Buchrezension: Der weiße Ethnostaat von Johannes Scharf

 – Verfasst von Rolf Gradmann –

Die folgende Rezension setzt sich mit dem 2017 erschienenen Werk von Johannes Scharf „Der weiße Ethnostaat“ auseinander. Es handelt sich dabei um eine Zusammentragung einzelner Artikel und Aufsätze, die der Autor für verschiedene Publikationen, wie auch Gegenstrom, zur Verfügung stellte. Aufgrund der gegenwärtigen Flutung von kulturfremden Volksscharren nach Europa polarisiert er gern über alternative Siedlungsprojekte, ein „Nova Europa“, für die noch verbleibende autochthone europäische bzw. weiße Bevölkerung in Westeuropa. Auf einige Aspekte seiner Ausführungen soll einmal näher eingegangen werden.

Ausgangslage und Ausblicke für den Homo Europäus in Europa

Zu Beginn erörtert der Verfasser die Zustände in Europa sowie die Auswüchse der Masseneinwanderung durch arabische und afrikanische Migranten. So geht er auf die Diskrepanzen und Probleme, welche mit dem Massenzustrom einhergehen, ein. Dabei werden zu Recht die steigende Kriminalität, sozialer Abstieg, und die Kosten für die autochthone Bevölkerung zur Sprache gebracht sowie belegt. Auch Vergleiche zu anderen multiethnischen Staaten, wie den Vereinigten Staaten von Amerika, werden anhand von Kriminalitätsstatistiken vom Autor herangezogen,[1] um etwa die Zukunft Europas darlegen zu können. Bei der Darlegung der bereits entstandenen und noch zu entstehenden Probleme geht es dem Verfasser jedoch nicht darum, zu konstatieren, dass eine Masseneinwanderung aus Ländern mit zumeist friedlichen bzw. netten und intellektuellen Personen positiv zu bewerten wäre. Der Autor betrachtet sich als Verfechter eines Ethnopluralismus, einer echten Vielfalt, die richtigerweise nur durch die Homogenität der verschiedenen Ethnien garantiert werden kann.[2] Dies wird u. a. mit einem Zitat von Prof. Dr. Karl August Eckhardt untermauert, der einmal erläuterte, Europa steht und fällt mit seiner biokulturellen Homogenität. Auch Jared Taylor von „American Renaissance“ wird sinngemäß wiedergegeben, der einmal betonte, dass ein “Volk auch dann das Recht dazu hätte, seine Eigenheiten zu bewahren und Masseneinwanderung strikt und kategorisch abzulehnen (ist), wenn die Migranten alle einen höheren IQ aufweisen als die Menschen in dem Land, in das sie einzuwandern suchten!“[3] Auch wenn rechte oder rechtspopulistische Parteien, wie die AfD oder der Front National, an Zuspruch hinzugewinnen und die „Flüchtlingskrise“ bei nicht wenigen einen Aufwachmodus auslöste, hält der Verfasser eine politische Wende doch eher für illusorisch.[4] Dies begründet er mitunter damit, dass, trotz mehrheitlicher Ablehnung von weiteren Einwanderern aus muslimischen Ländern europaweit, das Wahlergebnis beispielsweise im Bezug auf Deutschland relativ ernüchternd ausfiel.[5] Nur sollte aufgrund der Aktualität des Werkes darauf geachtet werden, dass sich in manchen westeuropäischen Ländern, wie Österreich und Italien neue Konstellationen durch die dortigen Wahlergebnisse ergeben haben, indem rechte oder rechtspopulistische Parteien mit in der Regierung sitzen, weshalb eine Entwicklung, zumindest in diesen beiden Ländern, noch für Überraschungen sorgen dürfte.

Rückzug und Aufbau eines alternativen Europas für Weiße

Aus dem obig dargelegten postuliert der Verfasser daher einen Aufbau eines Nova Europas, eines neuen Gebietes für weiße Europäer, was zugleich die Kernaussage des vorliegenden Werkes bildet. Dabei werden kontinentale, wie Osteuropa, und außerkontinentale Gebiete, wie Neuseeland, Alaska und Teile in den Vereinigten Staaten in Betracht gezogen. Osteuropa würde sich in der Tat schon deshalb als lukrativ erweisen, weil zum einen Polen und Ungarn die Volksaustauschpolitik der EU strikt ablehnen und zum anderen, weil der ungarische Ministerpräsident Victor Orban autochthonen Westeuropäern, allen voran Deutsche, wegen der verfehlten Flüchtlingspolitik Asyl angeboten hat. Als erfolgreiche weiße Siedlungsprojekte werden Orania und Kleinfontein in Südafrika vorgestellt. Orania beispielsweise, sei eine Siedlung mit wirtschaftlichem und bevölkerungsstarkem Wachstum. Diese positiven Erscheinungen sind, so der Verfasser, mitunter dem Umstand geschuldet, dass die hiesige weiße Bevölkerung auf schwarze Bedienstete verzichtet.[6] Desweiteren wird Israel bzw. die Gründung des jüdisch-zionistischen Ethnostaates als vorbildhafte Siedlungspolitik dargestellt, die mit einem vorausgegangenen Zionistenkongress eingeleitet wurde.[7] Die Gründung eines Weltkongresses für Weiße schwebt auch dem Verfasser vor, der sich mit folgenden Themen auseinanderzusetzen hat: die Koordinierung von Spendensammlungen, der Ankauf von Land, die Identifizierung von Geschäftsmöglichkeiten im Zielgebiet, die Schaffung von formellen Arbeitsplätzen und die Organisation des formellen Einwanderungsprozesses für Siedlergruppen.[8] Bei alldem Geschilderten bleibt allerdings die Frage ungeklärt, wer denn zu den Weißen zählen soll? Sind die hellbraunen Bewohner Süditaliens, die sicher nicht mehr viel mit den Etruskern oder Langobarden gemein haben, oder die Griechen jetzt Weiße oder eher rassisch mit den Vorderasiaten zu vergleichen? Wo wird dabei die Grenze gezogen? Hierbei bedarf es sicher einer genaueren Definition, wer oder was als weiß zählt.

Ein weißer Ethnostaat als Alternative zu Deutschland

In dem vorliegenden Werk geht der Verfasser auch nochmal explizit auf die Frage ein, inwiefern ein weißer Ethnostaat sich als eine Alternative zu Deutschland gestalten könnte. Wie im gesamten Westeuropa hält der Autor einen politischen Wandel für schier unmöglich, denn das Land habe kein Ausländerproblem, sondern ein gewaltiges Inländerproblem, womit er bei seiner Einschätzung auch Recht behalten sollte. Immerhin bestehe der Deutsche Bundestag nicht mehrheitlich aus Migranten und auf die in Deutschland Wahlberechtigten treffe das Gleiche zu. Genauso sei das Bundesverfassungsgericht aus autochthonen Deutschen zusammengesetzt. Der Publizist will damit zum Ausdruck bringen, dass die Probleme hausgemacht sind und der Gegner des deutschen Volkes in erster Linie in den eigenen Reihen zu suchen ist. Mit einem Zitat vom Historiker Arnold Toynbee sucht der Verfasser dies nochmals zu unterstreichen, der sinngemäß meinte, dass Zivilisationen durch Selbstmord und nicht durch Mord untergehen würden. Ebenso wird ein „großer Knall“ in Form eines ethnischen Bürgerkrieges ebenso wenig für möglich gehalten, sonst hätte er längst stattfinden müssen, so der Verfasser. Lediglich Rasseunruhen, ähnlich wie in Frankreich und Schweden, werden als realistisch eingestuft. Somit wäre auch für Deutschland nur die Exit-Strategie „Nova Europa“ vorzuziehen, denn es gilt die ethnokulturelle Identität durch Hinüberrettung zu erhalten. Unter anderem wird Ungarn dafür vom Verfasser als auserkorenes Land ersehen. Nicht zuletzt, weil der ungarische Ministerpräsident Orban Westeuropäern Asyl angeboten hat, die von der merkel‘schen Austauschpolitik die Nase gestrichen voll haben, sondern weil Ungarn bereits aus der Geschichte heraus mit deutschsprachigen Ländern, wie Österreich und Deutschland, eng verbunden ist, weshalb es sich auch als einen lukrativen Zufluchtsort anbietet. Jedoch wird hier vom Autor die Frage gestellt, ob Ungarn auch Millionen von Deutschen Asyl gewähren würde.

Sezession oder Kolonisation

In diesem Unterkapitel zu „Der weiße Ethnostaat – Geographische Konsolidierung als Strategie gegen das Verschwinden“ umreißt der Verfasser die interessante Frage, auf welchem Wege der neue Ethnostaat zu errichten wäre. Hierbei werden die zwei Möglichkeiten, Sezession und Kolonisation, in Betracht gezogen. Bei der Sezession würde sich ein bereits bestehendes Staatengebiet von einem Staat ablösen und sich selbst verwalten. Dies hält der Verfasser bezüglich Deutschland für eine sehr gute und einzige Chance, einen weißen Ethnostaat auf deutschem Boden zu erhalten. Dass es natürlich nur den Osten der BRD beträfe, liegt an dem Umstand, dass die hiesige autochthone Bevölkerung noch einen starken Widerstandswillen zum großen Austausch unter Beweis stellt. Allerdings tut sich hierbei die Frage auf, wie eine Sezession nach dieser Vision vonstattengehen soll, wenn man bedenkt, dass Deutschland immer noch nicht wenige stationierte Amerikaner beherbergt und bei einer „Ost-West-Sezession“ der Weltmacht USA ein wichtiges geostrategisches Territorium wegbricht. Sicher wird die USA bei solcherart Abtrennung das letzte Wort haben. Man beachte doch, dass für sie eine bequeme Landbrücke nach Osteuropa und somit zu den Grenzen Russland droht wegzufallen.

Die Kolonisation beträfe ein entlegenes Gebiet, wie die bereits kurz wiedergegebenen Beispiele Orania und Kleinfontein verdeutlichen.

Aufbau, Sprache sowie Verständlichkeit

Der Aufbau des Werkes ist so gestaltet, wie man es von guter Literatur erwartet. Es beginnt mit einem kurzen einleitenden Kapitel „Europa am Scheideweg“, welches sich mit den Problemen, die aus der Masseneinwanderung in Westeuropa resultieren, auseinandersetzt und geht schnell zur Kernaussage des Werkes über. Es gibt also kein großes Drum-herum-Gerede, ehe der Autor auf das Wesentliche eingeht. Die Sprache wirkt manchmal zwar polemisiert, lässt an der Sachlichkeit des Themas insgesamt jedoch nicht zweifeln. Hin und wieder werden vom Verfasser auch Fremdwörter verwendet, welche jedoch kein Übermaß haben, womit ein relativ guter Lesefluss und Verständlichkeit garantiert sind. Zu kritisieren ist jedoch, dass in verschiedenen Kapiteln einiges inhaltlich wiederholt wird. Sicher ist dieser Mangel auch damit zu erklären, dass es sich bei diesem Werk um eine Zusammenstellung einzelner Artikel und Vorträge handelt. Hier hätte es jedoch einer Überarbeitung bedurft, um die Lesefreundlichkeit nicht zu beeinträchtigen.

Desweiteren hätte neben den Fußnoten auch ein richtiges übersichtliches Quellen- und Literaturverzeichnis nicht unbedingt geschadet, da sich das Suchen in den kleingeschriebenen Fußnoten als etwas aufwendig gestaltet. Zudem ist der Schriftsatz etwas unglücklich geraten, denn hin und wieder fehlt zwischen einigen Wörtern das Leerzeichen.

Zielgruppe/Rezipienten

Das Werk richtet sich an jedem identitär denkenden weißen Europäer, der sich um den Erhalt seiner Art und Kultur nach der Masseninvasion Kulturfremder nach Europa ernsthafte Gedanken macht.

Zusammenfassung

Alles in allem bietet Johannes Scharf mit seinem Werk einen interessanten Ansatz für weitere Theorien, mit denen die autochthonen Europäer gezwungen sind, sich auseinanderzusetzen, sollte, und so sieht es leider zumindest in Westeuropa noch derzeit aus, kein fundamentaler Wandel in der „Alten Welt“ einsetzen. Das Thema der Exit-Strategie rückt  leider von Jahr zu Jahr immer näher, solange der Massenzustrom weiter anhält. 

[1] Vgl. J. Scharf, Der weiße Ethnostaat, 2017, S. 13-16.

[2] Vgl. a.a.O., S. 13.

[3] A.a.O., S. 13 f.

[4] Vgl. a.a.O., S. 36.

[5] Vgl. a.a.O., S. 70-72.

[6] Vgl. a.a.O., S. 44-46.

[7] Vgl. a.a.O., S. 47 f.

[8] Vgl. a.a.O., S. 60 f.

Vielleicht gefällt dir auch

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Social media & sharing icons powered by UltimatelySocial