Arcadi – Das rechte „Lifestyle-Magazin“ geht in die nächste Runde

 Arcadi geht in die zweite Runde. Das rechte Print-Lifestyle-Magazin wurde im letzten Jahr bereits von Peter Steinborn auf diesem Blog evaluiert. Diesmal hat sich Rolf Gradmann einen Überblick zur zweiten Printausgabe verschafft.

Nun, diese Ausgabe hat wieder einen sehr facettenreichen Inhalt zu bieten. Er reicht von Frauen, die dem Feminismus entsagen, über Leistungsmärsche zu traditionellen Tattoos. Sehr beeindruckend ist die Schilderung des Nimwegenmarsches[1], unter der Rubrik „Ernährung, Gesundheit, Sport“, der einmal als militärischer Leistungsmarsch seinen Anfang nahm. Seit einiger Zeit reihen sich auch Zivilisten dort ein, um an ihre Grenzen zu gehen, denn immerhin beträgt die Distanz der viertägigen Sportveranstaltung 55 Kilometer je Tag. Ebenso sind die Gespräche mit Militärs verschiedener Länder sehr interessant, aus denen auch klar hervorgeht, welchen Stellenwert sie noch in ihren Ländern genießen.

Hingegen sorgte ein Artikel, der unter der gleichen Rubrik zu finden ist, doch eher für Ernüchterung. In diesem wird das Mixery-Getränk, ein Mix aus Cola und Bier, doch recht positiv umschrieben. Hierbei stellt sich jedoch die Frage, wie ein Colamixgetränk positiv unter der Rubrik „Ernährung, Gesundheit, Sport“ fallen kann. Gerade Cola ist wegen seiner gesundheitsschädlichen Auswirkung auf den menschlichen Körper bekannt. Die negativen Auswirkungen des regelmäßigen Colakonsums sind nicht zu unterschätzen. Eine identitäre Jugend sollte dahingehend auch aufgeklärt werden, statt ihr ungesunde Massenprodukte nahe zu bringen. Sollte es nicht auch im Interesse eines identitären Magazins sein, die Jugend vor schädlichen Lebensmitteleinflüssen zu warnen und somit zu schützen?

Eine weitere Sache, die zu kritisieren wäre, ist der Artikel, in welchem es um Transsexuelle im Zusammenhang mit der AfD und dem Islam geht. Hier muss ganz bklar gesagt werden, dass als zum Genderwahn konträr stehende Menschen sollten Identitäre bzw. Volksbewußte sich nicht um Minderheiten kümmern. Sich um Minderheiten zu sorgen, war Sache der Frankfurter Schule. Wenn identitäre Gruppen der Neurechten einerseits eine Umkehr des Geistes der Frankfurter Schule einfordern, stellt sich die Frage, wie solch eine Umkehrung in die Tat umgesetzt werden soll, wenn andererseits auf dem gleichen Zug aufgesprungen wird? Inhaltlich gibt es bei diesem Artikel auch einen Widerspruch zu dem doch wieder recht anregenden Interview mit den reizenden jungen Frauen von radikal feminin, die sich ganz klar für ein konservatives Geschlechterbild aussprechen.

Die Tatsache, dass sich das Magazin auch der Tattookunst widmete, ist als durchaus positiv zu benennen. In einem interessanten Artikel zum Thema erfährt der Leser, dass Tätowierungen eben nicht, wie es viele Rechte annehmen, eine Kunst nur aus fremden Kulturen ist, sondern bei Wikingern und anderen Germanen zum Körperschmuck gehörten. Innerhalb der deutschen Rechten wurde in den vergangenen Jahren immer wieder darüber diskutiert, ob Tattoos zum Schönheitsverständnis ihre Daseinsberechtigung haben oder nicht. Arcadi sorgt hier ein wenig für Ausgleich durch seine sachliche Darstellung über die Herkunft des umstrittenen Körperschmucks.

Insgesamt stellt diese Ausgabe wieder ein wichtiges metapolitisches Werkzeug für junge Deutsche, die sich als identitär oder patriotisch begreifen, dar. Bereits die gestalterische Aufmachung des Magazins dürfte bei jungen Patrioten einen positiven Eindruck hinterlassen. Inhaltlich hingegen bietet Arcadi an der einen oder anderen Stelle durchaus kritikwürdige Texte.

Anermkung

[1]Auch Nijmegenmarsch genannt. Der Name geht auf die Stadt Nijmengen zurück, die jeden dritten Dienstag im Juli jedes Jahres Startpunkt des Leistungsmarsches ist. (Anm. d. Red.)

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