{"id":10345,"date":"2024-12-15T11:40:18","date_gmt":"2024-12-15T10:40:18","guid":{"rendered":"https:\/\/gegenstrom.org\/?p=10345"},"modified":"2024-12-15T12:37:22","modified_gmt":"2024-12-15T11:37:22","slug":"umwaelzung-ein-blick-in-die-revolutionsgeschichte","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gegenstrom.org\/en\/umwaelzung-ein-blick-in-die-revolutionsgeschichte\/","title":{"rendered":"Umw\u00e4lzung \u2013 Ein Blick in die Revolutionsgeschichte"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><em>Im folgenden Artikel beleuchtet Ernst Rahn die Revolutionsgeschichte, um zu verdeutlichen was unter einer Revolution bzw. Umw\u00e4lzung zu verstehen ist und welche Muster sich in der Vergangenheit finden. Letztlich betrachtet er die 68er Bewegung und beantwortet die Frage, ob diese eine tats\u00e4chliche Umw\u00e4lzung herbei gef\u00fchrt hat. Die Redaktion\u00a0<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In einem seiner <a href=\"https:\/\/gegenstrom.org\/wie-eine-generation-die-welt-veraendern-wollte-und-dabei-weit-kommen-konnte\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Artikel<\/a>\u00a0erl\u00e4utert Peter Backfisch seine Ansicht, die 68er Bewegung w\u00fcrde zeigen, dass die damalige junge Generation umw\u00e4lzende Systemver\u00e4nderungen hervorrufen h\u00e4tte. Nachdem <a href=\"https:\/\/gegenstrom.org\/vom-unterschied-zwischen-revolution-und-umsturz\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">MetaPol am 10.11.2024<\/a> verdeutlicht hat was unter einer solchen Umw\u00e4lzung, einer Revolution zu verstehen ist, soll es im folgenden Artikel darum gehen typische Abl\u00e4ufe und Gemeinsamkeiten vergangener Revolutionen zu beleuchten. Anhand dessen ist zu untersuchen, ob Backfischs These von der revolution\u00e4ren Wirkung der 68er Bewegung stimmt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Was ist eine Revolution?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Erg\u00e4nzend zum Artikel von MetaPol sei Eingangs nochmal auf der Begriff Revolution aufgefasst. Eine Revolution ist kurzgefasst die Umw\u00e4lzung eines bestehenden Systems. Einfach gesprochen handelt es sich dabei um die Ersetzung einer herrschenden Weltanschauung\/Ideologie durch eine andere. Wesentlich ist dabei nicht ob dies durch Gewalt oder friedliche Mittel geschieht, sondern dass sich im Zuge der revolution\u00e4ren Entwicklung die Grundideen der Staatsf\u00fchrung \u00e4ndern. I.d.R. geht dies mit der Neuausrichtung des Menschenbildes und der Werte, die im betreffenden System ma\u00dfgebend sind, einher. Daraus geht hervor, dass ein Regierungswechsel f\u00fcr eine Revolution unabdingbar ist, mit ihm aber nicht endet, sondern lediglich einen wesentlichen Schritt vollzieht. Eine tiefgreifende Revolution ist ein langwieriger Prozess, der Generationen andauern kann. Die Wahl einer bisher in Opposition wirkenden Partei zur regierungsbestimmenden Kraft bedeutet somit keine Revolution, solange daraus nur einige Reformen hervorgehen.\u00a0 Genauso wenig ist es mit dem gerne im Mund gef\u00fchrten \u201eSturm auf den Bundestag\u201c getan, wenn dahinter keine revolution\u00e4re Idee bzw. politische Theorie steht, welche sich dazu eignet auch tats\u00e4chlich Macht zu konsolidieren. Dies wird noch anhand eines treffenden historischen Beispiels betrachtet.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Revolutionen streben immer danach ein System grundlegend zu \u00e4ndern. Das geht nat\u00fcrlich nie ohne Reibung mit der alten Ordnung vonstatten. Allgemein wird im Falle einer Revolution der Versuch ein bestehendes System zu erhalten oder ein beseitigtes System wiederherzustellen als Reaktion bezeichnet. F\u00fcr die weitere Betrachtung ist dieser Begriff, wie wir sehen werden aber eher ungeeignet, da im typischen Ablauf von Revolutionen die Trennlinie zwischen Revolution\u00e4r und Reaktion\u00e4r verschwimmt. Daher m\u00fcssen wir andere Begriffe einf\u00fchren und verwenden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Den vor der Revolution herrschenden Zustand wird im Folgenden \u201ealtes Regime\u201c genannt. Diejenigen, die dieses alte Regime erhalten wollen, nennen wir die Konservativen. Es ist nebenbei bemerkt zwischen Konservativen als Erhalter eines Systemzustandes und Konservativen als Erhalter der nat\u00fcrlichen lebensnotwendigen Grundlagen zu unterscheiden, wobei auf erstere zur\u00fcckgegriffen wird. Im Zuge einer Umw\u00e4lzung treten den Konservativen die Revolution\u00e4re entgegen. Die Revolution\u00e4re teilen sich in Gem\u00e4\u00dfigte und Radikale\/Extremisten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Betrachtung erfolgreicher Revolutionen<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Historiker Crane Brinton hat auf dem Gebiet der historischen Revolutionsforschung in seinem Werk \u201eThe Anatomy of Revolution\u201c hervorragende Arbeit geleistet [1]. Hierin hat er 4 gro\u00dfe erfolgreiche Revolutionen auf Gemeinsamkeiten untersucht. Dabei handelt es sich um die Englische Revolution ab 1640, die Amerikanische Revolution, sowie die Franz\u00f6sische und die Russische von 1917. Brintons Werk wird durch zahlreiche weitere Werke untermauert und erg\u00e4nzt [2],[3],[4],[5].<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Die Vorzeichen von Revolutionen<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bei den vergangenen Revolutionen lassen sich immer wieder \u00e4hnliche oder gar gleiche Anzeichen f\u00fcr das Anbahnen gro\u00dfer Umw\u00e4lzungen feststellen. Wie bereits deutlich gemacht, ist es aber unm\u00f6glich zu sagen, dass Symptom X eine Revolution im Jahr Y ausl\u00f6sen wird.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Beim Blick auf die wirtschaftliche Situation der vier genannten L\u00e4nder vor der Revolution fallen interessante gemeine Zusammenh\u00e4nge auf. Entgegen der h\u00e4ufig getroffenen Annahme, kam es streng genommen in keinem der F\u00e4lle zum gerne angenommenen Aufstand der im Elend lebenden Massen. Im Gegenteil: Mit kriegsbedingten Einschr\u00e4nkungen f\u00fcr Russland befanden sich England, die amerikanischen Kolonien und Frankreich im wirtschaftlichen Aufstieg. I.d.R. ging es den Gesellschaften wirtschaftlich gesehen nach den Revolutionen sogar schlechter als davor.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Um es nochmal deutlich zu betonen: Ein Gro\u00dfteil der gro\u00dfen Revolutionen wuchs nicht aus allgemeiner Not. Zwar gab es durchaus Elendsgruppen innerhalb der Gesellschaften, diese spielten in der eigentlichen revolution\u00e4ren Entwicklung eher eine untergeordnete Rolle. Es ist jedoch nicht zu verkennen welche gewichtige Wirkung die Angst vor dem wirtschaftlichen Abstieg hatte und hat. Ein erreichtes Wohlstandsniveau zumindest halten zu wollen ist ein wichtiger Treiber.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Not herrschte jedoch in jedem der betrachteten F\u00e4lle in den Staatsfinanzen der alten Regimes. Frankreich vor der Revolution ist ein Paradebespiel f\u00fcr eine bl\u00fchende Wirtschaft und leere Staatskassen. Als Konsequenz bedeutete dies h\u00e4ufig das Erh\u00f6hen oder die Neueinf\u00fchrung von Steuern. Den B\u00fcrgern ging es verglichen mit anderen Schichten am besten und doch schrien Sie am lautesten nach grundlegender \u00c4nderung. Wirtschaftlich bedeutsame Gruppen waren nicht bereit immer neue Steuern und Einschr\u00e4nkungen hinzunehmen und sahen sich durch die bestehenden Zust\u00e4nde in ihrer T\u00e4tigkeit behindert. In den britischen Kolonien Nordamerikas bl\u00fchte vor dem Umbruch das Gesch\u00e4ft zahlreicher Kaufleute. Ihre Interessen sahen sie durch die britische imperiale Politik gef\u00e4hrdet. Dies f\u00fchrte letztlich dazu, dass sie sich an die Spitze der Agitation gegen die Kolonialpolitik stellten und dabei die Unzufriedenheit unter weniger Wohlhabenden sch\u00fcrten. Durch diesen Hergang werden also zwei Punkte deutlich. Erstens sahen sich gewissen Gruppen in ihrem wirtschaftlichen Fortkommen seitens des Staates behindert. Zweitens, was in Wirklichkeit nur das vermeintliche Unrecht einer Gruppe war, wurde propagandistisch zum Unrecht an jedem Mitglied der Gesellschaft stilisiert.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wesentliches Kriterium beim Entstehen der vorrevolution\u00e4ren Situation ist der Verlust des Vertrauens der Bev\u00f6lkerung in die Regierungsf\u00e4higkeit des alten Regimes. Dies r\u00fchrt daher, dass die betrachteten Regierungen in vielen Bereichen nicht mehr in der Lage waren, ihren Aufgaben gerecht zu werden. Die stetige Erh\u00f6hung bestehender und Einf\u00fchrung neuer Steuern zur Reparation des Staatshaushalts tr\u00e4gt zum Misstrauen bei. Auch der Versuch das marode Ger\u00fcst durch hastige Reformen zu stabilisieren, die h\u00e4ufig scheitern oder wieder zur\u00fcckgezogen werden, \u00fcberzeugen Beobachter zunehmend davon, dass die falschen Personen herrschen und\/oder das System erhebliche Strukturschw\u00e4chen aufweist.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Frankreich war vor der Revolution beispielsweise durch immer neue erfolglose Reformen, ein wachsendes \u00c4mterwirrwarr und v\u00f6llig undurchsichtige Zust\u00e4ndigkeiten gezeichnet. Eine am\u00fcsante, aber doch sehr bezeichnende \u00fcberlieferte Anekdote<a href=\"#_ftn1\" name=\"_ftnref1\">[1]<\/a> \u00fcber Ludwig XV. lautet wie folgt: Der K\u00f6nig sah auf einer Reise in die Provinz, dass ein Rathaus, in dem er empfangen werden sollte, ein schadhaftes Dach hatte. \u201e<em>Oh, w\u00e4re ich nur Minister<\/em>\u201c, sagte er, \u201e<em>ich lie\u00dfe das reparieren<\/em>.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Vor Revolutionen erwiesen sich die alten Regimes also zunehmend als unf\u00e4hig ihren Aufgaben gerecht zu werden und die wachen Menschen unter den Beherrschten nahmen Kenntnis davon. Daraus wuchs dann h\u00e4ufig ein gewisser Klassenneid. Der Begriff der Klasse ist hier wohlgemerkt nicht nur sozio\u00f6konomisch, sondern auch soziopolitisch und soziokulturell aufzufassen. Es entstehen Spannungen, wenn Menschen unterer Klassen und besonders auch Teile der oberen Klassen das Gef\u00fchl bekommen, trotz ihrer F\u00e4higkeiten nicht mehr aufsteigen zu k\u00f6nnen. So wird die Idee gen\u00e4hrt, dass die Oberen nicht etwa herrschen, weil sie am besten dazu geeignet seien, sondern nur weil sie die entsprechenden Privilegien genie\u00dfen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Franzose Antoine de Rivarol schrieb dazu in seinen Memoiren: \u201eWas die Nation am meisten aufbrachte, waren nicht die Steuern, nicht die \u201a<em>Lettres de cachet<\/em>\u2018 (willk\u00fcrliche Verhaftungsbefehle des K\u00f6nigs) und die anderen \u00dcbergriffe der Beh\u00f6rden; es waren auch nicht die Schikanen der \u201a<em>Intendants<\/em>\u2018 und der langsame Gang der Justiz; es war der Hochmut des Adels. Das sieht man daraus, dass die Bourgeois, die Schriftsteller, die Finanzleute, kurz, alle die den Adel beneideten, es waren, die das Kleinb\u00fcrgertum der St\u00e4dte und die Bauern auf dem Lande gegen den Adel aufhetzten.\u201c [6]<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In jeder Gesellschaft gibt es sogenannte Druckgruppen, die Druck aus\u00fcben, um ihre Interessen durchzusetzen. Das Spektrum reicht dabei von der Propagandaorganisation \u00fcber Lobbygruppen bis hin zum gezielten Terrorismus. In den Jahren und Jahrzenten vor den Revolutionen hatte sich die T\u00e4tigkeit solcher Druckgruppen zunehmend intensiviert und zielte immer deutlicher auf eine radikale \u00c4nderung der Regierung ab. Wesentliche Triebkraft solcher Druckgruppen sind die Intellektuellen.\u00a0 Damit sind Menschen h\u00f6herer Bildung gemeint, die das geistige Klima oder anders gesprochen die Metapolitik eines Landes mitpr\u00e4gen. Diese gewannen zunehmend den Eindruck von der Unf\u00e4higkeit oder gar Unrechtm\u00e4\u00dfigkeit der Regierung. Sie wendeten sich ab und organisieren in Druckgruppen Kritik und stellten klare Forderungen nach grundlegenden \u00c4nderungen. Schlie\u00dflich wurden die so organisierten Intellektuellen zu Triebfedern der revolution\u00e4ren Entwicklung.\u00a0 In Frankreich bildeten sich bspw. die Denkgesellschaften welche zun\u00e4chst \u00fcber den Aufkl\u00e4rungsgedanken philosophierten, um dann immer st\u00e4rker zur politischen Argumentation \u00fcberzugehen. Schlie\u00dflich waren diese Gesellschaften dann wesentlich an der Steuerung der Wahlen zu den Generalst\u00e4nden beteiligt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Teil der Kunst des Regierens ist in Problemsituationen das richtige Ma\u00df f\u00fcr die Anwendung von Gewalt zu kennen. Alle durch Revolutionen beseitigten Systeme haben sich als unf\u00e4hig erwiesen, Gewalt angemessen einzusetzen. H\u00e4ufig wurde zu wenig oder zu z\u00f6gerlich Gewalt angewendet, so dass Gegenorganisationen nicht niedergehalten wurden. Vielmehr wurden diese Gruppen durch das einende Element der Repression (welche nicht gen\u00fcgte die Arbeit zu verhindern oder ausreichend zu hemmen) befl\u00fcgelt. \u00a0Auf der anderen Seite schaffte willk\u00fcrliche \u00fcberzogene H\u00e4rte so manchen M\u00e4rtyrer. Das Fehlen der F\u00e4higkeit Gewalt richtig anzuwenden, macht Staaten unf\u00e4hig sich effektiv gegen Revolutionen zu wehren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Typischer Revolutionsablauf<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In den Jahren vor der Revolution nahm der Protest der Druckgruppen gegen die Regierung stetig zu. Versuche die wachsende Opposition niederzuhalten schlugen fehl, entweder weil die Revolutionsbewegung bereits zu gro\u00df\/stark geworden war oder weil die zust\u00e4ndigen ausf\u00fchrenden Organe selbst bereits vom Staat abgefallen waren. Der \u00dcbergang von der Agitation zur Tat erfolgte zumeist pl\u00f6tzlich oder flie\u00dfend. Den Revolution\u00e4ren war h\u00e4ufig nicht bewusst, \u201edass es jetzt losgeht\u201c. Oft begannen die Druckgruppen immer deutlicher Forderungen zu stellen und gingen daf\u00fcr auch bewusst immer gr\u00f6\u00dfere Risiken ein. Sie stellten die Herrscher vor Entscheidungen, indem sie die Autorit\u00e4t des Staates durch illegale Akte herausforderten. Hier bewies sich dann die Schw\u00e4che bzw. Unf\u00e4higkeit der Herrscher des alten Regimes: Sie knickten ein, sie dankten ab. Wo sich die Regierung hier und dort doch zum Widerstand mit der Waffe entschloss, kam h\u00e4ufig ein weiter Aspekt der Gewaltanwendung zum Tragen. War ein gewisses Revolutionsklima erreicht, fielen oft auch noch die Tr\u00e4ger der Staatsgewalt vom alten Regime ab. Statt das eigene Volk zu bek\u00e4mpfen, liefen Truppenteile zu den Revolution\u00e4ren \u00fcber. Auch in der Gegenwart, wo technische Mittel einen aktiven Widerstand unsinnig erscheinen lassen, muss bedacht werden das diese Mittel immer von einsatzwilligen Menschen eingesetzt werden m\u00fcssen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Gr\u00fcnde f\u00fcr diese erst langsam wachsende und sich dann pl\u00f6tzlich entladenen Vorg\u00e4nge liegen zwischen zwei Extremen. Zuerst w\u00e4re da die Idee, dass die Revolution spontan aus der Masse herausw\u00fcchse und sich durch Sie entl\u00fcde. Das wurde durch die vorhergegangenen Ausf\u00fchrungen hinreichend widerlegt. Das andere Extrem ist die generalstabsm\u00e4\u00dfige Planung und Durchf\u00fchrung der Revolution durch eine kleine Elite. Wie besonders in der russischen Revolution deutlich wurde, spielen beide Teile eine Rolle. Die Gewichtung zwischen Spontaneit\u00e4t der Masse und Planung einer Revolutionsgruppe liegt bei jeder Revolution anders. Der Sturm auf die Bastille w\u00e4re ohne Masse nicht denkbar, doch wurde diese im Vorfeld durch unterschiedliche Gruppen aufgepeitscht und zur Inszenierung genutzt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im weiteren Fortgang wurde eine neue Regierung gegr\u00fcndet und der Weg zur Umsetzung der revolution\u00e4ren Ideen schien frei. Die Revolution endet hier aber keineswegs, sie hat mit dem Regierungswechsel sogar erst richtig begonnen. Nachdem der \u201eSieg des Volkes \u00fcber die Unterdr\u00fccker\u201c gefeiert wurde, setzten nun reale Probleme ein. Die Revolution\u00e4re mussten selbst die Staatsgesch\u00e4fte ordnen und f\u00fchren, Verantwortung \u00fcbernehmen. Dabei wurde zumeist schnell klar, dass die Einigkeit der Erhebungszeit nur Schein war.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bei den betrachteten Revolutionen kam es nach der Macht\u00fcbernahme nach Brinton zu einer Doppelherrschaft. Auf der einen Seite standen die bereits genannten Gem\u00e4\u00dfigten, die h\u00e4ufig Teil der Oberklasse des alten Regimes waren. Sie sind es die haupts\u00e4chlich die Regierungsgesch\u00e4fte \u00fcbernehmen und sich mit Verfassungsfragen und Reformen besch\u00e4ftigen m\u00fcssen. Demgegen\u00fcber steht der zunehmend ungeduldige radikale Teil der Bewegung. Sie sind es die nun st\u00fcckweise den gesamten Apparat des Revolution\u00e4ren Kampfes (Agitationsorganisation, pol. Aktionsgruppen) \u00fcbernehmen. Sie blieben dadurch aktionsf\u00e4hig, w\u00e4hrend ihre Gegner mit den Altlasten des \u00fcbernommenen Staates zu tun hatten. Es wurde der Ruf nach dem Weitertreiben der Revolution und der Vorwurf laut, die Gem\u00e4\u00dfigten w\u00e4ren \u201ewie die alte Regierung\u201c. Jeder Versuch die Radikalen zu beseitigen oder zu unterdr\u00fccken scheiterte an den gesetzten Idealen oder an dessen geschickter propagandistischer Nutzung durch die Radikalen. Nach einer gewissen Agitationszeit in der die Radikalen zunehmend an R\u00fcckhalt gewannen, auch indem Sie den Glauben sch\u00fcren die Gem\u00e4\u00dfigten w\u00fcrden die Revolution verraten, kam es zum entscheidenden Kr\u00e4ftemessen. In Frankreich und Russland gewannen dabei klar die Radikalen. Ergebnis war deren Macht\u00fcbernahme und oft die massenhafte Beseitigung (Mord, Verhaftung, Exil) der Konservativen und der Gem\u00e4\u00dfigten (\u201eDie Revolution frisst ihre eigenen Kinder\u201c). Die Doppelherrschaft endete damit.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ergebnis der Machtgewinnung der Radikalen war h\u00e4ufig roher Zentralismus. Die Macht war auf wenige K\u00f6pfe konzentriert. Hier kamen nun die religi\u00f6s anmutenden Z\u00fcge der kleinen verschworenen radikalen Bewegung zum Tragen.\u00a0 Der Extremist dient der wahren Idee, sei es im Dienste Gottes, der falsch verstanden Natur oder der Geschichte. Jeder der von dieser Idee abweicht ist S\u00fcnder und muss von der Erde getilgt werden. Der Feind wird entmenschlicht. Die Steigerung des Terrors liegt h\u00e4ufig damit zusammen, dass die neuen Herrscher in k\u00fcrzester Zeit den \u201eHimmel auf Erden\u201c schaffen wollen und jegliche Reibung durch Gewalt bek\u00e4mpft wird.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mit der Zeit hat sich die neue Machtstruktur konsolidiert, der Terror ebbte ab und es kehrte verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfige Ruhe ein. Je nach nun herrschender Ideologie\/Weltanschauung wurde es teilweise sogar m\u00f6glich, dass Konservative und Gem\u00e4\u00dfigte wieder in das System zur\u00fccksickerten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Interessant ist der Fakt, dass es den Bev\u00f6lkerungen Russlands und Frankreichs beispielsweise nach der Revolution in weiten Teilen schlechter ging als vorher. Daraus ist jedoch nicht die n\u00e4chste Umw\u00e4lzung gewachsen. Dies zeigt, dass Elend allein keine Revolution hervorbringt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der eigentlich entscheidende Teil ist die letztliche Umsetzung der revolution\u00e4ren Ideologie bzw. Weltanschauung. Ab hier entscheidet im Wesentlichen die Ideologie\/Weltanschauung dar\u00fcber wie sich der weitere Ablauf gestaltet.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Hat die 68er Bewegung eine Revolution hervorgerufen?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Aus den von der Redaktion ver\u00f6ffentlichten Erl\u00e4uterungen im Text \u201e<a href=\"https:\/\/gegenstrom.org\/vom-unterschied-zwischen-revolution-und-umsturz\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Vom Unterschied zwischen Revolution und Umsturz<\/a>\u201c zur Frage was eine Revolution ist und der vorliegenden Betrachtung typischer Revolutionen, wird deutlich, dass die 68er Bewegung keine umw\u00e4lzende System\u00e4nderung im eigentlichen Sinne hervorrief. In der BRD der 68er herrschte keine vorrevolution\u00e4re Situation. Dementsprechend kam es nicht dazu, dass das alte Regime durch ein neues, mit einer anderen Ideologie ersetzt worden w\u00e4re. Es ist durchaus zu erkennen, dass Menschen, welche Lehren aus diesen Bewegungen zogen, langfristig erfolgreich den Marsch durch die Institutionen antraten. Tats\u00e4chlich haben die 68er das politische Klima ver\u00e4ndert oder versch\u00e4rft. Besonders da es keine aktive Reaktion gab. Linke Ansichten und Argumentationen bestimmen aufgrund dieser Entwicklung die Bildungs- und Medienlandschaft. Doch hat dies nicht zu einer grundlegenden System\u00e4nderung, nicht zu einem Ideologiewechsel gef\u00fchrt. Liberalismus \/ Kapitalismus herrscht nach wie vor.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Lehren der Revolutionsgeschichte<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Was im Text \u201e<a href=\"https:\/\/gegenstrom.org\/jung-gegen-alt-ist-eine-ganze-generation-schuld-an-der-lage\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Jung gegen Alt<\/a>\u201c angedeutet wurde, sollte mit diesem Text nochmals verdeutlicht werden. Eine Umw\u00e4lzung vollzieht sich nicht in einem luftleeren Raum und wird nicht durch eine ganze Generation hervorgerufen. Viele Faktoren kommen zusammen, welche eine Revolution beg\u00fcnstigen bzw. erst erm\u00f6glichen. In einer solchen Situation bedarf es der richtigen Menschen mit einer klaren Idee zur rechten Zeit am rechten Ort.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Literatur<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">[1] Crane Brinton, \u201eThe anatomy of revolution\u201c, Durchgesehene und erweiterte Ausgabe, 1965<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">[2] Carl J. Friedrich (Editor), \u201eRevolotion \u2013 Yearbook oft he American Society for Political and Legal Philosophy\u201c, 1969<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">[3] Alexis de Tocqueville, \u201eDer alte Staat und die Revolution\u201c, 1978, Originalausgabe 1865<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">[4] Manfred Hildermeier, \u201eDie Russische Revolution 1905 \u2013 1921\u201c, 1989<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">[5] Wladimir Iljitsch Lenin, \u201eStaat und Revolution\u201c, Manifestverlag 2017<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">[6] Antoine de Rivarol, Politisches Journal eines Royalisten: 5. Mai bis 5. Oktober 1789., Hg. <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Johannes_Willms\">Johannes Willms<\/a>, 1989<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#_ftnref1\" name=\"_ftn1\">[1]<\/a> Es ist nicht belegt, ob diese durch den amerikanischen Historiker Goerge Pettee \u00fcberlieferte franz. Anekdote wahr ist. Sie spiegelt in jedem Falle sehr gut wider, wie die Franzosen \u00fcber ihren K\u00f6nig dachten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im folgenden Artikel beleuchtet Ernst Rahn die Revolutionsgeschichte, um zu verdeutlichen was unter einer Revolution bzw. Umw\u00e4lzung zu verstehen ist und welche Muster sich in der Vergangenheit finden. Letztlich betrachtet er die 68er Bewegung und beantwortet die Frage, ob diese eine tats\u00e4chliche Umw\u00e4lzung herbei gef\u00fchrt hat. 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