von ihnen Tribut verlangte. Dies stellte ein Abweichen von der orthodoxen Tradition der <em>Symphonie<\/em> zwischen Reich und Kirche dar und genau das meinte Dostojewsky, als er schrieb, dass der R\u00f6mische Katholizismus der Versuchung des Teufels nachgab und die K\u00f6nigreiche dieser Welt begehrte (Matth\u00e4us 4)<a href=\"#_ftn1\" name=\"_ftnref1\"><sup>[1]<\/sup><\/a>.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Diese beiden Formen des Verrats der urspr\u00fcnglichen Tradition wurden zwar ebenfalls von den protestantischen Reformatoren verurteilt, aber nat\u00fcrlich entfernten sich die Protestanten auf andere Weise noch weiter von der \u00f6stlichen Tradition.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>In ihrem Buch schreiben sie \u00fcber den \u201cKreuzzugsgeist\u201d, der vom r\u00f6mischen Papst beschworen wurde und wie dieser den modernen Westen bis hin zum Menschenrechtsimperialismus der (Post-)Moderne beeinflusste. Was waren die zentralen \u00dcberzeugungen, die zu den Kreuzz\u00fcgen f\u00fchrten, was hielt diese am Leben und warum glauben Sie, dass diese Feldz\u00fcge der Entwicklung der Europ\u00e4ischen Zivilisation abtr\u00e4glich waren? Und am wichtigsten: Kann diese Kreuzzugsmentalit\u00e4t auch dazu verwendet werden, um den gegenw\u00e4rtigen US-israelischen Krieg gegen den Iran und die evangelikale\/\u201cchristlich\u201c-zionistische Unterst\u00fctzung f\u00fcr Israel zu erkl\u00e4ren?<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Kreuzz\u00fcge sind die Kriege der P\u00e4pste und als solche eine Manifestation der politischen Ambition des Papsttums. Sie sind in der Orthodoxie undenkbar. Durch die Kreuzz\u00fcge mobilisierte der Papst die Kriegerkaste Frankreichs, Deutschlands, Englands und anderer K\u00f6nigreiche f\u00fcr Kriege, die er aussuchte. Im Austausch daf\u00fcr versprach die Kirche jedem eine Eintrittskarte in den Himmel, der in diesem Heiligen Krieg t\u00f6tete oder get\u00f6tet wurde. Es stellt keine \u00dcbertreibung dar zu sagen, dass die Kreuzz\u00fcge zu einer neuen Religion wurden, einem neuen Weg der Erl\u00f6sung, begleitet von seiner eigenen Mythologie, Ikonographie und Ritualen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Kreuzz\u00fcge stellen auch eine Manifestation des alttestamentarischen Geistes dar, welcher von der R\u00f6mischen Kirche Besitz ergriff. Die Historiker der Gegenwart betonen den enormen Einfluss der Kreuzz\u00fcge auf die Vorstellung und den Charakter des europ\u00e4ischen Christentums. Durch die unvorhergesehene Anzahl an Erz\u00e4hlungen, die er hervorbrachte, wurde der Erste Kreuzzug f\u00fcr die Westler das, was der Trojanische Krieg f\u00fcr die alten Griechen gewesen ist, wie Oswald Spengler anmerkte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Kreuzzugsideologie wurde nicht nur sp\u00e4ter zu einem Kernelement des Kolonialismus, sondern sie bestimmte auch die Art und Weise wie der Westen die Welt und seine Rolle in ihr betrachtet. Es ist offensichtlich, dass die Kreuzzugsidee die Welt durch Krieg retten zu k\u00f6nnen tief in das Denken der amerikanischen Falken jedes Alters eingeschrieben ist. Denken Sie nur daran, dass der gegenw\u00e4rtige \u201cSecretary of War\u201d (Kriegsminister der USA Pete Hegseth, Anmerkung AM) der Autor eines Buches mit dem Titel <em>American Crusade <\/em>ist<em>. <\/em>Nat\u00fcrlich funktioniert die Kreuzzugsidee besonders gut als Propaganda in Kriegen gegen jegliche muslimischen Nationen, wie etwa im Falle des Iraks und des Irans.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ein weiterer anhaltender Effekt der Kreuzz\u00fcge besteht in Europas Besessenheit mit Jerusalem. Die P\u00e4pste \u00fcberzeugten die europ\u00e4ische Elite, dass die Wiege ihrer Zivilisation eine Stadt am \u00f6stlichen Ende des Mittelmeeres war, und forderten sie dazu auf, um sie zu k\u00e4mpfen, als ob die Erl\u00f6sung ihrer Zivilisation (zus\u00e4tzlich zu ihrer eigenen individuellen Errettung) davon abh\u00e4ngen w\u00fcrde. Man kann sich kein anderes Projekt vorstellen, dass dem organischen Wachstum und den Interessen Europas mehr zuwiderlaufen w\u00fcrde.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Diese Obsession mit Jerusalem spielte eine zentrale Rolle bei der europ\u00e4ischen Involvierung in die Geschicke des Nahen Ostens bis zum heutigen Tage. Im Jahre 1917 betrat der britische General Edmund Allenby die Stadt in einer feierlichen Prozession und verk\u00fcndete \u201eDas Ende der Kreuzz\u00fcge.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es ist wahrscheinlich, dass die Unterst\u00fctzung der christlichen Zionisten f\u00fcr Israel und ihr Enthusiasmus f\u00fcr das Abschlachten von Muslimen von diesem Kreuzzugsnarrativ beeinflusst wird. Doch allgemeiner gesprochen wie bereits zuvor gesagt denke ich, dass die zentrale Bedeutung des antiken Israels in der christlichen Weltsicht den Schl\u00fcsselfaktor darstellt. Als die westlichen Nationen miteinander \u00fcbereinstimmten und bei der Wiedergeburt Israels zusammenarbeiteten, geschah dies nicht nur wegen der Schuld f\u00fcr den Holokaust: dies alles geschah auch unter dem Einfluss religi\u00f6ser Vorstellungen. Dabei handelte es sich gewisserma\u00dfen um die Erf\u00fcllung der prophetischen Vision eines neuen Jerusalems, welches vom Himmel hinabsteigt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Kommen wir nun zur Frage nach der Religion: Sie diskutieren in Ihrem Buch das chinesische Beispiel des Konfuzianismus als Weisheitstradition anstatt einer Religion. F\u00fcr Europa schlagen Sie die \u00dcbernahme der stoizistischen Philosophie als Weisheitstradition analog zu China vor. Wurden Sie von Denkern der Nouvelle Droite (der Neuen Rechten aus Frankreich) \/dem nationalrevolution\u00e4ren Denken und insbesondere Dominique Venners und seinem <em>Samurai aus Europa<\/em> in dieser Hinsicht beeinflusst? Bitte f\u00fchren Sie Ihre Gedanken zu diesem Thema weiter aus!<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es ist nicht immer leicht herauszufinden, welche Lekt\u00fcre in der Vergangenheit das eigene Denken der Gegenwart beeinflusst hat. Manchmal denken Sie, dass Sie eine eigene, originelle Idee oder einen Einfall haben ohne zu begreifen, dass eine l\u00e4ngst vergessene Lekt\u00fcre vor langer Zeit den Samen daf\u00fcr gesetzt hatte. Es k\u00f6nnte also sein, dass ich von einigen Autoren der Neuen Rechten beeinflusst wurde, auch wenn ich diese intellektuelle Bewegung nicht sehr gut kenne. Ich hatte vor langer Zeit einige B\u00fccher von Alain de Benoist gelesen, der ein ber\u00fchmter Intellektueller in Frankreich ist und gelegentlich habe ich sein Magazin <em>\u00c9l\u00e9ments<\/em> studiert. Ich habe auch Guillaume Faye\u2019s Buch <em>Archeofuturisme<\/em> gelesen und gesch\u00e4tzt. Doch ich habe Dominique Venners Buch <em>Samurai aus Europa<\/em> nicht gekannt. Ich habe gerade damit begonnen Ihr Buch <em>The Rise of the New Right <\/em>zu lesen, um besser mit dieser Tradition vertraut zu werden mit der ich bei mehreren Themen \u00fcbereinstimme, insbesondere bei der h\u00f6chsten Wichtigkeit von Europa als einer Zivilisation im Gegensatz zu den engstirnigen chauvinistischen Nationalismen, die dazu beitragen alte Konflikte zwischen Nachbarn zu befeuern und Europa in einen gescheiterten Zivilisationsstaat zu verwandeln.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Als ich begriff, dass die politischen Zielsetzungen des Papsttums der gr\u00f6\u00dfte Faktor im Scheitern Europas seine politische Einheit unter einem Germanisch-r\u00f6mischen Reich zu errichten war (das war wie eine Epiphanie f\u00fcr mich) wurde ich pl\u00f6tzlich zu einem gl\u00fchenden Europ\u00e4er. Aus diesem Grund bin ich sehr gl\u00fccklich \u00fcber das Vorwort von Alain de Benoist zu meinem Buch. Dies und die Tatsache, dass es von Artkos ver\u00f6ffentlicht wurde sind f\u00fcr mich Zeichen daf\u00fcr, dass ich in eine Familie aufgenommen wurde \u2013 auch wenn ich mir sehr wohl bewusst bin, dass meine tiefe Feindschaft gegen die psychopathische Nation von vielen als ein Mangel an Manieren angesehen werden wird.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Was mein Interesse f\u00fcr den Stoizismus anbelangt, so wurde dies aus meiner j\u00fcngsten Lekt\u00fcre der griechisch-r\u00f6mischen Philosophien heraus geboren. Der Stoizismus ist eine Weisheitstradition, die meine spirituellen Bed\u00fcrfnisse erf\u00fcllt. Er verf\u00fcgt \u00fcber ein kosmisches, nicht-anthropomorphisches Konzept des G\u00f6ttlichen und einer ethischen Lehre die auf einer holistischen Sicht der menschlichen Gemeinschaft gr\u00fcndet. Ich kann nicht anders als mich zu fragen, wie die Welt sich ver\u00e4ndert h\u00e4tte, wenn Konstantin anstatt zum Christentum zu konvertieren, den Stoizismus zur offiziellen Religion des Reiches erkl\u00e4rt h\u00e4tte, so wie es fast unter Marcus Aurelius passiert w\u00e4re.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es ist m\u00f6glich dar\u00fcber zu spekulieren, da der Stoizismus mit dem Konfuzianismus vergleichbar ist. China brauchte niemals eine Staats-\u201cReligion\u201d, die angeblich auf einer direkten Offenbarung Gottes gr\u00fcndet. China errichtete seinen Zivilisationsstaat auf dem Konfuzianismus, der den Grundlehrgang jedes Staatsdieners bildete, wobei es die Menschen jeden Kult und alle Rituale praktizieren lie\u00df, die sie wollten (und dabei eigentlich die Ahnenverehrung f\u00f6rderte). Ebenso wie Alain de Benoist, der als der Celsus der Gegenwart beschrieben wurde, tendiere ich dazu das Christentum als die gr\u00f6\u00dfte Katastrophe zu betrachten, die den Europ\u00e4ern passiert ist. Aus diesem Grund denke ich, dass wir so viel von China zu lernen haben.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Vielen Dank f\u00fcr das Interview!<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#_ftnref1\" name=\"_ftn1\"><sup>[1]<\/sup><\/a> Darauf nahm ihn der Teufel mit sich in die Heilige Stadt, stellte ihn oben auf den Tempel\u00a0<sub>6<\/sub>und sagte zu ihm: Wenn du Gottes Sohn bist, so st\u00fcrz dich hinab; denn es hei\u00dft in der Schrift:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Seinen Engeln befiehlt er um deinetwillen, \/ und: Sie werden dich auf ihren H\u00e4nden tragen, \/ damit dein Fu\u00df nicht an einen Stein st\u00f6\u00dft.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><sub>7<\/sub>Jesus antwortete ihm: In der Schrift hei\u00dft es auch:\u00a0<em>Du sollst den Herrn, deinen Gott, nicht auf die Probe stellen.<\/em>\u00a0<sub>8<\/sub>Wieder nahm ihn der Teufel mit sich und f\u00fchrte ihn auf einen sehr hohen Berg; er zeigte ihm alle Reiche der Welt mit ihrer Pracht\u00a0<sub>9<\/sub>und sagte zu ihm: Das alles will ich dir geben, wenn du dich vor mir niederwirfst und mich anbetest.\u00a0<sub>10<\/sub>Da sagte Jesus zu ihm: Weg mit dir, Satan! Denn in der Schrift steht:\u00a0<em>Den Herrn, deinen Gott, sollst du anbeten und ihm allein dienen.<\/em>\u00a0<sub>11<\/sub>Darauf lie\u00df der Teufel von ihm ab und siehe, es kamen Engel und dienten ihm.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"https:\/\/www.die-bibel.de\/bibel\/EUE\/MAT.4\">Matth\u00e4us 4 &#8211; Einheits\u00fcbersetzung &#8211; die-bibel.de<\/a> <a href=\"http:\/\/www.die-bibel.de\/bibel\/EUE\/MAT.4\">www.die-bibel.de\/bibel\/EUE\/MAT.4<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das folgende Interview wurde von Alexander Markovics gef\u00fchrt. Es wurde zuerst bei Arktos ver\u00f6ffentlicht und wird nun in deutscher Sprache hier zur Verf\u00fcgung gestellt. Die Redaktion &nbsp; Sehr geehrter Herr Guy\u00e9not! Das Buch \u201cThe Papal Curse\u201d stellt ihr erstes Werk dar, welches von Arktos auf Englisch ver\u00f6ffentlicht wurde. 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