Rezension zu Werde unsterblich – Rechte Metapolitik als Lebensphilosophie

– Verfasst von Rolf Gradmann-

Noch Ende des Jahres 2018 veröffentlichte der Verlag der Stiftung „Europa Terra Nostra“ das Buch des Musikers, Vloggers und Aktivisten Frank Kraemer mit dem Titel Werde unsterblich – Rechte Metapolitik als Lebensphilosophie. Der Titel mag vielleicht vermuten lassen, dass der Autor einen nüchternen theoriebeladenen, allgemeinen metapolitischen Leitfaden, ähnlich wie Daniel Friberg in Die Rückkehr der echten Rechten – Handbuch für die wahre Opposition verfasst habe. Doch ist dies keineswegs der Fall. Vielmehr gibt der Autor auch persönliche Erfahrungen mit einigen metapolitischen Praktiken wieder, die er dem Rezipienten als Anregung vermitteln möchte. Im Gegensatz zu Fribergs Werk werden hier metapolitische Grundlagen gepaart mit eigenen Erfahrungsberichten erzählerisch wiedergegeben. Eine Art persönliches Manifest, wie der Autor selbst in der Einleitung angibt.

Metapolitik ist eine subtile Art, ein Volk bzw. eine Gesellschaft zu formen

In der Einleitung legt der Verfasser dar, was unter dem Begriff Metapolitik zu verstehen ist. Richtigerweise gibt er dabei an, dass sie den vorpolitischen Raum bereitet und Stimmungen und schlussendlich Meinungen erzeugt. Und zu Recht konstatiert er, dass sie Fluch und Segen zugleich ist. Ein Fluch ist sie natürlich, wenn der politische Gegner die Metapolitik geschickt gegen uns einsetzt, um einen, wie der Verfasser sagt, ethnosuizidalen Zustand zu erzeugen. Wie sehr der Ethnosuizid metapolitisch in den Köpfen unseres Volkes eingepflanzt wurde, zeigt uns der Autor an anderer Stelle an einem Beispiel, das den Geburtenrückgang der autochthonen Bevölkerung beschreibt. So geht er auf die Rolle der Medien ein, die uns durch Formate wie die Super-Nanny suggerieren, dass „Kinder kleine Monster und gleichbedeutend mit dem sozialen Abstieg seien.“ 

Im ersten Teil nimmt der Autor zunächst auf seinen Titel Bezug und definiert, was er mit seinem Aufruf, unsterblich zu werden, genau meint. Dabei geht er auf verschiedene metaphysische Formen der Unsterblichkeit ein. Sei es durch eigene Kinder oder durch schöpferisches Wirken in Form von Büchern, durch Kompositionen von Musikstücken, Erfindungen oder durch das Vorleben einer politischen Idee bzw. Weltanschauung.

Zur metaphysischen Unsterblichkeit eines Volkes bedarf es Nachkommen aus Fleisch und Blut, die dieses Erbe in sich tragen, wie der Autor sinngemäß wiedergibt.

Zur Sicherstellung dieser Unsterblichkeit folgt noch der wesentliche Faktor, wie die Nachkommen ihr Leben gestalten werden. Damit will der Autor sicherlich zum Ausdruck bringen, dass die Pflege von Traditionen und Kulturgut diese oben genannte Unsterblichkeit erst ermöglichen kann.

Nicht nur aus dieser Erkenntnis schöpft der Verfasser die Ansicht, dass die Gründung der eigenen Familie die edelste Form der Selbstverwirklichung ist, sondern auch daraus, dass man durch die Weitergabe des eigenen Fleisches und Blutes das Leben schätzt, statt sein Heil in der Jagd des Materialismus zu suchen.

Im Kapitel, was Identitäre oder Volkstreue vom Rest unterscheidet, legt der Autor u. a. dar, dass die Formung sowohl des Geistes als auch der körperlichen Hülle unabdingbar ist, um dem politischen Gegenwind zu bestehen. Er beschreibt aber auch zugleich eine metapolitische Wertevermittlung, die der Weltanschauung entspricht, nämlich das Leistungsprinzip. Wie Kraemer richtig konstatiert, werden sich beispielsweise beim Krafttraining keine sichtbaren Erfolge einstellen, wenn man nicht ordentlich trainiert. Hier kommt also, entgegen aller dogmatischen Gleichmacherei, das Leistungsprinzip zum Tragen. Diese Erkenntnis lässt sich auch in allen Bereichen des Lebens übertragen.

Weitere Themen behandeln die Außendarstellung, in der Kraemer die eigene geistige Bildung als enorm wichtig hält, wenn man beispielsweise mit dem politischen Gegner in der Öffentlichkeit diskutiert. Bei einer guten souveränen Argumentation wird man die Zuhörer oftmals auf seiner Seite ziehen können. Des Weiteren stellt er seine Projekte vor, die als Anregung für mögliche metapolitische Werkzeuge dienen sollen. Der letzte Teil beinhaltet weltanschauliche Grundlagen. Unter dem Unterpunkt „Keine Angst“ ruft er dazu auf, die derzeitige destruktive Lage hierzulande nicht nur als negativ zu betrachten. Die radikale Masseneinwanderung etwa böte ein besseres kollektives Erwachen in der Bevölkerung, als die Fortsetzung der schleichenden Einwanderung. Schlussendlich ruft uns der Autor hierdurch dazu auf, das Denken nicht auf Dualität zu beschränken. Er möge auch damit Recht haben, denn nicht wenige besinnen sich zu ihren Wurzeln zurück und fangen an, sich mit der eigenen Identität zu befassen bzw. sich zu assoziieren. Die Rückbesinnung auf Altbewährtes tritt immer dann in Erscheinung, wenn das „Eherne Gesetz des Mangels“ hervortritt. Mit der Masseneinwanderung tritt der Mangel an Sicherheit als Begleiterscheinung hervor. Nicht selten wenden sich Menschen dann Weltanschauungen zu, die ein starkes Gemeinschaftsleben zum Inhalt haben, um einen gewissen Schutz zu gewinnen.  

Kritik

Bei der Behandlung der Vitalität hätte man eigentlich erwartet, dass der Autor die Wichtigkeit des Kampfsportes erwähnt, zumal sich er selbst diesem Thema beim Dritten Blickwinkel gewidmet hat. Die metapolitische Bedeutung des Kampfsportes ist für die Rechte nicht zu unterschätzen, lassen sich doch über Kampfsport alte Werte, wie Disziplin, Kameradschaftlichkeit usw., hervorragend vermitteln und übertragen. Nicht wenige Kampfsportler vertreten Werte, die mit der Weltanschauung korrelieren.

Verständlichkeit/Lesbarkeit

Das Buch lässt sich leicht rezipieren. Es sind nur hier und da einige Fremdwörter enthalten, die jedoch die Lesbarkeit bzw. Verständlichkeit nicht allzu sehr einschränken.

Zielgruppe/Rezipienten

Dieses Werk bietet vor allem jungen Aktivisten einen Einblick, welche mögliche metapolitische Strategieformen beim Kampf angewandt werden können. 

Zusammenfassung

Frank Kraemer hat mit seinem Werk einen politischen Aufruf erschaffen, der vor allem dem jüngeren Leser Einblicke in politische Methoden gewährt, die außerhalb parteipolitischer Arbeit und mit wenig Aufwand betrieben werden können. Das heißt, dass jeder einzelne sich auf unterschiedlicher Weise durch sein Tun und Handeln für seine Heimat unsterblich machen kann, in dem sich die Nachwelt an ihm erinnert.   

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