Neue Wege – Teil I

– Verfasst von Tom Dieke –

Bei dem nachfolgenden Text handelt es sich um eine Art Rezension von Gedanken eines politischen Aktivisten und Strategen der Deutschen Rechten. Die teilweise wortwörtliche Wiedergabe stellt nicht zwangsläufig eine Übereinstimmung der Überzeugungen der Redaktion mit denen des Autors des hier rezensierten Werkes dar.

Die Aussichtslosigkeit des politischen Kampfes und ihre Ursachen

Der folgende Artikel stellt den ersten Teil einer Reihe dar, die sich mit Wegen und Strategien abseits der gängigen Praxis des aktiven, offensiven politischen Kampfes beschäftigt. Diesem zugehörig sind jegliche Formen des Straßenaktivismus (Flugblattverteilungen, Demonstrationen, Plakate kleben usw.) sowie jegliche parlamentarische Betätigung und die dazugehörigen Aktionsformen (Unterschriften sammeln, Wahlkampf, Infostände usw.).

Die Idee für diese Reihe resultiert im Wesentlichen daher, dass die Formulierung von derlei Gedanken in den vergangenen Jahren stark zugenommen und in mancherlei Projekten bereits ihre Realisierung gefunden hat. Als maßgebliche Ideengeber seien dabei Steffen Hupka (Neue Wege), Johannes Scharf (Ethno-Staat Nova Europa) und die Gruppe „Les Brigandes“ genannt (Das Manifest zur Zukunft im Klan). Sie alle verfolgen dabei mehr oder weniger eine Strategie des passiven Widerstandes, fernab der bereits vielfach bestrittenen Wege. Auf die Ideen Hupkas sowie der französischen Gruppierung soll in folgenden Artikeln genauer eingegangen werden. Die Vorstellungen Johannes Scharfs wurden bereits in anderen Artikeln auf gegenstrom.org hinreichend betrachtet und werden daher hier nicht wiederholt aufgegriffen.

Der folgende erste Artikel stellt im Wesentlichen eine Zusammenfassung des Heftes „Neue Wege“ von Steffen Hupka dar, welches im Jahre 2012 im Eigenverlag erschienen ist. Die Intention ist es, in folgenden Artikeln die Gedankengänge des Autors zu reflektieren und auf ihre Anwendbarkeit zu überprüfen. Zwischen dem Erscheinungsjahr und dem heutigen Tage sind nunmehr ca. 6 Jahre vergangen. Dazwischen liegen das Hauptjahr der Masseneinwanderung, die Kölner Silvesternacht, viele „Einzelfälle“ mit Todesfolge, ein Terroranschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt sowie der Einzug der „Alternative für Deutschland“ (AfD) in den Bundestag und das Verbotsverfahren gegen die „Nationaldemokratische Partei Deutschlands“ (NPD) in dessen Urteil die Definition des Volksbegriffes auf biologischer Grundlage kriminalisiert wird.

Anlass genug zu prüfen, inwiefern sich die Aussagen Steffen Hupkas bewahrheitet haben und was dies für die deutsche Rechte heute bedeutet. Der Begriff der deutschen Rechten umfasst im Rahmen dieses Artikels alle Gruppierungen, die im bundesdeutschen Kontext der Rechten zugeordnet werden, unabhängig ihres weltanschaulichen Bekenntnisses oder der Wahl der Aktionsform (AfD, Identitäre Bewegung, NPD, Die Rechte, Freie Kameradschaften usw.).

Steffen Hupka – Neue Wege

Zum Autoren: Es ist nicht Ziel dieser Ausführungen, sich intensiv mit der Person Steffen Hupka auseinanderzusetzen. Diese spielt für Recht oder Unrecht der getätigten Aussagen keine tragende Rolle. Hupka selbst kann als Vertreter der „Dritten Position“ angesehen werden, der sich viele Jahre im klassischen „Nationalen Widerstand“ vertreten aus verschiedenen rechten Parteien (FAP, NF, NPD usw.) sowie freien Gruppen und Kameradschaften betätigt hat. Dabei war er zuletzt als Amtsleiter der Bildungsabteilung innerhalb der NPD tätig. Um die Person „Steffen Hupka“ ranken sich viele Gerüchte und die üblichen Vorwürfe innerhalb dieses Milieus (Spitzel, Geldveruntreuer, Verräter usw.). Inwieweit diese zutreffend sind oder nicht, spielt für die Betrachtung des Heftes keine Rolle. Insgesamt ist sich auch jeder, der vielleicht selbst einige Jahre in diesem Milieu verbracht hat, darüber im Klaren, dass derartige Vorwürfe hier leider keine Besonderheit darstellen und in den wenigsten Fällen wirklich fundiert dargelegt werden können.

Zum Heft:

Der Inhalt gliedert sich im Wesentlichen in drei Gesamtabschnitte. Im ersten Teil des Heftes geht Hupka auf die politische Lage innerhalb der BRD sowie die geistige Verfassung des deutschen Volkes ein. Im zweiten Teil folgt eine Situationsbeschreibung des von ihm so betitelten „Nationalen Lagers“ (NL). Im dritten und letzten Teil stellt Hupka den von ihm als Lösung erdachten „Neuen Weg“ vor, welchen er in der Gründung eines „Wehrdorfes“ sieht. Dazu später mehr.

  1. Teil: Die Lage des deutschen Volkes

Zunächst einmal stellt Hupka fest, dass ganz allgemein die Bereitschaft der Menschen, sich in den aktiven Kampf gegen das politische System der BRD zu stellen, in allen Bereichen abnimmt, obwohl die Zahl der Systemgegner oder zumindest derer, die ihm ablehnend gegenüber stehen, kontinuierlich wächst (Hupka, S. 7, 2012). Auf diese Feststellung folgt seinerseits eine Ursachenforschung für diesen Sachverhalt. Auf den ersten Seiten des Heftes wird bereits klar, dass Hupka ein entschiedener Systemgegner ist, der die BRD abschaffen möchte. Dies sei für den unvertrauten Leser herausgestellt. Genau in dem System „BRD“ sieht Hupka letztlich auch die Ursache für den geistigen Zustand des deutschen Volkes. Laut ihm würden die Menschen durch diese Gesellschaft „immer mehr zur toten, programmierten Maschine“, gekennzeichnet durch „Angst, Oberflächlichkeit, Verweichlichung, Materialismus und Angepasstheit“ (ebenda, S. 8). Menschen, die sich in dieser Verfassung befinden, würden keine Veränderung, geschweige denn Revolutionen bewirken.

Bei der Beurteilung zur Lage des deutschen Volkes geht Hupka auf zwei Felder ein. Zunächst auf die demographische-biologische Situation des deutschen Volkes, im zweiten Teil dann untersucht er den geistigen, seelischen und körperlichen Zustand.

Die Angaben, die Hupka im ersten Teil macht, sollten keine nationalen und vermutlich auch insgesamt die wenigsten Menschen in diesem Land überraschen. Überalterung, Geburtenschwund und damit einhergehender Tod der deutschen Volkssubstanz sowie auf der anderen Seite steigende Geburtenzahlen bei Nicht-Deutschen sind Themen, die seit Jahren bekannt und deren informelle Grundlagen allgemein zugänglich sind. Hupka hält sich hier nur sehr kurz auf, da auch er vermutlich davon ausgeht, dass die Leser seines Heftes mit diesem Sachverhalt bestens vertraut sind. Eine größere Aufmerksamkeit widmet er dem zweiten Teil, in welchem er direkt feststellt, dass das entscheidende Problem seiner Meinung nach ganz woanders liegt, nämlich in der seit 1945 stattfindenden Umerziehung (ebenda, S. 11). Dabei sieht er in ihr nicht den so oft in rechten Kreisen erwähnten Schuldkomplex als das entscheidende Kriterium, sondern den Einzug von Dekadenz und Materialismus, die den Menschen seelisch, geistig und körperlich krank machen und somit letztlich seine gesamte Widerstandskraft zersetzen. Dabei hangelt er sich an den Phänomenen der liberal-kapitalistischen Konsumgesellschaft entlang, angefangen mit der Unart des leistungslosen Einkommens über Fernseh- und Medienkonsum sowie die Anschauung, dass das Kranke und Schwache förderungswürdig sei. Diese Werkzeuge führten laut Hupka dazu, dass der Mensch zu einem Einzelwesen gemacht werde, welches „hirnlos“ in der Masse mitschwimme. Diese Masse könne, so Hupka, „über den Verstand nicht mehr erreicht, folglich über ihn auch nicht geändert und aufgeklärt werden“ (ebenda, S. 13). Die Tatsache, die besseren Argumente zu haben, bringe laut Hupka in Anbetracht dieser Tatsache schier gar nichts. Auch der öfter zu vernehmende Ruf nach einem starken „Führer“, der die Massen erneut mobilisiere und letztlich rette, ist für Hupka ein Ding der Unmöglichkeit. Zum einen bringe ein Volk in diesem Zustand keine entsprechenden Persönlichkeiten mit derartigen Befähigungen hervor und zum anderen habe auch die Zeit seit 1945 gezeigt, dass sich auf keiner entsprechenden Ebene ein auch nur annähernd tauglicher Mensch für diese Aufgabe gefunden habe. Einen Grund dafür sieht Hupka auch im immensen Aderlass zweier kurz aufeinanderfolgender Weltkriege, die gemäß ihres Gesetzes sowohl zu Beginn, als auch zum Ende immer einen Blutzoll der besten und edelsten Menschen eines Volkes einfordern und damit das deutsche Volk in seiner Substanz bis heute nachreichend beeinträchtigt haben.

Als logische Konsequenz wird die geistige Degeneration sowie das biologische Sterben des deutschen Volkes also auch zukünftig ungehindert weiter fortschreiten, sofern kein Wunder geschehe (ebenda, S. 16).

Über dieses Fazit kommt Hupka einleitend zum zweiten Teil des Heftes kurz zu einer Betrachtung der revolutionären Bewegungen innerhalb der BRD seit 1945. Generell ist anzunehmen, dass Hupka sich intensiv mit Massenbewegungen und -phänomenen sowie Themen der Verhaltensforschung und Revolutionsgeschichte auseinandergesetzt hat. Dafür gibt es in allen Teilen des Heftes genügend Indizien, wozu auch Zitate von Lenin, Mao oder Ulrike Meinhof gehören sowie die Betrachtung revolutionärer Praktiken Mahatma Ghandis in Indien.

In diesem Gesamtblick sagt Hupka, dass es seit 1945 nur eine einzige revolutionäre Bewegung innerhalb der BRD gegeben habe, die diesen Namen halbwegs verdiene, nämlich die APO und die RAF. In beiden Bewegungen, so Hupka, sei trotz aller vorhandenen Einflüsse zumindest eine grundlegend revolutionäre Grundstimmung mit dem Versuch, das kapitalistische System zu überwinden, vorhanden gewesen. Ihr Scheitern erklärt er mit dem „Schwamm-Effekt“ seitens des herrschenden politischen Systems. Dieser Ansatz des „Nachgebens und Aufsaugens“ hätte letztlich dazu geführt, dass bis heute viele alte Repräsentanten der Bewegung in staatlichen Stellen dienstlich tätig seien, ohne dabei das System jedoch auch nur annähernd verändert zu haben. Im Gegenteil hätte das System ausschließlich Sie verändert (ebenda, S. 17).

Nach dem Ende der RAF sieht Hupka keine revolutionären Bewegungen mehr, auch nicht in den Massenprotesten der DDR, welche er als einen Wunsch nach materieller Verbesserung und persönlicher Freiheit empfindet, jedoch nicht nach einer geistigen-weltanschaulichen Wende. Dennoch sei spätestens danach nichts als Massenprotest oder Massenbewegung beschreibbares vorhanden gewesen. Zudem kommt Hupka zu der Feststellung, dass nationale Kräfte nach dem Kriegsende zu keinem Zeitpunkt an irgendeiner Bewegung oder einem breit angelegten Volksprotest beteiligt gewesen seien. Warum dies so war, möchte er laut eigenen Angaben nicht untersuchen, letztlich stellt er jedoch heraus, dass die zuvor erwähnte Degenerierung des Volkes sowie das Aufrechterhalten des lähmendes Wohlstandes die Unfähigkeit zu widerständischem Verhalten verursachten.

Zudem vermisst er sowohl auf der „linken“ als auch auf der „rechten“ Seite die Fähigkeit und den Willen, sich nur theoretisch in revolutionärer Weise mit diesem Staat auseinanderzusetzen (ebenda, S. 18). Die Tatsache, dass die beiden Begrifflichkeiten in Anführungszeichen gesetzt sind, rührt auch aus Hupkas Darstellung. Dieser sieht darin einzig ein Werkzeug zur Spaltung des Volkes zu Gunsten der Herrschenden.

Hupka macht dabei in seinen Ausführungen deutlich, was er zutiefst ablehnt und wofür er weltanschaulich steht. Er definiert den Volksbegriff ganz eindeutig biologisch-abstammungsbasiert, lehnt Gender-Mainstreaming und Kinderlosigkeit ab, ebenso wie Rassenvermischung und das kapitalistische System. Mit seinen dargelegten Ansichten befindet sich Hupka eindeutig in der Fundamentalopposition und nicht in einer gemäßigten Reformbewegung. Dass er seine Kapitel dabei mit Buchstellen aus Ernst von Salomons „Die Geächteten“ abschließt, ist dabei nur bezeichnend.

Nach dieser Überleitung legt Hupka im zweiten Hauptteil seines Heftes seine Ansichten über das sogenannte „Nationale Lager“ dar.

  1. Teil: Das „Nationale Lager“(NL)

Bemerkenswert ist, dass Hupka seinen Ausführungen in der Einleitung direkt folgende Aussage voranstellt:

„Ich lege im Folgenden meine Ansicht über das sogenannte „Nationale Lager“ dar. Dies geschieht nicht als Kritik, um dort etwas zu verbessern. Ich glaube, es ist unmöglich, das, was sich in 60 Jahren BRD unter diesem Begriff gesammelt hat, in irgendeiner Form zu ändern. Und nur dies möchte ich begründen, um damit klarzustellen, daß neue Wege eingeschlagen werden müssen.“ (ebenda, S. 22).

Hupka wählt den Begriff des „Lagers“, wie er in ebendieser Einleitung selbst ausführt, aus den folgenden Gründen:

„Der Begriff „Lager“ ist statisch, unbeweglich und gibt so ziemlich genau den Zustand dieser Menschen und Gruppen wieder.“

Bereits früh stellt Hupka seinen Ausführungen voran, dass er in seiner aktiven Zeit festgestellt hat, dass ein nationalsozialistisches oder volkstreues Bekenntnis, rein gar nichts über den charakterlichen Wert der Menschen, die dieses Bekenntnis vorgeben, aussagen. Diese Auffassung vom Auseinanderklaffen von Wort und Wirklichkeit durchzieht insgesamt den gesamten Heftinhalt.

Hupka teilt das NL in drei wesentliche Großgruppen ein. Diese sind politischer, kultureller und religiöser Natur. Die Überschriften sollten dem geneigten Leser ausreichen, um die entsprechenden Einzelgruppierungen diesen Großgruppen zuzuordnen. Im Gesamten spielt diese Zuordnung auch keine tragende Rolle für seine Analyse. Interessant ist seine Bestimmung des Unterschieds der drei Gruppen. So stuft er die religiösen und kulturellen Gruppen als unpolitisch ein, da Sie keine politischen Forderungen aufstellen und nur nach innen versuchen, in Teilbereichen das zu leben, wozu Sie in der BRD nicht in der Lage sind, wohingegen die politischen Gruppen zwar Forderungen zur Systemänderung aufstellen, diese jedoch mehrheitlich nicht das vorleben, was Sie politisch fordern.

Am ausführlichsten widmet sich Hupka seiner Beurteilung des politischen Lagers. Neben den persönlichen Verfehlungen sowie seiner Auffassung, dass die politischen Parteien, allen voran die NPD, von Verrätern oder wenigstens Kollaborateuren durchsetzt seien, erwähnt Hupka die permanente Vergangenheitsorientierung eben jener Gruppen. Seine Einschätzung lautet wie folgt:

„Im sogenannten „Nationalen Lager“ beschäftigt man sich statt dessen mit Fragen, die allerdings schon lange beantwortet sind, und mit Strategien, die längst keine Durchschlagskraft mehr besitzen und wohl auch nie besaßen.“ (ebenda, S. 25).

Als Beispiel führt er das stetige Verharren in revisionistischen Positionen an, welche in Anbetracht des geistig-seelischen Zustands des deutschen Volkes auf keinerlei Gehör fallen würden. Auch der parlamentarischen Form des Aktivismus spricht er jegliche Sinnhaftigkeit ab, da er die Teilnahme an Wahlen als Vergeudung von Zeit und Energie erachtet.

Bei allen seinen Ausführungen gelangt Hupka jedoch stets an einen Punkt zurück: Er begründet die Stärke des Gegners mit den Schwächen der eigenen Mannschaft und nimmt sich dabei auch nicht selber aus. Diese Argumentation deutet zumindest darauf hin, dass Hupka nicht daran gelegen ist, gezielt auf ehemaligen Weggefährten herumzuhacken und diese zu diskreditieren. Die Ursache allen Scheiterns sieht er im Einzug des Sitten- und Werteverfalls innerhalb des NL, welches nur mehr eine verzögerte Aufnahme dieses liberalistischen Giftes vorweist. Als Beispiele nennt er die Akzeptanz von Untreue und Veruntreuung, die mangelnde Opferbereitschaft sowie die Anerkennung und Übernahme liberaler Verhaltensweisen wie der sexuellen Überreizung und Praktiken fremder Kulturen (Essen, Musik, Kleidung). Insbesondere das Thema des Verrats und der Untreue führt Hupka sehr detailliert aus. Interessanter ist dabei jedoch noch seine Feststellung die er eher zum Ende seiner Ausführungen über das NL trifft, nämlich die ihm immanente Erfolglosigkeit. Dabei hält er zwei wesentliche Punkte fest. Zum einen vermerkt er, dass alle angewandten Methoden zur Systemänderung ausschließlich jene sind, die das System dem NL selbst anbietet (Demos, Wahlen, Infotische usw.). Zum anderen resümiert er, dass das NL völlig gleich dieses Sachverhalts eben jene Praktiken mit dem immer gleichen Ergebnis wiederholt anstatt sie in Frage zu stellen. Er vergleicht dieses Verhalten mit den demokratischen Altparteien und führt dafür ein Zitat Adolf Hitlers an:

„Sie hatten 13 Jahre lang Zeit, Deutschland wieder emporzuführen. Warum haben sie es nicht getan? Waren ihre Programme falsch, dann konnten sie selber es nicht aufrichtig gewollt haben. Haben Sie es aber aufrichtig gewollt, können ihre Programme nichts getaugt haben.“ (ebenda, S. 38).

Hupka schlussfolgert daraus für die heutige Zeit, dass Menschen und Programme nichts getaugt haben und auch zukünftig nichts taugen würden.

  1. Teil: Neue Wege

Zur Einleitung dieses dritten Teils umreißt Hupka ein Szenario, in dem ethnische Unruhen und Verteilungskämpfe das zukünftige Deutschland prägen. In Anbetracht dieser Tatsache schlussfolgert er, dass sich in dieser Lage festgefügte Gemeinschaften in ländlich abgelegenen Regionen besser zur Wehr setzen können als Einzelpersonen oder einzelne Familien. Den praktischen Zusammenschluss in einem Dorf bzw. einer Siedlungsgemeinschaft sieht er somit als „praktische überlebenswichtige Maßnahme“ an.

Aus seiner Betrachtung auf die gegenwärtige Lage des deutschen Volkes kommt Hupka zu folgender Überzeugung: „Das deutsche Volk ist in seinem bisherigen Bestand als Ganzes nicht mehr zu retten.“ (ebenda, S. 41).

Im Kapitel „Das Wehrdorf“ schreibt Hupka darauf bezugnehmend, dass das deutsche Volk zukünftig einzig in geschlossenen Gemeinschaften überleben wird, deren Mitglieder deutsch bleiben und viel Nachwuchs zeugen werden (ebenda, S. 44). Als Vorbild in bestimmter Hinsicht zieht er das Leben der „Amish People“, einer in den USA lebenden und aus deutschen Auswanderern bestehenden christlichen Gemeinschaft heran.

Gleich zu Beginn seiner Ausführungen über das Leben im „Wehrdorf“ führt Hupka an, dass er seinen Weg als eine neue Strategie im Kampf um das Leben des deutschen Volkes begreift. Sollte sich in der Zukunft ein anderer, erfolgversprechender Weg zur Rettung des Volkes auftun, so müsse man den von ihm formulierten verlassen, jedoch hält er dies im jetzigen Zeitpunkt für unrealistisch. Hupka ist zumindest in seinen Ausführungen durchweg politisch. Entgegen anderer Ausführungen erscheint sein Modell daher nicht durchweg als „Rückzug“, sondern vielmehr als Änderung des Weges zur Erlangung des großen, übergeordneten Zieles.

Im Folgenden geht Hupka detaillierter auf einzelne Aspekte und Bedingungen zur Realisierung seines Unternehmens ein. Als erstes betrachtet er die notwendigen Eigenschaften der Gemeinschaft, die das Wehrdorf besiedeln soll.

Die Einheit dieser Gemeinschaft müsse sich laut Hupka in folgenden Bereichen zeigen:

„1. In einer unerschütterlichen nationalsozialistischen Weltanschauung“
2. In einem festen und aufrechten Charakter, der eine unbedingte Opferbereitschaft bis zum Tod einschließt

3. in einer rassischen Zugehörigkeit zu den germanischen Völkern und einer genetischen Gesundheit.“ (ebenda, S. 45).

Zur Erhaltung des Volkes müsse die Gemeinschaft sich radikal verändern und von allem abgrenzen, was sie krank mache. Hupka sieht nur eine Chance im Überlebenskampf, wenn die Mitglieder der Gemeinschaft durch einen gemeinsamen Ausleseprozess reifen.

Im nächsten Teil widmet sich Hupka den Voraussetzungen zur Umsetzung des von ihm forcierten Unterfangens.

Als ersten konstituierenden Faktor führt Hupka die Freiwilligkeit des Handelns an. Im Weiteren stellt er daran anknüpfende Faktoren auf, an die sich die Mitglieder der Gemeinschaft halten müssten, um das Projekt zu realisieren:

„1. Die Gruppe muss isoliert sein.

A) Sie muß isoliert sein von allen Zeiterscheinungen:

  • Medien
  • Telefon/PC
  • Schule (feindlicher)

B) Sie muß wirtschaftlich unabhängig sein von:

  • Essen, Kleidung, Wohnen
  • Geld
  • Energie (Strom, Wasser, Heizung)
  1. Sie muss ausreichend Nachwuchs zeugen.
  2. Jeder muß körperliche Arbeit verrichten:

– Landwirtschaft und Viehzucht

– Pferdezucht

– Hausbau

– Handwerk

– Stromerzeugung

  1. Sie muß eine Kleiderordnung haben, bei der u.a. Geschlechterunterschiede berücksichtigt werden.
  2. Sie muß sich Gesetze geben, die Einfluß nehmen sollen auf Einfachheit, Bescheidenheit, Gemeinschaft, Kameradschaft und Geschlechterunterschiede.
  3. Sie muß in ganz enger Nähe zur Natur leben, was sich aus der Zielsetzung schon ergibt.“ (ebenda, S. 46).

Eine räumliche Alternative zum Staatsgebiet der BRD sieht Hupka interessanterweise nicht. Damit liegt er konträr zum Standpunkt bspw. Eines Johannes Scharfs, der den Erhalt der biologischen Substanz unabhängig vom geographischen Faktor betrachtet. Hupka begründet seine Auffassung damit, dass sein Wehrdorf ein Widerstandsnest im politischen Kampf bildet, welches positiv auf künftige Mitstreiter wirken soll. Er führt aus:

„Die Entscheidung darüber, ob unser Volk in den nächsten 100 Jahren tatsächlich vollständig und unwiderruflich von dem Gesicht der Erde verschwinden wird, kann nur in Deutschland selber fallen – nirgendwo anders.“ (ebenda, S. 48).

Dem Gedanken, die Aufnahmekriterien zu Gunsten einer solideren Finanzierungsquelle herabzusenken, erteilt Hupka entschieden eine Absage. Provokant fragt er: „Kann man vollständig gesund werden, wenn man etwas Krankheit akzeptiert?“

In seinem gesamten Vorhaben duldet Hupka keine Kompromisse. Im Zugestehen eben dieser sieht er das Vorhaben für nicht realisierbar.

Im Weiteren geht er auf die Stellung des Einzelnen zur Gemeinschaft sowie den ihr innewohnenden Geist ein. Diesen bezeichnet er als revolutionär. Dem einzelnen Mitglied wird ein Lebensgesetz auferlegt, welches es zu befolgen gilt. Dabei wiederholt Hupka stets die Notwendigkeit der vollkommenen Isolation von der Außenwelt. Eine weitere Kernaussage Hupkas ist die Anschauung, dass der Einzelne für sich genommen keinen Wert hat. Erst in seiner Leistung und seiner Arbeit für die Gemeinschaft entwickelt er einen Wert für sich und seine Nächsten. Damit steht Hupka jeglichem Individualismus vollkommen konträr gegenüber. Bevor er in Tagebuchform eine fiktive Darstellung der Lebenswoche in seinem Wehrdorf vorstellt, resümiert Hupka wie folgt:

„Der neue Kampf wird keinen Angriff gegen den Feind darstellen, weil er zur Zeit auf keinem offensiven Wege zu überwinden ist. Wenn er aber nicht vollständig überwunden werden kann, ist jeder Kampf gegen ihn sinnlos und damit Verrat an unserem Volk. Wir können Deutschland nicht befreien und den biologischen und geistigen Niedergang unseres Volkes nicht mehr aufhalten. Aber wir können versuchen, uns und einen kleinen Flecken zu bewahren und in die Zukunft zu retten.“ (ebenda, S. 54).

Den fiktiven Tagebuchausführungen wird in diesem Artikel kein Platz eingeräumt. Lesenswert sind sie aber in jedem Falle. Erwähnenswert ist, dass Hupka für den Sonntag eine Art „Messe“ beschreibt, die der weltanschaulichen Vertiefung dienlich sein soll, gleich der Intention eines christlichen Gottesdienstes.

Den Abschluss des Heftes bildet eine kurze Zusammenfassung der vorab detailliert ausgeführten Gedanken. Hupka formuliert seine Einsichten, die letztlich zu seiner Beurteilung der Gesamtlage geführt haben. Zugleich wagt er einen kurzen Ausblick auf das noch vor ihm Liegende. Im letzten Kapitel mit dem Titel „Meine politischen Wege und einige Erlebnisse“ geht Hupka dann doch noch detaillierter auf seinen politischen Werdegang ein. Dieses Kapitel könnte man ihm in Anbetracht der vorab getätigten Aussagen zum Vorwurf machen. Schließlich behauptet er im vorderen Teil des Heftes, keinerlei persönliche Kritik am NL äußern zu wollen. Das er dabei gezielt auf einzelne Personen und Gruppierungen eingeht, verstärkt den Eindruck einer „persönlichen Abrechnung“ nur noch mehr. Für den Heftinhalt ist dieses Kapitel jedoch vollkommen belanglos. Es führt auch nicht dazu, dass sich der geneigte Leser einen objektiven Eindruck von der Person „Steffen Hupka“ verschaffen kann. Dafür sind die einzelnen Ausführungen ausschließlich persönliche Schilderungen und heute, viele Jahre nach ihrem Entstehen, vermutlich von keiner Warte mehr überprüfbar.

Mit dieser Abhandlung Hupkas über seine Erfahrungen innerhalb des NL schließt das Heft mit einem Gesamtumfang von 70 Seiten. Vorab zur folgenden Auseinandersetzung mit den Ansichten Hupkas sei hier bereits eine Kaufempfehlung ausgesprochen. Das Heft ist angenehm zu lesen und überzeugt durch seine schnörkellose Ausführung. Völlig gleich wie man die Ansichten Hupkas final bewerten möchte, regen sie in jedem Falle zur Auseinandersetzung an. Dem geneigten Leser wird es insgesamt sehr schwer fallen, sich nicht in irgendeiner Form zu Hupkas Thesen zu positionieren. Allein aus diesem Grund kann das Heft ohne Bedenken weiterempfohlen werden, regt es doch mindestens zu einer kontroversen und notwendigen Debatte an.

 

 

 

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5 Gedanken zu „Neue Wege – Teil I

  1. Ein sehr interessanter Beitrag. Ich freue mich bereits auf die folgenden Artikel.
    Betrachtet man die Entwicklung seit 2012, also dem Erscheinungsjahr, bin ich der Überzeugung, dass Hupka Recht behalten hat. Zwar gab es einige quantitative Erfolge (AfD, PEGIDA, IB), aber von den zur Veränderung notwendigen 50% ist man weit entfernt. Wenn ich mich umschaue und mir die Volksgenossen so betrachte wird das vermutlich auch nichts mehr werden.
    Vielleicht sollten sich die letzten vernünftigen Leute tatsächlich in einer solchen Siedlung zusammenfinden und keine Zeit mehr verschwenden…

  2. Das Heft hatte ich vor geraumer Zeit gelesen. Was mir jedoch unverständlich ist, ist die Technikfeindlichkeit die absolut unnationalsozialistisch ist. Darf man denn Feuerzeuge benutzen oder den heimischen Herd mit Feuerstein anzünden?

    Anstatt Telefon und Rechner zu verbieten, würde ich eher vorschlagen, eine eigene Nachrichtensendung zu organisieren, die über YouTube/Bitchute gesendet wird und eine Alternative zur demokratischen Presse bildet, und ggf. weitere Landsleute ein Erweckungserlebnis bescheren kann. Zwar nicht ausschließlich daraus ausgerichtet, man sollte aber ohne große Umstände mitnehmen was geht.

    1. Die Intention eine eigene Nachrichtensendung zu gestalten kann ja ausschließlich aus dem Gedanken rühren, noch weitere Volksgenossen von diesem Weg und der Richtigkeit des eigenen Handelns zu überzeugen. Hupka hat hier jedoch keinerlei Absichten, da er ohnehin fest davon ausgeht, dass der Großteil des Volkes vollkommen ungeeignet für ein solches Unterfangen ist. Zudem möchte er keinerlei Aufmerksamkeit auf das Projekt ziehen, da dem Feind in keiner Weise begegnet werden kann, sollte er das Projekt angreifen. Seine Ansichten sind, wenn man so will, durchweg pessimistisch oder realistisch (je nach Auslegung).
      Hinsichtlich der technikfeindlichkeit denke ich schon, dass Maschinen die der Selbstversorgung dienen durchaus “erlaubt“ wären. Der Verzicht auf das Telefon dient eher der Isolation von der Aussenwelt. Insgesamt wären das ja auch alles Punkte, die von Siedlung zu Siedlung verschieden gehandhabt werden könnten. Wichtiger ist denke ich zu prüfen, inwieweit diese “pessimistische“ Sichtweise Hupkas denn nun Richtigkeit beansprucht und dann dementsprechend zu handeln.

      1. Und dann ? Denkt er tatsächlich, das wenn man nichts aus dem Dorf kommuniziert, das das System es übersieht oder in Ruhe lässt ? Jamel als Beispiel oder andere geraten auch immer wieder regelmässig ins Visier. Übrigens was er vergisst zu erwähnen ist , man muss für die Häuser, Grundsteuer , Müll Wasser usw Geld erwirtschaften u es bei, Staat abzudrücken . Wie will er das machen oder denkt er das er da auskommt ?

  3. Die Schrift ist faszinierend, anregend, widersprüchlich und hinsichtlich der Wehrdörfer praktisch undurchführbar. Wenn man sie genau liest und komplett bis zum Ende durchliest, dann muß man doch mindestens feststellen, daß diese ‘Neuen Wege’ noch nicht durchdacht sind. Das betrifft insbesondere die [bürgerlichen] Eigentumsverhältnisse bei Schaffung des Kollektivs, die Selbstorganisation der Gemeinschaft (die ‘innere Ordnung’), das angedachte Verhältnis zur Außenwelt (zurückgezogen, abgeschirmt, apolitisch ?) und die bei H. angeschnittene religiöse Frage, die ich besonders fragwürdig finde, da hier allen Ernstes eine christliche Sekte wie die us-amerikanischen ‘Amish’ als möglicherweise beispielgebend vorgestellt ist.

    Der eigentlich Wert von Hupkas Schrift ist der Gedanke eines Zusammenschlusses von Deutschen in ländlichen Rückzugsräumen. Allein den befürworte ich, und ihn umzusetzen böte wohl die größtmöglichen Vorteile für Zwecke des ständigen informellen Austauschs, der Hilfe auf Gegenseitigkeit (Nachbarschaften), organisierter Arbeits- u. Lebensgemeinschaften u. der gegenseitigen Nothilfe resp. gemeinschaftlichen Selbstverteidigung im sog. Krisenfall.
    Doch solche Gemeinschaften, die ohne allzu viel weltanschaulichen Ballast u. vor allem ohne vorher festgelegte Normen verhältnismäßig einfach machbar sind, bestehen in einer dicht bevölkerten, staatlich kontrollierten u. zunehmend hoch politisierten BR Deutschland natürlich nicht vollständig oder weitgehend autonom, sondern sie bestehen auch nur im Kampf gegen alle möglichen Unbill. Das fängt schon bei etwaigen Baugenehmigungen an und geht vorläufig weiter bei vielleicht unerwünschten Nachbarn, die man sich nicht immer aussuchen kann. Wer dies nicht versteht, kann sich ja in Lateinamerika eine Farm in politikferner Gegend zulegen.

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