Es ist amtlich: Seit heute Rechtskonservative Regierung in Österreich

– Verfasst von Peter Steinborn –

Während hierzulande die bundesrepublikanischen Uhren stillstehen und man sich in Sachen Regierungsbildung gehörig Zeit lässt, regiert seit heute die konservative ÖVP zusammen mit der rechtspopulistischen FPÖ in Österreich. Sebastian Kurz (ÖVP-Chef) ist nun mit 31 Jahren Europas jüngster Regierungschef und Heinz-Christian Strache (FPÖ-Chef) sein Vizekanzler. Der neue Bundeskanzler gilt als Reformator der einstigen Volkspartei in schwarz. Er tauchte die Konservativen in die Farbe Türkis und machte bereits als Außenminister deutlich, dass er von der Merkel-Politik deutlich abweicht. Durch das erwartungsgemäße Bündnis mit der in Teilen als rechtsextrem verschrienen Freiheitlichen Partei Österreichs, könnte Kurz ein neues Zeitalter für das sich immer noch im Einigungsprozess befindliche Europa eingeleitet haben.

Rechts wird wieder normal

Auch die Proteste blieben im Vergleich zu jenen aus dem Jahre 2000 verhältnismäßig marginal. Es hat laut Prof. Dr. Michael Lewandowsky, der an der Helmut-Schmidt-Universität in Hamburg doziert, in den letzten Jahren ein Gewöhnungsprozess gegeben, der dafür sorgte, dass rechtspopulistische Parteien in Europa nichts Ungewöhnliches mehr darstellen. Tatsächlich kann es heute wieder als normal angesehen werden, angesichts der sich immer schärfer einstellenden Tonart der Visegrad-Staaten, die – gleich Sebastian Kurz – eine andere Auffassung von der Rolle Europas innerhalb der Migrationskrise haben als der sog. Westen unter merkel’scher Führung.

Mit der österreichischen Regierung könnte sich der Rechtsruck weiter gen Westeuropa bewegen. Tatsächlich ist dies ein Zeichen dafür, dass rechte bzw. rechtskonservative Regierungen nicht mehr nur ein osteuropäisches Phänomen sind. Österreich könnte damit eine neue Zeit einläuten, die der Europäischen Rechten einen weiteren Auftrieb gibt. Zwar ist davon auszugehen, dass Sebastian Kurz aus reinem Machtkalkül und bei Kenntnis der demokratischen Spielregeln eine rechte bzw. rechtskonservative Politik betreibt, doch zeigt dies, dass eine metapolitische Vorbereitung und ein langer rechter Atem zu Erfolgen führt. Keine Frage, dass die Regierung sich erst beweisen wird müssen und wir nicht sagen können, ob die realpolitische Ausrichtung der ÖVP-FPÖ-Koalition auch wirklich Früchte für die Österreicher tragen wird, dennoch ist heute ein Stück Europa zurückerobert worden.

Europa als Gegenmodell zur Europäischen Union

Mit Türkis-Blau (oder Schwarz-Blau) könnte ein Europa auf identitären Grundlagen einen weiteren Partner gefunden haben. Das Europa á la Emmanuel Macron oder Martin Schulz könnte es mit einem Gegenmodell zu tun bekommen. Die plötzlichen Postulate nach den „Vereinigten Staaten Europas“ des vermeintlichen SPD-Chefs wirken dabei wie Hilferufe eines gescheiterten Kanzlerkandidaten. FAZ-Autor, Holger Steltzner bezeichnet dies sogar als „Hybris eines Berufseuropäers“. In Wirklichkeit verbirgt sich dahinter eine nicht unbegründete geostrategische Forderung von globalistisch ausgerichteten Eurokraten. Die Franzosen liebäugeln ohnehin, seit dem sie ihre  Weltmachtstellung vollkommen verloren haben, damit, durch die europäische Einheitsidee wieder zu altem Glanz zu geraten. Die deutschen Eliten scheinen dies aus einem zwangsneurotischen Schamgefühl heraus zu tun. Im Glauben sich von den „Sünden der Vergangenheit“ reinwaschen zu können, versuchen sie die Führung eines supranationalistischen Geflechtes Europäische Union zu übernehmen.

Mit dem Erstarken von eher nationalstaatlich bis hin zu nationalistisch ausgerichteten Regierungen im mittleren Osten, könnte ein neues Modell von Europa Fuß fassen. Es ist ein Angebot für eine eher identitätspolitische Sichtweise auf den europäischen Kontinent. Europa wird sich auf dem eurasischen Kontinent tatsächlich nur gemeinsam behaupten können. Die Frage, wie dieses geeinte Europa aussehen soll, ob Grenzen und Identitäten auf dem weißen Kontinent erhalten bleiben, oder sie als Hindernisse gesehen werden, wird über die Zukunft Eurasiens entscheiden. Der Nationalstaat jedenfalls ist noch lange nicht tot.

„Nein zur EU“, heißt nicht automatisch auch „Nein zu Europa“. Vielleicht bildet sich sogar innerhalb der uns heute bekannten Europäischen Union eine Art europäischer Nationalismus heraus. Es wäre nicht das erste Reich auf europäischen Boden, welches seine nationalstaatlichen Grenzen erhält.

Vielleicht gefällt dir auch

12 Gedanken zu „Es ist amtlich: Seit heute Rechtskonservative Regierung in Österreich

  1. “Vielleicht bildet sich sogar innerhalb der uns heute bekannten Europäischen Union eine Art europäischer Nationalismus heraus. Es wäre nicht das erste Reich auf europäischen Boden, welches seine nationalstaatlichen Grenzen erhält.”
    Ist der Begriff “europäischer Nationalismus” nicht ein ungewolltes Oxymoron?
    Nationalismus ist schließlich das “Streben politisch bewußt gewordener Völker nach Unabhängigkeit, Selbstbestimmung, Freiheit und Einheit”. Es ist also eine Volks-spezifische Sache. Völker beruhen auf dem Abstammungsprinzip und gleicher Kultur. Für einen europäischen Nationalismus müssten also die bisherigen Völker weichen, damit ein neues europäisch-völkisches Konglomerat entstehen kann. Doch damit hätten wir jenen Zustand, den auch die Verfechter einer Multikultur anstreben.
    Vielleicht mag der Autor anführen, dass wir Europäer untereinander mehr zu tun haben, als mit den zugezogenen Türken, Arabern, Nordafrikanern oder auch Asiaten. Dem entgegen steht aber, dass die biologischen und kulturellen Verläufe fließend sind. Als Kontrastbeispiel könnte man erwähnen, dass wir als Deutsche kaum biologische wie kulturelle Überschneidungen mit den Kalmücken besitzen, welche aber dennoch zu Europa gehören. Ähnlich, wenngleich nicht ganz so stark, sieht es mit südosteuropäischen Völkern aus. Die griechische Kultur dürfte mehr mit den östlichen Mittelmeerländern verbunden sein, als mit jenen aus Mittel- oder gar Nordeuropa. Auch Länder wie Albanien unterscheiden sich nicht nur kulturell (z.B. muslimische Mehrheit) sehr stark von uns. Selbst Länder wie Italien weisen ein starkes Nord-Süd-Gefälle auf. Es wäre also kein Argument, wenn man erzählt, dass wir eine stärkere Verbindung mit Griechenland oder dem noch näheren Albanien aufweisen und daher mit ihnen ein europäischen Volk werden könnten. Diese weisen eine deutlich stärkere Nähe zu anderen (teilweise außereuropäischen) Völkern auf, als zu uns. Vielleicht könnte man den Gedanken in Verbindung mit den Schweizern, Niederländern o.ä. bringen. Doch dann kann man wiederum nicht mehr von einem europäischen Nationalismus sprechen und auch dabei würden bereits bestehende Völker verschwinden.

  2. Welchen Vorteil sollte eine Einteilung der Völker nach dem Abstammungsprinzip bringen ?
    Die Definition eines solchen Volkes wäre allein in Deutschland kaum noch möglich , ohne realiter große Teile der Bevölkerung ausgrenzen zu müssen. Meines Erachtens wäre dies nicht mehr praktikabel durchzusetzen.
    Bei einer sich auf Genetik beziehenden Definition von “Volk” müßte ja auch wissenschaftlich plausibel dargestellt werden , daß diese überhaupt gerechtfertigt wäre. So sauber sollte schon zu Ende gedacht werden.
    Vielmehr sollte der Begriff “Volk” mit der Kultur in Verbindung gebracht werden.
    Zu einer Kultur zu gehören ist wiederum eine Frage der inneren Haltung und der Verbundenheit mit dieser. Ebenso die Überzeugtheit vom Wert dieser Kultur. Dies beruht auf eigenem Entschluß.
    Sofern der Zugewanderte sich mit der vorgefundenen Kultur identifiziert und diese Annimmt , sollte es möglich sein , eben diesen in den Begriff des “Volkes” mit aufzunehmen. Nach wieviel Generationen will man dies ansonsten zulassen ?
    Der Eine fühlt sich sofort zugehörig , der andere selbst in der dritten Generation noch nicht.
    Das Volk definiert sich über seine Kultur. Die Bestimmung über Gene halte ich nicht für sinnvoll.
    Was soll denn verlangt werden ? Ein Ariernachweis ?
    Diese Konzepte dürften aus der Mottenkiste der Pseudowissenschaft stammen.
    Ich persönlich kenne zugewanderte Leute die sind einwandfrei und passen wunderbar in dieses Land.
    Andere wiederum eben nicht so sehr.

    1. Es geht hier nicht um taktische oder strategische Agitationen, wodurch man sich politisch Vorteile erhofft, sondern es geht um das bewahren des Eigenen.
      Es ist keine beliebige Einteilung von mir, dass ein Volk wesentlich auf dem Abstammungsprinzip beruht – es ist seine Definition. Diese Definition stammt auch nicht aus dem Nationalsozialismus, sondern ist schon recht alt. Selbst Friedrich Schiller schrieb in Wilhelm Tell: “Was auch draus werde – steh’ zu deinem Volk! Es ist dein angeborner Platz.” Die Kultur ist ein weiterer Faktor wer zu einem Volk gehört, doch ist sie nicht das alleinige Entscheidungskriterium!
      Was du wohl meinst nennt man in der Biologie eine Population, in der landläufigen Politik auch “Bevölkerung”. Wenn du das deutsche Volk schon aufgegeben hast und einzig die Kulturgüter in das nächste Zeitalter tragen möchtest, ist es ein deutliches Zeichen vom falschen Zeitgeist, der scheinbar auch zu dir gefunden hat.
      Seinem Volk und seiner Kultur eine Zukunft geben zu wollen ist “eine Frage der inneren Haltung und der Verbundenheit”; zu einem Volk mit seiner Kultur zu gehören ist jedoch angeboren.
      Du fragst auch wie viele Generationen man warten solle? So viele bis die entsprechende Generation genetisch dem einheimischen Volkes entspricht. Die Generationen davor gehören entweder zu einem anderen Volk oder befinden sich in einer “Übergangsphase” (Mischlinge/Hybride). Falls du wissen möchtest ab welcher Generation es historisch getan wurde kannst du dich auch gerne einmal zu den Nürnberger Gesetzen belesen.

  3. Der Genotyp bestimmt den Phänotyp.
    Schiller hatte davon keine Kenntnis.
    Was sind nun die Deutschen ? Nachfahren der Germanen ? Oder nicht zu einem großen Teil auch Slawen , wie die Polen ? Was ist mit den Hugenotten ? Sollen wir diese zu unserem Volk zählen ?
    Die tragen ja immer noch ihre ausländischen Namen ( Wenn auch oftmals eingedeutscht ).
    Aus Vikingern wurden Wärager , sind heute Russen.
    Nimm ein deutsches Baby und laß es im Ural bei einer russischen Familie aufwachsen.
    Es wird aufgrund seiner Genetik nicht spüren , daß es gar kein Russe ist.
    Das müßte ihm man schon sagen.
    Es ist eine Sache des Bewußtseins.

  4. Um Mißverständnissen vorzubeugen :
    Der Begriff des Volkes ist auch für mich von großer Wichtigkeit.
    Er sollte sich aber im Sinne der aufgeklärten abendländischen Denktradition auf Grundlage des aktuellen Wissens begründen lassen.
    Das wissenschaftliche Denken geht nicht von absoluten und ewig gültigen Aussagen aus.
    Was als Wissen gilt , muß sich stets an den aktuellen Erkenntnissen messen lassen und wird gegebenenfalls angepaßt oder verworfen.
    Diese prinzipielle Offenheit im Denken ist für mich einer der großen Edelsteine der westlichen Zivilisation.
    Auch wenn die Realität sich nicht immer mit dem Ideal in Übereinstimmung bringen läßt.
    Eigene liebgewordene Positionen müssen ja demnach ebenfalls im Ernstfall aufgegeben werden. Das fällt nicht immer leicht.
    Sippen und Clans beruhen auf verwandschaftlicher Verbundenheit. Bereits bei Stämmen ist dieses verwandschaftliche Kriterium oftmals nicht mehr vorhanden.
    Rom hatte eine Zivilisation , Römer eine Vorstellung von der gemeinsamen Kultur. Viele römische Kaiser waren keine gebürtigen Römer , sie verstanden sich aber als solche. Es war eine Frage des Bewußtseins.
    Nationalstaatliches Denken bei der allgemeinen Bevölkerung des Mittelalters ? Undenkbar !
    Das deutsche Volk ist eine verhältnismäßig junge Entwicklung.
    Diese Entwicklung hatte mehr mit gesellschaftlichen Entwicklungen zu tun , denn mit Blutlinien.
    Vermutlich sind bei dieser Frage noch weitere Diskussionen notwendig.

    1. Wenn du mit dem Begriff des Volkes nichts mehr anfangen kannst, dann verwende doch, wie die Demokraten, einfach die Begriffe „Bevölkerung“ oder Population. Diese sind, für das was du ansprichst, sehr passend. Dazu muss man den Begriff Volk nicht umdefinieren.
      Dass der Genotyp den Phänotyp bestimmt mag stimmen, doch ändert es nichts an Schillers Äußerung und seiner Bedeutung. Phänotypische Ausprägungen sind ebenfalls Teil des Erbguts und werden durch Gene und Umwelteinflüsse bestimmt. Es ist also nicht so, wie du suggerierst, dass eine Familie (Nord-)Afrikaner oder Araber herkommen und ihnen plötzlich selbst oder bereits in der F1-Generation blonde Haare wachsen (etwas plakativ ausgedrückt). Diese Sache passiert nicht einmal in der F1-Generation, wenn sie sich zuvor mit den Einheimischen kreuzten. Hierbei erkennst du vielleicht auch eine Ähnlichkeit zwischen den Mendelschen Regeln und den Nürnbergern Gesetzen. Also komplett unwissenschaftlich ist es scheinbar nicht, was damals getan wurde. 😉 Auch wenn die Mendelschen Regeln vielleicht nicht alles akkurat darstellen und es Erbgänge gibt, die davon abweichen, so sind diese Regeln dennoch für die meisten Vorgänge auch heute gültig.
      Ganz nebenbei: Hugenotten waren keine Ethnie, sondern eine Glaubensrichtung 😉
      Dass du keine Unterschiede mehr zwischen Menschen vom Ural und Mitteleuropäern erkennst mag vielleicht an der mittlerweile überall anzutreffenden Multikultur liegen, aber es gibt durchaus welche. Sei es nun die ausgeprägteren Wangenknochen (recht offensichtlich) oder auch die Haplogruppe R1a. Im Laufe der Zeit gab es im natürlichen Maßstab auch Vermischungen, wodurch sich z.B. slawische Relikte in Brandenburg oder Mecklenburg-Vorpommern finden. Doch sind diese Vermischungen natürlich, während die heutigen globalisiert und industrialisiert ablaufen und dadurch die Völker vernichten.
      Die Deutschen sind die Nachfahren aus verschiedenen mitteleuropäischen Volksstämmen (wohl überwiegend Germanen, Kelten usw.), die sich untereinander aber auch recht ähnlich waren. Franzosen oder Magyaren (Ungarn) z.B. haben entsprechend eine andere Zusammensetzung europäischer Stämme (entweder komplett andere Stämme oder ein anderes Verhältnis), da ihre Abstammungsgemeinschaften woanders siedelten.

  5. “Wenn du mit dem Begriff des Volkes nichts mehr anfangen kannst, dann verwende doch, wie die Demokraten, einfach die Begriffe „Bevölkerung“ oder Population. Diese sind, für das was du ansprichst, sehr passend. Dazu muss man den Begriff Volk nicht umdefinieren.”

    Ein Volk ist meines Erachtens durch die Annahme geographischer , kultureller und geschichtlicher Kontinuitäten gekennzeichnet. Denn Heimat ist nicht nur ein Ort an dem man lebt. Es ist die Annahme der Geschichte eines Ortes. Denn die Geschichte formte die Landschaft und die Gemeinschaften dieser Orte. Die Ablagerungen der Vergangenheit sind das Substrat in das wir unsere Wurzeln führen. Von diesem erhalten wir die Nährstoffe die unseren Stamm wachsen lassen. Je tiefer wir mit unseren Wurzeln im Boden unserer Heimat verankert sind , desto mehr können wir den Stürmen der Zeit trotzen.
    Ist ein “Volk” das sich dessen nicht bewußt ist , überhaupt noch ein “Volk” ?

    “Dass der Genotyp den Phänotyp bestimmt mag stimmen, doch ändert es nichts an Schillers Äußerung und seiner Bedeutung.”

    Nun war Schiller ein Dichter und kein Wissenschaftler. Wir sollten zudem stets bemüht sein , Aussagen im Zusammenhang der damaligen Weltsicht zu deuten.

    “Phänotypische Ausprägungen sind ebenfalls Teil des Erbguts und werden durch Gene und Umwelteinflüsse bestimmt. Es ist also nicht so, wie du suggerierst, dass eine Familie (Nord-)Afrikaner oder Araber herkommen und ihnen plötzlich selbst oder bereits in der F1-Generation blonde Haare wachsen (etwas plakativ ausgedrückt). Diese Sache passiert nicht einmal in der F1-Generation, wenn sie sich zuvor mit den Einheimischen kreuzten.”

    Das ist ja nun auch Schulwissen , dessen Kenntnis uns beide offensichtlich als erfolgreiche Besucher einer Schule ausweist. Die helle Hautfarbe im Norden ist ein positives Selektionskriterium. Aber auch nur im Norden.
    Sie ist ein funtionaler Vorteil aber gewiß kein Zeichen von rassischer Höherwertigkeit ( und ich gehe davon aus , daß wir uns in diesem Punkt einig sind ). Evolution ist halt kalt und blind.

    “Ganz nebenbei: Hugenotten waren keine Ethnie, sondern eine Glaubensrichtung ”

    Ginge man nach dem Namen , wären die Hugenotten ja auch Schweizer ( Hugenotte = Eidgenosse ).
    Es ging ja auch nur um den Hinweis einer sehr erfolgreich eingewanderten und assimilierten Volksgruppe aus den französischen Landen.

    “Dass du keine Unterschiede mehr zwischen Menschen vom Ural und Mitteleuropäern erkennst mag vielleicht an der mittlerweile überall anzutreffenden Multikultur liegen, aber es gibt durchaus welche. Sei es nun die ausgeprägteren Wangenknochen (recht offensichtlich) oder auch die Haplogruppe R1a. Im Laufe der Zeit gab es im natürlichen Maßstab auch Vermischungen, wodurch sich z.B. slawische Relikte in Brandenburg oder Mecklenburg-Vorpommern finden. Doch sind diese Vermischungen natürlich, während die heutigen globalisiert und industrialisiert ablaufen und dadurch die Völker vernichten.”

    Selbstverständlich erkenne ich äußerliche Unterschiede lokaler Bevölkerungen. Dies ist ja nun nicht immer zu übersehen. Die Frage stellt sich ja , ob diese einen Selektionsvorteil bieten und evolutionär eher neutrale Eigenschaften haben. Die Hautfarbe hatten wir ja als funktionalen Vorteil bereits erwähnt.
    Die asiatischen Mandelaugen , so wird spekuliert , könnten auch auf einem Zuchteffekt aus ästhetischer Vorliebe beruhen. Die Sache ist halt nicht immer so einfach zu erklären.
    Nur sind rotes Haar oder die Ausprägung der Wangenknochen aus meiner Sicht kein besonderer evolutionärer Nutzen. Der Körperbau dagegen schon. So ist das Verhältnis von Körpergewicht zu Körperoberfläche in verscheidenen Temperaturzonen von einem gewissen Einfluß.

    Du umgehst aus meiner Sicht eigentlich eine wichtige Frage :
    Warum hat die Evolution eigentlich die zweigeschlechtliche Sexualität entwickelt. Der Hauptgrund , ist die höhre genetische Varianz der Nachkommen. Genetische Vielfalt hat sich als erfolgreiche Strategie der Evolution erwiesen. Wäre sie es nicht , Du weißt schon : Evolution ist halt …
    Aus Sicht der Evolution ist also eine gewisse genetische Vielfalt offenbar erwünscht. Wo will man denn da die richtige Grenze ziehen und warum ?
    Geht es tatsächlich um evolutionäre Vorteile oder eher doch um Äußerlichkeiten ?

    “Die Deutschen sind die Nachfahren aus verschiedenen mitteleuropäischen Volksstämmen (wohl überwiegend Germanen, Kelten usw.), die sich untereinander aber auch recht ähnlich waren. Franzosen oder Magyaren (Ungarn) z.B. haben entsprechend eine andere Zusammensetzung europäischer Stämme (entweder komplett andere Stämme oder ein anderes Verhältnis), da ihre Abstammungsgemeinschaften woanders siedelten.”

    Und der Neanderthaler hat sich mit dem modernen Homo sapiens gepaart. RASSENSCHANDE !
    Ist aber hoffentlich verjährt. Nur die Gene vergessen nie.

    1. Ganz ehrlich? Weite Teile deiner Worte erinnern mich an meine letzte Diskussion mit einem Antideutschen, der zwanghaft versucht hat, seine kosmopolitischen Ansichten gegen die Natur durchzuboxen.
      Erkläre mir mal bitte warum du unbedingt den Begriff Volk umdefinieren möchtest, wo es doch mittlerweile mindestens zwei Begriffe gibt, die das was du anstrebst beschreiben?
      Schillers Worte im Zusammenhang zur Zeit zu sehen mag so erst einmal sinnvoll sein, doch sollte man auch dabei überlegen, ob sie ebenfalls in unserer heutigen Zeit passen und stimmen. Ich denke, dass sie keinerlei Gewicht verloren haben.
      Die entsprechenden Eigenschaften, wie Wangenknochen usw., haben sich aber nun einmal evolutionär bei ihnen durchgesetzt. Ob _du_ darin nun einen Sinn siehst dürfte die Natur recht wenig interessieren.
      Genetische Variabilität ist durchaus wichtig. Du vergleichst nun aber Äpfel mit Birnen. Ein Volk hat eine ausreichend große Anzahl von Individuen, dass eine Vermischung auf natürlicher Basis vollkommen ausreichend ist. Dabei ist keine weitere künstlich-industriell-globale Regulation notwendig.
      Worum es geht habe ich dir auch geschrieben: „das Bewahren des Eigenen“.
      Der Rest von dir danach kann ich wohl getrost als Polemik ignorieren.

      1. Ich weiß ja nun nicht , was du mit dem Antideutschen en detail so diskutiert hast.
        Den Begriff des Volkes definierst Du eben über die Abstammung. Über Abstammung kann man ja heute eben nicht mehr ohne Betrachtungen über Genetik und Evolution sinnvoll diskutieren.
        Darüber sollte eigentlich Einverständnis bestehen.
        Ein hauptsächlich auf Abstammung basierender Volksbegriff , muß nach heutigem Stand eben genetische Abgrenzungskriterien einbeziehen.
        Und diesbezüglich stellen sich Fragen :

        1.
        Wie erfolgt die genetische Feststellung zur Volkszugehörigkeit ? Wie lege ich “das Eigene” in diesem Rahmen aus ? Irgendwann muß ich unterscheiden in die , welche dazugehören und die , welche außenstehend sind. Nach welchen Kriterien soll dies erfolgen ? Gibt es scharfe Grenzen oder fließende Übergänge ? Wären die Übergangstypen als vollwertige oder nur noch als minderwertige Mitglieder des Volkes einzustufen ?
        Mir scheint , daß man sich da sehr verrennen kann.

        2.
        Ich habe ja schon geschrieben , daß es vermutlich äußerliche Erscheinungsformen gibt , die keinerlei Selektionsvorteil bieten. Populationsgenetisch gibt es zwischen den Menschen , egal wo sie auch herkommen mögen , nur marginale Unterschiede. Das ist der Stand der Dinge.
        Ich kann Deine bisherigen Ausführen nur so verstehen , daß es Dir nicht um die Bewahrung genetisch oder rassische höherstehender / höherwertiger Populationen geht ( Im Sinne von genetisch besser an den Lebensraum angepaßten Arten ) , sondern um den Erhalt von äußerlichen Zuchtmerkmalen ( Iren mit roten Haaren und Sommersprossen , Slawen mit hohen Wangenknochen u.s.w. ). So wie bei Hunden und Katzen.
        Denn wenn es um qualitative genetische Fragen ginge , kommt man nicht umhin , diese auch sachlich zu klären. Ich sehe da aber keine großen Erfolge.

        Damit wir uns nicht mißverstehen :
        Ich will auch meinen Kontinent und meine Heimat bewahren. Der bevorstehende Bevölkerungszuzug , vornehmlich aus Afrika , muß zwingend verhindert werden. Und ja , ich bin ebenso für den Erhalt von Ethnien in meiner Heimat , wie ich es auch überall sonst auf der Welt bin.
        Allerdings ist die Welt eben nicht statisch , dieser Einsicht sollte sich doch jeder stellen.

        Und jetzt zur “Polemik” :
        Gedanklicher Austausch auf rein schriftlicher Basis , bedeutet stets eine eingeschränkte Kommunikation.
        Den Neanderthaler habe ich erwähnt , weil er eben ein “Deutscher” ist. Natürlich weiß ich von den vielen anderen Fundorten bis hinag nach Spanien und die Levante.
        Die allgemeine Vorstellung vom Neanderthaler hat sich seit seines Auffindens sehr verändert.
        Noch zu Zeiten des Nationalsozialismus war er in den Augen der Meisten ein tumber , keulenschwingender Vormensch. Eher noch ein Affe , denn ein Mensch.
        Die öffentliche Erklärung eines Wissenschaftlers , daß wir Menschen uns mit diesem Wesen gekreuzt hätten , wäre wohl wütend und empört zurückgewiesen worden. Die Karriere dieses Wissenschaftlers hätte dann vermutlich auch sein Ende gefunden. Dennoch tragen alle ursprünglichen Europäer Gene des Neanderthalers in sich.
        Andere Zeiten bringen eben auch andere Einsichten.

        1. Es ist heutzutage möglich nachzuvollziehen, wer zu welcher Volksgruppe gehört.
          Aber vielleicht beliest du dich dazu erst einmal. Bspw. Zum Thema „genetische Genealogie“.
          Oder hier über die „menschliche Vermischungsgeschichte“.
          Kurzzusammenfassung auf deutsch: http://www.scinexx.de/wissen-aktuell-7846-2008-02-22.html
          Die Karte inklusive FAQ und Paper findest du in englisch hier: http://admixturemap.paintmychromosomes.com/
          http://www.well.ox.ac.uk/~gav/admixture/2014-science-final/resources/FAQ.pdf
          https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4209567/

          Einige Fragen, die du gestellt hast, hatte ich dir aber auch vorher bereits erläutert.
          Auf die Frage 1 hatte ich dir bspw. Bereits mit:
          „Die Deutschen sind die Nachfahren aus verschiedenen mitteleuropäischen Volksstämmen (wohl überwiegend Germanen, Kelten usw.), die sich untereinander aber auch recht ähnlich waren. Franzosen oder Magyaren (Ungarn) z.B. haben entsprechend eine andere Zusammensetzung europäischer Stämme (entweder komplett andere Stämme oder ein anderes Verhältnis), da ihre Abstammungsgemeinschaften woanders siedelten.“
          geantwortet. Wenn du nun unbedingt wissen möchtest inwieweit sich die Snips, die Haplotypen o.ä. bei den Völkern im Detail unterscheiden dann recherchiere doch bei den oben genannten Links und kontaktiere im Zweifelsfall die Paperautoren 😉

          Dass du den Bevölkerungszuzug von Afrikanern oder anderen Menschen verhindern möchtest kann ich bei deinen Worten höchstens als Lippenbekenntnis, im schlimmsten Fall sogar als Lüge ansehen. Ich sehe keinerlei Empfindung für dein Eigenes, in deinen Worten. Ganz im Gegenteil. Sämtliche Eigenarten die den Menschen von ihren Vorfahren mitgegeben wurden nur noch als „Zuchtmerkmale“ abzustempeln und die genetischen Faktoren nur dann zu berücksichtigen, wenn es ins Bild eines Einheitsmenschen passt, spricht Bände.

          Dass sich die Neandertaler mit dem Homo sapiens gekreuzt hatten mag bspw. Stimmen, doch hatte diese Aussage nichts mit meiner Antwort (auf die Frage was die Deutschen sind) zu tun. Diese Aussage (und auch andere) von dir offenbart aber deine Intention in dieser Diskussion: Die Verleumdung und Diskreditierung der völkischen Abstammungsgemeinschaft.

          1. Ich muss gestehen, dass mir ein kleiner Fehler unterlaufen ist.
            Der erste Link ist kein Bericht zu den anderen (wenngleich das Thema dennoch recht ähnlich ist).
            Das Paper zum ersten Verweis müsste dieses hier sein: https://web.stanford.edu/group/rosenberglab/papers/JakobssonEtAl2008-Nature.pdf
            Nichtsdestotrotz zeigt es, dass mittlerweile vieles in diesem Bereich möglich ist und man die Herkunft auch recht genau nachweisen kann.
            Einen deutsche Kurzzusammenfassung zu den anderen Links findest du hier: https://www.mpg.de/7906521/weltkarte_der_vermischung

  6. “Es geht hier nicht um taktische oder strategische Agitationen, wodurch man sich politisch Vorteile erhofft, sondern es geht um das bewahren des Eigenen.”
    Da fällt mir noch ein Kästner-Sprüchlein ein :
    “Es gibt nichts Gutes , außer man tut es”
    Wer das eigene bewahren möchte , muß Kinder machen. Das beste Mittel zum Erhalt des Volkes.
    Wobei ich selbstverständlich bei Dir nicht im Bilde bin , was Deine Reproduktionsleistung betrifft.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Social media & sharing icons powered by UltimatelySocial